Ausgabe 
19.5.1904 Erstes Blatt
 
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154* Jahrgang

Erstes Blatt.

Donnerstag IN. Mai 1904

Gchulstratze 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gieße«.

Fernsprechanschluß Nr. 51.

Die Halleschen Stadtväter hatten unlängst getadelt, daß ein Magistratsmitglied, der inzwischen als Eharitsdirektor nach Berlin berufene Stadtrat Pütter, eigenmächttg einen von beiden städtischen Behörden mit dem Stadtgutpächter abgeschlossenen Vettrag nbge- ändert hatte, allerdings in der wohlmeinenden Absicht, der Stadt zu nützen. Obwohl damals das Kollegium nicht einmal so weit ging, wie von einem Mitglieds beantragt war, den Tadel zu protokollieren, so fühlte sich der M a g i st r a t doch in seiner Kompetenz verletzt und ließ durch den Syndikus eine allen Stadt­vätern zugestellte Denkschrift los, worin er nachzuweisen trachtete, daß den Stadtverordneten k e i n R e ch t, i h n z u tadeln, zu- stehe, weder nach der Städteordnung, noch nach sonstigen Gesetzen. Die Stadtverordneten hätten lediglich ein Kontrollrecht.

Die Stadtverordnetenversammlung überwies das magistratliche Opus ihrer juristischen Kommission, und die erstattete nun in der letzten Sitzung dahin Bericht, daß den Stadtverordneten sehr wohl ein Tadelsrecht zu st ehe, nämlich in materieller Beziehung. Die Stadtverordneten hätten zwar nicht das Recht, den Magistrat als Person zu tadeln, wie der Vorgesetzte den Untergebenen, der Lehrer den Schüler tadelt, aber sie hätten Recht und Pflicht sogar, das Verhalten des Magistrats hinsichtlich der Gemeindebeschlüsse zu überwachen, zu kritisieren und, je nach dem, anzuerkennen oder zu tadeln. Im übrigen meinten die Herren, es wäre besser gewesen, der Magistrat hätte sich die Arbeit mit den rechtswisienschaftlichen Dar­legungen nicht gemacht, denn die Sache sei, zudem die Protokollierung des Tadels ausdrücklich abgelehnt wurde, müßig.

Port Arthur und Dalny.

London, 18. Mai. DemDaily Telegraph" wird aus Söul telegraphiert, daß die Japaner am Montag einen Angriff auf Port Arthur machten. Dalny wurde

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rfftetnt täglich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden rm Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siegener Familien. Matter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Untvers.-Buch-u. Stein­druckerei. 9L Lang«.

Der Krieg zwischen Japan und Nußland.

Kampfe bei Niutschwaug.

Tschifu, 18. Mai. Die Japaner halten am Montag ein Ge f e ch t mit der russischen Besatzung von K a i t s ch o u an der Küste, direkt südlich 23 Meilen von Niutschwang, und vertrieben die Russen von dort. Plakate mit der Unterschrift:Generalsta'bschef der japanischen Armee" sind in Niutschwang und Umgegend angeschlagen und for­dern die Chinesen auf, Ordnung zu halten und Vorräte und Transportwagen zu stellem Dre Japaner würden den vollen Preis zahlen. Eine kleine russische Besatz­ung ist in Niutschwang geblieben. Sie ist bereit, bei Annäherung des Feindes den Ort zu verlassen. Wolle und Oel sind auf das KanonenbootSiwutsch" gebracht, um das Schiff dann in Brand zu setzen.

Diese Meldung ist offiziös; eine Privatnachricht lautet folgendermaßen:

London, 18. Mai. Aus Niutschwang wird telegra­phiert : Bei Kaitschou landeten die Japaner mit einer großen Dransportflotte. -Die japanischen Kriegsschiffe suchten die Landung durch ein furchtbares Bombardement auf die russischen Befestigungen zu unterstützen. Me russischen Batterien wurden nach­mittags um 4 Uhr zum Schweigen gebracht, worauf die Russen sich auf Taschitschau zurückAogen. Gestern begannen die Japaner den Vormarsch in Eilmärschen. Sie rücken auf Daschitschau und Niutschwang vor.

