Ausgabe 
17.2.1904 Erstes Blatt
 
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die Blätter melden, verübte

Wie

4% öesterr. Goldrente . . 101.60

*/A % Oesterr. Silberrente 100.40

% Un<rar. Goldrente

-Anl.

4

l/., % äussere Arßentiner

Tendenz: schwach.

300

auf der Polizeiwache den den Unterleib, sodaß dieser

4

4

120.60

41.80

43 65 |

stieß vor

. 99.00 . 101.80 . 69.50 . 58.50

4»/.f Italien. Rente 4v9% Portugieser 3°/ Portugiesen. .

1% C. Türken Türkenlose . . .

4°/q Griech. Monopol

Schlußkurse.

200.50

216.80

137.67

184.40 193

3% Mexikaner . . 4,/o*V1 Chinesen . . Electric. Sol ackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden , . . Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum.....

Harpener ....

Reicbsanleihe do.

Konsole . do . .

Hessen Oberhessen

Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau

lflaubt, hast Rußland schon seht an die Schaffung neuen Geldes denken müsse. Tie Tatsache, daß hierfür einstiveilen wieder die Notenpresse in Veweauna gefetzt wird, wurde abfällig beurteilt.

Vereinigte Kunstscideufabriken Frankfurt a. M. Durch den Ausbruch des Krieges wurden so ziemlich alle Jndustrieaktien, die an der Börse gehandelt werden, in Mitleidenschaft gezogen, d. h. der Kurs derselben ging mehr oder weniger zurück. Eine Aus­nahme hiervon machten einzig die Aktien der obengenannten Fabrik, da angenommen wird, daß durch den Krieg, besonders wenn er längere Zeit dauert, die Seidenzufuhr aus Cftctfien wenn nicht aonz aufgehoben, so doch zum mindesten sehr gestört wird. Japans Seidenproduktion ist bekanntlich ganz bedeutend.

+ Friedberg, 15. Febr. Heute fand der Früjahrspferde- und Fohlenmarkt statt, welcher sehr stark befahren war, sodaß die Zahl der aufgetriebenen Tiere über 400 betrug. Der Geschäftsgang war flott, es wurden viele Pferde, in erster Linie Arbeitstiere abgesetzt, indessen überstieg das Angebot die Nachfrage. Infolge des günstigen Wetters war der Pferdemarkt von Fremden stärker besucht als frühere Märkte. Morgen findet Rindvieh-,Fasel- und Schweinemarkt, sowie Verlosung statt.

0 Kirch Hain, 16. Febr. Arif dem heutigen Rindvieh- markt betrug der Auftrieb etwa 600 Stück Rindvieh, darunter etwa 140 Rinder und Kälber. Ta der Verkauf oestern sich schon sehr flott gestaltet hatte, war der Markt heute bald geräumt. Auf dem S ch w e i n e m a r k t betrug die Zufuhr etwa 600 Stück. Es kosteten Saugferkel, 46 Wochen alt, 1620 Mk., 24 Monat alte Läufer 3560Mk. und ältere Schweine je nach Größe und Önali- tät 80120 Mk. per Paar. Der Handel blieb flau.

372% 3% 37,0/q 3% SVeo/o 97,%

erhielt einen Stich durch Brust und Hals, wobei die Schlag­ader durchschnitten wurde, sodaß der Tod sofort eintrat. Der Bruder des Getöteten, Oskar Zang, sowie weitere sechs Personen wurden schwer verletzt. Der Täter ist verhaftet.

München-Gladbach, 16. Febr. Bei der Ver­haftung eines aus Deutz dessertierten Kürassiers wurden vier Polizisten von zahlreichen, infolge des CarnevalS maskierten Personen angegriffen und erheblich

verletzt. Der Küraffier Kommiffar mit dem Fuße dienstunfähig wurde.

Berlin, 16. Febr.

Anfangs- u.

. 200.90

. 217.30

. 187.60

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Tendenz: Leicht befestigt.

Russische KreditbillctS. Von der Börse wird gemeldet, daß eS zur Verstimmung nicht unwesentlich mit beigetragen hat, daß Rußland einen sehr ansehnlichen Betrag Kreditbillets aus- gegeben hat, d. h. auf Deutsch: Papiergeld. Man hatte nicht ge-

. 2665 . 85.80 . 98.00 . 104 20 . 200.10 . 184.10 . 136.80 . 147.30 . 160.30 . 136.25 . 14.60 . 190.00 . 223.50

. 183.20

191.00

Telephonischer Kursbericht.

