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16.1.1904 Erstes Blatt
 
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154. Jahrgang

Erstes Blatt

Samstag 16. Januar 1904 _ OfiMOrti»!

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Nr. 13

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Ale preußische Igronrede.

(Eigener Drahr b er ich t des Gieß. Anx.) y Berlin, 16. Jan.

Bei der heutigen Eröffnung des preußischen Landtags verlas der König eine Thronrede, die zunächst den Dank des Königs gegen die Vorsehung für die schnelle Genesung, sowie gegen das Volk für die innige Teilnahme ausspricht. Tie Finanzlage verrät einen neuen Aufschwung. 1903 wird einen Ueberschuß ergeben; der Etat für 1904 wird das Gleichgewicht der Einnahmen und Ausgaben Herstellen. Tie Thronrede kündigt eine Ge­haltsaufbesserung für die Dahnwärter an. Eine VerbesserungoerWohnungsverhältnisse der in Staatsbetriebenbeschäftigten Arbei­ter und gering besoldeten Beamten wird weiter verfolgt. Für Verivendung erheblicher Staatsmittel zur Linderung der 5) och Wasserschäden in den öst­lichen Provinzen wird nachträglich die Zustinrmung eingeholt. Cs wird ein Gesetzentwurf angekündigt zur Verbesserung der Vorflut der Oder, der tzafel und der Spree. Ferner für die Hochwasserverhältnisse der Oder sowie für die Freihaltung des Ueberschwemm- ungsgebictes der Flüsse. Ferner wird der Aufbau des Großschiffahrtsweges Berlin-Stettin, die Kanalisierung der Oder von der Mündung der Glazer Neisse bis Breslau, die Verbesserung der Oder­und der Weichselwasserstraße einschließlich der Warte, der Schiffahrtsstraße vom Rhein bis Han­nover beantragt. Tie Thronrede weist schließlich auf die Vereinigung beider Däuser in einem Heim hin.

Ausland.

London, 16. Jan. C hamberlain eröffnete heute die erste Sitzung des auf seine Veranlassung gebildeten Tarifausschusses. Besonders betonte er, der eintr äg- l i ch st e Handel der Engländer sei der mit den englischen Untertanen und den englischen Besitzungen im Aus­lande; dieser Handel müsse deshalb gefördert werden. In Englands Interesse liege es, die Wohlfahrt der Kolo­nien so zu steigern, daß sie bessere Kunden des Mutter­landes werden könnten. Redner bestritt schließlich, daß irgend ein Tarif aufgestelllt werden könnte, der, wie seine Gegner behaupteten, die Reichen reicher und die Annen ärmer mache.

Konstantinopel, 15. Jan. Deutschland wird zum Adjunkten des Oberkommandanten der macedonischen Gend armer re einen Oberstleut­nant ernennen. Durch das Hinzutrcten Deutschlands, welches auf mehrfachen, Wunsch der Ententemächte erfolgt sein soll, sind nunmehr alle europäischen Grvßstaaten bei der macedonischen Gendarmerie vertreten, doch wird Deutsch­land ebenso wie Frankreich- keine Gendarmrrieoffiziere nach Macedonien abordnen- Diese werden, infolgedessen auf Oesterreich-Ungarn, England und Italien so verteilt, daß auf jeden Staat 11 Offiziere entfallen.Obgleich die Ant­wort der Pforte auf die Note Oesterreich-Ungarns und Rußlands wegen der Kontrolle in Mazedonien wenig be­friedigt, sind die Regierungen der beiden Ententemächte doch entschlossen, dieselbe, so wie sie ist, anzunehmen, indem sie sich Vorbehalten, jeden Widerstand zu bekämpfen, wenn es zur Anwendung der Neformbestrebungen im einzelnen kommt. Die türkische Militärverwaltung bestellte bei der Firma Hilgers in' Rheinbrohl 10 Divisions-Brückentrains, welche zum Frühjahr geliefert werden sollen.

Athen, 15. Jan. Prinz Andreas von Griechen­land und dessen Gemahlin Alice (geborene Prin­zessin von Battenberg) sind hier eingetroffen. Das jungvermählte Paar wurde im Piräus vom Königspaare und der gesamten königlichen Familie empfangen und vom Bürgermeister Damalas mit einer herzlichen Ansprache und einer Blumenspende begrüßt. Bei der Ankunft in Athen, wo sich ein großes höfisches und militärisches Gepränge entfaltete, hielt der Bürgermeister, umgeben von bem Ge­meindekollegium, Ansprachen an den Wnig, den Prinzen Andreas und die Prinzessin Alice. Das Königspaar fuhr dann mit dem Prinzenpaar und der übrigen königlichen Familie zur Metropolitankirche, wo ihnen am Portale der Metropolit von Athen, umgeben von seinem Klerus, ent­gegentrat und eine Ansprache an Prinzessin Alice richtete, welche das Evangelium küßte, was auch der König tat. Nach dem Gottesdienst wurde das prinzliche Paar unter herzlichen Zurufen der Bevölkerung in das Kvnigsschloß eingeholt.

