General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sietzen,
Ale heutige Mummer umfaßt 12 Seite«,
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,Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt" erscheim monallich einmal.
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Derantlvortlich für den allgemeinen Teil: P. Witlko; für den Anzeigenteil: H. Beck.
Rotattonsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unwerftiaisdruckerei (Pietsch Erden), Gießen.
Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums Innern vom 31. Dezember 1903 wird auf Antrag der meindeoertretung auf Grund des Artikel 78 der Kreisordnung nachstehende Polizeiverordnung für die Gemeinde Ober-Hörgern
Gießen, den 12. Januar 1904.
: Die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Die Grotzh. Kreisschultommissiou Metzen an die Schulvorstände des Kreises.
Sie wollen dafür Sorge tragen, daß auch in diesem Jahre am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers eine entsprechende Schulfeier stattsindet.
Der Unterricht fällt an dem Tage aus.
Dr. Breidert.
erlassen.
§ 1'
Spinnstuben dürfen nur bis zu der festgesetzten Polizet- stunde stattstnden. Wer über diese Stunde hinaus eine Spinnstube hält oder an einer solchen teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft.
§ 2.
Gegenwärtige Polizeioerordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft.
Gießen, den 12. Januar 1904.
Großherzoglich.es Kreisamt Gießen.
I. V.: Tr. W a g n e r.
des Jahres an die Errichtung eines Preßbureaus heran- gcl>en möge.
Dotitische Tagesschau.
Frauen im Staatsdienst.
Im Fortschrittslande Norwegen besteht seit 1901 em Gesetz betr. der Teilnahme der Frauen an der kommunalen Verwaltung. Die neueste Nummer der von Helene Lange herausgegebenen Zeitschrift »Die Frau" enthält einen hüb- chen Aufsatz über die bisherige Tätigkeit der Frauen in den tädtischen Verwaltungen des Landes. Jetzt hat die Regierung zu Christi ania beschlossen, dem gegenwärtig tagenden Storting eine Vorlage zugehen zu lassen, worin den Frauen di» Staatsämter zugänglich gemacht werden. Der Beschluß ist lediglich die Folge dec im Jahre 1901 vorgenommenen Verfassungsänderung. Diese sprach grundsätzlich den Frauen das Recht zur Uebernahme solcher Aemter zu, nur sollte durch die Gesetzgebung bestimmt werden, in welchem Umfang diese Zulassung zu erfolgen habe. Die Freude der Frauenwelt wird dadurch getrübt, daß sich die Regierung in ihrer Vorlage noch nicht den Damen mit Haut und Haaren ergibt, sondern eine ganze Reihe von Ausnahmen vorschlägt. So können die Frauen nicht Minister werden. Ferner werden sie ausgeschlossen von den Polizeiämtern, von den Posten als Direktoren für Gefängnisse und Irrenhäuser, die nicht ausschließlich weibliche Insassen haben. Die Konsulatslaufbahn ist den Frauen aus internationalen Rücksichten unzugänglich. Die Bergwerksämter bleiben ihnen vorbehalten, ebenso die D'. rektorenp o sten für Landstraßen-, Kanal-, Hafen- und Leuchtfeuerwesen. Was die R ich ter - äm ter betrifft, so können in Norwegen schon jetzt FrauenalsBeisitzerund Schöffen gewähltwerden. Die Regierung ist zwar im Zweifel, ob Frauen den Forderungen genügen, die in bezug auf objektive und nüchterne Beurteilung gestellt werden müssen, aber sie glaubt doch, den Frauen den Zugang zu den Richterstellen nicht verschließen zu sollen. Sehr zugeknöpft zeigte sich das Kultusministerium, daS überhaupt keine Frauen auf den geistlichen Poften haben will. Die um ihre Ansicht gefragten Bischöfe machen geltend, daß die Zulaffung der Frauen zu Kirchenämtern gegen Gottes Wort, gegen das Augsburgische Bekenntnis und gegen alle kirchliche Ueberlieferung streite. Die theologische Fakultät will auch keine Frauen auf den theologischen Lehrstühlen der Universität, dagegen hat sie nichts einzuwenden, wenn Frauen Aemter im Unterrichtswesen bekleiden, und diesen Standpunkt nimmt auch die Regierung ein. Daß weder der Kriegsminister noch der Chef der Marine für Frauen Verwendung hat, wird niemand wundern.
