Ausgabe 
16.2.1904 Erstes Blatt
 
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154. Jahrgang

Dienstag 16. Februar 1904

Erstes Blatt

nehmen.

Vom AuSlaude.

der Kaiser sprach beim zum Haupt-

Genugtuung über die russische Niederlage a u s z u d r ü ck e n.

bo^üerrat Me k gegen ben Ne* ,tin eijdptenben tote"

luWijty Änch hen Kaisers w-

^linarhos ertaimtt , der Oberforst- ^ifferenzen zu einem , auf Dienstent-

Deutsches Reich.

Berlin, 15. Febr. Heute unterrrahm den gewohnten Spaziergang im Tiergarten, Reichskanzler vor, nahm die Meldung des

Nr. 39

«rsch-tnt täglich außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Zamilien- blätler viermal in der Woche beigelegt.

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messen und den ' seinerzeit flüchtig mrechners Schertet t von 109163 Mk. st beendet, es kom- ie Stadt Wetzlar aukosten sind alles 20 000 Mk. davon feit zur Verfügung idt Worms, Tr. isschulinspeltor in Leilburg ist der i|jen dahin erledigt 1 aus ein Jahr - Jlt hatten sie bean- 3.60 Mk.

Ausland.

Brüssel, 15. Febr. Der unabhängige K o n g o st aat veröffentlicht eine Note, in der es heißt: Der Bericht des britischen Konsuls Casement über seinen Besuch int Innern des Kongogebietes bedarf der formellsten Vor­behalte. Er ist in sehr wenig wohlwollendem Geiste ab­gefaßt und seine Daten beruhen zum größten Teil auf Angaben von Eingeborenen, deren Richtigkeit nicht dargetan ist. Was die angeblichen Akte von Grausamkeiten an* geht, so ist bereits jetzt festgestellt, daß in dem einzigen Fall, der zum Gegenstand einer Untersuchung gemacht ist, Case­ment zu einem Irrtum verleitet wurde und mit zu großer Leichtgläubigkeit Behauptungen von Eingeborenen entgegen» nahm, welche der Wahrheit zuwiderliefen. Man toirb übri­gens feststellen, inwieweit die Berichte Casements der Be­stätigung bedürfen. Die Regierung des Kongostaates ordnet eine Prüfung des Berichts des Konsuls an. Me Ergeb­nisse dieser sjttüfung werden veröffentlicht werden.

Paris, 15. Febr. Nach einer Privatdepesche aus Tou­lon ^hielten die Garnisonen in Ton g kin g und Tochinchina eine Verstärkung von 600 Mann, die von ben Kolonialregimeutern Öir. 4, 8, 22 und 24 gestellt werde«.

Madrid, 15. Febr. Die Kortes haben sich bis zum 22. d. M. vertagt. Zuletzt kam es noch zu einem furcht* ba rcn Skandal. Die republikanischen Abgeordnete^

Auf Seiten der Japaner wurde nicht ein Mann verletzt.

Me amtlichen Meldungen ans Tschemulpo besagen, ,daß die russischen Verluste bei dem Seegefecht vor diesem Hafen waren: ein Offizier und 46 Mann tot, vier Offiziere und 48 Mann schwer verwundet, viele andere leicht verwundet.

Russische Sappiner fingen bei Juku im Lackflusse ein im Eise steckendes japanisches Kriegsschiff ab.

Lloyds" meldet aus Nagasaki, daß das Kohlenschiff Hermes" eingetroffen und ge ka p ert sei. Ferner wur­den vier Norweger, alles Schiffe mit russischen Kon­trakten gekapert. TieMandschuria" liegt in Reparatur im Hafen und wird am 15. Februar beschlagnahmt, da sie bis dahin nicht repariert werden kann.

Der Statthalter Alexejew meldet, er habe von dem Kommandeur des KreuzergeschwadersReitzenstein", die Nachricht erhalten, daß derselbe in der Nähe der Tsunga- russtraße einen Dampfer in den Grund gebohrt habe. Er hatte drei Tage lang einen schweren Schneesturm auszuhalten.

