J des
Ä*-sS
ä«9 ZL ir-Ä’SSS rZrAr ^mert (Jren: Lebt affe, brr •?! Nicht um
bcrfcn4
iJnj?1'1 formelle 'nljaft l tlert das ^derunqen^ bie ’lene^a4oVfr ^Nische und bient erner aus Söul ? .ertt W--rL
1U °tten für den
H-SüdweßaMa.
eldet unter dem 18- dS.i Oberleutnants Winkler us dem Marsche nach Äusis und erbeutete nb hatte mehrere Tote llnterofM Vredow und abieilung der Kompagme ff en. Ter Angriffs qj.-rtufte toit drei &1™ i ”, beten sw«"*n« 9™eBd
bcrleütnant M a^s 4 fifl£ Verletzungen
15
^'V”*S der SJ» c"11alitat Sljfiiaä ““Sttpmmen. AßlM ''Ugeitrmmt, Korans er» ergeben, hiernach bars eiitrahtcit Chinas weder «tauten noch bon einer werden wird. Wie im mitgeteilt wird, betrifft lonbern auch die enropäi» rsen und gepachteten Ge- £ beiden kriegführenden Waffen, Munition, Zohlen rfen.
d" aus Tintsin bestätigt ine Lage, die durch China ist abgesetzt worden, dir ib jeder neue japanische [ ten. die sich ohne Unter» dürfte
chensi isteineCmeute walt und der Zoll, ier derVolkswut hes?esatzungsgebiets wer» n russisscher Trup. nlassung hatten 10 Mam tmanns ein einem Ten!' i, wo sich drei Japmrr mtmfanijdje ftonful Hatte T/r fotoie brei tveiblichen Handlungen erlitten
tzmMb Anhand iaMMtz P beteiligen, che Vertreter habe sofort, i der Rußland zugebilligte ür die japanische Ausstell«
* W“w" « s-N
DA-
K9'Ä *' "t V b AZüS; erden- . werden
Nr. 42
Srschetvt täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechlel mit dem besfischen Landwirt die Sietzener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univ« rs^-Buch-u. ©tein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition mrd Druckerei:
Schulftratze 7.
Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 19. Februar 1904
_ _ Ä vezngSpret»:
rnonatlichvbPs.,viertel«
GletzenerAMgers y General-Anzeiger 67 sSäfc
Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Kernsprechanschluß Nr. bl.
Der Krieg zwischen Japan und Rußland.
Port Arthur.
der Firma Jebsen durch ein japanisches Kanonenboot wird der „Köln. Ztg." ans Berlin gemeldet: Ter Dampfer ist wieder fr ei gegeben und die Angelegenbeit durch ine Japaner in durchaus zuftiedenstellender Weift geregelt worden, indem sie dem deutschen Konsul ihre Gntschuldig- ung ausgesprochen und den Kommandanten des.Kanonenbootes seines Kommandos enthoben. Tie „Emma" geht
versagt.
Der englische Vizekonsul in Songschin meldet nach Tokio, daß die R u s s e n naturalisierte Kor eaner aus den Grenz- dörftrn sammeln und in ihre Armee ein stellen.
In Dalny wurden bei heftigem Sturme am 18. d. M. die Opfer des durch Explosion vernichjteten Dampfers „Jenissei" begraben.
China.
Auf Ersuchen der östreichisch-ungarischen Ge- sandtschaft in Peking erhielt der in Batavia liegende Kreuzer „Kaiserin Elisabeth" die Weisung, nach dem Golf von Pet- schili abzugehen, für den Fall, daß die seit mehreren Tagen wahrzunehmende fremdenfeindliche Bewegung in China eine direkte Intervention zum Schutze der peunv scheu Interessen erheischen sollte. Hierbei wird beabsichtigt, den auf der Reise nach! Shanghai begriffenen Kreuzer „Aspern" in Shanghai bereitzuhalten, hingegen den Kreuzer „Kaiserin Elisabeth" näher dem Schutze der diplomatischen Vertretung, etwa in Tschifu- zu landen.
Das im Bosporus liegende englische Kriegsschiff „Harrier" hat jetzt, besonders während der Nacht, einen verstärkten Nachtdienst eingerichtet. Das Schiff arbeitet nachts unablässig mit Scheinwerfern, um ein etwaiges Auslaufen der russischen Schwarzen Meer-Flotte sofort dem bei Lomnos liegenden englischen Wachschiff signalisieren zu können. Die russische Schwarze Meer-Flotte trifft aber keinerlei Anstalten zum Passieren der Meerenge.