Polizei-Verordnung
Lie polizeiliche Beaufsichtigung der Spinnstuben in der meinde Ober-Hörgern betreffend.
sprachen Französisch und Englisch wird er in einer leicht faßlichen, die Bedürfnisse der Konversation und des schriftlichen Verkehrs niemals außer acht lassenden Methode von einem geborenen Franzosen und Engländer eingeführt. Tie Grundlagen der Mh.sik behandelt in der gleichen Lieferung ein hervorragender Fachmann. Der ganze Plan des großen Werkes, zu dessen Herausgabe Redaktion und Verlag einen Stab auserlesener Mitarbeiter aus den betreffenden Fach- kreisen gewonnen haben, wird in einer meisterhaft klaren Einleitung entrollt. Wir erfahren hier, daß neben der französischen und englischen Sprache, Handelswissenschaften, kaufmännisches Rechnen, Stenographie, Arithmetik, Geographie und Völkerkunde, Geschichte, Geologie und Mineralogie, Zoologie und Botanik, Photographie, Geometrie, die Grundlagen der Physik und der Chemie, Himmelskunde, Technik, Industrie, Verkehr usw. in den Lehrplan des neuen Werkes hineingezogen werden: gewiß em großartiger Plan, der dem nach Erweiterung seiner Bildung Strebenden, welchem Stande er auch angehören, in welcher Lebensstellung er sich auch befinden mag, die großartigsten Perspektiven für sein weiteres Fortkommen und die Bereicherung seines Wissens eröffnet. Ueber 1000 instruktive Illustrationen, Buntbilder, Zeichnungen, Karten usw. erläutern den Text und vermögen in so vielen Füllen weit mehr als lange Erklärungen zu sagen. Durch die der Bibliothek beigegebenen Modellbogen wird es dem Lernenden möglich gemacht, sich die Lehrsätze der Stereometrie und die wichtigsten regelmäßigen Körper plastisch vor das Auge zu führen. Gerade sie erhöhen den Wert der Bibliothek, die in Lieferungen ä 60 Psg. zur Ausgabe gelangen soll. , ~ .
— Ter Erfinder des Telephons. Lo )uag das Telephon noch ist, so hätte man doch zweimal in diesem Monat seines Erfinders jubilierend gedenken können. Am 7. Januar waren es 70 Jahre, daß Philipp Reis m der alten Reichsstadt Gelnhausen geboren wurde, und morgen (am 14. Januar, sind es 30 Jahre, daß zu Friedrichsdorf bei Homburg starb. Er war der Sohu eines Backers und Landwirts, aus einer kurzlebigen Familie; wie er mit 40 Jahren starb, so hatte er auch seine Eltern früh verloren. Von Jugend auf interejfierte er sich für die Naturwissenschaften. Mit 16 Jatwen trat er als Lehr-
Aie Kriegervereine und die Uresse.
Aus Büdingen geht uns eine längere Zuschrift zu, der wir folgendes entnehmen:
Bei der letzten Vertreteroersammlung des Kyss- Häuser-Burid es der Deutschen Landeskrieger- Verbände ist auch ein Antrag der Krie g er ka m e r ad- sch a f t H a s s i a zur Verhandlung gekommen, welcher von bä größten Bedeutung für das Kriegervereinswesen ist.
