Ausgabe 
15.2.1904 Zweites Blatt
 
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der Provinz 42 Reiselustige, von denen wieder sieben im letzten Augenblick absagten aus triftigen oder anderen gründen.

35 Landwirte und einige, die wenn auch nicht selbst Landwirte, doch zu diesen enge Beziehungen hatten, sam­melten sich am 28. Januar in Frankfurt am Hauvtbahnhof und der Bormittagssck)nellzug führte sie über Darmstadt die Bergstraße entlang Altheidelberg zunächst entgegen. Von Heidelberg ab ging es langsamer. Der Personenzug folgte den Windungen des Neckars durch den Odenwald -aufwärts. Ten Oberhessen gefiel die im Sommer so reizende Landschaft selbst im Winter und die allerprak- tischten brachen in den Wunsch aus: hatten wir den Schnee in der Wetterau.

Der Zug verläßt das Neckartal und führt uns durch ein liebliches Seitental an der schmucken Nmtsstadt Mos­bach mit seinen prächtigen alten Fachwerkbauten vorüber. Mir wollen die Station Schefflenz an der Bahn Heidelberg- Würzburg erreichen und in Oberschefflenz an der Station mit der Besichtigung des ersten und kleinsten Getreide­lagerhauses in Vaden beginnen. Ter Vorstand des Ge­treidelagerhauses in Scvefflenz und der Verbandssekretär der badischen Genossenschaften empfangen uns am Bahn­hof und führen uns nac"> kurzer Begrüßung in das im vollen Betriebe befindliche Lagerhaus.

Mir sehen zu, wie den Landwirten das Getreide ab­genommen wird, wie es mit wenigen Handgriffen auf die Mage gebracht wiro Wagen die bis zu 30 Zentner auf einmal verwiegen wie das Getreide zwei Schritte davon aus den Säcken entleert in einem Trichter ver­schwindet und nun auf seinem weiteren Wege keine Menschenarbeit mehr erfordert. Von diesem Augenblicke a. 'st das Getreide der Ma­schinenkraft überantwortet, das Schöpfwerk hebt das Getreide spielend bis zum Dachfirst, schüttet es auf die Putzmühle aus, die in Bewegung befindlich in der Stunde 100 Zentner Getreide gründlich von fremden Be­standteilen säubert und es ohne Zutun von Menschenkraft dahin fährt, wo es vorläufig lagern soll. Ta liegt das trockene Getreide zu Bergen gehäuft auf den verschiednen Schüttboden. Gin Zug an dem unscheinbaren Strick, der unten von der Decke herabhängt und die Berge von Ge­treide rinnen über die untergeschobene automatische Wage in die Säcke. Tie automatische Wage wiegt peinlich genau 100 Kilogramm ab, nicht mehr und nicht weniger; nun muß der Sack von Menschenhand weggenommen und mit der Sackkarre in den in gleicher Höhe stehenden Gisen- bahnwaggon befördert werden. In einer Stunde ist ein Waggon mit dem auf das Sorgfältigste verwogenen Ge­treide beladen.

Das ist der kurze Weg, den das angelieferte Getreide durch daö Lagerhaus in den Eisenbahnwaggon macht. Unterbrechen wir unsere Besichtigung ein paar Minuten und sehen wir uns einmal an, welchen Weg unser Ge­treide durch den Speicher des Getreidehändlers machen muß, um in den Eisenbahnwaggon zu kommen.

