'S
b. Als tD. U
*frn Qbcnb
urlSik^,
^rcin§
^Prunq d»°
bitt in der i Dom Pre- • Äe Haupt«
‘ ac'tcm im ,or.ben Heß. mir ^lqendc 00 M. auf ,l'rvinne von Cri1inne von 10992, lZ-, ^84 54188 ^’nne von
24077 42717 W83
!S105 81484 •U13 98439 •308 107240 691 124834.
Ä btiuzMt, M? °'r- «an
■ T"* /'cb®S.
^kfcer ^bramttz. ^^rlehrxx
Blutlache bezeichnete die Unglücksstätte, an der sich viele Hunderte rasch angesammelt hatten. (M. Tgbl.)
kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Wetzlar wurde ein Zögling der Präparandenanstalt, welcher sich eine ganze Reihe Diebstähle zu Schulden hat kommen lassen, aus dem Klassenzimmer heraus verhaftet.
Aer KreßKongreß.
Wien, 14 Sept. Die deutschen Delegierten zum Pre sse- k o n gr e h wurden heute mittag von dem deutschen Botschafter Grafen Wedel in der Botschaft empfangen. Während des Rayl es hielt der Botschafter eine Ansprache, in welcher er darauf hinwres, daß die.Presse als Vertreterin der öffentlichen Mein- ung in erster Linie dazu berufen imb verpflichtet sei, erzieherisch auf Gern und Stimmung der Nationen zu wirken; sie sei ferner berufen, die höchsten Ideale derselben, echte Vaterlandsliebe, treue Liebe und Gehorsam für den Herrscher und die Obrigkeiten zu pflegen und zu fördern, und damit eine wahrhaft patriotische Pflicht zu erfüllen. Zum Schluß brachte der Botschafter ein Hoch auf Kaiser Wilhelm, die deutschen Fürsten und die freien Städte aus. Im Namen der deutschen Delegierten dankte alsdann Chefredakteur Stolz dem Gastgeber und seiner Gemahlin für die liebenswürdige Aufnahme.
An dem Festmahl, das die Stadt Wien den Teilnehmern des Preßkrongresses gab, nahmen der Ministerpräsident, der Eisenbahnminister, der Untcrrichtsminister, Vertreter der Zivil- und Militärbehörden usw. teil. Bürgermeister Lueger brachte einen Trinkspruch aus Kaiser Franz Josef aus, sodann auf alle bei dem Kongreß vertretenen Lander intb auf die Festgäste. Präsident Singer trank auf die Stadt Wien und deren Bürgermeister. Der Berliner Delegierte Schweizer brachte ein Hoch auf den Ministerpräsidenten aus.
Ministerpräsident Dr. v. Ko erb er hielt eine Rede, in welcher er aus das gute Verhältnis zwischen der Presse und den ^Regierungen hinwies und betonte, daß der Tag ihnen näher rücke, an welchem die Erkenntnis allgemein sein werde, daß die Presse nicht terroristisch die öffentliche Meinung mache, sondern nur ein Manometer sei, der die Spannung in dem großen Kessel der.Volksseele anzeige. Kein Wille sei imstande, die Presse zu völligem Stillschweigen zu zwingen. Für die Presse gelten, ftlhr er fort, rot Leben keine räumlichen Grenzen, sie sei international, nicht nur auf diesem Kongreß, sondern in ihrem gesamten Wirken; auch ihr verleihe die Solidarität eine weitere Kraft. Auch sie genüge sich selbst und ihrem Zwecke am besten durch einträcht- liches Handeln. Wie vom fernen Osten ein Bureau dem andern, eine Zeitung der andern die empfangenen Nachrichten reiche, daß sie sofort zur selben Stunde überall gelesen werden, wie die Organe der Presse miteinander ihre Anschauungen über wichtige Ereignisse austauschen, und wie sie im schönsten Sinne des Wortes international sei, wenn es die Würdigung hervorragender Menschen gelte, so habe die Presse auch ihre internationale Herr- sch-aft angetreten, an der zu rütteln vergebliches Bemühen wäre. Die ungeheure Entwicklung des öffentlichen Lebens bedürfe einer umfassenden Kontrolle. Diese könne nur durch die Presse erfolgen. Jeder, der auf die Höhe seines, des Redners, Amtes steige, habe die Pflicht, aufmerksam dem Wirken der Presse auch im Äuslande zu folgen: dem Staat, der sich zu taub stelle, um nicht zu hören, wie sein Nachbar über ihn spricht, und blind, um nicht zu sehen, wie dieser für die Zukunft sorgt, der sündige an seinem eigenen Geschicke. ,Wir wollen die Wahrheit über uns hören und vertrauen, daß einem Verläumder kein Raum gewährt wird. In dem Zeichen der Wahrheit wird die Presse überall siegen. Die Wahrheit , ist der Schlüssel zu allen redlichen Herzen. Der Minister trank schließlich auf Wohl der Presse in allen Reichen und auf den Erfolg des neunten internationalen Pressekongresies.