Weiteres von der Liaujang-Halbinsel.

Petersburg, 18 .Mai. Gin Telegramm des Gene­rals Kuropatkin an den Kaiser besagt: Die Abteil­ung der japanischen Vorhut, die bis zuni 14. Mai den Sinheilinpaß und das Dorf 'Kangiapusa, 34 Werst Nord­westlich von Fönghwangtschenb besetzte, ging nach Selud- schan ab. Im Tale eines linken Nebenflusses der Ba- oaohe in Dapangou steht eine kleine japanische Abteilung. In Sinjan stehen nach wie vor keine Japaner. Eine starke Stveifwache derselben steht bei Sedehoge, 25 Werst südöst­lich von Sinjan. 600 Japaner stehen bei Luanmiao, 300 Mann bei Salidsaipudsa; die übrigen Streitkräfte sind in der Richtung nach Fönghwangtscheng zurückgegangen. Bei Chabalin, 16 Werst südwestlich von Fönghwangtscheng, steht eine etwa 5000 Mann starke Abteilung. Seit drei Tagen ist das Wtetter regnerisch die Wege verschlechtern sich.

Peters bürg, 18. Mai. Ein Telegramm des Gene­rals Sachorow an den Generalstab vom 18. Mai lautet: Am Morgen des 17. Mai zogensich diejapanischen Vorpostenabteilungen, die auf der großen nach Liaujang führenden Straße bei Thumenty standen, auf den Thansalienvaß zurück und räumten hierauf auch Seluetschan, indem sie sich nach Fönghwangtscheng ent­fernten. In der Umgebung von Fönghwangtscheng er­richten die Japaner Feldbefestigungen Wie fest- gestellt wird, befindet sich die japanische Abteilung, die früher das Dorf Sithutschindsa 15 Werst nordwestlich von Takuschan, besetzte, nicht mehr dort. Takuschan wurde ebenfalls von den Japanern geräumt. Kleine Abteil­ungen stehen in Chondenhan und Luanmiao auf dem linken Ufer des Fajangko, sowie in Salidsaipudsa. Kleine japanische Streif wachen zeigen sich in der Umgebung von Sinjan.

London, 18. Mai. DomStandard" ttritb aus Tientsin telegraphiert: Die Japaner haben Taschitschau bereits besetzt, wahrscheinlich mit einer Avantgarde. Kuro­patkin sei nach Charbin gegangen. Alexejew stehe mit 20 000 Mann bei Liaujang. Zwischen Charbin und Liaujang befinde sich ein russischer Transport von Truppen und Vorräten. Die Russen halten den Verkehr mit Port Arthur noch, aufrecht, doch seien die Japaner von Kaitschou aus über die ganze Liaujang-Halbinsel zer­streut.

bombardiert und es wurden Truppen dort ge­landet.

Diese Nachricht ist unbestätigt!

Tschifu, 18. Mai. (Reuter.) Hier ist eine Flottille von Dschunken mit zweihundert Eh in esen einge­troffen. Eine Anzahl russischer Flüchtlinge, die am Dienstag Morgen Dalny verließ, berichtet, man habe dort versucht, die Docks und die Molen in die Luft zu sprengen, der Versuch sei jedoch nicht gelungen; dagegen sei die Mole in Talienwan zerstört.

Tokio, 18. Mai. (Reuter.) Die zweite Armee unter­brach die Eisenbahn im Norden von Port Arthur an fünf Stellen in den Tagen zwischen dem 5. und 17. Mai. Die Verluste der Japaner betrugen dabei 146 Mann.

Die Chinese«.