Ter Antrag lautete:
Unverbindliche freie Besprechung über die §r age, ob es zur Förderung der Kr iegervereins-Be- strebungen seitens der Verbände geboten erscheint, mehr wie seither geschehen iu Fühlung mit der Ta- aespresse zu treten
Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach führte als Referent zur Begründung des Antrags, nachdem er eine all- aemeüie Betrachtung über den Wert und die Unent behr lichkeit der Tagespreise fiu StaaH Gemeinde und Bereinsorganisativnen vorausgeschickt, un Wesentlichen
herigen Arbeitsgeleisen, so sind mir Vorkämpfer mehr in i passivem Sinne. Wir ut der Hassia aber halten jetzt die ' Zeit für gekommen, aktiv uns zu betätigen, und die Beratung soll darüber Klarheit bringen, ob die anderen Verbände des Kyffhäuserbundes ebenso denken. Wie können wir mit mehr Erfolg für vaterländische 2lufgaben wirten? Was verrrrsachte die ungenügenden Resultate bei den Wahlen? Daß den Sozialoemokraten zehntansende sogenannter Mitläufer — Unzufriedene aller Art, Mißmutige, Neidische — und die Zersplitterung der Ordnungsparteien den Sieg erleichtert haben, weiß ick. Dazu konunt aber unsere auf dreifacher Ursache beruhende Unzulänglichkeit. Diese liegt erstens in einer gewissen Zaghaftigkeit, in der politischen Arena energstch unser Programm zu vertreten, weil wir nicht Politik treiben dürfen! Tas ist falsch! Sie liegt zweitens in einer gewissen Schwerfälligkeit unserer Organisation, die, auf Freiwilligkeit gegründet, nur eine beschränkte Zahl geeigneter Persönlichkeiten hat und drittens im Geldmangel — eine Folge der fehlenden Opserwilligkeit unserer Mitglieder — auf diesem Gebiete. Auch die Krieger- verbände haben die Macht und dieNotweudigkeit derPresse für ihre Organisation erkannt. Wer diese heute entbehren will oder muß, verzichtet im Voraus aus Sieg. Ruhe über allen Wipfeln — so ist jetzt die Signatur in der Politik bei den Ordnungsparteien—Ruhe füröJabre— bei denen, die die Wahlschhacht verloren haben. Anders dagegen im Lager der Sozialoemokraten. Mit Fiebereiser stehen sie schon wieder in der Weiterarbeit — allenthalben Versammlungen. Und was wird in jeder derselben beschlossen? Weiterer Ausbau, weitere Ausbreitung ihrer Presse!
Tag die Kriegervereinspresse hinsichtlich Inhalt und Art des Erscheinens nicht mehr leistet, hierfür ist der Grund Geldmangel. Zwei Wege der Besserung gibt es. Ter erste: Zusammenschluß der Verbände zur Gründung eines literarischen Bureaus, das alle vorhandenen Organe mit guten, sachgemäßen Arbeiten versorgt. Die Kosten würden vielleicyt 1 Psennig pro Kopf betragen, für die Hassia mit 50000 Mitgliedern also z. B. Ö00 Mart. Dieses Bureau müßte uns auch auf die große Tagespresse der Ordnungsparteien Einwirkung ermöglichen, die uns jetzt eigentlich geradezu totschweigü Ter zweite Weg: Die Lokalpresse des Landes zu unserer Untersrützung zu gewinnen.
Die Hassia hat den letzteren Weg seit zwei Jahren beschritten und es ist ihr nirgends eine Ablehnung widerfahren. Unser offizielles Organ wird als Pflichtexemplar von jedem Verein gehalten, die Zahl der Privatabonnenten ist aber sehr klein; und so erfahren unsere 50'000 Mitglieder eigentlich durch unsere offizielle Presse sehr wenig, umsomel-r aber jetzt durch die Lokalblätter. Durch einen hier,üc bestellten Referenten unseres Präsidiums halten wir die,e Lokalpresse stets auf dem Laufenden über unsere Berbandsangelegenyeiten und Tätigkeit." (Wir müllen dazu bemerken, daß die Hassia vcrwurtderlich wenig sich, hören läßt. Und vor allein verspäten sich ihre den Redaktionen zugesandten Nachrulften ganz außerordentlich So stammen z. B diese uns erst heute zugehenden Ausführungen Dr. Vogts aus dem September v. I.! Durch Berichterstattung aber über für die Presse nachgerade prähistorisch gewordene Vorkommnisse erwirbt sich die Hassia wirklich nicht deren besonderes Entgegenkommen! D. Red. des „Gieß. Anz.")
