Bei der heute rourbe der seit-
cfwa 1200 Mk., Norddeutsche Gesellschaft etwa zusammen 261 427 Mk. Gewiß sind daö Hohe welche die VcrsicherlmqS-Gesellschaftcn zahlen
Gesellschaft 1200 Mk., Summen,
müssen, allein man muh aber auch bedenken, das; im ganzen 87 Wohn- und Ockonomiegebäudc abgebrannt sind und daß nur wenig gerettet werden konnte.
sind 23 210 Kurgäste angekommen , nanntem Tuge noch 2330 anwesend waren, wurden bt5 zum 15. September abgegeben.
L Nieder-Bessingen, 16. Sept.
rvovon an ge- 320 364 Bäder
Landwirtschaft.
— Tcm Generolvcrband ländli cher Genosfen- .sckasten für Deutschland zu Neuwied sind im Juli in den Atrölf BerbandSl'ezirkcn insgesamt 25 Genossensckvftcn bcigetrcten, 15 Svar und DarlchnSkassenverrine und 10 BetriebSgenossen- sclrasten. Im laufenden Jahre sind bis Ende Juli beige treten: 214 Spar und Darlelmskassen-Vereine und 65 Betriebsgenossen- sclvften. zusammen also 279 Genossenschaften. Der Bestand he* trug Ende Juli 1904: 3909 Spar und Darlehnssafsen-Vereine und 550 BetriebSg-nossenschaften, zusammen 4459 Genossenschaften Von den 3909 Spar- und DarlehnskossenVereinen sind 3832 der Landwirssck..f licken Zentral-Darlelmslasie für Deutsch- lcnrd zu Nemvicb als Aktionäre angoscklofscn und haben sich bei ihr mit 8438 9fT.ini beteiligt, woraus 8 393 250 Mk. eingezahlt sind. Der Umsatz der Abteilung GeldPerkchr der Zentral-Dar- lelmskwse betrug im Monat Juli 1904 bei der Zentrale 16 168 000 Marl, bei den zwölf Filialen 24 719 000 Mark, zusammen also 41 187 000: der Jalwesnmschlag für die gleiche Seit betrug bei der Zentrale 125198 000 Ml., bei den Filialen 190 222 000 Mark, -Wammen also 315 420 000 Marl. Die Umsätze der Abteilung Waren verkehr waren im Monat Juli 1904 bei der Zentrale 38 000 Ml. bei den Filialen 2 713 000 M., :nlammen also 2 751 000 Ml. im laufenden Jahre bis Ende Juli 699 000 Marl bei der Zentrale, 30 466 000 Ml. bei den Filialen, zusammen also 31165 000. Die Umsätze der für die BetrirWgrnaffen 1 cfwrftcn in den rwölf Derbandsbezirlen bestehenden Land und Prrvinzialgenc-sienschastslassen betrugen hn Juli 1904 9 516 000 Marl, im laufenden Jahre bis dabin 63 690 000 Mark.
ÄrKeiieröewtflunq.
Rom. 16. Sept. Nack hier eingetroffenen Meldungen fibft die Ausstandsbewegung herrscht in Wernta der G e n e r a l str e ik. Unrubcn kamen nicht vor. In Mailand wurden auf dem Platze vor der Kathedrale Himbaetnmaen veranstaltet. Zahlreiche Demonstranten drangen in das Restaurant Casanova ein und erstachen den sich dort aushaltenden Arzt Ventola. Andere bedeutendere Zwischenfälle ereigneten sich nicht.
„Wie magnetisiere ich mich selbst“ und AndereHinweisende Gratis-Schrift auf Grund ^enthüllten Geheimnisse des Magnetismus versendet Men K Menn^Ruckmarke Lvlar Tittmar S Institut, Leipzig Sovhienttraüe 15.
ALS Stadt und Land.
Gießen, den 17. September 1904.
