Ausgabe 
16.5.1904 Drittes Blatt
 
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^arLamcnIarisches

ffichtigte auch hier die historischen Gemälde 6 Uhr nach dem Bachnhos, um die Mckreise

am im

tauten eines brüderlichen Volkes, zu begrüßen. Ich trinke auf das Wohl und den Fortschritt Bulgariens und auf das Wohl seines Herrscherhauses.

Der Fürst von Bulgarien erwiderte in bul­garischer Sprache:

Noch unter dem Eindrücke der brüderlichen Freundschaft, mit der ich auf dem Wege zum herr­lichen Nisch begrüßt wurde, sage ich Eurer Majestät meinen tiefsten Dank für die soeben ausgesprochenen Worte. Ich trinke aus das Wohl Eurer Majestät und des serbischen Herrscherhauses, sowie aus das Wohlgedeihen und den Ruhm der brüderlichen serbischen Nation.

Bei dem Mahle sprachen noch der serbische Minister Paschitsch und der Präsident des bulgarischen Ministerrats Petrow. Nach dem Frühstück wurde Cercle abgehalten. Um 3% Uhr reiste der Fürst von Bulgarien n) Wien as. Der König kehrte nach Branja zurück. .Ter Fürst von Bulgarien verlieh dem König den Alexanderorden 1. Kl. Der König hat dem Fürsten von Bulgarien den Stern des Karageorgsordens 1. Kl. verliehen. Auch das beider­seitige Gefolge wurde dekoriert. Ter König verlieh ferner auch dem Für st en von Montenegro den Stern des

Karageorgsordens 1. Klasse.

Sosra, 14. Mai. Tie hiesigen Blätter erscheinen durch die Nischer Begegnung vollkommen überrascht. Die ^Wet-

Per Kaiser in Kt. Johann und Saarbrücken.

St. Johann-Saarbrücken, 14. Mai.

Die Ankunft des Kaisers und der Kaiserin erfolgte heute um 5 Uhr nachmittags. Das Kaiserpaar fuhr so­gleich unter Geläut aller Glocken und unter Böllerschüssen nach dem Rathause von St. Johann. Auf dem Platze vor demselben überreichte Hilger als Vorsitzender des Kreis­kriegerverbandes an der Spitze vieler Abordnungen von Kriegervereinen den vom Kaiser befohlenen Rapport der Mitglieder der Kriegervereine. An der Rathaustreppe wurde das Kaiserpaar von Bürgermeister Neff und dessen Gemahlin begrüßt. Das Kaiserpaar betrat das Vestibül und begab sich nach bem Rathaussaale, wo der Bürger­meister Neff eine Ansprache hielt, in der er den Dank der Stadt für den hohen Besuch aussprach und stetige Liebe und Treue zu dem angestammten Hohenzollernhause ge­lobte. Der Bürgermeister bot alsdann dem Kaiser einen Ehrentrunk dar.

Der Kaiser hielt hieraus mit klarer Stimme

Reihe kleinerer Vorlagen an. Der Antrag au .g des Gehalts der Eisenbahnbetriebs-

JL ßr Depelch'

14. Mai den Major v. Wunsch, Bataillonskommandeur Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, den Leutnant Kade von der Reserve desselben Regiments, den Professor Dr. Strack von Gießen und den Regierungsrat Dr. Heinrichs von Mainz.

^Personalien. S. K. H- der Großherzog haben dem evangelischen Pfarrer Hermann Bering er zu König i. O. die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von der Königin der Niederlande verliehenen Ritterkreuzes des Königl. Niederländischen Ordens von Oranien-Nassau erteilt. Der SteuerkommissariatSassistent bei dem Steuerkommissariat Worms, Regierungsassessor Heinrich Schwarz zu Worms, wurde zum Steuerkommissar ernannt. Der Bezirkskassier der Bezirkskasse Lampertheim, Peter Bernhard Feuerbach iU Lampertheim, wurde in gleicher Diensteigenschast mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an an die Bezirks- kasse Seligenstadt versetzt. Der Fmanzaspirant Friedrich Schmitt aus Darmstadt wurde zum Hauptsteueramts, assistenten bei dem Hauptsteueramt Offenbach, der Finanz- aspirant Georg Stuckert aus Groß-Umstadt, zum Haupt- steueraintsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz er-

Arvetteröewegung.

