' 9cthn,12.9»
rer s eiTL„(anbeter; ern moIff Aumpfir
die IS® 8 -.die» •■:. v biet" "Jls'; itr «#*'; SM fe‘flife, , $orniet»aL« »
er ä«.Ä« t erbleU^ - 7-KO pAe!1 ulIg V»'
. geqk^Aü chnlittaS^
7eKP
on Ä
hi'fll ' r ;fr
„S «nb, *** $ie ? «■ ।
:a*n, 5* 'S । ^'"tonqeJ; h."Sl. »"i°hl » H ! und bie Wrunq K"">° INI e„„,” EBllngen.
ft f*
*4- 1 9t*‘ fe Ä?Ä* d-n kfa*^-
Merlin, 12 cv . ""srotzen wffi T&S*“ $™» Qe?}ltgung von Ph- ^geidjlofienen 19 £ ÄS? 5rQue”=^ongrei; S 9etommcnen s bchL
Um bl3 J? sorialrn und wich 8 fr?““1.65 iebo^ Jur irgend eine dn ^ten mauen-Bewegung fc,01,(5 gelehnt, büß Mrenz Wva flß .J hrirb. Tie deutsch- natwnolen Verbände im i9 Ä deutscher
Bund ist es andj, der JP\ Berlin eingeladen Wund heute ca. 7 M- b, Frankreich, Amerika, r, Dänemark, Finnland, uerz, Neu-Seeland und in die nordamerikanisik Sewall ms Jndiana- >attin des früheren Vize« el Aberden, während .elenc Lange-Lcrliw sialkurse in Deutschland jm Zeichen der geselliger Ztritt sprach einen vor Mafien Prolog, woraus durck die Vorsitzende des ib des Abends konzertierte ehester.
Internationalen Fram' e zur Debatte. Der tritt drs. May Wright Small vorgeschlagenen Fassung', m lebenden Männer und müssen unter allen Rc- Mnarch'sch. alle poli- en, welche den Män- aleichen Beding- »iNigt werden." Er l Bunde des FranenverM- lebracht Mrden war, ,,in rtretung enstiert, energO mttn", genommen. 2n Vorsitzenden des Bunde- betrisst die Vertretung » litischen und sozmen ter Kommission ube^chm tzung darüber Berichte p , hen jnternationa-
SSis ichafsung de- U ®”’"Sgä5
Mörder nicht so ktrnstgerecht KU Wer>e gegangen, toie in dem Charlottenburger Fall. Eine gewisse Äehnlichkeit, die vorzn- liegen schien, wurde durch die Obduktion nicht bestätigt. Die Kleidungsstücke waren besonders an den Stellen, wo sie die Wundflächen berührten, mit Blut stark getränkt. Es ist aber durch das Spreewasser zum Teil schon wieder ausgelaugt, während der Rumpf noch ziemlich viel Blut enthielt.
Die polizeilichen Ermittelungen habenn bestimmte Anhaltspunkte über die Persönlichkeit des mutmaßlichen Mörders ergeben. Es liegen hierzu zwei positive, sich ergänzende Bekundungen zweier Zeugen vor. Die Vernehmung der Schulkinder der 17. Gemeindeschule brachte zunächst die außerordentlich wichtige Aussage der 13jährigen Anna Adamzik. Als das Mädchen mit einer Freundin kurz nach Mittag» an dem Hause Ackerstraße vorbeiging, wurde es von einem 40—50jährigen Mann angesprochen. Es entspann sich zwischen beiden folgendes Gespräch :
Der Fremde: Kleine, komm doch mit mir mit, ich gebe Dir auch einen Sechser. Anna A.: Ich muß etwas für meine Mutter besorgen und habe keine Zeit. Der Fremde: Wo wohnst Du denn, und kommst Du bald zurück? Amur A: Ich wohne Gartenstraße 79 und komme in ungefähr einer Stunde zurück. (Das intelligente Mädchen hatte absichtlich eine falsche Adresse angegeben.) Der Fremde: Ich werde Dich am Gartenplatz erwarten, Du mußt aber auch kommen.
