fei
ö®*
rren* and 'zimmer
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Montag 17. Oktober 1904
Ike Kenttgt Kummer umfaßt 10 Setten
Ausland
Die Regierung
en.
icht der Privttspckrtlatiou überliest.
alle des eine eine Bis
mngen eingegangen, während die meisten Regierungen noch mit der eingehenden Durcharbeitung des ihnen übersandten Materials beschäftigt sind.
Schwerin, 16. Oft. Der Landtag ist zum 15. November einberufen worden. Zu den Verhandlungsgegen- 'tänden gehört auch die erbvcrgleichsmästige Prinzessinnen- •teuer für die Herzogin Ceeilie in Rücksicht auf die un Frühling nächste i Jahres bevorstehende Vermählung derselben mit dem Kronprinzen deS Deutschen Reicbes und
Möglichkeit gefördert werden. Gegenwärtig müffen erst Antworten der Bundesstaaten auf die vom Reichsamt Innern verfaßte Denkschrift abgewartet werden, bevor weitere Bearbeitung des vorliegenden Materials und
London, 16. Cft Eine Massenpetition der Aerzte Großbritanniens und Irlands wurde dem Kultus- mibisters, Lord Londonderry, überreicht. 14 718 Mediziner ordern die Einführung des Unterrichts in der Ge- undheitslehre für alle öffentlichen Schulen und Aufklärung über die Eigenschaften und Wirkungen des Alkohols.
Prag, 16. Oft. Rach Schluß zweier Arbeiterversamm- lungen zogen die Teilnehmer, etwa 1600, nach dem Graben hinauf, sangen Arbeiterlieder und riefen: „Heraus mit >em allgemeinen Wahlrecht." Bor dem deutschen Kasino wurde gerufen „Schande über die deutschen Liberalen". Als zwei Poltzeibeamte den Redakteur Dr. Pou- 'oup am Reden hindern wollten, nahm' die Menge eine Drohende Haltung an, ein hinzutretender dritter Polizei- beamter erhielt Stockhiebe, worauf er den Säbel zog; mehrere Wachmannschaften folgten dem Beispiel. Die Menge wurde auseinandergetrieben, zwei Personen verhaftet, einige verletzt.
Amtliche Nochnckten über Niehseuckcn.
Nachdem die unter der Gemeindeschafherde zu Storndor' ausgebrochene Räude erloschen ist, ist die über diese Herde verhängte Weide- und Gemarkungssperre wieder aufgehoben.
Nachdem in Hof Sorge bei Burg-Gemünden die Milzbrandseuche amtlich sestgestellt worden ist, ist über dieses Gehöfte die Sperre verhängt.
Nachdem die in einem Gehöfte zu Elpenrod festgestellte Schweinerottaufseuche erloschen ist, ist die über dasselbe verhängte Sperre wieder aufgehoben.
E h r i st i a n i a, 15. Oft. Der Storthing beschloß heute abend in geheimer Sitzung, den Regierungsentwurf des neuen Zolltarifs zu veröffentlichen. Die Regierung hat den Kommissionsantrag betreffend die Erhöhung des Fleisch-und Speck-Zolles nicht ausgenommen. Im Regierungsentwurf wird für Hafer, der jetzt zollfrei ist, ein Zoll von 60 Oere per 100 Kilogramm vorgeschlagen, für Hafergrütze ein Zoll von 130 Oere, jetzt 60, für Buchweizengrütze 60, ietzt 50 Oers. ?ür Vrchweizenmchl und Roggenmehl 40, jetzt 30 Oere, für Hafermehl 100, jetzt 60 Oere, für Kleie 40, jetzt 30 Oere, für Aepfel und Birnen 15 Oere per Kilogramm jetzt 12, für Grassamen 15 Oere per Kilogramm, jetzt 80, für Kleesamen 30, jetzt 20 Oere. Der Zoll auf Handschuhe soll von 8 auf 10 Kronen per Kilogramm erhöht werden. Der Zoll auf Maschinen bleibt unverändert. Der Zoll auf Flügel soll nach dem Entwurf von 150 auf 180 Kronen per Stück, für tafelförmige und aufrechtstehende Pianos von 90 auf 120 Kronen erhöht werden.
