Erstes Blatt
154. Jahrgang
Samstag 15. Oktober 1904
GietzenerAnzeiaer
u General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
L>ie Yeutige Kummer umfaßt 16 Seiten.
fangene. und die
moch wurde 12 Meilen westlich von Ientai eine feindliche Abteilung mit Artillerie umzingelt und von Ponik ergriffen. Der Nest zog sich in Unordnung nordwärts zuriick. Die linke Armee Hot seit Dienstag nacht den Feind in der NS he der Eisenbahn, 10 Meilen nördlich von Ientai, sott- während angegriffen. Ihre mittlere Kolonne hat am Mittwoch nachmittag nach Zuruckwersung einer starken feindlichen Streitmacht Lantzechich, 5 Meilen nordwestlich von Fentai, beseht und dabei 16 Geschähe erbeutet. Die Kolonne verfolgte darauf sofort den in Unordnung zurückgehenden Feind und erbeutete während der Verfolgung weitere 4 Geschütz. Der Feind unternahm zweimal verzweifelte Gegenangriffe, wurde aber beidemale mit schweren Le rillst en zurückgeschlagen. Die rechte Kolonne der linken ?trince erbeutete bei der Verfolgung deS FeindeS in der Nähe von S Hill ho fünf Geschütze und fünf Dl» uitionSwagen.
Die erste Mandschurei-Armee.
Ein Telegramm Ssach arows vom 14. Oktober meldet an den Generalstab: Am 13. Oktober setzten die Truppen der erjteti Mandschureiarmee den Kampf fort. Der Gegner ging energisch rum Angriff auf unseren rechten Flügel vor, besonders tn der Richtung auf das Dorf Sial- n i u h e t s i. Die Id ort stehenden Truppen behaupteten aber alle von ihnen besetzten Stellungen, indem sie zahlreiche Angriffe der Japaner zurückschlugen. Auf unserem äußersten rechten Flügel behaupteten die Truppen ebenfalls ihre Stellungen. Da die Truppen, welche bei Sial- niuhetsi im Kampfe standen, beim äußersten rechten Flügel vorgeschoben waren, wurde bereits am Morgen diesen Truppen befohlen, bis zum Anbruch der Dunkelheit sich zu halten und dann zurückzugehen, um keine gar zu isolierte Stellung zu haben. Der Rückzug begann um 6 Uhr abends in voller Ordnung. Der linke Flügel der Armee setzte am 12. Oktober den Angriff auf die Pässe fort. Nach außerordentlich hartnäckigem Widerstande des Feindes besetzten wir die den Pässen benachbarten felsigen Berg kuppen. Die Japaner erhielten aber bedeutende Verstärkungen, und angesichts dcr Gefahr, in der sich diese Abteilung infolge ihrer zu weit vorgeschobenen Stellung befand, wurde ihr befohlen, etwas zurückzugehen. Der dem Kampfe am 13. Oktober zeichneten sich besonders das vierte ostsibirische, das fünfte sibirische und das Regiment Irkutsk aus; vorzüglich war auch die Haltung von Teilen des 85. Infanterieregiments Wiborg. Unsere Verluste in den drei Schlachttagen sind bedeutend.
Tie Verluste auf beiden Seiten.
Die bisherigen Verluste der Nüssen seit dem 10. Oktober werden in Petersburg auf 12000 Mann, die der Japaner auf 18 000 Mann geschätzt. Nach einer Meldung aud Mukden haben besonders das 1. europäische Armeekorps unter General Bilderling und das 5. sibirische Armeekorps unter Sanibasew sehr stark gelitten, weil im entscheidenden Augenblick die Armee des General Oku 5 frische Regimenter erhielt, welche mit starker Artillerie an den wichtigsten Punkten nördlich von Ientai operierten und Verwirrung in die russischen Kolonnen brachten.