Frnnkfurt a. X1 17. Februar.

. . 90.00 . . 102.00 . . 89.95 . . 90.05 . . 100.60 . . 99.50

der Direktor der Viktoria-Speicher-Gesellschaft, Rudolf Fließ/ in einem Anfall von Schwermut Selbstmord.

* Göttingen, 16. Febr. Bei ^'ursfelde stürzte ein Automobil in die Weser. Der Chauffeur ist ertrunken, zwei Insassen wurden gerettet.

* Dresden, 16. Febr. Rittmeister Huppfeld von den Oschatzer Ulanen sollte heute vor dem Dresdener Kriegsgericht wegen eines Duells mit dem Romancier Freiherrn von Ompteda sich verantworten, da der Gerichts­herr Berufung gegen das letzte auf fünf Monat lautende Urteil eingelegt hatte. Huppfeld erschien jedoch nicht. Es wurde ein Gestellungsbefehl erlösten. Wie eS heißt, hat der Ulanenoffizier seinen Abschied genommen.

' Nürnberg, 16. Febr. Der in einer Wollspinnerei beschäftigte 16jährige Lehrling Noesner vergiftete sich wegen Entdeckung vieler von ihm verübter Materialverun­treuungen mit Cyankali. Er starb in Beisein seines Prinzi­pals und eines DetektiveS.

* Straß bürg, 16. Febr. Die Witwe Acker in Wanzenau erhielt an ihrem hundertsten Geburtstage ein kaiserliches Geschenk von 300 Mark.

Born Kriege.

Rom, 17. Febr. Die Blätter berichten, der japanische Gesandte habe in einer amtlichen Mitteilung erklärt, daß

Neueste äiUlinnmrn.

R B. Darmstadt, 17. Febr. (Eigener Traht- bericht.) Die zweite Kammer bewilligte heute das KapitelDirekte Steuern", wobei es zu allerlei Be­schwerden über Steuerhärten ic. kam. Tann wur­den die KapitelStaatsministerium und Mini­sterium des Innern" bewilligt, wobei nähere Mit­teilungen über die Verwendung des nahezu zwei Millionen betragenden Dispositionsfonds gegeben wurden. Tie Mini­sterialräte Frhr. v. Biegelcben und Braun gingen auf alle von den Mgeordneten vorgebrachten Beschwerden näher ein. Nach 1 Uhr wurde die Sitzung abgebrochen. Die nächste Sitzung ist morgen von 9 Uhr ab.

Frankfurt a. M., 17. Febr. Tie Stadtverord­neten genehmigten gestern abend definitiv die Er­höhung der Hundesteuer aus 20 Mk., die Erhebung einer Kehricht- und Kanal-Gebühr in Höhe von V2 Prozent der Wohnungsmiete, die neue Gewerbe­steuer-Ordnung und die H a u s st e u e r in veränder­ter Form.

Berlin, 17. Febr. Eine Vorlage über den Bau des masurischen Schiffahrts-Kanals wird noch in dieser Tagung an das preußische Mgeordnetenhaus ge­langen. Bis vor kurzem bestand bei der Regierung leb­hafte Abneigung, die wasserwirtschaftliche Vorlage mit diesem Kanalplane zu bepacken. Als Vorbedingung war verlangt worden, daß sämtliche beteiligten Steife in Ost­preußen dem Plane zustimmten. Tas ist durch den letzten Beschluß der ostpreußischen Landwirtschaftskammer " ge­schehen. Tie technischen Vorarbeiten sind im Ministerium der öffentlichen Arbeiten bereits erledigt. Gestern abend waren zum vierten und letzten Hofball des Minters noch einmal alle hervorragenden Mitglieder der Hofgesell- chaft im königlichen Schlosse vereinigt. Ter Kaiser hatte die Uniform des 2. Leib-Husaren-Regiments angelegt. Er begrüßte die Gräfin Bülow, die Fürstinnen und Fürsten und wandte sich dann dem russischen Botschafter zu, um mit ihm ein lebhaftes längeres Gespräch zu führen.

