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1S4. Jahrgang
brites Blatt
Mittwoch 16. März 1904
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1
sicheres
1
Kehle
Die Wormser Ztg. klagt darüber, daß in neuerer Zeit Mchin schon wacker vorgearbeitet worden sei auf den mtil.nalen Abrutsch, und das Mainzer Tageblatt schiebt die Khulld den verworrenen Parteiverhältnissen zu. In Nr. 72 Bedangt eS „auS der Mitte unserer sonst so interpellations- lustig.en Zweiten Kammer auch einmal die Anfrage an die Wische Negierung, welche Stellung ihr Vertreter im Bundes- iüte ,zu der Jesuitenfrage eingenommen hat^. Nun ist das ja mcht mehr nötig, und die Köln. VolkSztg. meint vergnügt, daß Ibie hessischen Abgeordneten gewiß keine Lust hätten, wem die Katholiken mobil zu machen; die Regierung ■iinb iooü allem der Großherzog wollten ,oon Katholiken- lirsie^ei nichts wißen".
17 Stimmen
6 ,
8 ,
2 ,
1
1 ,
1 ,
Gegen die Aufhebung des § 2 Württemberg Sachsen
beiden Mecklenburg Sachsen-Weimar Sachsen-Meiningen Sachsen-Gotha Sachsen-Altenburg Anhalt Reich j. L. Reich ä. L.
Lippe-Detmold Schaumburg-Lippe
Für Aushebung stimmten: Preußen Bayern Baden Braunschweig Schwarzburg-Rudolstadt Schwarzburg-Sondershausen Watdeck Hamburg Bremen
Lieber Oldenburgs Abstimmung (1 Stimme) ist nicht zu erfahren.
33 + 20 + 4 4-1 = 68 Stimmen.
, I ernt Halse gehabt, wenn Groß Lielttenskin von hinten am ...
Valitische Tagesschau.
Die Abstimmung über § 2 des Jesuitengesctzes im Bundesrat.
Immer mehr wird über die Abstimmung über § 2 des Jksuitengesehetz bekannt; im großen und ganzen sieht man ten it9 heute klar, wie die Abstimmung sich gestaltete. „Von berworragender Seite" stellt man dem „Rh. C." folgende ; Ülbfttimmungsliste zu:
Der BundeSrat hat bekanntlich 58 Stimmen.
Aus Stadt unii Land.
Gießen, den 16. März 1904.
** Der hessische Bauernburid aufgelöst! Die am 18. März zu Friedberg tagende VertrauenSmänner- Versammlung deS Hessischen Bauernbundes beschloß unter dem Vorsitz und auf Antrag der Landtagsabgg. Hirsche! und Köhler-Langsdorf:
„Angesichts des fruchtlosen und den Bauernstand schädigenden, nun bereits zehnjährigen Widerstreits der beiden bäuerlichen Berufs- und Standesvertretungen im Großherzogtum Hesten, des hessischen Bauernbundes und des Bundes der Landwirte, erklärt der hessischeBauernbund seine A u f!l ö s u-n g und fordert seine Mitglieder und alle seine Freunde auf:
1. Zur Wahrung ihrer allgemein-politischen Interesten den bestehenden Verbänden des Bundes der Landwirte im Grobherzogtum Hesten sofort und in möglichst großer Anzahl b e i- z u t r e t e n, oder in denjenigen Orten, wo solche Verbände noch nicht vorhanden sind, Ortsgruppen des Bundes der Landwirte zu begründen und zahlreiche Mitglieder für sie zu werben.
2. Zur Wahrung ihrer wirtschaftspolitischen Jnteresten ein Gleiches zu tun durch Eintritt in die bestehenden Bezug?-- und Absatzgenostenschästen der Haas-Darmstädtischen Richtung unter Anschluß derselben an die Hauptgenossenschakt der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzqenossenschaften (Direktion: Hirsche! und Schiente, Aussichtsrat: Haas und Köhler) zu Friedberg.
