Ausgabe 
14.9.1904 Erstes Blatt
 
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zugetragen haben soll. Em Gngadiner Pfarrer, der im Scark- tale predigen sollte, begegnete auf dem Kirchwege plötzlich einem Baren, der brummend auf ihn zukam. In seiner Todesangst riß der Pfarrherr ein Blatt aus seinem Gebet- bnche und schrieb auf den Rand:Der Bär hat mich gefressen." Er wollte seinen Kirchgenoffen wenigstens eine Kunde von seinem traurigen Ende hinterlaßen. Diese fanden denn auch den Zettel im Zylinderhut des Pfarrers unter einer Tanne am Wegrande. Ob sie der seltsamen Botschaft Glauben geschenkt oder nicht, wagen wir nicht zu entscheiden; jedenfalls machten sie sich auf die Suche nach demgefressenen" Seelsorger und fanden ihn alsbald wohlbehalten im Dickicht des Waldes. Der Bär war also doch nicht so blutdürstig gewesen, wie der Herr Pfarrer gefürchtet hatte.

Ein vorsintslutli cher Diner-Gang. Man schreibt aus London, 11. Sept.: Ein sibirischer Reisender hat, wie eine Londoner Zeitung zu berichten weiß, kürzlich ein seltsames Diner zu sich genommen, gegen welches die sensationellsten Erfindungen auf diesem Gebiete, auf dem die Amerikaner neuerdings.. so groß sind, sich wohl verkriechen muffen. Der Glückliche heißt Ruibakoff und ist seines Zeichens ein russischer Fellhändler, der eine Expedition nach der Münd­ung des Flusses Penesei unternahm. In der eisigen Wildnis verlor er sich und wurde von seinen Begleitern getrennt, nur vier Hunde hatte er bei sich. Seine Nahrungsmittel waren bald aufgezehrt und er befand sich in der grüßten Ver­zweiflung, als er plötzlich im Eise vergraben den Kadaver eines Mammuttieres fand, dessen Fleisch sich in dem ge- ftorenen Zustande ausgezeichnet präserviert hatte. Die Hunde stürzten sich auf das Fleisch, und als Ruibakoff sah, daß ihnen das ganz gut bekam, schnitt er sich ebenfalls einige Steaks ab, briet sie und ließ sie sich vorzüglich schmecken. Es glich ein wenig dem Pferdefleisch, berichtet der Reisende, nur war e§ etwas zäher und schärfer. Aber man merkte dem Fleffch in keiner Weise an, daß es aus den Zeiten des guten alten Noah stammte.

Ein eigenartiges Haus hat sich ein Bergarbeiter in Rio Vista, Nevada, gebaut: es ist 7 Meter lang, 5'/z Meter breit, hat zwei kleine Zimmerchen und besteht ganz aus l e er en Bierflaschen. Der Mann brauchte 10 000 Flaschen, um das Haus fertigzustellen; alle stehen mit dem Hals nach unten und dem Boden nach oben, die Zwischen­räume sind mit Töpferton ausgefüllt. Ob wohl der Bau­meister all das Bier, das sich in den 10 000 Flaschen be­fand, selbst getrunken hat?

* Aus derFugend". Aly Ahmed Bey aus Kon- spmbinopel ist zur Dienstleistung auf einzige Jahre der deutschen 'Armee ungeteilt und steht zurzeit ä la suite des Dragonerregintents zu M. Eines Tages ist Liebesmaht im Kasino.Wre soll ich mir das erklären", wendet sich einer seiner Kameraden mit der Frage an Ahmed, ,chaß Sie da eine Flasche ^Rüdesheimer"" trinken, während Sie doch Mo- hantmedaner sind, und der Koran, soviel ich weiß, den Genuß geistiger Getränke verbietet?"" Der schwarzhaarige Türke aber leert wider alles Erwarten in Ruhe sein Glas', streicht sich gentächssich die Weintropfen aus dem Schnurr­bart und ruft:Lebst Du nach der Bibel?""

* Wenn's geht. Ein Engländer hat in einem kleinen Ort in der Nahe des Rheins ein paar Tage gewohnt und läßt sich bei seiner Abreise die Rechnung bringen. Hier findet er alles der ^Ordnung gemäß. Als letzter Posten war aufgefuhrt:Mvnn's geht. . . 3,50 Mk." Erstaunt fragt er den Gastchalter:Uas ist das:Oenn's geht's?" No"", sagt der Gasthalter, ,ävenn's net geht, do streiche mer^s Widder dorch!""

DerAnzeiger für Bad Elster" veröffentlicht das folgende ihm übersandteGedicht":

An Luis e!

Von den dankbaren Elstern nern.

Du, die uns bei Mondschein,wie originell"", So plötzlich verlassensans ceremoniel, Daß überall dadurch insensationellster"" Weise Reklame gemacht würd' fürElster"", Nimm, hohe Frau, unfern Dank. Gott vergeltts D'r!