Petit Parisien" berichtet aus Tokio, daß ein russi­sches Fahrzeug unweit der Insel Tsou-Dhima von einem japanischen Torpedoboot gekapert worden sei.

In Tokio herrscht große Entrüstung darüber, daß vier russische Kreuzer in der Straße von Suruga japanische Kauffahrteischiffe zum Sinken gebracht haben. Me japanische Admiralität hält sich für berechtigt, jetzt in gleicher Weise gegen die russischen Kauffahrteischifse vorzugehen.

Nach weiteren Meldungen auS Tokio ist die W l a d i w o - stoker Flotte den Japanern entronnen. Ihr augenblicklicher Aufenthalt ist unbekannt.

Daily Telegraph" meldet auS Tientsin vom 11. Febr.: Me Telegraphenlinie östlich von Vinkow-Haitscheng wurde von chinesischen Deserteuren aus der russischen Armee abgeschnitten. Auf ihrem Vormarsch gegen den Yalu sollen die Russen allerhand Greuel gegen Chinesen begangen haben.

Stimmungen und Unternehmungen.

Me Pariser Ausgabe des Newvork Herald meldet aus Petersburg, der Zar habe sämtliche Offiziere auf­gefordert, im Kriege gegen Japan ihre P f l i ch t zu tun. Der Zar soll beschlossen haben, nur Einzelheiten über große Gefechte publizieren zu lassen. Aus diesem Grunde sei auch das Telegramm des Statthalters Alexejew über die Be­schießung japanischer Schiffe bei Port Arthur nicht amtlich mitgeteilt worden.

Am 14. d. M. fanden vor dem Hause des deutschen Konsulats in Moskau Sympathiekundgeb ungen statt. Der Konsul trat heraus und erklärte der Menge, Japan habe das Völkerrecht durch seinen plötzlichen Ueber- fall verletzt. Bei der Beerdigung des russischen Literar­historikers Nikolai Michailowitsch der Tausende von Ge­bildeten und viele Studenten beiwohnten, haben scharfe Reden gegen die Regierung, die durch ihr Vor­gehen das Land in einen furchtbaren Krieg hin ein gezogen und entsetzliches Glend und Not über viele Tausende heraufbeschworen habe, stattgefunden.

Einer Meldung desBerl. Tagebl." aus Tokio zufolge veröffentlicht Pas amtliche Blatt eine Verordnung über Ausgabe einer fünfprozentigen Kriegsanleihe von 100 Millionen Mark. Sie soll in fünf Jahren getilgt werden.

Wie es heißt, ist die transsibirische Bahn an sechs Stellen von aufrührerischen Banden z e r st ö r t worden. Die Linie soll auf eine Gesamtlänge von 60 Meilen unbrauch­bar fein.

Am 14. d. M. wurden in Schaug-Wan-Tao 100 Tonnen Munition für die chinesische Armee gelandet.

Diplomatisches.

Rußland und J apan lehnten eS ab, den ame­rikanischen Militär- und Marineattachees zu gestatten, ihre Streitkräfte zu begleiten. Beide Mächte geben an, sie erwarteten schnelle, entscheidende Siege und wünsch­ten die Anwesenheit von Ausländern nicht.

Ch in a hat den Mächten notifiziert, es könne keine Ver­antwortung für die Aufrechterhaltung der Neutralität in einer von einer fremden Macht besetzten Provinz über­

quartier der russischen Marine kommandierten Kvrvetten- tabitän Hoppmann entgegen und hörte die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts und des Staatssekretärs Kraetke.

Tie Kommission zur Vorbereitung des Entwurfs eines Wildschadengesetzes, die von dem preußischen Herrenhause eingesetzt worden ist, ist wohl die erlauch- teste, die je tagte. Tie 18 Mitglieder zählende Kommission besteht aus zwei Herzögen, 4 Fürstien, 7 Grafen und andern Adligen, und nur 2 bürgerlichen Mitgliedern.

Tis dem Reichstage und dem preußischen Land­tage angehörigen ehemaligenMilitärs schlossen sich zu einer kameradschaftlichen Vereinigung zu­sammen.

