Erstes Blatt
154. Jahrgang
Dienstag LS.Apriltvv4
Von der Kanalkommiffiou.
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wSRefolutionSf lut*, die sich in dieser
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Handwerk im Reichstage.
parlamentarischer Mitarbeiter schreibt
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Unser Berliner unterm 18. April:
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trifft, so beschränkt sie sich zunächst auf die Vertretung der. Vorlage in be*; ersten Lesung. Auf das sommerlich« Reiseprogramm des Kanzlers wird die Kanalfrage keinen Einfluß haben, denn es bleibt den Ressortchefs und 5DbU nisterialkommissaren überlassen, im Einzelnen mit der Kommission ins Reine zu kommen. Das Weitere, die Entscheidung bringt der Herbst.
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91:G177. April verließ ein amerikanischer Ingenieur Petersilkg, um sich nach Port Arthur zu begeben, wo er die ZrA-nrxensetzung von drei im vorigen Monat auf 95er» langeruMarotvs dorthin entsandten Unterseebooten leiten - IM. Der Maschinendirektor des „Stabilimento tec» nico" 'im a rieft hat sich nach Petersburg begeben, um das Etabli-'^niit bei den Konkurrenzverhandlungen wegen Ver- gebungD°m Schiffsbauten für die russische Kriegs-
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Session über den Reichstag ergossen hat, zog durch die heutige Sitzung. Es handelte sich um die zum Etat des Reichskanzlers gestellten Resolutionen, deren Beratung bis nach Erledigung des Etats vertagt wurde. Denn Resolutionen gelten nicht als dringlich, da sie keine unmittelbare gesetzt geberische Wirkung haben. Sie üben auch wenig Anziehungskraft auf die Abgeordneten auS, und doch spiegelt sich in dew Resolutionen das praktische Leben nicht selten ganz anders wieder als in den Debatten über im parlamentarischen Sinne aktuelle Fragen. Das gilt besonders von Resolutionen sozial- voiitischen Inhalts, wie Abg. Eröoer (Zentr.) eine solche formuliert hatte und heute begründete. Er fordert alle Verwaltungen auf, bei der Vergebung der Arbeiten und Lieferungen tunlichst auf die Handwerker und Arbeiter deS Leistungsortes Rücksicht zu nehmen, sowie weiterhin den Schädigungen entgegenzuwirken, welche durch das heutige Submissionsverfahren dem Handwerker- und Arbeiterstand zugefügt werden. Die soziale Tragweite dieser Forderungen ist ohne weiteres erkennbar, sie rechtfertigt die Ausführlichkeit der Begründung seitens des Antragstellers. Gröber sprach mit der an ihm bekannten Frische und Eindringlichkeit. Da er sich auf einen spezifisch württembergischen Fall bezog, der die Heeresverwaltung dieses Bundesstaates angeht — Lieferungsbedingungen für die Konservenfabriken in Heilbronn — so ergriff ein Vertreter der württembergischen Heeresverwaltung, Oberstleutnant Dorrer, das Wort, um den Sachverhalt klarzu- legen. Rach ihm kam der Redner der ,reinen Langeweile* an die Reihe, Abg. Dr. Braun (Soz.) Er behandelte in bleiern dahinschleichendem Vortrag die Submissionsfrage vom sozialistischen Standpunkte aus. Die Rede war wohl auch weniger für die gesetzgebende Versammlung als für die Wühler des Kreises Frankfurt a. d. O. bestimmt, bei denen Braun binnen Kurzem sich von neuem um das Mandat zu bewerben haben wird. Der Erfolg muß ihm diesmal versagt bleiben, wenn die Konservativen nicht gegen, sondern für den nationalliberalen Kandidaten Stellung nehmen. In Frage kommt bekanntlich der verdiente Führer der Nationalliberalen, Bass ermann, gegen den allerdings die Preffe des Bundes der Landwirte eifrig Stimmung zu machen sich bemüht.
