Mitbürger!
Unbegreiflich erscheint es, daß bei Aufstellen der Listen für die neu zu wählenden Stadtverordneten die Landwirtschaft nicht bedacht worden ist. Seither war die Landwirtschaft stets im Stadtvorstande vertreten. Dieser Sitz ist erledigt und es ist Ehrenpflicht unserer Bürger, der Landwirtschaft Gießens Rechnung zu tragen und einen Vertreter derselben zur Stadtverordnetenversammlung zu wählen. Der geeignete Mann hierfür ist
jkerr Georg Simon
dessen Dater lange Zeit die Landwirtschaft zu aller Zufriedenheit im Stadtvorstande vertreten hat.
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hat die Landwirtschaft praktisch und theoretisch erlernt und ist deshalb ein sehr geeigneter Vertreter derselben. Wir ersuchen deshalb unsere Mitbürger ant Wahltage für
Mähler!
Wenn Ihr die Kandidatenliste der vereinigten politischen Vereine durchlest, dann werdet Ihr bcn Namen eines Mannes vermissen, der sich schon früher viel im Politischen Leben verdient gemacht hat, und der wohl auch selbst verdient hätte, auf der Liste der vereinigten politischen Vereine zu stehen.
ES ist dies
Herr
Döri
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/
Schlosscrmcistcr.
Jeder der im politischen Leben steht, weiß, wie sehr er stets für die liberalen Interessen mit ganzer Kraft eingetreten ist, wir erinnern nur an die letzten Reichstagswahlen. Da er auch aus kommunalem Gebiet mehrfach bewiesen hat, daß er für die großen städtischen Interessen das richtige Verständnis besitzt, und and) der Mann ist, der bei gedeihlicher Fortentwicklung der Stadt für unnütze die Bürgerschaft belastende 'Ausgaben nicht zu haben und auf Sparsamkeit bedacht ist, so laßt Euch durd) die ausgestellte Liste der politischen Vereine md)t beirren, sondern setzt alle beit Namen
Martin Döri
Schlosscrmcistcr,
jtem» Georg Simon
Vicle srciß!»ige u. imtionallibcrülc Wähler
darauf und beweist dadurch, daß Ihr die Verdienste dieses Mannes besser zu würdigen versteht. 06884
emzutreten.
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8384
Khte milckBchk W!smg!
06874
Mitbürger! Wenn von vielen Seiten — vornehmlich auch von den politischen Parteien — die einmütige Wiederwahl der ausscheidenden bisherigen Stadtverordneten ohne Rücksicht auf deren teilweise schon recht hohes Alter empfohlen ivirb, so möge dies im Hm- blick auf deren langjährige ersprießliche Tätigkeit im Interesse unserer Stadt Beachtung finden. Ganz verkehrt und unklug aber wäre es, den notwendigen HCUCll Ersatz nun eben-
Der nördlichen Bezirk unserer Stadt war bisher in seiner Entwickelung etwas zurückgeblieben und man ist bestrebt gewesen, bei den seitherigen Stadtverordnetenwahlen den nordöstlichen Stadtteil tunlichst zu berücksichtigen. So ist es gekommen, daß der nördliche Stadtteil fast die Hälfte unserer Stadtverordneten besitzt und zwar die Herren Euler, Haubach, Emmelius, Keller, Leib, Löber, Loos, Schassstaedt, Schmall, Wallenfels, dazu vorgeschlagen die Herren Friedberger und Habertoru. Damit ist aber der Nordost nicht zufrieden, er möchte auch noch Herrn
Jörr
haben.
Wir finden diese Forderung anderen Stadtteilen gegenüber für unberechtigt und möchten den Nordost ersuchen, von dieser Forderung abzusehen und auf die Wahl des Herrn
B ö r r
ZU verzichten, die mrderen Stadtteile werden dieses schon tun, um bei der Liste der vereinigten bürgerlichen Parteien zu bleiben, die allen Kreisen und Teilen der Stadt Rechnung trägt. ________ _________________________ 8383
3ur ticndjtimni.
Wähler auf zur Wahlurne.
Wir empfehlen nochmals die Herren:
Mlhklm jmdklgelGeorg Hedjlmt
und bitten beiden Herren Euere Stimme zu geben. 06891
Viele viele Wünsche
aus allen Kreisen der Stadt Gießen.
falls den sogenannten höheren Sew.estern zu entnehmen, wenn tatkräftige selbstlose und rechtlich denkende junge genügend vorhanden sind r
Wie man überall im Reiche und in jedem Gemeinwesen bestrebt ist, den Bestand der treuen Mitarbeiter fortgesetzt zu verjüngen und wie man hiermit noch stets die deutbar besten Erfahrungen gemacht hat, so muß dies auch im Gießener Stadtparlamente der Fall sein! Darum weg mit jeder übel angebrachten persönlichen Rücksicht in dieser Beziehung!
Mitbürger! Den wahren Interessen unserer Stadt dient. Ihr bei der Stadt- verordneten-Wahl nur daun, wenn Ihr in diesem Sinne vorgeht und Streichungen vornehmt, ganz egal ob Ihr im klebrigen für die Vorschläge der politischen Parteien oder der verschiedenen städtischen Wahlbezirke eintretet.
Als wahrhaft empfehlenswerte, wiederholt auch bereits genannte jüngere Männer empfehlen wir Euch besonders die einstimmige Wahl der Herren:
Mebizinalrat Dr. Haberkorn.
August Gabriel.
Dr. Ebel.
Max Friedberger.
Georg Simon, Landwirt.
Martin Doerr.
Das ist dann eine Wahl, die in gleicher Weise Euch selbst und die
Viele Wähler
Stadt Gießen ehrt!
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