Nr. 166 • rlticint täglich ander Sonntags.
Tein G'etzener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Giehener Zamiiien« blätter viermal in bei Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag bei Brü h l'schen Univers.-Buch-n. Steindrucke rei. R. Lange. Redaktion, SrpedUto» und Tmderet:
154. Jahrgang
General-Anzeiger
Erstes Blatt.
Montag 18. Juli 1904
6«in.e»retet monallichvb Ps^ viertel iäbrlich Mk. 8.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post DU.L.— vienel- jährt. auLscht. Bestell-. Annahme von Lnzeigev sür die TogeSNummer bis vormittags 10 Uh«. LeUenpreiS: lokal I2P^ auSwärt» 80 Psg.
verantwortlich Khr den poltt. und allge«. reü- P. Wtttko; für »Stadt und fianb* und .GerichtSsaal*-. August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
KrKanntmachnng.
Betr.: Revision der Handwerksbetriebe durch Beauftragte der HandwerkSkauuner.
Gemäß § 103 e der Gewerbeordnung liegt der Hand- werkskarnmer die Pflicht ob, darüber zu wachen, ob seitens der Handwerksmeister den Bestimmungen der Gewerbenovetle vom 26. Juli 1897 und den daraus begründeten Verordnungen genügende Beachtung geschenkt worden ist.
Die Kammer hat dieserhalb zwei Beauftragte ernannt. Denselben ist während der Betriebszeit der Zutritt zu den Werkstätten und Unterkunftsräumen, sowie zu den sonst inbetracht kommenden Räumlichkeiten zu gestatten und Auskunft über alle Gegenstände zu geben, welche für die Erfüllung ihres Auftrages von Bedeutung sind. (§ 94 c der Gewerbeordnung.)
Wir haben die einschlägigen Bestimmungen bereits mehrmals bekannt gegeben und empfehlen den Handlverkern dringend das etwa Versäumte alsbald nachzuholen, mit dem Hinweis, daß die Unterlassung gemäß §§ 103 n, 148 Ziffer 9 b ii. c und 150 Ziffer 4 a der Gewerbeordnung Geldstrafen bis 150 Mk., an deren Stelle im Unvermögensfalle entsprechende Haststrafe tritt, nach sich ziehen.
Darmstadt, den 11. Juli 1904.
Handwerkskammer zu Darmstadt.
Falk, Vorsitzender. En gelb ach, Sekretär.
Bekanntmachung.
Die Frau Ludwig Bücking in Alsfeld beabsichtigt, zum Besten eines in Alsfeld zu errichtenden Krankenhauses spätestens
am 15. September l. Js.
eine Verlosung von Handarbeiten und anderen Gegenständen zu veranstalten.
Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 10 000 Lose zu 50 Pfg. das Stück ausgegeben werden dürfen und daß der Wert der zur Verlosung kommenden Gegenstände mindestens 60 Proz. des Bruttoerlöses auS dem Verkaufe der Lose betragen muß.
Zugleich ist der Vertrieb der Lcse im Großherzogtum gestattet worden.
Unsere Bekanntmachung vom 5. Mai d. IS. Kreisblatt Nr. 60 ist hiermit aufgehoben.
Gießen, den 13. Juli 1904.
Großherzoglichcs Kreisamt Gießen- ___________________I. V.: Tr. Wagne r.______________'
Bekanntmachung.
Der OrtSvorstcmd zu Hungen beabsichtigt, mit dem am 26. September 1904 zu Hungen stattfindenden sog. PrämiierungS- markte (Faselschau) eine Verlosung von Rindvieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden.
Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 4000 Lose zu 1 Mk. daS Stück auSgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz. des BruttoerlöseS aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind.
Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet.
Gießen, den 9. Juli 1904.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
I. B.: Tr. W a g n e r.
Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.
Bei einer von dem Händler Willy Schiss in Gladenbach (Kreis Biedenkopf) der Abdeckerei in Marburg eta- gelieferten Kuh ist der Milzbrand amtlich sestgestellt worden. Die Stallsperre ist angeordnet.
Bekanntmachung.
Betr.: Rotlauf zu Inheiden.
Unter dem Schweinebestand des Otto Graf von Inheiden ist ein Fall von Notlaufseuche festgestellt worden.
Gehöstsperre ist verhängt.
Gießen, den 11. Juli 1904.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
I. V.: Hechler.
Bekanntmachung.
Betr.: Maßregeln gegen die Schiweineseuche.
Bei Abdruck unserer Verfügung vom 11. d. M. ist insofern ein Versehen unterlaufen, als der letzte Absgtz nicht richtig wiederaegeben ist. Er muß lauten:
„Me Schweinetransporte, bei denen die geforderten Zeugnisse nicht in der vorgeschriebenen Form ausgestellt sind, haben der 12tägigen Quarantäne zu unterliegen/'
Um jedem Mißverständnis vorzubeugen, veröffentlichen wir nachstehend die z. Zt. in rubr. Betreff geltenden Bestimmungen.
