Ausgabe 
16.5.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

vom Landesausschusse des Regierungs-Bezirkes Kassel der Auftrag, das vom Hessenlande seinem Landgrafen Philipp dem Großmütigen zu widmende Denkmal zu verfertigen. Der Künstler hat seine Aufgabe prächtig ge­löst, wie die Ausstellung des Modells in seinem Atelier dar- .getan hat. Die Gipsbüste des Landgrafen ist überlebens­groß, mächtig und breit ruht die Figur auf dem Sockel, den kräftigen Oberkörper umschließt eine reichverzierte Sammet­schaube, den geistvollen Kopf schmückt der Federhut. Die leicht gesenkte rechte Hand hält die Stiftungsurkunde des Klosters Haina, die linke Hand ruht beteuernd auf der Brust:Eher will ich Leib und Leben, Land und Leute lassen, denn von Gottes Wort weichen". Das würdige Denkmal wird nach seiner Fertigstellung seinen Standort im Kloster Haina er- halten. Das alte Cistercienserkloster, welches in Haina seit dem Anfänge des 13. Jahrhunderts bestand, hatte Landgraf Philipp im Jahre 1527 aufgehoben und c§ 1533 zu einem Landeshospital ausgestaltet. Noch heute, nach fast 400 Jahren, dienen Hainas ehrwürdige Klosterräume im Tale der Wehra, umsäumt von reichbewaldetcn, herrlichen Höhen, dem gleichen edlen Zwecke, dem sie der Stifter bestimmt hat. Am 27. Juli ds. Js. hofft man, die Enthüllung des Denkmals vornehmen zu können.

5. Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen, für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protoko ll-Auszug.

Gießen, 13. Mai 1904.

Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, stellvertretender Vorsitzender, Dürbeck, Grünewald, Jhring, Moll, Ramspeck, Rinn, Röhr, Schirmer, Schmall, Steinecke, Wallach, sowie der Syndikus Dr. Knipper.

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: a) Die Kammer hat an den preußischen Minister der öffent­lichen Arbeiten von Budde anläßlich seiner Erhebung in den erblichen Adelsstand ein Glückwunschschreiben gerichtet, worauf ihr von dem Minister ein Dankschreiben zuge­gangen ist.

b) Da die Patentschriften der Klassen 2 (Bäckerei) und 42 (Instrumente) bei der Auslegeftelle der Großh. Universi­täts-Bibliothek zu Gießen im Jahre 1903 in keinem Falle benutzt wurden, so hat das Patentamt die fernere Ueber- weisung dieser Klassen abgelehnt. Auf der Universitäts- Bibliothek liegen demnach zur Benutzung durch die Inter­essenten nur noch die Patentschriften folgender Klassen auf:

8 (Bleicherei, Wäscherei, Färberei, Zeug- und Tapeten­druck und Appretur), 12 (Chemische Verfahren und Appa­rate), 15 (Druckerei, Liniermaschinen, Stempel), 21 ag (Elektrotechnik), 22 (Farben, Firnisse, Lacke, Anstriche, Klebe­mittel), 23 a, b, d, e (Fett- und Oelindustrie, mit Aus­nahmen von Schmiermitteln und festem Petroleum, Seifen und Kerzen), 49 Metallbearbeitung, mechanische), 51 (Musik­instrumente), 70 (Schreib- und Zeichengeräte) und 79 (Ta­bak, Zigarren und Zigaretten). Den Interessenten wird auch an dieser Stelle nochmals die Benutzung der Auslage­stelle empfohlem

2. Bah »Projekte Mücke Ulrichstein Rixfeld und Alsfeld Ulrichstein Schotten.

Der Vorstand des Vereins der Tetaillisten in Gießen hatte an die Handelskammer eine Eingabe gerichtet, in der sie ge­beten wurde, das Bahnprojekt Mücke Ulrichstein Rixfeld zu befürworten. Die Kammer erkannte die Notwendigkeit der Er­bauung einer Bahn zur besseren Erschließung des Vogelsberges an, beschloß aber angesichts der verschiedenen Interessen ihres Bezirkes, die zum Teil die Herstellung einer Eisenbahn von Mücke über Ulrichstein nach Schotten erstreben, von einer Befürwortung des einen oder anderen Projektes vorläufig abzusehen.