Für die Verwundeten.
Ter deutsche Kaiser setzte den Kaiser von Rußland und die Kaiserin von Japan davon in Kenntnis, daß die deutschen Lazarette in Tsingtau und Yokohama für Kriegsverwundete zur Verfügung stehen. . .
Amerikanische Frauen organisieren eine große Hilfs-Expedition für dasRoteKreuz in Japan. Ter Andrang zur Teilnahme ist fthr lebhaft.
Die russische Kriegführung
Trotz der „wohlwollenden" Neutralität Deutschlands Rußland gegenüber macht mau in unseren Sachveritan- digenkreisen des Heeres kein Hehl daraus, daß die ru sf t« sche Kriegvor bereitung und Kriegführung, nach den I bisherigen Beobachtungen, recht s e h r z u w ü n s ch e n
Vom Balkan.
Tie letzten vom Schauplatze der Albanesen- bew^gung eingelaufenen Depeschen besagen, daß in
nach Tsingtau. ,, . _ . .
Ter BoFehlsbaber des Pacifiegeschwaders der bereinig» ten Staaten, Evans, berichtete dem Flottendepar>ement, daß inRiutschwang u n g e o rd n e t e V er h ä ltn i s s e herrschen; er mache von Nachrichten Meldung, wonach die Russen dort britische und amerikanische Handelsschiffe aufhalten. Es verlautet, falls dns amerikanische Konsulat in Mutschwang in Gefahr geraten fottte, würden Seesoldaten vom Kanonenboot „Helena" gelandet werden, ungeachtet des Wunsches der Regierung, weder Rußland noch Japan zu verletzen.
Tas Reuterschk (offiziöse englische) Bureau meldet aus Shanghai vom 18. Febr.: Ter englische Dampfer „Hsipina" kam heute hier von Tsingwankad <m. Als er : auf der Außenreede von Port Arthur Schutz vor schlechtem . Vetter suchte, wurde er von den russischen Schif- ; fen und Forts beschossen, dann nach Talny ge- . bracht und dort ohne sichtbaren Grrrnd vier Tage fest- ; gehalten, obgleich der Kapitän energisch dagegen pro- ' testierte. Das russische Schiff „Maudshur" bleibt hier trotz der von China an den Kapitän gerichteten Aufforderung, Shanghai zu verlassen.
Ter Russ. (offiziöse) Tel.-Agent, wird aus Port Arthur vom 18. Febr. gemeldet: Hier und in der Mandschurei ist alles ruhig. Beide Parteien ziehen augenscheinlich Truppen zusammen. Auf dem Meer bei Talten- wan wurden gestern abend zahlreiche Lichter bemerkt, jedoch wurden sie bald gelöscht. Tie Ausbesserung der durch den Minenangriff beschädigten Schiffe wird energisch betrieben, sodaß sie bald wieder dienstfähig sein Werdern Hier sind Nachrichten eingelaufen, daß die japanische Flotte sich in zwei Teile geteilt hat. Der eine Teil bewacht Die Landung bei Tschemulpo und Fuson, der andere beschützt die Ufer Japans gegen das Wladiwostoker Geschwader. Die Bevölkerung in der Mandschurei verkauft überall gern den Truppen Pferde und Lebensmittel. Die Meldung des Reuterscheu Bureaus, daß durch chinesische Volkshausen m der Umgegend von Jinkau Telegraphen- und ^.elep.Anleitungen zerrissen wurden und der Verkehr über ~anb mit Dalny unterbrochen sei, ist unzutreffend. ,
Die japanische yldmiralität veröffeutltchr eine ihr mrs privatem Wege zugegangene Nachncht, daß der russische Kreuzer Bojarin bei dem letzten Angriff innerhalb des 5oafens von Port Arthur durch! einen Torpedoschuß getroffen worden ist. Die stürmische See verhinderte die Wiederholung eines Angriffs, doch wird die Beunruhigung der Russen durch einzelne Torpedoschüsse andauernd fortgesetzt. — In Ergänzung dieser Depesche meldet eine aus Tokio datierte Depesche des „Standard", zwei der attackierten Fahrzeuge seien nicht zurückgekehrt und chr Schicksal sei mindestens ungewiß. ~ . ,. ...,
„NewYork Herold" meldet auS Tschifu, eine chinesische Barke habe in den dortigen Hafen Verwundete gebracht, welche aus dem Geftcht am 14. ds. bei Port Arthur herrührten. Unter den Verwundeten befanden sich 3 5 Japaner. Auch auf anderen Fahrzeugen hätten Verwundete Unterkunft gefunden . ,
Gegenüber anderen Lesarten wird gemeldet, daß Port Arthur reichlich mit Kohlen versehen fei und daß das Panzerschiff „Zesarewitsch" in einigen Tckgen wieder seefähig sein werde.