Für die Gröber'fche Resolution erklärten sich auch die Abgg. Dr. Drosch er (kons.), dessen Rede zünstlerisch angehaucht war, und Dr. Hieb er (nL). Letzterer warnte davor, die Handwerkerfrage in das Licht der Parteitaktik zu rücken. Hier seien sachliche Erörterung und einstimmige Beschlüsse anzustreben, wie sie her württembergische Landtag gefaßt habe. Der kurze Sinn der längeren Darlegung de§ Staatssekretärs Grafen PosadowSky war: die Forderung der Zentrumsresolution greift zwar ziemlich tief in den StaatS- organiSmus ein, aber sie wird bei der bereits angebahnten Neuregelung deö SubmisfionSverfahrenS von Reichswegen gebührend gewürdigt uub berücksichtigt werden. So läßt sich die Sitzung in ihrem Ergebnis kennzeichnen als eine Kundgebung der gesetzgebenden Körperschaften zuGunsten des Handwerks.
Die Verloste der Ansiedler in Südwestafrika durch den Herero-Aufstand werden in einer den Mitgliedern der Budgetkommission zugegangenen Denkschrift auf 5 Millionen Mark für Vieh, 137 000 Mark für Häuser, 484 000 Mark für totes Inventar, 702000 Mark für Warenbestände und 389 000 Mark für Mobilien Kleider und Wäsche geschätzt. Die Denkschrift der Regierung spricht die Hoffnung aus, daß Ersatz, wenigstens des größten Teils des geraubten Viehes, durch das Beutevieh geleistet werden kann.
Tie Denkschrift gebt von der Anschauung aus, daß es im eigensten Interesse des Schutzgebietes liegt, daß die durch.
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• UnliNitet täglich Nu Sonntags.
DeÄvk^ener Anzeiger roerde- mi Wechsel mit derWMchen Landwirt ktz-ner Zamllien. ctetmal in der beigelegt.
RoLüt. nSdruck u. Der» lagq,Brühl'schen Un.^r^.-Vuch-u. Stein- bn-iuM. ÖL Lange. ReiM^an. Erpedttton mb Truactd:
S Ssta üstraße 7.
Ad'br«'! bür Depeschen: eibicliict Gießen.
Fers77ir,ä Anschluß Nr. bl.
marimite ;:i i oertreten.
EiMMrrespondent des „Petit Parisiew' berichtet über eine 1 iü^medung, ivelche Kuropatkin mit dem russischen .- .lliegs M7.süer Shakarow hatte. Kuropatkin erklärte, daß -00 0 'v Mann Truppen genügten, um endgiltig die . . riegs «s^üionen vorzunehmen. W sei nur dafür zu sorgen, daß d ft ■ 300 000 Mann nicht im Rücken angegriffen würderHl nifolgedessen müßten für die Sicherung der Eisenbahn ir li>er Verbindungslinien weitere 200000 Mann onfgcb 'T. werden Der Gewährsmann fügt noch hinzu, der Z in: b-üabe außer Alexejew noch bret weiteren Heer- sührerrM'k'ubt, in direkten Kc rrespondenzverkehr mit ihm!
A?ü5Nutsckwang wird auf Grund von Mitteil- arrgenAtÄ die Staat im Lazarettzuge passierenden russischen Ofsizi:«5»erichtet, daß bei dem Untergang des Pan- ; cr f res „Petropawlowsk'" zwei durchaus von • i rtani’Jcr getrennte Explosionen gehört wurden, - Schiff unterging. Die erste war durch eine Mine tirujtfaH und die zweite erfolgte, als das Magazin Feuerr Nach diesen Mitteilungen ist auch die 58er»
i cbu ’iiilj Des Panzerschiffes „Pobjed a", das von petlS yetroffeit wurde, keine leichte, wie Admiral Fogo ii seinem Bericht annimmt, sondern der Bug wurde unter : lu Wasserlinie getroffen.
A hr A>rfügung Alexejews sollen an 23 Punkten der üssuri.Ä -' inie Magazine mit Vorräten und medizinischen <nlssnMlär für 20 000 Kranke und Verwundete eingerichtet
Valitischc Tagr^lchan.
Das Befinden Kaiser Wilhelms.