3. Bahnprojekt Fulda Meiningen. Das in Fulda be­stehende Komitee für den Bau einer Eisenbahn von Fulda nach Meiningen hatte der Handelskammer mitgeteilt, daß im preußi­schen Ministerium der öffentlichen Arbeiten demnächst eine Ent­scheidung über das Bahnprojekt Fulda Meiningen getroffen werden solle und gleichzeitig die Unterstützung der Kammer für dieses Projekt erbeten. Tie Handelskammer hat sich schon früher für die Erbauung dieser Bahnlinie, die besonders den Durchgangs­verkehr von Welt- nach Mitteldeutschland zu vermitteln beilimmt ist, ausgesprochen und beschloß, auch jetzt nochmals den Ausbau dieser Linie zu befürworten.

4. Schnellzugs-Verkehr auf der Strecke Ber­lin Kassel GießenKoblenz Trier Metz.

Der Schnellzugsverkehr auf dieser Strecke genügt zurzeit keineswegs den Bedürfnissen des Reiseverkehrs und steht dem­jenigen über BebraFrankfurt a. M. und KölnTrier bedeutend nach. Die Handelskammer zu Trier hatte daher beantragt, ent­weder die Schnellzugsverbindungen auf der Strecke BerlinKassel GießenKoblenzMetz unter möglichster Benutzung vorhandener Züge erheblich zu beschleunigen, oder falls dies nicht angängig für etwa einzulegcnde neue Schnellzuge Frankfurt a. M.Berlin, den Weg über GießenKassel zu wählen und ihnen eine solche Lage zu erteilen, daß sie gleichzeitig dem Verkehr über Gießen Koblenz unh Metz, möglichst mit Anschlüssen nach Paris über Luxemburg, dicnslvar gemacht werden können. Tie Kammer be­schloß, diese Anträge sowohl durch eine eigene Eingabe an die Eisenbahnverwaltung als auch durch ihren Vertreter im Bezirks- Eisenbahnrat Frankfurt a. M. zu unterstützen.

5. Amtsbezirke der Konsuln im Deutschen Reich.

Tas jährlich erscheinende amtliche Verzeichnis der Konsuln im Deutschen Reich gibt für einen Teil der Konsuln die Amts­bezirke an, für die übrigen nicht, je nachdem die von den Konsuln vorgelegten Bestellungsurkunden darüber Angabe^ ent- halteii. Wird für einen Konsul nur die Stadt seines Sitze» angegeben, so ist man hiernach nicht berechtigt anzunehmen, daß sich sein Amtsbezirk über diese Stadt hinaus erstreckt, wenn auch die Beschränkung auf die Stadt vielleicht nicht der Absicht des Staates, der den Konsul bestellt hat, entspricht. Tie Hatidels- kammer beschloß, dem deutschen HandelStage auf eine dahin­gehende Anfrage mitzuteilen, daß eine vollständige und genaue llebersicht der Amtsbezirke der Konsuln zu erstreben sei.

6. In einer Prozeßsache war einem auswärtigen Amtsgericht ein Sachverständiger über die Ursache des Trübwerdens von Leinölsirnis zu benennen.

7. Eingänge:

a) In neuerer Zeit haben die Fälle sich gemehrt, in denen deutsche Waren bei der Einfuhr nach Großbritannien wegen Nichtbeachtung der Bestimmungen des Merchandise Marks Akt von 1887 und der dazu ergangenen Ausführungs-Vor­schriften beschlagnahmt worden sind. Wiederholt ist oft namentlich gegen die Vorschrift verstoßen, daß auf Waren ausländischen Ursprungs die mit dem Namen eines brtti- schen Fabrikanten oder Händlers bezeichnet werden, zusätzlich und unzweideutig das Ursprungsland angegeben werden muß, und zwar auch dann, wenn die fremde Bezeichnung seitens des zu ihrer Führung berechtigten Bestellers der Ware ausdrücklich vorgeschrieben ist, oder sonst mit Zu­stimmung des Berechtigten erfolgt. Unbeachtet ist ferner geblieben, daß Waren, die Großbritannien nur auf dem Transit nach ihrem Bestimmungslande berühren, den nach Großbritannien eingeführten Waren hinsichtlich der Behandlung nach den Vorschriften des Warcnbezeichnungs- gesetzes im allgemeinen glcichstehcn. Es empfiehlt sich, in allen irgendwie zweifelhaften Fällen auf deutschen zur Einfuhr oder Durchfuhr nach Großbritannien bestimmten Waren die Bezeichnung ,.Made in Gennany" anzubringen.