Die zur Zeit in Offenbach von den Landtagsabgg. Hirsche! und Köhler herausgegebene Bauernbundeszeitung „Deutsche Volksmacht" erscheint vom 1. April an zu Friedberg, und ist hiernach als ein Presse-Organ im Bunde der Landwirte zu betrachten: ebenso der von dem Abg. Hirsche! herausgegebene „Hessische Bauernkalender".
Als dem durch vorstehende Beschlüste im Großherzogtum Hesten neu gestärkten Bunde der Landwirte zunächststehend ist die „Fraktion der Hessischen Volkspartei (Bauern- oündler)" im Hessischen Landtag zu betrachten.
- Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse siel ein Gewinn von '50 000 Mk. auf Nr. 36114 (nach Offenbach), zwei Gewinne von je 6000 Mk auf Nr. 66257 75738, Gewinne von je 3000 Mk. auf Nr. 7254 14243 16179 23949 24386 25943 80719 82594 42588 44292 51550 62107 95084 98237. (Ohne Gewähr.)
»L. - Benefiz des Herrn Achterberg. Freitag den 18. März gelangt al« Benefiz für den jugendlichen Helden und Liebhaber unserer Bühne, Herrn Fritz Achtvrberg, Otto Ernsts interessante deutsche Komödie in 4 Akten „Jugend von heute" zur einmaligen Aufführung. Herr Achterberg verläßt bekanntlich mit Saisonschluß unsere Bühne, und diese Vorstellung gibt dem talentvollen, in der jetzigen Spielzeit so viel beschäftigten Künstler Gelegenheit, in der Rolle des Hermann nochmals in einer größeren Aufgabe sich seinem zahlreichen Freunden zu präsentieren.
* * Gin Jubiläum. Am 27. b. M. feiert der Vorsitzende der Zentrumsfraktiou des Landtages, Abg. Pennrich sein 25 jähriges Abgeordnetenjubiläum. Ununterbrochen vertritt er seit 1879 Bingen in der zweiten Kammer. Er war jahrzehntelang Verleger des Zentrnms- organs Binger Anz., das vor einiger Zeit in den Besitz
— Laut Beschluß einer allgemeinen Skudentenver- f bin in tun g anderTechnischenHochschulezu Berlin i'iflt fjeeute folgende telegraphische Kundgebung abgesandt titunbent:
1 Sir. Magnifizenz dem Rektor der Karl-Ferdin ands-Uni- OirrfitMt Herrn Professor Rahl.
Deutsche Kommilitonen in Prag ! Ihr mutiges und misohilossenes- Auftreten in dem Kampfe für das Dentsch- iinn und in der Verteidigung der ältesten deutschen Hoch- gegen die letzten chmachvollen Angriffe erfüllt'uns •alle mit innerer Genugtuung und freudigem Stolz. Halten
— Tie kaiserlichen Kinder sollen, wie von der- slWsnen Seiten behauptet worden war, nicht geimpft " wbem sein. Tie „Zeitschrift für ärztliche Fortbildung" t:M nun ein Schreiben des Generalstabsarztes der Armee Shcf. v. Leutholdt und des Geh. Medizinalrats Dr. Zunker ci®, welche besagen, daß den Bestimmungen deS Gesetzes i i#K die Impfung mit Schutzpocken entsprechend die Prinzen 6Mfne und die Prinzessin Tochter des Kaiser« mit Erfolg VMimiert und nach oen Bestimmungen desselben Gesetzes rtämniert sind.
20 Stimmen
Es enthielten sich der Abstimmung: Hessen 3 Stimmen
Lübeck 1 ,
Cie auch ferner mutig aus in den schweren Kämpfen, die dem Deutschtum in den Ostmarken noch bevorstehen, und die ganze deutsche Studentenschaft wird sich eins fühlen mit Ihnen. Treudeutsch^n Gruß! Die Studentenschaft der Technischen Hochschule zu Berlin.
An den Rektor der Wiener Universität ist eine gleichs- lautende Depesche abgegangen.