Kolonialpost.
Lissabon, 15. Okt. Major Costa ist beauftragt worden, eine Expedition gegen die Kuanahmos vorzunehmen. Er wird sich am 1. November nach Südafrika einschiffen.
n feile nickü Ivieder in denselben Fehler man die ?knSbeutnng der Boden-
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Oktober. Die Reisen des Kaisers üach Dessau und Wernigerode sind der Hoftrauer wegen abgesagt worden.
— Reichskanzler Graf Bülow ist aus Homburg in Berlin eingetroffen.
— Wenn auch eine detaillierte Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes betreffend die Arb eiter-Witwen - und Waisenversicherung erst nach den klar zu Tage liegenden Einwirkungen- des neuen Zolltarifs sich ermöglichen läßt, so sollen die Vorarbeiten bis zu diesem Zeitpunkt nach
von Preußen. Die «Steuer ist von den Hausbesitzern in Mecklenburg-Schwerin aufzubringen und beträgt 70000 Mark.
Detmold, 16. Okt. Die Tatsache, daß der sächsische Bundesrats bevollmächtigte Graf Hohenthal Referent im Lippeschen Streitfall im Bundesrat ist, ist ein Symptom für eine Lippe günstige Stimmung, da Hohenthal ein Freund der Viesterselder ist. Wie verlautet, ist Graf Posadowsky von dem Streit persönlich schmerzlich berührt und gleich dem Grafen Bülow bestrebt, für aller- schnellste Erledigung einzutreten. Eine Konferenz mit dem Minister Gevekot galt ausschließlich dem Lippeschen Streitfall.
Heidelberg, 16. Okt. Die hiesigen Kohlenband - lungen unterbreiteten dem badischen Ministerium des Innern eine Denkschrift des Zentralvorstandes deutscher Kohlenhändler, in der unter anderem beantragt wird, den staatlichen Beamten die Beteiligung an Konsum- und ähnlichen Vereinen zu untersagen. Das Ministerium lehnte es jedoch ab, diesem Antrag Folge zu geben, da kein hinreichender Grund bestehe, den Beamten die Befugnis zu entziehen, sich durch private Teilnahme an derartigen Vereinigungen, wie alle anderen Konsumenten, Vorteile zu verschaffen.
Kekanntmachung.
Die unterm 11. Juli l. Js, angeordnete Sperre der Neustadt, zwischen Tiefenweg und Oswaldswaldsgarten, wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 14. Oktober 1904.
Großherzogliebes Rolizeiamt Gießen.
Herber g.
Kekanntmachung.
Die unterm 11. Juli l. Js. angeordnete Sperre der Stein st raße, zwischen Damm- und Weserstraße wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 14. Oktober 1904.
Großherzoglicbes Rolizeiamt Gießen.
Herberg.
berfituen, tote fri i
Prüfung der Gutachten der Regierungen erfolgen kann, jetzt sind erst von einigen kleineren Bundesstaaten Rückäuße,
Die heutitU'n Verhandlungen nnirden um 101- Uhr eröffnet. Prof. Tr. Scbaer - Zürich tritt für Verstaatlichung der Wasserkräft ......** L ’ ‘
©Mfleint «Sgttch außer SomüagÄ.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen. Glatter otcnnal in der Woche beigetegt.
Notattonödruck n. Verlag der Brüh l scher, Unwers.-vuch-u. Steindruckerri. 0(. LangG. Redaltw*. (trpebUica und Drucke ret:
GchulpraK- 1.
tlbrefie für Depeschen: Anzeiger Gieße«.
,#yernfvrf(i)an1d)fuB 61.
Kennalversammtnnfl der deutschen Anti-Pueff-Liga.