b) Eingabe der Handelskammer zu Hannover, an den R>.ichs- tag, b«tr. Regelung des Ausverkaufs- und Vcrsleigcrungö- »esens.

K.

L.

I.

Hasbach, Med., Koblenz, Moltkestr. 2.

Hennes, Med., Roisdorf, Plockstr. 10.

Jonen, Tierhk., Lommersum, Bleichstr. 31.

Kämper, Med., Grevenbroich, Frankfurterstr. 36.

Klimmeck, Tierhk., Wlosten, Frankfurterstr. 83.

Ztniversträt Kietzen

Zweites Verzeichnis der neu immatrikulierten Studierenden.

a) Theologische Fakultät.

Caesar, Runkel, Wolfstr. 8.

b) I u r i st i s ch e Fakultät.

Daab, Ober-Ramstadt, Bismarckstr. 40.

c) Denkschrift des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte, betr. Wahlrecht der Frauen zu den Kaufmanns­gerichten.

d) R > : ^erliste des Verbandes deutscher Patentanwälte.

e) Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mit­teilungen zugegangen über den Einfluß des Krieges in Ost- asien auf die Kreditverhältnisse in Rußland, die Bemüh­ungen der russischen Textilindustrie um neue Absatzmärkte, die vom 15. April bis 30. September d. I. in St. Etienne (Frankreich) zu veranstaltende sog. Internationale Aus­stellung, die Einfuhr von Strick- und Wirkwaren nach den Vereinigten Staaten, den amerikanischen Tabaktrust, die Pacific Fishing und Packmg Co., den Ausbau der Nordbahn in Guatemala, die amerikanische Konkurrenz in Hankau, den Absatz von Eisenwaren nach Australien, sowie über eine zweifelhafte Firma in London.

Die Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer cingesehen werden.

Aus -em Geschästsleben.

Technisches Taschenbuch. Unter Hinweis auf daS bezügl. Inserat wird darauf aufmerksam gemacht, daß die B u ch- Handlung von Georg Kurtz jun. in Alsfeld durch be­sondere Vereinbarung mit dem Verlqger des neu erschienenen WerkesTechnisches Handbuch", (2 Bände, gebd. Preis 15 Mark) in der Lage ist, Jnteressenben und Reflektanten das Technische B a u h a n d b u ch" zur geneigten Ansicht vor­legen zu können. Das Werk ist als ein vorzüglicher Bauratgeber in Theorie unb Praxis anerkannt und steht seiner vielseitigen Brauchbarkeit halber in der bautechnischen Literatur einzig da. Für verhältnismäßig geringen Preis bietet es em Kompendium der gesamten Baukunde und eine Fülle nutzbringender Anregungen und Ratschläge.

Trockene und nasse Flechten, Yif-H' esser, Sommersprossen. Tas beste und sicherste Mittel dagegen ist Obermeyers Herba Seife. St. 50 Pf. u. 1 Mk. z. h. in all Apotheken, Droguevien u. Parfümerien. *

W. Klump, Tierhk., Darmstadt, Crednerstr. 36.

H. Luft, Med., Steinbach i. T., Grünbergerstr. 37.

F. Maaß, Tierhk., Elberfeld, Franksurterstr. 75.

W. Müller, Tierhk., Amern, St. Anton, Franksurterstr. 71.

P. Musolff, Tierhk., Gr. Genzinek, Asterweg 8.

E. Pöllmann, Med., Hechingen, Franksurterstr. 43.

H. Regner, Med., Mainz, Ludwigstr. 22.

K. Schmitz, Med., Valbert, Franksurterstr. 79.

Dr. M. Seidenspinner, Med., Simmeringen, Liebigstr. 72.

