Ausgabe 
16.7.1904 Zweites Blatt
 
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jchnüdtstrrche vom ersten Stock auf die Strobe und erlitt schwere Verletzungen. Am Mittwoch tötete sich durch einen Schutz ui den Mund m ihrer Wohnung m der Jasanenstratze em 1-iährigeS Mädchen, vermutlich aus Liebeskummer. In Offen dach, ui der Portland-Zementsadrik, wurde der verheiratete Michael Dock auL Bieder, der in einem Raume allem arbeitete, furchtbar verstümmelt tot ausgesunden. Der Körper deS Unglücklichen lag am Boden, wahrend em auSgerisiener Arm noch un Kammradgetriebe der m dem Raume desindlichen Wtaschine steckte. Der 16. deutsche Feuerwehttag findet vom 3.6. September in Mainz statt. Dadei erfolgt ein Aufmarsch der Feuerwehren vor dem Pro­tektor, dem Grotzherzog von Hoffen.

Z)er Hbtrstadter Aiudesmord und die Verteidiger des Kerrn Köyler-^angsdorf.

Die Herren Hirjchel, Erk, Hauck, Joutz, Ripper, Sonß- felber und Wolf erzählen folgende erbauliche Geschichte, die sic dem Landtage zur Begutachtung oottegen:

5m umuderschönrn Monat Mai verfatzte der Abg. Jhjiier eure Anfrage an die Großh. Negierung, das- Vorgehen der Staats- bdxü£* *en bei Untersuchung über den rttndesrnord in Eberstadt bei Lich betreffend.

Bon Dieier Anfrage lieft der Abg. Köhler, so wie er das er* weislich trüber schon tat, für seinen eigenen Gebrauch in inqan iyaU durch die Buchdruckerei von Konrad und Mötzinger zu Hungen, Truckabzüge berftellen und reichte einen beqeiben anttlid) am 17. Mai als ^Ibgeordnerer bei der zweiten Mnmmer per Stünde ausweislich des entsprechenden Stempelabdrucks auf dem genannten Schriftstück ein.

Nachdem somit die gedachte Änfrage ein Bestandteil der Ser* Handlungen des Landtages geworden war, erschien sodann am 18. Wtai als em wahrheusgetreuer Berichl über diesen Teil bei Verhandlungen des Landtags im Won laut die Anfrage des Abg. Köhler-Langsdorf mit der UeberschnfiHessischer Landtag" in der zu Hungen erscheinenden Zeiwng ,Landpc>st^ die damals von Frid Holäinger, dem Mitbesitzer der oben genannten Buchdruckern. redigiert wurde.

Am 17. Juni erfolgte darnach die nachstehende Antwott des Großh Minisreriums der Justiz auf die genannte Anfrage des Abg. Kühler-Langsdorf:

Sr. Hochtvvhlgeboren dem Präsidenten der zweiten Kcnn- mer der Stande, Herrn Geh. Regierungsrat Haas, beehrt sich der unterzeichnete Minister der Justiz inbezug auf bie mit gefälligem schreiben vom 27. v. M. dem Justiz-Ministerium übersandte Anfrage des Abg. Köhler betreffend: das Borge hei: der Staatsbehörden ba Untersuchung über den Kindesmord zu Lberstadr bei Lich in Oderhesftn ergebenst uutzuteüen, datz er .sich zu fernem Bedauern nutzer stände riebt, die Anfrage zu beantworten, da andernfalls den Ergebnissen der Strafverfahren vorgegriffen werden würde, die zur Zeit schweben:

1. gegen Muma Gorlach aus Eberstad wegen Kindesmordö, 2. gegen den Rcdakreur der in Hungen erscheinenden Zeitung

^Landpvst", sowie gegen den Großh Bürgermeister und Landragsabg. Köhler in Langsdorf weg/:n Beleidig­ung verschiedener Staatsbeamten, begangen durch Berdreirung der in Rede stehenden Anfrage durch die Prepe.

gez. Dittmar, Minister der Justiz.

Damit in Uebereinstimmung steht eine durch den Untersuch- ungsriÄrer Dehncr-Gietzen unterm 3. Juni versuchte Vernehmung des Abg. Köhler, bet jedoch unter Wahrung des den Landtagsabg» ordneten zun^henden Rechtes der sogenannten Immunität alle und jegliche Aussage verweigerte.

