Ausgabe 
18.2.1904 Zweites Blatt
 
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Armee zum Gcneralquartiermeister ernannt: Generalmajor v. Löwenfeld mit der Führung der ersten Gardedivision beauftragt. Der Hauptmann des zweiten Garderegiments Frhr. v. der Wenge Graf von Lambsdorff zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt, Generalleutnant Chef der Landesaufnahme, Steinmetz, in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs zur Disposition gestellt, Generalmajor Ober­quartiermeister v. Scheffer nut der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs der Landesaufnahme beauftragt.

Mtlit. Wochen-Blatt. Schmid th als, K'omp.- Chef im 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118 behufs Vertretung bis aus weiteres zur Kriegsschule in Hersseld kommandiert. v. Stülpnagel, Lt. im 1. Garde-Negt. zu Fuß, in das 1. Großh. Hess. Inf.-(Lei b- garde-)Negt. Nr. 115 versetzt. v. Wiens ko m ki, Lt. im 2. Großh. Hess. Feldart.-Negt. Nr. 61, zum Ober-Lcut- nat befördert.

, Aus Stadt uiü» Sallö.

Gießen, den 18. Februar 1904.

Sprech stund en der Redaktion:

121 Uhr vormittags, %7/a8 Uhr abends.

* Akademische Vorträge. Der nächste akademische Vortrag wird am Nliliwoch, den 24. d. 2)115. in der Uni­versitäts-Aula stattfinden. Wie im Anzeigenteil mitgeteili wird, wird Professor Dr. NUttermaier die gerade in neuerer Zeit so viel umstrittene Frage der Schwurgerichte in der künftigen Strafprozcßreform behandeln.

* Der hessische gemeinnützige Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten in Darmstadt ist zur Zeit mit der Zusammenstellung der empfehlenswerten Sommerfrischen im Vercinsgebict (Oden­wald nut Bergstraße, Main- und Neckartal, Rheinhessen, Vogelsberg mit Umgebung, ohne Beschränkung auf die Landes­grenzen) beschäftigt. Diese Sommerfrischen sollen gedruckt be­kannt gegeben und an die Interessenten kostenlos vermittelt werden. Wohnungs- und Pensionsangcbote sind dem Geschäfts­führer des Vereins, Rechnungs- und Kasseführer Harth in Darmstadt, mitzuteilen.

" Evangelischer Bund. Nächsten Sonntag, den 21. Februar, abends Sl/i Uhr, findet im Neuen Saalbau die dritte und für diesen Winter letzte Abendversammlung des Evangelischen Bundes statt. Als Redner des Abends ist Privatdozent Dr. Kähler von hier über das Thema: Friedrich II., ein Aufklärer im Mittelalter", gewonnen. Auch dieser Abend verspricht außerordentlich genußreich zu werden. Der Evangelische Arbeitergesangverein hat den ge­sanglichen Teil des Abends übernommen und auch Professor Dr. Krüger wird uns dabei mit seinem Vwlinspiel erfreuen. Der Eintritt ist allen Evangelischen frei und Gäste find will­kommen.

** Jagdverpachtung. Die Dorlarer Jagd, welche bisher pro Jahr 745 Mark brachte, ging bei der Neuoer­pachtung an Fabrikant Throm - Gießen, Fabrikant Rinn- Heuchelheim und Rentier Kraiiier - Dorlar in 3 Reviere für zusammen 1450 Mark Jahrespacht ab.

s. Lauterbach, 16. Febr. Abends 1/i8 Uhr brach an Stadtteil Wichhaus bei Conrad Stöpler, Landwirt, Feuer aus. Es brannten Stallungen, Scheuer und Wohn­haus des Genannten nieder. Es gelang den Anstrengungen der Lauterbacher Feuerwehr, das Feuer auf seinen Herd zu beschräiiken.