Nach der japanischen amtlichen Aufstellung sind in den Kämpfen vor Port Arthur vom 26. Juni bis zum 31. Juli auf Seite der Japaner 27 Offizier getötet und 133 verwundet worden.
mittlere Armee schreitet erfolgreich fort. Am Mitt-
von Ientai und verfolgten den Feind kräftig. Die mittlere Armee begann ihre Operationen Dienstag Nacht und erreichte am Mittwoch Morgen die Anhöhen einige Meilen östlich von Ientai; sie erbeuteten beim Kamvfe zwei Feld- geschütze und acht Mmutionswagen. Bei der Verfolgung des Feindes erbeutete sie bei Sa n kugish ischa n elf (?) Feldgeschütze mit Munitionswagen und machte weitere 160 Ge- Die Verfolgung deS FeindeS durch die rechte
Nr. 243
OrlAtitst täglich nufon SanntagS.
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Nolaiion-druck n. Verlag bet Brühl lchen Unwerj.-Vuch'U. Stern- bruderei. 91 Sange, PUhafttrm, frrpebUUm und Truaeret:
Krhulslrabe V,
KbreHe für Tevejchenr Anzeiger VUctzeu.
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Der KSnkq von Sachsen -f.
Wir erhielten heute früh folgendes Telegramm:
Dresden, 15. Oft. König Georg von Sachsen ist heute nacht 2 Uhr 25 Minuten gestorben.
Nach zweijähriger, vom häuslichen Mißgeschick schwer heimgesuchten Regierung ist König Georg der Krankheit, an der er feit längerer Zeit litt und die schon öfter Anlaß zu schlimmen Befürchtungen gegeben hat, erlegen. Die Aufregung, die das eheliche Unglück seines Sohnes, des Kronprinzen, in sein Leben hirfeingetragen hat, muß cm der Gesundheit des greisen Fürsten sehr gezehrt haben. Das „Dresdener Journal" veröffentlichte gestern, am 14. d. M., eine Bekanntmachung des Gesamtministeriums, welche sagt, daß der König infolge seiner gegenwärtigen Erkrankung den Kronprinzen zu seinem Stellvertreter bezüglich aller Regierungsgeschäfte bis auf weiteres bestellt habe. Nun ist der König schnell aller Negiernngssorgen entlastet worden.
Am Donnerstag nachmittag fand eine Konsultation der königlichen Lc'bärzte mit Medizinalrat Eurschmann in Pillnitz statt. Die gemeinsame Untersuchung ergab eine Abnahme der Kör^crkräfte und eine Verminderung der Herz- kraft, welche, wie schon früher festgestellt, durch Ernährungsstörung der Herzmuskulatur und durch krankhafte Veränderung der Gefäßwände bedingt ist, und zu Schwellung der witteren Extremitäten aeführt hat. Die Atemnot und die Beklemmungen waren sehr lästig. Der König schlief nur mit großen Unterbrechungen. A!m Mittwoch nachmittag konnte der König noch mehrere Stunden im Krankenstuhl zubringen, während sein Zustand dies Donnerstags nicht mehr zuließ. Vorübergehend fühlte sich der König etwas freier. So sand er noch Gefallen am Schachspiel. Nun scheint ihn plötzlich ein Herzschlag dahin- gerasst zu haben. Nähere Meldungen über die letzten Stunden des Königs fehlen noch.
Kronprinz Friedrich August, der am 25. Mai 1865 geboren ist, wird nun die Regierung als Nachfolger seines Vaters übernehmen. Der verstorbene König Georg war am 8. August 1832 geboren, hat also ein Alter von 72 Jahren erreicht.
Ker cSippdrfk N^rnksÄaflsKrcit.