Die genannten Abgeordneten, fest entschlossen, nicht im Ge­ringsten diösts lebt gedachte Recht der Abgeordneten, das ihnen verliehen ist, um inner seinem Schuhe un önentlichcn Interesse äufneten zu können, irgendwie schmälern zu lassen, stellen fol­gendes Je§:

L bem Abg. Köfster-Langsdorf ist der Schutz der Bestimmungen des Reichs-Strafgesetzbuchs, §§ 11 und 12 zur Seite stehend;

2. Beide Paragraphen haben folgenden Wortlaut:

8 1L

Kein Mitglied eines Landtags oder einer Kammer eines zum Reich gehörigen staats darf außerhalb der Bersamm- Inng, zu welcher das Mitglied gehört, wegen seiner Ab- stmrmung oder wegen der in Ausübung seines Berufes getanen Aeutzerung zur Verantwortung gezogen werden.

§ 12,

Wahrheitsgetreue Berichte über Verhandlungen eines Landtags ober einer Kammer eines zum R.ich gehörigen Staats bleiben von icoer BcrantwortUchkeU frei.

Hiernach fragen wir:

1. Welche rechtliche Basis will die Grotzherzogliche Regierung den _ von ihr sanktionierten hier erwähnten Anklagen der Grotzherzoglichen Staatsanwaltschaft gegen den Großh. Bür­germeister und Landtagsabg. Kohler zu Langsdorf und den Redakteur Fritz Holzinger zu Hungen geben ?

2. Was veranlaßt dieselbe insbesonders die Anklage, antzer auf den Lanütagsabgeordnet.'n, auch auf den Großh Bürger- meister Köhler, der mit der Sache doch rein gar nichts zu hm hatte, auszudehnen?

3. So verständlich es erscheinen mag, wenn das Großh. Mi­nisterium der Justiz in feinem Schreiben vom 17. Juni 1904 die Beantwortung der Anfrage des Abg. Köhler vor Ent­scheidung über die _ Strafsache gegen Minna Görlach angibt nicht erteilen zu können, so fragen wrr doch, was veranlaßt dasselbe, auch noch den Umstand, daß eine Strafverfolgung gegen den Großh. Bürgermeister und Landtagsabg. Köhler ui Langsoorf, sowie den Redakteur Fritz Holzinger zu Hungen wegen einer Beamtenbeleidigung, begangen durch deren Ver­breitung durch die Presse, nt der Schwebe sei, gleichermaßen als einen weiteren Grund dieser seiner Äntwottversagung an zu geben.

Tie , juristischen* Darlegungen und GesetzeSauSlegungen dieses Septemoirats scheinen denn doch auf schwanken Füßen zu ruhen. Wenn Herr Köhler von seinen Eingaben an die Kammer ausweislich schon frü her Druckabzüge hat Her­stellen laffen und sie ohne weiteres unmittelbar darauf der Presse zum Abdruck übergeben hat, ohne die erst durch Entscheid des Präsidenten der Kammer zu erfolgende Druck­legung abzuwatten, so hat er seine Person haftbar gemacht für alle Folgen. Mit der Jnhaberschaft eines Landtags- mandates hat eS doch wohl nichts zu tun, wenn er eine Mitteilung an die Presse gelangen läßt. Ist der In­halt dieser Mitteilung strafbar, so sind Autor und verant- wottlicher Redakteur gerichtlich zu belangen. Ferner ist die Eingabe eines Abgeordneten an die Kammer doch nicht ein Bericht über eine Kammer-Verhandlung, sie kann ja sogar sehr wohl überhaupt gar nicht zur Verhandlung in der Kammer kommen. Verhandelt wird doch erst im Plenum ober in den Kommissionen. Also war der Abdruck der Ein- gäbe Köhlers in bem Hungener Blatte nicht ein Verhanb- lungSbericht, sondern em Artikel des Blattes, für den Autor und Redakteur verantwortlich sind. Tie ganze äußere Fassung, die Ueberschcift ,Hessischer Landtag" rc. ändern da­ran mchls.

5>a Köuigsöerger «Lochvrrrats-F'rojeß.

IV.

Königsberg, 16. Juli.

