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14/11/1904 Drittes Blatt
 
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über lautesGurgeln" des Pfarrers wach geworden war: sie hatte aber angenommen, er räuspere sich wegen eine Er- kältung. Sicherlich hatte sie das Todesröcheln des sterbenden Pfarrers gehört, sonst aber keinen verdächtigen Ton vernommen, so das? sie sorglos wieder einschlief. Nach der ganzen Sach­lage kann der Grund zu dem Morde nur Geldgier gewesen sein, denn der Geistliche galt als sehr vermögend. Da in letzter Zeit in der diesigen Gegend mehrfach Einbrüche ver­übt oder versucht worden sind, so liegt es nicht gan) fern, bezüg­lich der Täter auf einen u'r chli chen Zu sam m en ha n g mit diesen Einbrüchen zu schliessen. Man muß abwarten, ob bic Untersuchung nähere Verdachtsmomente ergeben wird. Hoffent­lich gelingt es der Staatsanwaltschaft, Licht in das jetzige Dunkel zu bringen.

_ 1 / crnem sicheren Schlage trennte dann der Scharfrichter Engelhardt von Magdeburg mit

| ein Sekretär als Protokollführer. Punkt 7 3/4 Uhr nahm der Hinrichtungsakt, der vom ersten Staatsanwalt geleitet ivurbe seinen Anfang. Auf Befehl v. Redens wurde Stafforst herein­geführt. Er erschien vor dem Tische inmitten von Gefängnis­beamten, ohne alle Fesseln. Das Armesünder-Glöcklein er­tönte. Stafforst war etwas erregt, aber dabei doch auf alles gefasst. Noch am Abend vorher hatte er das Abendmahl genommen und wiederholt dem Geistlichen und dem Staats­anwalt sein Geständnis wiederholt, wie er es s. Z. in der Verhandlung abgegeben hatte. Der erste Staatsanwalt las! ihm den Wortlaut des Schwurgerichtsurteils vor, wobei Stafforst bestätigend nickte. Dann wurde der Erlas; des Kaisers vorgetragen, in dem es u. a. hecht:Nachdem uns der Sachverhalt vorgetragen worden ist, haben wir uns entschlossen, von der Begnadigung keinen Gebrauch zu machen, vielmehr der Gerechtigkeit freien Lnuf zu lassen. Wilhelm." Der Erlas;, mitsamt der Unterschrift, wurde Stafforst gezeigt, der indessen kaum hinblickte. Der Staatsanwalt übergab hierauf den Delinquenten dem Scharfrichter zur Vollstreckung des Urteils mit den Worten:Walten Sie Ihres Amtes!" Stafforst ging ruhig zum Nichtbloek hin. Hier wurde ihm von den Henkersknechten der Nock ausgezogen. Einer hielt den Kopf des Stafforst, die beiden anderen den Körper. Ob Stafforst angeschnnllt wurde, ließ sich nicht erkennen.

Zur Scktadtralswalil in Hieße.

Sie geschtatte doch, Herr Nedakteer Un lvcr'n nett aus mich lache. Das; zu de Schtadtratswahl ne Fraa Vorschlag' emool tut mache.

Da schtehe Leut' uff, die kaa Mensch Nett in der Schtadt tut kenne. Die aber doch der Ansicht fei, Das; sich die Sach' müßt' wen ne.

E jeder, den e Hihneraag Tut in sei Schticwel pätze. Der schiltt usfs Pflaster wie e Schnatz, Uff Schtraße un uff Plätze.

Ter Omnibus geniegt ent nett. Er mecht im nächste Jahre

Von Dicseck ab bis nach Lang-Göns Mit der Elektrisch' fahre.

Un für die Schiffahrt uff der Lahn Müßt' ebbes bald geschehe, ES müßt aach Gieße in der Reih Ter große Seeschtüdt schtehe.

Aach für Theater un Konzert Müßt' viel mehr Geld noch fließe: E Opern- und e Schauschpielhaus Tun netig sehr in Gieße.

Un aach c Viehhof, wo mcr Säu Un Ochse kann sich kaase. Mit Bahnaaschluß, damit des Vieh Nett mehr weit braucht ze laafe.

