Ausgabe 
15.3.1904 Erstes Blatt
 
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darf) deS 2. Großh. Heff. Drag.-RegtS. (Leib-Drag.) Nr. 24, Engel (Mainz) des Inf.-Regts. v. Borcke (4. Pomm.) Nr. 21, Wilbrandt (I Darmstadt), Werner (II Darm­stadt) deS 1. Großh. Heff. Jnf.«(Leibgarde-)Negts. Nr. 115, Lindenstruth (Frankfurt a. M.) des 5. Großh. Hess. Jnf.- RegtS. Nr. 168, Buff (I Darmstadt) des Großh. Mecklenb. Jäger-BatS. Nr. 14. Der Abschied bewilligt den Ober­leutnants: Biermann deS 2. Aufgebots des 1. Garde- Gren.-Landw.-RegtS. (Gießen), Pape der Landw.-Jnf. 2. Aufg. (Mainz), Schrohe der Landw.-Feldart. 2. Aufg. (II Darmstadt). Befördert zu Assistenzärzten die Unter­ärzte der Reserve Dr. Müller (Gießen), Dr. Gros (I Darmstadt).

- Hessisch.Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn ,von 250 000 Mk. auf Nr. 45707 (nach Oldenburg), ein Gewinn von 50 000 Mk. auf Nr. 69185, ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 15525, ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Nr. 92174, ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 95618, fünf Gewinne von je 5000 Mk auf Nr. 43686 50493 83682 86700 91580, Gewinne von je 3000 Mk. auf Nr. 2297 4480 4825 27684 41401 46054 46513 48953 81038 82512 91252 93297 96942 97670 99403. (Ohne Gewähr.)

* Der Jahresbericht deS hiesigen Gymna­siums für das Jahr 1903/04 ist uns heute zugegangen. Darin wird auch bekannt gemacht, daß das neue Schuljahr am Dienstag den 12. April beginnt. Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnasium werden Montag den 11. April morgens von 89 Uhr für die Vorschule, von 910 Uhr im Lehrerzimmer deS Gymnasiums entgegengenommen.

- Theater-Verein. Für die letzte Theatervereins- Vorstellung war schon seit längerer Zeit das Moliöresche LustspielDie Schule der Frauen" und als Einleitung deS Abends Octave Mirbeau's neuer EinakterDer Dieb" in Aussicht genommen. Infolge der Krankheit von Fräulein Hellberg, die in MoliöreS Lustspiel die weibliche Hauptrolle spielen sollte, mußte die Aufführung weiter, als ursprünglich gedacht, hinausgeschoben werden und soll nun erst am Montag, den 21. d. MtS. stattfinden.

♦♦ Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die Theaterbesucher werden daraus aufmerksam gemacht, daß auf dem heutigen Theaterzettel Frl. Hellberg irrtümlicher­weise als Darstellerin der Agnes in Fritzchen aufgeführt ist. Die Rolle wird von Frl. Hohl gegeben. Frl. Hellberg muß sich vorläufig noch Schonung auferlegen. Es dürfte das hiesige Theaterpublikum interessieren, daß Oberregiffeur Haag von unserer Bühne als Regisseur an das Stadt­theater Bremen verpflichtet worden ist und daß das Engagement nach persönlicher Vorstellung nunmehr perfekt geworden ist.

NamenS-Verwechslung. Vor einiger Zeit kam die Nachricht, daß in Gießen ein gewißer Oppel eingeliefert worden sei, der den Kauf des ehemaligen Hotels Seipp vor­genommen habe. Wir erfahren hierzu, daß diese Nachricht insofern unrichtig ist, als Oppel ein zu 15 Jahren Zucht­haus verurteilt gewesener, gemeingefährlicher Geistesgestörter ist, der kürzlich aus der hiesigen psychiatrischen Klinik ent­flohen war, aber mit dem Hotel Seipp nie etwas zu tun gehabt hat. Den Hotelschwindel, welcher übrigens, wie die Verhandlung vor der Strafkammer dartun wird, an humorvollen Situationen, die für eine Operette Stoff geben könnten, recht reich ist, hat ein vielfach vorbestrafter Tischler­geselle, Kempfe, aus Ehringsdorf bei Weimar verübt, den man zur Zeit in Hanau in Nr. Sicher genommen hat, weil er dort Verschiedenes auf dem Kerbholz hat. Auch die Staats­anwaltschaft in Kassel hat mit dem raffinierten Vogel zu tun. Jedoch sein Hauptschuld-Konto wird Kempfe mit der Staats­anwaltschaft Gießen vor unserem Landgericht zum Ausgleich zu bringen haben. Hat doch der Gauner außer der Affäre Seipp mit all ihren kleinen strafbaren Nebenaffären vorher, als er noch in Klein-Linden wohnte und dort den ehrsamen, wohlhabenden Handwerksgesellen machte, wie ein Raubritter in der Wetterau gehaust. Er machte von Klein-Linden mehr­fach verwegene Streifzüge in die Wetterau und führte in einer ganzen Reihe von Ortschaften, z. B. in Vilbel, Ilbenstadt re. raffinierte Betrügereien und Diebstähle aus. Der Ver­brecher befindet sich noch in Hanau, soll aber in allernächster Zeit hierherverbracht werden.