Gegenüber anderweitigen Behauptungen, die wasser- wirtschaftlichen Vorlagen gelangen erst im April an das Abgeordnetenhaus, vernimmt dieNat. Korr.", daß dies voraussichtlich Ende Februar der Fall sein wird.

Ter,Hann. Cour." macht darauf aufmerksam, daß es jetzt in Berlin und wohl auch an anderen Orten Deutschlands weibliche Assessoren und Referen­dare gibt. Ter Kaiser hat den Handelsminister ermäch­tigt, die bisherigen Amtsbezeichnungen Gewerbe-Jnspek- tionsaspirant und Gewerbe-Jnspektiousassistent durch den Titel Gewerberefendar und Gewerbeassessor zu ersetzen. In einer neuen Uebersicht des Polizeipräsidenten über das Personal der Berliner Gewerbe-Inspektion werden jetzt drei Damen, Frl. Kümmert, Conradt und Reichert, als Assistenten bei den königlichen Gewerbe-Inspektionen in Berlin auf- geführt. Sämtliche drei Damen sind somit Gewerbe-- assessoren oder Assessorinnen geworden. Sie halten Sprech­stunden für Arbeiterinnen in den Räumen ihrer Inspek­tionen ab. Tie Zusammenstellung des Polizeipräsidenten berücksichtigt allerdings die neuen Titel noch nicht. In späteren Zusammenstellungen weroeu aber wohl das Al. Assessor und das Frl. Referendar eine Rolle spielen.

Ter Zustimmung des Bundesrats zum neuen Militärpensionsgesetz darf in kurzer Zeit entgegen­gesehen werden. Es wird dem Reichstage noch vor Beginn der Beratung des Militäretats zugehen

Leipzig, 15. Febr. Nachdem die von der Regierung eingeleiteten Friedensverhandlungen zwischen den A e r z t e n und der Ortskrankenkasse enögiltig gescheitert find, stellen sämtliche Kassenärzte mit Quartalschluß ihre Tätig­keit ein. Insgesamt 132 000 Kassenmitglieder kommen in Betracht.

Eschwege, 16. Febr. Bei der Reichstagsersatz­wahl erhielt Christen (Rp.) 3522, Hugo (Soz.) 5812, Merten (Vp.) 4074 und Raab (Ant.) 4555' Stimmen. Weniae Ortschaften stehen noch aus. Voraussichtlich gibt es Stich­wahl zwischen Hugo Und Raab.

Karlsruhe, 15. Febr. Eine Vergleichung des Auf­wandes für das Notariats- und Grundbuchwesen in den Jahren 1899 und 1904 ergibt: Im Jahre 1899 be­trugen die Einnahmen aus den Notarsgebühren 1267 342 Mark, aus den Gebühren für Kauf- und Tauschbriefe usw. 688 226 Mk., zusammen 1955 568 Mk. Tie Ausgaben er­reichten eine Höhe von 1265 242 Mk., somit verblieb ein Ueberschuß von 690 326 Mk. Ter Voranschlag für 1904 setzt fest an Annahmen aus den Notariatsgebühren 1650 000 Mark, aus den GruudbuMkosten 1200 000 Mark, zusammen 2 850000 Mark. Tie Ausgaben sind angenommen mit 2 388 500 ML, somit verbliebe ein lleberschuß von 461600 Mark.

Stuttgart, 15. Febr. Zum morgigen 50jährigen Geburtstage der Herzogin Wera ist eine Abord­nung des 22. russischen Infanterieregiments Nischnij-Now- gorod eingetragen, um der Herzogin, die Chef des Regi­mentes ist, dre G-lückwünsckie desselben zu Überbringern, Tie Herzogin machte den Offizieren für ihr Kasino ihr Porträt zum Geschenk. Tas Ulmer Ulanenregiment Nr. 19, dessen zweiter Chef die Herzogin ist, hat die russischen Kameraden zu einem Besuche nach Ulm eingeladen.

GiehenerAnzeiger ,'7 General-Anzeiger w 4a^ Verantwortlich für

w den polit und allgem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

U zeigenteil: Hans Beck.