London, 18. Mai.Daily Telegraph" meldet aus Shanghai: Laut einer Meldung aus Mukden verständigten die Japaner den chinesischen General Tsengchi, daß sie An tun g für China zurückerlangt hätten und er­suchten ihn, die chinesischen Kaufleute zu veranlassen, nach Antung zurückzukehren.

Petersburg, 18. Mai. Amtliche Meldungen aus Liaujang beziffern die Zahl der Truppen des chinesischen Generals M a auf genau 13 000 Mann. Ma verfügt über 40 Geschütze. Dies und die Tokioer Meldung, auf kaiser­lichen Befehl sei die gesamte chinesische Flotte mobilisiert worden, verstärkt die Besorgnis, die man hier bezüglich der Neutralität Chinas hegt.

Tschrfu, 18. Mai. Die chinesischen Städte Tsi- nanfu, Weihsien und Chautsun in der Provinz Schantung werden binnen kurzem offen für den Handel erklärt werden.

Der russische General Saffulitsch abgesetzt!

London, 18 Mai. Me das Reutersche Bureau aus Petersburg nreldet, verlautete dort gestern abend, daß Gene- rag Sassulitsch seine Stellung als Kommandeur der zweiten Division der sibirischen Armee enthoben und GrafKeller, der kürzlich seinen Posten als Gouverneur von Jekateri- noslaw aufgab, um nach dem Kriegsschauplatz abzugehen, zum Nachfolger ernannt worden sei.

Der Zar.

Krementschug (Provinz Poltawa), 18. Mai. Kaiser Nikolaus traf heute vormittag hier ein und wurde am Bahnhofe von dem Kommandanten des Kiewer Militärs bezirks General Sukomlinow, sowie von Mordnungen des Adels, der städtischen Semstwo, der Bürger- und Bauern­schaft empfangen, die Brot und Salz üb^erreichten. Die Stadt ist reich geschmückt. Der Kaiser nahm die Parade über die nach Ostasien abgehenden Truppen ab und reiste unter begeisterten Kundgebungen der Einwohnerschaft nach Poltawa weiter.

Poltawa, 18. Mai. Kaiser Nikolckus ist heute nachmittag hier eingettoffen und von den Spitzen der Be­hörden, zahlreichen Abordnungen und einer überaus' großen Menge empfangen worden. Nach einem Besuche ui der Kathedrale nahm der Kaiser eine Parade über die nach kOstasien bestimmten Truppen ab und richtete eine An­sprache an sie, in der er hervorhob, er sei sicher, daß sie den alten Kriegsruf aufrecht erhalten werden. Sodann verlieh der Kaiser den Regimentern Heiligenbilder, welche die Offiziere kniend entgegennahmen. Um 5 Uhr reiste der Kaiser unter dem Jubel der Bevölker­ung wieder ab.

Hinrichtung japanischer Offiziere.

Petersburg, 18. Mai. In Charbin wurden zwei japanische Offiziere hingerichtet. Sie hatten versucht, die Eisenbahnbrücke über den Fluß Boni zu sprengen.

Vom Kronstadter Attentot.

Die in Kronstadt auf einem englischen Dampfer fest­genommenen drei verdächtigen Individuen erwiesen sich als Chinesen englischer Untertanenschaft. Sie werden bis zum Abgang des Schiffes festgehalten.

Frankreich wird bedenklich.

Paris, 18. Mai. Hier macht man keinen Hehl daraus',^ daß die Lage Rußlands sehr ernst ist. Man ist) hier überzeugt, daß Rußland nicht nur tzur Wahrung seinesl Ansehens in Ostasien kämpfen muß, sondern daß es sich um die Frage handelt, ob Rußland seine Stell-, ung als Großmacht wird beibehalten könnend Aus diesem Grunde müsse Rußland den Sieg über Japan erkämpfen.