L Geiß-Nidda, 17. Febr. Der Lehrer der hiesigen ersten Schule Muth wurde nach 23 jähriger Wirksamkeit in unserem Orte nach Griesheim bei Darmstadt versetzt. Der Bau eines zweiten Schul Hauses mit Lehrerwohnung soll demnächst erfolgen. Der Baupletz ist bereits angekauft, und für die feierliche Grundsteinlegung wird bald ein ge­eigneter Tag ins Auge gefaßt werden. Auch das benach­barte Dauernheim erhält ein neues Schulhaus mit zwei Lehrerwohnungen und -Sälen.

h. Wallenrod, 17. Febr. Viele Bürger von hier und dem nahen Hergersdorf haben sich zusammengeschlossen und eine Molkereigenossenschaft gegründet. Diese zählt 36 Mitglieder. Direktor ist der hiesige Bürgermeister Habermehl. Er hat in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs ein Gelände angekauft, worauf im kommenden Frühjahre mit der Errichtung des Gebäudes begonnen werden soll. Der Hauptgrund der Errichtung ist in der Unzufriedenheit hiesiger Landwirte mit der Molkerei in Lauterbach zu suchen, welcher viele Lieferanten gekündigt haben, um ihre Milch der Molkerei ^Wallenrod-Hergersdorf" zuzuweisen. Von dem nahen Reuters find auch Lieferungen zugesagt, und man rechnet, täglich 1200 bis 2000 Liter Milch verarbeiten zu können.

Darmstadt 15. Febr. S. K. H. der Großh erzog wird nach d. D. Ztg. anfangs nächster Woche aus Kiel hier zurückerwartet.

Darmstadt, 17. Febr. Zur Teilnahme an der zweiten Tagung des Deutschen Evangelischen Kirchenaus­schusses, die morgen Donnerstag mittag 12 Uhr unter dem Vorsitze des Oberhofpredigers I). Ackermann im Dres­dener Konsistorialgebäude ihren Anfang nehmen wird, hat sich, wie die D. Ztg. berichtet, als Vertreter der Groß. Hess. Klrchenregierung Oberkonsistorialpräsident D. Buchner nach Dresden begeben.

D a r m ft a d t, 17. Febr. In derHess. Rechtsprechung" Undet sich ein Aussatz, der einen Rückblick aus die 25 jähr. Tätigkeit desOberlandesgcrichts wirst und zudem Schlüsse kommt, daß dieser höchste Gerichtshof von allen hexischen Gerichten allein seit der Installierung im Jahre 187 y keine Personalvermehrung erfahren hat. Im Jahre 1883 hatte Hessen bei 936 340 Gerichtsangescfienen 106 Amtsrichter, 47 Mitglieder der Landgerichte und 12 des Oberlandesgcrichts. Zu Beginn 1903 wurden 117 Amts­richter und 53 Mitglieder der Landgerichte gezahlt bei 1119 893 Gerichtsangescssenen. In ausführlicher Begründ­ung legt der Verfasser dar, daß seit 1879 die Arbeitslast zugenommen habe. So wäre auch für Tarmsiudt die Bild­ung eines neuen (3.) Zivilsenats anzustreben. Man hvsst indes, vorerst mit einer Schaffung von drei neuen Richterstellen auszukommen. Ter Berfas, er schließt mit der Mahnung, baldigst mit einer auf Errichtung eines 3. Senats abzielenden Gesetzesvorlage an die Landstände heran­zutreten.

d. Mainz, 18. Febr. Ein 12jähriger Gymnasiast, Sohn eines hiesigen Offiziers, ging gestern vormittag wie gewöhnlich zinn Schulbejilch von der elterlichen Wohnung

hinweg, ist aber weder in die Schule gekommen, noch kam er nach Hause zurück. Bis gestern abend verliefen alle Nach­forschungen nach dem rätselhaften Verschwinden des Knaben resultatlos. Wegen des Einbruchs bei Weinhändler und Likörfabrikant Glotzbach am Fischtor, wobei den Dieben 2000 Mark in die Hände gefallen sind, wurden gestern mehrfache Verhaftungen von früheren Arbeitern des Bestohlenen festgenommen. Bis auf zwei Ar­beiter wurden die übrigen wieder entlasten. Eine HauS- slichung bei den Inhaftierten hat aber zu keinem Resultat geführt, und es ist wahrscheinlich, daß auch die beiden In­haftierten an dem Einbruch unschuldig sind.