Aer Krieg zwischen Japan uvd Nußland.

Die Norddeutsche Allgemeine.

DieNordd. Allg. Ztg^" fährt fort, die beruhigende , und vertrauensvolle Haltung zu rechtfertigen, die das offi- : ziüse Blatt vor dem Ausbruch des russischl-japanischen Kriegs eingenommen hatte. Wir vermögen in "solchen Erörterungen Post festum keinen Wert zu erkennen. Wenn statt der langen Auslassung, mit der am Sonntag dieNordd. Allg. Ztg." sich gegen die in einem Teil der Presse erhobenen scharfen Angriffe verwahrte, unmittelbar nach dem Abbruch der diplo­matischen Verhandlungen ein paar Zeilen erschienen wären, die sofort das Publikum vor kopfloser Verschleuderung von Werten warnten und mit Besonnenheit die Lage der Dinge kennzeichneten, so würde dies um vieles verdienstlicher und zweckmäßiger gewesen sein. Da aber schwieg die Norddeutsche in allen Tonarten.

Ein Wachtkommando für Soeul ist seitens der deutschen Marineverwaltung gestellt worden, das KanonenbootTiger" ist mit den vom Gouvernement Kiau- tschvu hergegebenen Mannschaften Freitag von Tsingtau ab gegangen und ant Samstag in Tschemulpo eingetroffen.

Bor Port Arthur.

Von Admiral Togo, dem Oberkommandeur der japa­nischen Flotte, ist über Tschemulpo vom 11. d. M. ein Bericht über den. Kampf bei Port Arthur eingelaufen, worin es heißt:Unsere Flotte zog sicki wieder zurück, ohne auch nur die geringste Beschädigung erlitten zu haben. Vier von unseren Matrosen sind t o t, 54 verwundet. Die Offiziere sowohl wie die Mannschaft blieben kaltblütig, als ob es sich um ein Manöver handelte. Jetzt herrscht stür­mische See". In Tokio herrscht freudige Stimmung über die günstigen Nachrichten. In allen Sttaßen sammeln sich gewaltige Aufzüge mit brennenden Papierlaternen zur Feier der bisher errungenen Erfolge.

Newyork Herald" berichtet über ein verspätet ein* getroffenes Telegramm aus Tschifu vom 12. d. Mts. Über oie Niedermachung von zwei japanischen Re­gimentern bei Port Arthur, welches besagt:Wäh­rend der Zeit der Beschießung von Port Arthur am ver­gangenen Dienstag landeten 2500 Japaner, welche auf vier Transportschiffen untergebracht waren, bei Bldrnro. Tie Russen ließen die Japaner landen und drangen dann in geschlossener Kolonne, bestehend au8 Infanterie, Ka­vallerie und Artillerie, auf sie ein. Die Japaner wurden überrascht und sämtlich niedergemetzelt, resp. ae- fangen genommen. Dies sand unter den Augen der Satzung der Transportschiffe statt.

Londoner Blättern zufolge ist bei dem ersten Angriff bei Port Arthur ein japanischer Kreuzer in den Grund gebohrt worden, nachdem derselbe mit einem russischen Panzer zusammengestoßen war. Beim zweiten Angriff soll ein russischer Kreuzer in den Grund gebohrt worden sein, während ein zweiter außer Gefecht ge­setzt wurde. , c m

Wie der Korrespondent desJournal de Paris aus Port Arthur berichtet, ist es ihm nichtge stattet wor­den, dort ein Telegramm aufzugeben. Er muhte sich vielmehr auf chinesisches Gebiet begeben, um an sein Blatt telegraphisch berichten zu können. Diesem Bericht zufolge sind die drei russischen Kriegsschiffe, welche in Port Arthur beschädigt wurden, reparatur» fähig. Beim zweiten Angriff der Japaner auf Port Ar­thur, welcher 25 Minuten währte, hätten sich die Japaner mit ernsten Verlusten zurückziehen müssen.

In der Schlacht bei Port Arthur am 11. Febm« er­hielten zwei japanische Kriegsschiffe je einen Sch, die aber nur geringe Beschädigungen anrichieten.

