Montag 18. Jmmar 1904
154. Jahrgang
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen.
Die Heutige Wummer umfaßt 12 Setten.
Ker Aufstand in Sübrvest-Asrika
afrika wurden auf Befehl des Kaisers in Kiel und Wilhelmshaven je 250Mann Marine-Infanterie nebst den zugehörigen Offizieren mobilisiert. Die zweite Matrosen-Division stellt außerdem ein Detachement mit vier Maschinenkanonen. Die Abfahrt mit einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd ist am 21. Januar von Wilhelmshaven
durch Umwandlung der Eingeborenenreseroate tn Kronland, und nicht zum wenigsten durch eine starte Truppenmacht in den Händen einer strengen und gerechten Regierung.
weitem nicht genug Pferde im Schutzgebiet; eine Truppe aber, die auf Ochsenwagen transportiert werden muß, ist einfach unbrauchbar. , , ,
Es muffen daher sofort in der Heimat 800 Freiwillige zusammengestellt, in vier Kompagnien ä 200 Mann geteilt und von erfahrenen Afrikanern als berittene Infanterie ausgebildet werden. Jeder Kompagnie ist ein Maschinengewehr zugeteilt. Die Ausbildung muß mindesteris 4 Wochen dauern. Nach dieser Zeit werden 2 Kompagnien in daS Schutzgebiet entsandt und zwar eine nach Swakopmund, die andere nach Lüderitzbucht. Nach weiteren 4 Wochen folgen die beiden anderen Kompagnien nach Swakopmund, bezw. Lüderitz- > bucht nach.
Inzwischen werden für jede Kompagnie 300 Pferde in Südrußland und 50 Maultiere (diese für Maschinengewehre und zweirädrige Transportkarren), in Spanien aufgekauft und so nach dem Schutzgebiet abgeschickt, daß sie kurz nach Eintreffen chrer Kompagnien ebenfalls in den beiden Häfen ankommen.
Die für den Norden bestimmten beiden Kompagnien haben nach ihrer Ankunft keine besonderen Schwierigkeiten zu überivinden, denn ihr Weg führt sie durch verhältnismäßig dicht bevölkertes, von einer Eisenbahn durchzogenes Land, wohin gegen die in Lüderitzbucht gelandeten Truppen von vornherein mit echt afrikanischen Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben. Denn Lüderitzbucht ist von seinem Hinterlande durch einen breiten, öden Dunen- und Wüstengürtel getrennt, dec in zweitägigem Ritt überwunden wird. Nur einmal unterwegs ist Wasser vorhanden, Gras gibt es garnicht.
An diese Schwierigkeiten und an das Klima soll man aber die Truppen und die Tiere erst in aller Ruhe gewöhnen — denn es ist genügend Zeit vorhanden. Operationen größerer Truppenmassen können in der jetzigen Jahreszeit, wo Weide und Wasser überall schlecht sind, nicht stattftnden und zum defensiven Verhalten genügt die jetzige Truppe nach Einziehung der Reserven und Landwehr vollauf.
Für die Südkompagnien lautet also die Parole: Sich Zeit lassen und sich vorbereiten: Denn der Feldzug im Süden wird langwieriger, schwieriger und verlustreicher werden, als der im Sterben, und daher muß für ihn das allerbeste Material an Menschen und Pferden herausgesucht und die Vorbereitung auf das peinlichste getroffen werden. Der Hottentotte ist ein gefährlicherer Gegner als der Herero und das Gelände des Südens ist unvergleichlich viel schwieriger als dasjenige des Nordens.
Leider sind die Eingeborenen mit Waffen und Munution gut versorgt und zwar durch die Regierung selbst, deren Haupteinnahme in dem Verkauf von ' Gewehren, Pulver und Blei bestand, ein Verfahren, welches
Aas Aröuuugs- und Hrdeusfest.
Berlin, 17. Jan.
Berlin, 17. Jan. Zur Verwendung in Süd west
Ne. 14 Zw
Erschein - tSgli- mtt Ausnahme de» Sonntags.
