Ausgabe 
16.2.1904 Zweites Blatt
 
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Elüing und

Prämie.

1595

Herrn Th. Brück, Giessen.

Thüringisches«

Elektro- una Maschinen-

Technikum J'manau »

Lehrfabrik

Ihr Antrag mutz zur Zeit abgclchnl werben,

580

nahmefähig.

in Konkurs General-

Rheinisches Technikum Bingen

für Maschinenbau und Elektrotechnik. 89

welches dazu diente, den vom oberen Haff nach Danzig fahrenden Schiffen den Weg zu weisen.

* Bremen, 15. Fel>r. Der Inhaber des geratenen Bankgeschäfts Lürmann und Sohn,

In jedem Zuschauerraum muffen hinter allen Sitzreihen Quergänge sein, die unmittelbar zu Notausgängen oder Feuerleitern führen. Ungefähr 30 Theaterleiter in New- York sind vom Major Mc. Clellan darüber verständigt worden, welche Aenderungen in ihren Theatern getroffen werden müßten, und sie haben diese Verbesserungen schon in Angriff genommen.

weil Sie einen mächtigen Katarrh mit sich Herumschleppen. So sagt der Vertrauensarzt der Versicherungsgesellschack. Der Antragsteller ist betrübt: Mir liegt aber viel an der Ver­sicherung. Kann man dann nichts gegen den Katarrh tun- daiml ich ihn schnell los werde? Na, meint der Arzt, ver- suchenSie's doch nut Aah's ächte» Sodener Miueralpaftil- leu, welche in allen Apotheken, Trogen- und Mmeralivai'ser- handlungen zu 85 Pfg. per Schachtes erhälliich sind, die be­währen sich selbst in harmäckigslen Fallen vorrreislich. Mor- gens, mittags und abends je 45 Pastillen tn heißer Milch genommen, tags über immer eine Pastille lm Alunde zergehen lassen, das tuis wohl und m acht Tagen sind ote dann au|-

Nach einer stürmischen, sieben Stunden währenden Sitzung hat der Stadtrat von Chicago mit 47 gegen 8 Stimmen die neue Theater-Bauordnung angenommen. Ihre Bestimmungen sind so scharf, daß sie bei strenger Durchführung eine förm­liche Umwälzung im Bau und Betriebe von Theatern Her­vorrufen müssen. Drei der jetzigen Theater werden ganz und für immer geschloffen werden und alle übrigen müssen be­deutende Aenderungen und Umbauten vornehmen. Die wichtig­sten Punkte der neuen Bauordnung sind: In nicht feuerfesten Gebäuden darf die liefstgelegene Sitzreihe nicht höher sein als die Sttaße; in feuerfesten Theatern darf sie nicht mehr

Srveltervewcguug.

Barcelona, 15. Febr. Dre Ausständigen ver­suchten die Fabrik eines Wagenbauers in Brand zu stecren. Der Polizeichef sandte dem Gouoerneuer eine Mit­teilung, in der er daraus hinwies, der Zeitpunkt sei gekom­men, strengste Maßregeln gegen die Ausständigen zu er­greifen. Zahlreiche Flugblätter wurden verteilt, in denen die Arbeiter gegen die Bürger aufgereizt werden.

Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

Aus dem rheinische« Schwemmsteiugcbiet wird und ge­schrieben : Dem Vorgehen der rechtsrheimichen Schwemmstein- Industriellen, durch eine P r e i s v e r st ä n d i g u n g der ge­drückten Lage dieser Industrie aufzuhelsen, sind nunmehr bte links­rheinischen Fabrikanten geiolgt. In einer Versammlung in Weißen­thurm haben sich fast sämtliche linksrheinischen Fabrikanten der Preisoereinigung angeschlossen, so daß heute fast die ganze Schwemm- stein-Jndustrie einheitlich vorgeht. Die für das Jahr 1904 fest- aeietrten Preise sind nur m ä ß l g e r h ö h t, da der Ziveck der

Vermischtes.