Die „Berliner Morgenpost" hat den Grafregenten Leopold durch ihren Redakteur Ehrnhorst interviewen lassen, das Gespräch aber zum Teil nicht richtig wiedergegeben. Vor allem aber haben viele Blätter auch den richtigen Teil der Veröffentlichungen in der „Morgen- post" falsch aufgefaßt und beurteilt. Von zuständiger Seite erfolgt nun eine Berichtigung. Der Grafregent Ernst hat nach dem Empfang der Kaiserdepesche im Jahre 1898 nicht gesagt: „Ich bm der Fürst eines kleinen Landes, der kann einen Schlag von oben verttagen; die Kaiserkrone aber darf nie einen bekommen", sondern er hat sein Urteil in folgenden, von dem Grafregenten Leopold in dem Gespräche wiedergegebenen Worten tum Ausdruck gebracht: „Ich bin der Regent eines kleinen Landes; ich kannmal einen Schlag bekommen, ohne daß die Freude am gemein- amen großen Vaterlande Schaden erleidet. Dagegen muß ein Angriff auf die Kaiserkrone aus Gründen )es Reichsinteresses vermieden werden." Die Stellung )es Grafregenten Leopold zu dem Romintener Kaiser- telegramm wird, wie folgt, modifiziert: Grafregent Leopold hat erklärt: Hätte er in dem Kaisertelegramm nur eine persönliche Kränkung erblickt, so hätte er dafür Sorge getragen, daß es zu niemandes Kenntnis gekommen wäre. Das Telegramm habe aber eine Verletzung der Souveränitätsrechte des engeren Vaterlandes enthalten, des Vaterlandes, an dessen Spitze er durch Gottes Gnade berufen et. Angesichts dieser Lage hätte er es vor seinem Gewissen und seinem Volke nicht verantworten können, zu schweigen.
deutsches Reich.
Berlin, 14. Okt. Tie Staatsmitgift der Herzogin Cecilie zu Mecklenburg, der Braut des Kron- winzen Wllbttm, wird im nächsten Monat zur Regelung kommen. Wie aus Schwerin mitgetcilt wich. ist der mecklenburgis^e Landtag zum 15. Oktober nach Malchin ttnberufen. Zur Beratung steht it. a. eine Vorlage, die sich mit der Gewährung eines festen Nnterhaltungszuschusses für die Hcrozgin Eeeilie anläßlich ihrer bevorstehenden Vermählung mit dem deutschen Kronprinzen be- ässen wird.
— T-r Magistrat beschloß heute in Sachen des Schul- Konfliktes eine Beschwerde an den Kultusminister zu richten.
— Tie „Nordd. All. Ztg." meldet: Zur Teilnahme an der Eröffnung deSKaiserFriedrich-Gvmnasiums sagten ich auf kaiserliche Einladung von ausländischen Gästen des weiteren an: aus London der Direktor der National Galerh §ir Edward Pointer und der Direktor des Southkensington- Musenms Sir Caspar Purdon Clarke, auS Amsterdam der Direktor des RykSmuseumS Rymsbyk, cms Budapest der Direktor deS ungarischen Nationalmuseums v. Szalah.
Lütjenburg, 14. Okt. Im intimsten Familien- und Freundeskreise fand heute die Ueberführung der sterblichen Hülle des Grafen Waldersee nach der ihm von seiner Gemahlin errichteten Grabstätte statt. Am Eingang fang die Trauergemeinde den vom Trompeterkorps des FeldartiN-'rie-RegtS. Graf Waldersee begleiteten Choral: „Jesus, meine Zuw'rsitch". Hauptpastor Möding hielt die Weiherede. Unter den Klängen des Liedes: ,.Wc> findet die Seele die Heimat, die Ruh'!" ttngen echs Unteroffiziere des oben genannten Regiments die £ci.hc deS Verewigten zur letzten Ruhestätte. Nach der Feier wurde im Schloschar? ein zur Erinnerung an die C h i n a e r p e d i t i o n errichtetes Denkmal ein geweiht. Vom Kaiser traf folgendes Telegramm ein: „Gräfin Wcllderice Neversdorf bei Lütjenburg.
Aus Anlaß der Ueberführung der sterblichen Hülle JhreS verewigten Gemahls, meines Generalfeldtnarschalls und General- ad''utanten nach ihrer bleibenden Ruhestätte spreche ich Ihnen und Ihrer Familie erneut meine aufrichtige Teilnahme an dem Hintritt des Verewigten aus. Wilhelm."