Auf Grund der Verhandlungen wurde ern Antrag Vogt-Bojanowskst welcher bafyiit geht: Die Vertreter-Versammlung ersucht den Vorstand der nächstjährigen 23er* treterversammtung Vorschläge über Errichtung eines Preßbureaus des Kyffhäuserbundes der Deutschen Landes- Kriegerverbände zu machen mit dem Zusatz angenommen, l daß der Vorftand, wenn er Mittel habe, schon im Laufe
Feuilleton.
Berlin, 12. Jan. Tem Schauspieler Kayßler (dem Verfasser des während des „Salome"-Gastfpiels hier zur Aufführung gekommenen Mottologs „Tie Gefangene". D. Red. d. Gieß. Anz.) war, weil er gegen das hiesige Teutfche Theater kontraktbrüchig geworden war, das Auftreten an anderen Berliner Bühnen bei Strafe, 200 Mk. für jeden !Full, vom Gericht untersagt. Tas hiesige Neue Theater wollte ihn trotzdem auftrelen lassen und die Strafe zahlen, das Landgericht hat aber durch heutiges Erkenntnis dem Antrag des Tirekiors Brahm entsprechend die Strafe für »jeden Fall auf 1000 Ml. erhöht. - Felix Philip vis neues Schauspiel „Ter grüne Zweig" wurde bei seiner Erstauffülstung int Sch auspielhause nach den ersten Akten beifällig ämfgenommen, dann abgelehnt. Es^ist em grobes Ruhr stück mit ein paar bühnenwirksamen Szenen, ermangelt aber auch der unfreiwilligen Komik nicht. Ein .Braver Buchhalter wird von der Konkurrenz in 23er- suchung geführt, Geschäftsgeheimnisse zii verkaufen, er widersteht der Versuchung- und zum Lohn dafür erhält sein Sohn, an dessen Talent er nie geglaubt, für ein .ausgestelltes Gemäloe eine ehrenvolle Erwähnung. Es siegt die Tugend und es füllt sich zugleich das Portemonnaie. Tie Ausführung des Schauspielhauses war durchgängig vor- trefftich. (Frkf. Ztg.)
Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens. Herausgabe von Emanuel Müller- Baden. Deutsches Verlagshaus Dong u. Co. Es ist ein großangelegtes, die höchsten Erwartungen erweckendes und, wenn man nach dem Vorliegend eit einen Schluß ziehen darf, auch erfüllendes Werk, dessen erste Lieferung. wcr hierdurch anzeigen. Dem Studium und Selbstunterricht in den hauptsächlichsten Wissenszweigen und Sprachen für Kaufleute, Gewerbetreibende, Beamte u]iü. ‘ to-ul es dienen, und zwar nach dem alten, aber niemals -veraltenden Grundsätze, daß wir alle für das Leben und nicht für die Schule zit lernen haben. Mitten in dre prak- tischen Bedürfnisse des Lebens sülch: denn auch, schon der Inh ast der ersten Lieferung den Stud iereitden hinetn. Mll den Elementen der beiden wichtigsten fremden Kultur-
folaeuües aus:
„Tte Hassia hat schon auf dem letzten Vertretertage auf dieses Lirbeitsgebiet hinaewiesen, aber keine Gegenliebe gefunden. Es schien, als ob die Berbätide von eurer aemeinsanren Arbeit in dieser Hinsicht zurzeit noch nichts wissen wollten. Trotz der uns zu teil gewordenen Ablehnung sind wir doch, in diesem Jahre wieder mit ernom Anfrage gelontmen, da wir von der überaus großen 2Lrchtlg- feit dieser Frage überzeugt sind. Wir bezeichrren uns selbst als Vorkämpfer für Dionarchie, für Käst er und Reich, für den Reichs ged anken wie für das angestammte Fürsten- hrus und das engere Vaterland. Bleiben wir in den seit-«daß
Kie löUiche Wißyandiuug eines Schülers vor Kericht.
