Ausgabe 
14.1.1904 Zweites Blatt
 
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Luxus.

Don den konservativen Klottern hat tn bester Zeit keines so ucrchjdrücklich den Luxus im Heere bekämpft, wie dieSchles. Ztg.". Neuerdings gibt sie wieder einer Zu­schrift Raum, die ficty gegen diekostspieligen Gaste- reien in Offiziers- und Beamtenkreis en rvcnoet. Darin wird gesagt:

Stil der Unsug ist neueren Datums! Früher war es nicht Brauch- daß der Leutnant seinen Obersten, der Regierungsrat seinen ObcrpräfiDenten zu Tische luo. Na­türlich lebt man über seinen Stand und meistens auch über seine Mittel, wenn man den Wirt spielen will au, gleichen Fuße mit denen, die in einer besseren Lage sind, und sich Repräsentationspflühten euibildet, bezw. Reprä- sentationsrechte anmastt, die jenen standesgemäß zukommcn und bei jenen auch schon im Budget vorgesehen sind . . . Wer einen Minister zu Tische hat, glaubt seinen Esten besonders zu rmponiercn. Frettich hatten Staatsnranner etwas Besseres Ku tun, als die Rotte von T a f e l a u f s ä tze n zu spielen, aber das ist Sache des G-eschnnaes, unD allzu­sehr verargen darf man es ihnen nicht, wenn sie niet lächeln­der Philosophie die Eitelkeit ihrer Nebrnmenschssn bLfciebi-- gen, die ihnen selbst doch schmeichelt. Minister bei Tische! Wer einmal die Sittengeschichte unserer Zeit schreibt, muß diese chp.sche Erfcheiuuug allen ihren sozialen Untergrüieden sa/Üdern, auch den Minister beim Vereinsfest, bei der Grundsteinlegung, bei dec Tenkmals- toeifye, oei den unzähligen Z-esten, Die je^t gefeiert werden. Denn was feiert man je^t nich. alles? Em Verein, der sein 25 jähriges Stiftungsfest begeht, w.ll seinen Minister dabei haben: das Tenkmalskvmitee, bu5 our Enthüllung schreitet, tut es nickst ohne Exzellenzen und womöglich nicht ohne ein paar Prinzen. Nocy nie haben die Deutschen so viel ge­feiert, wie in der neuesten Zeit, die in Wirklichkeit nu~ wenig Anlaß zum Feiern gibt, und tatsächlich die wenigsten unter uns in F-eierftinunung verseht."

Wenn der Gewährsmann des Breslauer Blattes recht unterrichtet ist, so ist an einzelnen hohen Stellen der Wille zur Abstellung des Uebcls bereits zum Ausdruck ge­langt. Wie er hört, haben sich die Oberpräsidenten von zwer Provinzen mit den kommandierenden Generälen der Armeekorps derselben Provinzen ins Einvernehmen gefegt, um Einladungen nur so weit anzunehmen, als dieselben >eu schlichten älteren Traditionen entsprechen dies in >er Absicht, chre Geselligleit nickst zu einer harten Steuer ür andere werden zu lassen, nicht um sie einzuschränken, andern um ihr eine für alle Beteiligten leichtere, sach­gemäßere Form zu geben.

Keer und Alocle.

Wie aus Essen gemeldet wird, weilte vor einigen Tagen ein Vertreter der Firma Krupp in Berlin, um mit der Regierung wegen der Lieferung von Geschützen neuester Konstruktion zu verhandeln. Die Bestellung werde bald erfolgen.

München, 13. Jan. Das Verordnungsblatt des Kriegsministeriums veröffentlicht heute eine Allerhöchste Ent­schließung, durch die das Tragen der Achselstücke auf den Offiziers Mänteln und die sonstigen jüngst in der preuß. Armee eingeführten Aenderungen auch für die bayerische Armee angeordnet werden.

vermischtes.

Paris 13. Jan. In Conbrun versuchten die Schüler eines Kollegs einen unbeliebten Aufseher durch ein Bombenattentat zu beseitigen. Der Aufseher wurde uur leicht verletzt.

* La Rochelle, 13. Jan. Hier wütet ein heftiger Sturm. Die im Hafen befindlichen Schiffe können nicht auSlaufen. De-' von Rio de Janeiro konimende englische Dampfer »LarelinZod" erlitt an den Felsen der Insel Sem Schiffbruch. Von der Besatzung wurden dreizehn Mann gerettet. Zehn sind ertrunken.