Arveilerbeweguug.

Mailand, 13. Sept. In politischen Kreisen befürchtet man infolge des in dem gestrigen Arbeitermeeting gefaßten Beschlusses, daß in den nächsten acht Tagen derGenera lstreik inallen Hauptstädten Italiens erklärt werden wird, um gegen die Haltung der Regierung in der Buggeree-Angelegenheit, wo bekanntlich mehrere Ausständige durch Soldaten beschossen worden waren, zu protestieren.

Sport.

Eine Staffelten fahrt Stuttgart-Kiel für M otvrzwe iräder zu Ehren ihres Ehrenmitgliedes Hoheit Prinz Heinrich von Preußen veranstaltet die Deutsche Motorrad­fahrer-Vereinigung, e. V., Stuttgart, am 19. und 20. Sept. Die Fahrstrecke ist 770 Kilometer lang und geht in acht Etappen ab Stuttgart über Heidelberg, Frankfurt a. M., Gießen, Marburg, Meschede, Bielefeld, Nienburg a. W., Hamburg nach Kiel. . Die Fahrt ist besonders auch von militärischen Gesichts- punllen aus von größtem Interesse: es wird ohne Aufenthalt, bei jeder Witterung, und auch die Nacht durch gefahren. Manche Teilnehmer fahren die ganze 770 Kilometer lange Strecke: man ist allseits gespannt auf die Resultate, die erzielt werden.

Dan-et und Merkest. Volkswirtschaft.

Auf

204.50

224.10

142.12

206.60

217.75

Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .

. 203.90

. 224.25

. 142.25

. 206.50

Berliner Börse vom 13. September 1904=.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prioat-Drskont 3% Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurfe.

Harpener Bergbau . . 218.10

Tendenz: Schwach.

Der Hibernra-Verstaatlichung zweite läge. Die Dresdner Bank, Geheimrat Müller-Berlin und Rechts­anwalt Bondie-Dresden Men bei der Verwaltung der Hibernia-

12. bis 13.

12.

13.

Gift-

noch

Es starben an: Zusammen:

wohlbehalten in Baltimore angekommen.

4% Ungar. Goldrente

41/, % Süssere Argentinier

Tendenz: behauptet.

Der vom

104.10

62.30

61.40

40/0 Italien. Rente 41/» 56 Portugiese!?

8<Vo Portugiesen, .

1% C. Türken .

Türkenloee . . .

4% Grieoh. Monopol

30/o Mexikaner . . 41/g°/o Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Dfekonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handele ges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Lanrahütte . . . . Bochum . . « . . Harpener . . . .

8W0 3O/o sV,°/o 8°/fl W/n

Höchste Temperatur am

Niedrigste

Reicheanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen Oberhessen

nicht ausgelost. Die diesjährige Auslosung findet allerdings im Monat September statt; den genauen Zeitpunkt hat die Gewerk­schaft Gießener Braunsteinbcrqwerke noch nicht festgesetzt. Wenn Sie den Gießener Anzeiger regelmäßig lesen, werden Sie die Er- gebniffe finden. Die Auszahlung findet übrigens erst am 1. Jan. n. I. statt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag den 15. September: Neuerdings Trübung und starke Regenfälle (be­sonders im Süden Hessens), stellenweise auch unter Gewitter­erscheinungen, bei milderer Nacht tagsüber kühler.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

V. Die Kreuzotter ist die gemeinste und häufigste schlänge Deutschlands.

S. Rhld. Die 3 Teilschuldverschreibungen sind bis jetzt

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Earl L 0 0 S , Krrchenvlatz.

Bremen, 8. Septbr. ?(Per transatlantischen Telearaph-)

Doppelschrauben-VostdampierMain", Kavitän E. v. Borell, Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgens

werden dürften, gehört auch der Entwurf über dre Frie­dens-Präsenz. Neben den gesetzgeberischen Arbeiten werben den Bundesrat demnächst and) Berwaltungsmaß- nahnten beschäftigen, wozu in erster Linie die Ausfuhr ungsanweisnngen gehören, die der neue Zolltarif int amtlichen Warenverzeichnis erhalten wird. Man beabsich­tigt letztere möglichst frühzeitig und noch längere Zeit vor dem Inkrafttreten des neuen Drrifs fertig zu stellen und z>u veröffentlichen.

September + 20,5° C.

= 4- 10,3 °C.

102.00

89.60

101.95

89.80

100.10

98.70

Kerichtssaal.

