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1904 ball nach! von imj bd ' Mr a i« wu Jtoniu:
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iich txibi'i UM einen Betrag von 3 Mr. - Der Mlschmk>er A Sä». 11. von DorlKim erhielt megen f a h r 1Lss i g e r Mürper Verletzung eine Oh1bftTn|c von 20 Mk. Er battebei Ur Aufstellung eines Weischmdergerüsteü an einem vaust m ömU b<r« eine Dielc fafrrläffigenveife so b>ngei»eM, doli un. fdAuo und einen uorübcrgcbcnbcn jungen Menschen, glucina>i
„3d, Mt 3,men hierdurch mit, daß ich mir cm für aUcmaPöcrbitte,eineit ©obn nachbleiben zu 1 ajf c n , ober h.rrsckeu bei >Ojnen ru s f sche Zustande?" <öo schrieb der Lchmiedcmciftei Uugusi Wiese au den Mehrer bev Wemcinbcfcfrulc, die sein ^oljn bc suchte. DaS Brovinziulfckulkol.egium erbiidtc in bukni^dneiben eine Beleidigung deS t'clyrcrÄ und stellte gegen "Wiese ^ira antrag, woraus dieser sich vor dem ^chössengericht zu verantworten I-aite. Der Gericktshof nahm zü Gunsten des Angellagten an, daß dieser seinen ^oljn zu Unrecht behandi'lt glaubte, und belieft eS Usl-alb bei einer Oklbiirafc von 10 Mark.
Ein Soldaten mißhandlungsprozeß wurde vor dem zi'rieasgcrch.t der 33. Diviswn in M etz unter voUstem Ausschluß tki vef)entlid>rcit verhandelt. Angettagt waren Ur Wacht- meiner Täuber sonne die Uillcrofuziere Winter, Blank, Gutzell und Wilke von der zweiten Batterie deS FeldartillerieregiinentS Nr. 70. Schon vor Beginn der Verlesung der Anklage wurde für die Dauer der ganzen Verhandlung die Oessentlichteit im Interesse des Lien,ies ausgeschlossen, und auch die Urteilsverkündung flejdMil) unter Ausschluß der OessentlichkeU. Nach der „Verl. VvlkSztg." lagen der Anklage solgende Dinge zu viirunde: -ver Müiii)uicr .'belO von der 2. Batterie des ^eldartillerieregimeuls "Nr. <0 zeichnete sich nicht durch Sauberkeit uno Geschntlichleu aus, und es entspann sich dal-er unter den Unteroffizieren ein reger Wetteifer, ilnn ZaubciFcit unb Gelenkigkeit bdzubiingen. Unter den Mitteln, die sie dabei anwcnoeten, bejanden sich^oie folgenden: T<r linterossizier Winter ließ einmal den Manu Dose und Stiefel auö-iel-en und befahl ihm dann, das ßicro zu putztn, ein anderes Mal besaht er ihm, ohne Schuhe an den tfiiucn den crlut aus unb ab zu lausen. Tann liest er den Mann eine Viertel* liiinbc in der Mnicbvugc fitzen und, dabei den Mistkanen llrecten, der zur Aufnahme des Vserdemistes im Stalle dient. Dann wiederum veraiüaitc er den Angeklagten, den Mist auseinander- zuwühlen, um eine Stifte voll Strohreste, die im Mich lagen, mfammenzufuchcn. Man band den Unglücklichen an einen (Tlanficrbaum, wie sie sich in den Vferdcftätten zur Ab* iciluug der Pserdestände befinden, und es wurde ihm der D a l - mit einem £ bgurt z u g e - o g e n , bis er blau im Gesicht ward, dann lieh man nach und liest ihm wieder die zum atmen notwendige t'uit zukommen. £bnc einen Befehl dazu zu hüben, nahm ihn der Unteroffizier Winter jn Lrallamentsver* ivaltung, lueil er nut (einen 22 Pfennigen nicht wittschaftlick umgehen sollte. Wenn Deld täglich das Geld holte, mußte er vor den Unteroffizier hintreten und oas Verslein sagen: „Jlanc* nicr Held ans Llberjelb hat weder Brot iwch Geld!" Weil er ein schmutziger Mensch war, wurde ihm mittags das liefen s o r t g e s ch ü 11 e t, unb er mußte an dessen Stelle sein Spind auswascljcn. Bei einer anderen Gelegenheit wurde dem Be- dauernSwertcn das £ b r l ä p d di c n e i n g e i i (j en. Die Unter* oh liiere Blank, Gutseit und Wilke haben den Mann verfckstebene Male gestoßen, geschlagen, an den faankicrdaum gebunden und ,hn die kreppe ohne Zchuhe aus* unb ablausei^ lassen. Der Wachtmeister räubert bai den 3oUXiteii mit dem Sabel gestoßcn, dura- Ausdrücke beleidig: und einmal gedroht: /r3d> renne Dir den Säbel in den Wanst! Wadnmeister Lauder erhielt drei Lage Arrest, Winter sechs Monate ö^fängnis. Blank vier Äockstn und Gutzeit zwei Wochen Arrest. Auf Degradation wurde nickt ex* tonnt