Dcrmifdjtw.
* Köln, 14. Sept. In dem Vorort Kalk entstand heute vormittag in den Räunten der Fabrik K. I. Schleuter Groß feuer. Dasselbe fand in den großen Lagervorräten reichliche Nahrung. Das Feuer konnte bis nachmittags 3 Uhr nicht gelöscht werden, 4 Feuerwehren waren an Ort und Stelle. 2 Feuerwehrleute wurden schwer, mehrere andere leicht verwundet; auch mehrere andere an den Löscharbeiten beteiligte Versonen wurden verletzt.
* Düren, 14. Sept. Gestern abend wurde der Fabrikarbeiter Rankers von seinem Schwager Libeck infolge Streites um einen geringfügigen Gegenstand durch einen Messerstich ins Herz getötet.
• Berlin, 14. Sept. Gegen den durch seinen eigenartigen Ehescheidungsprozeß bekannt gewordenen Georg Steffen, alias Grafen Salviac, leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Hochverrats ein. Steffen soll militärische Pläne und Zeichnungen sich zur Weitergabe an Ausländer zu verschaffen gesucht haben.
* Wernigerode, 14. Sept. In Darlingerode ertränk te sich eine Arbeiterfrau mit ihren 3 Kindern.
* Prag, 14. Sept. Professor Sallaba, Lehrer an der tschechischen Handelsakademie und Herausgeber der „Caska Revue", flüchtete mit 200 0 00 Kronen Wechselschulden nach Amerika. Er hatte bekannte Persönlichkeiten, die für ihn gebürgt hatten, ruiniert.
* Unfälle. Beim Kaisermanöver schoß ein Füsilier des 90. Regiments bei Mühleneichsen mit einer Platzpatrone einem Füsilier des Gardekorps versehentlich ein Auge aus. — In Eppantale (Tirol) stürzte Baron Walter Lichtenturn in eine Felsschlucht ab und ertrank. Der Prager Tourist To der wurde auf dent Hoch- feiler von einem Unwetter überrascht und stürzte in eine Gletscherspalte. Er wurde mehrfach verletzt. — In Ren- Daberstädt bei Erfurt brachen die beiden 4 und 6 Jahre alten Söhne des Lokomotivführers Jahreit beim Spielen durch eine Holzbohle in die Ab ort grübe ein und konnten nur als Leichen hervorgezogen werden.
* Seine eigene Frau zum Fenster hinausgeworfen hat der Arbeiter Zachraun zu Königsberg i. Pr. Die beiden Eheleute sollen sich schon immer nicht gut vertragen haben; als der Mann nun nach Hause kam, geriet er wieder mit der Frau in Streit, in deffen Verlauf er plötzlich über seine Frau herfiel, sie ergriff und, obwohl sie laut um Hilfe rief und sich verzweifelt wehrte, zum offenen Fenster schleppte und auf die Straße hinabwarf. Die Unglückliche erlitt bei dem Sturze, zwei Stockwerke hoch, neben äußeren auch schwere innere Verletzungen.
* Um vom Schulbesuch befreit zu werden, hat, wie die „Franks. Ztg." mitteilt, in Kallstadt bei Frankental ein sechsjähriges Bübchen das elterliche Anwesen in Brand gesteckt. Der schulfeindliche Kleine hat mit Streichhölzern, die er sich zu verschaffen gewußt hat, einen an das Wohnhaus anstoßenden Schuppen in der Absicht angezündet, Schuppen und Haus in Asche zu legen. Befragt, uaruin er das Feuer angelegt habe, gab er an, daß er das ?au§ habe niederbrenncn wollen, damit seine Schulbücher )on den Flammen vernichtet würden und er nicht mehr in sie Schule müsse.