E Markthall' müßt' aach noch ebei. Daß nett bis uff die Socke Mit ihrer Butter, un ihr'm Käs' Wer'n tretschmaß die Hocke.

E großer Bahnhof derste noch Des Gießer Nordend ziere. Damit mer in der Schwarzbach kennt Mit Bauplatz' schpekuliere.

Des Oktroa, de Landwirtschaft Un wenn eischtellt sich 'Hitze: Woll'n mit Verschtand berate sei Tas Gießfaßfahr'n un Schpritzc. Vielleicht läßt Gas- un Wasserpreis Sich rückwärts revidiere, Aach die elektrisch Enerschie Im Preis sich reduziere.

Daß. die Finanze sich saniern Uff Deutsch haaßt des gesunde Js aach e Ausgab' für Schtadträt, Tie Scharfsinn woll'n bekunde.

Ihr Berger, überlegt's genau. Wenn ihr enusf geht wehte, Un sorgt desier, daß bei der Wahl Kaa Wehler nett tut fehle.

Schickt in de Schtadtrat alte Schtänd' T i e Bottedick taßt Hippe Damit an dem, was er beschließt, Aach kaaner nett kann tippe.

Bleibt aanig laßt entflamme net .Hell uff der Zwietracht Fackel, Behalt' im Aag' des Wohl der Schtadt Wie ich-

F r a a H anne !vacke l.

Deutsches Reich.

Berlin, 12. Nov. Gelegentlich der Vereidigung 6er Rekruten der Potsdamer Garnison wies, wie nachträglich bekannt wird, der Kaiser in seiner Ansprache ii. a. darauf hin, daß des deutschen Soldaten höchste Pflicht sei, in Fällen der Not und Gefahr freudig das Leben für den Land es Herrn zu lasten und für die Interesten des Vater­landes in die Schanze zu schlagen. Die jungen Soldaten sollten sich an ihren Brüdern auf blutiger'Wahlstatt in Südwestafrika ein Beispiel nehmen, welche, ob­gleich schon längst nicht mehr aktiv unter der Fahne dienend, sich freiwillig zu der Expedition gemeldet hätten, um dem Könige und dem Vaterlande erneut treu zu dienen. Daneben ermahnte der Kaiser die Soldaten zur Gottesfurcht, denn nur im Besitze dieser Eigenschaft könne der Soldat seinem schweren aber doch so schönen Berufe gerecht werden. Die Rekruten sollten ferner auf ihren Rock stolz sein und ihn nicht beschimpfen lassen, denn er sei der Rock des Königs und der dürfe nicht angetastet werden.

Gestern hat auf dem Platze zwischen dem Königs. Schlöffe und dem Lustgarten die Vereidigung der Re­kruten der Garnisonen Berlin, Spandau, Eharlotten- burg und Groß-Lichterfelde stattgefunden. Um 10 Uhr erschien ber Kaiser zu Pferde auf dem Platze. Er trug über der Uniform den grauen Paletot mit dcm Orangeband des Schwarzen Adler-Ordens. Nach Begrüßung der Prinzen und Generale ritt er die Front der Aufstellung entlang, jeder Brigade sein Guten Morgen!" wünschend. Der Kaiser hielt nach der Vereidigung eine Ansprache an die Rekruten und frühstückte dann bei dem 9(fernnberregimcnt

Der Kaiser hatte sich gestern abend beim Reichs­kanzler Graf Bülow zum Diner angesagt. Eingeladen

Lungentuberkulose Gehirnentzündung Nierenentzündung Verunglückung unbekannter Ursache

Aiiü 'M uni) £

Gießen, den 14. November 1904.

In dem Bibliotheksneubau wurde gestern die Ausstellung wertvoller alter Handschriften von dazu geladenen Besuchern viel bewundert. Das Wertvollste davon wird demnächst in einem dazu ausersehenen Saal in wissenschaftlicher Anordnung zu einer permanenten Ausstellung hergerichtet werden.