Berlin, 14. Mai. Ter Verlauf des Bäcker st reikS ist anhaltend günstig für die Gesellen. Bis heute mittag hatten mehr als 1400 Meister die neuen Forderungen unterschristlich w willigt. . v

Hamburg, 14. Mai. Die Brauereien lehnten die aus den Wirtevereinen kommenden Einigungsversuche mit den Strecken­den ab. Tic Gewerkschaftskartette von Hamburg, Altona uno Wandsbeck wollen heute über 23 Bierbrauereien den «öter* boy kott verhängen. . , w .

Nürnberg, 14. Mai. Heute ist die 'Jlailenaue sperrung der 5000 Arbeiter des Bauhandwerks in Stroit getreten, nachdem gestern abend Lohnauszahlung und EMlassung stattgefunden hatten. , .. ~

Rom, 14. Mai. In Monte San Angelo, unweit Foggm, fand eine Meuterei von Land arbeit e r n statt, von denen 2000 vor dem Rathause als Protest gegen die Einführung em neuen Steuer eine Demonstration veranstalteten. Den ein- schreitenden Truppen gelang es nicht, bie Kundgeber zu i e - streuen; schließlich ging das Militär mit aufgepllanztem Batonett gegen die Menge vor, wobei eine ganze Anzahl Landllute, w auch Soldaten verwundet wurden. Der Gemeinderat wird m folge dieses Zwischenfalles zurücktreten.

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 16. Mai 1904. " Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfingen

Frankfurt a. O., 14. Mau Das endgültige Resultat der Reichstagsersatzwahl in FrankfurtLebus ist folgendes: Bassermann (ntl.) 11 738, Dr. Braun (Soz.) 12 383, v. Jagwitz (B. d. Ldw.) 2847 Stimmen. Die Stichwahl zwischen den beiden ersten findet nächsten

nannt.

Zum Wohnungsinspektor für die Stadt Gießen ist der städtische Bautechniker Grode bestellt worden. Er wird nächste Woche mit der Besichtigung der unter das Miet- wohnungsgesetz fallenden Räume uni) Schlafstellen der Stein­straße und Nordanlage beginnen. Wir verweisen auf die in diesem Blatte enthaltene Bekanntmachung des Großherzogl. Polizeiamts Gießen.

Vermischte».

* Dorpat, 13. Mai. Das hiesige d e u t sche S o m mer- theater ist das Opfer einer Feuersbrunst geworden. Man nimmt an, daß ein Theaterarbeiter den Brand gelegt hat, der in der Nacht zum Ausbruch kam. Es konnte nichts gerettet werden. t ,

* Sevilla, 14. Mai. Hier wurde em Deutscher Namens Dreysus verhaftet, als er sich dem Wagen des Königs näherte. Man glaubte zuerst an ein Attentat, die Unter­suchung hat jedoch ergeben, daß Dreyfus em So hn eines Frankfurter Bankiers ist. Er befand sich im Besive eines kleinkalibrigen Revolvers. .

Rom, 14. Mai. In der Zentralverwaltung der P o st s p a r - lassen wurde ein Defizit von 5 Millionen Lire entdeckt. Der Schatzminister ordnete eine strenge Revpion der Postsparkassen an. ,, o

Bern, 14. Mai. Der Notar Hennemann, welcher al- staatlicher Administrawr die Gemeinde Develier verwaltete, hat dort 60 000 Frcs. unterschlagen. Hennemann, der Mckglted des Kantonsrates ist, wurde verhaftet. , _ ,

