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Barmer Bankvereins
Wetter
Telephonischer Kursbericht.
I rnnktun a. VI., 16. März.
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Höchste Temperatur am Niedrigste
März 1904.
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Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Gus; .
Oberhoasen . . < 4% Oosterr. Goldrente 4' R% Oesterr. Ailbrrrente 4% Ungar. Goldrente . . 4*>/ Italien. Rente . . 4',% Porhtcie®<>r . . Ba/ Portugieflen. . . .
C. Türken . . . Türkenloee .... 4°/o Grieeh Monopo’.-Anl. 4* .% SnsHPro X rgnnt'nP'
vermischte*.
• Berlin, 16. März. Ein zweimonatiges Kind de§ Zigarrenhändlers Wendland, das von der Mutter in einem Wasch korb in die Nähe der Kochmaschine gestellt worden war, ist, da die Betten durch herausgefallene Funken in Brand gesetzt wurden, verbrannt.
• Posen, 15. März. AuS Schrimm meldet die „Pos. Ztg.^: Beim Brande eine? Familienhauscs auf dem Nitter- gute Psarski rettete eine Arbeiterfrau ihre vier Kinder aus den Flammen. Als sie noch das fünfte retten wollte, stürzte das brennende Dach herab und begrub die
E.
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Ä)ieteorologische 9^eoh<id)tiingen
der Station Gieren.
Neueste MeHnnlqen.
Originaldrahtmeldnugen des Gießener Anzeigers.
R.-B. Darmstadt, 16. März. (Eigener Draht- bericht.) Die Zweite Kammer setzte heute die Beratung deS Feldstrafgesetzes fort und genehmigte den Antrag Buff auf Streichung des 3. Absatzes. Dann wurden unter eilweise recht unwesentlicher Debatte die Artikel 10—33 des
Handel und Uerlrehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 15. März 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Tiskont 3 7a Prozent. ,
Anfangs- u. Schlußkurse.
Bankenfttfion. Der Aufsichtsrat des
Hinsberg, Fischer u. Eo. hat den mit dem Dortmunder Bgnkverem geschlossenen Bereinignngsvertrag, wonach das Vermögen des legieren ohne Liguidation auf den Barmer Bankverein iibergehen soll genehmigt. Ter Aufsichtsrat des Dortmunder Bankvereins stimmte de»n Vertrag gleichfalls zu Zur Durchführung des Umtausches wird der Barmer Bankverein sein Aktienkapital um 10.000.800 Mk. aus 46 140 800 Mk. erhöhen und das Geschäft des Dortmunder Bankvereins weiterführen. Der Barmer Bankverein hat in den Heiden letzten Jahren je 6% Dividende gezahlt. In dem vorhergehenden 4*/,0 „ und in den 4 weiter zurückliegenden Jahren ie 70, 0 Der Dortmunder Baiikverein hat ein Grundkapital von 10 Mill. Mk. und zahlte in den 3 letzten Jahren je 6"/0, in den beiden vor- hergegangenen je 8°/0 Dividende.
14.-15. März
14.-15. „
Jesuitengesetzes die hessische Regierung der Abstimmung enthalten haben. Wir ehren uns anzufragen, ob sich diese Mitteilung wahrheitet und welche Gründe für dieses Verhalten Regierung maßgebend war. — Die 1. Kammer wird am 23. und 24. d. M. zur Etatsberatung sowie zur Erledigung der Vorlage über den Umbau des Hoftheaters zusammen- treten. — Nächsten Mittwoch findet bei Sta ats mi nister Rothe ein parlamentarischer Abend statt, wozu all«
Eingesandt.
(Für Form und In!«» 1 raitc dieser Rubrik stehenden ürtild übernimmt die edaktivn dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Wie verlautet, soll nur noch eine einzige Abonne- men tsvorstellung des Gießener S t a d t t h e a t e r s, zu der die Theaterblocks Gültigkeit besitzen, statlünden, wahrend zweifellos noch mehrere Vorstellungen gegeben werden, zu welchen die Inhaber dieser Blocks keine ZulrittSberechtigung haben. Biele derselben besitzen noch eine ganze Menge Billets, die sie bet der relativ geringen Zahl von A b 0 n n e m e n t s v 0 r - st e l l u n g e n und bei den öfteren Wiederholungen brsher nicht bcmiKcn tonnten und nun fmnn mehr verwenden können. Die Direttisn teilte in ihrem eigensten Interesse diesem Umstände Acchnunq tragen, da sonst »en der Einrichtung der Blecks in der kommende n Waisen m e n i « Gebrauch gemacht iverden dürfte. Wenigstens sollten die Blocks für die noch st a t t i l n d e ir d e n wenigen Vorstellungen gültig erklärt werden, für die B e n e f i z v 0 r st e l l >l n g e n etwa mit einer kleinen Aufzahlung Theaterfreunde.