Di ..Siebener Lamllienblätter" werden dem A n ö e i g e r viermal wöchentlich beigelegt. Der „Hessische Landwirt" erscheint monallich einmal.
Aie feierliche Eröffnung des preußischen Landtages
tut Wniglichen Schlosse zu Berlin fcmb unter Entfaltung eines großen Pompes statt. Im Weißen Saale hatte eine Kompagnie der Schloßgarde in ihrer altertümlichen Uniform Ausstellung genommen. Nach Beendigung des Gottesdienstes in der Schloßkapelle, an dem auch der Kaiser leilnalM, füllte sich der Saal. Seit Jahren hat die Er- öfsnungsfeier bei so starker Beteiligung nicht stattgefunden. Eirka 400 Landtagsmitglieder waren anwesend, streiche Uniformen leuchteten unter ihnen hervor. Unter allgemeiner Stille nahte der Kaiser mit großem Gefolge, darunter die ’Uiinifter und Staatssekretäre, alle in großer Uniform. Als der Kaiser vor den Thronsessel trat, brachte der Vizepräsident des Herrenhauses, v. Manteuffel, der in Husaren-Uniform erschienen war, das Kaiserhoch aus. Ter Kaiser bedeckte feilt Haupt und verlas alsoann mit kräftiger Stimme die Thr vnred e, welche Graf Bülow, der die Bonner Husaren-Uniform trug, überreicht hatte. Die Verlesung wurde mehrmals durch den Beifall der Abgevrvr.^en unterbrochen, so bei der Ankündigung der guten F i n a n z la -g e und der Bewilligung für die Ue'b er schwemmten, während die Sätze, die von der neuen Kanalvorlage sprechen, ohne jegliches Zeichen der Zustimmung angehprr wurden. Am Schluß erscholl stürmisches Bravo. Der Alterspräsident des Abgeordnetenhauses Schaffner brachte, nachdem der Kaiser geendet hatte, das Hoch auf diesen ansi Mit einer leichten Verneigung stieg nunmehr der Kaiser vom Throne herab, um unter Vor antritt der beiden Herolde 'und der HofchargeN den Saal' zu verlassen.
Das Abgeordnetenhaus
hielt unter dem Borsitz Des Alterspräsidenten Schaffner mall.) seine erste Sitzung ab. Dieser gedachte mit warmen Morten der glücklichen Wiedergenesuug des Königs und brachte dann das Hoch auf ihn aus. Sodann wurde auf seinen Vorschlag ein provisorisches Bureau gewählt und die nächste Sitzung auf Dienstag anberäumt.
Das Herrenhaus
wählte den Fürsten zu Inn- und Kn Yph ause n zum Präsidenten. Eröffnet wurde die Sitzung durch den disl.erigen ersten Vizepräsidenten Frhrn. v. Manteuffel.
Alsdann hielt MinijMpräsident .Graf Bülow im neuen Hause die Begrüßungsrede. Er sagte etwa fol-- igeudes:
Gestatten Sie mir, an die Rede zu erinnern, die mein Vorgänger vor fünf Jahren vor Ihnen in der ersten Sitzung im neuen Abgeordnetenhause hielt. Fürst Hohenlohe gedachte damals der unerschütterlichen Treue und opferwilligen Vaterlandsliebe, die das Herrenhaus stets bewährt hat. Gestatten Sie mir, sodann zürüllzugreifen auf die Worte, die idj, zu Ihnen sprach als ich zum ersten Male die Ehre hatte, vor Ihnen zu erscheinen. Ich gab damals der Erwartung Ausdruck, daß das Herrenhaus mit seinem stets bewährten Patriotismus und seiner treuen Hingebung die Regierung auch in Zukunft unterstützen werde, um gemeinsam zum Wohl der preußischen Monarchie, des Grund- und Ecksteins des Deutschen Reiches zu arbeiten. Dieser Erwartung möchte ich heute von neuem Ausdruck geben. Der größte Staatsmann, den Preußen und das Deuts cheRe ich hervorgebrachthaben, Fürst Bis- marck, sagte einmal, das Herrenhaus sei Träger und Stütze seiner Politik; e£ «unterliege nicht leicht dem Einfluß durch die Strömungen des Tages, sondern bilde den Regulator und Ballast des Staalsschiffes. Ich hoffe, daß es so bleiben wird, daß Sie immer das große Ganze im Auge behalten werden. Unser Wahlspruch ist: „Der König in Preußen voran. Preußen in Deutschland voran! Deutschland in der Welt voran!" (Lebhafter Beifall.)