Elbing, 15. Febr. Der Leuchtturm auf den Molen im Frischen Haff gegenüber Reimannsfelde-Panklau, der sich etwa 4800 Dieter entfernt von demjenigen auf dem Molenkopf befindet, wurde umgeworfen. Durch den ge­waltigen Andrang einer Eisfläche von 5 800 Quadratmeter geriet das massive Fundament des Turmes ins Wanken. Einige Eisschollen gingen über das Fundament hinweg und warfen den Turm um. Der Turm hatte ein Blinkfeuer,

Th. Bruch, Möbelfabrik-Lager Ecke Schlossgasse-Kanzleiberg-Brandpiatz. * Gegründet 1858. 10 Schaufenster. 100 Zimmereinrichtungen. * 1 elephon 375. Spezialität: Feinste und einfachste Wohl ungs-Einrichlungen durch besteingerichtetste Fabrikation, aadurch unbedingte Garantie Jür gediegenste und billigste Ausführung.

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Keer und Ilotte.

Der kommandierende General des 19. Armeekorps, General v. Treitzschke, tritt am 1. April in den Ruhe­stand. Sein Nachfolger wird Generalleutnant Vitztum von Eckstädt, Kommandeur der 40. Division in Chemnitz.

, . dass die aus Ihrem Geschäfte be­zogenen Möbel mich vollauf befriedigt haben, sowohl durch ihre gefällige l'orm als auch durch tüchtige Ausführung etc.

L . . Dezbr. 02. S . . ., Dekan.

Meralur.

Dem Unterhaltungsbedürfnis ihrer Leser in hervorragender Weise gerecht zu werden, hat sich dieWoche" seit ihrem Erscheinen zur Aufgabe gemacht. Besondere Sorg­falt verwendet sie auf packend geschriebene Novellen und Skizzen, vor allem aber auf auserlesene Romane unserer be­deutendsten Autoren. Gegenwärtig gelangt der ausgezeichnete RomanHeimkehr" von Ida Boy-Ed zum Abdruck.

Die Lektüre des der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügten Prospekts ist empfehlenswert. Zur probeweisen Bestellung derWoche" benütze man die Bestellkarte des Prospekts.

gesetzten Preise sind nur mäßig erhöht, da der Zrveck der Verständigung lediglich dahm g-ht, den vorhandenen Betrieben, welche zum Teile bei den gedrückten Preisen in ihrer Existenz ge­fährdet waren, einen auskömmlichen Preis zu sichern. Wenn bie Preiskonvention es versteht, bei ihren Preisfestsetzungen Maß zu halten, wird der Zusammenschluß nicht ohne Erfolg bleiben und der gesamten Industrie zum Segen gereichen.

Die Gothaer FeuerverficherrrngSbarrk auf Gegenseüigkeit hat mit dem Jahre 1903 dreiuudachtzig Jahre ihrer Tätigkeit voll­endet. Von der Prämieneinnahme wird in jedem Jahre derjenige Betrag, der nicht zur Bezahlung der Schäden und Verwallungs- kosten, sowie für die Prämienreserve erforderlich ist, den Versicherten zurückgewährt. Nach dem jetzt veröffentlichten Rechnungsabschlüsse für 1903 beträgt diefer den Versicherten wieder zufließende Ueber- schuß Alk. 14 484 293 40 Psg., gleich 75 Prozent der eingebauten

Nuiversttäts-Dachrichten.

Ein Vorgehen gegen die jüdische Bewegung auf den Universitäten ist von der Tübinger Studentenschaft beschlossen. DerStaatsdürger-Ztg." wird darüber aus Tübingen geschrieben:Die hiesige Studentenschaft hat am Samstag in einer Vertreterversammlung sämtlicher Satis­faktion gebenden Korporationen den Beschluß gesaßt, keinem Angehörigen einer jüdischen Bewegung mehr Satisfaktion zu geben. Da die Zahl der Juden auf hiesiger Hochschule in letzter Zeit bedeutend zugenommen hat, so daß man dem Entstehen einer jüdischen Verbindung hier entgegensehen konnte, war schon vor einiger Zeit eine Bitte an das Universitätsamt ge­richtet worden, eine solche Korporation nicht zu genehmigen. Tas Universitätsamt halte sich aber dahm ausgesprochen, der etwaigen Gründung einer Judenverbindung nichts in den Weg zu legen. Tiefe Verfügung hat nun die Studentenschaft bewogen, den Juden selbst einen Riegel vorzuschieben und den genannten Beschluß zu fassen."