*

Ein Verwandter des russischen Generals' Stössel hat mehrere Briefe von diesem erhalten, woraus hervorgeht, daß die Japaner tatsächlich Unterseeboote im Kriege benutzen. General Stössel war in einer Batterie am goldenen Berge Zeuge des Unterganges des Petropawlowsk, und berichtet, als das Geschwader sich dem Hafen näherte, wurde eine Torpille von einem japanischen Unterseeboot auf das Kriegsschiff lanziert. Das Unterseeboot wurde einige Augenblicke an der Oberfläche gesehen und es wurde auch darauf geschossen, aber ohne Erfolg. In einem anderen Briefe erklärt General Stössel, daß er noch andere Unterseeboote gesehen habe. Groß­fürst Alexander Michajlowitsch hat den Bericht der Spezial­kommission entgegengenommen, welche nach den Donetz- schen Kohlenrevieren abgegangen war, um festzu­stellen, ob die dortige Kohle an Stelle der englischen Kar- diffkohle für das russische Geschwader zu verwenden ist. Der Bericht bejaht die Frage. Bekanntlich gehören die Donetzschen Kohlenreviere französischen und belgischen Ge­sellschaften.

Volttische Tagesschau.

Zum Frankfurter Mordprozeß.

In unserer Nachbarstadt Fr an k fuvt hctt der M o r d- prozeß Gr-Stafforst mit der Verurteilung der beiden Angeklagten zum Tode geendet. Der Prozeß entroHte ein Bild scheußlicher Bestialität und beispielloser sittlicher Verkommenheit. Die Verbrecher sind weder deka­dent, noch pervers; es ging aus der Verhandlung klar hervor, daß sich beide Verbrecher absolut bewußt waren, daß sie etwas Unrechtes taten, daß sie eine scheußliche Gemeinheit ausführten. Wiederholt waren diy Verbrecher im Lokal des Unglücklichen Ermordeten, die Tat konnte aber nicht ausgeführt werden, weil der eine der Kerle immer wieder Gewissensbedenken hatte; er scheute sich, den Mord zu vollziehen.

Das Todesurteil des Frankfurter Schwurgerichts wird voraussichtlich vollstreckt werden, obwohl nur der eine der beiden Angeklagten, der von seinem Gewisser: gepeinigte Stasforst, ein unumwundenes Geständnis abgelegt hat und gegen Groß nur Indizienbeweise, allerdings erdrückender Natur, sprechen. Ms prinzipieller Gegner der Todes- strafe plädieren wir, obgleich hoffnungslos, auch in diesem Falle auf Umwandlung der Todesstrafe in lebensläng­liche s Zuchthaus, eine Strafe, die jedenfalls Härte r wäre als die schnell vollstteckte Todesstrafe, aber auch viel mehr als diese dem ideellen Zweck der ©träfe, der Läu­terung, entspricht. Mag diese Läuterung auch in der weitaus überwiegenden Mehrzahl von Fällen ausbleiben, der Ver­such muß ii. E. in jedem Falle gemacht werden.

Es erscheint uns gleichzeittg nützlich, angesichts dieses Mordprozesses der Reichstags-Verhandlungen in der vergangenen Woche zu gedenken. Im Reichsparlament unterhielt man sich bekanntlich jüngst eingehend darüber, wie wenig menschlich die Zuchthäusler in der Internier­ung behandelt würden. Auf der Grundlage gestohle­ner Akten war ein stattliches Anklagematerial zusaM- mengebrackt worden, das die unmenschliche Behandlung Ge­fangener bartun sollte. Von feiten der Reichsregierung sowohl, wie von feiten der Parteien wurde scharf erwidert und die teilweise Verlogenheit der Berichte und zum andern die absichtliche Uebertreibung feftgeftettt Im übrigen aber sind eine ganze Reihe sozialdemokratischer Zeitungen unter Anklage gestellt, sodaß es den Herren ja dann leicht gemacht ist, ihre Behauptungen vor der Oeffent- lichkeit zu beweisen.