Shanghai, 14. Mai. Der Führer des russischen Wal­fischfängersGeorgij", Kapitän Simenkow und 1 eine Frau sind im Hafen von Shanghai durch die chinesische Mannschaft ermordet worden. Die Täter sind entkonMen-

Nerlin, 1/ - nach Entscheidung auch" oder nur vertagt erstaM Pbt dn L am M. Ium eint falls nicht beisamn Frankfurt o Mark Brandenburg gestern hier ihre sprach nach dem hecken Vorhände, die Sande der WS aufrichtigen Dank und wählte dmselbe

Dresden, v Biderstteben nun sich wegen seines h gebrauch nach Em

- In der erste fetzige Erhebu unverträglich Sachsen werde daß zu ungedeckten M Stuttgart, bmg des Württnn Vereins statt. S Entschiedenhett dai 1913 ein, britt haben müsse. Ein tenvermehrun erhöhte Provagani seiner Bestrebungen

Paris, 16. Qtmelbet: Anhänge manbo von $tijeb l Cujba an. Nach geworfen. Ungefähr getötet. Die Bi geschätzt. Die Brvöl Erfolg des Sultans

Foggia, 16. wegen Forderung oewegung rottet leute an den To Arbeiter, diese zu he einschritt, tour Ein Offizier der 's getroffen, fiel zu $ «nw Verwundete wmbieute wurden <

^Masurischen Kanals ist bis nach Pfingsten vertagt worden.

Die Wahlprüfungskommisfion des Abgeordnetenhauses erkürte mit 9 gegen 3 Stimmen die Wahl des Abg. Bart- i, Wahlbezirk Wiesbaden 9, für ungültig.

in, 14. mtai. Das Abgeordnetenhaus nahm

,,Der zweite b Del ??m^onen, wi h°de Beamte usw ^oriihenden bes Niergewerbes. b Wlin einer fnt d

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Sodann beehrte das Kaiserpaar die Anwesenden mit Freitag statt.

Ansprachen, besichtigte auch hier die historischen Gemälde! Berlin, 14. Mai. Im Abgeordnetenhause werden und fuhr um 6 Uhr nach dem Bahnhof, um die Mckreise auf Qae Fälle die Pfingstferien am 18. Mai beginnen anzutreten. und bis zum 14. Juni dauern. In nächster Woche sollen

- - .. nach der Ansicht des Präsidenten nur noch der Antrag

Hine MttlNltzllheuotgtgNUNg v. Bodelschwingh betreffend die Wanderarbeitsstätten und das

att der seröislH-öulganschea Arenze. sog. Sekundärbahngesetz in erster Lesung auf die Tages- Nisch, 14. Mai. Der König von Serbien traf ordnung gesetzt werden. Die von den ostpreußischen Kon- , heute mittag hier ein. Kurz darauf erfolgte die herzliche servativen eingebrachte Interpellation betreffend den Bau des Begrüßung mit dem Fürsten von Bulgarien. König und der Fürst begaben sich vom Bahnhof m die Präfektur, wo sie eine Unterredung hatten, die etwas über eine Viertelstunde wahrte. Bei dem hierauf solgeuoen. .

Frühstück hielt der König au den Fürsten folgende ""3 Ansprache: r '

Ich fühle mich glückliuj, diese unerwartete Gelegenheit heute , ergreifen zu können, Eure Königlick-e Hoheit, den Repräfen- s E r h r

folgende Rede:

Ich bitte Sie, Herr Oberbürgermeister, der Dolmetsch zu /ein des Dankes der Kaiserin und meines eigenen für den Em­pfang, den mir die Stadt St. Johann bereitet hat. Ihre köstliche Ausschmückung, die freudigen Gesichter der Bürger oller Stande und jeden Alters, uns entgegenleuchtend in freudiger Bewegungiry .- nu ein aroNes Freuden-