er wolle dies gern tun, wenn er die O^wisthcit habe, die Druck- schrlsten seien lediglich soziald mokratiichen Inhalts ^>kubik habe i. ei selbst Sozialdemokrat sei und anardMlischen und nibiliüiiibcn Bestrebungen vollständig fern Ol'bc- mi*)a,tau'N bin nannte Luessel die Abresse des Nowagrotzki. Bätzel er* Harte sid> ebenfalls zur E-mpfangnahme soldu'r Schriften bereit tru schrift n sollen nun in Berlin uno
nigvbeig aus dem Dauptsteueramt angekommeii sein. Die Steuerbehörde machte von den Sendungen der Polizei Mitteiluna, die cuie Anzahl Sdniften bescklagnahmie unb nur die, welche foztal- ^mokralifaren ^m«lt hatten, frei nab. Nachträglich soll [ivb aber ergeben haben, daß unicr den an Mowegrotzki gesandten Schriften einige neunzig enthalten waren, die d.e Aufforderung zur vy r m ordn n g d e S a i fe r S von Rußland und zur g e - walt j a m e n Revolution des russischen Volkes enthielten. t-s full in diesen Schriften u. a. tK’r 'JJadjaveiö versucht
■ .. , null b in russischer oder lettische i . prad> feien, so iviU keiner der Angellagten den Inhalt gelaunt gaben.
Im Lau,e der Verhandl.»ng bemängelten die Verteidiger die farm tx* von dem russtscmu Botsd-astcr in Berlin im Rainen feiner ilicgieruiig gefreuten Strasaiitragcs und führten aus, es muffe festgestellt werden, von wem der Botschafter den Auftrag jci der Strafantrag gegen acht namentlich ausgeiuhrtc Angeklagte, eventuell gegen ihre Mitschuldigen gestellt Cine JoldK ourmel jci nach der Strasprosei>£rdnung nnzulaflig. «omtl fehle ein Strasanirag gegen Patzet. Außerdem sei der Strafantrag nicht innerhalb der gcicblidteu Frist gestellt, ^.te Verteidiger beantragen d^.hcr, die ft en Aber Oie B e r - Handlung des Auswärtigen A m t c ä mit der russische n Botschaft e i n 4 u f o r D e r n.
Nachdem sich der Staatsanivalt gegen diesen Antrag aiiSge- sprochcn haue, zog sich der Gerichtshof' zur Beratung zuruck, 'jead) sehr langer Beratung wurde der Antrag der Verteidigung abgcle bnt, da der russische Botfd-after berechtigt sei, im Warnen feiner Regierung Strafantrag zu stellen, die mitgttciltc farmel genüge und bic AntragSfrist gcnmlyrt sei.
Die zunächst vernommenen Aowagrotzkh, Stiem unb Mugcl bestrrrten ihre schuld. .Gegen 6», Uhr nnrd die Verhandlung .-ui tx~.tc '.'-.i.aat
pnicbtslaai.
tb. Gießen, 13. Iult. Tie Straskammer verurteilte gestern den schon besahNen Tagelöhner Ioh. Ludw. W. von Ridda locgcn an seiner Ibialyngen Tochter begangener Blutschande au 2 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf die Dauer von fünf Jahren. — Ter Viehhändler I. St. von TreiS a. d. üumba niurth- von o?cr Anklage trtt L o n k u r S v e r g e he n S (er hat nxbcr ^aiioclSbüchcr geführt noch eine Bilanz gezogen^ freigesprochen. Tic Xammcr war trotz der immerhin erheblln»en ^.atfachi-, daß der Angeklagte laprlid) 16—20000 Mk. an Vieh umgesetzt bat, doch burn die ganze Art und Weise, ivie der Mann um Ge- ichaft betrieben bat, ch.rz^ugt worden, daß St. zur fabrung von faufmänni’d en . uchcrn nicht rcrpflichtet loar. Zer Staats- aiuvalt war nach occnoeter Bewcitcrhcbung der gl> ,d)cn Anfiä-t und Hane oreisprechung iMintragt. — Der vorn nickst 17 Jahre alte üanbnnn F st. wurde wegen schwerer n ö r p e r v e r l e tz- ung — obgleich er nod) unbestraft war — zu 3 Monaten und U ^tage VA'idngntS vcruneiU. st. hatte im angitninLnen Zu ftanbe ohne jebe Veranlassung zwei seiner Altersgcnojfen mit bem Messer verletzt. — Der Dienstkneclst v ,r aus Netzen, zuletzt am voi Zn.esalten tätig, ein mehr »ach rückfälliger ^.icb, wnr> ur.trr Zubilligung miloerndei Umstände .uegiit Betrug» im Rückfall zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Es handelte
fema Leserkreise em fall nutgetedt, der fich in den 60 er ereignete unb schon bamalA einen ganz guten Beweis für die Schlauheit des Postpersonaltz lieferte. Es kam eine Karte nach Gießen, deren Adresie ein- fach lautete: »An den längsten Studenten in (ÄicBcn*. Cbne lebe Verzögerung erreichte die llarte den Adressaten, der allerdings auch nur 2 Meter groß war.