G. Zahn, Tierhk., Saarbrücken, Seltersweg 26.

A. Zweig, Med., Berlin, Wilhelmstr. 1.

d) Philosophische Fakultät.

R. Adler, Gesch., Hartmanitz, in Frankfurt a. M.

Ed. Castringius, Kl. Philol., Hamm, Wolfstr. 8.

W. Hubmann, Chem., Minderleinsmühle, Bleichstr. 18.

I. Kaschdan, Chem., Riga, Bruchstr. 8.

Dr. P. Lahr, Gesch. und Phil., Darmstadt, Ludwigstr. 7.

B. Maurer, N. Philol., Oppenheim, Goethestr. 54.

F. Michel, Naturw., Groß-Umstadt, Licherstr. 13.

L. Rosenstein, Chem., Libau, Grünbergerstr. 39.

I. Sachs, Naturw., Frankfurt a. M., in Frankfurt a. M.

O. .Salzmann, N. Philol., Darmstadt, Stephanstr. 37.

H. Schlosser, Kl. Philol., Gießen, Kirchstr. 1.

N. Schmidt, Math., Darmstadt, Diezstr. o.

W. Stein, Math, und Naturw., Friedberg, Bismarckstr. 7.

Chr. Stephan, N. Philol., Willofs, Südanlage 7.

H. Strauch, N. Philol., Darmstadt, Bruchstr. 9.

A. Termehr, Pharm., Essen, Bleichstr. 3.

R. Unverzagt, Forstw., Darmstadt, Moltkestr. 26.

Ed. Zentgraf, Forstw., Eberstadt, Bismarckstr. 28.

W. Fuchs, Darmstadt, Bleichstr. 15.

N. Gehlig, Lodz, Grünbergerstr. 18.

E. Kölsch, Büdingen, Goethestr. 48.

E. Mengel, Nidda, Stephanstr. 31.

A. Meyer, Lauterburg, Ludwigstr. 18.

Ed. Rompf, Langgöns, in Langgöns.

K. Walz, Darmstadt, Bismarckstr. 28.

W. Westhoff, Dellwig, Bergstr. 9.

c) Medizinische Fakultät.

H. Borowy, Tierhk., Mierumsken, Hillebrandstr. 1.

M. Cramer, Tierhk., Querfurt, Landgrafenstr. 6.

P. Fischer, Zahnhk., Gießen, Bergstr. 7.

W. Flaskamp, Nied., Stromberg, Crednerstr. 36.

I. Fölling, Tierhk., Warendorf, Klinikstr. 21.

G. Hartmann, Med., Remscheid, Grünbergerstr. 3.

jlu6|«g aus ötu tzircheubiitze» dkl Staut Glkßkll.

Evangelische Gemeinde.

Getraute. Matthäusgemeinde. Ten 8. Mai. Adam Kaiser, Bahnarbeiler zu Gießen, und Marie Hahn, Tochter des Landwirts Johannes Hahn zu Bernsfeld. Markus- gemeinde. Den 30. April. Heinrich Schmidt, Maurer zu Gießen, und Kalhariue Döring, Tochter des Taglöhners Georg Dörmg zu Steinfurth. Johannesgemeinde. Den 23. April. Hemrich Ernst Bischoff, Schlosser zu Gießen, und Katharine Elisabeth Schmldtmann, Tochter des Oberpflegers Karl Louis Schmldtmann zu Haina. 28. Karl Friedrich August Michel, Kauimann zu Gießen, und Anita Helene Friederike Schäfer, Tochter des ver­storbenen Gastwirts Melchior Schäfer zu Gießen. 30. Georg Friedrich Simon, Schlosser zu Gießen, und Auguste Margarete Christiane Vogel, Tochter des verstorbenen Lademeisters t. P., Heinrich Vogel zu Gießen. Heinrich Eise, Lackierer zu Gießen, und Karoline Johanna Elisabethe Löber, Tochter des Friedhoss- ausjehers Friedrich Löber zu Gießen. Den 7. Mai. Friedrich Heinrich Förster, Optiker zu Wetzlar, und Helene Hammel, Tochter des Privatmanns Wilhelm Hammel zu Gießen.

Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 1. Mai. Dem Friseur Hermann Kuhl ein Sohn Max Konrad Karl Adam, geb. 10. März. 5. Dem Laternenwärter Friedrich Schäfer ein Sohlt Wilhelm, geb. 5. März. Dem Arbeiter August Schaumburg ein Sohn Willy, geb. den 9. März. 8. Dem Fuhrmann Heinrich Wilke n. eine Tochter Käthchen Anna Elisabeth, geb. den 18. März. Dem Kutscher Christian Burk ein Sohn Hans Wilhelm, geb. den 27. April. Markusgemeinde. Ten 1. Mai. Dem verstorbenen Taglöhner Christoph Ludwig Henß eine Tochter Marie, geb. den 20. April. Dem Großh. Geometer 2. Klasse Philipp Elsenhardt eine Tochter Marie Katharine Ottilie Karolme, geb. den 29. Februar. 8. Dem Kaufmann Wilhelm Dürbeck eine Tochter Jlke Franziska Thekla Johanna Minna, geb. den 29. März. Tem Metzger und Wirt Friedrich Wendel eme Tochter Ottilie Erna Katharine, geb. den 27. März. Lukasgemernde. Ten 1. Mai. Dem Kürschner Otto Frenzel eine Tochter Marie, geb. den 9. Juli 1903. Dem Kalkwerkbesitzer Karl Haas ein Sohn Rudolf Heinrich, geb. den 20. Februar. Dem Kaufmann Wilhelm Laumaim eine Tochter Margarethe Johanna Elisabeth, geb. den 3. April. Dem Tapezierer Adolf sttoll ein Sohn Hans Heinrich, geb. den 18. März. Den 24. April. Dem Eisendreher Elias L>chön eine Tochter Johanna, geb. den & März. Dem Schlosser Christoph Friedrich Diehl ein Sohn Hans Werner, geb. den 27. März. Johannesgemeinde. Den 24. Apru. Dem Schneider August Bertram eine Tochter Frieda, geb. den 27. März. Den 8. Mai. Dem Metzgermeister Ärdwig Euler ein Sohn Georg Heinrich Ludwig, geb. den 11. Mary.

Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 29. April. Frieda Bergener, Tochter deS TaglöhnerS Jost Bergener, l1/, Jahr alt, starb den 27. April. Den 8. Mai. Wilhelm Hamel, Husar in Mainz, Sohn des PumpenmacherS und Installateurs Konrad Hamel, 21 Jahre alt, starb den 5. Mai. Markus- gemeinde. Den 4. Mai. Adam Bender, Spinnereibesitzer, verheiratet, 70 Jahre alt, starb den 2. Mai. Lukas- gemeinde. Den 23. April. Peter Kemmel, Rentner, 80 Jahre alt, starb den 21. April. 24. Charlotte König, geb. Raub, Ehe­frau des Rentners Andreas König, 71 Jahre alt, starb den 22. April. 25. Christian Busch, Studiosus der Chemie, 50 Jahre altz starb den 23. April. Ten 3. Mai. Emilie Lepper, Tochter des Schuh- wareniabrikanten Heinrich Lepper, 13 Jahre alt, starb den 30. April. 4. Dr. Konstantin Höhlbaum, ordentlicher Universitätsprofessor, 55 Jahre all, starb den 2. Mai. Lina Fresenius, Witwe des Polizeirats Wilhelm Fresenius, 58 Jahre alt, starb den 4. Mai. Johannesgemeinde. Den 24. April. Auguste Kreuder, geb. Hainer, Ehefrau des Rechnungsrats Jakob Kreuder, 59 Jahre alt, starb dell 22. April zu Frankfurt a. M.-Sachsenhausen. 30. Lina Traumüller, 79 Jahre alt, ledig, starb den 28. April zu Darm­stadt. Den 9. Mai. Johanna Müller, geb. Zinn, Ehefrau de§ Dachdeckermeisters Martin Müller, 41 Jahre alt, starb den 7. Mai