L'hkÄ: 'seMsLulgarische'BuL V-L°ppel° Mo

Freude der Bürgerfchaft auszudrücken, daß ich in ihren Mauern Militärmacht der beiden Staaten, ^rucke oo»mcn und die habe weilen können, und zu gleicher Zeit meinen Glückwunsch aus-1 Herzegowina in die Machtsphare Serbiens, verspreche die zusprechen zu der wirtschaftlichen Entwickelung, die die Stadt Befreiung M a c e d o n i e n s , - und die Lockerung des St. Johann genommen hat und nimmt Ringsum die rauchenden Druckes unter den Slaven in Oesterreich-Ungarn. Der Schlote zeugen davon, daß hier Arbeit «nd Fleiß eine Stätte ge- Dnewnik" meint nüchterner, in der Nischer Begegnung

Ä ft ÄÄTK 'sa/Älif<enor9a Seint

wohl eine kriegsstarke Division, die alten Krieger, Mann an skeptisch, es fehle die reale Grunolage der neuen ^reunb- Mann gereiht, die zumteil wohl einstmals in schwerer Zeit vor schäft, nämlich das Einvernehmen über Macedonien, die diesen Mauern gestanden haben. Ihre kernigen Gesichter und bie Urfadje per bisherigen Zerwürfnisse. Die Regierungskreise Orden auf ihrer Brust zeugen von den Tagen,,wo schwere Schläge fahren fort, den politischen Inhalt der heutigen Be­fielen und wo der germanische Schmied die Reisen zu der Krone ,u leugnen. Das kurze Zusammensein in Nisch

zusammenfügte^die ernst das 5)aupt Karser Wilhelm» des Grobsn be nid) t einmal die Physische Möglichkeit zu zieren sollte So trrnke ich^aui dasi Wohl.der «Stadt St. politischen Gesprächen gegeben. Andere verläßliche möge ^in^Handel^und^ Gewerbe und daß die Bürgerschaft immer Informationen bestätigen aber den Ab schl n ß elue spo- in heißem Patriotismus sich zusammeilfinde für Reich, Kaiser 11 i t i s ch e n B u n d n r,, e v. Auf ern)tc ^ll!^un0;en w<.i,en und Vaterland! auch die Auszeichnungen hin, welche in Nisch ausgctau,cht

Sodann besichtigte das Kaiserpaar die Bilder des Saales I wurden.

und ließ sich dieselben erklären. Der Kaiser und die Kai---m -a

serin unterhielten sich mit den, anwesenden Herren und Zwei Nelle üe^sische Kefetzetttwürfe.

Damen längere Zeit. Hierauf fuhr das Kaiserpaar mir Das Großh. Ministerium des Innern hat soeben dem dem Gefolge nach der alten fiskalischen Brücke, Wv Re-1 ,lüCl ncuc Regierungsvorlagen unterbreitet. Die

serveoffizrere Spalier bildeten, und alsdann Kum foeben ^trifft den Entwurf eines Gesetzes über die Erricht­vollendeten D en km al Kaiser Wilhelms wo sich die ftadt. I unj) Leitung von technischeri Privatunter-

Kollegien mrt den Bürgermeistern berder Städte einge- L t t § a n a [ t e n. Der Gesetzentwurf ist wohl in erster sunden hatten. Der Kaiser schrrtt ?ue Front der Eh^m eine Folge von Vorgängen an der Friedberger Ge- kompagnie ab, die Kaiserin fuhr bis zum Pavillon. Als ^erbeschule. In der Begründung der Vorlage heißt es: bas Kaiserpa-rr Platz genommen Hütte, intonierte der <^em Bestreben der Regierung um entsprechende Ausgestalt- Sängerchor L-cholz' Hohenzollernhymne soll eeckit . I staatlichen Aussichtsbefugnisse b.'g 'gn te der Wunsch