— TLeaterverein. Man schreibt unS: In der Geueral- Versammlung am 15. d. M. erstatteten werft der Vorsitzende und der Rechner den Bericht über baS abgelaufene VereinSfabr. Das Darvermögen des BeremS bat auch im letzten Jahre eine Zunahme erfahren und beträgt jetzt Mk. 8370.87. Dazu kommt ein grober Bestand an Dekorationen, zu dessen Vermehrung im vorigen Winter bedeutende Mittel bereitgestellt wurden. Da4 vom Verein längst und feit Juli 1903 energisch erstrebte Ziel eineS Theater- NeubaueS ist leider noch nicht erreicht, aber der gegenwärtige Stand der Sache berechtigt doch zu der Hoffnung, daß sie in Kurze einem günstigen Ende entgegengefübrt wird. Vor- IJung bat der Theaterverein 1000 Mk. au den Kosten der Projekt- bearbeihmq beigeiteuerr. Die Zahl der Mitglieder betrug 310, von denen 25 kein Abonnement entnahmen, während ron den übrigen 285 hn Ganzen 460 Plätze in den Vereinsvorstellungen abonniert mürben/ Die Mitglieder machten von den Kergfmftigungen, die ihnen durch den mit der Direktion Steingötter abgeschlossenen Vertrag in deren Darstellungen zustehen, regen Gebrauch. Um nichts au verabsäumen, was zur Beruhigung der Theaterbesucher und zu ihrem Schutz vor Gefahr dienen kann, ha: der 53erem air seine Kosten eine Anzahl von Arbeiten auS- führen lasten, von denen namentlich ein NotauSgang auf der !mken Seite des Barkels genannt §u werden verdient. Durch ihn kann im Falle einer Gefahr ein großer Teil des Publikums in wenigen Augenblicken in den anstoßenden Garten der verren Gebr. Friedberger gelangen. Mit Einfchluß der bereits beftanbeuen beiden Ausgänge nach dem Hole )auf der rechten Seite des ParketS) stehen also letzt drei AuSgänge direkt inS Freie zur Verfügung. Nimmt man hierzu noch die beiden Ausgänge durch die Garderobe und über die Gallenerrevpe, so erscheint unser alteS Theater, was die Sicherheit des Publikums betrifft, als geradezu ideal. — Der Verein verhandelt gegenwärtig mit mehreren hochbedeutenden Bühnengrößen, um sie zu einem Gastspiel in der kommenden Saison zu oerpSiebten. Don mehreren, u. a. von Frl. T r i e s ch-Berlm und Ftt. Lenta Drs-Hamburg find bereit» Zusagen erfolgt
(*) Klein-Linden, 16. Sept. Bei der Obstver- fteigerung unserer Gemeinde wurden trotz des großen Angebots jchäne Preise erzielt, so daß die Gemeinde wiederum eme berrLchtliche Einnahme zu verzeichnen hat. Tie Obstanlagen, welche erst vor 1b—20 Jahren angepflanzt wurden, sind schon jetzt für die Gemeinde eine bedeutende Einnahmc- cmelle geworden.
s. Klein-Linden, 16. Sept. Heute wurde die Wirtschaft zum BernhardtShänser Hof (Besitzer Bauunter, nehmer Heinrich Bernhardt) an einen Herrn auS der Rhem- oromnz für 40 000 Mk. ohne Inventar verkauft.
w. Bad-Nauheim, 16.Sept. Bis zum 15. September
Juwelen, Gold, Silber sowie versilberte Waren, Silberne und goldene Taschenuhren empfiehlt in reichster und modernster Auswahl vom feinsten bis zum einfachsten Genre
Juwelier BrÜCk, Kreuzplatz 8.
Juwelen, altes Gold und Silber, äusser Cours gesetzte Münzen werden in Zahlung genommen sowie auch zu den höchsten Preisen angekauft. «ms
Darmstädter Möbelfabrik.
Großh. Heff. Hof-Möbellieferanten Darmstadt.
Bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands.
— 200 Zimmcrcinrichtnngctt stets lieferfertig vorrätig. — Man verlange Preislisten und Abbildungen. *>' *
iiunmtg gewählt.
w. Wetzlar, 16. Sept. Infolge des guten Obstjahres tft der Obst- und Gartenbauoer ein für den Kreis in der Lage, in der nächsten Zeit die Obst- und Gartenbau- Ausstellung m Aßlar abzuhalten. Der Zettpunkt ist von dem Komitee auf den L, 2. und 3. Oktober festgesetzt worden.
-oh. Herborn, 16. Sept. Bei bat stattaehabten Brandschäden sind die Versicherungsgesellschaften mit nachstehenden Summen beteiligt: Nassauische Brandkas erster Brand 108 000 Mk., zweiter Brand 117 000 Mk., ElberfelderFeuer-VersichecrmgS-Gesellschaft 9500 Mk., Magdeburger Feuer-DerficherungS-Gesellschaft 4692 Mk., Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 4523 Mk., Londoner .Phönix* 4000 Mk., Deutscher ,Phümr* 3612 Mk., Berlinische Gesell - 'chast 1500 Mk., Westdeutsche' Gesellschaft 1200 Mk., Gothaer
Gemeinschaft eine Ausdehnung euch aus die übrigen Fabriken, die Anilin fabrizieren, sich erstrecken dürfte, lieber die finanzielle Seite der tmmcrljin bedeutenden Angelegenheit verlautet noch nichts.