. * Ein Zweikampf „auf Automobile". lieber eine ganz neue Berwendungsart von Automobilen beachtet ein Mitarbeiter der Pariser Ausgabe des „Rew^- hork Herclld", welcher selbst im Automobil einen Ausflua von Paris nach Versailles unternahm. Unterwegs, ans emer Stelle, wo sich zwei Landstraßen kreuzen, mußte er Halt machen, da zwei Automobile ziemlich, großen Kaubers, welche direkt gegeneinander angefahren waren, die Passage versperrten. Trotz seiner höflichen Bitte, Platz zu machen, rührten sich die Inhaber beider Gefährte nicht von der Stelle, da sie in einer heftigen Debatte begriffen warien, die sie in englischer Sprache führten. Es waren, wre man der erregten Unterhaltung entnehmen konnte, zwei Amerikaner, von denen der eßne ein Anhänger Roosevelts, der andere ein enthusiastischer Verehrer Parkers war und die über die Präsidentenwahl stritten. Schließlich kam es zu persönlichen Beleidigungen. „Sie sind ein Lügner!" rief der Parteigänger Roosevelts. „Sie haben es gewagt, mich einen Lügner zu nennen?" schäumte der Parkerianer, „dann sind Sie ein elender Hund wie alle Ihre Gesinnungsgenossen!" „Sie müssen mir Genugtuung! geben!" brüllte der Beleidigte. „Sie sollen sie sofort haben!" hohnlachte der -zweite, „ich! zertrümmere Sie!" Und mit diesen Morten bewegte er sein Automobil eine Strecke rückwärts, um dann Mit voller Kraft aus den Gegner loszufahren. Dem ersten Zusammenstoß widerstand das Ge- fitge der Magen. Das Manöver wurde jedoch mehrmals mit steigender Wlut wiederholt, bis schließlich beide Automobile zertrümmert in den Graben sielen und die Chaüffeure in die Luft flogen. Stöhnend fawd dann der Mitarbeiter des „Newyork Herald" die verwundeten Kämpfer auf der Landstraße. Mit großer Mühe lud er sie auf fein Automobil und brachte sie in das nächste Pariser Spital, wo ihnen Verbände angelegt wurden. Ob das Automobil- Turnier Nachahmung finden wird?
Kunst und Wissenschaft.
R. B. Darmstadt, 14. Sept. Das Hoftheater eröffnete die neue Spielsaison heute abend mit einer Festvorstellung im sog. .Jnterimsthetaer, das während des Umbaus des Hoftheaters als Musenstätte hcrgerichtet worden ist. Es stammt noch aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts, und hat schon in den siebziger Jahren lange Zeit nach dem Brand des Hoftheaters als Aushilfe dienen müssen. Der heutigen Aufführung von Mozart's „Entführung ans dem Serail" wohnten der Großherzog, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg und Prinz Andreas von Griechenland mit Gemahlin bei. Der Aufführung ging Weber's Jubelouverture mit nachfolgender Nationalhymne voraus, an der am Schluß Herr Bürgermeister Dr. Glässing ein dreimaliges Hoch auf den Großherzog ausbrachte. .Den Dirigentenstab führte zum ersten Mal der neue Kapellmeister Kittel, der die Oper sicher und feinsinnig leitete. Tie Besetzung tour mit Ausnahme des früheren Mainzer Tenorbuffos Salcher die alte. Das ausverkauftc Haus spendete der Hauptdarstellerin reichen Beifall.
Berlin, 15. Sept. Das Festmahl zu Ehren des Der- rnatolvgen-Kongresses vereinigte über 300 Vertreter der Wissenschaft. Das Hoch auf den Kaiser brachte Geh. Regierungs- rat Bumm aus. Geh Regierungsrat Kirchner toastete auf die Regenten und.Präsidenten der Länder, die Vertreter entsandt haben. Prof. Besser ehrte alle, die ihm bei den Vorbereitungen zum Kongresse geholfen haben, namentlich Sanitätsrat Rosenthals und Pros. Crvcker und trank auf das Wohl der deutschen Regierungsvertreter. Geh. Rai Lesser feierte den Ehrenpräsidenten des Kongreffes, Prof. Besnier.