Die kleine Zeugin gibt eine ausführliche Beschreibung der Person. Der Fremde ist etwa 40 bis 50 Jahre alt. Er hatte eine Menge kleinerer Flaschen bei sich. In einer derselben befand sich ein grünes Pulver. In der Hand hielt er noch eine Flasche, die in ZeitungsPapier gewickelt war.
Eine hiermit fast übereinstimmende Schilderung über den mutmaßlichen Täter gibt der bei dem Friseur Fischer, Ackerstraße 129, angestellte Gehilfe. Dieser hat den unbekannten Mann längere Zeit beobachtet und den Vorgang mit der Anna A. bemerkt. Der Zeuge bemerkte, daß er auch auf der anderen Seite gehende Mädchen zu sich heranwinkte. Die Kinder glaubten aber wohl, daß der Mann drohe und liefen fort. Schließlich entfernte sich der Fremde, bei dem auch er die Flaschen bemerkt hatte, langsamen Schrittes nach dem Gartenplatz. Der Gehilfe hatte dann int Laden zu tun. Es wird nun angenommen, daß der Verdächtige sich nach dem Gartenplatz begeben hat, um dort die Adamnick zu erwarten und daß er, als diese nicht kam, zurückgekehrt tst. Hierauf deutet auch die Aussage der neunjährigen Grete Fischer, welche die Berlin in Begleitung eines unbekannten Mannes gesehen hat. Gestern fand eine Absuchung der Wasserfläche der Spree und des Spree-Kanals statt, weil man mit der Möglichkeit der Auffindung der fehlenden Leichenteile rechnete. Da die Gliedmaßen, falls sie ins Wasser geworfen sein sollten, schneller fortgeschwemmt sein dürften, als der aufgefundene schwerere Körperteil, so erstreckte sich die Besichtigung auch auf den unteren Teil des Flußlaufes, blieb jedoch ergebnislos.
vermischte».
♦ Essen (Ruhr), 11. Juni. Bei der Verfolgung eines flüchtigen Verbrechers, in dem man den Borbecker Mörder vermutete, gab ein Kriminalbeamter scharfe Schüsse ab. Der Verbrecher wurde verletzt und verhaftet, aber auch ein Passant wurde durch einen Schuß verletzt. — Wie jetzt festgestellt ist, betragen die Unterschlagungen des Bank- direttors H o l l m a n n bei der Borbecker Sparbank 850 000 Mk Das Aktienkapital ist total verloren.
* Chemnitz, 12. Juni. Gestern abend wurde auf einem Abort des hiesigen Hauptbahnhofs ein Leutnant von dem in Zwickau liegenden 133, Infanterieregiments mit zwei Schüssen in Kopf und Brust aufgefunden und schwer verletzt in das Garnisonlazarett verbracht. Der Offizier war kurz vorher mit einigen Kameraden aus Zwickau hier eingetroffen.
• Madrid, 12. Juni. In der Kirche zu Paizas (Provinz Orense) platzte eine Bombe und richtete bedeutende Verwüstungen an. Drei Verhaftungen wurden voryenommen.
• o m , 11. Juni. Die Affäre, betreffend bte Ermordung der Madame Bellomo, angeblichen Gräfin de la Valle, wird seitens der italienischen Behörden zu unterdrücken versucht, da sowohl italienische, wie auch sonstige diplomatische Persönlichkeiten in der Angelegenheit kompromittiert sein sollen. .
* Trient, 11. Juni. Rach dem Genuß von giftigen Pilzen sind in Vestananuovo von einer Familie drei Personen gestorben. Zwei liegen hoffmmgslos darnieder.
* Budapest, 12. Juni. Bei dem gestrigen ersten Stier- gefecht hier wurde der Torreador Pouly Fils, als er einem Kameraden zu Hilfe eilte, durch den wild gemachten Stier am Schenkel so s ck w e r v e r l e tz t, daß er acht bis zehn Tage bettlägerig sein wird und vorläufig an weiteren Sttergefechten nicht teilnehmen kann. Pouly wurde ins Spital befördert, wo die Wunde vernäht wurde. Das Publikum erfuhr erst nach der Vorstellung von dem Geschehenen. Die V o r st e l l u n g e n wurden heute fortgesetzt. n .