- Zum 21 ns ichtskarten* Sp ort. Eine reizende Gerichtsverhandlung spielte sich, so versichert man uns, in einer Sitzung eine
Angeklagt war em Bürger eines kleinen Lürschens, weil ci dem gestrengen Ortschef eine Harte mit folgendem, drastischen Inhalte gefchickt hatte, .Bürgermeister, du feist eNinds vieh*. Die Harte war mit dem vollen Namen deb Ad fenderS unterschrieben. Auf die faage des Borfitzenden leugnete der Angeklagte nicht, der Later zu sein, unb als er m Ürengeni Tone gefragt wurde, wie er denn zu einer solche,', unflätigen Aeußerung komme, antmortete der ganz veitrauent- jehge Zandmann mit dem unschuldigsten Gesicht von bei ©eit: »Ja, Herr Richter, des iö doch niet' Ahnficht un d.c annere Leut' schreiive doch aach.AhnsichtskarteLcotz alledem wurde das .AnsichtSkar-ten-lluriofumE etwas teuerer, als der Absender wohl ursprünglich vermutet hatte.
G. Stockheim, IS. Iult. Gestern abenö gegen 8 Uhr brach in der Pofralle deS p. I. Görtlmg Zeuer aus. Scheuer und Stallungen deS Görlling sowie deS angrenzenden LandwiNS 2?iag wurden ein Raub der Flammen. Die Ent- ftehungSurfache ist unbekannt.
G. Berstadt, 12. Iult. Ta bic Schülerzahl der hiesigen zwelklafiigen Schule in den letzten Jahren sich bedeutend ver- mehrt hat, ist vom Gemeinderat die Errichtung einer 3. L e b re r- fxelle beschlossen worden. Tie neu zu errichtende Rlafic soll un RathauSsaal untergebracht werden.
^er^övigsbergcr Kochvenuts-^iojrtz
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Bor der Strafkammer des Landgerickrs in >.Snigsdcrg in Preußen deoonn am DienScag der j?odwerraiS- und c'^heirndundsproieß. £ie Ang^agren u.^wcn schuldigt. d..r.h Berorcitung rius.fckcr und lenacbcr Druckschriften in Rußland sich des Hochverrats gegen Rußland, der Beleidigung heo russischen Ä a i f e r d uno der Teilnahme an einer geheimen Verbindung schuldig gemacht zu haben. Tic Angeklagten bc* ffffitfn ibtt Schuld.
erscheinen ans der Anklagebank: L Barbier Xewaarctzki- jton^berg i. Pr., 2. dar RcrDam der Srrskrankentass. Braun Löniosderg i Pr., 3. der Schmiad und Uhrnia.^r stugcl-Menul 4. Ctbc^r Klein»Uianel, 5. Uhrmacher Lr.ptau iein.l, 6 Lchul>» madxnnevia iVcitui^^ufü, 7. tt?r Losmann stoegß-Baiohren. fctex» Memel, 8. Der Zimmermann irhrenmer: Peieiovagcn bei farixKO-j:;, 9. Xr i5ipedi.ru der Bud^h-anoiung bei Vorioürts PLhel-Berlin. Dem Verfahren liegt folg./.Der Latbcstand zu Grundc: Redakteur Qucsscl in Stettin befand fick im vorigen ZsaSytt studienhalber in Zurich und Genf. Ein ruifiickei sSiuDtn: irrens Lkubck. bai Cuqfel, ihm . drrffen in hönigubcrj, Memel, Xüfu und Berlin anzuaeden an die cr rusfische -rud^cknsteii • fenden könne. Quessel behauptet, er habe Dem «tubit bedeutet.
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