Der britische Dampfer Foxtonhall erlitt nach einer Meldung aus Shanghai bei dem Bombardement vor Port Arthur so schweren Schaden, daß er im Stich gelassen werden mußte. Ein Ingenieur wurde verwundet, die Bejahung rettete sich nach Tschifu.Daily M<nl meldet aus Tokio: Der beutsche DampferYokohama mit Fracht, darunter Dynamit, nach Port Arthur unterwegs, wurde von einem japanischen Kreuzer gekaper t. Alle Schiffe, darunter auch ein russisches, werden nach dem Prisenhafen Sashebo gebracht.

Wie man glaubt, beabsichtigen die Japaner Port Arthur zu belagern und zwar sowohl auf der.Land- wie auf der Seeseite. Die Russen seien augenblicklich» nut der Legung von Minen im Hafeneingang von Dalnv beschas- Hqt Sämtliche Schiffe werden in Begleitung eines Torpedo­bootes einfahren. Man erwartet einen Angriff seitens der

Aus Peking wird über die Zustände in Poitt Arthur berichtet, daß A l ° x ° i e w unter der Arbeits ast voll - ftänbia niedergebrocoen iet In Port Art hur Lrrfctit große Sterblichkeit unter den russischen Trurpen, ebenso in Talny. Tagearbeiter sind sä/wer zu erhalten da die Chinesen sich toeigem, zu arbeiten und Mer entfliehen. Tie Schiffe können infolgedessen die Lad­ungen nicht löschen.

Weiteres vom Kriegsschauplatz.

Von verschiedenen Seiteir wird über den Heldenmut der Russen in der Seeschlacht ber Tschemulpo berichtet- Sie kamen unter den Klangen der Natwnal- Hymne aus dem Stofen heraus dem Üch^en Unterg-mg- entgegengehend, und die geretteten ruß,fchen Soldaten fuhren au; dem französischen blreuzcrPa-enl Bolkskchmm- zu singen, als, das Kanonenbootiborretz. sich in die Lust sprengte, a.re Zahl der ber dem Mecht gewechselte» Schüsse wird auf 800 angegebenste 6^= distanz war nicht groß, da die Seiten der Schice fd die Schornsteine von Maschinengewehrschussen bedeckt waren. Tie Russen verloren M Tote unb 464 Verletzte.

IN Paris fand in der russischen Kirche ein Bittgottes­dienst für den Sieg der russischen Waffen statt. Nach bent- elben empfing der russische Botschafter Mitglieder der hie- igen russischen Kolonie, welche ihre Wünsche für den Sieg >er Russen darbrachten. Nach dem Eintreffen der Meld­ung, daß der französische KreuzerPascal" eine Anzahl russische Mattosen im Hafen von Tschemulpo an Bord ge­nommen habe, telegraphierte Prinz Calitzin, der Ober- tallrneister des Zaren und Kurgast in Nizza, an den Pra- elten von Nizza, daß er mit ber Bevölkerung Moskaus in >en Ruf ausbreche:ES lebe die heroische ftanzösische Flotte, es lebe Frankreich", worauf der Präfekt ebenfalls tele­graphisch dankte. ,

Einem Lemberger Blatte zufolge haben 300 russische Studenten vor dem dortigen russischen Konsulat russen- feindlicheDemonstrationen veranstaltet und Hoch­rufe auf die Japaner ausgebracht. Die berittene Polizei­wache trieb die Demonsttanten auseinander und nahm einige Verhaftungen vor. Wie bortige Blätter auS PodwolozySko melden, haben sich dort wie in Lusiatyn zahlreiche *rm Diensteintritt einberufene russische Reservisten über die Grenze nach Galizien geslüchtet.

Infolge einer Audienz des rutschen Bot)chasters Si­nowjew beim Sultan am Freitag wurde em Jiade ver­öffentlicht, das den Muselmanen verbietet, ihre

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londoner Sonntags- hricht, daß % be§ eschwaders zum - hiesigen japanischem ägungvor- einem dem amtWn Telegramm jlt, b»ß i® Tw«60"1 M M 9'1*'

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