Kiel, 17. Febr. Tie KaiseryachtHohenzol- lern" erhielt telegraphischen Befehl, für die nunmehr doch stattfindende Mittelmeerreise des Kaisers die Proviant-Ausrüstung zu beenden. In der nächsten Woche verläßt die Hohenzollern Kiel. Als Begleitschiff ist der große KreuzerPrinz Heinrich" bestimmt.

die Verluste auf beiden Seiten der krieg führenden Parteien bis jetzt folgende sind: Auf Seiten der Russen sind 16 Kriegsschiffe und 21 Handelsschiffe verloren, auf japanischer Seite vier Kriegsschiffe und zwei Handelsschiffe. Die Blätter heben hervor daß es das erstemal ist, daß japanischerseits vier Schiffe als verloren zugegeben werden.

London, 17. Febr. Aus Tientsin wird telegraphiert, die I a p a n e r hätten nunmehr die Landung allerfür Korea bestimmten Truppen bewirkt. Man be­rechnet sie auf über 100 0 00 Mann. Sie seien in zwei ^uren aufgestellt, die eine südlich vom' Yalu, die andere nördlich von Söul. Auch verschiedene Plätze wie Masampho und Tschemulpo werden mit japanischen Ga"nis' u?n besetzt.

Tokio, 17. Febr. japanische Flüchtlinge erklären, daß der Hafen von W l a d i w 0 st 0 k n i ch t in der Lage sei, etnen Angriff zu überstehen. Es seien ke ne Minen gelegt, acht Torpedoboote seien vom Eise ein- 9eJc?rI.°rffen- Die Russen konzentrieren ihre Truppen am Paluftu^e, wo man einen Angriff erwartet. Es sind Versuche gemacht worden, die telegraphische Verbindung zwischen Port Arthur und Wladiwostok zu unterbrechen, jedoch sind diese Versuche vereitelt worden.

Yokohama, 17. Febr. Der russische Dampfer St 011 c", mit Ladung nach Sidney unterwegs, wurde von Japanern weggenommen und nach Sasebo gebracht.

L 0 n d 0 n, 17. Febr. Ein Telegramm desDaily Chro- niele" aus Tokio vom 15. d. M. besagt, daß japanische ^.orpedobootszerstörer an der Nordwestküste von V "Pvn a u f der Suche nach dem russischen Wladi- w 0 fi 0 k - Ge s ch Wader seien. Wie demDaily Tele­graph" über Shanghai uns Tokio von gestern gemeldet wird, will man dort wissen, daß die russischen Kreuzer Bogatyr, Gromoboi, Rossija und Rurik nach Wladiwo- st 0 k z u r ü ck g e k e h r t sind.

Tschifu, 17. Febr. In Tschstngwangtao werden große Ladungen Waffen für China gelandet. Russische Ka­vallerie patrouilliert am Liao-Fluss?,- bei Fenghuantscheng werden russische Truppen zusammengezogen.

Paris, 17. Febr. DerNewYork Herald" meldet aus Tschifu: Die Behörden von Port Arthur haben Maß­regeln zum Schutze des Arsenals getroffen. Die Be­ll tz u n g desselben ist von 500 auf 2000 Mann verstärkt worden. Die Garnison von Talienwan hat gleichfalls Der- tärkungen erhalten. Eine amtliche Bekanntmachung droht jedem Chinesen mit Erschießen, welcher Plün­derungen begeht.

Petersburg, 17. Febr. Ter Regierung gingen Neu­tralitätserklärungen von England und Däne- mark zu.

Kunst und Wissenschaft.

Die Kunst." Monatsschrift für freie und an­gewandte Kunst (Verlagsanstalt F. Bruckmann A.-G., München. Vierteljährlich 6 Mk.) Der Inhalt des Februar- beftes beginnt mit einem Leitartikel von höchst aktuellem Interesse:Ueber den Deutschen Künstlerbund und die Tage in Weimar von WalterLeistikow, einer der Führer der Berliner Sezession, der hier über­raschende Mitteilungen über die Ursachen der Entstehung des Künstlerbundes und die Stellung der Sezession zur St. Louiser Ausstellung machst. In zwei weiteren Aussätzen führt die Zeitschrift in verdienstvoller Weise auf zwei in Deutschland im Verhältnis zu ihrer Bedeutung noch recht wenig bekannte Kunstgebiete:Finnländische Maler" von Hans Rosenhagen undDie Meister deI Paysage intime (Th. Rousseau, I. Duprß 2c.)" von Walther Gensel.

Kerichtsfaal.

Halberstadt, 16. Febr. Wegen Majestätsbelei­digung wurde von der Strafkammer der Arbeit-r Meibohm zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 16. Februar 1904.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Wießen.1 Privat-Diskont 2'/. Prozent.

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