In ber heutigen Verhandlung nnirben die zwei 'llufljbimdcrci* besitzcr vernommen, die im Auftrage von jungen Russen und Polen rusjisciie und polnische Schriften gedruckt nnb nart) U5ar- idMui grjüiibt haben. Bucvdrndercibesitzer Jankc>s aus Bittehnen bei Tilsit gab zu, er habe aus Zürich Schriften erhalten, die bei ihm beschlagnahmt wurden. Kriminalkommislar Wunen-BerUn entwarf an Bild von dem Vertrieb russischer ^dniften von Bettin und Lharlottenburg aus. In Chailottenburg bestehe eine Organisation vou Russen, die zu der Beför­derung russischer Schriften nach Rußland euwn regen Berkchr mit Angestellten der B u chha n dl u u g deö Vorwärts^ in Berlin unterhielten. 189Ö sei eiiie Sendung auf Anordnung des VotttcherS der Buckchandlung desVorwärts", des Reichstagsabg. Richird Fischer in Berlin nach Rußland ge­gangen. Die Verteidiger bemerkten, bamabS fei der L bcrüaatß» amualt Dresä^cr in die Buchhandlung desVorwärts" gekommen und habe erklärt, daß Schriften, die noch den bcutschen Gesetzai straflos und anstandslos seien, nach Rußland iieichickt tvcrden dürften. Auf Antrag ber Verteidigung beschloß der Gerichtshof, ben Obett'maLSanwalt, der jetzt in BreSlau ist, als Zcugeii zu laden und bie Akten in einem wegen biefes Vorganges gegen einen Postbeanitcn 189ö angestrengten Verfahren einzufordern. Außerdem bcfichloß der Gerichtshof im Einverständnis mit der >tvtaatSamvaUsck>aft,^ und der Vetteidiguna, auf die kommijsarischc Vernebrnung dcS Studenten Skt.b.k tn Riga wegen Unerheblich­keit deS zu evvartenden Ergebnisses zu verzicksten.

Im weiteren Vcttause teilte StaatsanwaltschastSrai Caspar mit, der Jusüzminlster benachridKigte ihn, daß ber Staatssekretär des Äeutzern und der Minister deS Innern nicbtS dagegen einzu- wcnden haben, daß Dr. WetschicSlvif, Arcbn'b, Pieoranofi nnb Mandel stamm alb Zeugen an Getickt stelle eq deinen. D<is Re- gicrungöptäsidium erhielt emsprecheude Weisung. Privatdozcnt Dr. Rosi-KönigSberg sagte als Gutachter aus, gebe in Ruß­land zwei große Strömung en radikaler Ten­denz; die eine, welche die ZeitschriftI - k r a" und den jüdi­schen Arbeiterbund vertreten werde, stehe rm wesentlichen auf dem Bot>-n der deutschen Sozialdemokra t c n , hingegen wolle die andere Rickstung, die durch daS ,,E ch o" vertretene s o - fialrcDolntionäre Partei, bie Anwendung von Gewalt, Kitbcra Kaiser Nikolaus 1897 erklärte, er wende nicht einen Finger breit von der von fernem Vater eingeschlagenen Bahn abweichcn, scheine die letztere Strömung, bie nach der Ermord­ung Alci anders II. etwas .n den Hintergrund gedrängt war. wieder Oderwastcr zu bekommen. Sie sei auch für die letzten poli­tischen Morde in Rußland verantwortlich zu machen. Privatdozcnt Dr. Bollod-Berlm teilte darauf den wesent- lieben Inhalt der beschlagnahmten Druckschriftetr mit. In denselben werden teilweise Attentate als unuma&nnlid> bezeichnet, um zum Ziele zu gelangen, »um Teil werde in denselben ausgeführt, Attentate schadeten nur, denn durch bic Beicitigung eine« Menschen werde garnichks erreichl, sondern daburch werbe nur bie Agitation erschwer t nnb eS wür­ben ohne Not Märtyrer gcsckZafsen. Volk und Armee müßten aufgeklärt werden. Sei dies erreicht, so sei eS mit den Gewalttaten von selbst zu Ende. Zum c^chlutz der Verhandlung sprach der Vorsitzende die Hoffnung aus, baß Mon tag die Beweisaufnahme werden geschlossen werden können. Hieraus wurde die Berhandlung auf morgen vertagt.

* Eberswalde, 15. Juli. Zwisck»en Freienwalde unb Wriezen stießen in der vergangenen Rächt ein Automobil und ein Bierwagen zusammen. Bei dem Zu- ammenstoß wurde das Automobtl vom Wegx geschleudert und einer der Insassen getötet

* Kiel, 15. Jult. Ter Wirckl. Geh. Rar Pros. Dr. v. Esmarch erlitt bei einem Fall einen Schlüsselbein­bruch Sein Befinden ist befriedigend.

* T a n z i g, 15. Zuli. In der hiesiaen MUitärschwimm- anstalt ist der Musketier Reinke vom Jnfanterie- vegiment Rr. 128 beim Schwim men lernen er­trunken.

-Reuteich, 15. Juli. In Schoneberg an der Weichsel tnb gestern 5 Wohnhäuser nebst Ställen nieder ge­brannt Drei Linder kamen in den Flammen um.