Unter Aufhebung unserer am 16. Februar 1904 getroffenen Anordnungen bestimmen wir hiermit wegen der z. Zt. vorliegenden Gefahr der Verbreitung der Schweinepest (Schweineseuche) das Folgende:
a. Die in das Großherzogtum eingeführten Zucht-, Einlegeschweine und Ferkel unterliegen eitter Quarantäne in besonderen Räumen, nach denen sie von der Grenze oder von der Eisenbahnstation ab, an der sie zur Ausladung kommen, aus kürzestem Wea in Wagen iu verbringen sind. Hiervon ist der Ortspolizeivehörde und den Kreisveterinäramt alsbald Mitteilung zu machen. Erst daun, wenn die Schweine zwölf Tage nach ihrer Änsühruug in das Landesgebiet in Quarantäne gehalten und während dieser Zeit frei von der Seuche geblieben sind, dürfen sie in landwirtschaftliche Betriebe eingestellt werden.
Bei Schweinen, die in Transporten von mehr als 50 Stück mit der Eisenbahn ankommen, ist die 12täaige Frist auf eine fünftägige herabzusetzen, vorausgesetzt, oaß diese Scbweiuetransporte vollzählig in einem und demselben Gehöft unteraebracht werden.
Sind m einem zur Quarantäne bestimmten Gehöft neueingeführte Schweine eingestellt worden, bevor die früher eingestellten daraus entfernt sind, so unterliegen die letzteren von da ab von neuern der 12-, bezw. vtägigen Quarantäne.
b. Personen, die in das Großherzogtum eingeführto Zucht-, Einlegeschweine und Ferkel zum Zweck des Feil- bietens oder Verkaufs oder in Erfüllung eines Neber- lieferungsvertrags transportieren oder transportieren lassen oder einer änderen Person zum Transport übergebens müssen mit einem amtlichen Zeugnis versehen sein, durch das der Mchweis erbracht wird, daß die Schweine der unter a vorgeschriebenen Quarantäne unterlegen haben.
e. Schtveinetransporte, welche in das Großherzogtum eingesührt und innerhalb zwei Tagen ans diesem wieder ausgeführt werden, unterliegen den Bestimmungen unter a und b nicht, wenn sie während dieser zwei Tage nicht in Gehöfte eingestellt werden, in denen andere Schwein» sich befinden. Solche Schweinetransporte müssen unter Angabe von Ort und Zeit der Einführung der Ortspolizeibehörde desjenigen Ortes angemeldet werden, in dem sie zur Einstellung kommen sollen, lieber die erfolgte Anmeldung hat die Polizeibehörde eine Bescheinigung zu erteilen in die außer den Namen des Einführenden und Aus- führenden die Zahl der zu tranöporfterenden Schwein^ sowie der Ort und die Zeit der stattgehabten Einführung und der beabsichtigten Ausführung enthalten sein muß.
Von den Vorschriften unter a und b ist befreit, wer durch amtliche Zeugnisse nachweist, daß die in das Groß« Herzogtum eingeführten Schweine direkt und ohne Zwischenhandel aus unverseuchten Gehöften und Orten eingeführt
Die ^Prüfung dieser amtlichen Zeugnisse liegt deni K'reiS- veterinäramt ob, ohne dessen Visa sie keine Giltigkeit haben^ Der Vorschrift unter a und b ist insolange zu entsprechen-
er Roman diesmal, und wir hoffen, da Ende intereffant und fesielnd erzählt, eine recht willkommene Lektüre z» n ertrunken ist gestern nachmittag hn hier ein durchreisender Handwerks- .ehilfe Karl Zeitzmann aus Straßburg, jetzt nicht geländet werden.
otivbeamtenverein Gießen hieK t im Haardwäldchen ab, bei einer sehr c Mitglieder und Freunde des Vereins Bei den Klängen der Feuerwehrkapelle trefflich. Nachdem der 1. Vorsitzende wnige Ansprache mit darauffolgendem 'tte und die Nationalhymne stehend ge- 4b es für die über 100 Kinder Bretzeln, ließ man aufsteigen. DaS FesteStreiben mkelheit hinein, worauf ein stattlicher Antritt der Musik sich nach der Stadt ltia* unternahm gestern nachmittag, ' stark, einen Ausflug nach Bader in Wieseck. Gestern abend nach ckS in Wieseck ein HauS nieder, nämlich ,ch. Kreiling in der Jungfernstraße. ES die Weiterverbreitung deS Feuers z« und Spezereihändler Kirchner hatte §e Vorräte an Holz, Kohlen, Oel re. dem Feuer gefahrdrohend waren. Die wurde allein mit dem Brand fertig. ' ist unbekannt.