Jtr der „Newyorkcr Staats-Zeitung" lesen wir:
„Die in letzter Zeit verbreiteten Gerüchte über das Befinden des deutschen Kaisers konnte in Newyor kund Umgegend keine Person entschiedener dementieren, als der Oberstem ard des Dampfers „Kaiser Mlhelm II.", A Ra bien, der beinahe zwei Wochen lang in derselben Eigenschaft auf dem Dampfer „König Albers während derMittel- meerfahrt desselben tätig war und den Kaiser täglich sah und sprechen hörte. Wie Radien versichert, war oie Stimme des Kaisers klar. Der Kaiser leitete stets den Gottesdienst, und nach der halbstündigen Predigt war seine Stimmenoch ebenso vollund kräftig wie ^u Anfang. Als der „König Albert" am 12. März ausuef, stand der Kaiser mit einigen seiner Reisebegleiter neben dem Kapitän auf der Kommandobrücke und rief seinem Bruder Heinrich zu:
„Du, Heinrich, jetzt toetbe ich der Gesellschaft erklären, warum die Mfayrt mit dem Achterdeck voraus von statten gcht."
Der junge König von Spanien sprach mit dem Kaiser deutsch, und als beide Monarchen bei Tische saßen, fragte ihn Kaiser Wilhelm scherzend:
^f,,^iftiert denn eigentlich das Regiment noch, dessen
In Gibraltar vermißte der Kaiser einmal im Rauchzimmer des „König Albert" den Lord Beresford. Er ließ ihn suchen, und als der Admiral eintrat, rief Der Kaiser ihm zu:
„Come on, Charley, where have you been? I want to talk with you!"
zu treten, nämlich Kuropatkin, dem Admiral Makarow unb Smyrnoff, dem Befehlshaber von Port Arthur. Die Antworten des Zaren an diese drei Heerführer sollen jedoch durch die Hände des Wmirals Alexejew gehen. Der gleiche Korrespondent dementiert das Gerücht, daß Graf Lambsdorff zu demissionieren beabsichtige.
Die große rnsfische Kriegsanleihe
korrrmt nun d-och in Sicht, nachdem so und so oft erklärt worden war, das Zarenreich habe alles, was es brauche. An der Frankfurter wie an der Berliner und an der Pariser Börse wurde am Montag von dem Bevorstehen der Anleihe gesprochen. Die Wirkung dieses Gerüchtes, dessen Wahrscheinlichkeit nicht zu bestreiten ist, äußerte sich allenthalben in einer Herabsetzungderrnssisch en Werte und in einer „Verstimmung" der Börsen. Die Reichsbank beeilt sich, die Reichsschahscheine unterzubringen; auch darin erblickte man eine Bestätigung, daß die russische Regierung mit der geöffneten Hand naht, lieber die Form der neuen russischen Anleihe ist Sicheres noch nicht bekannt. Vielleicht kommt die Begebung von Schatzscheinen in Betracht. Als gänzlich unglaubhaft darf eine Pariser Meldung gelten, daß der Zar nicht weniger wie zwei Milliarden Francs (!) Pr i v a t v e r m ö g e n unve rzinslich b er Kriegskasse zur Verfügung stellen wolle. Zwei Millionen mag am Ende der Zar stiften. Vorläufig aber wird mit dem Kredit gerechnet, den Frankreich und Deutschland gewähren kennen. Es ist in den letzten Tagen von der russischen Presse Deutschland viel Freundliches gesagt worden. Etwas plötzlich erinnerte sie sich der „langjährigen Freundschaftsbeziehungen". Kaum zu bezweifeln, daß auf einen Wink der Zensur im Interesse der Anleihe für gut Wetter gesorgt wird. Trotzdem fehlt es nicht an „rollenwidrigen Seitensprüngen", wie z. B. wenn die wiederholt von der ,,Nordd. Allg. Ztg." als beachtenswert zitierte Zeiwng „Rich" lebhaft für eine russisch-englische Annäherung eintritt, um einen Verbündeten mehr in dem wirtschaftlichen Kampf gegen Deutschland zu erwerben. Nun, Rußland mache doch jetzt einmal die praktische Probe auf die angeblichen stillen Sympathien in England und sehe zu, ob es Geld in England auftreiben kann. Das Ergebnis solcher Bemühung würde wohl gleich Null fein. Deutschland braucht sich keineswegs glücklich zu fühlen, daß Rilßland ihm einen Teil der Kriegsanleihe zugedacht hat. Nach bcU bisherigen Verlusten 6er russischen Marine ist an sich kaum allzuviel Stimmung dafür vorhanden. Daß unsere Reichsregiemng aus politischen Gründen der Anleihe eine besondere Förderung zuteil lassen wird, halten wir für unwahrscheinlich. Denn lebe Förberung ober Empfehlung bedeutet oie Uebernahme einer Mitverantwortung für das Risiko. Die „Voss. Ztg.", die sich gestern abend - an leitender Stelle mit den Beziehungen zwischen Deutschland unb Rußland beschäftigte, beurteilt mit Recht das Medererwachen freundschaftlicher Empfindungen in Rußland ziemlich kühl. Es werde zweckmäßig fein, wenn man sich in Petersburg nicht einbildet, man brauche nur zu winken, damit Deutschland den Russen in die Arme sinke.