* Gleiwitz, 15. Juli. Auf der Friedensgrube ent- tanb durch die EMzündutrg mehrerer Dynamitpatronen eine Explosion^ die einen Strerkendrnch verursacht hat. Ein Hauer wurde getötet, zwei wurden schtver unb sechs Mann leicht verletzt

* Posen, 15. Juli. Durch Funken feuer aus der Loko­motive des Posen-Berliner Schnellzuges wurde die Forst E i ch e n h o r st bei Reuivnnfchel in Brand gesetzt. Sechzig Morgen Liefernschonung sind niedcrgedvanut.

* BreSlau, 14. Julu Heute morgen erfolgte in bem hiesigen Dome eme Erplosion, als sich der Glöckner mit brennendem Licht in eine neben der Sakristei liegenbe Kammer begab, aus welcher Gasgeruch bemerkt wurde. Der Glöckner wurde im Gesicht verletzt. Die schwere Sakristeitüre imb bie Fenster wurden zertrümmert

* London, 15. Juli. Der ungewoh nlichen Hitze, welche gestern 122 Grad Fahren heit in der Sonne erreichte, sind zahlreiche; Personen zum Opfer gefallen.

* Paris, 15. Juli. San tos Dumont, welcher gestern ans Ä. Louis wieder hier eingetrossen ist, er­klärte, er sei durch das ihm widerfahrene Mißgeschick nicht entmutigt Er werde vielmehr seine Luftfahrt-Ver­suche tn Frankreich fortsetzen. Die Blatter berichten über zahlreiche gestern vorgekommene Unfälle. Drei Italiener, welche in der Seine ein Bad nehmen wollten, wurden von der Strömung fortgeriffen. Rur einer konnte gerettet werden. Ein Arbeiter, welcher damit beschäftigt war, an einem Maste eine Fahne an^uhringem, stürzte ab unb blieb sofort tot. Ein lOjahriges Kind wurde infolge Explosion einer Platzpatrone getötet In Bayonne stürzte der General Darmagnac, als er von der Truppenschau zuruckkehrte, mit dem Pferde und erlitt einen Beinbruch. In Tunis explodierte ein Böller, wobei ein Arbeiter ge­tötet und drei andere schwer verhetzt wurden.

* Paris, 15. Juli. Aus Montpellier wird berichtet, daß der zweite Versuch des Grafen de la Daux mit seinem Luftschiff Mediterran^e mißlang, wobei der Motorin das Meer stürzte. Eirre heftige Brise trieb den Ballon, der sich im Schlepptau eines Torpedobootes befand, in das Meer. Dem Lustschiffer gelang es, unver­letzt aus der Gondel zu entkommen.

* Pisa, 15. Juli. Bei der Grabung eines artesischen Brunnens in Mez-ono erfolgte eine Explosion schlagen­der Wetter, der ein starker Lavastrom folgte. Man glaubt daß der fett längerer Zeit ruhende Vulkan San Giluiano seine Tätigkeit wieoerbegonnen h^

* Wien, 15. Juli. In Brzezany versetzte, wie ans Lemberg gemeldet wird, der Gymnasiast Dziamba dem Professor Klinger nach einem Wortwechsel wegen angeblich parteiischer Behandlung eine Ohrfeige. Aus dem Weae zur Polizei nahm die Menge für den Gymnasiasten Partet Es entstanden Krawalle,

sodaß Militär anSrücken mußte, um bie Ruhe herzu- Iteilen. r J .

Wien, 14. Juli. Auf dem StephanSplah steht der riesige Komplex des Dom Herrn Hof in Hellen Flammen und aus feinen Dächern qualmen Rauchwolken hervor, die den ganzen StephanSplatz verfinstern unb zeitweise den Turm verhüllen. DaS Jener ist im Dachboden außgefommen.

- Budapest, 15. Juli. Die Polizei konfis­zierte gestern bei dem letzten Stierkamps int Augen­blick, alS der Toreador Pouly den Stier, entgegen dem behördlick)en Verbote töten wollte, den Degen Poulys. Das Publikum verlangte stürmisch die Tötung des ^rttercö, was bie Polizei jedoch nicht zugab.

Budapest, 15. Juli Der ehemaligeCbcrlcuhiant und jetzige Beamte der Diskontobank Maktay hat heute in einem Anfall von Geistesstörung seine Frau e r in ü rat Der Täter wurde sestgenommen und einer Irrenanstalt überrvicsen. ,

Kandel und Uerlteyr. Vuütüwlilschafl.

