H und 10 Uhr das im ersten Stock ausgebrannte, nur noch ein wenig rauchende Ran'sche Haus niedergeriffen wurde. Der Wohnraum des 1. Stockes mit seinen Betten, Schranken und Tischen stand den Blicken der Zuschauer offen; gerettet konnte von dieser wenig wertvollen Einrichtung nichts werden, da das obere Stockwerk einzustürzen drohte. Oben nm den Giebel hatte man ein Seil geschttmgen, an welchem man das Gebäude niederzureißen suchte. Endlich stürzte alles zusammen; Schränke, Betten und dergl. stürzten mit großem Gepolter herunter. Die Feuerwehr wird den Vormittag-über noch zu tun haben, um die Brandstätte zu bewachen und aufzu- räumen.
** Persvnalren. S. K. Hoh. der GroßherAog hab^n am 9. 3uli d. I. den ordentlichen Professor in der medizinischen Fnkultät der Landesuniversität Gießen Geheimen Medizinalrat Dr. Georg Gaffky auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1904 aus dem Staatsdienste errt- laff-cn.
w Ein großer Beerenreichtum herrscht dieses Jahr in den Waldungen unserer Umgegend. Täglich sind Kinder und Erwachsene damit beschäftigt, die Erd-, Hirn- und Brombeeren zu sammeln und für gute Preise in der Stadt zu verkaufen.
— Bienenzüchteroersammlung. In dem Zeichen der Feste und Kirchweihen wurde am vergangenen Sonntag die 4. Versammlung der Bienenzüchter für Gießen und Umgegend abgehalten. Die Versammlung war spärlich besucht und sogar die drei Referenten des Tages hatten ihr Nichterscheinen entschuldigt. Der Bericht über den Verlauf des Kurses in Orten berg mußte deshalb ausfallen. Es wurde eine neue Schwarmfcmgoorrichtung, sowie der Strohkorb als Zuchtstock besprochen und schließlich eine ernste und eine heitere Episode aus dem Jmkerleben erzählt. Der Vorsitzende lud die Mitglieder ein, die am 21., 22. und 23. August in Vilbel stattfindende 44. Wanderversammlung deS Oberhessischen Bienenzüchtervereins recht zahlreich zu besuchen, und die Ausstellung reichlich zu beschicken. — Die Mitgliederzahl des Vereins ist auf 150 angewachsen. Die nächste Versammlung findet voraussichtlich am 4. September statt.
§ Grünberg, 12. Juli. Der hiesige Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung mit 7 gegen 2 Stimmen beschlossen, das Gelände für den Bahnbau Grünberg-Lich kosten los zur Verfi'igung zu stellen.
Bad-Nauheim, 14. Juli. Der Großherzog traf gestern nachmittag per Automobil zum Besuch des Prinzen und der Prinzessin Orbeliani hier ein und fuhr, nachdem im Hotel „Hohenzollen/ der Thee eingenommen war, nach seinem Schloß in Friedberg, wo er übernachtete und heute nach Darmstadt zurückfuhr.
(I) Hartmannshain, 13. Juli. Wie sehr in diesem Sommer an unseren schönen Vogelsberg mit seiner frischen und gesunden Lust von Sommerfrischlern gedacht wurde, beweist der Umstand, daß in der Gastwirtschaft H. Schmalbach hier nicht weniger als 35 Familien und auch noch einzelne Personen für den Juli d, I. zur Sommerstische angemeldet worden sind. Nach Eröffnung der Bahnstrecke Gedern— Grebenhain wird der Besuch unseres Gebirges wohl noch viel stärker werden und alsdann wird Gastwirt Sch. seine Räumlichkeiten zum Logieren bedeutend vergrößern.
fe. Offenbach, 13. Juli. Zwei Brüder, August und Heinrich Baum von hier, 12 und 11 Jahre alt, find gestern zusammen in den Wald gegangen und bis heute nicht zurückgekehrt.
Frankfurt, 14. Juki. Der König von Dänemark and sein Bruder Prinz Han§ von SchleSwig-Holstein-Glücks- burg besuchten gestern mittag die Prinzessin Sybille von Hessen und ihren Gemahl, den Freiherrn von Vincke auf Schloß Rettershof. Der König und sein Bruder kamen von Wiesbaden im Automobil und blieben bis gegen Abend. — Prinz Friedrich Karl von Hessen und Familie, sowie der Kronprinz von Griechenland und Familie kamen geflent nachmittag aus Bad Liebenstein, wo sie mehrere Wochen verweilt hatten, hier an, und sthren nach kurzem Aufenthalt nach Schloß Friedrichshof.