* Heber den verhafteten Professor Moritz Meyer tn Berlin weiß die neue Berliner Börsen - Zeit­schrift »Plutus" (Berlin W. Lützowstr. 74) noch mancherlei zu erzählen. Es heißt da: Meyer hat etliche Bücher größeren Umfanges veröffentlicht, die zum Teil von bedeutendem wissen­schaftlichen Werte sind. Als er seine besseren Werke schrieb, war er Handelsredakteur der »Voff.-Ztg." und Pclvatdozent der Nationalökonomie an der technischen Hochschule zu Ehar- lottenburg. Seine ivöchentlichen Böisenreouen hatten em zahlreichcs^Leserpublikum, da flotter Stil, umfassende Bildung und tiefe Fachkenntnisse es ihm, als einem der ersten unter den deutschen Fmanzjournalisten, ermöglichten, die Vorgänge an der Börse allgemein verständlich und doch ernst zu be­

nehmen. Mtt der Schellenkappe auf der Tenkerstirn sitzen die Jiadikalften und die revisionistischsten Sozi neben dem gold schwersten Kapitalisten. Und die gleiche Heiterkeit bricht durch, wenli vam Podium herunter dieNarren" ihre Kw lauer zum besten geben. Diesedrarren"' sind rote und schwarze Schuster und Schneider, liberale Kaufleute und Die höchsten Zivil- und Mitttärbearnten des Landes. Ta schau her: die Rednertribüne hat die Farm einer Eule und darüber leuchten uns die tiefsinnigen Berse entgegen:

Sei luftig Tu Schöbe, was leidste denn Not, Tu lebst sv kurz und sv lang' biste tot.

T'rum alleweil fidel, und gar nicht zu knapp. Vermach' Seinen Erben Tein' Stern und Dein Kapp'.

Und nun tritt gewichtigen Schrittes aus die Euleniribüne der Provinzialdirektor v. Gagern, ein Sohn des 1L4L gefallenen Generals. Und er hebt an: ,/Narrha.lesen! Nur zagend betrete ich die Eule, sie ist das Symbol der Weisheit und nicht jedem ist es gegeben, im Gewände der Narrheit Weisheit zu verzapfen. Gern komme ich in die Narrhalla (Mainzer Stadthalle), denn das ist die einzige Ber.ammlung, wo Bourgeois und Sozi in Brüderlichkeit tagen." Gagern verulkte dann die Bürgermeister von Mainz und dem Nach- barort Guisheim, um schließlich das Feld zu räumen dem Generalmajor v. Zastrow, der die Garnison Mainz und die hübschen Mädchen feierst. Er kriegt seine Hiebe von prächtigen Narren, die die neuen Achselstücke verulken und das Wort Garnison verpönen, weil die Mainzerinnen sonst gar zu leicht an diekleine Garnison" denken könnten.

Nach derKöln. Ztg." wurde die Direktion Stein- aoettcr in der Nachbarstadt Marburg, wo der Zapfen­streich ebenfalls einmal aufgesührt wurde, verirau^b be­deutet, vvn weiteren Ausführungen dort a b z u - sehen, weil das O f f i z i e r k o r p § des dortigen Jäger- datzalllonS Rn stoß da.an nimmt und bei Wiederholungen das Theater ganz meiden würde.

