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Erstes Blatt
154. Jahrgang
Mittwoch 14. Dezember 1904
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Rf 2.20; durch
v-»ag«pr»i-i monaihA 75 IM- oterteb täkrlich M
General-Anzeiger “
Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gzchm
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Verantwortlich t(h ben poltt und allgem. Teil D. W'.t,ko füt «Stadt und Land^ und .K^enchtSiaal": August Goetz, füi den An- zeigenteil Hans Beck.
Nr. Z94
Ov|»ct»t -»glich außer Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger werben im Wechlel mti dem Kesfilchen Landwirt die Gießener Zamilien« ölütter viermal ui der Woche beigelegt
RoiattonSdruck u, Verlag bei Brühl 'ichen Unwerj.-Buch-u. Stern- brudetei. 91 Bange, N^daktton, CrrebttUm und Drnderei:
Scholsteaße 7.
Tlbrefie kür Develchen:
Anzeiger Dietzen.
HerrllprechanichlußNr 51
Are Heutige Wummer umfaßt U Seiten.
KekMntmüchrmg.
Unter dem Schweinebestand des 9iifo(an§ Roth zn Musch enheim ist ein Fall von Notlausseuche festgestellt worden.
Gehöftssperre ist verhängt.
'Dießen, den 12. Dezember 1904.
Großh. Kreisamt Gießen.
I. V: Hechler.
Aufruhr im ungarischen Wartament.
Budapest, 13. De^ruber
Das ungarische Parlament war heute der Schauplatz unerhörter wüster Szeneln, wie sie in der Geschichte der Parlamente ihresgleichen noch nicht gehabt haben. Das Parlamentsgebäude und der Sitzungssaal boten bcn Eindruck eines veritablen Schlachtfeldes. Tie vereinigte Opposition nahm heute im wahrsten Sinne des Wortes blutige Rache für die Vorgänge in der Nacht- sitzuna am 18. November. Die heute eingetretenen Ereignisse haben alle Befürchtungen weit übertroffen.
Um i/210 Uhr versammelten sich in einem Hotel die Mitglieder der vereinigten Opposition, etwa 150, welche durch die ganze Stadt vor das Parlament zogen. Kaum trafen die oppositionellen Abgeordneten vor dem Parlament ein, so begannen sie schon nach freier Leidenschaft zu handeln.! Die vor dem Haupteingang des Parlaments stehenden Parlamentswachen wurden sofort tätlich attackiert. Ein Polizeikommissar, der intervenierte, wurde blutig geschlagen und hin aus geworfen. Als das Haupttor des Parlaments frei war, stürmten die oppositionellen Abgeordneten über die Haupttreppe, wo die dort postierten Parlaments Wachen insultiert und gewaltsam entfernt wurden. In den Couloirs wiederholten sich dieselben Szenen. Plötzlich wurde der Ruf laut: „In den Sitzungssaal!" Mit Kriegsgeschrei stürmten die Oppositionellen in den Saal und stürzten sich auf die im Saale stehenden Parlamentswachen, welche unter Schmährufen gewaltsam aus dem Saal gedrängt wurden. Olay Kaas und andere Abgeordnete schlugen auf die Wachen los. Es entstand ein furchtbares Geschrei. Ter Vizepräsident Feilitzsch sah anfangs leichenblaß dem Tumult zu, dann dirigierte er die in *ben Couloirs stehende Wache aus die Tribüne, welche dort 25 Mann stark Schulter an Schulter Ausstellung nahm. Unterdessen wütete die Opposition im Saale geradezu v and alisch. Die Mini st e r s e s s e l wurden zerbrochen und weggeschleudert. Plötzlich stürzte der Abg. Polonyi mit einer Holzplatte bewaffnet auf die Tribüne und rief der Wache zu: Was wollt Ihr Schufte? Hinaus! Die Wache blieb un- erschüttert. Polonyi erklomm die Referenten-Tribüne und warf einen Sessel aus die Wachx.