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Die Gesellschaft blieb dann gemütlich bis nach Mitternacht im Rauchzimmer, Whiskv und Sodawasser trinkend unb schwere Havanas rauchend. Der Kaiser inspizierte häufig die Maschinenräume des Schiffes und kam sogar in die Küche. Als er dort einmal sah, wie der Oberkoch schwitzte, meinte er lachend:
„Aha, so werden die Fettaugen in die Suppe gemacht!" Rabien fragte der Kaiser häufig, was es zum (ffsen gebe; Suppe aß der Kaiser nur einmal, als der Leibarzt nicht an der Tafel saß. Der Arzt hatte dem Monarchen nämlich Suppe und Bier verboten, damit er nicht zu korpulent werde. Täglich machte der Kaiser Turnübungen, und zu dem Turnen mußten auch seine Be- ihmIgleiter antreten."
per Krieg zwischen Japan und Hrußland.
Gityienjeiten über den letzten Kampf vor Port Arthur.
?ec amtliche japanische Bericht über den von der Ka ckiuovhe des russischen Admiralschiffes unterbrochenen dre^Dgi^en Seekampfe vor Port Arthur wird durch Privat- me temen der Londoner „Times" und des Reuterschen Sv ^eiMienstes in interessanter Weise illustriert. Danach flhrkc Emirat Togos Plan dahin, nach Legung von Minen im ■ MD ein gang die russische Flotte durch den Köder einiger ält-'M ich wacker Schiffe herauszulocken, selbst jedoch unter osr^klbLltze des die Küste bedeckenden dichten Nebels mit ein:sm starken Geschwader auf der Sauer äu liegen, um die i Mischen Schiffe für den Fall, daß sie den Minen ent- geljitor. sMten, abzufangen. Demgemäß sandte er in der Ncmch VAM 12. das Minenschiff „Korho Maru" unter Be- bedftip von zwei Zerstörerdivisionen und einer Torpedo- boe -li-ait! ilung bis vor die Hafeneinfabrt. Die „Korho dcru", die unter dem Oberbefehl des Kommandanten Oda> ein Li heCborraaenben Fachmannes, stand, wurde von den Sd? ;neintt>arfem Der Russen alsbald grell beleuchtet und von beni Nlfstsschen Küstenbatterien beschossen, jedoch vergeblich. ES !,gliic't' ihr, eine Mine zu Versenken und ungeachtet des-i nöüderischen russischen Geschützfeuers un<= v eiasthirt wieder in die hohe See zu gelangen. Gegen No cn;n ing Admiral Dewa mit den ungedeckten Kreuzern ..Ehliivsck „Toshino", „Kasagi und „Takasago" bis auf die von Port Arthur vor. Eine so schwache Flottille • i!ai.:uiteit die Russen leicht überwältigen zu können. Um 8 U 7K vcrließ daher Admiral Makarow mit den Schlacht- fdiif ”[nt Petropawlowsk"", „Poltawa" und „Pobjeda" so- nüe ' ien Kreuzern „Askold", „Novik" und „Diana" den Mafien. Seiet der Annäherung der Russen machte das japa- niscksiök fineuzergeschwader kehrt, worauf das russische Ge- schwi'«der mit Volldampf hinter ihm herjagte. In einer dnt'ffmup von etwa 15 englischen Meilen vom Hafen wurde Kbu miral Logo, der sich unter dem Schutze des Küstennebels mit i dm Schlachtschiffen „Hatsuse", „Mikasa", „Asahi", ?T) Äihfbittira" unh „Fuji" zu einem Flankenangriff bereit l'^ellLtmiWege der Funkentelegraphie durch Admiral Dewa von n Situation verständigt. Er signalifierte sofort den eben-fsills iin Bereitschaft liegenden neuen Kreuzern „Kasuga" iiub .