Än Landwirt bei uns erhält im Herbst die Trcschmaschine, sie steht an dem zusammengefahrenen Getreideschoben. Der goldene Maizen rinnt in die Säcke. Der Famchthändler kommt und läßt prüfend die Körner durch die reich be­ringte Hand rinnen. Die Ware ist gut, er kauft sie, er läßt sie mit seinem Geschirr meist an der Maschine ab­holen. Achtung, dieSpesenbeginnen! Die starken Pferde führen oie Lasten an den Getreidespeicher des Händlers, kräftige Sackträger schleppen die auf 100 Kilo­gramm mühsam abgewogenen Säcke auf den Speicher und entleeren sie. In kurzer Zeit füllt sich so der Getreide­speicher, das Lagerhaus des Getreidehändlers. Schon sind seine Beauftragten drunten an der Sieg, in Frankfurt, in Straßburg, bieten die Ware an und verkaufen. Das Getreide wird aufs neue gesackt, noch genauer wie vorher verwogen, wieder durch kräftige Menschen sackweise die Treppe hinabgetragen, auf den Wagen gelegt und nun wieder durch wohlgenährte, teure Pferde weggeführt, um an der Bahn mm endlich in den Waggon verladen und den Mühlen usw. zugeskhrt zu werden. Welch ein weiter umständlicher und höchst kostspieliger Weg von der Dresch­maschine bis in den Waggon? Und was ist das für Ge­treide? Kommt es in tadelloser Ware an den Müller? Wird nicht auf dem Boden des Getreidehändlers gutes und schlechtes Getreide durcheinandergeworfen, ohne daß es nochmals gereinigt wird? Macht diese Art des Geschäftsbetriebes unser deutsches Brot­getreide nicht minderwertig und weniger be­gehrt? Wer bezahlt dem Getreidehändler für die oben angeführte Arbeiten die Arbeitskosten, die Spesen wie er diese Kosten nennt? Bezahlt sie der Händler selbst? Nein, erlegt sie bloß vor, die Landwirtschaft muß sie bezahlen, denn er muß doch das Getreide so viel billiger verkaufen, damit der Händler seine schweren Aus­lagen decken kann und daß dem Händler auch noch ein Verdienst übrig bleibt, denn der Mann will doch leben und der Verdienst muß ihm wenn er nicht übertrieben doch ist gegönnt werden. Wenn sich der Landwirt alles das überlegt, so muß er auf den Gedanken kommen, daß wir eigentlich heute schon und lange schon Getreide- lagerhäuser haben die Speicher der Händler und daß diese Lagerhäuser sehr teuer arbeiten und zwar auf Kosten des Landwirts. Daß das Ge­treidelagerhaus, welches mit maschineller Kraft ausgerüstet ist, viel besser, viel billiger arbeitet, und daß diese billigere Arbeit unzweifelhaft doch dem Landwirt zugute kommt. Gr muß sich sagen, wir wollen dem Händler die hohen Spesen für das veraltete Verfahren, das Getreide in die Mühlen xu bringen, nicht mehr zahlen, sondern wollen, wie wir mit Maschinen säen, ernten, dreschen auch mit Maschinen das Getreide in b e st e r Verfassung in die Mühlen bringen, das wird auch den Müllern unser Getreide annehmbarer, will­kommener machen.

Und nun wieder zurück zur Reisegesellschaft. Mr ver­folgen das Getriebe bis in die verstecktesten Winkel, ob­wohl es im Getreidelagerhaus keine eigentliche Winkel gibt. Ta lagert in reihenweise aufgestellten Säcken Tho­masmehl, dort Kainit, dort Kleie aller Art, Oelkuchen aus den Oelfabriken Mannheims: Lein-, Kokos-, Erdnuß-, Palmkuchen, nur die Sorten, die von den Bauern der Gegend begehrt werden. Ter kleine Bauer dort nimmt auf seinem mit Kühen bespannten Wagen Thomasmehl mit und auch ein paar Säcke Kleie, nachdem er seine kleine Fuhre Hafer ins Lagerhaus abgegeben hat. Ter größere Bauer, der mit zwei wohlgenährten Rossen fährt, hat eine Fuhre Waizen gebracht und nimmt Oelkuchen und anderes für seinen Milchviehstall mit nach Haus. Alle nehmen ihren F-ruchteinlieferungsschein mit nach Haus und erheben nach drei Tagen beim Rechner das Geld für das ein­gelieferte Getreide, wenn sie es nicht vorziehen, die Be­träge für Düngemittel und Futtermittel, die sie eben

dem Lagerhaus, entnommen Haden, gleich an dem Betrage für das Getreide kürzen zu lassen. Eine Schrotmühle zer­schrotet ihnen sofort den Unrat, der aus ihrem Getreide im Lagerhaus herausgeputzt wurde und dessen Gewicht an dem Gewicht des eingelieferten Getreides gekürzt wurde. Mag das Getreide bei der Einlieferung in den Säcken noch so schön gereinigt erscheinen, es muß trotzdem die Pukmühle des Getreidelagerhauses passieren. Das hält jeden Versuch, schlecht gereinigtes Getreide einzuschmuggeln, hintenan.

Wir haben für heute genug gesehen, wir sind reise­müde und haben die gewohnte Mittagssuppe entbehrt. Es dunkelt. Im Gasthaus zum Engel ist der Tisch für die hung­rigen Oberhessen einfach aber gut gedeckt. Das schaumende Bier mundet vortrefflich Der Markgräfler rinnt immer wieder golden in die fleißig geleerten Gläser. Das trockene Gedeck kostete nur 1 Mk. in oem gastlichen Schefflenz, was aber der Trunk den seßhaften Oberhessen an diesem ersten Abend gekostet hat, das weiß ich nicht, und wenn ich's wüßte, dann verriete ich's nicht!