Tas war das Signal. Alle Oppositionellen ergriffen Sessel und Holtzlatten, zertrümmerten die gesamten Mobilien des Sitzungssaales und bombardierten die Wache. Von der linken Seite stürzten sich etwa 50 Abgeordnete auf die Wache und schlugen auf sie los. Die Wache begann zu wanken, die Abgeordneten ihnen nach, fortwährend auf sie losschlagend. Plötzlich begann die Wache Fr 0 n t zu m a ch e n. Es entstand ein allgemeines HandgGemenge. Man sah wüst balgende Gruppen und hörte fürchterliche Schmähruse. Man sah mehrere Kämpfenden wanken, einzelne stürzten. Von der Wache wurden mehrere Mitglieder b lu- t i g verletzt, darunter auch der Obersaalkommissar Farkas. Es mußte die N e t t u n g s g e s e l l s ch a f t requiriert werden, welche den Verwundeten Verbände anlegte. Man sah die Führer der Opposition im Saale jubelnd und schreiend. Tie Ballustrade der Präsidententribüne und die dazu führenden Treppen wurden vollkommen zertrümmert.
Um 10 Uhr, Lei Beginn der anberaumten Sitzung betrat Gras Tisza, von der ganzen liberalen Partei begleitet, den Sitzungssaal. Er wurde mit furchtbarem Geschrei und Pfiffen empfangen. Er überblickt einige Zeit das Wer! der Verwüstung und verläßt dann den Saal. Die liberale Partei folgt ihm.
Schmährufe, Pfeien und Lärm auf mitgebrachten Ratschen. Die oppositionellen Abgeordneten bleiben auf der Präsidententribüne und halten dieselbe besetzt. Der Sitzungssaal bietet ein Bild wüster Zerstörung. Alle Sitze sind zerschlagen, die Präsidententribüne ist vollkommen zertrümmert. Der große Sessel des Präsidenten liegt zerfetzt in der Mitte des Saales, den die Opposition besetzt hält. In der Mitte des Saales liegen die zerbrochenen Ministersessel zu einem Scheiterhaufen ausgeschichtet. Daraus steht ein aus Holzlatten gemachter großer Galgen, an welchem ein Schnellzeichner ein Bild Tisza hängt.
Die Abgg. Rigo, Polonyi, und Papp, der Staaiskom- missar Farkas und Mitglieder der Wache sind ernster verletzt. Tie Opposition weicht um keinen Preis vom Platze. Bei vielen Abgeordneten sieht man Revolver. Vor dem Abgeordnetenhaus nahm das Publikum eine drohende Haltung an und versah sich mit Steinen, sodaß die Polizei genötigt war, den Platz gewaltsam zu säubern. , .
Erst in den Nachmittagsstunden ließen sich die oppositw- nellen Exzesse genauer übersehen. Von der Parlament s wa ch e, 'für welche die Opposition sofort eine Geld- ammlung veranstaltete, sind drei schwer, drei leicht verwundet und fast alle haben Beulen und blaue Flecke. Die letzten Oppositionellen verließen erst
um zwei Uhr den Saal, als es ganz sicher war, daß heute keine Sitzung stattfindet.