handeln. Er gewann bald Ansehen und Einfluß beim Börsen­völkchen. Dazu aber stand die nicht gerade glänzende Be­zahlung bei seiner Zeitung in einem gewißen Gegensatz. Er verfiel, wie andere vor und nach ihm, auf das an der Börse mcht gerade seltene Ergänzungssteuer-Verfahren. Tie Ein­nahmen daraus stoffen so öffentlich, daß man sich eigentlich wunderte, als Meyer der Eharalter als Professor beigelegt wurde. Witzbolde meinten damals: Es habe ihm endlich ein »Charakter* verliehen werden muffen. Kurze Zeit danach machte sich Meyer sogar bei der Vossin unmöglich. Er stolperte auch so ein Witz des Lebens über die Tarno- witzer Emission der Rheinisch - Westfälischen Bank unseligen Angedenkens. Jetzt ging es schnell bergab. Hugo Löivy, der gerade aus dem Zuchthaus gekommen war, taufte nut besserem Gehalt die glanzende Feder Meyers für die von ihm oder seinen Vor- und Hintermännern erworbene »Berlmer Finanz- und Handels-Ztg.* Nebenbei gab Meyer noch ein eigenes Finanzblatt heraus mehr zur eigenen Bedarfs­deckung, als für den Bedarf des Publikums. Als er von Löwy fortging, widmete er sich ganz der »Fruklisizierung" seines eigenen Unternehmens. Er schnorrte Inserate und Abonnements. Und bei der auffallenden Liebe, die unsere Banlwelt journalistischen Schmarotzern mit und ohne Fähig­keiten entgegenzubi'.ngen pflegt, schlug er sich durch von einem Tag zum andern. Er war schon lange eine Pump- genie. Noch in den letzten Tagen vor dem Zusammenbruch Der Preußischen Hypothenbank gelang es ihm, an ihrer Kaffe Bargeld zu erhalten. Keinem glückte es nach ihm mehr. Daß »Professor 9)1.' auch Kostgänger der Pommernbank gewesen ist, ward ja seitdem gerichtsnotorisch. Noch einmal schien dem Siebzigjährigen das Glück zu wmken. Em hiesiger sehr junger Bankier, der eine Finanzzeilung hecausgibt, zahlte ihm ein gutes Gehalt. Dort im Bureau saß Meyer unter strenger Klausur und schrieb nach Anweisung rechts und links, wie es gewünscht wurde. Aber unleugbar ist, daß er eS verstanden hat, auch jenem Blatt einen pikanten Reiz zu verleihen. Die Form beherrschte auch das sensile Gehirn noch. Aber das Verhängnis war nicht mehr aufzuhallen. Etwa um die Zeit, da man im »Westminster - Hotel* Herrn Profeffor Moritz Meyer nebst Gattin verhaftete, war im Inseratenteil der »Voff.-Ztg." zu lesen: »Wer schreibt all» wöchentlich gegen gutes Honorar einen pikanten und feuille- tonistischen Börsenartikel?"

(L) Tie jchauerkicye Verwirklichung eines Melodramas, das unter dem TitelAm Telephon" auch in Teutschland über die Bühne gegangen ist, erlebte vor einigen Tagen der Schauspieler Georg Hart stock in Mineapolis. Sein Freund, der Schau,pieler James Gar- fielb klingelte ihn an und rief ihm zu:B.eibe mal einen Augenblick am Telephon und paß auf!" Hartstock hörte dann, wie Garfield mit einer Frau sprach und wie diese ihn bat, ihr das Leben zu lassen. Er glaubte, das Ehepaar studiere eine neue Rolle ein. Plötzlich aber knallten kurz hintereinander zwei Pistolenschüsse, denen ein er­schütternder Schrei und tiefes Stöhnen folgten. Tem Mann am Telephon standen die Haare zu Berge. Er rief sofort die Polizei an, und diese fand, nachdem sie in das ver­schlossene Zimmer des Ehepaares eingedrungen war, Mann und Frau mit durchschossener Schläfe tot vor.

Gcrtchlssaat.