Wir sind für Menschliche Behandlung der Verbrecher und gegen jegliche Grausamkeit in der Bestrafung. Das Innenleben eines Zuchthauses ist schrecklich und man wird mit Entschiedenheit dafür eintreten, daß Grausamkeit als Strafmittel beseittgt wird. Aber auf der anderen Seite ist es doch Tatsache, daß wir in der humanen Behänd-- hing des Verbrechertums Fortschritte gemacht haben. Strafe muß sein das ist ein moralisches Gesetz, das jeder gesund Empfindende als einen ein organisierten Bestandteil feiner sittlichen und intellektuellen Individua­lität erkennt, ©träfe muß fein, auch wenn man Mit­leid mit dem Bestraften hat. Warum sind denn Groß und Stasforst wiederholt umgekehrt und habdn ihr geplantes Verbrechen nicht ausgeführt? Die Stimme des Gewissens, die in jedem gesunden Menschen selbsttättg wirkt, hat sie vor der Ausführung des Verbrechens gewarnt; sie wußten ganz genau, daß sie etwas tun wollten, was gemein ist, was sie nicht dürfen. Aber ttotzdern, die Befolgung der alt- jüdischen RegelAuge um Auge, Zahn um Zahn" wider- spricht dem heutigen geläuterten christlichen Kultur­empfinden.

Heber eht vereiteltes Attentat auf den Zaren schreibt der Petersburger Korrespondent derBresl. Ztg." seinem Blatt unter dem 2. (15.) Mai:

Die vornehme Welt von ©t. Petersburg steht noch immer unter dem Eindruck des schweren Ereignisses vom 28. April (alten Stils), welchem der Zar und die nächsten Mitglieder des Kaiserhauses beinahe zum Opfer gefallen wären. Am 28. April fand auf dem Marsfelde die große Frühjahrsparade statt, welche der Zar alljährlich einmal über seine Garde und die Truppen der Umgegend der Residenz abnimmt. Der städtischen Verwaltung ist es gestattet, an diesem Tage auf dem Marsfelde Tribünen zu errichten und die Plätze auf ihnen zu verkaufen (das Geld dafür fließt gewissen Wohltättgkeitsanstalten zu). Nur einige Logen, welche sich in der Nähe des kaiserlichen Standottes be­finden, werden nicht von der Stadt, sondern direkt vom Ministe­rium des kaiserlichen Hofes an ihm genau bekannte Personen verkauft, welche sich durch hohe Stellungen auszeichnen. In einer dieser Logen, in unmittelbarer Nähe des Zaren, befand sich auch das junge Fräulein Mereshkowski, die Tochter des er ft en Psychiaters Rußlands, des Geheimrates Prof. Dr. Mereshkowski. Die junge Dame, welche die höheren weiblichen Kurse besucht, war von der nihilistischen Partei dazu ausersehen worden, das Bombenattentat gegen den Zaren zu verüben. Ihr aufgeregtes scheues Wesen fiel einigen höheren Beamten auf, so daß man sich kurz vor dem Ein­treffen des Zaren auf die Gefahr hin, einen schweren Mißgriff zu begehen, zu ihrer Verhaftung entschloß. Man fand bei ihr eine sehr gut konstruierte, äußerst gefährliche Sprengbombe. Das junge Mädchen leugnete nicht, das Atten­tat vorgehabt zu haben. Der alte Mereshkowski ist durch dieses Ereignis ganz gebrochen. Das Los der Verhafteten ist wahr­scheinlich der Strick.

Haben die Stadtverordneten gegenüber dem Bürgermeisteramt ein Tadelsrecht?

Diese Frage beschäftigte aus Anlaß einer Denkschrift des Magistrats, worin er den Stadtverordneten ein solches Recht entschieden bestreitet, zwei Stunden hindurch die Stadt­verordnetenversammlung zu Halle a. S. Ueber den von uns jüngst bereits kurz erwähnten Streit wird geschrieben:

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GieheimAilMgerW

" General-Anzeiger "

u den poltt. und allgem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

V -ir zetgenteil: Hans Beck.