** Zur Stadtverordneten wähl wird uns zu der Notiz in Nr. 263 vom 8. d. Mts. geschrieben: Nicht etwa 70 Mk. Steuerkapital sind erforderlich, um zum höchst­besteuerten Drittel der Wählbaren zu gehören, sondern die der Gemcindesteuerberechnung zugrunde liegenden doppelten Grundzahlen zusammen mit der staatlichen Ein-! kommensteuer müssen ungefähr 70 Mk. betragen. Unter doppelten Grundzahlen sind zu verstehen 30 pEt. der gesetzlich festgelegten Reinerträge (d. i. Steuerkapitalien) aus Grund­besitz, Gewerbebetrieb und Kapitalrente. Ein Einkommen

Sind Sie nervös?

An Nervosität Leidende dürfen keinen Bohnenkaffee trinken, denn er eignet steh nach einer Veröffentlichung des Kaiserlichen (Gesundheitsamtes nicht zum Genuß für Kinder, nervöse und Herzkranke Personen, weil er die Anfänge der Vergiftungs- Wirkungen des Koffeeins in sich trägt. Trinken Sie Kathrecuers Malzkaffee, das ist der allerbeste und wohlbe- könnnlichste Ersatz dafür. p *

Von anderer Seite wird noch folgendes berichtet: Dem Mörder des Pfarrers Thöbes ist keine große

Summa: 6~(3) 4~(3) 1 i ~

. T klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel

der -rodesialle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach «ließen gebrachte Kraule kommen.

2!ttsknnd.

Paris, 12. Nov. Tie Marinestudien deS französischen Finanzministers Lockroy, namentlich seine Darstellung der deutschen Werft, fanden auch in Petersburg die größte Beachtung. So erließ der Zar einen Ukas, wonach 2 V, Millionen Francs für Anlage einer russischen Musterwerft bewilligt wurden.

Wien, 13. 9?oo. Die Reise des Grafen Posadowski) nach Budapest hat am Stande der Ausgleichs-Verhandlungen nichts geändert. Tie Referenten arbeiten unausgesetzt an der Ausgleichung der Differenzen, die indessen nur langsam von statten geht. In der Veterinärfrage bestehen die alten Gegensätze. Trotzdem hofft man schließlich zu einer Einigung. zu gelangen.

TaS ,V. W. Tagebt." meldet auf Grund direkter Mitteilungen aus Petersburg, daß eine Begegn un g zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren verabredet sei und demnächst stattfinden werde.

a i o n i f i, 13. Nov. Bei der Landungsbrücke des Bahnhofes der orientalischen Eisenbahn wurden gestern 26 Kisten mit Gewehrmunition, Revolvern und Patron en gürte ln entdeckt. Tie Polizei beschlagnahmte den Fund, von dem schon ein Teil in Sicherheit gebracht war. Tie Munition soll für griechische Banden in Mazedonien be­stimmt gewesen sein.

Aer Aauömold in Kelbenbergln.

. . Uebcr bi- schreckliche MoMa^an dem "Ueit/ge Meten und geehrten katholischen Ortsgeistlichen seien noch solo"nde Einzelheiten berichtet: AIS die Leut- heute irlih die Kirche besuchten, warteten sie w ihrem Erstaunen vergebens aus den KeiAichen. Schlienltch begab lick' brr Kirchendiener in beMan. baus, um den Piarrer zu rufen. Erst fanranfhin klovkte die Haushälterin, bte den Geistlichen noch schlafend wähnte an dess-n Schlafzimmer an, ohne eine Antwort zu bekommen' Dadurch stutzig gemacht, wagte es der Kirchendiener und di.' Haushälterin das Schlasz-mner zu betreten und nun bot sich ihnen ein schreck- Iifbrr Anblick "n seinem Bette lag entseelt mit durchschnittenem

t f n ihm ein der eigenen Küche t nt no mm c n p ck großes, blutiges Messer, mit welchem pt- Morütat offenbar vollbracht worden war, Im übrigen war erst ii [ cs der LU shälter in ein, daß sie in der Nacht

dem Handbeil das Haupt vom Rumpfe. In einen bereitstehenden Sarg wurde sodann die Leiche des Stafforst hineingelegt und die Spuren der Hinrichtung soviel als mög­lich beseitigt. Dann wurde Groß hereingesiihrt. Er sah blaß und angegriffen auS. Festen Schrittes, ohne zu zittern, ging er an den Tisch heran, wo die Staatsanwälte und der Protokollführer sich befanden. Er hörte das Urteil und sah die Unterschrift des Kaisers ganz genau an. Dabei erklärte er:Stafforst bat den Mann erschlagen." Ohne irgendwelches sichtliche Sträuben ließ er sich an den Block führen, das Beil sauste hernieder und der Scharfrichter konnte dem Staatsanwalt melden:Der Gerechtigkeit ist genüge geschehen." Der Hinrichtungsakt selbst nahm nur wenige

MjrniMUlkbttücht for Todesfälle inderZtadt Gieße«

41. Woche. Vom 2. bis 8. Oktober 1904.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 iinkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 11,34 ~ 7

nach Abzug von 3 Ortsfremden: 5,67 0/0P.