Eie ktr i z i t ä t S - A k t. - G e s. v o rrn. L-chn ckert nrrd E o., Nürnberg. Es heißt, daß nach den UeberfcMffen deS Geschäftsjahres eine mäüiige Dividende nicht als ausgeschlossen zu betrnditen sei. Indes ist es noch offene Fracke, ob die Verwaltung sich nickt doch entschliesst, die Gewinnüberschüsse zu besonderen Abschreckungen zu verwenden. Aus alle Fälle werden die Aktion iifirc auf die Bilanz sehr gespannt sein. Wer ftdi erinnert, wie die Bilanzen der letzten drei Geschäftsjahre aussahen. den plagt die Neugierde nach bem zifferm"ästigen Ergebnis 1903/04.
Märkte.
Glcßcit, 17. Sept. Marktbericht. ?luf betltigem Mocbemnarkt kosteten: Butter vr. Pfd. 1.00—1.15 Mk., Hntmereier 1 Ct. 7—0 Big. 2 Stck. 15—OO Vfg.. l^änseeier 00—00Psa., Euteneier 7—0 Psg., Käse vr. Stek. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5-6 Pfg. Erbsen vr.Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. PaarO,8O — O,9OMk., Hühner pr.St. I,OO—1,60 Mk., vä'bne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Aik,, lfzänse ur. Pfd.OO—70Pfg., Ochsensteisch vr. Pfund 00—80 Pfg., Kub- und Rindfleisch vr. Psund 62—68 Pfg., Schweine- fleisck pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pstmd 50—74 <vtg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—8,00 Mk., Weißkraut per Stuck 16—30 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00 10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 5 bis 10 Mk., in Körben 00—00 Pia. Nüsse 100 St. 30-00 Pfg. Zwetfcken per Zentner 2.00—3.00 Mk. Aiarktzeit 8—2 Uhr.
fe. Frankfurt a. M., 16. Sept. Heu- und Stroh- mar k t. Heu kostete beute Mk. 3.60-4.00, Stroh Mk. 2.00 bis Mk. 2.30. "Alles per 50 Kilo. Tendenz: Fest.
In einem kühlen Grunde
da faß ich neulich und trank von dem köstlichen Neuen. Nber am Morgen war ich stockbeifer, denn ick hatte mtr eine gehörige Erkaltung zugezogen. Mein Freund Georg riet mir sofort eine Schachtel Codener-Mineralvastillen zu kaufen und zu lutfcken. Gesagt, getan und nm andern Morgen war ich wieder ganz in der Recke und konnte nochmal den Neuen probieren. Für 85 Pfg. die schachtel in allen Apotheken, Drogerien und Mmeralwafferhand hingen zu haben. hv "
hier stattaehabten Beigeordnetenwahl herige Beigeordnete Heinrich Roth V. mit 43 Stimmen ein
Dermifditc*-
• Gelsenkirchen, 16. Sept. Auf dem Bahnhof Schlake stießen zwei Güterzüge zusammen. Der Materialschaden ist groß. Personen sind nicht verletzt.
• Bremerhaven, 16. Sept. Dog einem tollen chinesischen Hunde war eine Anzahl Soldaten des gestern hierher mit dem Lloyddampser zurückgekehrten
AblösungStranSportcS der ostasiatischen Brigade gebissen worden, als sie vor dem Eintritt ihrer Heimreise einen Auslug von Tsingtau aus unternommen hatten. Trotz der er» olgten Impfung mit Pasteurschein Serum, erkrankten drei Gebisienc an Tollwut. Einer genaS, der zweite starb wahrend der Liegezeit deS Dampfers in Singaporc und wurde dort beerdigt, der dritte sprang im Mittelmeere auf der Höhe von Lllgier in einem unbewachten 21ugenblicke deS AbendS über Bord. Dasselbe tat am nächsten Abend ein Strafsoldat; in beiden Fällen waren die R e 11 u n g S o e r s u ch e erfolglos
• Elbing, 16. Sept. Die Feuersbrunst, die heute im Dorfe Zeyer wütete, legte acht große Gehöfte und die bei der Schule gelegenen Wirtschaftsgebäude in Asche. Viel Dich ist verbrannt. Die Eibinger Feuerwehr beteiligte sich auf daß wirksamste an der Bewältigung des Feuers.