„.Mknn" den Befehl, sich seinem Schlachtschiffgeschwa- ' ' wW sich ließen, und ging mit Volldampf den Russen feit- lid; I mgezen. In diesem Augenblicke zerriß infolge einer ”1 ötz Mi r Dinddrehung der das japanische Geschwader bisher veryMnL»e Nebelschleier. Admiral Makarow erkannte aus cm -'?(n!ci der Schlachtschiffmaschinen die sich nähernde Ge- fohr,tz.md die Russen traten alsbald den Rückzua nach dem vafeitnmi Unter dem Schutz der Mspenbaiterren gelang biefmtRüf'jug, bis mit einem Male das Admiralschiff „Pe- troprÄnlor z auf die von der „Korho Maru" versenkte Mirm-H' eß, für kurze Zeit geriet das russische Ge- [ d) tno-beif in völlige Verwirrung. Die unbe- schad in!m Schiffe suchten durch aufs Geratewohl unmittelbar :i:t döie Schiffs rümpfe ins Wasser gefeuerte Granaten erßbcige weitere submarine Minen zu zerstören. Schließlich c>ca erreichten die russischen Schiffe gegen M ittiioc- i>fhn e weiteren Schaden den Hafen. Nach- mittcir! z-k^g Admiral Togo seine gesamte Streitmacht nach versckWwien Richtungen zurück, konzentrierte sie jedoch aBeniäo! oieber in Kanonenschußweite vor Port Artbur. Am -Mten Morgen unternommene Versuche, die Rus -|]:n ;zu einem neuenAusfall zu verleiten, ) di ei u:er: en. Alles blieb ruhig, nicht einmal die Küsten- forts - Agiierten. Am 15. ließ Togo deshalb den inneren Haiemildiinch die beiden Kreuzer „Kasuga" und „Nisshin" beschi'Mm, die sich inbeffen schließlich vor dem vereinigten c. etatler russischen Forts und Schiffe zurückziehen mußten.
Kleine Meldungen vom Kriegsschauplätze.
Man schreibt uns aus Berlin, 18. April:
Eine ganze Reihe von preußischen LandtagSmitgliedern, die seinerzeit der „Kanalkommission" angehorten, Dürften auch in der Kommission sich zusammen finden, der die in wenigen Tagen zur ersten Lesung gelangenden wasserwirtschaftlichen Vorlagen überwiesen werden. Dem Abg. Grafen Limburg (kons.) beispielsweise, dem zähen Führer bet früheren Kanalfronde, ist sicher auch diesmal eine hervor» ragende Rolle zugedacht. Nachdem man sich nun mit dem? Gedanken einer Sommertagung der Kommission vertraut gemacht hat, taucht ein anderer auf: man zieht die Möglichkeit einer Jnformationsfahrt der Kommission tn jene Gegenden, die für die wasserwirtschaftlichen Vorlagen m Frage kommen, in Betracht. Auch die frühere Kommission^ hat bekanntlich solche Jnformationsfahrt auf Staatskosten^ unternommen, ohne die von der Regierung erhoffte Wirk-^ ung. Eine Wiederholung der Fahrt ist dem Vernehmen nach regierungsseitig noch nicht ins Auge gefaßt. Was die Beteiligung des Grafen Bülow an der Kanalaktion be-