Gesetzes meist nach den Ausschußanträgen angenonunen. Bei einigen davon wurde die Abstimmung ausgesetzt. Schluß der Sitzung 1 Uhr 15 Min. Nächste Sitzung morgen 9 Uhr. — Abg. Noack und Genoßen stellen folgende Anfrage an die Regierung: Nach den von der Preße gemachten Mitteilungen soll bei der Abstimmung im Bundesrat über die Aufhebung des Absatzes 2
87 n( . 98.2?. . 1059C . 20? A
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Harp«*ner
Tendenz: rnbfg;.
Frau samt Kind.
• Merseburg, 15. März. Wie der „Merseb. Korr." hört, ist gegen die Beteiligten an einem Duell, das Anfang Februar m der Fasanerie zwischen zwei hiesigen Reserve- Offizieren zum Austrag gebracht worden ist, ein Verfahren beim Kriegsgericht der 6. Division in Halle eingeleitet.
* München, 15. März. Bürgermeister v. Borscht teilte in der Magistratssitzung mit, daß die Eheleute Grestjean, ; sowie deren Tochter, der Stadt München ihr gesamtes , Vermö gen von nahezu einer halben Million Mk. in , Form einer Stiftung zu gewiesen haben.
• Krakau, 15. März. Infolge einer abfälligen Kritik über das moralische Verhalten der hiesigen Gymnasial -Jugend veranstaltete die letztere große Demonstrationen vor dem NedaktionSlokal des „Wick Novi." Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den Demonstranten und der Polizei, wobei zwei Gymnasiasten so schwer verwundet wurden, daß sie ins Spital gebracht werden mußten. 5 Schüler wurden verhaftet.
* Konstantinopel, 15. März. Da in Alexandrien ein Pestfall mit tätlichem AuSgange vorgekommen ist, ordnete der Sanitätsrat die ärztliche Untersuchung, die Desinfizierung der Schiffe und die Vertilgung der Ratten auf denselben an.
• 200 000 Mark Schulden. Eine Versammlung der Gläubiger des aus dem Leben geschiedenen Elichöfabri- kanten Karl Beseke in Berlin hat stattgcsunden. ES waren etwa 15 Herren erschienen, fast durchgängig höhere Offiziere, Oberste, Majors re., die durch die unlauteren Manipulationen Besekes um ihre gesaniten Ersparnisse gebracht worden sind. Im ganzen sind 200000 Mark von Beseke als „Geschäftsanteile" im Laufe von zwei Jahren — so lange besteht das kartographische Bureau als Gesellschaft mit beschränkter Haftung — vereinnahmt und von ihm auch für private Zwecke verausgabt worden. Es wurde mitgeteilt, daß Beseke oder dessen Schwester acht Patente im Werte von 130 000 Mark seinerzeit in die Gesellschaft als Einlage hineingegeben habe, und daß nach der Einlegung dieser imaginären Zahlung diese angeblich so wertvollen Patente niemals von B. für das kartographische Bureau verwendet worden sind. B. hat seinen Teilnehmern, die dem Kameraden blindlings vertrauten, den garantierten Gewinn mit zehn Prozent vierteljährlich prompt ausgezahlt; er ermöglichte dies da- durch, daß er die Summe von stets neu zufließenden Anteilen entnahm. Ter P r i v a t g e b r a u ch des Selbstmörders wurde auf 30000 Mark pro Jahr acfck-ätzt; den Rest der Kapitalien hat B. zur Zahlung alter SckMden ver- wandt. Die meisten der militärischen G äub-grr verlieren ihre gesamten Kapitalien, für die. da si? zumeist ältere Herren sind, der Verlust doppelt schauer ist. Bon der Anmeldung des Konkurses wird Abstand genommen werden, da im ganzen nur jirfa 2000 Mark Aktiva vorhanden
Abgeordnete Einladungen erhalten haben.