Kleine Mitteilung eil aus Hessen und den Nachbarstaaten. S. K. H. der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht, am 9. Juli der durch die Äadtverordneten- oersamnrlung zu Mainz erfolgten Wiederwahl des Kommerzienrats Eugen Georg Haffner in Mainz zum Bürgermeisterei- Beigeordnet en der Provinzialhauptftadt Mainz die Bestättgung zu erteilen. — In Ossenheim wurde am 13. d. MtS. der Kirchenrat Buchhold beerdigt. Er hat lange Jahre in der Wetterau gewirkt und erreichte das hohe Alter von 90 Jahren. — In Nieder-Florstadt wurde Bürgermeister Alles zum vierten mal zum OrtSoberhaupI gewählt. Vor zwei Jahren konnte er sein 25 jähriges Jubiläum als Bürgermeister feiern. — In Rödgen tagte eine Versammlung von Interessenten des Wettertalbahnprojekts. Sie beschloß, dafür einzutreten, daß die Bahn von Bad-Nau- Henn und nicht von Friedberg auSgehen und über Rödgen, Wisselsheim, Steinfurth, Oppershofen, Rockenberg, Gambach, Holzheim, Grüningen nach Gießen führen solle. — Von einem bedauerlichen Unglücksfall wurde eine Familie zu Aßlar im Dilltal betroffen, wo der Vater mit zwei kleinen Kindern hinausqefahren war, um Grünfutter zu holen. Als er bei seiner Arbeit beschäftigt war, wurden wahrscheinlich die Kühe durch die Belästigung der Fliegen unruhig, gingen durch und ein Knabe fiel vom Wagen, wobei beide Räder ihn überfuhren. Nach kaum zivei Stunden wurde das arme Kind von seinen Schmerzen durch den Tod besteit. Das zwette, kleinere Kind wurde glücklicherweffe vom Vater noch rechtzeitig vor •irrem ähnlichen Unfall bewahrt.
Die Gelsenkirchener Typhus-Epidemie vor dem Essener Gericht.
Der Zeuge, Architekt (Meorfi Stto ltz-e^GelßvckirchnL gibt Aus-- fünf! über die sehr schlechte« Vorflut- und WvbMMgöverhältnisie in Gelsenkirchen. Namentlich die BorstutverlmlMisst des ^verseuchten Gk’frictctf spotten jeder Bestlneibimg. Gelsen kirckM-Stadt bat mir lcÄ weise, Schalke gor leine Kanalisation. Inden äUnni Kolonien leben im Durchschnitt in zivei Zimmern 6 bis 10 Die Häuser hatten Vetue Un^rkellrrrmg und der
Mort befand sich in einem Raum mit dem Stalle. In einer .Wtvi'ic wohnte eine Familie von zwölf köpfen in zwei Zimmern.
R ünftt1 111
mb AbwÄsserverhlckt nisst. Der Zeitzge resümiert sich dvhch, daß Ättm ftch gar keine großartigere Versumpfung denken
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. 14. Joli.
S% Mexikaner .... 27.6t> 4V29/q Chinesen .... 90.00 Electrie. Schlickert . . , 103.10 Nordd. Lloyd . . . . 10085
379% Reichsanleihe . . 102.10
8®/,) do. ... 90.25
8V,o/o Konsole .... 102.00 3% do......90.20
«Vs% Hessen .... 100.65
SV, 96 Olierheeeen . . . —.— 496 Oesterr. Goldrente . .101.10 4V6 96 Oeeterr. Silberrente 100.30 496 Unffar. Goldrente . . 100.15
4®/' Italien. Rente , . . 108.50
4Vt % Portugieser . . . 61.40
8°/ Portugiesen. . . . . 60.55
196 C. Türken .... ——
Türken lose......128.20
4% Grieth. Monopol.-Anl. 48.40
4*\96 äussere Arp-enfinor 44 20 I
Kredrtektien . . . , . 200.90 Diskonto-Konimandit. . . 187.40 Darmstädter Bank . , . 137.80 Dresdener Rank .... 149.20 Berliner Handels^es. . . 153.20 Oesterr. Staatabahn . . . 137.00 Lombarden ..... 17.50 Gottharilbahn ..... 187.50
LanrahtHte...... 242.10
Bochum ....... 186.40
H arpener......197.80
Tendenz: still.