Tie japanischen Marmeoffizrere erklären, daß d.e japanische Munition zur Evidenz ihre Superiorr- tät über die russische bewiesen habe. Tie russischen Geschosse hätten gegenüber den japanischen nur geringen Schaden verursacht.
Das von den japanischen Torpedobootszerstorern in der Nacht vom 14. Februar vor dem Hafen von Port Arthur zerstörte russische Wachtschiff war em Mit der Rekognoszierung beauftragtes Torpedoboot.
Der Korrespondent des Pariser „Matin" telegraphiert aus Charbin, es wäre wünschenswert, daß ein französisches Schiff nach Port Arthur gesandt würde, um die Frauen und Kinder von 12 französischen Familien abzuholen. Ersichtlich erwartet man in Port Arthur eine Belagerung, über deren Ausgang man nicht allzu beruhigt erscheint.
Das englische Schiff „Wencho", welches von Por Arthur nach Tschifu zurückgekehrt ist, brachte erne Anzahl japanischer Flüchtlinge, welche berichten: Am 3. Februar nachts wurde von russischer Seite den I a p a n e r n untersagt, sich auf dem englischen Dampfer Masber" einzuschiffen. Gegen Mitternacht wurde auf Befehl des Statthalters Alexejew den Japan ern v erboten, den Hafen überhaupt zu verlassen. Am 9. Februar wurde eine Militärwache von acht Munn an Bord des „Wenchow" gelegt, welche die Japaner an Bord zurückhielt, während die Abfahrt des „Wencho" untersagt wurde. Bei den über 200 Köpfe zählenden japanischen Flüchtlingen entstand eine Hungersnot. Erst am 10. Februar wurde ihrer Bitte um Nahrungsmittel durch den Statthalter entsprochen. Am 11. Februar signalisierte der „Wenchow , daß sein Trinkwasser erschöpft sei, erhielt aber k e i n e A n t w o r t. Am 13. Februar wurde der Statthalter nochmals gebeten, für die Säuglinge und Frauen nahrhafte Lebensmittel zu sendenan diesem Tage trafen 103 Japaner aus Charbin ein, welche unterwegs ihrer Barschaft und ihres Gepäcks beraubt worden waren. Es waren nunmehr mehr als 300 Flüchtlinge an Bord des „Wenchpw", welche große Not litten. Am 14. nachmittags wurde die Erlaubnis zur Abfahrt des Schiffes erteilt, dasselbe traf am 15. morgens in Tfchifu ein. Nach den Aussagen der Japaner herrscht in Port Arthur die größte Unordnung: chinesische berittene Räuber und russische Soldaten begehen Plünderungen und die in russischen Geschäften angestellten Personen sind bewaffnet worden, um sich gegen Beraubung zu schützen.
Weiteres vom Kriegsschauplätze.
2000 Russen kamen in Wiju, 3000 in Dschiu- lienscheng an. W wird ein Zusammenstoß in der Provinz Pingyang erwartet.
Nach einer Depesche aus Petersburg hatten die Ja- )aner Truppen in Tschinwantao gelandet. Die japanische Verletzung der chinesischen Neutralität durch diese Landung von Truppen und durch die Besetzung von Tschinwantao, um tue russische Stellung, zu umgehen und Mukden und Charbin anzugreifen, ha. seitens' des russischen Auswärtigen Amtes einen heftigen Protest, bei der chinesischen Gesandtschaft hervorgerusen.
Der Hafen von Nagasaki wird in Verterdrg- ungszustand gesetzt. Minen sind bereits gelegt. Der Hafen wird hauptsächlich zur Verschiffung von Truppen
teilt hat. __________
Uolitischr Tagesschau.