• London, 16. Sept. Rach einer Meldung aus Halifax hat dort geltem eine große Feuersbrunst viele Gebäude zerstört. Dem .Standard^ zufolge sind bei dem Brande sechs Personen um gekommen.
Paris, 16. Sept. Da« Blatt »Rappcf will auS Budapest die Meldung erhalten haben, daß die frühere Kronprinzessin von Sachsen in bem Badeorte Tatra Füreb in den letzten Tagen eine Unterredung mit ihrem Gemahl gehabt habe.
• Paris, 16. Sept. Wie verlautet, hat ein englischer Peer der Prinzessin Luise von Koburg seine Villa zum Aufenthalt angeboten. Derselbe kennt die Prinzessin von Jugend auf und bekundet die größte Anteilnahme an ihrem Schicksal. — Die Abendblätter melden, daß die Prinzcflin und Mattachich unter dem Namen Wolsky mit dem Dampfer „BiShop* in Lissabon anlangten. Nach einer Madrider Meldung verlautet dort, die Prinzeffin in Begleitung Dr. Stimmers habe unter dem Namen einer Gräfin Col- berg drei Tage in einem dortigen Hotel sich ausgehalten und sei am Donnerstag nach Frankreich zuruckgekehrt.
• Paris, 15. Sept. In TroyeS vergewaltigte ein 90* jähriger Greis ein 12jährigeS Mädchen und ermordete eS alsdann. — In Chambem stieß gestern ein Automobil mit einem von fünf Personen besetzten Wagen zusammen; unter den letzteren befand sich mich der Bürgermeister von Ayn. Sämtliche Insasicn rourben schwer verletzt.
* Fiume, 16. Sept. Heute wurde hier ein starker Erd st o ß von mehreren Sekunden Tauer verspürt.
* Linz, 16. Scpt. Infolge heftiger Regenguffe und Wolkenbrüche sind die Flüfle YbbS und Enß auS den Ufern getreten. Zahlreiche Ortschaften sind überschwemmt.
O strowo, 16. Sept. Im Dorfe Cbrussin bei Ostrowo brannten 38 Besitzungen mit über 100 Gebäuden nieder. Mehrere hundert Personen sind obdachlos.
Handel und Verkehr. Vvlkswittschast.
Hidernia und die Volksvertretung. ES scheint fast, als ob bie S)rbnmiafrage so lange eine offene bleiben wird, vis der preuuh'tfK Landtag die Entscheidung gefällt hat. DaS Abkommen Mischen der Regierung irnd der Dresdener Bonk lautet, itne telegraphisch gemeldet wurde, dahin, ooß me Regierung der Bank benicnigcn Kurs vergütet, den die Dank für die Aktien selbst gezahlt hat. Nun wird der Landtag in erster Linie zu prüfen haben, ob der Ankauf ber Aktien überhaupt aut- zuheißen ist. Wenn nun ber Landtag „nein" sagen foule, säße Herr Möller böse in ber Tinte. Einigermaßen zugute kommen bem HandclSminister jedenfalls bie Gutachten des deutsclxm Juristent ayes zur Kartell frage. Der JuristeMag ivar zwar zur Ansicht gelangt, daß eine Ergänzung der Rechtsordnung zur 2lb- stellunq der Uebelftänbr nicht nötig fei, er hat aber mit überwiegender Mehrheit ein staatliches Eingreifen gegen ettvcngc llebergriffe der Kartelle afe> unerläßlich bezeichnet. — soviel ist sicher, daß Mincn und Gegenminen gelegt werden, bis die F-rage einmal zur endgiltigen Entscheidung gebracht ist. Unter anderem besteht seit dem 27 August, dem ersten Entscheidungstag, ein Konsortium, baS bis zu 15. Mill. Mark öibcrniaattien aufzubttngen sich vornahm. Dem Konsortium gehören cm die Berliner Handelsgeü'llschast, das Bankhaus Meickwöder, die Deutsche Bank, die Dis-kontogcsellschast unt> hc Tarrnfkibter Bank, ftmne alS 6. Mitgli.'d das Rl;-misch-We,ttalische Kohlenspudikat.