Köln, 15. März. In Bestätigung der Meldung der „Agence Havas" über das Verschwinden des Berichterstatters der „Köln. Ztg." in Tanger, Dr. Genthe, telegraphiert der Berichterstatter der „Köln. Ztg." seinem Blatte: Ein besonderer Bote, der aus Fez am 9. März abging, meldet, daß Dr. Genthe seit dem 8. März von hier verschwunden sei. Die angestellten Nachforschungen nach seinem Verbleib hatten bis zum Abgang des Boten keinen Erfolg gehabt. Die „Köln. Ztg." bemerkt zu dieser Meldung: „Ta der Bote schon am Tage nach dem Verschwinden abging, und da es in Marokko nicht zu den Seltenheiten gehört, daß Europäer von Berbern, die sich der Regicr- ungsgewalt des Sultans entziehen, abgefangen werden (dies Schicksal betraf vor noch nicht langer Zeit den Berichterstatter der „Times"), so geben wir die Hoffnung nicht auf, daß Genthe noch lebt."
Magdeburg, 15. März. Die Postbeamten wurden heute durch amtliche Verfügung gezwungen, aus dem Konsumverein auszutreten.
München, 15. März. Prinz Ludwig von Bayern empfing heute in außerordentlicher Audienz den preußischen Gesandten Grafen v. Pourtales, welcher ein heute hier eingetroffenes Handschreiben Kaiser Wilhelms überrichte. Dem Vernehmen na chbetrifft das Schreiben die Gründung des unter dem Protektorate des Prinzen stehenden Museums für Meisterwerke der Natur- wissenschaften und Technik.
Ausland.
London, 15. Mäi°z. Im Unterhause erlitt die Regierung Beute eine Rieoerlage, indem ein Antrag des Iren Redmond auf Abstrich von Forderungen für Unterrichtszwecke in. Jrlanv mit 141 gegen 131 Stimmen angenommen wurde. Tie Verkündigung des Ergebnisses wurde von den Oppositionellen mit anhaltendem Jubel uno lauten Rufen, die den Rücktritt des Kabinetts forderten, ausgenommen. Wlutley (liberal) fragte, wie viele Niederlagen die Regierung erleiden solle, ehe sie zurücktrete.
Sofia, 15. Mäi^. Die Negierung kündigte mit dem 13. März alle bestehenden Hande lsverträge.
des Redakteurs Steinhäuser überging und von da ab als täglich erscheinendes Blatt den Namen Mittelrh. Volksztg. annahm. Im Stadtverordnetenkollegium in Bingen ist Mg. Pennrich der Führer der Zentrumsfraktion, die feit den letzten Crgänzungswahlen dort die Minderheit ausmacht.
• • Das Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm" hält seit Montag im Gelände bei Kinzenbach, Rodheim, Atzbach Scharfschießen ab.
• • Ständchen. Der unter der Leitung des Lehrern L. Becker stehende „Gesangverein Heiterkeit" beehrte seinen ersten Präsidenten, Dachdeckermeister Ennl Noll, am Montag abend mit einem Ständchen zu seinem 50. Geburtstag. Sehr viele Zuschauer hatten sich eingefunden.
** Auf der 1. Hess. Landes-Geflügel- und Vogel-Ausstellung zu Offenbach a. M. unter dem Protektorat Sr. K. H. des Großherzogs erhielten folgende Mitglieder des Gießener Geflügelzucht-Vereins Preise: S. Jochem für Emdener Gänse. Schuldiener Becker für toeijje Whandottes und gelbe Italiener. Joh. Schäfer III. für silberhats. Italiener und Hamburger Silbersprenkel. Au^. Felsing für rebhuhnfarbige Italiener. Ludwig Hanau für weiße Whandottes und weiße Italiener. Konr. Rübsamen für Rouen-Enten, rebhf. Italiener und Emdener Gänse. Milh. Mayer für Minorka. Th. Schwieder für Pfautauben und Perrückentauben. Julius Stoyr für rebhf. Italiener. Gg. Schäfer für schwarze Spanier. Restaurateur Seipp für gelbe Italiener. Ferner erhielt der Verein selbst Preise für Kollektionen von rebhf. Italienern, schw. Minorkas unb1 weißen Whandottes von der Vereinszuchtstation auf der Hardt.