kann, als die in dem Trier in Rede stehenden Andustriegebiete. Man wird auch niemals wieder zu einer erträglichen Reinlichkeit zurückkehren, man müßte denn gerade alle Bergwerksbett lebe still stehen lassen. ^Es treten noch hinzu die verunreinigenden Einflüsse der Spüljauche und namentlich die vielen heißen Kondensationswässer. .Diese letzteren beschleunigen lebhaft die vor sich gehenden Gährungsprozesse, die durch die fortwährende Blasenbildung in Erscheinung treten. Vielfach macht das W a ss er deshalb 'einen' fast seifenartigen Eindruck. Was die Abflnßverhältnisse besonders bedenklich macht imb stört, das sind die durch die Zechen geschaffenen Vodenverhältnisst. Bei der Zeche Hibemia nächst Gelsenkirchen ist z. B. der Boden um volle sieben Meter gesunken. Es entstehen auf diese Weist gefährliche lokale Sümpfe. Die Behörden müssen dähalb die Zechen anhalten, solchen Nebelständen bei Zeiten vorzubeugen. Zur Selbstreinigung besitzt infolge größeren Gefälles die Ruhr noch mehr Kraft, als die Emscher.
Geheimrat Koch: In Witten soll ein großer Teil der Fäkalien in die Ruhr geleitet sein? — Zeuge: Das ist richttg.
3>te Neuregelung Ves hessischen Aeld- und Aorst- strafrechts.
Gießen, 28. Juni.
Die Regierungsvorlage über die Neu-Redaktion des hessischen Wald- und Forststraftechts hat bereits beiden Kammern vorgelegen. Schon die zweite Kammer war in manchen wesentlichen Puntten von dem Standpunkt der Regierung abgewichen. Wir haben früher darüber berichtet. Nun hat die erste Kammer nicht in allen Fällen die Beschlü^ der zweiten Kammer gut geheißen.
Der Bericht des zweiten Ausschusses der zwecken Kammer über die Rückäußerung der ersten Kammer liegt im Druck vor. Es ist anzunehmen, daß sich die zwecke Kammer im großen und ganzen den abweichenden Beschlüssen der ersten Kammer anschließen wird, wie es auch der Ausschuß fast durchweg beantragt hat. Einige Divergenz wird immerhin bestehen bleiben, doch dürste die schließliche Beseckigung nicht allzu schwer stin.
Beachtenswert sind in erster Linie die widersprechenden Ansichten beider Kammern über Art. 4, welcher sowohl im Forst- wie im Feldsttafrecht die auch jetzt geltende subjektive Haftung dritter Personen int Falle des Unvermögens der zu ihnen in einem AbhängigkecksverhältniS stehenden Personen behandelt. Der Standpunkt der Regierung ging im Entwürfe am weitesten, indem in allen Fällen der andere, d. h. der Dienstherr rc. hasten solle, für den Fall, daß der verurteilte Täter in der Gewalt, der Aufsicht oder im Dienst dieses Dritten stünde und zu seiner Hausgenoffenschast gehöre.^ Die Mehrheck des Ausschusses der Zweiten Kammer wollte die Haftbarkeit dann nicht eintreten lassen, „roenn festgestellt würde, daß die Tat nicht mck seinem (des Dritten, bezw. Dienstherrn) Wissen verübt sei oder daß er sie nicht verhindern formte/ Die Zweite Kammer war indessen dem Minderheitsantrage gefolgt, wonach der „Andere" nur für Personen hasten solle, die unter seiner Gewalt stünden und zu seiner HauSgenossenschast gehörten. Danach würde also nur der Gewalthaber, nicht der Dienstherr haften. Auf diesen Standpunkt stellte sich auch die Erste Kammer, hielt aber ttotzdem eine Weiterung für erforderlich durch den Zusatz: „Die in Absatz 1 bezeichnete Haftbarkeit tritt für den dienst berechtigten in Ansehung der sttafbaren Handlung eines ihm zur Dienstleistung Verpflichteten insoweit ein, als die Handttmg in Ausführung einer Dienstverrichtung begangen worden ist/
Damck würde man sich wieder der nn Mehrhecksanttage zum Ausdruck gebrachten Ansicht nähern. Der im Entwurf niedergelegte Standpunkt der Regierung führt zu der Schluß- folgerrmg: Weil die strafbare Handlung z. B. des Knechtes aus der Wirtschaft des Dienstherrn kommt, muß auch der Dienstherr haften. Damck wäre der Dienstherr für jede strafbare Handlung seines Knechtes verantwortlich. Nach dem von der Ersten Kammer beschlossenen Zusätze, der auch der Zweiten Kammer von dem berichtenden Ausschüsse zur Annahme empfohlen worden ist, würde indessen nur eine mittelbare Haftung des Dienstberechtigten bestehen, insofern die Haftung nur begründet sein soll, wenn das Delikt in Ausübung einer Dienstverrichtung begangen worden ist. Damit wäre der Dienstberechttgte nicht jeder Willkür des Dienstverpflichteten preisgegeben.