Farbwerke vorrn M e i st er L n c i u s und Brüning. In suchen ber Jntercsiengemeinschnst der Höchster Farbwerke und der Anilinfabrik Leopold Caflella u. Ev^ wird mitgetcilt, daß die Fi-rma Eassella die Tronu einer Gerellstbatt mit beschrankter Haftung erhalten soll und daß von leber der beiden Unternehmungen mehrere Mitglieder in der Verwaltung der aickeren ehrtreten werden. Berliner Blätter wollen auch wissen, daß bie
etavnntfl fei xxxt für Ne Burxp-r. Der Herr FinanLuniiifter b<ü>e durch fein Hiersein befunbet daß bie Bimde, die ihn als Ehren- btayrr <ru uitirrr Stab« fnfünfen, fo eng und stark seien, wie die, bk £v-rrn als Ebniwürger GLes^ns an seinen
d:s>-i>7eu WirkuniiSkreiS knüpften Er forderte die Anwesenden auf. bem früheren Herrn Oberbürgermeister ihren Dank durck Erbeln von den Sitzen Ausdruck zu geben, wliS geschah. Dann teilte Obrrtxrm. Mecum noch mit daß man sich mm mehl' zum <KMrntfrtxiHlu-beii Madie im ..Prinzen Karl" zusammensin^n nivlle. wo man noch Wogen beit _hahe, sich weiter auSzusprechen. Darauf fttüoß er bie öffentliche Sitzung.
Zum Festmahl i ni „Prinzen Kar l" waren 2t» 0*c- decke zu einer kbr hübsch dekorierten Tafel hergerirfitet worden. Als Ehrengast btitie sich noch Prrvrnzialdircktor Dr. Breidert emgehmlm. .Die man um? mittnlt, sprachen am Abend noch fecttS x^errrn, nänifid) Ct*erlxnn. Mecum, CVbcimrnt G a f f k V, Erz. Gnauth. Prvviirsialbenktvr Dr. Breidert, die Stadtv. Dr. Gutfleisch. SckmaN und Kirch. Es wurde von allen Seiten nixd einmal baS lebhafte Bedauern über das scheiden £vrrn GasskNS aus unserer Stabt auSiiespnnben. Provinzial- bireftt>r Dr. Breidert sprach feine Freude auS büer den snschen. freien Zng rnnrrfelli brr städtsschen Behörde imb bc- Trntfc gute Einvernehmen ber ReaienmgslvbArde und her Stadt. Auch bie kommenden Stodtratswablen wurden bcnlurt vcm Jnstizrat Dr. Gutfleifch. welcher den Dimsck oussprach, daß au- den Dahlen tücktige Männer a'.S Okwäblte beiDorgebm möchten. Stadtv. Kirck berührte die häuslichen Verhältnisse dcS Scheid-lchen und gvbaebte ber heuen Pflegerin, ber Tante Prof. Dr. GasskvS. Ibr wurde, wie wir hören, heute morgen ein schönes Blumenbukett überreicht.
Möge die Feier dem scheidenden neuen Ehrenbürger unserer Stade berpen-m, daß fein Gehen eine Lücke bedeutet, bie von allen Gießenern empfunden Nnrd.
Ta» Alkaloid des Tabaks, das Nikotin, ist, wie mau weiß, eines der stärkslen Gifte imb übertrifft in dieser Hinncht noch da§ Koffein. Dennoch ist bekanntlich eine gute Taffe Wotta und eine feine Zigarre ober Zigarette em Hochgenuß, dem wohl selten jemanb, zumal nach der Mahlzeit obn: bei geistiger Arbeit ganz entsagen mochte. Tiefer scheinbare Widerforuch liegt teils in der Form des im Rauche sich mit verflüchtigenden, also nur zum Teil m den Körver gelangenden NckotinS, teils in den kleinen, von längeren Pausen unterbrochenen Dosen, in welchen es der mafc- node Raucher zu sich nimmt Wie man vom Kaffee gesagt hat, er \n ein langsame- Gift, mfolgedeffen man es nicht über 80 Jahre bringe, fo sieht man auch sehr viele alte Leute, die ihr Leben lan-i ^retmbe einer guten Zigarre waren und sich habet, abgesehen von ben naturgemäßen Beschwerden der Greisenjahre, lehr wohl bchnbeu. 2a$ Angenehme, Anregende für das Denken, für die Verdauuna, ja fefbft da- leicht des infizierende für cariojc Zähne — das sind allgemein anerkannte Dorzüne der Zigarre.
fang* man nicht -hrieben, leidenschaftlich oder un
raucht, wird mai stets nur bie guten Setten dieses ‘xrtm.frtffen aCkr f^fmifenuii' «'imen lernen. Aber das Uebermnß macht uns mich mit ber Kehrseite her Mebcnlle bekannt nämlid) mit den o - - - 's-^rfchenumgen her chronischen Nikottn-Vergifnnig oöer b** u 5- ’iimui.
r tM..G Uu • wn lendemain-* ooer: .Nach )tixm «Belage Via c« Raymammet". Dies eriahrl schon der jugeuöLid)e Raucher
•) Wendt'S Zigarien-Fabriken A.-G., Bremen.