Kcrichtssaak.
(h.) Frankfurt, 15. Sept. (Eigener Drahtbericht.) Vor dem Oberkriegsgericht des 18. .Armeekorps begann heute vormittag 8- Uhr die Verhandlung über die Berufung des Oberleutnants z. D. Witte, fricher im Train-Bat. in Forbach, zuletzt Bezirksoffizier in Siegen wegen des Urteils des Kriegsgerichts der 21. Division vom 30. Juli, das Witte wegen Meineids und Soldatenmißhandlung zu. 1 tJahrl utnd' 3 Tage Zuchthaus verurteilt hatte. Zu der heutigen Verhandlung sind 27 Zeugen geladen gegen 35 im ersten Verfahren. Unter den nicht wieder geladenen Zeugen befindet sich Bilse. Witte erschien heute in Waffenrock, Helm und Säbel; das letzte Mal trug er nur Waffenrock und Mütze. Dtc Oeffentlichkeit wurde ausgeschlossen.
Frankfurt, 14. Sept. Wegen Heiratsschwindels verurteilte die Strafkammer jn Franffurt den 53 jährigen Schriftsteller Salo Werner, der während des Burenkrieges im englischen Lager für Zeitungen berichtete, zu drei Jahren Gefängnis. Werner hatte sich, obwohl verheiratet, hier verlobt und seiner Braut 6000 Mark abgeschwindelt. Dann war er nach Nauheim gegangen und hatte sich dort mit der Schwester seiner Braut verlobt, der er 4000 Mark ab zu schwindeln verstand.
— Mathilde Serao freigesprvchen. Die bedeutendste italienische Schriftstellerin der Gegenwart, Mathilde Serao, die Gemahlin Edoardo Scarfoglios, des Herausgebers des verbreiteten Blattes Jl Mattino, wurde von den gegen sie aus Anlaß der administrattven Skandale Neapels.erhobenen Anklagen freigesprochcn. .Bekanntlich war der kürzlich verstorbene Senator Saredo der erste gewesen, der bei seiner Veröffentlichung über die Korruption in Neapel Woerc Anklagen gegen die Schriftstellerin erhoben hatte. Sie ist beschuldigt, lleine Leute unter Versprechungen von Stellen um Geld angegangen und das Versprechen dann nicht gehalten zu haben. Es wurde ihr u. a. vorgeworfen, den Stadtpvlizisten Foti zu einem Darlehen an sie unter der Vorspiegelung veranlaßt zu haben, daß sie seine Beförderung znm Gefreiten durchsetzen werde. Tas Darlehen bezifferte sich auf 200 Lire. Jn demselben Jahre soll sic ein Darlehen von 2000 Lire von einem gewissen Giuseppe de Simone erlangt haben. Sie hatte ihm die Ernennung zum Museumsdiener versprochen. .Die Hauptentlastungszengcn für Mathilde Serao waren der ftüherc Bürgermeister Marquis 'Campolettari und
Magistratsmitglied Contreras; sie beide traten in erster Linie für die Angeklagte ein, und so erfolgte ihre Freisprechung.
W? ^b-ndgew 46 Psff., 2. Dual 57-00 Psg., L-b-ndaemicht
3- Qual. 52—54 Psg., Lebendgewicht 00—00 Psg. —
Geschäft gut, Ueberpand unbedeutend. *
Kiserrvahn-Zeilung.