Zu besonderer Kontroverse hat des Weiteren der Art. 10
geführt, der sowohl im Feld- wie im Forststrafrecht wesentlich gleichlautend ist und die Einziehung der corpora delicti, d. h. der bei einer strafbaren Handlung gebrauchten Werkzeuge rc. behandelt. Die Regierung wollte unbedingte Einziehung, die zweite Kammer wollte vermeiden, daß z. B. wegen eines gestohlenen 9lpfel§ eine wertvolle Sense eingezogen werden könne. Der Ausschuß beanttagt, die zweite Kammer möge auf ihrem Standpunkte beharren. Die erste
Kammer ist im
Wesentlichen für Beibehaltung dieses
Art. 10
und zwar in der Weise, daß die Möglichkeck der Einziehung der corpora delicti dann gegeben sein solle, „fofem diese Werkzeuge nach ihrer Beschaffenheit ausschließlich oder vorwiegend zur Ausführung von Freveln bestimmt sind". In dem gleichen Artikel sollte auch die Berechtigung zur Einziehung von Waffen, die ein Täter bei sich geführt hat, geschaffen werden. Eine solche Bestimnmng ließe sich eher recht
fertigen und verstehen, ohne daß man darin eine besondere
Härte finden müßte. Allein, hier führen bereits die Bestimmungen des Sttafgesetzbuches zum Ziel, so daß eine Sonder- bestunmnng nicht mehr erforderlich ist. Mithin kann u. E. der Arttkel 10 in Wegfall kommen.
Im Uebrigen hat der Ausschuß beanttagt, den Beschlüssen der Ersten Kammer zuzustimmen. Zum Teil find außerdem die Aendernngen späterer Artikel nur eine Konsequenz aus der Aendernng ftüherer Arttkel, so bei Art. 30 des Feld-
Beschlüsse der ersten Kammer nicht beizutteten, eben ans den bereits erwähnten Motiven.
Bei den Beschlüssen über den Gesetzentwurf bett, das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen haben sich keine bemerkenswerten Differenzen zwischen den beiden Kammern ergeben, so daß man diesen Gesetzentwurf für erledigt ansehen darf, weil jedenfalls die zwecke Kammer den Beschlüssen der ersten Kammer zustimmen wird.
Vevm!schtes.
* Znm Tode des Generalmajors v. Zöch', Ar- tlllerie-Depottnspettors, und seines Burschen, die beide,' wie ton mitteilten, bei Berlinchcn ertrunken sind, wird bekannt, daß das Unglück auf der Entenjagd sieb ereignete. Der General, der mit seiner Familie bei seinem Bruder, dem Forstmeister v. Zoch, .sich zu Besuch befand, hatte sich vom Forsthause Rabenhütte mit seinem Burschen nach -dem Buckotosee begeben, und einen Kahn bestiegen, um auf Enten zu pürschen. Bei Abgabe eines Schusses auf eine Kette von Enten verlor er das Gleichgewicht und stürzte rücklings ins Wasser. Der Bursche sprang ihm nach, um ihn zu retten, aber betbe ertranken.. Die Leichen formten geborgen werden.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hesieir für Freitag, den 15. Juli 1904: Zunächst wieder beiter, später zunehmende Bewölkung (Gewitterregen mir in Westdeutschland), Hessen andauernd trocken, sehr schwül.
Näheres durch die Gietzener Wetterkarte.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Hottesdienü.
Sabbathieier am 16. Juli 1904.
Freitag abend: 8.00 Uhr.
Samstag vormittags: 8.00 Uhr.
Predigt.
Nachmittags 4 Uhr.
Sabbathausganq 9.25 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.00 Ubr.
Tleuelte Mel du na en.
Originaldrahtmeldungen des Gießener «nzelger».