— Ueber den Gang der Hande lsvertragSver- handlungen in Bern vernimmt eine Korrespondenz deS „Verl. Tagcbl.", daß seit einigen Tagen keine Plenarsitzungen stattgefunden haben, da die deutschen Delegierten definitive Instruktionen zur Wciterführung der Diskussion erwarten. Von schweizerischer Seite wird erklärt, nach dem Eintreffen dieser Instruktionen würde man erkennen können, ob eine Einigung möglich sei. . Tie St. Galler „Ostschiveiz" erfährt von einer längeren Audienz, die der alte Nationalrat Tr. Eurti in Domburg mit dem Reichskanzler Grafen Bülow letzter Tage hatte. Tie ganze Art des' Empfanges deutet darauf hin, daß Curti in vettrau- licher Mission handelte, deren Grund in den Schwierigkeiten zu suchen sei, die anläßlich der Erneuerung der Handelsverträge entstanden.
Ausland.
Laibach, 14. Okt. Ter Landtag nahm den Dring» lichkeitsantrag des katholisch-nationalen Abg. Krek an, in welchem das Bedauern darüber ausgesprochen wgvd, daß der Land'sprö-sident v. H e i n im Landtage ausschließlich deutsch spreche, und der Landesausschuß beaufttagt wird, Zuschriften der Landesregierung, die nur in deutscher Speache verfaßt sind, nicht mehr anzunehmen. Bei Verkilndigung d-'s Mstimm- ungsergcbnisses erheben sich die katholiscknationalen, sowie das Publikum auf der Galerie auf ein von Sustersic gegebenes Zeichen mit minutenlangem Lärm und unter minutenlangem Rusen: Abzug Hein! Hinaus mit ihm! Der Landeshauptmann schließt inmitten des Lärms die Sitzung.
Bukarest, 14. Okt. Ter König, die Königin, der Prinz und die Pttnzessin von Rumänien sind mit dem Prinzen Karol und dem Erbprinzen Wilhelm von Lohenzollern heute zu mehrtägigem Aufenthalte in Jassy eingcttoffen und wurden von der Bevölkerung begeistert empfangen.
Washington, 14. Okt. Präsident Roosevelt hat sich entschlossen, noch vor seiner Wahl die Mächte wegen Einberufung einer neuen Friedenskonferen» sondieren zu lassen. Nach seiner Wahl will er die nötigen Verfügungen wegen Einberufung dieser Konferenz treffen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 16. Oktober 1904.
** Personalien. Die Bahnwätter in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft: Hamm zu Heppenheim, Witzler zu Hepvenheim und Schneider zu Heppenheim wurden auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treu gcleistetdn Dienste in den Ruhestand versetzt. Dem Bahnwärter Witzler wurde aus diesem Anlaß das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für heue Dienste" verliehen.
* Auszeichnungen. Nach soeben eingetroffener offU Heller Nachricht ist der Druckerei deS Gießener Anzeigers fBrüh l'schon U niversitätSdruckerei N. Lange) aus der Weltausstellung in St. LomS die Silberne Medaille verliehen worden. — Die Nudhard'sche Gießerei in Offenbach a. M., deren Inhaber die Söhne Karl und Wilhelm des verstorbenen Zigarrenfabrikanten Carl Klingspor sind, wurde mit dem Großen Preis ausgezeichnet.
** Gießener Schuldverschreibungen. Nachdem im Anzeigeteil unseres Blattes Kweimal die Bekanndi^ machung betreffs Umwandlung der 4 prozentigen Schuldverschreibungen der Kirchengemeinde Gießen in 8i/r proz^, erschienen ist, machen wir hier nochmuls darauf aufmerk' sam, daß die Umwandlung be;w. Abstempelung dieser Schuldverschreibungen spätestens bis zum 1. November d. I. zu geschehen hat, bei der Bank fürtzandel und Industrie, Depositenkasse Gießen, zu Gießen. Bet dieser Llbstempelung wird jedem Besitzer 1 Prozent, alsü 1 Mark von je 100 Mark des Kapitals, als Umwandlungsprämie sofort bar ausbezahlt; desgleichen der Zinsenunterschied zwischen 3Vr zu 4 Prozent vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1904, weil die neuen Zinsbogen vom 1. Oft d. I. an laufen. Die Kirchenvorstände, die Schuld-Ver^ schreibungen besitzen und ihre Voranschläge für 1905 bereits abgeschlossen haben, brauchen nicht zu befürchtens daß sie im nächsten Jahre in Verlegenheit geraten; denn für das Vs Prozent, das sie demnächst entbelpren werden, wird ihnen ein ganzes Prozent als Prämie sofort auS- gezahlt. Alle biS zum 1. November nicht umgewandelten bezw. abgestempelten Schuldverschreibungen sind auf den 1. Januar 1905 zur Rückzahlung gekündigt. Von da <nt hört die Verzinsung derselben auf. Man versäume darurN Nicht, die Umwandlung der Sck)uldverschrcibunaen recht- zeitig, noch im Oktober vornehnren zu lassen.