r. Allertshausen, 12. Mürz. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Hillgärtner einstimmig mit 41 Stimmen wieder gewählt. Er waltete seines Amtes bereits 19 Jahre.
rm. Burg-Gr äsen rode, 15. März. Gestern fanden hier wieder umfassende Vernehmungen statt. Es handelt sich immer noch um „Ausläufe^ der früheren Wahlexzesse ; nun schieint gegen mehrere der Beteiligten ein Meineiosverfahren eingeleitet zu sein. Landgerichtsrat Sandmann aus Gießen nahm als Untersuchungsrichter eine genaue Ortsbcsichtigung vor; der Großh. Oberstaatsanwalt Theobald von Gießen war gleichzeitig anwesend, um auch nachher selbst noch einige Erhebungen anzustellen. Eine ganze Reihe von Zeugen wurde vernommen, doch wird die Durchiführung des Verfahrens noch mehrfach die Anwesenheit der Behörden erforderlich machen. Um 3 Uhr nachmittags wurden die Vernehmungen, die bereits um 1/210 Uhr begonnen hatten, abgebrochen.
Worms, 14. März. Tie „Wormser Ztg." schreibt: Dm. älteste Sohn unseres früheren Oberbürgermeisters Küchler, Walter Küchler, ist kurz vor Ausbruch der Unruhen in Deutsch-Südwestafrika eingetroffen, um dort auf einer Farm tätig zu sein. Zweifellos ist er schon auf seinem Marsche nach dem Innern von den Unruhen überrascht worden. Seither lebten seine Aw- gehörigen in Tarmstadt in größter Sorge um ihn, da sie vom Augenblick seiner Landung an überhaupt noch keine Nachrichten über sein Befinden und seinen Aufenthaltsort erhalten hatten. Nun ist endlich die langersehnte telegraphische Mitteilung bei Frau Küchler eingetroffen, daß er und der Verwalter der Farm leben. Man nimmt an, daß sie in Grootfontein eingeschlossen sind. Hoffen wir, daß unser junger Landsmann diesen stürmischen Anfang seines Aufenthaltes in der Kolonie glücklich übersteht. Walter Küchler war vor einiger Zeit schon einmal nach Südwest» asrika ausgezogen; er kam aber nicht bis zu seinem Reiseziel, denn an der afrikanischen Küste scheiterte das Schiff, aus dem er sich befand, und seine ganze Ausrüstung ging verloren, er rettete nur das nackte Leben.
Frankfurt, 15. März. Ter ,/Äen.-Anz." teilt mit, daß vor der Mordtat an Lichtenstein Groß zu Stas- forft, wie das Verhör des Stafsorst ergeben, geäußert habe, „wenn -es bei Lichtenstein nicht gelinge, dann habe er noch eine zweite Sache im Auge, die Ermordung und Beraubung eines wohlhabenden Fräuleins in der Palmengartsnstraße. Stafsorst hat den Strick, Groß den Zweikilogewichtstein gekauft. Als sie Freitags da? Lichtensteinsche Lokal betraten, kam ihnen Lichtenstein entgegen. Er ging ihnen voraus ins Klavierlager. Ihm folgte Stafsorst, als letzter kam Groß. Er trug einen geladenen Revolver rn dec Hand und zeigte ihn Stafsorst angeblich mit den Worten: „Wenn Tn jetzt nicht zuschlägst ckcKeße ich T-ich nieder." Stafsorst t)erlebte daraus dem Lichtenswin einen Schlag mit dem Gewichtstein auf den Hinterkvpf. Lichtenstein stieß einen Schrei aus, drehte sich blitzschnell um und faßte Stafsorst am Halse. Stafsorst sagte, nach dem G-A, Lichtzenftein würde ihn bös zugerichtet haben, denn er habe ihn kräftig < ~ ~
nicht in diesem Moment Groß &_____,_____
Talse gepackt, gewürgt unb zu Boden gerissen hätte, der linken Hand drückte Groß dem Lichtenstein die zusammen und schnürte ihm mit der rechten den Strick um den Hals. Tann gab Staffsrst dem Groß den Ga- wicht stein, der dem Lichtenst^n so lange auf den Kopf schlug, bis er sich nicht mehr regte. Groß drehte die Leiche um und nahm ihr die Schlüssel aus der Tasche. Er eilte ins Bureau imb kehrte nach wenigen Minuten zurück; er hatte nur 800 Mark gefunden. Vaide wuschen sich dann in dem töureau Lichtensteins unb besahen sich daraus in dem Spiegel, den sie auf! Sosa gesteM galtet. Dann eilten sie hinaus durch die hintere Tür.