Kinder

Es ft arbeit an: Zusammen: Erwachsene: im vom

waren die Minister v. Einem, Budde, v. Tirpitz, Staats­sekretär v. Richthofcn, Unterstaatssekretär Mühlberg, Wirkt. Geh. Rat Holstein, Kolonialdirektor Stübel, Wirkt. Legations­rat Professor Helffrich, Generalmajor ä la suite v. Moltke, Flügeladjutant Kapitän Müller, Geheimrat Löbell und Ober-, Leutnant Schwartzkoppen.

Ter frühere freisinnige Abgeordnete, Gutsbesitzer Dau-Hohenstein ist gestorben.

Der Präsident des Reichsta ges, Graf v. Ballestrem, hat nunmehr für die erste Sitzung nach der Vertagung am 2 9. November als Tagesordnung bestimmt: Beratung von Petitionen.

Osnabrück, 13 .Nov. Eine Versammlung Hannover-' scher und westfälischer Landwirte gestattete sich zu einer Kundgebung gegen die Kanalvorlage. Der Ausbau des Dortmund-NheinkanalS bedeute eine schwere Schädigung für die Landwirtschaft, die aber zu Opfern für die Industrie bereit <cl, wenn der Landwirtschaft günstige Handelsverträge abgeschlossen würden.

2 (1/' ^^^Ensjahr: 2.15. Jahr - 1

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von 2600 Mk. bedingt hiernach nicht die Zugehörigkeit zum

___ ' beutend geringeres Einkommen genügen. Wer jedoch nur

Acer und Slotte einkommensteuerpflichtig ist, muß mindestens in Klasse 4 der

Von dem jugendlichen Herzog von Sachsen- U' dlbteilung (36004000 Mk. Einkommen) veranlagt fein. Coburg-Gotha erzählen Berliner Blätter nachfolgendes- , U.!c Hinrichtung der Raubmörder-

Ter Herzog hat seit Donnerstag auf den ihm zustehenden 3 «"^?tafforst entnehmen wir derKl. Pr." fol-

nulitärischen Ehrenposten Verzicht geleistet Der ^nden Bericht eines Augenzeugen: Außer den zwölf Preun- Herzog tut seit einiger Zeit Dienst beim 1. Garde-Regi- ^mier Bürgern, die gesetzlicher Vorschrift gemäß der Hin- mcnt z. F. in Potsdam und hat dort für sich, seine mili- r,?1tuP9 beiwohnten, waren in dem Gefängnishofe acht Ge- tärischen Begleiter und sein Personal im Hotel <^0^ - C ^u^c^°^cn- Zn Amtstracht befanden sich nur der

Königsberg- Zimmer gemietet Gleich nach seinem Einzug Mte Staatsanwalt v. Reden, Staatsanwalt Bluhme und stellte die Potsdamer Knmison den Ehrenposten, b«

®° ,Lailunb nieder ging, nnd in dem zugigen HeiuS-

CI Wetter untertreten mußte, da bisher kein

«chilüerhaus ausgestellt wurde. Bei dem abscheulichen Negcn- wetter am Donnerstag befand sich nun ein Gardcjäger auf Ehrenposten, ier Wind blies durch den Hausflur von der Havel her recht unangenehm, und dies veranlasste den Herzog, sofort den Polten ablösen zu lassen. Er hat zugleich auf eme weitere Stellung e>nes Ehrenpostens verzichtet

Vereine vereinnahmt hatte, fehlen, außerdem zwei goldene Herren- die Leichname nicht reklamiert hatten, wurden sie ohne Ver- i'sw'n, die auf dem Tiscbe lagen. Zwei weniger wertvolle'tlliren zng der Erde übergeben.

