,potmd)ene gemächttch auf den Fluten herangleiten zu seben, und' nun auf sofortige Beförderung rechneten, gab der Bootsführer den einfachen Bescheid: eS werde wohl heute überhaupt keineFahrt mehr geben, denn solange nicht mehr als drei Fahrgäste da seien, habe er die Weisung, gar nicht zu fahren.! I — Ich frage: Wozu da die Aufstellung eines Fahrplanes? Oder glaubt man auf solche Weise einen Verkehr erschwingen zu können? e-.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 18. Mai. Im Rathause beriet heute nacymnrag eine Versammlung von Delegierten deutscher Städte, der deutschen Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege, des Vereins für Kinderheilstätten an den deutschen Küsten, über die Frage, wie die Seehospize besser als bisher zur Unterbringung von Kindern mit Knochen- und Gelenktuberkulose auszunützen seien.
Graz, 18. Mai. Heute fand die Enthüllung de? Hamer- ling-Denkmals im Beisein des Statthalters, des Landeshauptmannes, des Dichters Rosegger und zahlreicher Fest- gäste statt.
Kerichtssaal.
sausenden Hofzug das Gewehr präsentieren. Ein Soldat machte darüber eine unflätige Bemerkung, die von einem Sergeanten gemeldet und als Majestätsbeleidigung durch Ausstoßung des Mannes aus dem Heere und durch Verhängung von sieben Jahren Zuchthaus geahndet wurde.
— Wegen Herausforderung zum Zweikampf und Kartelltragens wurden vor dem Kriegsgericht tn Düsseldorf ein Hauptmann der Landwehr zweiten Aufgebots sowie ein Hauptmann der Reserve au? dem Landwehrbezirk Barmen zu zwei Tagen bezw. einem Tag Festungshaft verurteilt.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 18. Mai. 200 Arbeiter der Werkstätten der Großen Berliner Straßenbahn befinden sich im Ausstande.— Eine AnzahlB ä ck erm e i st e r beschloß heute abend in 10Bezirksversammlungen die bereits erfolgten Bewilligungen der Forderungen der Gesellen zurückzuziehen. Sieben von der Berliner Gewerkschaftskommiffion einberufene Volksversammlungen, beschlossen die Boykottierung aller Bäckereien, die die For-1 derungen der Gesellen nicht bewilligten.
Landwirtschaft.
d. Mainz, 18. Mai. Schon seit Jahren wurden fortgesetzt bei der Polizei von hiesigen größeren Geschäftsleuten Anzeigen von Ladendiebstählen gemacht, ohne daß es gelang, der Diebe habhaft zu werden. Besonders wurden in den Jahren 1901 und 1902 bei den Firmen Lotz und Scherr, Brühl und Schreiner und Hartenbach größere Seidendiebstähle ausgcführt. Die gestohlenen Seidenstoffe hatten einen Gesamtwert von ungefähr 1000—1500 Mark. Ebenso wurden zur damaligen Zeit fortgesetzt in dem Warenhaus Tietz Waren gestohlen. Auf eigenartige Weise kam nun die Polizei auf die Spur der Diebin. Ende vorigen Jahres wurde die Tochter einer hiesigen Wirtin getraut. Bei der Feierlichkeit fand sich an der Kirck»e zufällig die Verkäuferin eines der bestohlenen Geschäfte ein und erkannte in dem Hochzeitskleid der Braut den gestohlenen Seidenstoff ihres Geschäftes. Der Verdacht gegen die Familie wurde dadurch bestärkt, daß der Sohn der Wirtin in dem Geschäfte von Hartenbach als Kommis bedienstet war. Die Wirtin erklärte, daß ihre Schwägerin, die Ehefrau des Bäckermeisters Stärk, eine Hausiererin, zu ihr geschickt habe, die den Seidenstoff an sie verkauft habe. Auf ihre Frage, ob der Stoff auch ehrlich erworben sei, habe die Hausiererin erklärt, er sei von ihr in einem Konkursverfahren in Frankfurt erworben worden. Nachdem die Schwägerin der Wirtin vernommen worden war, stellte sich die Wahrheit dieser Behauptung als richtig heraus. Bevor die