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Die preußische Thronrede wird von der Presse ziemlich ruht betrachtet. Sie bietet ja auch wie jüngst die Thronrede zur Eröffnung des Reichstags. nicht die geringsten Ueberraschungcn, nichts, aber auch gar nichts Neues Selbstverständlich gibt man der Genugtuung darüber Ausdruck, daß die preußische Finanzlage fid} so günstig gestaltet hat. Auch im Finanzausschuß der 2. J) essische n Kammer machte bekanntlich vor ein paar Tagen Finanzminister Dr. Gnauth die erfreuliche Mitteilung, daß der Etat des lausenden Jahres wesentlich günstiger abschließen wird, als nach dem Voranschlag angenommen werden konnte. Diese ebenso fteudig zu begrüßende als unerwartet kommende Besserung im Haushaltsetat unsererS Landes wie Preußens ist, wie wir bereits in unserer Rubrik „Eisenbahnztg." neulich mitteilen konnten, vor allem auf den bedeutenden Ueberschuß zurückzuführen, den die Einnahmen aus der hessifch-preußischm Eisendahngc meinschaft Hessen eingetragen haben.
Den breitesten Raum in den Erörterungen der preuß. Thronrede nehmen die Bettachtungen über die wasserwirtschaftliche Vorlage ein, wobei man in rechts stehenden Blättern über die Beschränkung ziemlich zufrieden ist, während die linksstehenden die Nachgiebigkeit der Negierung zum Terl
Africanus" schreibt in den „Deutschen Stimmen":
Der vollkommene Aufruhr der Herero zusammen mit dem der Hottentotten stellt das Schutzgebiet vor eine Krisis, wie sie in der Geschichte dieser Kolonie noch nicht geplant, dagew'esen ist. Aber ich möchte doch vor jeder schädlichen Wie aus Mailand gemeldet wird, schrieb die Mai» Ueberstürzung warnen und in Nachstehendem Vor- länder Ostafrikanisch e Kol onialgcseilschlaft Bena- fckläge machen, die sich auf langjährige koloniale Erfahrungen l d ir an die italienische Regierung, daß ihre Situation -tLen ' gegenüber den Eingeborenen unhaltbar geworden
In der Hauptsache bedarf das Schutzgebiet jetzt einer sei. Die Rebellion sei allgemein, die Karawanenstraßen seien aut ausgebildeten, gut ausgerüsteten und gut berittenen gesperrt, die Erhebung der Zölle selbst an der Küste unniög- Truppe Schnell zusammen geraffte und hinüber» lieh. Zur Niederwerfung der die Sklaverei verteidigenden geworfene 1000 Mann nützen gar nichts, denn der SomalrS seien mindestens 10 000 Mann europäischer Infanterist unter ihnen kann nicht reiten, der Truppen nötig.
Kavallerist n^cht schießen. . I (Vgl. die .Politisch« Wochenschau-.)
Außerdem sind für eine so große Truppenmasse bei!