N e w y o r k, 15. Jan. Der Kriegssekretär Root hat den deutschen Botschafter Frhrn. Speck v. Sternburg brieflich zu einer Spazierfahrt über das Gelände der neuen Kriegsschule eingeladen, wo die Statue Fried­richs des Große?! Aufstellung finden soll. Die.An­weisung des Präsidenten Roosevelt, daß die Statue einen hervorragenden Platz an der Esplanade der neuen Kriegs­schule erhalten soll, soll inne geh alten und Frhr. v. Stern­burg um seine Meinung über Niesen Punkt bcf a^t werden. Dem Kriegsdepartement ist von der deutschen Bot­schaft der Entwurf, der Den km als an läge zuge­gangen, und es wird dieser nunmehr in Verbindung mit Den Plänen den neuen üriegsschule einer Prüfung unter­ziehen, damit eine vollkommene Harmonie mit der Um= gebung hergestellt werden kann.

Außtand und Japan.

Ueber eine sehr bedeutsame Friedenskundgeb­ung des Zaren berichtet aus Petersburg vom 15. Jan. Reutern Gestern, als am russischen Neujahrstage, hielt der Kaiser einen E?npfang des diplomatischen Korps im Winterpalaste ab. Als der Kaiser eintrat, Nahmen sämtlichje Gäste Aufstellung. Der Kaiser machte

einen Rundgang und richtete an jeden Diplomatenn das Wort; mit einzelnen sprach er längere Zeit. Besonderes Interesse erweckte es, als der Kaiser srchdem japanischen Gesandten Kurino näherte und ihn in besonders herzlicher Weise ansprach Der Kaiser betonte, welchen hohen Wert er auf gute nachbarliche Be­ziehungen zu Japan nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft lege, und gab der un­erschütterlichen Hoffnung Ausdruck, daß eine für beide Nationen befriedigende Regelung erreicht werden würde. Kurin o war von den Worten des Kaisers tief bewegt Dann richtete der Kaiser das Wort an den amerikanischen Botschafter Mc Cormick; er sagte, Rußland könne dem kürzlich abgeschlossenen chi­nesisch-amerikanischen Handelsverträge keine Einwände entgegenstellen oder die amerikani­schen Rechte und Interessen in der M a n d s ch u r e i behin­dern. Der Kaiser betonte auch den Wunsch nach innigen und herzlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Rußland, die so viele Jahre bestanden hätten. Er stellte mit Entschiedenheit in Wrede, daß Rußland geneigt sei, dre Entwicklung des amerikanischen Handels zu hemmen. Auf die Erkundigung nach dem Befinden der Kaiserin erwiderte der Kaiser, daß die Genesung fortschreite, man hege keinerlei Sorge. Zu den Mitgliedern des diplomatischen Korps im ganzen gewendet, sagte der Kaiser:Ich wünsche und beabsichtige alles, was in meiner Macht steht, dazu zu tun, den Frieden im fernen Osten zu erhalten."

Die Antwort Japans aus die letzte russische Mitteilung, welche dem russischen Gesandten in Tokio bereits über­geben worden ist, wird, wie Reuter weiter aus Peters­burg meldet, von dem dortigen japanischen Gesandten dem Grafen Lambsdorff in einer zweiten Ausfertigung zugestellt werden.

Nach Meldungen aus Washington indessen hat per dortige japanische Gesandte dem Staatssekretär Hat) mit- geteilt, die japanische Antwort an Rußland laufe auf eine glatte Ablehnun g aller wichtigen russischen Vor­schläge hinaus. In Tokio betrachte man die Lage als hoffnungslos. Diese pessimistisch Auffassung werde auch vor. dem englischen Botschafter in Wachington geteilt. Wie man aus London berichtet, herrscht in Söul, nach Meldungen von Augenzeugen, eine derartige Spannung unter den verschiedenen Gesandtichastswachen, daß man jeden Augenblick einen Konflikt befürchtet. Der amerika­nische Ge'sanvte befahl den Frauen und Kindern der Ameri­kaner, ihre Hauser nitch zu verlassen. Tie koreanische Presse reizt offen zur Ni e d erm e tz e lun g d er f^r em d en auf. Dem anläßlich des Todes der Prinzessin Mathilde in Paris weilenden Prinzen Louis Bonaparte, der als General deinrussischenHeere angehört, schreibt der PariserMaM" folgende Erklärung zu:Ich bin darauf gefaßt, jeden Augenblick nach Rußland zurückberufen zu werden. Wirglauben dort alle an Krieg, das ganze Heer ist bereit und hält de n Krieg für unvermeidlich. Der Zar allein hält die Klin- gen in der Scheid e."