<- - 77, d Etrisch beleuchtete 0 - ZügeBerli n-K ö ln Das seit kurzem zwischen Berlin und Köln verkehrende v-Zugpaar fuhrt nur neue v-Zugwagen mit elektrischem Licht. Der elekttische Strom wird durch eine Dynamomaschine erzeugt, die auf einer nnndhrneh?;o bei? .beibc!} Drehgestelle am Packwagen
angebracht ist. Ctrom rotrb zunächst nach dem Cchaltbrett im Packwagen geleitet und geht dann in die einzelnen Batterien, die sich unter jedem Wagen befinden, und von wo cni§ die Lampen im Zuge gespeist werden. Jeder Wagen erster und zweiter Klaffe bat vier Stromkreise und zwar einen für die Seitenqanq- und Abortlampen, einen für die mittlere, einen für die seitliche Decken- lainpe und einen für die vier Leselainpen. Die einzelnen Stromkreise können icder fiir sich aus- uiid wieder eingeschaltet werden, ebenso kann ;ede Leselampe für sich ausgeschaltet werden Der Aektrisckw Strom wir^ wie wir in der Elekirotech. und polytechn. Rdsch. Fraiiksurt a. M. lesen, wahrend der Fahrt durch die erwähnte Dynaniomaschine erzeugt imb durch eine
und die elektrische Haiiptleitung in die einzelnen Wagen geleitet
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voranssichtttche Witterrrng in Heffen für Freitag, den 16. September: Meist heiter und trocken, bei kühlerer Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert.
Für die kommenden Nachte besteht Nachtfrostgefahr.
Näheres durch die Gießener Wetterkatte.
Familien-Nachrichten.
Gestorben. Herr Isidor Lekisch in Mainz.
Kirchliche Hlachrichten.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Sabbathfeier am 17. September 1904.
Freitag abend: 6.00 Uhr. Samstag vormittags: 8M Uhr.
Predigt.
Nachmittags 4 Uhr.
Sabbathausgang 7.20 Uhr.
Sonntag morgen 5.00. Nachmittags 3.00.
Montag, den 19. September 1904.
Versöhnungsfest.
Vorabend: 6.35 Uhr. Predigt morgens 6.00 Uhr. Festesausgang: 7.10 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 6.00. """H" " ' 1
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
Koblenz, 15. Sept. Eine hier abgehaltene Versammlung von Interessenten des Mosel-, Saar--' und Lahngebietes, an welcher auch Abgeordnete teil* nähmen, jwar einmütig der Ansichh, daß esire Resolution des Landtages W Gunsten der Kanalisierung der Mosel, Saar und Lahn nicht genüge, sondern daß die AufncchinL der Kanalisierung der drei Flüsse in die gegenwärtige wasserwirtschaftliche Vorlage erforderlich ist. Angesichts eines lebhaften Angriffes auf die Mvsel- und! Saar-Kanalisierung von niederrheinischer Seite ersuchte die Versanttnlung die Mgeordneten des Mosel-, Saar- und Lahngebietes, der gegenwärtigen Vorlage nur zuzustinrmen, falls Mosel, Saar und Lahn in die Vorlage aufgenomimen werden.
New-Pork, 13. Sept. Die New-Vorker Presse will erfahren haben, daß zwei Verschwörer aus Barcelona nach Vera Cruz übergesiedelt seien, um nach den Vereinigten Staaten zu gehen und den Präsidenten Roosevelt zu ermorden. Die Leute seien bei ihrer Ankunft verhaftet morden. Da ihr jetziger Aufenthalt unbekannt sei, so glaubt man, die mexikanische Regierung hätte sie summarisch hingerichtet.
vom Kriege.
Paris, 15. Sept. Der Petersburger Korrespondem ves „Echo de Paris" berichtet seinem Blatte, er habe in Peterhof Kenntnis von einem Bericht des Statthallers A l e x e j e w an den Zaren erhallen. .Alexejew hat tatsächlich den Zaren gebeten, ihn seines ^kmtes als Befehlshaber der mandschurischen. Truppen zu entheben, nicht aber seines Pvstens als Statthalter. Er werde in Zukunft beauftragt bleiben, die polittsche mti> diplomatische Vertretung auszuüben. Er werde seine Residenz in Charbin auffchlagen. Kuropatkin werde also nunmehr die einzige Verantwortlichkeit für alle Truppenbewegungen haben. — General Kuropa t kin berichtet in einem Briefe an einen Freund, daß die Lage sich wesentlich gebessert habe und daß er demnächst einen Zusammenstoß mit japanischen Truppen erwarte. Er hoffe, kräftig die Offensive zu ergreifen.