Frankfurt a. VL, 15. März. Auf dam hiosigen Terrain gegenüber der nordöstlichen Ecke des Hauptbahn- Hoses toirb ein neues Schauspielhaus errichtet werden, das schon im Herbst nächsten Jahres unter dem Namen Lessing-Theater eröffnet werden soll. Tie Leitung des
Nr. <»4
kilchetul täglich außer Sonntags.
tem Gießener Anzeiger «erden un Wechsel mit d 'N krsfischen Landwirt
-»iehener Familien- IllSlter viermal in der
Woche beigelegl.
fioiattonöbrucl u. Ver» |nq der Brüh l'ichen Lm vers.-Buch-u. Stein- fcruderet. R. Lange, ttehathon, ErvedNion und Druckerei:
Schulstratze 7.
Slbrefic für Deveichen: Anzeiger Gießen.
»-rmiorrchanichloßAr 51.
Drulsches Reich.
Berlin, 15. März. Man meldet aus Biao: IN der von Vigo gingen der „König Mert" und „Friedrich gart"' vor der Stadt, die sich an den Bergen hinauf amphi- D?^tralisch aufbaut und von zwei starken Forts überragt l-iirt), vor Anker. Die im Hafen liegenden Schiffe, auch &e königliche Pacht „Giralda" hatten über die Topven ge- pl:ng t. Ter deutsche Konsul unb der spanische General- ftirtitin meldeten sich beim Kaiser an Bord des „König 8(ö?rt". Den Salut, den der Kreuzer „Friedrich Karl" ab- Ml"en hatte, erwiderten der spanische Kreuzer „Pelayo Md die beiden Forts. Bald nach Ankunft begab sich der ftiier an Bord des Kreuzers „Friedrich 5karl". Um 4 Uhr 31'öin. traf der König von Spanien in Vigo ein. Dr .König fuhr mit Eskorte durch bie Spalier bilbenben Snip'öen zur Kirche unb bann nach bem Hafen und begab K ?dim Besuche des Kaisers an Bord des Kreuzers „Fried- •ttö Karl". Alle Häuser der Stadt haben geflaggt. Die : Silfcne sind mit Fahnentuch behangen, die Läden sind ge- ' (duffen. — Am 26. März dürste in Neapel, wo Kaiser ! Mh elm auf seiner Mittelmeerreise zwei Tage vorher ein- :toi'ft,. eine Begegnung zwischen dem Kaiser unb dem Köln c von Italien ftattfinben. Der Reichskanzler Graf ^N.!iow kommt mit Familie für einige Zeit nach San • ich in o zum Besuch bei der Baronin Löwenstein. Der Kaiser jlptob wahrscheinlich bort ein kehren.
— Der Kaiser hat neuerdings ein Gedenkb'latt erittworfen, das für die Hinterbliebenen derjenigen e^chtruppen-Angehörigen besttmmt ist, welche während des (:atjtn roärtigen Herero-Aufstandes in T e ut sch-Süd west- oifrifa ben Heldentod gestorben sind.
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