Entrevue in Kopenhagen.
Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns:
An den 8. April werden in politischen Kreisen Vermutungen geknüpft, die in Hinblick auf das Drama in Ost- afien von besonderem Interesse fein dürften. An diesem Tage feiert nämlich König Christian von Dänemark seinen 86. Geburtstag, und man will wissen, daß zur Feier dieses Tages sowohl das englische und das russische Herrscherpa ar als auch Kai serWil- helm in Kopenhagen einzutreffen ursprüngl ich beabsichtigt hatten. Kaiser Wilhelm sei durch den vorf ährigen ungemein herzlichen Empfang am dänischen Hofe veranlaßt worden, die Wiederholung seines Besuches für dennächsten April zuzusagen. Vom englischen Königspaar steht bereits fest, daß es am 8. April nach Kopenhagen geht und auf der Reise dorthin in Berlin Aufenthalt nimmt. 06 Kaiser Wilhelm feinen Säften auf b« Wettfahrt nach Apen- Hagen sich anschließen wird, bleibt abzuwarten. Sollte es der Fall sein und sollte das Unwahrfchemlichere, das Em- treffen des Zaren in Kopenhaaen, hinzukvmnren, dann würde allerdings mit einer bedeutsamen Aussprache der Souveräne über Ostasien gerechnet wchden müssen, und die Wirkung solcher Aussprache würde sicherlich eher im Sinne einer Vermittlung als einer Verschärfung sich äußern.
benutzt. , ,
Nach Meldungen aus Port Arthur versuchten emc Anzahl verkleideter Japaner zwischen Dschinschun und Inkoy in der Provinz Liautung zusammen mit Chungusen- banden Dahn-Entgleisungen herbeizusichren, ^ie Chinesen bewachen die Bahnlinie sorgsam, um einen Kon- likt mit den Russen zu vermeiden.
Die japanische Gesandtschjaft in London erhielt ein amtliches Telegramm aus Tokio, das besagt, daß bisher von den Japanern kein Versuch gemachit worden sei, in der Nahe der Digconbucht oder deren Umgebung zu landen, und daß bis jetzt keine j ap anische n Schisfe zer stört seien, vielmehr die Gefechtsstärke der japanischen Flotte unversehrt sei.
Nach amtlichen russischen Mitteilungen geht der Transport von Truppen und siwoviant auf der sibirischen uns mandschurischen Bahn durchaus unbehindert vor sich. Bisher hatten trotz der großen Anforderungen beide Linien nicht
lassen. Man ist verblüfft über das gerin ge Maß v on Voraussicht und Umsicht. Die Taktik Japans sindet dagegen bieunumwundene Anerkennungber Beurteiler. Wie unsere amtlichen Stellen die Situation von diesem Gesichtspunkt aus auffassen, darüber gibt eine längere Darlegung der offiziösen „M arine-Rund- schau" interessante Aufschlüsse. Die Kritik liegt zwar mehr zwischen den geilen; es wird von den russischen Maßregeln Iviederholt betont, erfft der Erfolg könne über ihre Zweckmäßigkeit entscheiden. Mer an mehreren Stellen wird mit voller Offenheit getadelt. So wird auseinandergesetzt, vie Rußland, nachdem es lange mit Erfolg sich bemüht, jeden Zuwachs der japanischen Marine durch Verstärkung einer Seestreitkräfte in Ostasien zu überbieten, gerade in )em Augenblick die Überlegenheit wenigstens vorübergehend aufhören ließ, in welchem der japanische Au^iau fertig geworden war. Es sei nicht ausgeschlossen, daß der Eintritt des Gleichgewichtszustandes der Anlaß für Japan gewesen ist zum politischen Vorgehen. Hinsichtlich der Einrichtungen für den Unterhalt der Flotte während des Krieges ist Rußland auch offenkundig hinter seinem Gegner zurückgeblieben, konstatiert die Kritik weiterhin und knüpft daran das bedenkliche Prognostikon: „Dieser Umstand kann aber auf die Führung des Seekrieges von erheblichem Einfluß werden, denn einmal wird derjenige, welcher knapp an Reparatur- und Aüsrüstmrgs- gelegenheiten