Gießen, 13. Sept. Frau Holbbauaufsestr F. von hier hatte Berufung gegen .ein Urteil eingelegt, das sie wegen Miß­handlung des vierjährigen Kindes des Bahnbeamtcn Kümmel zu vier Wochen Gefängnis verurteilt hatte. Me Straf­kammer bestätigte aber gestern das Urteil und legte der Ver­urteilten sämtliche Kosten auf.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 14. Sept. Der Bundesrat wird Ende September oder Anfang Oktober seine Plenarberatungen wieder aufnehnten. Derselbe wird sich u. a. auch mit dem Militärpensionsgesetz zu beschäftigen haben. Den Reichshaushaltsetat für 1905 wird ihm schwerlich vor Ende Oktober borgefegt werden können. Man nimmt aber allgemein an, daß der Reichstag wie gewöhnlich den Etat noch vor den Weihnachtsserien und zwar so recht- zeitig z-ugeftellt erhalten wird, paß bereits im Dezember die erste Lesung vorgenonmren werden könne. Zu den Bor-

MöchkiitlichkWttßchtdkr Todksföllk m der Stadt Gießku.

36. Woche. Vom 28. August bis 3. September 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zn 27 500 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,08

nach Abzug von 4 Ortsfremden: 15,12 °/co.

. . 28.00 . . 90.40 . . 114.50 . . 106 50 . . 204.10 . . 190.50 . . 141.60 . . 153.95 . . 161.20 . . 187.70 . . 18.60 . . 189.50 . . 249.50 . . 206.90 . . 217.40

21 nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke konunen.

Meteorologiiscke Beobachtungen

der Station Gießen.

Familien Nachrichten.

Gesiorbeu. Herr Lazarus Neu in Darmstadt Frau Bertha Marxsohn geb. Sternfels in Mainz.

Wniversitäts-Yachrichten.

Ein internationaler Studentenkvngreß wird im nächsten Jahre in Lüttich abgehalten. Die Veran­staltung geht aus von der allgemeinen Studentenvereinigung in Lüttich, einer ähnlichen Korporation wie der italienische Stu­dentenverband Corda Fratrev an der Universität Turin, der von dem jetzigen Professor der Philosophie Efisio Giglio-Tos ge­gründet wurde. Auf eine Anregung dieses Professors fand 1898 in Turin ein internationaler Studentenkongreß statt, auf dem fundamentale Bestimmungen für spätere derartige Veranstalt­ungen sestgelegt wurden. Der im September des nächsten Jahres in Lüttich in Ansicht genommene Kongreß wird acht Tage dauern. Man erhofft von diesem Zusammenkommen der Studen­ten aller Lander eine Förderung der Wissenschaft in der Weise, daß die Studierenden eines bestimmten Faches mit ihren Fach­genossen aus anderen Ländern mehr als bisher Erfahrungen und Untersuchungen austanschcn. Ferner glaubt man, daß solche Kongresse auch eine praktische Bedeutung für die Studenten haben, weil sie sich auf ihnen am besten und leichtesten über die verschiedenen Formen und Anforderungen beim Dokwrexamen in den einzelnen Ländern orientteren können.

Vom Kriege.

London, 1'4. Sept. Der hiesigen japanischen GesinMBaft ist bisher noch keinerlei Meldung von der angckllchen Gefangennahme Generals Sassulitsch zugegangen.

Petersburg, 14. Sept. Man glaubt, daß Kuropat- fin augenblicklich über 200000 Mann verfügt. Es'heißt, daß in der Schlacht bei Liaujang die Rnfsen zwei Armeekorps Ver­stärkungen erhielten. ,Das 1. Arnreekurps ist vollzählig auf dem Kriegsschauplatz eingetrvffen, während die Regimenter des sibirischen Korps noch fortgesetzt Verstärkungen erhalten. An Artillerie verfügen die Russen gegenwärtig über 314 Geschütze.

Washington, 14. Sept. Dem rnfsifchen Danrpfe-r Lena" wurde vom Marinennnisterium die Erlaubnis er­teilt. sechs Wochen vnt Hufen vvn San F-ranc-isco -zu bleiben, bis die defekt gewordene Maschine wieder in Ordnung M. Der japanische Protest wird znrückgewiesen.

Paris, 14. Sept. Aus Muckden wird hier^r telegraphiert, daß die Einquartierung des neu angeckummen-^u 6. sibirifch-en Korps rmd der letzten Telle des 1. euro­päischen Korps große Schwierigkeiten bereitet. Die neuen Truppen brachten reichlich Konserven mit und teilen ihren Vorrat mit den Kameraden, die seit Lmnjang sehr spänlich ernährt werden.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. ML. 14. September.

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Kinder

Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2,-15. Jahr

. . 129.80

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---- ~ 100.10

Fr!iedrichsruh, 14. Sept. Fürst Bisrftarcks Kranckheit wurde von der Konsnltation als unheik- barer Leberkrebs erkannt. Die Schmerzen werden durch tägliche Morphiumeinspritzungen gelindert, weshalb' der Fürst viel schläst. Der bedrohliche Kräften verfall Dauert an, das 'Ableben steht deshqllb nahe bevor. Die Familie ist jetzt vollzählig versanmrelt.