* Von der Weltausstellung iN St. Louis. Zwei Braunschweiger Herren, die die Weltausstellung besuchten, wurden von dem Präsidenten Roosevelt empfangen. Der Präsident sagte u a folgendes: „Es kommen jetzt viele Deutsche, um unser Land zu sehen. Ich freue mich, sagen zu dürfen, daß die deutsche Ausstellung in St. Loms über alle M aßen großartig ausgefallen ist. Ich kann versichern, daß ich es auch gar nicht anders erwartete: denn die deutsche ^ndilstne und das deutsche Militärwesen haben von jeher in der Welt eine leitende Stellung eingenommen^
Sport.
Berlin, 12. Juni. Dem heutigen ersten Tage der diesjährigen Ruderregatta des Berliner Regattavereins auf dem Langen See bei dem Vororte Grünau wohnte wie alljährlich das Kaiserpaar bei, das beim Eintreffen an Bord der kaiserlichen Dampfjacht „Alexandria" Mit brausenden Hoch- und Hipp-hiPP-hurra-Rufen begrüßt wurde. An Bord befanden sich u. a. auch Vizeadmiral v. Tirpitz und Minister Dr. Studt. Im Kaffervierer-Rennen um den silbernen Pokal Kaper Friedrichs war der Berliner Ruderklub „Hellas" Sieger. Zweiter wurde die Rudergesellschaft „Biktoria"-Berlin, Dritter der „Spindlersfelder Ruderverein". Jm Rennen um den Wanderpreis des Kaisers für akademische Vierer war wie im Vorjahre Sieger der Akademische Ruder- und Ballspielverein Hannover", Zweiter wurde die Ruderriege des akademischen Turnvereins „Arrnnna"- Berlin, Dritter der akademische Ruderklub-Berlin. .Das Kaiserpaar ließ sich die Siegermannschaften im Kaiserpreise vorstellen, händigte ihnen die Preise ein und kehrte dann nach Berlin iUnlm gris , 12. Juni. Präsident Loubet und Gemahlin, mehrere Minister imd Mitglieder des diplomatischen Korps, darunter der deutsche Botschafter Fürst v. Radolin, wohnten heute dem Rennen um den großen Preis von Parts bei. Bei dem Rennen wurde Ajax erster, Turenne zweiter, Macdonald ll. dritter. Drei zehn Pferde starteten.
Herichtssaal.
Zum Prozeß Hoensbroech-Dasbach wird berichtet, daß die Nachricht, Graf Hoensbroech habe bereits Berufung gegen das Urteil eingeleat, auf einem Irrtum beruht.
Oppeln, 11 Juni. Das hiesige Schöffengericht hatte den großpolnische n Agitator Jakob Kanra zu drei
Monaten Gefängnis verurteilt, weil er am letzten Geburtstage des Kaisers die Fahne eines Kriegervereins entwendet und sich mit ihr während des Kirchgangs des Krieger- vercins versteckt hatte. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte und der Staatsanwalt Berufung ein, die Berufung des Angeklagten wurde verworfen, die Berufung der Staatsanwaltschaft jedoch anerkannt und Kania zu sechs Monat en Gefängnis verurteilt.
Chemnitz, 11. Juni. Wegen Zweikampfes mit tödlichen Waffen verurteilte das hiesige Landgericht die Schüler des Technikums Mittweida. Klingberg aus Beuthen und Ziemer aus Posen zu je drei Monaten Festung.
Paris, 12. Juni. Das Schwurgericht in A j a c c i o auf Korsika verhandelte am Mittwoch in der geheimnisvollen Mord- a f f ä r e, bei der der Privatlehrer Dr. Meyer ums Leben gekommen war, gegen den des Mordes angeklagten Deutschen T i e m a n n. Die Verhandlung endete mit einem Freispruch Tiemanns. Tas Publikum bereitete darauf dem Freigesprochenen eine sympathische Kundgebung.
Barcelona, 11. Juni. Das Gericht verurteilte den Bedienten Arial, welcher am 12. April auf den Ministerpräsidenten M a u r a einen Mordanschlag verübte, zu siebenJahren vier Monaten Gefängnis.
Arbeiterbewegung.
Gera, 12. Juni. Der hiesige M a u r e r st r e i k ist jetzt in ein etwas milderes Stadium getreten. Ter fürstliche Gewerbe- inspettor Müller ist gestern im Namen der Streikenden an die Maurermeister herangetreten, um Eiuigungsverhandlungen einzuleiten. Dem Vernehmen nach sind demnächst Verhandlungen zwischen den Parteien zu erwarten.