Iw. königlichen Schlosse wurde heute das Krönnugs- unb Ordensfest gefeiert. Bei dem günstigen Wetter hatten sich in dec Umoebling des Schlosses große Menschenmengen anaejamme(t, die mit lebhaften .Hurras den Kaiser begrüßten, der von einem Besuche beim Reichskanzler Grafen Bülow zurücktehrte. Mittags 12i/2 Uhr meldete der Präses der Generaloroenslommifsion, General Prinz zu -Lalm-Horst-l mar, im Schlosse dem Kaiser, daß alles zur Eour bereit sei. Tie Kaiserin blieb den heutigen Feierlichkeiten fern. Im feierlichen Züge schritt der Hof zum Rittersaale; der Kaiser rührte die Prinzessin Friedrich Leopold, der Kronprinz die Erbprinzessin von Hohenzollern, Prinz Heinrich der Niederlande die Prinzessin Ernst von Sachsen-Altenburg, Prinz Heinrich von Preußen die Prinzessin Karl von Hohenzollern, Prinz Friedrich Leopold und Prinz Friedrich Albrecht von Preußen, sowie die übrigen Prinzen folgten. Nachdem sich der Kaiser unter dem Thronbaldachin aufgestellt hatte, er- olgte die Vorstellung dec neuen Ritter. Hieran schloß sich | )ie Vorstellung der neubetorierten Türken in der zweiten! Par ad e v v r k anrm er. Um 12i/2 Uhr begann der Gottesdienst in der Schboßkapelle, an dem der Hof, die neuen und die einoeladenen älteren Ordensritter, der Reichskanzler, das diplomatische Korps, sowie die Minister teilnahmen. "Nach dem Gottesdienst sand Tafel statt. Ter Kaiser faß zwischen der Prinzessin Friedrich Leopold und der Prinzessin Ernst von Lachseri-Altenburg, gegenüber der Reichskanzler zwischen dem Botschafter von Jralien Grafen Lanza und dem öfttelchisch-urigarifck)ien Botschafter v. Szögyeuy. Tie Hosschauspielerin Anna Schramm saß zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grasen Posadowsky. Ter Kaiser brachte ein Hoch auf d i e neuen Ritter °us und nach Aushebung der Tasel Gerde ün Ritter..^ bitter rächen wird. |a<Xle$ei dem OrdensM erhielten u. a. das Gaoßkreuz des Fragt man nun nach den Gründen di- das Schutz. Wien Adlerordens General Frhr. SJi) fing, toimnanb. gebiet in diese Katastrophe gebracht haben, >o liegt die General des 7. Armeekorps; den Stern znm roten Adler- Hauptschuld an der unrichtigen Behandlung der utben 2. Kl. mit Eichenlaub und mit der Krone: der Praji-sEjngeborenenf rage seitens der Landesregierung, des Reichsgesnndhettsamts Dr. Köhler, den ^Stern zum i Der Eingeborene ist ein Mensch wie wir — gewiß;
roten Adlerorden 2. Kl. mit der Krone: Oberbürger- Lj^r eüi Mensch mit niedrigen Instinkten, rohen Leidenmeister Tr. Becker-Köln, der Direitor im Auswärtigenunb Begierden, ein Mensch ohne Treu und Glauben. Amt Tr. v. Körner; den Stmm zum roten M^pordtti nichts verkehrteres als die Weisheit: der Neger ober
Än* SS VB MS Wolle ist °m Kind und muß °ts solches behandelt
Brunner-Berlin, die Professoren Jnye-Aachen und werden. Seme Handlungen und ferne Gesinnungen haben JuststBonn, Mmislerralbttettor Tr. Schwartz köpf, Prof, leider sehr wenig kmdllches an sich — auch schießen Kinder Dr. Wald e"y er-Berlin; den roten Ädlerorden 3. Kl', mit nicht auf uns.
der Schleife am Ringe: Generalkonsul Tr. Rücker- Nicht durch Schnaps-und Tabakopfer, nicht durch jovialen Jenisch in Kairo; den roten Adlerorden 3. Kl.: Abg. Verkehr und Liebedienerei, auch nicht durch schriftliche Ver- v. Eynern-Berlin; den roten ^ldlerorden 4. Kl.: Abg. Tr. br^gt man ben Eingeborenen zur Botmäßigkeit, son- K 'Xi »•*." “«.“mSi«' e"’. Ä" "" *«<»•» ,»>».«-,<-* w« >■*
SI“ * MÄ&w. * » W "* nrit dem Stern: Oberlandesgerichtspräjident Tr. Beseler - mehr bei halben Maßregeln stehen bleibt und die enormen ftiel der Unterstaatssetterär im Finanzministerium Dom- Kosten nicht scheut, welche notwendig sind, weil zu viel auf bviS, Oberprüsident Tr. Wentzel-Hannover; den kgüIbem Spiele steht. Es ist ja ganz außer Frage, daß der Kronenorden 2. Kl.: Geiieralsuperintendent Tr. Braun- Aufstand niedergeworfen wird, aber es muß dafür gesorgt Königsberg i. Pr., Univer;itälsrichter xt. D a ude - Berlin, ^.»rden, daß den Eingeborenen nie wieder Aufruhrgelüste Geh. Legarionsrat Dr. Hammailn, (der Eh es des Preß- Omnien.