Elberfeld, 13. Jan. In ellstüudiger Verhandlimg be­schäftigte sich das Schwurgericht mit der Anklage gegen den Professor Karl Deditius von Barmen wegen der Körper­verletzung mit tötlichem Ausgang. «.Siehe unseren gestrigen Artikel). Wie in der früheren Straskammerverhandlung, so wurde auch vor dem Schwurgericht festgestellt, daß Professor Deditius die Gewohnheit Hatte, Knaben so zu züchtigen, daß er sie am Rockkragen fable, ihnen Hände oder Daumen unter das Kinn drückte, sie heftig schüttelte und gegen die Wand schob. Tie genaue Todesursache des Quartaners Busch war mit Bestimmtheit nicht mehr festzustellen. Die beiden Aerzle bezeichneten es aber als ganz außerordentlich wahrscheinlich, daß zwischen dem Ausbruch der Krankheit und der Behandlung ein Zusammenhang bestehe. Mehrere andereAerzte vertraten dagegen die Meinung, daß ein solcher Kausalzusammen­hang nicht so wahrscheinlich sei. Unter diesen Umständen ließ Staatsanwalt Metz die Anklage auf Körperver­letzung mit Todesersolg fallen, stellte aber die Frage nach Mißhandlung im Amte. Tas Gericht stellte zudem noch die Frage nach fahrlässiger Körperverletzung. Dem Professor, der bereits 22 Jahre an der Realschule in Barmen unterrichtet, wurde von seinen ehemaligen Schülern sowie von Kollegen das glänzendste Zeugnis ausgestellt. Nach nur kurzer Beratung verneinten die Geschworenen säintliche Schuldfragen und Pro­fessor Deditius wurde iretgefprochen.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Die industrielle Lage und die Börse. Es sind in den letzten Tagen einige weniger günstig lautende Mitteilungen über die Entwicklung der industriellen Berhällniffe befannt geworden. So wurde auch von uns mitgeteilt, daß in den rheinischen Jn- dustriebezirken in der 'DZontoninbuftrie eine Stockung emgelreten sei. Demgegenüber ist doch darauf auinlerksam zu machen, daß viele Jndustrtcaktien trotz der Kriegs^erüchte, die ja immer noch nicht verstummen wollen, an den Börsen von Berlin und Frankfurt zum Tell recht aniebnllche Steigerungen erfahren haben und ins­besondere von Kapitalisten gekauft wurden, da man zuversichtlich ermattet, daß die gewerblichen LerhälMiffe sich weiter bessern werden.

Allgemeine Elektrizitätsgescllschaft. Es ist schon wieder­holt von emer Erhöhung des Aktienkapitals dieser Gesellschaft 'Dlitteilung gemacht worden. Nun verlautet bestimmt, daß diese Erhöhung 22 */, Mill. Alk. betragen soll, demnach das Gesaml- aktienkapital in Zukunft 82 '/, Mill. All. betragen würde. Ta muß immerhin schon ordentlich mehr verdient werden, wenn die Dividende auch nur auf ihrer Höhe bleiben soll.

Märkte.

Limburg a. d.L., 13. Januar. Fruchtmarkt. Durch- schnittspreije pro 9)ialter. Roter Weizen 00.00 Alk., weißer Weizen 00.00 Alk., Korn 9.70 Mk., Gerste 8.62 Alk Hafer 6.00 Alk., Erbsen 0.00 Alk., Kartoffeln 00.0 Alk.

Eingesandt.

iFür Form und Juhu . Rubrik stehenden

Artikel übernimmt die Reduktiv«, . cm Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Hörn sh e i m, 12. Januar 1904.

Zur Bahn Gießen-SlcebachtalUstugeu.

Daß die Entfernung der One des Kleebachkales von Gießen, bezw. Butzbach geringer ist als von Wetzlar, läßt sich nichl vc- Ürettcn, eine Inne, welche etwas anders auirocifen würde, müßte mit zweierlei Maß gemessen sein; es sei denn, daß man die Orte 'Jtei*tiid)cn, Volpertshausen u. |. w. auch jum HuUenberg, bezw. Äleebattjial zählen wallte. Der Verkehr ber Kleebachtatorte, weicher in früheren Jahren vorzug-weise nach Wetzlar ging, ist heute dort­