Kirche und Schule.

Berlin, 16. Jan. Gcaen 500 Herren und Damen begehrten am Montag abend vergeblich Einlaß in die Aula des Wilhelms-Gymnasiums, um dem Vortrag- Cyllus der freien Hochschule zu hören. Sie erhielten schließlich den Bescheid, daß auf Grund einer telegraphischen Weisung des Provinzial-Schulkollegiums die Aula für die Versammlungen der freien Hochschule gesperrt sei. Ter Tirektor des Gymnasiums wurde erst Dienstag morgen von dem behördlichen Verbot brieflich verständigt. In diesem Schreiben heißt es, die Sistierung der Vorlesungen sei aus grundsätzlichen Bedenken erfolgt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 16. Januar 1904.

- AuS dem Bureau des StadttheaterS. Es sei auf die morgigen Sonntagsvorstellungen ausdrücklich hingewiesen. Nachmittags 81/, Uhr wird als Fremdenvor­stellungZapfenstreich* gegeben und abends 8 UhrKyritz- Pyritz*. Voraussichtlich durften beide Vorstellungen große Anziehungskraft ausüben. Die Musik zur Posse wird von der Kapelle des hiesigen Infanterieregiments gestellt unter Leitung des Musikdirektors Krauße.

** Ein Mißgeschick passierte einem Handelsmann ans dem Kreise Gießen, der eine Perücke trägt. Er wollte dieser Tage eine Kuh von einem Dorfe zuni andern bringen. Plötzlich scheute die Kuh inmitten des einen Dorfes, schleuderte den Handelsmann zu Boden und die Pcrrücke flog in weitem Bogen auf die Straße. Ein Hund, der in der Nähe stand, faßte die Perrücke und lief damit davon. Nun wußte unser Händler nicht, sollte er zuerst dem Hund oder seiner Kuh nachlaufen. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

* Die Lahn beginnt wieder in ihre Ufer zuruckzu- traten, nachdem gestern Frost eiutrat und das Regenwetter nachließ. Auch die Wieseck ist bedeutend gefallen. Tie Hohen sind wiederum mit Schnee bedeckt.

** Der Verband der Spengler meist er und Installateure im Großher.rvcckum Hessen halt hier in Gießen am 24. Januar eine Versammlung ab, welche den Grundstock zur inneren Organisation des Verbandes legen soll lieber die Pele und Bestrebungen des HauowerlS wird Redakteur ?. W. Metzger aus Mannheim, über das GenossenschaftSwesen in seiner Bedeutung im ycmdwerr rireftor Otto Paech-Darmstadt reden.

Nidda, 15. Jan. Gestern sand im Hotel , Traube*' eine Versammlung statt, welche vorläusig Beratung hielt über die für Herbst hier projektierte Generalversammlung de§ LandesgewerbevereinS, verbunden mit einer Ans­tellung der Arbeiten der Gewerbeschulen von Ober­hessen. ES wird beschloßen, die Ausstellung im hiesigen SchulhauS zu eröffnen. Die sonstigen Veranstaltungen bleibe» besonderen Versammlungen vorbehalten.

Mainz, 15. Januar. Am! Montag toatf der kommandierende General des 18. Armeekorps, v. Linde­rs u i st, hier, dkach dem Mainzer Anzeiger soll eine An­gelegenheit besprochen worden fein, die strengstes Dienste geheimnis zu bleiben hat. Bekannt ist nur, daß dev Höchstlommandierende des 18. Armeekorps sämtliche Mainzer Generäle und Regimentskommandeure auf 9 Uhr in daS Militarlasino befohlen hatte und auf 10 Uhr sämtliche Offi­ziere des Husarenregiments König Humbert (Hessisches) Nr. 13. Man bringt die Anwesenheit des kommandierenden Generals mit dem Gerüchte über den Tod eine» Husaren in Zusammenhangs Am Dienstag starb nämlich im Lazarett der Husar Kocy aus Mvmbach, nachdem er in der Reitbahn gestürzt war. Wie das genormte Matt mit­teilt, soll gegen einen V'.zewachtmeister der Eskadron Kochs eine Untersuchung eingeleitet sein, weil dieser Koch nach seinem Sturz vom Pferde mit dem Fuße ge- treten habe. ___

Vermischtes.

* Berlin, 16. Jan. Die Morgenblatter melden, int Laufe des gestrigen Nachmittags sei bei der Reichsbank eine größere Anzahl sehr gut gelungener, wahrscheinlich Im Auslande hergestellter Fälschungen von Hunderd» markscheinen angehalten worden.