Bürgermeister Feldmann-Saarbrücken hielt daraus eine Leiter der Anstalten in Friedberg und Büdingen, welche Ansprache an das Kaiserpaar,^ in der er betonte, oay Tau-1 au§ £er Einrichtung einer staatlichen Kontrolle eine sende herbeigeeilt seien, um dem hochverehrten Herrscher- ^starkung des Ansehens ihrer Anstalten erwarten. Die paare in Ehrfurcht und Treue ihre Huldigung darzubringen. ^em Gesetzentwürfe enthaltenen Mnzelbestimmungen Der Redner dankte für die Wohltaten, welche: das Saar- ^tsprangen der Erwägung, die Aufsichtsbefugnis mit gebiet den preußischen Kbnigjen verdanke, und erbat Don tojrHamen Handhaben auszustatten, ohne dabei die freie dem Kaiser Befehl, daß die Hülle des Dentmals fallen ^wickluna der in Betracht kommenden Anstalten zu stören dürfe. Nachdem die Hülle gefallen war, besichtigte davlo^^x einzudämmen."

Kaiserpaar unter lautem Jubel der Anwesenden eingehend ^ine zweite Regierungsvorlage betrifft die anbertoeite das Denkmal. Alsdann sand ein Parade-Defiliermarsch her $ertoenl)ung tm Hauptvoranschlag für 1903/04 unter ganzen Garnison vor dem Denkmal statt. Kapitel 38 Titel 29 fürnaturwissenschaftliche

Hieraus fuhren der Kaiser und die Katserm nebst Ge-I Fortbildungskurse" vorgesehenen Betrags. Das folge nach ibiem Saarbrücker Rathause. Im Saale be-I^-^^-^ Innern richtet an die Stände das Er- grüßte der Bürgermeister den Kaiser und die Kaiserin suchen, sich damit einverstanden zu erklären, daß der im und sprach den Dank der Stadt für den hohen Besuch aus. Hauptvoranschlag für 1903/04 unter Kapitel 38, Titel 29 Der Kaiser hielt hier folgende Rede: eingestellte Betrag von 5000 Mk., anstatt für naturwissen-

Empfangen Sie den Tank der Kaiserin und meinen für die schaftliche Fortbildungskurse, zur Bewilligung von Reise-

stehen. Denn dieses Vermächtnis hier, des hochseligen Kaiier->, I Rechnungsjahr 1904 übertragen werde. HN der Begrund- schreibt in kurzen Zügen die Geschichte der großen Ereignisse, | ung wird ausgeführt, daß unseren Oberrealschulen solche die die Stadt durchgemacht hat, dauernd festgclegt für kommende Lehrer der neueren Sprachen noch immer nicht in ans- Geschlechter. .In schwerer Zeck, wo des großen Kaisers Majestät eichender Zahl zu Gebote stehen, die neben der erforder- auszog, um das deutsche Volk zu einen, wo nochi ungewitz die wissenschaftlichen Vorbitdung diejenige praktische Herr- iSMTÄÄ;ÄÄ6Ä« @Ä":

bL9Äe®ott,Ctbtei6n^'bStef unilnter: gebiete zu vmchaff-n pswgst Die für Reisestip.^bien vor- stützte, ist es zu danken, daß nunmehr diese Stadt nicht mehr gesehenen Mittel (4000 Mk.) genügen fcinestoeg», um in Grenzstadt, und daß dieses Land nicht mehr verwüsten- dieser Beziehung Abhilfe zu schassen; sie reichen erfahrungs- den Einfällen von Feinden preisgcgeben ist. Denn gemäß nur eben hin, einem Teil der alljährlich auftretenden nunmehr komme ich, sein Nachfolger, als deutscher Kaiser aus der Bewerber (im laufenden Jahre sind es deren 18) eine Reise deutschen Grenzstadt Metz, deren Bollwerk festgelagert ist vor England oder Frankreich für die Dauer einiger Wochen