Entdeckung der gestohlenen Seidenstoffe gemacht wurde, war die 31 jährige Ehefrau des Taglöhners Andreas Silz geborene Reis, aus Finthen, wegen verschiedener Ladendiebstähle, die sie bei Tietz ausgeführt hatte, vom Schöffengericht verurteilt worden. Damals wurde durch den Kriminalschutzmann Reeg eine Wagenladung gestohlener Gegenstände bei der Silz beschlagnahmt. Im Besitze des Schutzmann befand sich auch eine Photographie der S., die er der Wirtin und deren Schwägerin vorlegte. Beide erkannten in dem Bilde die Hausiererin wieder, die sofort in Finthen verhaftet wurde. Den Verkäuferinnen der bestohlenen Geschäfte wurde die Silz ebenfalls gegenübergestellt, und sie erkannten in der S. eine Bauersfrau, die jede Woche zweimal, wenn das Personal zum größten Teil die Mittagspause angetreten hatte, mit einem zugedeckten Korbe in die Geschäfte kam, und sich eine große Auswahl von den besten Seidenstoffen vorlegen ließ, wobei fte die Diebstähle beging. Das Verfahren wurde hierauf gegen den Kommis, seine Mutter und deren Schwägerin eingestellt und die Silz angeklagt. Der Sachverständige, Kreisarzt Dr. Balser, erklärte, daß er, kurz nach der Verhaftung der Angeklagten, auf die Polizei gerufen wurde, weil sich die Silz sonderbar benahm. Bei seinem Eintritt in die Arrestzelle sei ihm die Angeklagte als ein Bild geistiger Verwirrung vorgekommen. Die Angeklagte habe in sehr schlechten Familienverhältnissen gelebt. Ihr Mann sei ein Trunkenbold und mißhandele öfters seine Frau. Sie habe sich schon tagelang von Hause entfernt und auch einmal den Versuch gemacht, sich bei Budenheim im Rheine zu ertränken. Mit Berücksichtigung dieser zeitweisen geistigen Störungen verurteilte das Gericht die Angeklagte zu 1 Jahr Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust.
Trier, 18. Mai. Der Unteroffizier Eckert wurde wegen Soldatenschinderei in 600 Fällen vom Kriegsgericht zu '/« Jahren Gefängnis und Degradation verurteilt.
Hannover, 18. Mai. In Dem Strafprozeß gegen die Verwaltungsmitglieder der in Konkurs geratenen Hannoverschen Landesbank, welcher seit gestern vor dem hiesigen Landgericht verhandelt wird, wurde heute auf Antrag des Staatsanwalts wegen dringenden Verdachts der Bilanzfälschung und Bilanzverschleierung gegen den Hanptangeklagten Arthur Schumann, den ehemaligen Direktor der Bank, ein Haftbefehl erlassen.
Magdeburg, 17. Mai. Die Strafkammer verurteilte den vorbestraften Schreiber Eckleben aus Halberstadt wegen M a j e° stätsbeleidigung in zwei Fällen und zwei kleinen Zechprellereien zu 2 Jahren, 3 Monaten, 20 Tagen Zuchthaus und 6 Jahren Ehrverlust.
Magdeburg, 18. Mai. Beim Salutschießen anläßlich Kaisers Geburtstag war ein Kanonier des 4. Fuß-Artillerie-Regiments an den Augen und an einem Arm, zwei andere leichter verletzt worden. Das Kriegsgericht verurteilte heute wegen Außerachtlaffung der Verhütungsvorschriften den Oberleutnant von Daacke zu 2 Monaten Festung, den Unteroffizier Wegener zu 13 Tagen Gefängnis, einen Gefreiten zu 7 Wochen und zwei Kanoniere zu 14 Tagen strengen Arrest.
Kischinew, 18. Mai. In dem Prozeß wegen der Ausschreitungen gegen die Juden im April 1903 wurde heute das Urteil gefällt. Zwei Angeklagte wurden wegen Straßenunruhen zu acht Monaten Gefängnis mit Verlust einiger Rechte, zwei wegen schwerer Verletzungen an Juden zu einem Jahr schwerer Hast, zwei wegen Mordes zu vier Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sechs des Mordes Angeklagte wurden fr eigesprochen. DieZivilforderungen wurden als unbegründet zurückgewiesen.