"INI kiiu'i jjhii' uuiy im» wi v*)'».......
Berliner Universität entnehmen, gelang eS dem bekannten Ehemikcr,
absolut unschädlich ist. , ... SaN
So segenbringend nun das Werk Gerolds, die Bänbigung deö gefährlichsten Feindes ber Raucher', auch war und ist, o biteben bekanntlich die Wirkunaen her giftigen Verbr^tmings-Gase si.r bett sensitiven ^gurfjer immerhin noch unliebsame Begleit ( rfchemmigen. Hier nuiütc auch die Wissenschaft vorerst Halt machen, vuc wir nun einer Vtitteilung auf dem pharmacentischen 3nlhtut öci
nach den ersten Versuchen infolge ganz afirter Einwirkung be5 Alkaloids. Doch diese Symptome (Erbrechen, .Kopsschmerz, MuSkel- zitteni, Angstgefühls gehen durch Gewöhniing allmählich zuruck, um viel fchlimmeren Platz zu machen, zumal wenn nt viele und zu geringe (also ntkotinreickeres Zigarren bei leerem Magen geraucht werden wenn man den Rauch ober nikotinhaltigen Speichel schluckt. Tann entftehen hie Symptome bes chronischen NikotiniSmuS: HerzbefcHwerben, Hals- imb Bronchialkatarrh, Schwmbel, MuSkel- schwäche, besonberS aber Arterien-Verkalkung rc.
Erst bem Geheimrat Professor Dr. Gerolh xu Halle a. b. Saale gelang es nach vielen Versuchen, bem Nikotin seine giftige Eigenfchaft burch Neutralisierung (Bmdimg) zu nehmen, ohne dock dem Tabak das für ihn als Genußmittel unentbehrliche Alkaloid ni entaieheiL Bei hem Gerold'schen Verfahren wirb her Tabak nämlich vor ber Bearbeitung so präpariert, haß baS chemisch gebundene Nikotin, unter gleichzeitiger Einwirkung der antibottsch wirkenden Pravarat^nsstoffe, im Verbrennungsprozeß physiologisch
Herrn Universitäts-Proseffor Dr. H. ThomS in Berlm, nach vielen Versuchen endlich ein Versahren zu finden, auch diese schädlichen Stoffe deS Tabakrauches zu beseitigen, ohne dem Tabak das ge* schäme Aroma und den angenehmen Geschmack zu nehmen. Es wird dieses mittels einer patentierten Methode durch Nmichfiltration erreicht, indem die Giitstoffe in der Cckutz-Vorrichtung znrückgehalten werden'. Ter so entgiftete, in den Mimd gelangende Rauch behalt aber sei« volles Aroma und die hiernach hergestellten Zigarren haben insolgedeffen einen milden, habet lieblich anregenden ©c-
In Anbetracht der Tatsache, daß eS sich hier nicht um bic Vermeidung ber schädlichen Wirkung deS Nikotins und seiner ^palt- probithe, der Pyridinbasen, sondeni auch um Absorption von dem unangenehm riechenden ätherischen Brenzöl, von SchweselwasieritoN. Ammoniak, Blausäure rc. handelt, muffen Wcndt's Patent-Ziaai'r'en. welche jetzt «ach der vereinigten Gerold-Thoms Methode berg eitel werde«, z. Z. als die gesimbheitsdieiilichsten aller hnaieni(d)c« ßinarre« bezeichnet werden. ES mag hinzngefügt werden, oav Proiessor Dr. G. v. Lagerheim im Laboratorium der llmucrfttat Stockholm die Tlwmas'sche und Gcrold'scke Erfindung em er eck- gehenden Nachprüsung «ntei-zoge« hat nnh bestätigt, daß die gestellte dlufgabe in vorzüglichster Weise gelöst ist.
SaiiltatS-Rat ur. 4.