Ter ordentliche Professor für deutsches Privat-, Handels- und Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Königs­berg Tr. Ernst H e y m a n n ist zum 1. April an Stelle des ver­storbenen Professors Dr. Lehmann nach Marburg berufen worden. Einen Ruf nach Jena als Nachfolger A. Schultze's ha» er abgelehnt. Heymann kam 1901 als Ordinarius und Nachfolger von G a r e i s, der damals einer Berufung nach München folgte, nach Königsberg.

als zwölf Fuß über der Straße liegen. 2(uf den Galerien T darf die Steigerung zwischen den Sitzreihen nicht mehr als * 18 Zoll betragen. Im unteren Zuschauerraum muß für je jj» 15 Sitzreihen ein Quergang vorhanden sein; auf den Gale- * den müssen je neun Sitzreihen einen Quergang haben. Alle T diese Qucrgängc müssen unmittelbar zu Ausgängen führen.

(rm.) Bura-Gräfenrode, 16. Febr. Die Folgender hiesigen Wahlex^esse, von denen wir seinerzeit eingehend berichteten, weroen immer merkbarer, indem sie zu einer stets wachsenden Spaltung im Dorfe führen. Vor­aussichtlich werden noch mehrere gerichtliche Nachspiele folgen, denn nicht von jedem der Beteiligten scheint es mit der Eidespflicht ganz genau genommen worden zu ein. Tie ganze Sache ist um so bedauerlicher, weil durch ie in das seither friedliche Dörfchen dauernder Unfriede gekommen ist. So wird das Dörfchen, das bisher verhält- nißmäßig weniggerichtsbekannt" war, bald zu den besten Kundenkreisen" der gerichtlichen Behörden zählen.

(rm.) Aus derWetterau. Durch den anhaltenden Regen ist das H o ch w a s s e r noch stetig im Steigen be­griffen. Tie großen Wasserflächen werden jetzt auch täglich belebter; zahllose Enten tummeln sich darauf, sind aber meistens für die Jäger unerreichbar, da sie zu weit vom Lande abliegen. Tas Wasser der Nidda steht noch immer so hoch, daß den Müllern, denen Dampfkessel nicht zur Verfügung stehen, der Betrieb ihrer Mühlen nicht mög­lich ist. Tabei scheint wenig Aussicht auf Aenderung des Wetters zu sein.

Kleine Mitteilungen auS Hessen und den Nachbarstaaten. Am Montag nachmtttag wurde der Kommerzienrat Martin Mayer aus Mainz an der Ecke gicue Mainzerslraße und Kaiserstraße in Frankfurt von einem Schlaganfall getroffen und blieb auf der Stelle tot.

das Heidelberger Schloß doch vor der Abreise nach Mann­heim sehen wollten, von dessen Herrlichkeiten sie so viel gehört. Punkt neun Uhr waren alle schon wieder am Bahn­hof versammelt, nach kurzer Fahrt trafen wir in Mann­heim ein und wurden empfangen von dem Direktor des Kornhauses in Mannheim, der auf höhere Anordnung eine Geschäftsreise unterbrochen hatte, um uns in Mannheim zu führen. Die großartigen Einrichtungen dort zu schil­dern, am Rhein, am Äteckar, am Binnenhafen, dazu ist hier kein Raum. Aber bewundert haben wir die wunder­baren und doch so einfachen maschinellen Einrichtungen, getrieben durch Elektrizität. Ein mit 50000 Ztr. unga­rischer Gerste belastetes Schiff ist herangeschwommen und hat an der Entladestelle angelegt. Ein Schöpfwerk schöpft idas Schiff verhältnismäßig rasch leer, läßt die Gerste eine Putzmühle passieren, führt die Frucht auf die automatische Wage, zwei Arbeiter hab-m rasch zu arbeiten, um mit der Sackkarre die abgewogen-?! Sacke ins Lagerhaus zu schaffen, auf gedieltem Boden. Wieder welche Ersparung von Men­schenkraft! Wieder drängt sich der Vergleich auf, warum haben wir die hohen Kosten bei der Verwertung unseres Getreides auf dem Wege von der Drcschmachsine bis zur Mühle. Das sind doch wenigstens Kosten, die mit Leichtigkeit durch gemeinsames Handeln er­spart werden könnten, da wir in Bezug auf die Kosten der Produktion des Getreides dem ausländischen Kollegen gegenüber doch wohl immer im Hintertreffen bleiben werden.