Leipzig, 17. Mai. Arn 23. November v. I. hatten sich sieben Bergakademiker vor dem Landgerichte Hildesheim wegen Zweikampfs mit tödlichen Waffen zu verantworten, weil sie sich an Schlägermensuren mit den üblichen Schutzvorrich« langen beteiligt hätten. Das Landgericht erkannte auf Freisprechung sämtlicher Angeklagten, weil nicht anzunehmen sei, daß es sich hier um einen Zweikampf mit tödlichen Waffen handle, nur einen solchen Zweikampf habe offenbar das Gesetz treffen wollen. Der bisher vom Reichsgerichte in einer Plenarentscheidung ausgesprochenen Ansicht, daß auch die Schlägermensuren als Zwei- tampf zu bestrafen seien, glaubte das Landgericht nicht beitreten zu können. Auf die Revision des Staatsanwalts h o o das Reichsgericht, 3. Strafsenat, das Urteil auf, da kein Anlaß vorliege, von Der bisher vertretenen Rechtsansicht abzugehen, und verwies die Sache an das Landgericht zurück.
— Wegen Majestätsbeleidigung ist em Soldat vom 112. Regiment zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Als kürzlich der Kaiser, aus Italien kommend, an Mühlhausen vorüberfuhr, ließ der Kommandeur eines Bataillons des 112. Regiments auf dem Exerzierplatz vor dem vorüber
Die landwirtschaftliche Zentralgenosse n s ch a f t will in der Nähe von Ansbach ein Gut von ca. 1000 Morgen erwerben und auf demselben ein Heim für etwa 100 junge Bauernburschen im Alter von 16 bis 25 Jahren errichten. Das Gut soll als Musterwirtschaft mit allen modernen Errungenschaften und Betriebsarten der Landwirtschaft, sowie allen Nebenbetrieben eingerichtet werden. Die Schüler sollen im Sommer das Gut bewirtschaften, im Winter aber einen umfassenden theoretischen Unterricht erhalten. Wir glauben, daß der Gedanke vorzüglich ist und daß wir der Durchführung desselben im Laufe der Jahre einen glücklichen Einfluß auf die Entwickelung unseres Bauernstandes verdanken werden. In hohem Grade bedenklich will uns aber erscheinen, daß man zu Leitern der ganzen Anlage Trappisten aus Bosnien berufen will. Wir haben alle Ursache, die selbstlose Wirksamkeit und die opferwillige Tätigkeit der Trappisten zu bewundern, und wir geben gern zu, daß dieselben unter schwierigen Verhältnissen sich als vorzügliche Landwirte bewährt haben. Wir können jedoch nicht glauben, daß diese Männer mit ihrem der Welt abgelenkten Sinne auf die Dauer geeignete Lehrkräfte für unsere deutsche Jugend zu werden vermögen. Wir möchten auch nicht wünschen, daß die düstere Lebensanschauung di eser Leute zum Eigentume unserer heimischen Bauern würde, die bei ihrer schweren Arbeit des Lichtes und der Sonne, der Freude und des Glückes gar sehr bedürfen. Selbst wenn bei den Trappisten ein guter landwirtschaftlicher Betrieb zu erlernen sein sollte, so ist im Kloster der Begriff der Arbeit doch ein anderer geworden, wie er sich im freien Wettbewerbe und unter dem Einflüsse der Zeit herausgestellt hat. Schließlich glauben wir auch, daß im deuffchen Vaterlande genug Leute zu finden sein werden, welche mit gutem Erfolge die Leitung einer solchen segensreichen Anstalt übernehmen könnten. Die gestellte Aufgabe ist eine so schöne, daß wir nicht zweifeln, daß sich auch bei uns die geeigneten Kräfte fbiben werden.