In der Kon f er en z, d er lib er a len Parte i erklärte Ministerpräsident Tis.za. er sei überrascht gewesen, daß das Abgeordnetenhaus der Schauvlatz strafbarer Handlungen geworden sei, mit denen sich die Gerichte befassen würden. Die Regiernng werde sich durch solche Ausschreitungen nicht beirren lassen. Sollte der Fall eintreten, daß es unmöglich sei, die Sitzungen abzuhalten, so werde sofort ein Appell an die Nation erfolgen: doch sei nicht anzunehmen, daß man sortgesetzt durch Kriminalakte die Tätigkeit des Parlaments vereiteln werde. In diesem Falle würden stärkere Mittel zur Anwendung gebracht werden müssen. Er hoffe, daß sich niemand m der Partei finden werde, der sich dieser traurigen Notwendigkeit, falls sie eintreten sollte, verschließen werde. (Stürmischer Beifall.) Auf die Bemerkung eines Mgcordneten erklärt Tisza, alle Versuche, die Oppositionsbewegung aus die Straße zu verpflanzen, seien bisher kläglich mißlungen. Selbst derjenige Teil der hauptstädtischen Bevölkerung, der entgegengesetzte politische Prinzipien verfolge, verurteile die Ausschreitungen der Obstruktion und billige das Vorgehen der Regierung, um dem Unwesen ein Ende zu machen. Im weiteren Verlaufe sagte Graf Tisza, daß er sich niemals dem Ideenaustausch mit der Opposition hinsichtlich einer Vereinbarung über eine gemäßigte Revision der Hausordnung angeschlossen habe. Doch sei jede Vermittelung aussichtslos, ehe nicht der Schandfleck der heutigen Vorgänge im Parlament gesühnt sei. (Lebhafter Beifall.) Baron Daniel gab dem vollen Vertrauen der Parteimitglieder Ausdruck und erklärte, daß sich niemand finden werde, der die Partei im Kampfe für den Parlamentarismus feige im Stiche lassen würde. Diese Erklärung wurde von allen Anwesenden mit lebhaftem Beifall ausgenommen.
Tie liberale Partei beschloß, morgen vormittag schon um neun Uhr korporativ ins Abgeordnetenhaus zu ziehen und unter jeder Bedingung die Sitzung abzuhalten. Gras Tisza besteht auch darauf, daß Perezel präsidieren muß. Tie Opposition aber erklärte, sie werde noch früher das Abgeordnetenhaus besetzen, weil sie unter keiner Bedingung dulden werde, daß Perczel präsidiere, und erließ auch in diesem Sinne ein Manifest an die Nation. In oppositionellen Kreisen ist das Gerücht verbreitet, daß Tisza eventuell mit Militär die Ordnung im Haus Herstellen wird. Tas Gericht hat schon die Untersuch ring wegen der heutigen Vorfälle eingeleitet. Es ist Klage erhoben wegen Revolte, verschärft dnrch Raub und Zerstörung, wofür das Strafgesetzbuch 10 bis 15 Jahre Kerkerstrafe vorsieht.
Volilischr Tagesschau.
Die Schiffahrtsabgaben und das Ausland.
R. Berlin, 13. Dezember.
In der zweiten holländischen Kammer erklärte die Regierung, ihr sei amtlich nichts von Absichten der deutschen Negierung bekannt, Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein zu erheben. Damit ist nicht gesagt, daß an der Sache nichts sei. Nur hat eben bisher die deutsche Regierung noch nicht mit den ausländischen Negierungen, soweit sie an den Schissahrtsabgaben interessiert sind, in Verhandlungen eintreten können, weil zunächst im Bundesrat Beschluß gefaßt werden muß. Nicht abzuleugnende Tatsache ist jedenfalls, daß die preußische Regierung gegenüber den Kanalgegnern der Rechten und des Zentrums sich für die Einführung solcher Abgaben stark gemacht hat. Nicht gern, wie der Verkehrsminister v. Budde in einer Unterredung verriet. Ja, es hieß sogar, diese Bedingung sei der Negierung „aufgedrängt" worden. Dem sei, wie ihm wolle: daß eine Anzahl von Konservativen wesentlich int Hinblick auf die angekündigten Schiffahrtsabgaben die Kanal-Opposition fallen läßt, kann nicht bezweifelt werden. Zum Ueberfluß hat die „Kreuzzlg." verständliche Andeutungen in dieser Richtung gemacht. Im Reichstag wird die Negierung bei Gelegenheit der freisinnigen und volksparteiliehen Interpellation Farbe bekennen müssen. Die holländische Negierung hat darauf hingewiesen, daß die internationale Nhein-Schiffa h rtsakte und die deutsche Verfassung ein Hindernis für die Abgabe n erheb ung bilden. Das hauptsächliche Hindernis bildet die Schiffahrtsakte. Man kann wohl als sicher annehmen, daß sowohl Holland wie Oesterreich-Ungarn sich zur Wehr setzen werden. Außerdem bleibt diesen Staaten das Mittel der Wiedervergeltung. Was Holland betrifft, so würde es in der Lage fein, auf "Rhein, Lek und Vaal die Abgaben erneut zu erheben, die seinerzeit beseitigt wurden. Aehnliche Maßregeln wären seitens Oesterreichs zu besorgen. Nach bem heutigen „Reichsanz." ist der Minister v. Budde mit Urlaub nach dem Rheinland abgereist. Vielleicht steht diese Reise mit den Plänen in dem Zusammenhang, daß Herr v. Budde an Ort und Stelle sich zu informieren und mit den in Betracht kommenden Kreisen Fühlung zu nehmen gedenkt. „ES ist nicht so schlimm, wie eü gemacht wird", solche Beruhigung zu verbreiten, ist mitunter die Aufgabe von Ministern auf Reisen. Allein wir glauben, daß im Rheinland der tröstliche Zuspruch taube Öhren findet.