London, 14. Sept. Die gesamte hiesige Presse be­schäftigt sich eingehend mit einem Skandal, der jetzt erst aufgedeckt worden ist. Ein gewisser Water brurpj hatte eine Ausstellung organisiert, deren Ertrag zu gunsten der Journ ältst en - Unterstü tzun g s lasse verwendet werden sollte. Wäterbury erhielt auch die weit­gehendste Unterstützung aus aristokratischen Kreisen, sodatz bereits eine Million zu dem! wohltätigen Zweck zu- santmen war. Es stellte sich nun heraus, daß hervorragende Journalisten von der Organisation einer solchen ^Ausstellung überhaupt nichts wußten und daß eine derartige Ausstelö ung auch nicht stattgefunden hat. Bon der eingxgangeuen Million hat kein einziger Journalist irgend etwas erhalten.

Paris, 14. Sept. ,TasPetit Journal"" berichtet, Kriegs­minister Andre habe dem General Decharme mitgeteilt, daß er ihn seines Amtes enthebe und zur Disposition stelle. General Decharme ist Kommandant der Ehrenlegion und erreicht am 1. November 1905 die Altersgrenze. Tie Ursache der Maßregelung ist rroch nicht bekannt.

Paris, 14. Sept. Auf der Präfektur wurde erllärt, daß man amtlicherseits keinen Anlaß habe, sich mit der Anwesenheit, der Prinzessin Luise von Koburg zu befassen. Selbst wenn, was keineswegs der Fall ist, irgend welcher Wunsch eurer Wiener oder deutschen Behörde der Präfektur zugegangen wäre, müßte ein sehr kompliziertes Vorverfahren eingeleitet werden.

Wien, 14. Sept. Gestern abend fand bei dem Minister des Aeußern Grafen Goluchowski zu Ehren der Teilnehmer am internationalen Vreßkongreß ein Empfang statt. Anwesend waren n. a. Ministerpräsident v. Körber, mehrere Minister, der rumänische Ministerpräsident Sturdza, der deutsche Botschafter Graf Wedel.

Innsbruck, 13. Sept. Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Juristentages wurden sämtliche zur Beratung stehenden Fragen erledigt, und die Anträge des Sektionschefs Klein Der die Kartellfrage vom Plenum fast einstimmig ange­nommen. Mit Dankesworten des Präsidenten Brunner mtb einer Erwiderung des Sektionschefs Klein, der dem Präsidenten' den Tank der Versammlung für die Leitung der Verhandlungen aussprach, wurde der Juristentag geschlossen.

Budapest, 14. Sept. Der RofenauerBischof .Jvanfo* witsch, dessen Güter jüngst unter Sequestration gestellt wurden, hat abgedankt. ,Er erhÄt vvn der Regierung ein jährliches Gnadengehalt von 4000 Kronen. Die.Abdankung wurde dem Kaiser und dem Papste angezeigt.

3l/,%

4% Oesterr. Goldrente . . 101.75

gesillschaft gegen Hinterlegung der nötigen Wien den Antrag Nogen, welche hn laufenden Jahre an befn Reichstag gebracht gestellt, sofort eine außerordenttiche Generalversammlung ein- --- *- - -----<>-'-

zicherufcn, die in der Hauptsache nochmals den Vorschlag der Re­gierung betr. Abtretung des Unternehmens an den Staat beraten und hierüber Beschluß fassen soll. Weiter sollen sämtliche in der GeueralversaTnmlilNg vom 27. August gefaßten BesMüffe über die Erhöhung des Aktienkapitals aufgehoben werden. Die werteren Anträge sind von Untergeordneter Bedeutung.

Bulgarische Anleiheprojekte. Die gestern aus österreichischen in deutsche Blätter übergegangene Nachricht, daß die Dresdner Bank die neue bulgarische Anleihe übernehmen wolle, wenn diese Regierung alle ihren großen Bestellungen in Derchch- land mache, ist, wie das gencnrnte Bankinstitut meldet, vollständig erfunden.

September 1904.

Barometer aui 0° reduziert

Temperatur der Luit

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

13.

2"

744,6

743,2

20,3

12,7

72

8.

2

Sonnenschein

13.

9"

16,6

13,6

97

SW.

2

Regen

14.

72»

744,4

12,9

9,9

90

w.

2

Bew. Himmel

Tuberkulose der Lungen

Krämpfen

2

2

2

1

1

Krebs

3 (1)

3(1)

Schlagfluß

1 (1)

1(1)

Altersschwäche

1(1)

KD

Nierenentzündung

KD

KD

Selbstmord

2

2

Summe 12 (4)

10 (4)

4

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