Berlin, 16. März. Der Zusammenbruch bei Bankhauses Brendel u. Co. beschäftigte eine Gläubiger- Versammlung. Es war ein trauriges Bild, das Justizra! Kempner, der Nachlaßpfleger des verstorbenen Negierungsrat- Dr. Hugo Brendel, über die Verhältniße des Bankhauses ben Gläubigern entwarf. Der Zustand der Bücher sei himmelschreiend, so drückte sich Kempner aus. Nach den vorläufigen Ermittelungen fehlt eine Depots«mme von mehr als 2,400,000 M a r k. Dieser Summe stehen allerdings nominelle hohe Forderungen der Firma gegenüber, die aber uneinbringbar sind. Die Versammlung ging aus- einander, ohne einen Beschluß zu faßen.
Charlottenburg, 16. März. Hier ist ähnlich wr vor einiger Zeit in Darmstadt nach dem Genüsse von Konserven und Lungen-Hachö die aus vier Kopsen bestehende Familie und da§ Dienstmädchen eines Kohlenhändlers schwer erkrankt.
Oels i. Schl., 16. März. In Jackschönau ermordete der Knecht Zichlinski den Gutsbesitzer St räche, als er von diesem bei einem Einbruch ertappt wurde, durch Hammerschläge und verletzte die Frau des Gutsbesitzers lebensgefährlich durch Messerstiche, Dann raubte er 25 Mk. Er wurde verhaftet und in das GerichtsqefängniS eingeliefert.
London, 16. März. „Daily Telegraph" meldet an, Tsck.ifu: Nach russischen Meldungen wurden 18 j a p a m s rti e Spione am 13. März im Dorse Havanglin bei Port Arklmr gefangen genommen, wo sie während des Bombardements vom 10. März von der japanischen Flotte an i.anb gegangen waren. Tie norwegischen Dampfer „Serrstad" und „Ärgo", die seit dem Beginn der FeindseUgkecken m Porr Arthur zurückgehalten wurden, sind am 14. Marz ausgelaufen.
Lille, 16. März. Ans Anlaß eines Konzertes de- tschechischen Violi n-Virtuose n Kubelik kam es zu anti-tschechischen Demonstrationen, sodaß daSKon- zert abgebrochen werden mußte. Vor dem Hotel, wo Kubelik abfiieg, veranstalteten die Demonstranten eine Katzenmusik.
Vigo, 15. März. Nachdem der Kaiser auf fern Kreuzer „Friedrich Karl" den König von Spanien em- pfangen hatte, erwiderte er denBesuch aus der Yacht „Giralda". Abends fand ein Diner auf dem Dampfei ,,König Albert" statt. Der Kaiser empfing den König, welcher die Uniform seines preußischen Infanterie-Regiments Nr. 66 trug, am Fallreep. Bei der Tafel saßen die Monarchen einander gegenüber. Rechts vom Kaiser saßen zunächst der Marineminister Fernandiz rc., links der Minister der öffent- lichen Arbeiten, Alen de Salazar rc. Die Yacht des Königs, die anderen Schiffe, die Stadt und die Forts hatten illu- miniert. Am Ufer wurde ein Feuerwerk abgebrannt. Ter Kaiser wechselte mit der Königinmutter Maria
1 Christine herzliche Telegramme.
Wiener Neustadt, 16. März. In der ganzen um. gebung herrscht starker Frost. Es schneit so stark, dah . man nur wenige Schritte weit sehen kann. Dabei gehen > schwere Gewitter nieder.
Reichen berg i. B., 16. März. Hier fanden qM- Straßen-Dem onstrationen gegen die Prager tschechischen Ausschreitungen statt. Da die Polizei ohnmächtig war, mußte Militär einschreiten.
Athen, 15. März. Infolge eines durch eines IS- 1 raeliten begangenen Raubmordes schleuderte die Meng Steine gegen die Wohnung desselben. Die israelitischen Geschäfte sind geschlossen. Starke Truppenabteilungen bewachen das Judenviertel. .
Johannesburg, 15. Marz. Heute morgen drangen ■ bewaffnete Banditen in die Zwergstelle der Nan nalbanr in Tenper. Der Direktor der Ban wurde durch einen Flintenschuß schwer verwunder. Einbrecher raubten etwa tausend Pfund.
Harpener Berabau
Tendenz: Schwächer.
Theaters, dessen Spielplan sich auf das wodeune Schau» und Lustspiel beschränken soll, wird Direktor Otto Neumann- Loser vom Berliner Lessing-Theatcr übernehmen. Als dessen Stellvertreter wird ein geborener Frankfurter, Otto Ploecker- Eckardt- fungieren. Zum Dau des Theaters, das auf 1000 Zuschauer berechnet ist, hat sich ein Konsortium hiesiger und auswärtiger Kapitalisten gebildet.