F r a n k f u r t, 17. £ebr. Tirektoc Neumann-Hofer vom Berliner Lessingtheater will bekanntlich ein neues Theater in Frankfurt errichten. Jetzt soll ein Platz im Bahnhofsviertel gewählt sein. Ferner nimmt das Projekt der Errichtung ccnes ü ä n d i g e n Z i r k u s endlich greifbare Gestalt an. In Berlin hat sich nämlich die Gesell­schaft konstituiert, die hier gegenüber dem Bahnhof einen Zirkus Schumann erbauen will. Es ist eine Gesellschaft mit beschrankter Haftung; das Kapital beträgt 1 Million Mark. Tie Verträge mit dem Fiskus sind abgeschlossen wor­den. Mit dem Zirkusbau soll schon im nächsten Monat begonnen werden.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Vor einigen Tagen hat sich ein Sergeant des 87. Jnf.-Negts. in Mainz wegen einer Soldaten- m Handlung, deren er angeklagt war, erschossen. Aus Anlaß dieses Falles wurde sämtlichen Unteroffizieren des Regiments von den höheren Offizieren die Instruktion erteilt, sich jeder Mißhandlung zu enthalten, da dies strenge Strafen nach sich ziehen würde.

Vermischte».

* Duisburg, 15. Febr. Unsere Stadt ist in die Reihe der Großstädte eingetreten, indem als 100 00Öfter Einwohner der Sohn Ernst Robert des Modellschreiners Straube in das Standesregister eingetragen wurde. Zur Erinnerung an dieses Ereignis hat der Magistrat beschlossen, dem jungen Erdenbürger als städtisches Angebinde ein (bis zuin 20. Lebensjahr gespartes) Sparkassenbuch, lautend auf 3 00 Mk., zu schenken. Außerdem wurde die Lieber» reichung eines künstlerisch ailsgeführten Diploms mit ent­sprechendem Texte beschlossen! Beides soll dem Vater des Glücklichen in einem besonderen Akte übergeben werden.

* Essen a. d. R., 17. Febr. Laut Anschlag an den Kruppschen Werken stellt Frau Geheimrat Krupp am heutigen Geburtstage ihres verstorbenen Mannes 5 00 00 0 9)1 f. zum weiteren Ausbau der Jnvaliden-Kolonie Altenhof zur Verfügung und ersucht zugleich das Direktorium, die Einrichtung zu treffen, daß jedem Arbeiter, der 25 Jahre Dienstzeit hinter sich hat (zur Zeit sind dies in Essen und den anderen Kruppschen Werken rund 2000 Per­sonen) ein Geldgeschenk von je 100 Mk. und ein Er­innerungszeichen überreicht wird.

* Dortmund, 17. Febr. Auf Zeche Königsborn 3 stürzten zwei Bergleute in den Schacht. Beide wurden mit zerschmetterten Gliedern als Leichen gefunden.

* Münster, 17. Febr. In der Farbenwarenhandlung Lagemann Nachfolger brach heute Feuer aus, das mit rasender Schnelligkeit um sich griff und das ganze Haus bis aus die Umfassungsmauern zerstörte. Auch das daneben­liegende Warenhaus von Steinmann u. Co. wurde ein 9iaub der Flammen. Bei dem herrschicnden Sturm ist die Gefahr vorhanden, daß das Feuer noch weitere Dimensionen an- nimmt. Der Brand wird auf Fahrlässigkeit eines Lehr­lings zurückgesührt.

* Berlin, 17. Febr. In einer Pension wurde der frühere Hotelbesitzer Drucker aus Frankfurt a. M. ver­haftet. Dem Verhafteten wird zur Last gelegt, eine große Reihe betrügerischer Manipulationen, durch die sich insbe­sondere Warenkausiäden geschädigt fühlten, begangen zu haben. Drucker war von London aus, wo er sich hatte trauen lassen, auf Umwegen über die Schweiz nach Berlin gekommen.