(?) Schotten, 17. Mai. Hier hat sich ein Kreisziegenzuchtverein gebildet, welcher die Satzungen des Lauterbacher Vereines zur Grundlage hat. Zum Vorsitzenden wurde der Großb. Beigeordnete und Gasthofsbesitzer Theodor Cellarius gewählt. — Am 24. d. M. finoet unser alljährlich gut besuchter Prämiierungsmarkt, verbunden mit Verlosung, statt. An Prämien, die für Bullen der Vogelsberger und Simmentaler Rasse zur Verteilung kommen, sind 400 Mark vorgesehen.
18.
18.
19.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Mai 1904.
Barometer auf 0° reduziert
c i
c £
der Luft
Absolute Feuchttgkeit
Relative Feuchttgkeit
Windrichtung
Windstärke 1
Wetter
2»5
746,9
18,1
8,5
55
W.
4
Bew. Himmel
9"
746,4
15,4
9,2
70
2
u w
716
747,9
12,0
7,8
75
V
2
V w
Höchste Temperatur am 17. bis 18. Mai — + 20,90 C.
Niedrigste , „ 17. „ 18. „ = + 7,6° 6.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 20. Mai 1904: Windig, zeitweise heiter, kühler, besonders nachts, Regen, besonders im Osten und Süden.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellschast.
Hottesdlenft.
Freitag, den 20. und" Samstag, den 21. Mai 1904.
Wochenfest.
1. & a g.
Vorabend 8.00 Uhr. Vormittag 8.00 Uhr.
Predigt.
2. Tag.
Vorabend 7.45 Uhr. Vormittag 8.00 Uhr.
Nachmittag 4 Uhr, Festesausgang 9.05 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.55 Uhr.
Israelitische Religionsgemeinde.
Hottesdienü in der Synagoge (Südankage).
Freitag, den 20. und Samstag, den 21. Mai 1904.
Wochenfest.
1. Tag.
Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Predigt.
2. T a g.
Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
Festesausgang 9.05 Uhr.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Farbwerke, vorm. Meister, Lucius u. Brüning in Höchst a. M. Die 3 000 000 Mk. neuen Aktien, durch deren Ausgabe sich das Aktienkapital auf 20 000 000 Mk. erhöht, werden nunmehr den alten Akttonären zur Verfügung gestellt. Im
Geschäftsbericht war bereits auSgeführt, daß die Aktien zum Preis» von 300 Proz. von einem Konsortium übernommen wurden. Diesem gehören auch die Deutsche Bank und S. Bleichröder in Berlin an. Das Konsortium hat sich verpflichtet, den alten Akttonären für je sechs alte eine neue Aktie zu überlasten. Es werden formt von den neuen Aktien 2,83 Mill, durch das Bezugsrecht abforbirt, während der Rest von 0,17 Mill, dem Konsortium zufällt.
CiicrorifdiCf.
— Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Litv raturfreunbe. (Herausgeber: Dr. Josef Ettlinger: Verlag: Egon Fleische! u. Co. Berlin W. 35 i Zweites Mai-Heft: Rubolf Lothar, Die Schule bes Lustspiels: Kurt Aram, Die Liebe im Menschen (Semonnier); Wilhelm Sögeler, Mutter und Sohn (Geijerstam, Nils Tufvesson und seine Mutter): Leo Greiner, Die Jagd nach Liebe (Heinrich Mann': Eduard Platzhoff-Lejeune, Die Eigenen (Emil F. Ruedebuschl: Georg Witkowski, Goethe- Schriften: Jacob Scherek, Ein neuer dänischer Dichter (Laurids Bruun): Johannes Trojan, Ein moderner Chesterfield (Lorimer, Briefe eines Dollar-Königs an seinen Söhn': Frieda Freiin v. Bülow, Johanna Niemann. Echo der Zeitungen, Echo der Zeitschriften, Echo des Auslandes, Echo der Bühnen. Kurze Anzeigen, Meinungsaustausch, Notizen, Nachrichten, Ter Büchermarkt.
Nenelle Melduilaen.
Chemnitz, 19. Mai. Hauptmann Freiherr v. Halkett vom sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 134 wurde vom Kriegsgericht zu 3 Monaten Gefängnis wegen unzüchtiger Handlungen verurteilt.
Stockholm, 18. Mai. Beide Kammern lehnten den Antrag, betreffend Ausdehnung des Stimmrechts, ab. Die Angelegenheit ist damit für diese Session erledigt.