Schluß folgt.

Aus Stadl und Land.

Gießen, den 15. Februar 1904.

** Theater-Verein. Infolge Repertoire-Schwierig­keiten m Frankfurt wurde der Herrn Diegelmann für Freitag, den 19. d. Mts. erteilte Urlaub zurückgezogen. Die einmalige Aufführung des DramasDer Strom", von Max Halbe findet deshalb erst Dienstag, den 23. d. Mts. statt.

** Kursus für Turnlehrerinnen. Wie früher, o wird auch in diesem Jahr und zwar vom 14. März bis 2. April an der Darmstädter Turnlehrerbildungsanstalt unter Leitung des Großh. TurninspektorS ein Privat-Turnkursus zur Ausildung von Turnlehrerinnen stattftnden. Es können daran nicht allein Lehrerinnen, sondern auch solche Damen eilnehmen, die nicht dem Lehrberuf angehören. Da das Frauenturnen besonders in den Vereinen immer mehr Ein­gang findet und weibliche Lehrkräfte dafür verlangt werden, hat sich die Einrichtung solcher Kurse sehr bewährt.

** Kaiserpanor ama. Diese Woche bringt uns das Kaiserpanorama eine Reise in Dänemark, darunter Kopenhagen mit dem Palais Christiansburg und Rosenburg, die Notre Dame-Kirche, das Museum mit den unvergleich? Üchen Werken Thorwaldsens. Auch Stockholm bietet des Interessanten genug. Vor allem der wunderbar schön ge­legene Hafen und die Kanäle nach der Stadt, das Königliche Schloß, die Münze und die große Kirche. Ein Besuch des Panoramas wird bei diesem reichhaltigen Programm sicher lohnend sein.

** Eine alte Gießener Sage. Auf dem Trieb befanden sich noch vor der Mitte des vorigen Jahrhunderts eine Anzahl alter, an den Spitzen zum Teil abgestorbener Eichbäume. Einer alten Sage zufolge ruhte auf ihnen der Fluch eines Fremdlings, welcher auf jener Stelle unschuldig hingerichtet wurde. Vor seinem Tode soll der seine Unschuld Beteuernde auSgerufen haben: Gott werde ein Zeichen an diesen Eichbäumen tun und diese Gipfel dürr machen vor der Zeit, zum Beweise, daß ein Schuldloser geopfert sei.

Vermischte».

* Berlin, 13. Febr. Das rätselhafte Verschwinden der Familie Ochlow hat seine Aufklärung gefunden. Vater, Mutter und Sohn haben den Tod in den Fluten der Oberspree gesucht und gefunden. Heute vormittag wurden die drei Leichen mit Stricken aneinander gebunden von Fischern ans Ufer gezogen.

* Nürnberg, 13. Febr. Das Gemeindekollegium beriet über die Ueberschreitung des Voranschlags beim Theaterneubau durch Baurat Seeling in Berlin. Die Ueberschreitung im Betrage von über 400 000 Mark wurde u. a. begründet durch Sicherheitsmaßregeln gegen Feuersgefahr, Preiserhöhung der Materiallien während des Baues usw. Es wurde unter einmütiger Beanstandung der Unterlassung einer rechtzeitigen Mitteilung Seelings an die Gemeindeverwaltung beschlossen, nur 180000 Mark zu bewilligen, die zur Fortsetzung der Bauarbeiten unbe­dingt erforderlich sind. Die übrigen Forderungen sollen noch­mals im Bauausschus; geprüft werden. Der Magistrat wird ferner ersucht, zu prüfen, ob und in welcher Form Baurat Seeling für die ihm zur Last fallenden Ueberschreitungen haftbar zu machen ist, und der Theaterbauleitung einen städtischen Ar chitekten beizugeben, der für die Einhalt­ung der Kostenvoranschläge verantwortlich sein soll. Ein Antrag auf sofortige Bewilligung der 400000 Mark ver­einigte nur wenige Stimmen auf sich.

* Paris, 14. Febr. Heftige Gewitter entluden sich gestern über die Stadt. Die Seine ist über die Ufer getreten. Durch eine einstürzende Mauer wurden mehrere Personen verschüttet. In Versailles haben gestern Versuche mit einem neuen Explosivstoff stattge­funden, welche zur vollen Zufriedenheit ausgefallen sind. Der Vorteil des neuen Stoffes besteht darin, daß er ohne Gefahr gehandhabt werden kann und bei seiner Explosion wenig Geräusch verursacht. Die Ortschaft Ara gnouet in den Pyrenäen ist durch Lawinenstürze verschüttet worden. Das Steingeröll und Eis bedeckt 10 Meter hoch die Gegend. TaS Vieh ist ohne Futter und die Einwohner leiden an Lebensmitteln Not.