Sechzehn Geburtstage wurden gesiern abend von den diesjährigenFünfzigern" im Hotel Großherzog von Heffen gefeiert. Es sind solche 50 jährigen Geburtstage, welche in diesem Jahre vom 1. Januar bis gestern bereits gewesen sind.

♦♦ Der erste jüdische Richter in Hessen. Leb- Kastes Interesse wirb, wie wir in derWormser Ztg." lesen, rn weiten Kreisen die Ernennung des Gr. Gerichts­assessors May von Worms zum stellvertreten­den AmtsrichterinO st Hofen Hervorrufen. Mit dieser Ernennung fällt der Vorwurf, daß man in Hessen prinzipiell keine israelitischen Richter in Dienst stelle, in sich zusammen.

Gaururntag. Lehrer Kling ist nicht zweiter, sondern e r st e r Vorsitzender des hiesigen Männer-Turnvereins. Dagegen bekleidet er das Amt des zweiten Vorsitzenden der Gießener Turnerschaft.

Ein seltenes Rehgeweih (Kreuzbock) ist s. Zt. im Schaufenster der Kürschnerei August Kretzschmar ausge­stellt. DaS Tier wurde vor einiger Zeit von einem hiesigen Jäger erlegt.

)( Der Vogelsberger Geflügel- und Vogel­zuchtverein hat auch auf der ersten hessischen Landes­geflügel-Ausstellung zu Offenbach, die am Samstag eröffnet worden ist und deren Katalog 1040 Nummern aufweißt, seine Leistungsfähigkeit gezeigt. Bei der bedeutenden Konkurrenz wurden hohe Anforderungen gestellt. Es waren ausgestellt 646 Stämme Nutzgeflügel und gegen 400 Nummern Tauben. Es erhielten Ehrenpreis und 1. Preis auf Wyandottes: Simon-Ehringshausen, desgl. Keil-Strebendorf, und Södler- Nieder-Gemünden auf Silbersprenkel. Zweite Preise erhielten: Burg-Ruppertenrod, Dörr-Lehnheim, Stauf-Grünberg, Södler- Rieder-Gemeinden. Dritte Preise: Keil-Strebendorf, Ehrist- Neumühle, Fr. Jöckel-Grünberg, Mau§-Ruppertenrod, Preffer- Oberroßbach, Stein - Grünberg, Hildebrand - Gettenau, I. Zimmer-Bingmühle, Dr. Pinko-Kirtorf, Pitz-Lauter, Södler- Nieder-Gemünden. Für Tauben: Decher-Grünberg 2. Pr., Fr. Jöckel-Grünberg 2. Pr., Södler-Nieder-Gemünden einen

2. und drei 3. Preise. (In derHan. Ztg." lesen wir, daß auch 3 Gießener Aussteller mit Preisen bedacht worden ind, nämlich: Rübsamen, Fr. Becker und Joh.

Schäfer IIL)

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Jahresbericht des Frauenbundes zum Wohle alleinstehender Mädchen und Frauen zu Fran k- urt a. M. für daß Jahr 1903 ist erschienen und vom Heim deS Frauenbundes, Langestraße 36, zu beziehen.

Vermischtes.

Straßburg, 14. März. Die Schauspielerin Lans vom Colmarer Stadttheater tötete sich durch einen Re­volverschuß.

* Tie Vorstellungen im Schloßtheater zu Wolfenbüttel wurden wegen, Feuergefährlich­keit der Baulichkeiten endgiltig eingestellt.