8t. SB. Darmstadt, 16. Okt.
Unter dem Vorsitz des Fürsten Löwenstein fand heute die Generalversammlung statt, die von über 100 Teilnehmern au3 den verschiedensten Teilen deS Reiches besucht war: wir bemerkten u. a. Graf Erbach-Fürstenau, Graf Mattenberg, Graf b. Bothmar, Fürst v. d. Leyen, Frhr. v. Mentzinger, Geh. Rat Wilbrandt, Min.-Rat Frhr. v. Biegeleben, Archivdirektor Frhr. Schenk £tt Schweinsberg u. a. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Hessen, Graf Adalbert zu Erbach- Fürstenau, führte aus dem praktischen Leben Fälle an, bei denen es aus ganz nichtigen Anlässen zu schwer verlaufenen Duellen kam. sei dringend erforderlich, daß mit dieser gefährlichen Unsitte unserer modernen Zeit gründlich aufgeräumt undaUtf dem Gebiet der Ehrenhändel wieder Zustände herbeigeführt werden, die den Anforderungen der Sittlichkeit ind Gerechtigkeit entsprechen. Es müsse natürlich dem in einer Ehre Gekrankten volle Genugtuung zu teil werden, doch eine bessere Rechtfertigung durch das Gesetz, als jetzt beim Duell der Fall sei. Man mttsse die Unter* chiede fallen lassen, die jetzt zwischen der Ehre des Offiziers und des Ange hörigen der bürgerlichen Kreise gemacht werden, die letzteren hätten das gleiche Recht aus Wahrung ihrer Ehre.
Fürst L 6 w e n st e in gab eine Ueberficht über die bisherige Tätigkeit der A. D. L., deren Bestrebungen immer mehr au Boden^ gewonnen hätten und einen guten Erfolg versprächen. Es hätten sich fast überall Ortsgruppen oder Landesverbände gebildet, die eine rege Tätigkeit entfalteten. Mer die Mitgliederzahl in Deutschland sei noch gering im Verhältnis zu Ungarn und Italien, den Ländern mit den meisten Duellen. Dem großen Kreis, der Mitglieder gehörten aber jetzt schon viele hohe Offiziere, Generäle und Kriegsminis-er an, die alp' Gegner '>es' Duells in der Armee seien, und ebenso habe die Liga auch in den akademisch gebildeten Kreisen Anhänger gesunden.
Gietzener Anreia
w General-Anzeiger
AM;- imd Anzeige«« für den Kreis Gießen
v die Versammlung die bisherigen Mttglieder des
Akttonskomttees wcedergewahlt hatte, erstattete Geh. Schulrat ^.r. Mangold-Darmstadt den Kassenbericht: darnach betrug
5199 Mart, die Ausgabe 4926 Mk., das Vermögen 3070 Mark.
Landgerichtsdirektor Kolb-Darmstadt erstattete ein Referat über die funstische Konferenz, die in Klein-Heubach über die- wnrgen Aenderungen beriet, die in den deutschen Gesetzen irrt Unterene möglichster Verhinderung von Ehrenzwei kämpfen der Reichszustiztammission vorgeschlagen wenden sollen. Solche Aender- ungen seien im Beleidigungs- wie im Zweikampfrecht erforderlich. Iceben einer Anzahl Aenderungen be# Strafgesetzbuchs, besonders keL; ^8, 233 u. a. schlägt bie Kommission
and} dre Errichtung von Ehrenkammern unter ttaatit eher Autorität vor, welche in strafbaren Ehren- sacgen auf Anrufen eilte# Beteiligten einen Vergleich oder die Entscheidung herbcizuftihren haben. In der Distussion wurden dte ^oElage der Kommission als wertvolles Material anerkannt/ Nach Bemerkungen von Pfarrer Dr. Lehmann-Homberg/ Pros. Dr O st h o f - Heid Iberg, Kreisarzt Dr. Walaer - Erbach und Rechtsanwalt Helfrich- Frankfirrt spricht Ministerialrat v. Biegeleben dem Vorsitzenden seinen Dan? aus für. d;e Einberufung der Juftizkommission. Er könne nicht allen (Smaett)eiten des Referats zustimmen, aber die Richtlinien feiert aegeben. L-ehr richttg sei, dan man den Haupttvert auf die ^mntfuna von Ehren kam mern lege, doch schienen ihm die Vor- schlage^hierfür noch ettoas1 zu bureaukratisch. Pistolen- und Säbelmensur müßten immer als Duelle gelten, da- oegen könne man zweifelhaft sein, ob man die studentischer. .Nensur, die eine Waffenübung sei, auch da-u rechnent sollte.