Budapest, 11. Juni. Um der Möglichkeit des Einttittes eines Schnitterausstandes vorzubeugen, hat die Regierung die Strafanstalten angewiesen, alles verfügbare Material für die Versetzung der Schnitterarbeiten bereit zu halten. Wie verlautet, wird auch Militär für diese Arbeiten in Aussicht genommen.
Kunst und Wissenschaft.
— Die Stadt Freiburg t B. hat zum Bau des neuen Theaters noch zwei Häuser gekauft, die 152000 Mark kosten.
Hpietplau der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
OPernhans.
Dienstag den 14. Juni, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg." Mittwoch den 15. Juni*): „Der Barbier von Sevilla." Donnerstag den 16. Juni, abends 7 Uhr: „Die Stumme von Portici." Freitag den 17. Juni geschlossen. Samstag den 18. Juni: „Der fliegende Hollander." Sonntag den 19. Juni: „Die Afrikanerin." Montag den 20. Juni geschloffen.
Schauspielhaus.
Dienstag den 14. Juni*): „Geschwister." Hierauf: „Die Laune des Verliebten." Zum Schluß: „Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern." Mittwoch den 15. Juni: „Der eingebildete Kranke." Hierauf: „Flachsmann als Erzieher." Donnerstag den 16. Juni, abends halb 8 Uhr: „Salome/ Hieraus: „Wann wir altern." Zum Schluß: „Die Empfehlung." Freitag den 17. Juni: „Krieg im Frieden." Samstag den 18. Juni: „Alt-Heidelberg." Sonntag den 19. Juni: „Die Jungfrau von Orleans." Montag den 20. Juni: Anläßlich der 25jährigen Tätigkeit des Intendanten Emil Claar als Bühnenleiter in Frankfurt a. M. Neu einstudieri: „Demetrius-Fragment" in 2 Akten von Schiller. Hierauf: „Theater-Rede" von Emil Claar. Zum Schluß: „Götzvon Berlichingen." 2. Akt.
*) Anfang, we nn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 11. Juni 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2’/8 Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Oest. Kredit .... 201.40 201.50
Deutsche Bank . . . 219.20 219.37
Darmstädter Bank ♦ . 137.50 137.90
Bochumer Guß . . . 189.50 —.—
Harpener Bergbau . . 198.90 198.90
Tendenz: Ziemlich.
— Rcichsbank. Am 20. Juni wird in Oldenburg eine von der Reichsbankhauptstelle in Bremen abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. Wechsel auf Oldenburg, welche nach dem 19. Juni fällig sind, werden von jetzt von der Reichsbank angekauft.
Märkte.
ko. Frankfurt a. M., 13. Juni. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heuttgen Fruchtmarktpreise: Weizen Mk. 17.25—00.00, Kurhessischer Mk. 17.25—00.00, La Plata Mk. 17.25—18.25, Kansas Mk. 17.75—18.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—13.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.00—15.50, Frankenfelder Mk. 15,75—00,00, Hafer Mk. 12.25—14.00, Mais Mk. 11.50—12.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.00—26.50, 2. Qualität Mk. 24.00
bis Mk. 24.50, 3. Qualität Mk. 22.00—22.50, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.50—20.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.25, Roggenkleie Mk. 9.50—10.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00-000.0. Alles per 100 Kg. ab hier.
ko. Frankfurt a. M., 13. Juni. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notiertmgen der heuttgen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 529 Ochsen, 252 aus Oestreich, 70 Bullen, 2 aus Oestreich, 648 Kühe, Fersen, Sttere imd Rinder, 0 aus Oestreich, 292 Kälber, 196 Schafe und Hämmel, 1491 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität 71—73 Mk., 2. Qual. 66—69 DU., 3. Qual. 60—63Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Kühe 1. Qual. 69—71 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 60—62 Mk, 4. Qual. 47—49 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: l.Qual. 79—87Pfg., Lebendgewicht 50—52 Pf., 2. Qual. 77—82 Pfg., Lebendgewicht 46—49 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 60—65 Pfg., Schafe: l.Qual. 68—70 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 54—00 Pfg„ Lebendgew. 42 Pfg., 2. Qual. 52—53 Pfg., Lebendgewicht 41—00 Pfg., 3. Qual. 45—47 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: gut.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voraussichtliche Witterung in Heffen für Dienstag, den 14. Juni 1904: Zunächst noch heiter, später zunehmende Bewölkung und stellenweise (Westen) Gewitterregen, zunächst wärmer (fchwül(, dann kühler.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Temperatur der Lahn und der Luft
am 13. Juni 1904.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 18°, Luft 22°.