Arad, 14. Febr. Die Ortschaft Moroda wurde infolge Austritts des Csiger-Fluffes unter Wasser ge­setzt. Mehrere Menschen sind in den Fluten umge­kommen.

* Budapest, 14. Februar. Der Buchhalter Ferdinand Zeißler wurde abends von zwei Individuen an gefall en, durch Reoolverschüsse schwer verletzt und feiner Barschaft im Betrage von 3000 Kronen beraubt. Der Täter ist verhaftet.

* Ahlwardts Hochzeit. Der frühere Neichstags- abgeordnete desFriedeberg-ArnswaldeckWahlkreises, Rektor a.D. Hermann Ahlwardt ist jetzt zum zweitenmal in den Stand der Ehe getreten und hat sich in Berlin trauen lassen. Die junge Frau ist die Tochter des Schneidermeisters Elke in Zatten bei Woldenberg.

* Ein einjähriges Kind allein auf der Reise. Aus Böhmen berichtet dasNeue Wiener Tagblatt": Eine seltene Sendung kam dieser Tage in Brenn bei Lcipa an. Es

war dies em einjähriges, in ein Wickelbett wohl verpacktes Kind, das von Dresden dorthingeschickt worden ist. In Dresden ist nämlich die Mutter des Kindes, aus Brenn nach Sachsen übergesiedelt, vor kurzem gestorben, und es trat daher die Notwendigkeit ein, das hilf- und elternlose Wesen den Verwandten der Heimat zukommen zu laßen. 5Vr kleinen Eilgut-Ware", die dank der Teilnahme mitleidiger Menschen auf allen Etappen ihrer Reise aufmerksame Pflege und fteundliche Teilnahme fand, waren von Dresden aus einige Geldstücke sowie drei Briefe beigegeben worden. Das Kind kam übrigens völlig wohlbehalten an und wurde von den Adreffaten mit möglichster Beschleunigung übernommen.

WaS eine moderne Seeschlacht kostet, darüber stellt eine englische Zeitschrift folgende Berechnungen an: Während des letzten Krieges zwischen Spanien und Amerika überschüttete dieBrooklyn" das spanische Schlachtschiff Viseaya" mit einem so tödlichen Regen von Geschossen, daß es in wenigen Minuten auf dem Meeresgründe lag als ein zertrümmerter und zusammengeschoffener Wirrwarr von Eisen­stücken. Im ganzen hatte dieBrooklyn" 618 Granaten auf dieViseaya" abgefeuert; die Rechnung über die Zer­störung stellte sich folgendermaßen: 141 achtzöllige Granaten jede zu 1000 Mk. 141000 Mk.; 65 sechszöllige jede zu 420 Mk. 27 300 Mk.; 12 Sechspfündergranaten jede zu 20 Mk. 240 Mk.; 400 Einpfündergranaten jede zu 12,50 Mk. 5000 Mk. So kostete das Geschützfeuer von fünf Minuten den Vereinigten Staaten 178 540 Mk. und während jeder Minute des Kampfes schleuderte dieBrooklyn" 123 Geschoße auf ihren Feind, die 34 700 Mk. kosteten. Wenn man dazu die Kosten der Beantwortung des Feuers seitens derViseaya" rechnet, so sieht man, daß die Schlacht zwischen den beiden Schiffen gegen 60 000 Mark in der Minute gekostet haben kann.

Kunst und Wissen schäft.

Königsberg, i. Pr., 14. Febr. Als Abschluß der Kantfestlichkeitcn fand gestern abend ein Kommers der Studentenschaft in der Palästra Albertina statt, dem auch Kultusminister Tr. Studt beiwohnte. Heute vormittag reifte der Kultusminister ab.

Spielpllm der «reinigte« Frankfurter Stadttheater. Opernhaus.

Dienstag den 16. Februar *):Merlin." Mittwoch den 17. Februar geschloßen. Donnerstag den 18. Februar:Der fliegende Holländer." Freitag den 19. Februar geschlossen. Samstag den 20. Februar:Merlin." Sonntag den 21. Februar, nachmittags halb 4 Uhr:Apajune, der Wassermann." Abends 7 Uhr:Robert der Teufel." Montag den 22. Februar:Hoffmanns Erzählungen." Schauspielhaus.