Homburg, 15. März. Herzog Victor von Ratibor, der Vorsitzende de? Deutschen Automobil-Klubs, trifft am 18. ds. Mts. in Begleitung der Herren deS Vorstandes hier ein', um die für das Gordon Bennett-Rennen gc- troffenen Maßnahmen zu besichtigen, u. a. das auf dem Saalburgkastell aufgestellte Modell zu der Kaisertribüne, die auf beiden Seiten der Chaussee in einer Länge von je 100 Meter erbaut werden soll. Zwei weitere Tribünen sollen außerdem errichtet werden. Zur Spalierbildung aus der Rennstrecke sind 1200 Soldaten bestimmt, deren jeder 2 Mk., Unteroffiziere 3 Mk. für den einen Tag erhalten. Der Preis für den 'Tribünenplatz ist auf 50 Mk. festgefetzt.
Herborn, 15. März. Der Bahnhof Herborn ist Endstation für die Nebenbahn von Niederwalgern und demnächst auch für die noch im Bau begriffene Nebenbahn von Westerburg. Die Zahl der auf der Hauptbahn verkehrenden Züge hat sich auf 65 gesteigert. Hierzu treten noch 8 Züge der Nebenbahn Niederwalgern, die in Herborn eiwigcii und beginnen, sowie nach Eröffnung der Nebenbahn nach Wcster- burg etwa 10 Züa-» Für diesen starken Verkehr reichen die vorhandenen Bahnhosanlagen nicht aus. Die Zahl der Schienengleise, die Bahnsteiganlagen, die W-artejale und sonstigen Sattionsräume bvdürfcn einer Erweiterung. Nach langen Vorarbeiten sind denn seit ungefähr einem ^ahre die Pläne zum Neubau des hiesigen Bahnhofs fertiggestellt worden. Danach gibt es große Veränderungen. Das alte Bahnhofgebäude soll ganz abgelegt werden und weiter südlich durch ein großes neues ersetzt werden; ebenso soll das Güterabfertigungsgebäude verlegt werden. Die Kosten der Erweiterung find zu 1012 000 Mk. veraistckstagt, wozu der Baufonds der Nebenbahn Herborw-Westerburg einen Pauschbeitrag von 90 000 Mk. leistet. Sicherem Vernehmen nach hat der Minister die Mäne zum Neubau des Bahnhofes definitiv genehmigt. Auch ist die erste Rate Geldmittel rn den neuen Eisenbahnetat ausgenommen. Infolge des Bahn- hofneubaues hat sich eine rege Bautätigkeit entwickelt, und es werden für Bauplätze bereits über 300 Mk. pro Rute bezahlt. „ .
Kleine Mitteilungen aus Hessen iind den Nachbarstaaten. Der Begründer und Vorsitzende des „Deutschen Vereins abstinenter Eisenbahner", Eisenbahndirektor de Terra, scheidet zum 1. April au8 der Staatseisenbahnverwaltung, um sich zunächst ganz in den Dienst seiner gemeinnützigen Bestrebungen zu stellen. Seinen Wohnsitz gedenkt er nach Marburg zu verlegen. — In Lützellinden feierte das Ehepaar Fr. Engel das seltene Fest der goldnen Hochzeit. Durch den Vorsteher wurde den Jubilaren die voin Kaiser gestiftete Chejnbiläumsmedaille übergeben.
find, während die Durchsührung des Konkurses .000 Mk. kosten würde. Geschäftsschulden sind im. ganzen bis jetzt In der Höhe von 7000 Mk. angemeldet. B. hat übrigens schon seit einiger Zeit sich mit Selbstmordgedanken getragen ; einem Gläubiger, der in den letzten Wochen ungestüm drängte, sck)wieb B. am vorigen Sonntag: „Gedulden Cie sich bis Dienstag früh, dann werden Sie wissen, woran Sie sind." — Ferner liegen auch Urkundenfälschungen vor. Die Gläubiger haben in ihrer ersten Beratung beschlofsen, vorläufig das Geschäft, das an sich lukrativ ist, weiter fortzusetzen. — Das Begräbnis der Familie Beseke sand auf dem Dreifaltigkeitskirchhose statt. Der Beerdigung wohnten wohl an tausend Personen bet. Die Familie wurde in ein gemeinsames Grab gebettet. Für die beiden Kadetten erschien eine aus 25 Kadetten bestehende Mordnung aus Groß-Lickierfelde unter Führung des Oberstleutnants Kiüels und eines Militä-prarrers.