Tem Kaufmann Wilhelm Kahl eine Tochter Margarete. 4. Dem Korbmacher Johann Georg Althaus ein Sohn Friedrich. 5. Dem Glasermeister Wilhelm Schmitt I ein Sohn. Dem städtischen Taglöhner Karl Peppel eine Tochter Margarete. Dem Fabrikarbeiter Karl Strack ein Sohn Heinrich. Dem städtischen Straßenkehrer Koitrad Schneider KI eine Tochter. 7. Dem Kauf­mann Heiiirich Schott ein Sohn Hans Ferdinand Walter. 8. Dem Lokomotivheizer August Haas eine Tochter Marte Luise. Tem Restaurateur Kaspar Fehl ein Sohn. 9. Dem Portier Hugo Herbert ein Sohn.

Gestorbene.

Am 6. Mai. Johanna Müller, geb. Zinn, 43 Jahre alt, Ehe­frau des Dachdeckers Martin Müller dahier. 7. Otto Rühl, 38 Jahre alt, Postschafstter dahier. 8. Elisabeth Anna Gertrude Schweitzer, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Heinrich Schweitzer dahier. 9. Wilhelm Burk, 12 Tage alt, Sohn des Kutschers Christian Burk dahier. Peter Mulch, 61 Jahre alt, städtischer Pfandmeister i. P. dahier. Eduard Karl Wilhelm Kreß, 1 Jahr alt, Sohn des Glasers Wilhelm Kreß dahier. 10. Mathilde Plattner, geb. Simmer, 32 Jahre alt, Ehefrau des Glasers Karl Plattner dahier. Margarete Knaus, 8 Monate alt, Tochter des Spenglers Otto Knauf dahier. 12. Wilhelm Rudolf Pauli, 10 Jahre alt, dahier. 13. Klara Agnes Ilse Kretschmar, 10 Monate alt, Tochter des Universitäts-Professors Paul Gustav Kretschmar dahier.

Sport.

Zum Gordon-Bennett-Rennen ist ein außerordent­lich zahlreicher Besuch von Automobilisten aus aller Herren Län­dern zu erwarten. Dem vom Deutschen Automobil-Klub gestellten Ansuchen, den die Fahrt zum Besuche des Gordon-Bennett-Rennens im Automobil unternehmenden ausländischen Gästen zollfreie Grenzüberschreitung zu gewähren, wurde fettens der deutschen Re­gierung entsprochen. Von den Verwaltungsbehörden wurden die Grenzzollämter angewiesen, diejenigen ausländischen Automobi­listen, welche anläßlich des Gordon-Bennett-Rennens nach Deutsch­land kommen und deren Wagen mit einem vom D. A. C. zur Ausgabe gelangenden und durch die führenden Automobilklubs das Auslandes zu beziehenden Schilde mit den Buchstaben G. B. und einer Nummer gekennzeichnet sind, ohne Hinterlegung der Zollgebühren die Grenze passieren zu lassen. Bei den Vor­bereitungen, welche der Arbeitsausschuß der Gordon-Bennett- Kommission sür das Gordon-Bennett-Rennen trifft, hat derselbe auch aus eine den hohen Anforderungen entsprechende gute Ver­pflegung des Publikums, welches vom Platze nächst der Saal­burg aus das Rennen beobachten wird, Sorge getragen. Durch Vertrag mit dem Direktor des Palast-Hotel Fürstenhof in Frank­furt a. M., Bollä-Ritz, wurde diesem der Restaurationsbetrieb, der unter der Haupttribüne an der Saalburg entsprechend ein- aerichtet wird, übertragen, auch die Einrichtung einer American Bar ist vorgesehen, so daß es den am Start- und Zielpunkt ver- sammeltert Besuchern des Rennens zum leiblichen Wohle an Speise und Trani und Erfrischungen aller Art nicht fehlen wird. Mit aller Gründlichkeit werden auch die Vorkehrungen für die Durch­führung des Rennens selbst getroffen. Da die Organisation des Zettnehmerdienstes im Gordon-Bennett-Rennen nach französischem Muster erfolgen soll, werden sich die Mitglieder des Arbeits­ausschusses der Gordon-Bennett-Kommissiön des D. A. C., Adal­bert Graf von Sierstorpsf, Assessor Dr. Levin-Stoelping und Frei­herr von Brandenstein am 19. d. M. nach Frankreich begeben, um den französischen Ausscheidungsrennen beizuwohnen und ba» selbst bie Einrichtungen der Zeitnehmung zu studieren.