hin nicht viel mehr als Null. Nur blinzelte WochenmarktS- besucher aus den unteren Orten am Kteebach werden noch zu zählen sein, die den weileren und unbequemeren Weg nach Wetzlar zurück- legeii. Ta aber die Wetzbachlalbahn voranssicbllich nie gebaut wird, ist es den Bewohnern des Kleebachiales nicht zu verargen, wenn sie sich nach einem anderen, dazu bequemeren und auch vorteilhafteren Schienenweg umsehen, und dies ist die Richtung nach Gießen. Tlese Sladl entwickelt sich i m in e r m c h v. Ter Verbrauch darin, wo sich dazu nod) eine Universität nut ihren zahlreichen großartigen Einrichmngcn und ein Regiment befindet, wird immer großer. Es werden dort zahl­reich Lerne auch aus den m Betracht kommenden Crien des Preises Wetzlar bcschäiiigl; seltionsweije marschieren dre Arbeiter aus den Crten Lützellinden, Hörnsheim, Hochelheim und Tornholzhaufen früh morgens zu den Aroeusslelleii in Gießen. Aus den Crien Qliebetcleen, Ebersgöns, C b er­de e n, selbst Kleeberg und Griedelbach wurden sehr bald die Arbeiter und der Geschäslsverlehr diesem Zuge folgen, wenn Bahnverbn.dung in der gewiinjchten Weise hergeuellt wurde. Gießen ist aber auch ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt, Wetzlar nur eine Ziviichensialion. Was aber diese Bahn noch begehrens­werter macht, ist der Umstand, dag durch diese auch mittelbar die Verbindung mit der Kreisstadt Wetzlar, mit dem dortigen Amis- gerlcht und den vcrichiedenen Behörden hergosielll wurde, um so mehr, da von Wieben nach Wetzlgr und zuruck alle Augenblick Zuge verkehren. T,e Bahnen werden rncht mr einzelne st ne und auch nicht für einzelne Städte gebaut, sie jolleir vielmehr her '2111- g e in e i n l) e 11 dienen, und jo sind in erster mme die Zweck- mätzigkeitsiragen und die Möglichkeitsjragen zu berücfiidjugen. Am leichtesten und billigsten sind Bahnen den Flußtäuien, hier Bach- iQuien, entlang heizusiellen; die edjivierigteit eines Bahnhanes über die Wasserscheide beim <stoppclberg kennt man auch in Wetzlar und erst red)t an der Eijenbahndiretuon. Ter WunsU) sämtlicher Beivohner des Kleedad)tales dis hmaili ins 9tassairljche ui: Her­stellung einer Bahn in der gedachten Richtung. Sollte fid) viel­leicht jemand aus dieser Gegend zu einer gegeiueiligen Aeußernng hmreiijcnJaffcn, so kann diese nicht ernst gemeint jein, em Wider­hall der Stimmung im Hnuenberg wäre sie jeöenialls nicht. Tag die Stadt Gießen dem Ban der in Aussicht genommenen Bahn­linie freunblid) gegenüberfiel)t, liegt aut der pand. Es wird ireuöig begrüßt, daß die Handelskammer zu Gießen Stellung zu dtejem Unternehmen nehmen will, sie wird Uiuerstügung in den in Betracht kommenden Gemeinden finden und der Grtolg wird nicht ausbleiben.Einer i m N amen Viele r.

juisjiig LLS .tu yirßjtubiiirrr.i irr Jtu4 (bit^rn.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte. L u k a s g e ni e i n b e. Ten 25. Dezember. Tem Schlosser veuind) Müller eine Tochter, Sophie, geb. 15. Mar. Tem Former Wilhelm Fuä)s ein Sohn, Ernst Lubwig, geb. 25. Noobr. Tem Friseur WilheUn Muhl eine Tochter, Frieba Henriette, geb. 23. Cktober. Tem Postboten Heinrich Wilhelm Bollmaim eine Tock)ter, Anna Alarie Elise, geb. 19. Cklober. Dem Bureaugehilten Karl Haas eine Tochter, Klara Katharine Emilie, geb. 8. August. Teil 26. Tezember. Tem Schneibermeister Roben Gärtner eine Tochter, Kaiharme, geb. 7. Rovbr. Tem Sd)losjer Heinrich Höbel ein Sohn, Wilhelm Auglist Karl Johann Ernst Lours, geb. 17. Slovbr. Den 27. Dezember. Tem Bahnarbeuer Wilhelm Blank ein Sohn, Konrab Karl, geb. 28.JJlovbr. Tem Spengler unb Jnstallaienr Wilhelm Haupt eine Tod)ter, Maiie Margarete Theobore, ged. 15. Rovbr. Tem Sdpieiber Wilhelm Eich em Sohn, Wilhelm Ernst Karl, geb. 10. Juli. Ten 1. Januar. Tem Schlosser Karl Carls ein Sohn, Fritz Ernst Souls, geb. 14. Novbr. Tem Dreher Rubolj Wolf em Sohn, Willy Georg, geb. 9. Dez. Den 3. Januar. Tem Bahnarbeiter Georg Zimmermann eme Tod)ter, Kaiharme Anna, geb. 3. Dez. Johannesgemeinbe. Ten 26. Tez. Dem Lanbwirt Heinrich Weber eine Tochter, Marie, geb. 7. Rovbr. Dem Bierbrauer Heinrich Frtebrich eine Tochter, Lina Auguste, geb. 25. 9lovbr. Tem Eisenbreher Heinrich Babel eine Tochter, Christiane, geb. 1. Juli. Ten 26. Tez. Tem Schlosser Karl Euler eme Tochter, Berta Anna Karola, geb. 5. Rovbr. Tem Buchbinber Aböls Schmibt eure Tochter, Enrma Ernstine Lina, geb. 9. rllovbc. Dem Schriftsetzer Richarb Strohwig em Sohn, Richard Alax Franz Georg, geb. 7. September.