Nach "einigen weiteren Ausführungen von Oberlandesgerichts- x aiitz-Stt'.ttgart, Dr. Priester- Frankfurt n. tu
nabnt me Versammlllng folgende ,mit den Vorschlägen der Herren! Helfrich und Dr. Schantz kombinierte Resolution deS' Minb- JerialratS Frbrn. v. Bi egeleb en einstimmig an: Die Versammlung erklärt sich mit den in den Vorschlägen der Konferenz medergelegten Tendenzen, besonders^ mit der Errichtung der Ehrenkammern imt) der Verschärfung der wegen Beleidigung und Ehebruch bestehenden Strafbestimmungen vorbehaltlich der Stellungnahme zu den Einzelheiten gnm^dsätzlich einverstanden. Die Ver- lammlung beschließt die Einsetzung einer .Kommission, der die Aufgabe obllegt, die genaue Form der Vorschläge unter Berück- her heute aegebenen Anregungen auszuarbeften.
In diese Kommission wurden gewählt: OberlandesgerichtFrat ?m o n § - Frankfurt, Landgerichtsdirektor Tr. Kolb- Darmstadt, Rechtsanwalt Schrohe-Mainz, Landgerichtsrat Schil- l t n g^Darmstadt, Amtsgerichtsdirektor G i e st l e r - Mannheim und Ooerlandesgerichtsrat Tr. Schantz- Stuttgart.
Die Versammlung nahm noch ein Referat des Vorsitzerrden der -Kölner Abteilung, Schmits, entgegen, der über die große ^ntwinelung derselben und die dafür angewendeten Werbemittel Mitteilung machte. Mit einer Ansprache an die Versammlung, mit erneutem Eifer für die Förderung der guten Bestrebungen! der A.-D.-L. einzutreten, schloß der Vorsitzende Fürst zu L5wertste) n die Versammlung, die ihm nach Aufforderung des Land- gerlchts-direktors Dr. Kvlb ein Hoch ausbrachte.
14. Mundcstag der Aeutschen Uodenreformer.
(Nachdruck verboten.)
S. u. H. Darmsta dt, 16. Okt.
. Im Kaisersaal wurde heute unter zahlreicher Beteiligung der 14. Bundestag der Deutschen Bodenreformer vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bundes M arfels-Berlin eröffnet. Er wie- in 1 einer Ansprache auf das Landgesetz von Kiautschou bin, das eine Markstein in der Geschichte der Bodenreform insofern bilde, als es in seinem GelttmgSbereich jeden Bodenwucher ausschließe und erwähnte weiter lobend daS hessische W o h n u n g s' g e s e tz, das das beste seiner Art in Deutschland sei. Zu Vorsitzenden werden gewählt: MarfelS- Berlin und Professor St au ding er-Darmstadt.
Ten Geschäftsbericht erstattete der erste Vorsitzende, Redakteur A. Damaschke-Berlin. Im verflossenen Jahre seien in 86 Orten von 134 Herren und 9 Tarnen Vorträge für die Bodenreform gehalten worden.