Es handelt sich beim Getreidelagerhaus, um es noch einmal zum Schluß Kusammenzufassen, darum, das Ge- treibe auf dem billigsten Wege zu sammeln, zu veredeln und die Vorräte der Getreidelagerhäuser der Provinz gesammelt und in dem Maße, wie sie eingehen, an den großen Markt zu bringen, kurzum das alles, was heute unsere Getreideabnehmer für sich auf kostspielige Weise für uns ausführen, auf v o ll- kommenere und billigere Weise selbst ans- zuführen, ohne daß man sich dabei, wie der vorsich­tige Getreideh andler, in irgendwelche Spe­kulationen einlaßt. Daneben spielt der gemeinsame Bezug von Düngemitteln und Kraftfnttermitteln eine be­deutende Rolle. Die Getreidelagerhäuser sollen die Zen­tralen fein, von denen aus auch der Heine Bedarf an Kraft­futtermitteln und Düngemitteln ohne erhebliche Kosten ab­gegeben werden kann bis in die entlegensten Teile der Pro­vinz. Das ist oft angepriesene Selbsthilfe! Wird man fie uns gestatten? Ge ein t sind wir stark g enu g, diese Selbschilfe durchzuführen auch, gegen die Angriffe und gegen das Uebelwollen derer, denen diese Art von Selbst- hllfe unbequem fein wird.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 16. Februar 1904.

** Tagesorduun g für die Sitzung der Stadtverordueten-Versammlung Donners- tag den 18. Februar 1904, nachmittags 4 Uhr: 1. Vorschriften für die Hausanschlüsse an die städtische Kanali« sation. (Zwecke Lesung.) 2. Baugesuch des L. Schneider II. für die Neustadt. 3. Fluchtlinienplan für die Große Mühl­gasse. 4. Vorlage deS Voranschlags deS StadterweckerungS- fonds für 1904/05. 5. Rechnung der Armenkasse für 1902/03. 6. Erwerbung der Karl Horn'schen Hoftaite Neuenweg Nr. 2. 7. Klage des Schreinermeisters Friedrich Benzler gegen die Stadt. 8. Klage der Stadt gegen I. Arnold III. Witwe. 9. Kauf zwischen Joh. Gg. Pfaff L und der Stadt. 10. An­teck der Wilhelm Volz Witwe an Zusammenlegungskosten im Neustädterfeld. 11. Gesuch des Ludwig Flamme um Er­laubnis zur Benutzung eines städtischen Geländetecks am Neuenweg. 12. Erneuerung der Zinsscheine für das 1890er Anlehen. 13. Festsetzung der Fleischbeschaugebühren. 14. Re­gulierung der Einkommensteuer; hier: Gewährung einer Re­muneration an die Schutzmannschaft für die Personenstands­aufnahme. 15. Unterstützung für Aalesund. 16. Gesuch des Martin Langsdorf dahier um Erlaubnis zum Wirtschafts­betrieb im Hause Crednersttaße 34.

** Tas Maturitäts-Examen am hiesigen Gym­nasium findet kommenden Freitag statt. Tie schriftlichen Arbetten wurden am Anfang der vorvorigen Woche beendet.

**Das Großh. Regierungsblatt, Bellage Nr.3, enthüll: 1. Bekanntmachung, die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Genossensck)aftskasse für staatlich bestätigte Forsiwarte für das Rechnungsjahr 1901/02 betreffend. 2. Bekanntmachung, die in den Pro­vinzen Starkenburg und Oberhessen legalisierten Grund­bücher betteffend. 3. Vorlesungsverzeichnis der Großh. Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen für das Sommerhalbjahr 1904. 4. 9ia- mensveränderung. 5. Tienstnachrichten. 6. Konkurrenz­eröffnungen.

- Oesfentliche Lesehalle. Im Januar wurden 2429 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Lckteratur 1061, Zeitschriften 760, Jugendschriften 241, Verdichtungen 22, Littcraturgeschichte 15, Länder- und Völkerkunde 60, Kulturgeschichte 19, Geschichte und Bio­graphien 88, Kunstgeschichte 3, Naturwissenschaft und Tech­nologie 104, Seewesen 11, Gesundheitslehre 10, Religion und Philosophie 18, Staatswissenschaft 9, Sprachwissen» schäft 5, Fremdsprachliches 3 Bände. Nach auswätts tarnen 146 Bände.

- Höhere Mädchenschule. In der vergangenen Woche besichtigten Oberbürgermeister Mecum, Stadtocrord. Haubach und Architekt Meyer mehrere Schulgebäude in Frankfurt a. M. und Friedberg. So viel man erfährt, soll die Studienfahrt fehr viel nützliche Anregung für unseren m Aussicht stehenden Bau für die' höhere Mädchenschule ergeben haben.