bureans im Auswärtigen Amt,ernst ^datteur der fter- Das kann man aber erreichen durch das Verbot des ,mnigen daordhauser Zig. a^S^^Ürefbor^in 2BQffenbc^^^^enS überhaupt, wobei natürlich das Aufhören des
??riSmifterium;J den fgL Kronenmden Dritter Klasse:> staatlichen Waffen- und Munittonsverkaufes elnbegriffen^st, Pfarrer » ackenberg - Hotteiibach, Professor Tr. Kr o- " "" u ......"
vatscheck (der Eheftedatteur der „Kreuzztg." T. vwd.), Kapellmeister Tr. Muck-Berlin, der Geh. Rat und zweite t Direktor der Staatsarchive Abg. Dr. Sattler, General- tonjnl Tr. v. Tischendorf-Algier; den kgl. Kronenorden vierter Masse: Porsiessor Freudenberg, Ehor- diriaent au der Kaiser Mlheun-Gedachtnislirche, Leutnant v Salzmann (Tistanzretter von Ehina).
ironisch kritisieren. c t
T ie ,.D rutsche T a g e s z t g." bedauert, daß der N o t der Landwirtschaft keine Erwähnung getan wird, gibt Dagegen, wie die „Postt und die Kreuzztg.", ihrer BLfrledig- nng Ausdruck, daß eine Verquickung des Hochwasserschutzes mit der Kanalvvrlage vermieden sei. Im übrigen wurde man eine abwartende Stellung einiiehmen müssen. — <au der anderen Seite spricht sich die „Natztg." ziemlich crbirtert über das Fallenla sen des Mittellandkanals aus. Jabrelang sei der Bau des ganzen MittellcmdkLUia s als eine ber dringlichsten Aufgaben bezeichnet worden, ;etzt gehe es auefi so. Tas genannte Matt bemerkt wetten die ,Throi'.rebe gehe allen politischen Fragen aus dem Wiege.
Von einer Reform des Wahlrechts sei mit keinerI Silbe die Rede, auch die in Aussicht gestellte Novelle zum Vereinsgesetz bleibe unerwähitt. — Das er l. Tgb l." j faßt den Eindruck der Thronrede in bie Worte zusammen: Das Ganze hall! Eine gewisse Rührigkeit zeige nur die! technische Verwaltung. — Sehr scharf äußert sich bie । „Be r l. Bolkszt g.": Das „Gebaut wird er doch" des Herrn v. Thielen, der allerdings längst, den Weg anderer Minister gegangen ist, ist inzwischen dazu verurteilt worden, das Schiäsal des v. Bismarcksck)LN „Nach Canossa geh-'n wir uichtt zu teilen. 3b die Herren Agrarier die Gnade gaben werden, den Großschiffayrtsweg Berlin-Stettin zu bewilligen, wird davon abhängen, lvelche Kompensationen ibaicn in anderer Richtung für dies „Geschenk" an Stettin und Berlin geboten werden Jui übrigen spiegelt die Thronrede die Verhältnisse wie sie in Preußen dank der privilegierten Vorherrschaft des Großigrundbesitzes und der kirch- lidjten Mächte in Verbindung mit dem plutokcatischen Drei- llassenwahlsystem bestehen, durchaus naturgetteu wieder.
Atetet Kucket
UntDerfltäiSörucfcret (Ptethch ftrtenX Gtrtz«.