Wie Bebels Lieblinge ihm antworten.
Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat am SamStag durch den Mund des Genossen Bebel den Artikel der „Leipz. Volksztg.": „Zollkrieg in Sicht" (den bekannten .<5 au*
Herden"-Artikel) verleugnet." So gibt die „Leipz. Volksztg." an erlter Stelle in fetten Lettern ihren Lesern bekannt, um dann zu erklären, daß sie auf das Desaveu der sozialdemokratischen Fraktion pfeife:
Wir sehen, beißt cs, kein großes Unglück darin, einmal einer kleinen Minderhell von 78 Genossen zu mißfallen. Etwas anderes bedeutet die Erklärung der Fraktion nicht. In den bürgerlichen Parteien mag die Fraktion ein geheimnisvolles Wesen sein, dessen Sprüche eine Zermalmende Wirkung haben, aber innerhalb der iorialdemokratischen Partei hat der „varlamentarische ^retinis- mus" feine Stätte. Tie sozialdemokratische Reichstags- f r a k t i 0 n hat die p a r l a rn e n t a r i s ch e n Geschälte der Partei zu b e s 0 r g e n , jedoch w e i t e r r e i ch t ihre Zuständigkeit nicht. Vor allent hat sie fein Auisichts -- recht über die Presse . . . deshalb wird ihre Erklärung auf die volitische Haltung der „Leipz. Volksztg." ohne jeden Einfluß bleiben. Diese untersteht einzig nnb allein den Direktiven der Leipziger Gerwsien. . . ."
Dann meint die Zeitung, den „schlechten Ton" habe lie ent von der Fraktion im Dezember 1902 gelernt, aber zu dem „Lude" imb „Zu hälter", unschöne Worte, die Mitglieder der Fraktion gegen die „Brotwuchcrer" gebraucht, hätte sie sich nicht aufgeschwuugen. Der Sauherdenton bleibt also auch fernerhin derselbe zur höheren Ehre der Sozialdemokratie!
