Projekt, Homburg über Rödelheim und Höchst mit Wiesbaden zu verbinden, für das sich auch der Kaiser interessierte, festgehalten und dessen Verwirklichung angestrebt werden. Die Schwierigkeiten, welche diesem Projekt seitens Frankfurt entgegengestellt würden, wären nicht unüberwindlich.
Evangelischer Kirchengesangverein.
R. B. Darmstadt, 16. Mai.
In Verbindung mit dem Evangelischen Kirchengesangverein für Hessen hielt heute vormittag der Zentralausschuß der Eva n- belischen Ki r ch e n g e s a n g v e r e i n e für Deutschland ;eine Jahressitzung ab. Nach einer herzlichen Begrünung der Vertreter der verschiedenen Vereinigungen aus Rheinpreußen, Westfalen, Bayern, Baden, Württemberg usw. durch den Vorsitzenden Geh. Kirchenrat Dr. K ö st l i n und einer kurzen Ueber- sicht über die Ereignisse des letzten Jahres erstattete Ober- konsistorialrat Dr. F l ö r i n g den Kassenbericht, aus welchem zstl «imekmen ist, daß die Gesamteinnahmen 1372 Mark, die Gesamtausgaben 1269 Mark betrugen. In dem darauf vom Vorsitzenden zum Vortrag gebrachten Jahresbericht wurde insbesondere der hohen Verdienste des verstorbenen Geh. Staatsrat Hallwachs und des Prof. Theophil Becker gedacht, zu deren ehrendem Gedächtnis der Vorstand am Grabe Kränze niederlegte. Die Zahl der Landes- und Provinzialvereine beträgt z. Z. 22 und nahezu 60 000 aktiven und 16 000 inaktiven Mitgliedern. Der Jahresbericht bespricht auch den ungünsttgen Stand des „Korrespondenzblattes" und fordert zu regerer Unterstützung dafür auf. Von den vom Vorstand zur Beratung gestellten Anträgen ist zu erwähnen, daß die Satzungen der Ludwig Hallwachs-Stiftung gutgeheißen wurden, auch soll die Stiftung für die nächste Zeit ihren Sitz in Darmstadt beibehalten. Des Weiteren beschäftigte sich _ der Ausschuß mit einer Reihe von Statutenänderungen, und setzte nähere Bestimmungen für die Herausgabe der Vereinszeftschrift fest, auch eine Skala für die Beiträge der Vereine beim Bezug der Zeitschrift. Von einer Neuwahl des Vorstandes in diesem Jahre wurde Abstand genommen, eine solche soll erst im nächsten Jahre stattsinden. Als Ort der nächsten Tagung des 18. Evang. Kirchengesangvereinstages für Deutschland wurde Rothenburg a. d. Tauber bestimmt, von wo eine herzliche Einladung dazu erfolgt war.
Die F e st v e r s a m m l u na , die zusammen mit der diesjährigen Hauptversammlung stattfand, begann um 10r/r Uhr und war äußerst zahlreich besucht. Ihr wohnten bei Oberkon- sistorialpräsident Dr. Buchner, Prälat Dr. Walz und mehrere Oberkonsiftorialräte, ferner als Regierungsvertreter die Ministerialräte Dr. Eisenhuth und B e st, Oberbürgermeister Morneweg u. a. Aus Gießen waren dazu seitens des Ev. Kirchengesangvereins die Herren Univ. Musikdirektor Trautmann, Dr. Heuser und Pfarrer D. Schlosser, außerdem die Leiter der Chorschulen, die Herren Lehrer Otto G ö r l a ch und Habicht entsandt worden. Ministerialrat Ewald eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Begrüßung, worauf namens des verhinderten Staatsministers Dr. Rothe Ministerialrat B e st für die freundliche Einladung dankte und der Versammlung die herzlichsten Glückwünsche des Großh. Ministeriums aussprach. Seit der Begründung des Vereins sei in außerordentlicher Weise das ethische Empfinden und der religiöse Sinn unseres Volkes gestärkt worden, und er sei sicher, daß der Verein auch in Zukunft in diesem Sinne segensreich weiter wirken werde. Prälat Dr. Walz begrüßte die Versammlung namens des Großh. Ober» konsistoriums, Oberbürgermeister Morneweg namens der Residenzstadt, wybei er die hohe Bedeutung der Kirchengesangvereine für die Pflege und Erhaltung des religiösen Lebens betonte, das
eines der wertvollsten Fundamente des Staates bilde. Für den deutschen Gesamtverein sprach Geh. Kirchenrat Dr. Köstlin ebenfalls herzliche Glückwünsche aus, und namens der badischen Vereine und der Geistlichkeit tat dasselbe Oberkonsistorialpräsi- dent Dr. H e l b i n g - Karlsruhe, der gleichzeittg einen hochinteressanten Rückblick auf die Ausbildung des Kirchengesanges und die Entfaltung der Vereine in Baden und Hessen warf. Stadt- vfarrer Abel-Schwäbisch-Gemünd überbrachte die Glückwünsche oer Württemberger, Prof. Hilscher- Schwelm die der Westfalen u. s. f. Nachdem der Vorsitzende allen Rednern für ihre Sympathiebezeugungen wärmsten Dank ausgedrückt, erstattete er noch einen ausführlichen Bericht über die 25 jährige Entwickelung des Vereins. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde, da im nächsten Jahr die 18. Jahresversammlung möglichst in Oberhessen stattfinden soll, vorläufig Friedberg in Aussicht ge- genommen. Dann endete die Sitzung nach weiteren Ansprachen des Herrn Dr. F l ö r i n g, Prof. Weimar- Darmstadt, Pfarrer Diehl-Hirschhorn, Pfarrer Zimmermann-Wiesbaden, Pfr. D. S chlosser - Gießen, (der die Herausgabe eines Heftes mit Bach'schen Choralsätzen und geistlichen Volksliedern für erwünscht erklärte), und Munk-Mainz mit einem Schluß- und Dankes- roort des Vorsitzenden. Um 2 Uhr sand ein allgemeines Mittag- essen int Saalbau statt und abends 6 Uhr hatten die Festtell- nehmer und viele Gäste noch den hohen Kunstgenuß, in der Stadtkirche die 3 Kantaten von Joh. Seb. Bach „Gott führet aus mit Jauchzen", „Wie schön leuchtet der Morgenstern" (auch in Gießen bereits aufgeführt), und „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe" zu genießen, die der Ev. Kirchengesangverein in der Stadtkirche unter Leitung seines hochverdienten Dirigenten Kirchenmusikmeister Prof. Arnold Mendelssohn in herzerhebender Weise zur Aufführung brachte. Dieser Aufführung wohnte der Großherzog, die Prinzessin von Battenberg und die Fürstin Erbach-Schönberg bet
vermischter.
• Dortmund, 18. Mai. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde gestern der Arzt Dr. Grüne in Unna verhaftet. Man bringt den Haftbefehl mit dem kürzlich erfolgten Tode seiner Tochter in Verbindung.
* Elberfeld, 18. Mai. Nachmittags erschoß ein Bettler, der verhaftet werden sollte, an der Grenze zwischen Elberfeld und Barmen einen 2 0jährigen Mann, der ihn aufhalten wollte, und verletzte einen Polizeibeamten durch drei Revolverschüsfe. Der Täter wurde verhaftet.
• Nordhausen, 18. Mai. Der Stadtsekretär Münch und der Polizeisergeant Drüsedau aus Benneckenstein flüchteten nach Unterschlagung von Geldern aus der Vergnügungssteuer.
* Radeberg, 18. Mai. In Lomnitz bei Radeberg wurden vergangene Nacht durch Brandstiftung drei Anwesen eingeäschert. Ein 84jähriger Greis, ein fünfjähriges Kind und viel Vieh sind in den Flammen um- gekommen.
* Zwickau, 18. Mai. Im Stadtteil Mariental wurde eine alleinstehende Frau namens Wutzlar in ihrer Wohnung durch Hammerschläge ermordet aufgefunden.
* Vom Simplontunnel. Dem „Sortiere della Sera" zufolge sind neue Schwierigkeiten bei der Durch- bohrung des Simplons eingetreten. Auf der Nordseite ver
hindert eine heiße Quelle das Fortschreiten der Arbeft, die noch übrig bleibenden 950 Meter werden mindestens noch 6 Monate Arbeit erfordern.
• Newyork, 18. Mai. Der Burengeneral Pearson und der holländische Journalist van der Hoeft wurden wegen eines angeblichen Erpressungs- versuchs gegen den früheren Hilfsstaatssekretär Webster Davis verhaftet. Sie beschuldigten ihn, über Burengelder in Höhe von 20 0 000 Dollars nicht Rechnung gelegt zu haben. Davis besuchte Südafrika während des Burenkrieges und kehrte als begeisterter Anhänger der Burensache zurück. Bald nachher legte er viel Geld in Grund- besih an. (Franks. Ztg.)
Hpieiptan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Donnerstag den 19. Mai *): „Ton Juan." Freitag den 20. Mai geschlossen. Samstag den 21. Mai: „Der Herr Kapellmeister." Hierauf: „Der Bajazzo." Sonntag den 22. Mai, abends halb 71khr: „Rienzi." Montag den 23. Mai:,,Carmen." Dienstag den 24. Mai: „Das Nachtlager von Granada." Hieraus: „Cavalleria rusticana-“
Schauspielhaus.
Donnerstag den 19. Mai, abends halb 8 Uhr: „Salome." Hierauf: „Wann mir altern." Zum Schluß: „Die Empfehlung." Freitag den 20. Mai: „Salome. Hierauf: „Wann wir altern." Zum Schluß: „Tie Empfehlung." Samstag den 21. Mai: „Gespenster." Sonntag den 22. Mai, nachmittags halb 4 Uhr: „Zapfenstreich." Abends 7 Uhr: „Lumpaci Vagabundus." Montag den 23. Akai, nachmittags halb 4 Uhr: „Salome." Hieraus: „Wann wir altern." Zum Schluß: „Die Empfehlung." Abends 7 Uhr: „Im bunten Rock." Dienstag den 24. Akai: „Lumpaci Vagabundus."
* ) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends unt 7 Uhr.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Limburg a. d. L., 18. Akai. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.22 Mk., weißer Weizen 00.00 Akk., Korn 10.00 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 6.45 Akk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk.
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