** Die Arbeiten für die Kanalisation werden, sobald das Hochwasser sich verlaufen hat und das Wetter günstig bleibt, m vollem Umfange wieder ausgenommen werden.

§ Wetzlar, 15. Febr. Bei der Ja gdverpachtu ng am Samstag wurde die m fünf Bezirke emgeleilte Jagd der Stadt Wetzlar zu 2005 Mk. pro Jahr gegen früher 136? Mk.

1 verpachtet.

konsul Lürm ann, ist flüchtig. Es wurde ein Haftbe- ehl erlassen.

'Aschaffenburg, 15. Febr. Der hiesige Wein- großhändler Bernhard Bacharach, welcher kürzlich in Zah­lungsschwierigkecken geriet und Konkurs anmelden mußte, hat ich gestern im 2)Iain ertränkt. Seine Leiche wurde heute rüh gekündet.

Brüssel, 15. Febr. Heute morgen 81/, Uhr erfolgte in der Nähe des Nordbahnhofs ein Zusammenstoß zwischen zwei Zügen. Eine Person wurde getötet, ieben wurden verletzt.

* Triest, 15. Febr Heute nacht wütete hier ein hef- tiger Sirokko, der vielfachen Schwaden anrichtete. Auch der deutsche Dampfer- ,Morea" und der englische Dampfer Robinia" erlttten Beschäbigungen.

Zürich, 15. Febr. DieZür. Ztg." meldet aus Sa- maben (Oberengabin): Eine Gesellschaft von St. Morktzer Kurgästen, vier Herren unb zwei Damen, die am Sonntag eine Skitour über die Alp Laret ins Saluvertal oberhalb Celerina machten, wurden zwischen der oberen und unteren Alp von einem Schneerutsch überrascht. Fünf Teil­nehmer entrannen der Gefahr. Ein Herr Wienands aus Rheydt wurde verschüttet unb konnte erst nach mehreren Stunden durch Rettungsmannschaften von St. Moritz und Celerina tot aus dem Schnee hervorgezogen werden. Die Leiche wurde nach St. Moritz gebracht.

* Dalldorf will seinen schon etwas ramponierten Namen neu aufarbetten lassen unb sich Wittenau nennen, läßt aber auf Schwierigcetten bei der Regierung. Dort cheint, wie der Klaoderabatsch bemerkt, der 9£ame Wittenau Bebenken zu erregen. Man müßte einen Namen wühlen, der sehr wohlllingenb ist und dabei doch in zarter unb dis­kreter Weise die Bedeutung von Dalldorf erkennen läßt, etwa Meschuggenau ober Lüttititz.

* Das falsch adressierte Hochzeitskleid der Prinzessin. Wie nachträglich bekannt wird, herrschte im Schloß Windsor kurz vor Beginn der Hochzeitsfeierlichkeiten vom Dienstag große Aufregung, die dadurch veranlaßt worden war, daß das Kostüm, das die Prinzessin von Wales tragen wollte, und das erst an dem Morgen aus London kommen sollte, nicht zur rechten Zeit eintraf. Die Schneiderin wurde antelephoniert, sie behauptete aber, das Paket am Abend vorher richtig aufgegeben zu haben. Schließlich, nach langem Hin- und Herfragen stellte es sich heraus, daß das Paket nicht richtig adressiett worden war. Die Adresse lautete:Prinzessin von Wales, Frogmore Hall, Hettshire", während es Frogmore House, Berckshire, heißen sollte. So war das Hochzeitskleid an den verkehrten Ort abgegangen, cs wurde sofort ein besonderer Bote dahingeschickt, der aber zu spät kam, so daß die Prinzessin gezwungen war, ein anderes Kleid anzuziehen. Der Findigkeit der englischen Post stellt das Vorkommnis jedenfalls kein glänzendes Zeugnis aus. Die Leute scheinen noch nicht einmal zu wissen, daß die königliche Familie in Schloß Windsor residiert.

Ein Kind ohne Gliedmaßen lebt in Reinicken­dorf bei Berlin. Es ist vor zwei Jahren ohne Hände und Füße zur Welt gekommen. Trotz des Fehlens dieser wichtigen Gliedmaßen hat sich das Kind körperlich und auch geistig sonst gut entwickelt, ist munter und spricht seinem Alter ange­messen. Die Eltern besitzen mehrere normal entwickelte Kuider.

* Chicagos neueste Bauordnung für Theater.