Dienstag den 16. Februar *):Nimbus." Mittwoch den 17. Februar:Maria Stuart." Donnerstag den 18. Februar, abends halb 8 Uhr:Zapfenstreich." Freitag den 19. Februar: Der Hochtourist. Samstag den 20. Februar:Minna von Barnhelm." Sonntag den 21. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: Zapfenstreich." Abends 7 Uhr:Nimbus." Montag den 22. Februar:Die Braut von Messina." Dienstag den 23. Feb­ruar:Die andere Gefahr."

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

AvSM sos den Atavdessmrgrkgikerv der SIM Sießeu.

Aufgebote.

Am 28. Jan. Leopold Schlatter, Kaufmann dahier, mit Anna Margarete Helene Mendel in Darmstadt. 4. Febr. Rudolf Kröber, Klempner in Winnigen, mit Emma Elise Karoline Schneider babter. 7. Justus Amend. Fabrikarbeiter in Fechenheim, mit Elisabethe Kämmerer in Londorf. 8. Johannes Krug, Lehrer ba­llier, mit Marie Elisabethe Katharine Ottilie Lina Emma Glock in Schotten. 9. Albert Franz Otto, Schlößer dahier, mit Elisabethe Säubert in Grünberg.

Eheschließungen.

Am 6. Febr. Johann Heinrich Ludwig Arnold, Packer dahier, mit Margarete Tröller Hierselbst. Johannes Otto Schneider, Bauunternehmer dahier, mit Antonie Marie Willems in Grün- berg. 11. Heinrich Gröninger, Maler und Lackierer dahier, mit Emilie Kümmel Hierselbst.

Geborene.

91m 31. Jan. Dem Killer Karl Christian Pfund ein Sohn Karl Ehristiaii. 4. Febr. Dem Landwirt Friedrich Lyncker eine Tochter. Dem Gerber Hermann Höhn eine Tochter Luise Mari». 5. Dem Sergeanten Konrad Momberger eine Tochter Ottilie Emilie Katharine. Dem Keßelheizer Karl Hupfeld ein Sohn. Dem Rangierer Konrad Schönster ein Sohn Max. 6. Dem Kaufmann August Peter Christophersen ein Sohn Ernst August Albert. Dem Fuhrmann Konrad Balser I ein Sohn Otto. 7. Dem Bahnarbeiter Konrad Mandler eine Tochter Paula Emilie Friederike. 8. Dem Kaufmann Sigmund Katz ein Sohn. 9. Dem Schneider und Laternenwärter Karl Dechert ein Sohn. 10. Dem Heizer und Maschinisten Heinrich Deckmann eine Tochter.

Gestorbene.

Am 6. Febr. Friedrich Wilhelm Loeber, 83 Jahre alt, Schuh­machermeister dahier. 7. Julius Kohlermann, 54 Jahre alt, Rentner dahier. Karl Wilker, 79 Jahre alt, Kanzleigehille i. P., dahier. 8. Elisabethe öeberer, geb. Weiß, 49 Jahre alt, Ehe­frau des Weißbinders Wilhelm Heberer dahier. 8. Aliee Katharine Juliane Ritter, 9 Tage alt, Tochter des Geometers 1. Kl. Julius Ritter dahier. 10. Friedrich Vierheller, 21 Jahre alt, Student der Veterinär-Medizin dahier. 11. Heinrich Feußer, 51 Jahre alt, Weißbinder dahier. Hedwig Marie Minna Mühlhause, 17 Tage alt, Tochter des Gerbers Ludwig Mühlhause dahier.

Meteorologische Beobachtungen

her Station tttießen.

Februar 1904.

Barometer aiü 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative 1

Feuchtigkeit 1

Windrichtung

Windstärke I

Wetter

14. 7

733,5

4- 3,8

5,1

85

8.

4

Bed. Himmel

14. 225

729,2

4- 5,2

6,0

90

WSW.

2

Regen

14. 91

729,9

+ 3,4

4,7

80

SW.

2

Heller Himmel

15. 7

, 727,7

+ 3,3

88

SW.

4

Bed. Himmel

1 Höchs

e Temperatur

am 1

3.14

. Febn

ar -

h 6,1G C.

Niedrigste

13.14.

b 3,1 u C.

Bin armon tfindar die mit Hautleiden oder Frost. 1/lv al lUvIl äaäUUvI ballen bebAttet sind, werden bei der Kälte durch ihr Leiden entsetzlich gequäkt. Laut Schreiben des Herrn Dr. I. in A. werden diese liebel durch den täglichen Gebrauch von Ob er meyers,Herba-Seife sicher beseitigt; z. h. i. all. Apoth., Drog. u. Parim. St. 50 Pig. und 1 Mk. 1332

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