Dresden, 15. Jan. Einer der in der Pirnaer Dnellaffäre verwundeten vier Leutnants ist seinen Verletzungen erlegen. (Vgl. unser heutiges Frühblatt.)

* SD ft eit b e, 15. Jan. Ein Beamter des internationalen Zuges Ostende-Warschau entdeckte gestern, unter dem Luxus­wagen angebunden, einen jungen Mann, der bei seinem! Verhör angab, ein in Paris wohnhafter russischer Stu­dent zu sein und die Fahrt nach Rußland und zurück bereits zweimal auf diese Weise gemacht zu haben, um nihilistische Schriften nach Rußland einzu- schmuggeln. Er wurde dem Justizminister zur Ver­fügung gestellt.

* P a r i &, 15. Jan. Von allen Seiten laufen Nachrichten über Schäden ein, die der letzte Sturm angerichtet hat. In Bar le duc stürzte ein Kirchtur m ein, wodurch ein vor der Kirche haltender Kutscher mit seinem Gespann verschüttet wurde.

Toulon, 15. Jan. Tie Untersuchung über die Er­mordung der Gattin des Leutnants Trouville hat ergeben, daß es sich um einen Lustmord handelt. Der Mörder hatte zuerst versucht, die Frau zu vergewaltigen.

* Wien, 15. Jan. In Hofkreisen verlautet, Herzog Philipp von Orleans, mit der Erzherzogin Maria Dorothea, Tochter des Erzherzogs Josef, seit acht Jahren vermahlt, wolle die Ehe lösen. In Brüssel habe ein orleanistischer Familienrat statt gesund en, wobei, der Herzog er Härte, die Ebe wegen Kinderlosigkeit zu lösen. Nach der Scheioung wolle der Herzog die Prin­zessin Pauline Metternich heiraten. Ter Kaiser solle schon die Genehmigung zur Scheidung ver­weigert haben.

* Laibach, 15. Jan. Heute morgen wurde hier ttnb in der Umgegend ein mittelstarkes 6 r b 6 e 6-e n verspürt, welches sich in der Richtung von Ost nach West bewegte. Soweit bis jetzt bekannt ist, hat es keinen Schaden au- gerichtet.

* T r i e st, 15. Jan. Hier wurde der A u a r ch i st Schnei­dergehilfe Fr. Krause aus Böhmen wegen gefährlicher Bedrohung seines Dienstgebers verhaftet. Bei Krause wurden zahlreiche anarchistische Schriften beschlag­nahmt.

* Chicago, 15. Jan. Wegen ungenügender Feuer sich er h eit sind 15 Kirchen und eine ©i)na» g o g e geschlossen worden. .

MivruI'lWs-Uachrrchtcn.

In Gießen wird vom 18. bis 20. April ein Kongreß für experimentell e Psychologie stattfinden. Zahlreiche Vorträge und Demonstrationen sind angcmeldet, auch ist eine Aus­stellung von Appararen in ?Iussicht genommen. Wie man uns ans Herdelberg meldet, wird sich am 16. ds. Tr. med. F. Ker- m nunc r nut einer Probevorlesung überDie Ursachen der Sterilität der Frau" bei der medizinischen Fakullät icr genannten Universität habilitieren. Weiter schreibt man aus H e i d e l der g: Dr. K. jammer, Privakdozcnt für innere Medizin an der hiesigen Lochschule, ist zum n. o. Vroüsior ernannt worden. Die nachlten R ö n t g e n ° K u r s e in A s ch a i' e n b u r g beginnen am 2. Febr. Anmeldungen sind an Dlediz.-Rat Dr. Roth, Landgerichts- und Bezirksarzt In Aschassenburq zu richten. - Da? Proseßoren-Kolle- gium der philosophischen Fakultät an der Wiener Nmversttat wird sich demnächst mit der Neubesetzung der Lehrkanzel für egyptische Sprache und Altertilmeknnde belassen. Professor Dr. R e i n i sch wird nach Abiolviernng seines Ehrenjahrcs am Schlüsse de? Studienjahres vom akademischen Lehramte scheiden.

Prof. Dr. B o n n H o f e r an der Universität Königs» berg wurde'zum ordentlichen Professor der Psychiatrie und zum Direktor der Jrrenklinik an der Heidelberger Universität ernannt. , _ . _ -. --1

Gcrichüsüal.

B.-B. Derrmstadt, 15. Jan. Einer U e h e r s ch r e i tri n g des Z ü eh l i g u n g s r e cht e s Hatte sich der 20jährige Schul- Verwalter Georg Reisinger in Rüsselsheim schuldig gemacht, der deshalb vor der hiesigen Strafkammer wegen Vergehensi