* Burg, 17. Febr. Wie vom Inhaber der Schuhfabrik Cobad Tack u. Co. mitgeteilt wird, hat sich deren Angestellter Ziewic aus bisher unbekannten Gründen Schuß wunden selb st beigebracht.

* Kiel, 17. Febr. Der Inspektor der städtischen Gas- und Wasserwerke Eduard Zander wurde wegen Amts­vergehens, die er angeblich bei Submissionen begangen hat, verhaftet.

* Stettin, 17. Febr. Der hiesigen Kriminalpolizei ist es gelungen, einen Sittlichkeitsverbrecher, welcher in den letzten Wochen sich an zahlreichen Kindern vergangen hatte und durch sein Treiben die ganze Stadt in Aufregung ver­setzte, zu verhaften. Der Festgenommene ist der beschäftigungs­lose Maschinist Gustav Rohde. Derselbe ist geständig.

* Thorn, 17. Febr. Großes Aufsehen erregt hier die Verhaftung des Konditors Walter Sichtau. Er steht im Verdacht, mit Schulmädchen unter 14 Jahren, die er in sein Geschäft lockte, unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben.

* Bres lau, 17. Febr. DreiBergarbeiter zer- st ö r t e n eine Schleuse des Naczinnabaches bei Smollna im Kreise Rybnik mit Hilfe von Dynamit. Als sie später versuchten, auch ein Haus, in dem der Maschinenmeister und der Inspektor wohnen, in die Luft zu sprengen, wuroen sie gestört und festgenommen.

* Straßburg i. E., 17. Febr. Aus verschiedenen Teilen des Landes wird Hochwasser gemeldet. Die Jll, Thur, Bließ und Saar sind über ihre Ufer getreten und über­schwemmen wertbin die Niederungen. Die Waldungen zwi- sch>en Jll und Rhein stehen zum Teil unter Wasser.

lieber 21/, Millionen Einwohner zähltjetzt Groß-Berlin. Nach der soeben erschienenen Statistik der , Wohn-Bevölkerung" (ortsanwesende Bevölkerung ausschließ­lich des Militärs) bezifferte sich die Bevölkerung der Reichs­hauptstadt Ende v. I. auf 1,893,665 (Zunahme 1,78 Proz. und die der zu Groß-Berlin gerechneten Nackbarorte auf 691,275, zusammen 2,584,140 (Zunahme 3,20 Proz) Unter den drei Nachbarstädten ragt Charlottenburg (206,046 Ein­wohner) hervor, dann folgen Schöneberg (mit 116,550) und Nixdorf (113,344). Ihnen reihen sich, der Größe nach ge­ordnet an: Wilmersdorf (46,675), Lichtenberg (45,931), die beiden Weißensee (35,503), Pankow (24,289), Nummels- burg (18,966), Reinickendorf (18,281), Friedenau (14,074), FriedrichSselde-Karlshorst (12,177) Tempelhof (10,225), usw. Die stärkste Zunahme weist von allen Ortschaften Nieder- Schönhausen auf (18,3 Proz.) auch Wilmersdorf wächst

rapide (Zunahme 17,3 Proz.), nahezu 14 Proz. mehr Ein­wohner hat Schmargendorf, 10 bis 11 Proz. Rixdorf, Heinersdorf und Grünewald. Eine kleine Abnahme der Be­völkerung zeigt sich nur in Neu-Weißensee.