Mörder unberührt, ebenso alle Wertpapiere. Der Mord Limburg, 13. Nov. Die beute hier ftattaebabte »SV>!»» Ä »,-ih.n« .N-ss-»--

brüten Sckirei vernommen, da sie dann aber weiter nichts mcbrPcr uowirte nahm nach dem Vortrag des Freiherrn hörte, glaubte sie, sich getäuscht zu haben, und ging wieder zu von Bodelschwingh eine Resolution an, nach welcher die Bett.. Bevor der Mörder zur Tat schritt, wählte er sich aus Bedenken gegen die neue Kanalvorlaae nur be- dem nt der .«gliche ausbewahrten Messerbestande des Pfarrers eini s r r--r nir ü ,

Tranchiermesser und ein sogenanntes Brotmesser ai^. W L ? JUYC^CU fonncu Einführung des staat- terem. das sehr spitz und scharf ist. Haler die Tat ausgeführt. llchen S ch l epp m o n op o ls auf sämtlichen Wasser- Er versetzte dem Pfarrer einen Stich in die rechte Backenseite straßen, also auch auf die öffentlichen Ström e

und einen ziveiten in den Hals, der die Schlagader traf und -----------------------

uuch den Tod des Pfarrers berbeiführte. Der unglückliche Mann konnte sich nicht wehren, weil er die Hände verbunden trug. Er hatte nämlich eine Wunde int Gesicht, und sollte diese mit den fanden nicht berühren. N ach der Tat wusch sich d e r Mörder im Waschbecken des Schlafzimmers die blutigen Hände und trocknete sie an dem daneben hängenden Handtuch. Ein Kamps zwischen dem Mörder und seinem Opfer hat nicht statt gesund en. Der Tod des Pfarrers erregte in der 1300 Emwohn r zählenden Gemeinde allgemein' Teilnahme, schon des­halb, weil der ziemlich vermögend^ Gci'liche ein Wohltäter der Armen war und auch für die Gemeinde manche Opfer brachte. Er amtierte seit fünf Jahren in Heldenbergen. Heute vormittag wurde der Tatbcßaud gerichtlich festgestellt. Bon dem -rater fehlt bis jetzt noch jegliche Spur. Man glaubt nicht, daß der Mord von einem Einheimischen begangen worden ist, ver-

I mutet vielmehr, daß ihn ein Fremder auSgesührt hat.

Ein Vorfall in Hanau, den dieFr. Ztg." zu be­richten weiß, könnte eventuell mit dem Mord in Heldenbergen z u s a m m e n h ä n g e n und auf die Spur des Verbrechers führen. Am Sonntag vormittag erschien auf dem dortigen Ostbahuhof em Mann und richtete nn den diensthabenden Sperrbeamten und fVäter auch an den Stationsvorsteher die Frage, ob nicht ein At/"'u und eine Frau mit zwei Hund n durchgekommen seien. M .e hätten bei ihm in Heldenbergen gewohnt und ihm 50 Mk Bargeld und eine Anzahl Kleidungsstück.' gestolüen. ?lls er Horts, lolcbc Leute feien in der Tot kurz nach 7 Uhr mit dem Zuge m der Richtung narb Aschasfenburg gefahren, sagte er:Da Mul ich gleich nach." Er suhr bann um 10 Uhr ebenfalls m per Ricktimg nach Aschafsenburg weiter. Der Stationsvorsteher machte der Staatsanwaltschaft Mitteilung.

Ein -Lrahtbcridit aus Friedberg meldet uns noch, I paß bort b?r.5,.riminc(fomminar Düring von Braunschweig in Begleitung eines anderen Kriminalbeamten mit z we i Poli­zeihunde u eingetrofsen ist.

Bei dem Raubmord sind, wie uns in letzter Stunde noch gemeldet wird, eine goldene und eine silberne Uhr, zwei Ketten und ein Revolver und etwa 2300 Mark an bar geraubt worden -ne Recherchen nach dem Täter iverden eifrig geführt.

Die elegante Welt nimtinf,sfs iuiv wte r . . . u. so fehlt auch auf bereit

-rockettitisch nie bte zur Haut- 1Bzx11

u. Schönheitspflege unübevtroff, 1 llOIlMSOliC.