Gebiete, so wird es uns auch vergönnt sein, daß uns er e Ein i g- aus Kapitel 38 ^ttcl 29 des Hauptvoransa)lag-> sur 1903/04 leit sich der Welt nach außen so dar st eilt, w i c l verwendet werden, um 2 oder 3 L berlel)rem des neu­es notwendig ist, damit wir im Grieben leben,Isprachlichen Faches an Oberrealschulen einen etwa drei- unb ich bftte Gott, baß er mich unterstützen wird, in diesem Werke, vierteljährigen Studienaufenthalt in England oder Frank- meinem Lande den Frieden zu erhalten, damit sich auch!,u ermöglichen. Die Summe soll im Falle der Ge- biefe fleißigen Städte unter dem Schutze des Friedens und des , - errt jm Herbst 1. I. in Anspruch genommen kaiserlichen Schildes ausbreiten und entwickeln mögen. Denn mell voraussichtlich erst bann bie Vertretung der

fefcbaW raSgba9ro in g u t'e 8 e» Uf /nTa b\ n i?b L beuxlaub^ben Oberlehrer burch jüngere Lehrkräfte mög- nirgends Händel suchen, er uns auch beistehen wird, sollte | lich sein wird. _________

jemals mit feindlicher Gewalt in unsere Friedfertigkeit ein­gegriffen werben. Zu Ihnen aber, verehrter Herr Bürgermeister, will ich meinem herzlichen Dank unb meiner Freude Ausdruck geben, daß es uns vergönnt ist, diesen Festsaal zu sehen. Ich bin fest überzeugt, daß die Bürgerschaft, die durch diesen Saal schreitet, von erinnerungsschweren Bildern ergriffen, niemals vom rechten Wege wanken wird und daß ihre Liebe zu Thron und

Altar, Vaterland unb Kaiser immer gleich warmherzig schlagen

Sekretäre wurde an bie Budget-Kommission verwiesen? desgleichen ein Antrag auf Erhöhung der Gehälter für Lehrer und Lehrerinnen in der Provinz Posen und Ostpreußen. Im Herrenhause wurde die Spezialdebatte über den Etat fortgesetzt.

München, 14. Mai. Zu Beginn der heuttgen Kammersitzung gab der Präsident von Orterer be­kannt, daß die Vorlage betreffend die Aufbesserung der Gehälter sämtlicher Staatsbeamten und Staat8- diener eingegangen sei. Der geforderte Betrag beläuft sich auf 3 700 000 Mk. Die unverheirateten Beamten erhalten die Zulage von 1905, die verheirateten bereits von 1904 ab.

5er Ausstand in Aeulsch-Südwcstasrika.

Berlin, 14. Mai. Nach Südweslaftlka treten am nächsten Donnerstag, den 19. d. Mts. 24 Offiziere, 40 Unteroffiziere und 500 Mann aus. Die Leitung des Ausmarsches ist jetzt nicht mehr bei dem Oberkommando der Schutztruppen, sondern bei dem preußischen KriegS- ministerimn. Der Transportführer ist noch nicht bestimmt. Zwei Wörmanndampfer, die am 20. Mai mit den Truppen m-Hamburg auslaufen, nehmen auch noch 300 Pferde an Börd.

Berlin, 14. Mai. Generalleutnant v. Trotha hat sich nach Trier zurückbegeben, um zunächst die Auflösung seines Hauswesens in die Wege zu leiten. Am 19. Mal gedenkt der General in Hamburg einzutreffen, um am Tage darauf mit feinem Stabe an Bord des DampfersMonte­video" die Ausreise nach Slvakopmiint anzutreten. Wie roeiter gemeldet wird, soll auch der Herrenreiter Oberleutnant Graf Fritz Königs mark voni Königs-Ulanen-Regiment nach Südivestafrika reisen, um dort bei der Feldtelegraphie Ver­wendung zu finden. Graf Königsmark hat seinerzeit einen Kursus bei der Kavallerie-Telegraphenschule in Berlin durch­gemacht und war während der Chinawirren Adjutant des Grafen Waldersee.

Trier, 15. Mai. Der Kriegsminister v. Einem traf gestern hier ein und hatte mit dem Generalleutnant u. Trotha eine Besprechung. Mit Generalleutnant v. Trotha treten Hauptmann Manger vom 29. und Leut­nant Ama len vom 161. Infanterieregiment die Ausreise nach Deutsch-Südwestafrika an. y