London, 14. Mälz. Einem Telegramm aus Bris­bane zufolge lief der TampferArmagh" Beim BreaksPead Pit an der Ostküste Australiens auf und ging nach Flottwerden 20 Meilen von Bundaberg vor Anker. Tie Passagiere und Mannschaften versuchten ihre Rettung in Booten. Zwei Boote mit 58 Insassen gelangten in Sicherheit, die übrigen mit ungefähr hundert Personen fehlen. Mehrere Tampfer gingen ab, um sie zu holen.

Vnioersttüts Nachrichten.

Der veterinär-medizinische Doktortitel. Dem Staatssekretär des Innern, Grasen von Posadowsky, hat eine Eingabe des Abg. Dr. Müller-Saqan vom 15. Juli v. Is., betreffend die Anerkennung der an deutsch-schweizerischen Hoch­schulen erworbenen veterinär-medizinischen Doktortitel, Veran­lassung gegeben, mit denl preußischen Minister der geiftheben ujro. Angelegenheiten in Benehmen zu treten Nach der hieraus dem Staatssekretär des Innern zugegangenen Mitteilungträgt mau in Preußen Bedenken, den Tierärzten allgemein die Mög­lichkeit zu eröffnen, an deiitschen Universitäten den bezeichneten Titel zu erwerben. Solaiige eine solche Möglichkeit aber nicht ge­schaffen ist, hält nian es nicht für angängig, die Genehmigung ziir Führung eines im Auslande erworbenen Doktorgrades der Veteri­närmedizin für Preußen zu erteilen. Aus deuselbeil Standounkt hat sich ourf) die Mehrzahl der in Betracht kommenden sonstigen Bundesregierungen gestellt". Die Aiinalnne des Abg. Dr. Müller- Sagan, daß die meisteii Bundesstaaten die schweizerische Doktor­würde der Veterinärmedizin anerkennen, treffe daher nicht zu. Ter Umstand, daß die U n i v e r s i t ä t Gießen einen tierärzt- Heben Doktortitel verleihe, und daß dieser Titel in den übrigen Bundesstaaten einschließlich Preußens anerkannt werde, gebe der preußischen Regierung keine Veranlassung, ihre bisherige Halliing aufzugeben. Da die Angelegenheit nicht zur Zuständigkeit des Reichs gehört, sei der Staatssekretär nicht in der Lage, der Anregung des Abg. Dr. Müller-Sagan eine weitere Folge zu geben.

Der als Sachverständiger int Lepsius-Prozesse nun auch in weiteren Kreisen bekannt gewordene Pros. F u r t >v ä n g l e r - München reift in den nächsten Tagen nach Aegina, nm die Ausgrabungen daselbst sortzusetzen. Es wird dieses mal nicht oben an dem großen Tempel, sondern bei der alten Stadt unten ge­arbeitet werden. Dr. Hermann Thiersch wird in Furtwänglers Begleitung sein und später wird sich auch der Architekt Fi echt er anschließen. Die Herren haben eine Arbeitszeit von kaum zwei Moitaten vor sich.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte.

w. Gießen, 14. März. Der heutigeVi eh markt und der morgige Pferdemarkt bewirkten, daß man gei'lern abend in den Wirtschaften überall zahlreiche Handelsleute fand. Eine ganze Anzahl Pierdetransporte trafen gestern unb heute zum Markt hier ein. Bei trockenem Wetter frnin gewiß auch unser Pserdemarkt auf zahlreichen Bestich von Landbewohnern rechnen, unter denen zweifellos recht viele Käufer sein werden.

Gilenluchn-Zeilung.

Mit der E i n r i ch t tl n g vonWagen f ü r denVieh- versandt beschäftigt sich ein Runderlaß des Ministers der öffeitt- lichen Arbeiten. Tie bisher an einer Anzahl bedeckter Güterwagen in den Stirnwänden angebrachten Lüftungsvorrichtungen bei der Beförderung von lebenden Tieren haben sich bewährt. Tie Mehr­zahl der Interessenten hat die Zweckmäßigkeit und gute Wirkung der Einrichtung anerkannt, vereinzelt ist die Luktzufuhr drirch die Geltungen, namentlich bei heißem Wetter, noch nicht für aus­reichend erachtet worden. Ziir Abhilfe ist empfohlen, bei großer Hitze außer den Oeffuungen auch die Seitentüren der Wagen offen zu halten, die Oeffnungen zu vergrößern und an Stelle der Schieber sie mit Klappen zu versehen, ferner bei Bremswagen auch in derjenigen Stirnwand, in der dieBremse eingebaut ist, eine Lüftungsvorrlchtiing anzubringen. Anderseits ist zum Schutze gegen zu starken Zug unb das Eindringen von Stailb die Herstellung von verstellbaren rolljalousieartigen Vorrichtungen an Stelle der Schieber vorge­schlagen worden. Der Erlaß weist nun daraus hin, daß vor wei­terer Entschließung über die Beibehaltung und größere Ausdehnung der Einrichtung noch weitere Ersahrungen zu sammeln sind. Die Eisenbahndirektionen sollen daher Sorgen tragen, daß die aus­gerüsteten Wagen and) ferner vorwiegend zur Verladung lebender Tiere bereitgestellt werden. Nach 9 Monaten ist über die weiteren Erfahrungen zil berichten, dabei auch anzugeben, welche Aenderimgen an der Einrichtung etwa für zweckmäßig gehalten werden, ob bei Benutzung der Wagen für andere Güter Beschädigungen der letzteren durch Eindringen von Regen entstehen können, und ob sich die er­wähnte Ausrüstung für einen größeren Teil der bedeckten Wagen empfiehlt.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers.