Albert Rübs amen.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener 2ln,zeigers.
Berlin, 13. Jimi. Der Zentralvorstand der nationalen Partei hat unter dem Vorsitz seines Alters-Präsidenten Dr. Hammacher in einer hier stattgehabten Sitzung mit alten gegen 5 Stimmen folgende Resolution angenommen: Der Zentralvorstand erkennt an, daß der im preußischen Abgeordnetenhause eingebrachte S ch n l a n t r a g sich im Einklang befindet mit derjenigen Stellungnahme, welche die nationalliberale Landtags-Fraktton in Preußen in den Jahren 1892, 1896 und noch 1903 ohne Widerspruch in der Partei zu finden, in der Schulfrage eingenommen hat. Er spricht die durch alle Erklä^
ungen der Landtagsfraktion gerechtfertigte Erwartung ans, daß diese bei Umgestaltung des Gesetzentwurfs bestrebt sein wird, der Simultanschule eine rechtliche Stellung zu verschaffen, die nicht nur die gesetzlichen und tatsächlich bestehenden Simultanschulen unverändert auftecht erhält, sondern auch die Weiter-Entwickelung dieses Schulsystems auf der Linie seiner grundsätzlichen Gleichberechtigung möglich macht.
Berlin, 13. Juni. Tas Ermitte lungs-Verfahren wegen der Ermordung die § u e i e D e r l i n ist am Sonntag durch die Bekundungen eines Droschkenkutschers wesentlich gefördert worden. Auf Grund der gegebenen Beschreibung hat sich der Verdacht der Täterschaft aus eine der Polizei bekannte Person gerichtet. Der gegenwärtige Stand des Ermittelungsverfahrens berechttgt zu der Hoffnung, daß die Verhaftung des Mörders- in den nächsten Tagen erfolgen wird. In der Gegend der elterlichen Wohnung des ermordeten Mädchens herrscht große Aufregung. Mehrfach mußte die Polizei wegen der großen Ansammlungen einschreiten und das Haus bewachen. Die C^har- lottenburger Mordsache ist noch immer in völliges Dunkel gehüllt, auch in Bezug auf die Getötete.
Frankfurt a. M., 13. Juni. Bei einer Schlägerei, die vergangene Nackt in der Obermainanlage stattfand, wurde der Arbeiter Georg Höfner in den Main geworfen und ertrank. Als der Tat verdächtig wurde der Schlosser S ch ä - delver haftet.
Kronberg, 13. Juni. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen waren gestern nachmittag per Automobil auf Schloß Friedrichs Hof ein getroffen und kehrten gegen Ackend nach Wolfsgarten zurück.
Magdeburg, 12. Juni. Beim Rennen um das Goldene Rad von Magdeburg stießen die Motoren von Dangla und Demke zusammen. Sämtliche Fahrer sttirzten. Dangla wurde lebensgefährlich verletzt.
Breslau, 13. Juni. Beim Rennen stürzte Leutnant von Saurma vom Leib-Kürassier-Regiment. Er erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins.
London, 13. Juni. Aus Tokio wird gemeldet, daß man täglich den Fall von Port Arthur erwartet. General Oku setzt das Bombardement fort und hat die äußeren Festungswerke und die Urlung-Höhen eingenommen. Kuroki bringt nach Norden vor, die R u f 1 e n weichen zurück. Liauiang ist bereits geräumt und das Hauptquartier nach Mukden verlegt. Tie Japaner stehen in unmittelbarer Nähe von Liaujang. Ferner wird ein großes Treffen südlich von Kaiping gemeldet, in welchem beide Teile sich den Sieg zuschreiben.
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. M.. 13. Juni.