Ei n origineller Fastnachtsgebrauch herrschte ruher in jenem weinreichen Landstrich Württembergs, der den Namen Zabergau führte. Gleich nach Neujahr nämlich wurden in jener Ortschaft einige Frauen erwählt, welche bei den Ortsschulzen um die Erlaubnis bitten mußten, zu Fast­nacht die Weiberzeche abhalten zu dürfen, was ihnen selten abgeschlagen wurde. Dieses Fest aber bestand in folgendem: Am frühen Morgen kamen die Frauen auf dem Rathause zusammen und hielten unter dem Vorsitz der Frau Pfarrer Gericht, wobei alle im abgelaufenen Jahre vorgekommenen Ordnungswidrigkeiten in Küche und Hauswesen zur Verhand­lung gebracht und die für schuldig befundenen Frauen ver­urteilt wurden. Wer z. B. der Unsauberkeit bezichtigt wurde, mußte seine Kinder oder sein Küchengeschirr vor den Richtern im Rathause säubern, eine Widersetzlichkeit würde die Misse- täterin ans aller Ortsgemeinschaft ausgeschlossen haben. 'Dian hütete sich daher wohl, Ursache zur Zitation zu geben. Nach der Sitzung begann der Festschmaus, wobei die Bürgermeister als Kellner und Aufwärter fungierten, während alle übrigen Mannsbilder streng ausgeschloffen waren. Die beiden Orts- vorstände vertraten gewissermaßen die ganze übrige männliche Einwohnerschaft, und ihre Bewirtung sollte symbolisch die Achtung und Anertennung ausdrücken, die manniglich der HauSehre" schulden. Woher schrieb sich aber der Name Weiberzeche" ? Kaum ist man befugt, mit Sicherheit eine Erklärung davon zu geben. Denn es war streng verboten, über das, was bei diesen Zusammenkünften getan wurde, etwas zu verraten. DaS Verbot scheint indessen nicht streng genug befolgt worden zu sein, denn einige Chronisten be­haupten mit Sicherheit, daß man sich nach der Gerichtsver­handlung fleißig einschenken ließ und manche Frauen gar weidlich gezecht hätten. Dabei wurde Bocksbraten aufge­tragen, Buttertuchen und Wecken verteilt, auch fanden sich unter dem Näthause Musikanten ein, die musizierten, wofür sie ebenfalls bewirtet wurden, sowie Bäcker, die Gebäck feil­boten. Tas Geschrei und Gekreisch soll oft nicht gering gewesen sein und sogar die Musik übertönt haben. Vor Anbruch der Nacht durfte sich keine Teilnehmerin vom Schmause entfernen, und zur Besänftigung der darüber scheltenden Eheherrn bekam jede Frau noch ein Krüglein Wein mit nach Hause. Das Elend des 30 jährigen Krieges verdrängte in vielen Orken des Zabergaues diesen vrginellen Brauch, in einigen kam es aber später wieder auf, und er hielt sich bis ins vorige Jahrhundert.

* Anthropologie. Ein eifriger Haeckelianer und ein junger Student gingen einst von einer Abendgesellschaft sehr spät zusammen nach Hause:Nicht wahr, Herr Professor?" fragte letzterer,der Affe ist das Uebergangöglieb vom Tier zum Menschen?"Nun, junger Freund, die verwandt- jchastlichen Beziehungen zwischen Affe und Mensch sind noch nicht vollkommen ausgeklärt, indessen" und dabei deutete der Gelehrte auf ein eben von der Red oute heimkehrendes Paarso viel steht fest, daß der Mensch zum Tier wird, wenn er einen Affen hat!" (Münchener Jugend.)

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Schiffsnachrichten.

Norddeut scher Lloy d.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 15. Febr. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschrauben-PostdampferAlain", Kapitän C. v. Borell, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 13. Februar 3 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-York angekommen.

Wöchentliche jlkbklM der Todesfälle loder LIM Ließe»

6. Woche. Vom 31. Jan. bis 6. Febr. 1904. Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär. Sterblichkeitsziffer: 7,56

nach Abzug von 3 Ortsfremden: 1,89 °/oo.

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Tuberkulose der

Lungen

KD

KD

Lungenentzündung

1(1)

KD

Bauchfellentzündung

KD

1(1)

Altersschwäche

1

1

Summe

4(3)

3(2)

1(1)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vie der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Wetter

es

Februar 1904.

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17.

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