Erläuterungen.
1. Ms Werkstätten gelten neben den Werkstätten im Sinne des § 105 b Abs. 1 der Gewerbeordnung auch Räume, die zum Schlafen, Wohnen oder Kochen dienen, wenn darin gewerbliche Arbeit verrichtet wird, sowie rm Freien gelegene gewerbliche Arbeitsstellen.
2. Verzeichnis derjenigen Werkstätten, in deren Verrieb, abgesehen vom Austragen von Waren und von sonstigen Botengängen, Kinder n i cht b e s ch ä f r i g t w e r d e n dürfen. Werkstätten zur Anfertigung von Schieserwaren, Schiefertafeln und Gaffeln, mit Ausnahme von Werkstätten, in denen lediglich das Färben, Bemalen und Vetteben sowie die Verpackung von Griffeln und das Färben, Liniieren und Ein rahmen von Sa^esertafeln erfolgt. Werkstätten der Steinmetzen, Steinyauer. Werkstätten der Steinbohrcr, -schleis er oder -Polierer. Kaltvreunere.en, G.psbrcnnerrien. Werkssttten der Töp.er. Werkstätten der G.asblä.er, -ätzer, -schleiser oder -matnerer, mit Ausnahmen der Werkftälleil der Glasb.ü.er, in denen aussu/ckestAch vor der Lampe geblasen witö. Spiegelbelegere.en. Wertstätten, in denen Gegenstände auf galvanischem Wege dura) Vergolden, Versilbern, Vernickeln und dergleichen mit Mela.lüberzügen versehen fverdcn oder in dellen Gegenstände auf galoano- plani-chem Wege hergestellt werden. Wertstätten, in denen Blei- und Zinnsfstelwaren bemalt werden. Blei-, Zink-, sstnn-, Rot- mio Gelbgießerelen und sonstige Metall- meßereien Werkstätten der GWkler und Bronzeure. Werkstätten, in denen Blei, Kupfer, Zink oder Legierungen diejer MetaNe bearbeitet oder verarbeitet werden, mit
Ausnahme von Werkstätten, in denen ausschließlich eigene Kinder und dlese lediglich mit Sortieren und Zufammen- jetzon von Uhrenbestandteilen beschäftigt werden. Metall- jchleifereicn und -polierereien. Feilenhauereien. Harnisch- machereien, Bleiankuripfereien. Werkstätten, in denen Quecksilber verwandt wird. Werkstätten zur Herstellung von Ervchsivstoffen, Feuerwerkskörpern, Zündhölzern und ^itoiuaien. Abdeckereien. Werkstätten, in denen Ge pinste, Gewebe und dergleichen mittels chemischer Aoentien gebleicht werden. F-äcbereien. Lumpensorttcre- rean. Felrcinsaizereien, Gerbereien. Werkstätten zur Verfertigung von Gummi-, Guttapercha- und Kautschukw-aren. ertigung von Polsterwaren. riioßHaarjpinnereien. Wert- uätieTi der sterlmutterverarbeitung. Haar- und Borsten- zurichtereien. Bürsten- und Pinselmachereien, sofern mit auotandi,ck>em tierifchen Materiale geaiveitet wird. Fleischereien s en h aar f ckinei d er e i en. Bettfedernreiniguugs-Äu-
statten. Chemist)« Waschan>. allen. Werkstätten der Maler und Anstreicher.
Gießen, den 14. Januar 1904.
Betr.: Die Einsendung der für die Landes-Waisenanslalt zu erhebenden Kollekten und Büchsengelder.
Tos Groscherzogliche Kreisaml Gies',en
ae ote (Srvsth. Bürgermeistereien des KretieS.
rr.ller ^ounvels auf un,er Aus>ct.)l'?iven uum iu. u'-uLiinc 1877 (Amtsblatt 9!r. 3) eiiipfehlen mir Ihnen, am 31. d. Mts. die unter Ihrem und eines Gemcinderatsmitglieds Verschluß stehenden Waisenbüchscn zu öffnen und deren Inhalt
bis längstens 31. März durch eine Kosten nicht verursachende Gelegenheit an uns abzuliefern.
I. V.: Dr. Heinrichs.
Kcluinnkmachung.
Betr.: Die Bauschätzcr für den KreiS Gießen.
An Stelle des seitherigen Bauschätzers, Architekt Gustar. Hamann dahier, ist der Techniker Konrad Johannes ilÜentzel in Lang-Göns seitens der Großherzoglichen Brandoersicherungskauuner zum stellvertrctcnden Bauschätzer für den II. Bezirk des Kreises Gießen ernannt worden.
Gießen, den 12. Januar 1904., Großlstrzoglicpes Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung.
Für die das Reichsgebiet umiagende Straßen- und Klein-Bahn-Bcrufsgenossenschast ist seit dem 1. Januar 1904 der Ingenieur Joh. Friedrich Gundcrloch, mit seinem Amtswohnsitz Berlin, Krcuzbergerstr. 16/20, als technischer Aiifsichtsbeamter angestellt worden.
Tie Tätigkeit des Technischen Aiifsichtsbeamten erstreckt sich auf das Gebiet des deutschen Reiches.
Gießen, den 14. Januar 1904.
Großlsti.-ogstusts Kixisamt Gießen.
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