London, 15. Sept. Aufregung erregt hier eine Depesche aus Gibraltar. Der Dampfer der Orientlinie Ortona meldet, er habe gestern nachmittag gesehen, wie ein russischer Kr eu zer dabei war, den britischen Da mpfer Derwcn aus Kardiff zu untersuchen. Der Derwen gehört dem Reeder JoneS in Kardiff und ging am 7. ds. mit 6000 To. Kohle nach Port Said ab. Tie Ladung gehört der Firma Worms u. Co. Der von der Ortona la-ngegebene Platz der Untersüchirog liegt zwischen 'Lt. Vincent und der Straße von Gibraltar.
Paris, 15. Sept. Der russische Kreuzer 2. Klaffe Korea wird voraussichtlich morgen einen Hafen der Vereinigten Staaten im Stillen Ozean anlaufcn. DaS Scküff erchielt Befehl, sich den Weisungen der amerikanischen Behörden streng zu ftigen und nach Kohlcn-Einnahme in der Richttlng nach WladiNwstok abzudampfcn, um untettvcgs nach Schiffen mit Kontrebande zu spähen.
Handel Md Uerkehr. Uolkswittschast.
Berliner Börse vom 14. September 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3hg Prozent.
Alüangs- u. Schlußknrfe.
Oest. Kredit.... 204.00 205.75
Deutsche Bank . . . 224.25 224.37
Darmstädter Bank . . 142.00 142.00
Bochumer Guß . . . 207.70 207.40
Harpener Bergbau . . 217.50 217,60
Tendenz: Befestigt.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 15. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Arntliche Notienmgen der heutigen Vieh Marktpreise. Zrnn Verkaufe standen: 17 Ochserr, 6 aus Oestreich, 3 Bullen, 0 aus Oestreich, 52 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 3 aus Oestreich, 270 Kälber, 241 Schafe und Hämmel, 1654 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen l.Oualität70—71 Mk., 2. Qual. 67 69 Mk., 3. Qllal. 61-- 65Mk.; Bullen l.Qual. 61 biö 63 Mk., 2. Qugl. 58-60 Mk.; Kühe 1. Qual. 68—70Btt., 2.Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 56—58 Ml, 4. Qual. 47—49 Mk., 5. Qual. 00-00M. Kälber: l.Qual. 83 87Psg., Lebendgeivicht 49-58Vf., 2. Qual. 75—78 Pfg., Lebendgewicht 45—48 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 59—61 Psg., Schafe: l.Qual. 68 70 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual.
K o pen Hagen, 15. Sept. Blätterrneldimgen zufolge wurde em hier per Dampfer aus Schlrcden augekomniener Japaner am Landungsplätze von Geheimpolizisten emvnrtct und überwacht. Als er einige Stunden später mit der Balm nach Korsor ab- reiste, folgten ihm die Polizisten. .Hiesige Blätter meinen, die Mission ^des Japaners bestehe barin, die europäische Flotte während ihrer Durchfahrt durch den großen Belt au s zn spionieren.
Telephonischer Kursbericht.
SV8% Reiohsanleihe 8»A do. . .
Konsola . . .
3 o/n do .... R*/8% Hessen . . . 3’/, % Oborhosaon . . 4% Oostorr. Goldronfe . 4‘/ft% OcRtorr. 8ilborrento 4% Ungar. Goldrento . 4°/o Italien. Rente . . 4V, 96 Portugieser » . R°/ Portugiesen. .
l"«l C. Türken Türkonloae ...» 4°/q Orieoh. Monopol.-AnI. 4l]t% Äussere Argontiner
F nnkfnrt a W., 15.
. 102.15 8°/o Mexikaner
. 89.50 Chinesen . 101.95 Electric. Schlickert
September.r . . . 28.10 . . . 90.25 . . . 116.50
. 89.80 . 100.15 . 98.70 . 101.60
100.40 . 100.20 . 104.20 . 62.30 . 61.40
I
Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Dannstildtor Rank Dresdener Bank . Berliner Handelsgea.
Oostorr. Staatabahn Lombarden , .
Ootthardhahn . . Laurahntte . . .
Bochum .... Ilarponer . . .
Tendern: fest.
. 106 40 . 206 10 . 91.80 . 142.20 . 154.60 . 161.00 . 138.00 . 18.65 . 189,50 . 250.50 . 208.50 . 215.90