Änivfrsiiäts-'Nalfirichien.
— Der außerordentliche Prolessor Rotbpleß ist als Nach- fofqer de« Prozessors Zittel zum ordentlichen Prozessor der Geologie und Paläontologie an der Universität M ü n ch e n und zmn Konservator der geologischen und paläontologischen Staatssaminlungen ernannt worden. — Der Professor an der Handelshochschule Dr. jur. et phil. Christian Eckert zu Köln ist gleichzeitig zu,n außerordentlichen Prokessor in der philosophischen Fakultät der Universität in Bonn ernaiint worden. Eckert ist 1874 zu Mainz geboren, absolvierte 1893 das Mainzer Gymnasium und studierte an den Universitäten München, Berlin und Gießen, 1896 bestand er das erste juristische Examen in Gießen. Als Gerichtsaccesist promovierte er 1897 er auf Grund einer Dissertation: „Der Fronbote im Mittelalter" in Gießen zum Dr. iuris, 1898 erlangte er in Berlin den Dr. phil. Seine philosophische Doktorarbeit: „Las Mainzer Schissergewerbe in den letzten drei Jahrhunderten des Kurstaates" erschien fn Scbmoller's Forschungen. 1900 wurde er Großherzogl. hessischer Gerichts-Assessor. Im Jaiiuar 1901 habilitierte er sich an der Berliner Universität. Oktober 1901 übernahm er den an der Handels-Hochschule zu Köln neuerriditeten -weiten Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre. — Privatdozent Herbert M e y° e r in Breslaii hat ben Ruf als ordentlicher Professor für deutsches Recht an die Universität Jena angenommen.
hc. D i e F r e g u e,i z der d e u t s ch e n U n i v e r f i t a t e n. An den 21 Universitäten des Deutschen Reiches si,id im laufenden Wintersemester 36 901 Studierende immatrikuliert, gegen 37 535 im letzten Sommersemesler und 36 226 im Winter 1902 03. Rach der Höhe der Freglieiiz rangieren die einzelnen Universitäten wie folgt: Berlin mit 7503 (gegen 54^8 und 6654', München mit 4609 (4696 unb 4279), Leipzig ' mit 3772 (3605 und 3764), Bonn mit 2294 (2501 und 2234), Breslau mit 1770 (1779 unb- 2740), Halle mit 1753 (1748 und 1749), Tübingen mit 1387 (1506 und 1301), Göttingen mit 1370 (1446 unb 1333), Heibelbera mit 1359 (1671 unb 1352), Straßburg mit 1333 (1121 und 1191), Freiburg mit 1331 (1962 unb 1271), Würzburg mit 1283 (1300 unb 1306), Münster mit 1204 (1200 und 1143), Marburg mit 1154 (1286 unb 1096), Gießen mit 1071 (1092 unb 1018), Erlangen mit 982 (937 und 964), Königsberg mit 946 (946 und 977), Jena mit 816 841 und 647), Kiel mit 758 (1096 unb 914 , Grei'swalb nut 687 (795 unb 694) unb Rostock mit 519 <520 und 547). 1648 'gegen 1579 und 1506) studieren katholische Theologie, evangelische Theologie 2083 ।gegen 2197 und 2035). Auf die rechts- unb staats- wissenschaftlichen Fakultäten entfallen 1t 189 ©tubierenbe (gegen 10 800 unb 11 267). Die Zahl ber Mediziner bat bedeutend ab- genommen, sie beträgt 4937 (gegen 6212 unb 6306). Ferner studieren 7102 (gegen 6817 unb 8654) Philosophie, Philologie unb Geschichte, 5079 )gegen 5743 unb 5637), Mathematik unb Naturwissenschaften, 1858 (gegen 1721 unb 1738), Lanbwirtschaft, Kamera lia, Forstwissenschaft unb Geodäsie, 1524 (gegen 1378 unb 1250), Arzneimittellehre unb Zahnheilkuube, endlich 156 (gegen 169 unb 175) Tierheilkunde in Gießen.
New Port, 15. März. Carnegie stiftete für die Errichtung eines College für Ingenieure, Techniker und Elektriker Dollar? 1,500,000.
Schisssnachrichteii.
Red Star Linie, Vertreter Earl RetterAnl- Der Postdampfer .Kroonland der Red ^tar Lmi
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