Südwcstafrika. >
Einem in der „Chenm. Ma. Ztg." veröffentlichten, Briefe eines sächsischen Hererokämpfers an seine Verwandten entnehmen wir folgende.Schilderung eines kühnen Reiterstückchens des Oberleutnants Kirsten aus den Kämpfen um die Wasserstelle von Epukiro: Auf einer Anhöhe standen etwa 1000 Herero in dichtem Haufen. Oberleutnant Kirsten galoppierte mit feinen Leuten in breiter Front auf den Feind los. Plötzlich erschienen Orlog- leute in Khaki in der linken Flanke der Deutschen undi suchten unsere Leute zu umgehen, da sie erkannten, wie schwach unsere Truppenzahl war. Doch das war Oberleutnant Kirsten gleich. Nur vorwärts! Aluf 800 Meter wurde in den dichten Haufen geschossen. Von allen Seiten wird jetzt gefeuert. Oberleutnant Kirsten war um g an gelt. Aber noch gab es rückwärts ein Loch zum Turchschlüpfen; vom Pferde feuernd, ging es dem Süden zu. Reiter Grunert verlor fein Pferd; «mitten unter dem feindlichen Feuer schnallte er feine Packtasche ab, um, wie er sagte, den Schwarzen nicht fein „Cornedbeef" in die Hände fallen zu lassen. Auf den Schimmel Kirstens hatten es die Herero besonders abgesehen, die Kugeln pfiffen unserem wackeren Landsmann nur so um die Ohren. Fünf Hereros wurden totgeschossen, auch viel Großvieh fiel ober wurde von uns! mit fortgetrieben. Als die kühnen Reiter schon außer Schußweite waren, gingen die Herero in Schützenlinie vor. Sie hatten den Deutschen eine Falle stellen wollen wie bei Owikokorero. Wie sich später herausstellte, standen demi kleinen Häuflein Kirstens nicht weniger als 300 Gewehre und insgesamt etwa 1000 Herero entgegen. — Albert Voigts, Großfarmer in Deutsch-Südwestafrika, schreibt in einem Briefe an einen Braunschweiger Freund: „Witboi, dieser dumme Esel, hat nun auch angefangen, nicht mehr „treuer deutscher Bundesgenosse" zu sein, und hab diesen Wechsel in seiner Gesinnung dadurch dokumentiert,, daß er mehr als 20 Weise ermordete." Ten Bezirkshauptmann v. Burgsdorfs bezeichnet Voigts als ein Opfer feiner und Leut Weins unseligen Vertuschuugs- u n d V e r s ch ö n e r u n g s p 0 l i t i k. „Seitenlang könnte ich Ihnen Mitteilungen machen, wie fast alle Kaufleuts und Farmer die beiden Männer gewarnt haben; aber blind gegen alle Vorstellungen, haben sie das Unglück heraufbeschworen. . . . Aber Witboi war bulmm. Hätte er damals die Kompagnie Franke festgehalten, dann wären keine Weißen im Lande leben geblieben; so aber wartete er, bis unsere Truppen vom Norden zurückkommen und nun gegen ihn ziehen können."
Tie Zeitschrift „Der Deutsche" bringt eine Zuschrift aus Südwestafrika, in der es heißt: „In Kalksoutein stand an Kaisers Geburtstag alles in Paradeaufstellung. Gouverneur Leutwein hielt 'eine Dl n s p r a ch e an seine lieben Bondels, alles sei vergeben und vergessen^ ihr Führer Johann Christian werde als KapitäU bestätigt und bekomme von der deutschen Regierung ein) Jahresgehalt. „Zum Zeichen des Verbauens über* gebe er, Leutwein, ihm hiermit fein Gewehr, an allenl 6öfen Mißverständnissen sei nur der gefallene deutsche Offizier Leutnant Jobst schuld. Wenn er noch lebe, würde man ihn vor ein Kriegsgericht bringen. Tie VondelS horchten auf, als der untadelige Ehrenmann, den sie ermordet, preisgegeben wurde, allen war es klar, daß Leut- wein nur aus Schwäche jo redete. Tann hätte Leutweinl persönlich versprochen, der Gerichtshof, der die Mörder des deutschen Leutnants aburteilen werde, sollte aus den Kapitänen der Namas selbst zusammengesetzt sein. Das war wirklich die Krone des Ganzen: Farbige Richter in eigener Sache!"
In Hamburg ging am Dienstag der Argo-Dmnpfer. „Louisiana" mit Munition und Proviant für die Truppen in Südltzestafrika sowie mit zwei Bugfierdampfbarkassen für Swakopmund ab.
Nach einem Telegramm aus Windhuk ist der Reiter Negnath im Lazarett Owinaua-Naua an Lungenentzün>> dun g gestorben.________
Jer Krieg.
Port Arthur
London, 13. Dez ,Da>! > Mail" erhielt Drahtmeld- inigcn aus Tokio. T arn ach berichtet ein nach Modfchi zurückgekehrter Offizier daß während der Waffenruhe aut