AvöMtz SUS bru ^tlmbrssmtsrrtzistttU brr Stsbt tztthru.

Aufgebote.

Atn 6. Mai. Wilhelm Klaus, Gerichtsschreiber-Aspirant in Höchst i. O. mit Katharine Elisabethe Margarete, genannt Emma Lang, dahier. 9. Emil Louis Schweitzer, Weißbinder und Lackierer dahier, mit Katharine Schneider Hierselbst. 10 Georg Friedrich Wilhelm Becker, Zimmermeister in Marburg, mit Johanna Luise Hellmold dahier. Haus Schmidt, Konzertdirektor in Karlsruhe, mit Auguste Stoll hierjelbst. 11. Georg Hübner, Postbote dahier, mit Susanne Jiistiüe Katharine Beinhauer Hierselbst. 13. Ernst Jung, Schreibmaterialienhändler dahier, mit Elisabeche Katharine Bob Hierselbst.

Eheschließungen.

Am 7. Mai. Friedrich Heutrich Förster, Optiker in Wetzlar, mit Helene Hammel dahier. 2ldam Kaiser, Bahnarbeiter dahier, mit Marie Hahn in Bernsfeld. Friedrich Wilhelm Küpper, Auf­seher in Brauweiler, mit Maria Antonia Reff, genannt Rodepeter, dahier. 9. Kaspar Josef Schmitt, Lehramtsassessor in Worms, mit Johanna Alaria Theresia Eichenauer dahier. 10. Heinrich Stoffel, Sergeant dahier, mit Hermine Rörig Hierselbst. Wil­helm Friedrich Adam Finkernagel, Sanitätssergeant dahier, mit Marie Katharine Wilhelmine Rörig Hierselbst. 11. Dr. Friedrich Karl Gottfried Leopold Hans Biese, Spezialarzt in Berlin, mit Margot Lina Therese Elisabethe Luffe Müller in Hagenau i. E.

Geborene.

Am 1. Mai. Dem Fuhrmann Jost Bergener ein Sohn Otto. 3. Tem Sergeanten Karl Zi»m eine Tochter Marie Wilhelmine.

Nuiversttäts-Wachrichten.

Königsberg L Pr., 14. Mai. Der Romanist Professor Koscheritz ist heute früh an Herzschlag gestorben.

Die von der Akademie der Wissenschaften zu Berlin voll­zogene Wahl des ordentlichen Professors der englischen Philolo­gie an der Friedrich Wilhelms-Universität daselbst, Dr. Alois Brandl zum ordentlichen Riitgliede ihrer Phtlosophisch-histori- sck>en Klasse ist bestätigt worden. Der bisherige außerordentliche Professor der Musik Dr. Hermann Kretzschmar zu Leipzig, der bekannte Verfasser desFührers durch den Konzertsaal", ist zum ordentlichen Professor der Friedrich Wilhelms-Universität zu B e r l i n ernannt worden.

Han-el und Verkehr. Uolkswittschafi.

Märkte.

§ Herchenhain, 11. Mai. Gestern und heute fand unser sog.W alpurgismarkt" statt. Der Schweinemarkt war stark mit Ferkeln befahren, jedoch der Handel etwas stockend. Etwa 10 Wochen alte Ferkel kosteten per Paar im Durchschnitte 55 bis 60 Mart, solche von ca. 5 Wochen 3845 Mark. Einlegschwerne waren nur wenig aufgetrieben. Der heutige Krämermarkt war meist nur von Kaufleuten der Umgegend besucht.