ist, leicht'zur Schonung seiner Schiffe, Defen- ive und Passivität neigen: andererseits beherrscht deren ige, welcher nach der Seeschlacht zuerst mit seinen Reparaturen fertig ist, wenigstens eine Zeit lang die ^ee. Pe rson ell scheine ferner die japanischeFlotteVorteile zu haben. Schon vor den ersten Zusammenstößen hätten Zeitungsnachrichten angedeutet, daß man innerhalb des russischen Geschwaders kein großes Vertrauen auf die Führung babe. Nach den bisherigen Ereignissen hat Rußland , so heißt es an anderer Stelle, sich für einen Kampf um die Seeherrfchaft nicht stark genug gefühlt, und daher den zweiten Weg gewählt, nämlich den Gegner an der Ausnutzung der See für seine Transporte und Zufuhren zu hindern unb das dadurch geschwächte Angriffsheer nut seinen Landtruppen ausznreiben. Besondere Hoffnung auf das Gelingen dieses Kriegsplans scheint der Beurteiler nicht zu setzeii, denn er bemerkt kühl und skeptisch: Ob die Wahl dieses Weges mit Recht oder Unrecht erfolgt sei, darüber würden spätere Zeiten zu entscheiden hoben. Bemängelt wird auch das Verhalten des russrschen Geschwaders in der Seeschlacht bei Port Arthur: „Von russischer Seite scheint niemand dem abziehenden Feinde gefolgt zu sein, und doch kommt es auf hoher See gerade für den Verteidiger darauf an, dauernd in Fühlung zu bleiben, will er nicht fortgesetzt Überraschungen erleben." An solchen „fortgesetzten Ucberraschungen" taffen es die geschickt manöverierenden, listenreichen Japaner, wie die neuesten Meldungen dartun, nicht fthlen. Während einer japanischen Flottendemonstration an der Mündung des Jalnflusses, zum Zweck der Ablenkung unb Täuschung der Russen in Szene gesetzt, konnte sich im Golf von Stau- htng eine große Truppenbewegung vollziehen, mit dem Ziel der Zerstörung der Eisenbahn im Hinterlande von Port Arthur. Der russische Koloß ist also auch da wieder von dem beweglichen Gegner düpiert worden. Der Schluß der offiziösen Betrachtung der Vorgänge in Ostasien erkennt Japan rückhaltlos zu, daß es, wie der bisherige Verlauf des Krieges zeige, nach einem kühnen, aber klar überlegten und aufs gewissenhafteste vorbereiteten Plan handele. Zweierlei falle bei dem Harrdeln der Russen auf: einmal, daß sie sich trotz der schon seit lange drohenden Spannung haben Überraschen lassen, und z^veitens, daß sie ihre Hauptkräfte, anscheinend planmäßig, getrennt haben. Dadurch nehme die russische Kriegführung die Gefahr auf sich, daß die vereinigte japanische Flotte einen ihrer Teile nach dem anderen vernichtet.
Aus den oben wiedergegebenen Nachrichten aber geht hervor, daß jetzt auch Japan seine Flotte ge-
Kapenmg und Beschlagnahme von Dampfern.
Ein Berichterstatter in Nagasaki meldet: Am 7. Febr. wurden in Nagasaki von den Japanern die russisch e n T a m p f e r „Maudfchuria", „Schilka" und „Mukden , die von den Firmen Günzburg, Oreschki unb Schleipner befrachtet waren, beschlagnahmt. Später ttmrbe der Dampfer „Mukden" fteigegeben unb nach ^MsU gebracht. Cs heißt ferner, daß noch ine der (russ.) ^chotsk-Kam- ichatka-Gesellschaft gehörenden Dampfer „Kolist und „Bo- brik" von dm Japanern gekapert wu^en.
Aus Hakodate wird gemeldet, daß ine russischen Schiffe „Bovrik" und „Nadeschda", die den Hafen nicht vor dem 16. Januar verließen, in der vorigen Nacht von dem japanisckftn Kreuzer „TakM" besAlagnahmt worden sind. Von der Nippon-Lmie fthlen noch neun «chisse, von denen fünf wahrscheinlich ivestlich von Singapore in einem neutralen Hafen Unterkunft gefunden habeu. _
lieber die Beschlagnahme des nach Rumsch-^i- birien bestimmten deutschen Dampfers „Emma