Leipzig, 14. Juli. Die von Fran Dr. Rosa Luxemburg gegen Hrteil des Landgerichts Zwi-ckcm^ wonach sie wegen Majestätsbeteidigung, begangen durch eine Kritik der Breslauer Kaiserrede am 16. Januar- zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfene
Berlin, 14. Juli. Die Ernennung des Generals' Lykiphorow zum bulgarischen Agenten in Berlin erfolgte auf speziellen Wunsch Kaiser Wilhelms, der auf einen Milttär als Vertreter Bulgariens Wert l^gt. — Außer dem 11/4jährigen Söhnchen beä Schlossers Spalleck werden jetzt in der Charite noch Pvei weitere Personen behandelt, bei denen die Erkrankung an schwarzen Blattern zweifellos festgestellt ist. Es sind trieS die 41jährige Aufwärterin Antonie Drucküed und der 46jährige obdachlose Arbeiter Bürger. Beide haben sich ans eigenem Antrieb in die Charit6 zur Anfnahrne begeben, wo sie in den Quarantäne-Pavillon überführt wurden. — Einen Mordversuch und Selbstmord ans unglücklicher Liebe beging in einem Restaurant der 52 Jahre alte verheiratete Tischlermeister Julins Buchholz. Er schoß dreimal auf die unverehelichte Wirtin! Walpurga Ziegler und verletzte sie leicht. Darauf tötete er sich durch einen Schuß in die Brust.
München, 14. Juli. Der Kaufmann Karl SeST ans Berlin fuhr gestern mit seinem Motor-Zweirad gegen ein Fuhrwerk. Durch den Anprall wurde der Motor znruck- geschleudert und Lesk stürzte auf das Pflaster. Beim Transport nach dem Spital starb er an Schadelbruch.
London, 14. Juli Wie der „Daily Mail" ans Petersburg telegraphiert ttrirb, zirkulieren dort Gerüchte, daß Port Arthur gefallen sei Die offizielle Meldung, daß dtt Japaner beim Sturme auf Port Arthur 30 000 Mann verloren habe, hätte nur den Zweck gehabt, zu zeigen, wie teuer die Eroberung den Japanern zu stehen gekommen sei
Rom , 14. Juli Der neue Handelsvertrag zwischen Italien und der Schweiz ist unterzeichnet worden. In Anbettacht der mit den anderen Mächten schweberrden S?<nibds* Vertrags-Verhandlungen haben die beiden Regierungen sich verpflichtet, den Verttag geheim zu batten, bis er den ParlameMen der beiden Länder vorgelegt nrirb; das heißt bis zum 1. November. Bis zum Inkrafttreten der neuen Tarife, was nicht vor Juli 1905 stattfinden wird, bleiben die gegenwärtigen Tarife für Italien und die Schweiz in Kraft.
Sofia, 14. Juli. Ans Mazcchonien eingctrvffene Bulg^wen berichten, daß die Kommitatschis leben bnlgarischen Landmann, der nur MbwegS im Verdacht der Spionage steht, niederfchießen. Die Gerüchte, daß zwischen der inneren maze- donsschen Organisatton und der Tschontscheff-Partei Differenzen ausgebrochen feien, werden entschieden bestritten.
N e w v 0 r k, 14. Juli. Ein Telegramm ans MaMa berichtet, daß ein deftiger Cvklon San Juan del Monte zer- stött habe. 200 Personen sollen umgekommen fein. Ter Schaden wird auf 2 Millionen geschäht. Der Regen, welcher sich nach dem Cvllon «einftellte, dauerte ununterbrochen 27 Stunden
strafgcsetzcS, welcher die Haftung von Privatpersonen bei durch Hirten ocnlbtem Weidefrevel zum Gegenstände hat. Hier sollte nach dern Beschlüsse der zwecken Kamnrer auch dann gelTaftet werden, wenn der Hirte nicht zur HauS- genüsseiTschaft deS Dienstl^ettn gehöre. Eine solche Besttrnmimg muß ihre Bedentnng verlieren, wenn der Art. 4 m der oben besprochenen Fassung Annahrne findet.
Gibenfo sind im klebrigen im Forst-Strafrecht die von der ersten Kannner beschlossenen Aendermpzeu sehr mnveseick- lich, d. h. fomcit sie nicht bereits für beide Gesetzentwürfe gemeinsam besprochen ivorden sind. Bei Art. 34 ist die erste Kainmer einfach ihrer bei Art. 10 besprochenen Ansicht gefolgt. Daher lautet auch der Anttag deS Ausschusses, diesem
nnd Elektrotechnik.579
kostenfrei.
Bestes Hautpflegemittel
ieinften Rohstoffen her gestellte, viel tausendfach sock pviLiren bciväbrtt Myrrholin-Sene; wegen ihrer außerordentlichen Feinheit erfühlen wildeste Kinder-Seife.
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