R. B. Darmstadt, 15. März. Tie 2. Kammer be­gann heute die Beratung über die Regierungsvorlage Bett, den Entwurf einens Feldstrafgesctzes. Die Artikel 1 und 2 wurden nach dem Antrag des Ausschusses ange- nomrnen, während Bei Artikel 3 der Ausschußantrag abge- lehnt und die Regierungsvorlage angenommen wurde. Nach»- dem noch die Artikel 4 bis 8 dem Ausschuß-Antrag ent­sprechend genehmigt waren, wurde Bei Artikel 9, der eine längere Debatte veranlassen dürfte, abgebrochen. Tie nächste Sitzung ist morgen um 9 Uhr.

sd. Tarrn st adt, 15. März. (Eigener Draht- Bericht.) ABg. Köhler und Genossen richteten folgende Anfrage an die Regierung: Ist die Großh. Regierung Be­reit, noch im Verwirf des gegenwärtigen Landtags den Ständen eine genaue Tarstellung der Eigentums- und Betriebsverhältni s s e des Staatsverlages und der Tarrn st ä d t e r Zeitung zu geBen? GiBt die Regierung zu, daß das hessische Kreisblattwesen miß­ständig ist und will sie die Hand zu alsbaldiger Reform Bieten, eventuell durch Uebernahnre in Eigentum und Be­trieb deS Staates?

Berlin, 15. März. DerVorwärts" hält die Be­hauptung aufrecht, daß in sehr maßgebenden Kreisen jetzr die Diäten zu gestand en werden, doch nicht dieser

Reichstag solle sie haben. Es müßte erst ein besserer zusammen gebracht werden.

Trier, 15. März. Ter Italiener Pizzo, der wegen eines an dem Wirt Killburg begangenen Raub mord es angeklagt war, wurde vom Schwurgericht freige- sp ro ch en.

K a r l s r u h e, 15. März. Die badischeRegierung hat entgegen ihrer früheren Haltung im Bundesrat für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes ge­stimmt.

London, 15. März. Aus Port Arthur in Niu- tschwang eingetroffene Frauen russischer Offiziere berichten folgendes: Die japanische Flotte bombardierte die Forts und die Neustadt von der westlichen Landzunge aus von Mittwoch nacht bis 7 Uhr morgens. Der Schaden war groß. 38Personen wurden getötet und über 100 verwundet. Eine japanische 12zöllige Granate tötete und verwundete im Forts der Unterstadt einen Offi­zier und42Mann. DerR e t w i s a n" wurde von drei Granaten getroffen und erlitt schwere Beschädig­ungen. Auf der Kommandobrücke des Warjag wurden der Kapitän und vier Mann durch eine Granate ge- troffen. Ein Deck Offizier verschwand vollständig und von dem Grafen Nirod wurde nur ein Arm ge­funden. Es scheint, daß in Port Arthur verschiedentlich russische Batterien aus Unkenntnis auf russische Schiffe ge­schossen haben.

Rom, 15. März. Aus Buenos Avres wird berichtet: Aufständische Banditen in Urugay überfielen in der Provinz Alexandria den italienischen Wegebau- meister Rezzia und ermordeten ihn unter furcht­baren Martern. In Florida überfielen Banden einen Ita­liener namens Gi anni, vergewaltigten dessen Frau und Tochter und ermordeten schließlich die ganze Familie. In Los Pregos wurden einem Italiener die Zunge he ra us g eschni 11en. Tie Regierung ent- sandte das KriegsschiffUmBria" nach Montevideo.