Frankfurter B ö r' e.^( Wochenbericht.) Aus dem russi- fchcn Hauptquartier tomnten SiegeSnachrichten, oder lvenn man richtig lieft, Meldungen, daß die 9iusscn jetzt ihre fdüunnie Lage erkennend, anfangen, sich ins Zeug zu legen. Tie Börsen gehen aus ihrer abwartenden Haltung nicht hervor und bas Publikum bleibt ferne. Dazu noch bie alle Icihnienbe Hitze. Mit einiger berechtigter Aufmerksamkeit in man ber Zusammenkunft de- Herrn v. Witte mit unserem Reichskanzler in Rorberney gefolgt; waren bieje boch mit einem ganzen Stabe technischer Mitarbeiter ver­sehen. Ist Rußlano bereits jetzt genötigt burch T-cutschlanbs Beihilfe eine Anleihe zu Uriegszweden aufzunehmcn, ober stand nur der Handelsvertrag zwischen beiden Landern ans der Tages­ordnung. Vermutlich beides! Tic l-eimisd)cii Industriellen reiben sich vergnügt bic Hände, beim die zuversichtlich Auffassung über bie nächste Zukunft erfährt badurch nur ihre Bestätigung.

Die Ernte bringt bcreiiu Interesse für einzelne östreichisd-e Expottbahnen, Lombarden, Staatsbahn, 'Jiorbböljmen steigend Baltimore unb Lhio aus Rewyork anziehcnb, bock, dürsten sich bic amerikanischen Hoffnungen auf größere Getreibeeiporte nach Europa biesmal kaum erfüllen. In Paris bewirkten die Peters­burger SiegeSmeldungeu einige Rust'avancen in Russen. Argen­tinier, Türken, Mexikaner neuerbingti ipefentlid) hoher bezahlt. Auf bem Montanmarkte feste Stimmung anbauernb.

Die abfällige Beurteilung, »velchcr die Leitung des Stahlwcrk- verbanbes verschiedenttick) begegnet, findet wenig Gehör, da man zu würdigen weiß, baß ein auf so großem Styl angelegtes Unter­nehmen eine recht schwierige Aufgabe zu erfüllen hat. Ter nächst- ettchemende Quartalsausweis bcs StahlwerkverbandcS wird aber luabvidKinlid) günstiger lauten als man bisher angenommen hatte.

Wien legt günstige Position an ben Tag, cs sinb wieder Eisenbahn-Bcrstaatlidmngsproiekte ausgetaucht. Ceftcrr. Wrebit fest auf Gründung einer Filiale in Gablonz. Pfälzische Bahnen er­fuhren größere Steigerung. Inland. Banken Bruchteile hoher. Kunstfeidefabrik-Akt. aus Errichtung eines ftonfurrm Unterneh­mens in Oesterreich ca. 18 Prozent gebrückt. Chemische Mann heim geheuert Einzelne Elektrizitätsaktien matter. Privat Dis konto 2»A Prozent.

Märkte.

Wicftcn, 16. 3uli. Marktbericht. Auf heutigem Wockremnartt kosteten: Butter pr. Pld. 1.001.10 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Pfg. 2 Stck. 0000 iMg., Gänseeier 00-00 Pfg., Enteneier 70 Pfg., Käse vr. Stck. 68 Pf., Kasematte LStck. 56 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linien pr. Liter 82 Psa., Tauben pr. Paar0,80- l,00.Mk., Hühner pr.Ä. 1,801,40 Rtt., Hähne pr. Stück 0,801,70 WIL, Emen pr. Stück 77,1-2,20 WIL, Gänse pr. Pid. 00-70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 0080 Pfg., Kuh- unb Rindfleisch pr. Pfund 62OH Psg^ ^chweme- fleisch pr. Pfund 6072 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Piund 76 Pfg., Kalbsteisch pr. Pfb. 6876 Psg., Hammelfleisd) pr. Pstmb Ü074 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. ö,oO0,00 WIL, Weißkram per Sllick 912 Pfg., per Zentner 0.000.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,0010,00 WIL, wiiIch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 26 Wit^ in Körben 0000 Pfg. Nüsse 100 St. 0000 Pfg. Kirschen per Pfb. 16-00 Psg. Diarktzeit 71 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen __________der Station (Hieften.

Jul, 1904.

Barometer auf 0* reduziert

Temperatur ber Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

-Q

jQ

Wetter

15.

L"

749,8

29,4

12,0

89

3.

4

Sonnenschein

15.

9"

749,8

22,6

15,8

77

0

0

Klarer Himmel

16.

7i*

751,1

19,0

13,ö

88

0

0

Sonnenschein

Höchste Temperatur am 14.15. Juli = -z- 29,5 * Ce Niedrigste , , 14.15. , = + 15^" C.

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