Nachdem dem Kassierer Zohlen-Berlin Entlastung erteilt worden war, nahm Oberbaurat Professor Baumeister -Karlsruhe das Wort zu seinem Referat „Gesetzgeberische Versuche zur Einführung der Zuwachssteuer". Indirekt werde heute schon eine Steuer des Wertzuwachses erhoben rmd zwar in Gestalt der Umsatzsteuer bei Veräußerung von Grundstücken. Tiefe Umsatzsteuer, die in Baden 2V3 Prozent des Wertes betrage, sei nicht gerecht, da der Käufer sie tragen müsse, dem der Wertzinvachs nicht zugeflossen sei. Vielmehr sei eine besondere Besteuerung des Wertzuwachses zu empfehlen, die vom Verckmifer erhoben werden müsse. Noch nicht entschieden sei die Frage, ob auch der Wertzuwachs bebauter Grundstücke besteuert werden solle. Tie eine Richtung wolle die Zuwachssteuer für bebaute Gnmdstücke auf die Hälfte ermäßigen, während die andere bebaute Grundstücke überhaupt steuerfrei lassen wolle. Angesichts dieser Schtoierig- reiten habe der badische Landtag von einer definitiven Lösung her Frage abgesehen und der Regierung ein weiteres Studium überlassen.
In der TisTussion erftärt Henrich- Tarmstadt, daß die Frage der Zuwachssteuer für Hessen von besonderer Wichtigkeit deshalb sei, weil eine Neuregelung beS Gemeinde st euer wesens bevorstehe.
In der Llbendvevfammlung gab die Vorsitzende der Frauen« gruppe für Boidenreform, Frau Braun-Berlin einen Rückblick auf die Tätigkeit der Frauen in der Sache der Bodenreform. Darauf hielt Dr. Gruber-München einen Bortran über „Die Schwindsucht und die Wohnungsfrage". (Solange nickst für genügend große und gesunde Räume gesorgt werde, könne von einer wirksamen Bekämpfung der Tuberkulose nicht die Rede sein. P o h l m a n n - Hohenaspe sprach sich gegen die Svndikate aus. R o t h - Stutgatt bezeichnete die El-riMung von Wolmunas'kommiisfionen in allen Teilen des Landes als ehi Mittel, die Mißstände in der Wohnungsangelegenheit zu befeitigen und schlä-gt vor, die ^ftmdeskommission zu beauftragen »sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Er verlieft eine deinenffprecheiche Resvlution.
Darm sta bt, 16. Okt.
^E-ngspret-r monal h A75 viertel-
jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch oiePost Mk.2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bte TageSnummer bis vormütagS 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal 12 Pf^
auswärts 20 Pfg. verantwortlich füt den poltt und allgem. Teil: P. Wtttko: für »Stadt und ßanb* und .GerichtSfaal^: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Bekanntmachung.
Betm: Feldbereinigung in der Gemarkung Bellersheim.
In der Zeit vom 21. Oktober l. IS. bis einschließlich November l. Js. liegt auf dem Gemeindehaus zu Bellersheim
der allgemeine MeliorationSplan nebst ErläuterunqSbericht und Prüfungsprotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt:
Freitaa, den 4. November l. FH., vormittags von S—10 Nbr, auf dem Gemeindehans zu Bellersheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.
Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens J/2 Sogen), einzureichen.
Friedberg, den 14. Oktober 1904.
Der Großhermögliche Feldbereinigungskommissär: ____________Spanier, Kreisamtmann.
Kekanntmachung.
B etr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts Lahn; hier den zum Verfahren zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim.
Montag, den 24. Oktober 1904, nachmittags 2 bis 3 Nhr, findet auf dem Gemeindehaus zu Heuchel- Herm bei Gießen die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der neuen Grundstücke von dem zum Feld- bereinigungsverfahren Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim bei Gießen statt.
Wünsche sind schriftlich abzufassen und auf Papier in Mengröße (mindestens 1/i Bogen) einzureichen.
Wünsche, welche in dem oben genannten Termin nicht Sorgebracht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung.
Friedberg, den 11. Oktober 1904.
Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: ©panier, KreiSamtmann.