;, 17. Juli. Dienstag den 19. Just, -*5 auf der Terrasse Konzert der Kur- Ihr Theatervorstellung: Gastspiel der .in Miß Mildred de Grey. Dazu: nd ^Militärftomm.E
li. Schon seit längerer Zeit bemerkte )f bedeutende Eisenbahndieb- ßer Frechheit auSgeführt wurden. Die en waren aufgebrochen, die Kisten und Wagen dann wieder geschloffen worden. ;er verdoppelten Wachsamkeit, einen tat zu erwischen, der nach einem kurz« -imfaffendeS Geständnis ablegte, sondern vierzig weiteren Gisenbahn- ie sämtlich ebenfalls im Güterbahnhos oben sollen. Dabei kam auch heraus, voll von dem gestohlenen Wein in nd auch mit nach HauS genommen der Beschuldigten förderten die HauS- Raterial zu Tage. Trotzdem ist von ab genommen worden, da kein Flucht- i befürchtet jedoch, daß die Angelegen- Ausdehnung, als sie schon hat, cm- Zbl.)
Juli. Wie die ,Hefl. LandeSztg.^ bsicht, im Biegenviertel für unser bald Stadttheater ein besonderes u errichten. Zunächst handelt eß mtiefondS von einer gewissen Höhe zu Beiträge zu diesem Fonds wurden be* vohnern gezeichnet.
ilungeu aus Hessen und den n Ockstadt erhängte sich die bejahrte hrer Wohnung. — Bei Ossenheim m der Wetter; der eine geriet in eine suchte ihn zu retten, kam jedoch eben-
Dem Müller Dietz auS Fauerbach "tten. — Das Schloß Schönau zu rühmte ^Trompeterschloß^, das durch er eine seltene Popularität erlangt hat, ’ der Prinzessin zu Isenburg- fnrt a. M., kommt mn 27. August Glichen Versteigerung. — Bei der igcnS am. Bahnhof Ehringshausen mn eine Postkutsche. — In Bingen übergroßen Hitze im Binger Wald, in
zwei japanische Kompagnien den Pchanlin- paß. Nach Aussagen von Kundschaftern stehen am Da- paß gegen dreitausend Japaner und bei Wand- sickpudsa gegen viertausend Mann japanischer Infanterie. Der Feind fährt fort, die Pässe zwischen dem Fenschutlin und dem Modulinpaß zu befestigen Den Stgoulinpaß hält eine Abteilung der japanischen Vorhut besetzt.
Nintschwang.
Tientsin, 17. Juli. (Reuter.) Der hiesige tuffifdx Agent ttfiärf. Niutschwangsei von den Japanern nochnrcht beseht. Die Russen beherrschten den Hasen nach wie vor.
Niutschwana, 16. Juli. (Reuter.) Die in dem Feld- Wge eingetretene Pause dauert fort. Es sind keine nnÜteren Bewegungen der Japaner gem ldet.
Bei Kailschou.
Petersburg. 17. Juli. Ein Telegramm des Generals Ssachirow an den Generalßab vom 16. Juli besagt: Anläßlich
^Personalien, S. K. H. der Großherzog haben den Bureauassistenten in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft Karl Henke zu Mainz auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Homberg a. d. Ohm Theodor Löchel^ Heinrich Seitz L, Heinrich Gau d V., Lorenz Helm, Georg GrooS und Wilhelm Strauch.
— Die Hitze en-eichte gestern den höchsten Grad und betnig im Schatten 28 0 R., in der Sonne 42 0 R. Trotzdem blieb man int allgemeinen nicht zu Haitse sitzen und die Eisenbahn wurde ziemlich viel benutzt. Z. B. in Bad-Nauheim waren gestern wieder viel Gießener Damen und Herren.
** Neuer Roman in den Familien blättern. Heute beginnt in den Familienblättern ein neuer großer Roman: »Gin angenehmes Erbe^ von Victor von Reisner.
-- vun stheinstein, ein großer Waldbrand. Ein großes Stück des Waldes ist abgebrannt. Die Löschungsarbeiten waren ungemein schwierig, da sich der Wald auf einem Berge befindet und für die Feuerwehr schwer erreichbar ist. — In Alzey starb ein 1-jähriger Knabe, welcher unreifes Obst gegessen und hieraus LLasser getnmken hatte, unter schrecklichen Schmerzen.
Das Aahreslkll dts <Kutt,mplcr-Hrt»ens und btt 2. Deutsche Aöstlnent«ita-.
Altona, 16. 9ull
Fast alle alkoholgegnerisclicn Vereinigungen gaben h* diesen Tagen in Altona thr Gtelldikl^in. Tu (3. O. G. T.) der Alkobol,tegnerbund. die bcridvcbrncn ru ctt gegliederten 91b•iineii.werb.inbe, sowie dn bumcrjcn \xaut» babcii sich hier zusammengcfnndcn, um ShMdiau nut hir t Arbeit im Dienste her e nilMltlmr.t it ui i1■ n >,!. mgenbflrit Kämpen her Sntbaltsgi..bn^bewcgnng sind zum