3*/a% Reicheanleihe . . 102.15 3o/n do. ... 90.15 3V,°/c Koneole .... 101.95 3% do.....90.30
R*/g°/q Heesen .... 100.00 37,% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . 101.10 47« 56 Oesterr. Silberrente 100.15 4% Unaar. Goldrente . . 99.50 4*V- Italien. Rente . . . 103.20
4tl1% Portugieser » . . 60.75 30/ Portugiesen.....60.00
1% C. Türken .... —.— Türkenlose......127.60
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 46.90
41/,% äussere Argentiner 43.60
3% Mexikaner .... 26.40 4V2% Chinesen .... 88.10 Electric. Schuckert . . . 103.60 Nordd. Lloyd . . . . 9880
Kreditaktien . . , . 201.30
Diskonto-Kommandit. . . 186 30 Darmstädter Bank . . . 137.30 Dresdener Bank .... 150.10 Berliner Handelsges. . . 152.25 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.00 Lombarden.....16.50
Gotthardbahn.....191.80
Lanrahfltte...... 243.00
Bochum ....... 189.25
Harpener .... 199.10
Tendenz: fest.
Eiubruchdiebstahl. Eine böse Ueberraschung, wenn man eines Morgens oder bei der Rückkehr von einem Spaziergang, einem kurzen Ausflug, einer längeren Reise die Wohnung von Einbrechern geplündert vorfindet. Erfahrungsgemäß gelangt der Bestohlene fast nie wieder in den Besitz seines Eigentums, selbst dann nicht, wenn die Verbrecher ermittelt werden. Es ist daher durchaus erllärlich, daß die Einbruchdiebstahl-Versicherung in ganz kurzer Zeit eine große Verbreitung gefunden hat. Sie garantiert dem Versicherten Schadloshaltung für das Gestohlene und für die Beschädigungen und läßt ihn darum mit Ruhe das Haus verlassen, mit Ruhe schlafen. Er wird sich hüten, unter Lebensgefahr Einbrechern entgegenzutteten, über deren Arbeit er erwacht. Banken usw., die sich sonst schon durch alle möglichen Vorrichtungen gegen Einbrüche schützen, nehmen fast durchweg diese Versicherimg, aber auch Privatwohnungen werden immer mehr versichert, ist doch die Gewißheit, vor Schaden durch Einbruch sicher zu sein, die geringe Prämie allein schon wert. Eine bedeutende Ausdehnung der Einbruckdiebstahl-Versicherung. steht bevor, weil jetzt auch die Victoria die Branche aufgenommen hat. Tie Bedingungen der Victoria sind in verschiedenen Punkten für die Versicherten günstiger als die anderer Gesellschaften, weil das bevorstehende Gesetz über den VersicherungK- verttag schon auf die Bedingungen der Virioria eingewirkt hat. Bei einer Versicherungsdauer von mindestens 5 Jahren ist bei der Victoria die Zahlung der Prämie in Wochenraten zulässig.
dnmmnirrnrACCnn Pickeln, Mitesser und Hautunreinig- ijOninivI Spi U3Ö vH, feiten. Das beite und sicherste Mittel dagegen ist Oberweyers Herba-Seife. Stück 50 Pf. und 1 Mk. zu haben in allen Apotheken, Droguerien und Parfümerien. 3175
Bekanntmachung.
Die diesjährige
öffentliche Impfung
in der Stadt Gießen wird, beginnend
Mittwoch den 1. Juni,
im Jmpflokale — Schulgebäude, Reustadt 61 — für die nächste« 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, abgehalten werden. Jmpfpflichtig im lausenden Kalenderjahr find die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren.
Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impspflichttge Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichttgen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird.
Außer den Pflichtigen werden 'auch Kinder, welche im lau» senden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.
Alle in einem Termine geimpften Kinder müsieu in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.
Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden.
Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft.
Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden.
Gießen, den 28. Mai 1904. 4761
Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Curschmann.
Bekanntmachung.
Samstag den 18. Juni, vormittags 11 Uhr, findet in dem Titznngssaal tut Bürgermeistereigcbäude die öffentliche Verpachtung der städtischen Sandgrube an der Rödger Straße auf die Dauer von drei Jahren statt.
Gießen, den 10. Juni 1904. 5126
Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Curschmann.