Wien, 15. März. Ter Kapitän Leontjew vom Generalstal) in Warschau wurde dort verhaftet, weil er einer fremden Machit das Verzeichnis der in diesem Staate Knndschafterdienste leistenden Agenten des russischen Generalstabes verriet. Durch Versehen des Postamtes wurde eine Geldsendung für Kapitän Leontjew an den gleich­namigen Obersten Leontjew in Warschau eingehändigt, Ge­rüchte, daß Kapitän Leontjew Bereits verurteilt und er­schossen ist, sind unBegrünbet.

Yokohama, 15. März. Hier wird jetzt amtlich mit­geteilt, daß Bei den Kämpfen von Port Arthur zwei russische TorpedoBoots-Zerstörer vernichtet wurden und sanken, sowie daß drei japanische Fahr- zeuge Beschädigungen erlitten.

TeSephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M.. 15. März.

3Ve% Reiohsanleihe . . 101 75 3% do. ... 89.70 R1/,% Konsole .... 101.90 3°/o do.....89.80

Hessen .... 100.30 S1/, % Oberheason . . .. 49» Oeaterr. Go'drenfa . 101 20 4 Oeaterr. Silberrente 100 30

4% Un?ar. Goldrente, . . 99.50 4°/ Italien. Rente , . . 101.50 41 \% Porhicrieaer ... 59.00 S°/ Portngieatn. .... 58.00 1 % C. Türken ..... Türkenloee .....125.20

4°/q Griech. Monopol.-Anl. 42.00

4l/,% äussere Argentiner 42 90

30/n Mexikaner . . . 26.00

4,/er|/n Chinesen . . . . 89 25

Electrio. Sobnckert . . . 98.10

Nordd Lloyd . . . . 105.40

Kreditaktien . . « . 202.60

Diakonto-Kommandit. . . 184.70 Darmstädter Bank . , . 134 50 Dresdener Bank . . , . 247.50

Rer'iner Handelspes. . . 152 75 Oeaterr. Staatabahn . . . 137 20 Lombarden .....1410

Gotthardhahn ..... 193 50 Lanrai.ütte . ..... 229 00 Bochum ....... 191.00 Harpener......194.60

Tendenz: fest.

Bekanntmachung.

Freitag den 18. März, nachmittags 3 Uhr beginnend, wird das Abfallholz aus den städtischen Anlagen in der Ostanlage, Südanlage, von der Lonystraße, vom Schiffenbergerweg, von den Anlagen vor dem Friedhof, vom alten Steinbacherweg unb von der Grünbergerstraße öffentlich meistbietend versteigert. Es be­finden sich darunter einige für Schmiede geeignete Klötze und einige Haufen Reisig, zu Erbsenreifern geeignet.

Gießen, den 15. März 1904. 2519

Großherzvgtiuie ' nraerrneisterei Gießen.

Mecum.

TM- null Vorschuss-Lettin $11 WM

Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht.

Mlänz am 31. Dezember 1903.

Aktiva. JC £

1. Kaffenbestand 8884.45

2. Vorschuß-Konto 362238.

3. Güterkauf-

fchillings-Konto 1964.

4. Gerichtskosten-

Konto 3.90

5. Effekten-Konto 6586.95

6. Mobilien-Konto 270.

7. Immobilien-Konto 600.

8. Konto der aus-

stehenden Zinsen 7342.93

Passiva.

1. Anlehen-Konto 339132.53

2. Stammanteil-

Konto 20582.85

3. Reservefonds- Konto 13236.12

4. Konto der uner­

hobenen Darlehns- zinsen 11844.57

5. Reingewinn 3094.16

387890.23

387890.23

Mitgliederstand Ende 1902 307

Zugang in 1903 15

322

Abgang in 1903 8

Mitgliederstand Ende 1903 314

Der Borstand:

Schmidt II., Direktor. Weller, Rechner. Hildebrand, Kontrolleur.

Die Rechnung liegt von heute bis zur Generalversammlung zur Einsicht der Mitglieder bei dem Rechner offen.

Heneral'-Iersammtung

Mittwoch den 23. März 1904, abends 8«/, Nhr, bei Gastwirt Philipp Kreiling XL

Tages-Ordnung: 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 1903. 2. Festsetzung der Dividenden. 3. Gehatls- angelegenheiten. 4. Verschiedenes.

In Anbetracht der Wichtigkeit der Tages-Ordnung wir um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder gebeten.

2505 Für den Aufsichtsrat: Dorfes.