•’ AuS dem Militär - Wochenblatt. Haniel, Leutnant im 2. Großh. Hesi. Feldartillerie-Regiment Nr. 61, scheidet am 18. Oktober d. I. auS dem Heere aus und wird mit dem 19. Oktober in der 2. Ersatz-Batterie der Schutztruppe für Südwestafrika angestcllt.
Kaufmännischer Verein. Auf den nächsten Montag im Neuen Saalbau stattfindenden Vortrag deS Herrn Dr. Wegener-Berlin über den Panama-Kanal sei nochmals aufmerksam geviacht. Der Redner spricht au§ eigener Anschamlng, erläutert den Vortrag mit zahlreichen Lichtbildern, und daher kann der Besuch bestens enipsohlen werden. Dev Eintrittspreis ist gering.
** Aus dem Bureau deS StadttheaterS. Nochmals sei auf die morgige erste Fremden-Vorstellung, die zu ermäßigten Preisen nachmittags halb 4 Uhr die erfolgreiche Novität „LiebeöManöver" bringt, hingewiesen. — Sudermanns „Ehre", die mehrere Jahre vom Spielplan verschwunden war, wird morgen Sonntag abend in einer wohl vorbereiteten Vorstellung in Szene gehen. Die Hauptrollen liegen in Händen der Herren Steingötter, Lüttjohann,
Z>cr Krieg zwistken Japan und Ziußlaud.
Mißerfolge der Ruffen.
Wie General Kuropatkin meldet, stellt sich nach den /is heute nachmittag 1 Uhr ein gelaufen en Berichten heraus, daß am 12. Oktober zwei Regimenter auf dem rechten rusfischen Flügel bedeutende Verluste erlitten. Der Brigadekommandeur wurde verwundet, der Regimentskommandeur getötet. BeideRegimenter^ogensich zurück und ließen die Artillerie, die sich bei ihnen befand, aus dem Schlachtfeld zurück Dann aber eroberten dieselben Regimenter unter Führung des Obersten Wannowski,der als Ro.ngältcster den Oberbefehl über die Brigade zeitweilig übernahm, die Artillerie außer 16 Geschützen, die in den Händen des Feindes blieben, zurück. Der endgiltige Ausgang deS Kampfes ernt 12. Oktober zeigte jedoch auf diesem Flügel infolge.des japanischen Nachtangriffes für die Russen keinen Erfolg. Die Truppen wurden nicht nur genötigt, ihre Stellnugen zu verlassen, sondern verloren auch zum zweiten Male die (beschütze, die sie den Japanern bereits wieder einmal abgerungen hatten. Tie Truppen zogen sich auf die bereits vorher in Mssicht genommene Stellung am Schaheslusse zurück.
Der Bericht des Marschalls Oyama.
Marschall Oyama berichtet: In der Nähe von Pensi hn würben am Mittwoch die feindlichen Gegenangriffe ans allen Seiten abgeschlagen. Die rechte Armee sandte eine Abteilung nach Shikiaotze, acht Meilen nördlich von Pensihn, um dem Feinde den Rückzug abzuschneiden. Die mittlere und die linke Kolonne der rechten Armee besetzten am Mittwoch mehrere Anhöhen im Nordosten der Bergwerke
monalllch7b oterteU jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- jährl. auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zellenvrets^ lokal 12PH, LuSwärlS 20 Pfg.
Verantwortlich fflt den poht und allgem. teil P. Wtttko: Mr .Stadt und Land" und ,6;enchtSjaa|E: August Goetz, für den An- «einenteil Han- Beck.