Getraute. Lukasgemeinbe. Den 26.Tezember. Peter August Wagner, Eisenbreher zu Gießen unb Anna Katharine Wagner, Tod)ier bes Fabrikarbeiters Heinrich Wagner zu Giegen. Den 29. Dez. Kart Beck, Obermüller zu Trier, unb Lina Grieb, Tochter bes Genbarmen i. P. Abolf Grteb zu Friebberg. Johnnesge- m e i n b e. Den 26. Tez. Kart Ernst Born, Kaufmann in Eckels­hausen, unb Charlotte Faß, Tochter bes Bäckernietsters Heinrich Faß zu Gießen.

Beerdigte. Lukasgemeinbe. Ten 26. Tez. Kathariiw Mootz, geb. Osmalb, Witwe bes Werkstätte-Arbeiters Wilhelln Diootz, 59 Jahre eilt, starb ben 24. Tez. Ten 2. Januar. Helene Wolf, geb. Rahrgcmg, Witwe bes Drehers Rubolf Wolf, 29 Jahre alt, starb ben 30. Dezember. Ten 4. Januar. Helene Kraatz, geb. Haustaebt, Witwe bes Kaufmanns Albert Kraatz, 75 Jahre all, starb ben 2. Januar. Johannesgemeinbe. Den 29. Tez. Katharine Müller, geb. Bohrst, Witwe bes Schreinerin. Urbanus Aiüller, 74 Jahre alt, starb ben 27. Dez. Den 31. Tez. Philippme Keßler, geb. Horn, Witwe bes Weißbinbers Konrab Keßler, 67 Jahre alt, starb ben 27. Dez. Ten 1. Januar. Wilhelm Fey, Lanbwirt, 81 Jahre alt, starb ben 29. Dezember. Den 6. Januar. Heinrich Gümblein, Amisgerichtsbiener, 59 Jahre alt, starb ben 3. Januar. Den 7. Jaiiuar. Frtebrich Schieß, Gastwirt, 60 Jahre alt, starb ben 5. Januar. Ten 8. Januar. Mathilbe Aff, Tochter bes Schuh­machers Heinrid) Aff, 3 Jahre alt, starb ben 6. Januar.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag ben 14. Januar, adenbs 8 Uhr, im unteren Ron* firmanbensaale, Kirchstraße 9:Bibelstunbe. Apostelqesch. Kap. 9.

Parrer Schwade.

Freitag ben 15. Januar, nachmittags 5'/, Uhr: finbet im Konfirmanbensaal ber Johanneskirche Bereniigimg ber fonfirnücxlen Aläbchen ber Lukasgemembe statt.

Pfarrer Euler.

Hottrsdirnst der israelitischen Deligionsgesellschast.

Sabbathfeier am 16. Januar 1904.

Frellagodenb 4.25 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr.

Predigt.

Nachmittag 3.30 Uhr.

Saddathausgang 5.40 Uhr.

Wod)engottesbienst: morgens 7.00 Uhr, abenbs 4.30 Uhr.

Israelitische Religiousgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge, Südaulagc.

Samstag, ben 16. Januar 1904.

Vorabenb: 4.45 Uhr. Alorgens 9.00 Uhr.

Rachmlltags 3L0 Uhr.

Schristerkläruug.

Sabbathausgang 5.40 Uhr.

Der Gipfel

aller Tafelfteuben ist ein gutes Glas Sekt. Das ergötzt den Gaumen, regt den Magen und feuert den Geist an. Es giebt Wohlgeschmack, Wohlbehagen und Witz, und zwar je mehr je besser der Sekt ist. Diese Erfahrung, die durch jedes höhere Fest, durch jedes intimere Gastmahl bestätigt wird, führt ben Kenner und Freund feinsten Genusses immer wieder zu

Kupferberg Gold!