London, 19. Mai. lieber die Bez iehun gen Deutschlands zu Rußland erhält der „Daily Telegraph" aus Petersburg folgendes anscheinend aus guter Quelle stammendes Telegramm: Seit dem Abschluß der französischrussischen Allianz sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland nie so herzlich gewesen, wie heute. Die erste Frucht dieses Einvernehmens ist die Beseitigung der Schwierigkeiten für einen Abschluß des Handelsvertrages und in Anerkennung der von Deutschland Rußland in den letzten sechs Monaten geleisteten Dienste, sowie des Versprechens noch eklatanterer deutscher Freundschafts-Beweise in nächster Zukunft wird Rußland seine bisherigen Einwendungen gegen den Handelsvertrag auf der von Bülow vorgeschlagenen Bast? aufgeben.
London, 19. Mai. Daily Chronicle meldet, die Japaner haben die Garnison von Kaiping angegriffen. Dieselbe ist jetzt viermal so stark, als sie im Chinesisch- japanischen Kriege war. Man erwartet, daß die Stadt heute von den Japanern besetzt wird.
Paris, 19. Mai. Das „Journal des Debats" leit- artikelt über den angekündigten Besuch des Königs von England in Kiel und nennt diesen Besuch eine neue Friedensgarantie. Es wäre weit beunruhigender gewesen, wenn der König es systematisch vermieden hätte, sich mit Kaiser Wilhelm zu treffen. Da England und Frankreich sich über ihre auswärtige Politik geeinigt haben, ist es jetzt gleichgillig, ob England auch zu anderen gute Beziehungen unterhält.
Lemberg, 19. Mai. Wie zwei hiesige Blätter aus Warschau melden, wurde der angesehene polnische Schrifsteiler Kasimir Bartoszewicz, welcher seit Langem Mitarbeiter des Warschauer „Goniec" war, aus Rußland ausgewiesen.
Graz, 19. Mai. Abends ging über der hiesigen Stadt und Umgebung ein furchtbares Unwetter nieder. Sämtliche Kulturen wurden durch den Hagel vernichtet, viele Fenster zettrümmert.
Petersburg, 19. Mai. Ein Telegramm, welches dem Generalstab gestern Abend 9 Uhr 50 Min. Zugegangen ist, berichtet, daß die Japaner Liutschwang besetzt haben. (?) Petersburg, 19. Mai. Hier zirkuliert das noch unverbürgte Gerücht, daß Kuropatkin beim Zaren in Ungnade gefallen sei und daß dessen Abberufung sofort erfolgen werde, wenn ein geeigneter tüchtiger Truppenführer gefunden ist.
Telephonischer Kursbericht.
SVgö/o Reichsanleihe . . 101.85 3O/o do. ... 89.50 3‘/,°/o Konsole .... 101.70 3°/n do 89.75
31/2°/n Hessen .... 99.80 3ll2% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 100.80 4xI6% Oesterr. Silberrente 99.90 4% Ungar. Goldrente . . 98.10 4°/i Italien. Rente , . . 102.60 4l/,% Portugieser . . . 59.90 3°/ Portugiesen 58.25 1% C. Türken . . .
Türkenlose * 127.40 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 46.10 41I,% äussere Argentiner —.—
3% Mexikaner .... 26.50 4,/e°/o Chinesen .... —.— Electric. Schuckert . . . 106.00 Nordd. Lloyd . . . . 10310
Kreditaktien . . . , . 201.00 Diskonto-Kommandit. . . 185.50 Darmstädter Bank . . 136.50
Dresdener Bank .... 151.80 Berliner Handelsges. . . 152.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 137.20 Lombarden .... 13.50 Gotthardbahn 191.00 Laurahütte 242.00 Bochum 191.00 Harpener 196.75
Tendenz: fest.
Frisch eing-etroffen:
Diesjährige Gänse und Enten, Französische und Metzer Poularden;
ferner:
frischer Ananas, Erdbeeren.
Pfirsiche und Kirschen.
Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung.
Telephon 265. 324 Seltersweg 23.
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