Elberfeld, 11. Jan.
Ein Prozeß beschäftigte heute das Schwurgericht. Oberlehrer Teditius an der Realschule zu Barmen soll ein ehr strenger Lehrer gewesen sein. Obwohl dec Tirekkor oes Lehrerkollegiums wiederholt durch Rundschreiben ausgefordert hatte, körperliche Züchtigungen möglichst einzu- chränken und Teditius mündlich getvarnt halte, soll dieser rennoch seine Schüler oftmals gezüchtigt haben. Es soll eine Gepflogenheit gewesen sein, die Knaben mit der linken Hand vorn an den Aufschlägen des Rockes, kurz unter
1mg in ein Färb Warengeschäft, wo er manche Gelegenheit hatte, seinem Lieblingsstudium nachzugehen. Später bildete er sich zum Lehrer aus imb trat irrt Jahre 1858 als Lebrer in das Garnierscl)e Institut in Friedrichsdorf ein, in dem er selbst seine erste Erziehung genossen hatte. 1859 verheiratete er sich Schon im Winter 1857/58 beschäftigte sich Reis, wie aus seinen Briefen hervorgeht, mit dem Gedanken der Erfindung eines Telephotls, auch den Namen verwendete er schon; int Jahre 18*0 trat er mit dieser Erftndung hervor. Freilich behandelte er sie damals noch als eine Nebensache. Er hatte eine Arbeit über die Gehörwerkzeuge vollendet und im Zusammenhang damit einen Llpparat erfunden, durch welchen es möglich wurde, die Funktionen der Gehörorgane klar und anschaulich zu machen. Mit eben diesem Apparat konnte man aber auch Töne aller Art durch den galvani- cheu Strom in beliebiger Entfernung repro - >u zier en. Reis machte seinen Apparat Aum erftenmale bekannt durch eine Vorlesung im physikalischen Verein zu Frankfurt, das also gewissertnaßen als Taufstätte des Telephons zu bezeichnen iftS Im Jahresbericyt die;es Vereins für 1860/61 ist denn auch der Vortrag ab ged ruckt und der Apparat nachgebildet. H-ieruach nahm Reis noch verjchiedene Verbesserungen an dem Apparat vor und demonstrierte denselben auf der Naturforscherversammlung hier in Gießen am 21. Seplember 1864; aber das feindselige Verhallen des Professors Poggendorf ließ ihn nicht zur Geltung kommen. Obgleich das Telephon viel- jach in populären Schriften und !vgar in einem Lehrbuch der Physik erwähnt wurde, kam es doch allmählich in Vergessenheit. Tem Erfinder machte es seine sch'wachc Ge- jmlbheit und wohl auch Mangel tut kommerziellem Sinn unnroglich, die 23vrteile daraus zu ziehen. Erß als Graham Bell, der den Apparat bloß verbesserte und die prattische Berivendung desselben einleitete, die Ehre der Erfindung für sich allein in Anspruch nahnt, erinnerte man sich in Teutschland des wirtlicheti Erfinders, dem die Pstorität und oas erste Beroienst dann von niemanden abgejprochen werden konnte. Ein ReiSscher Originalapparat befinoet sich im Berliner Reichspost-Muscum. Seine Wilwe und seine Tochter erhieltest die Ehre des Prytaneums, sie beziehen einen Gehalt von der Reichsregierung.
D „Giehc,v. Kamiliendlätter" werden dem
Nr. 10 Ziestes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 13. Januar 1004
“ ~ Eichener Anzeiger


