Erstes Matt
Samstag LZ.November 1904
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154. Jahrgang
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ii
Ium 400zährigen Heöurtstage 'Dßikipps des Großmütigen.
(13. November 1504 — 13. November 1904.)
„Zu Marburg am Sanct Brixen Tag Des Morgens nach dem fünften Schlag Im tausend fünfhundert und vierten Jahr Dieser Landgraf geboren war.
Landgraf Philipp, von dem ich meldt, Der ist der groß und tapfere Heldt, Der mit großer fürstlicher Tat Gar namhaft gemachet hat Sich selbst und dieses Fürstentum In aller Welt mit Preis und Ruhm." 1
Die Erinnerungsfeier der 400jährigen Wiederkehr des Tages, an dem Philipp der Großmütige, der Stammvater der beiden Linien des Hauses Hessen, der mit Weisheit und Kraft ein halbes Jahrhundert ruhmvoll und erfolgreich die Geschichte seines Volkes geleitet hat, das Licht der Welt erblickte, begeht heute mit dem gesamten Hcsscnland die hessische Landes- universität in besonders festlicher Weise, beglückt durch die Teilnahme unseres Landesherrn, Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig an den hiesigen Feierlichkeiten.
Die Lebensschicksale Philipps des Großmütigen, dieses bedeutendsten Fürsten des Reformationszeitalters, sind nicht nur mit seiner Heimat, sondern mit dem gesamten deutschen Vaterlande, insbesondere mit dem protestantischen Deutschland, eng verknüpft, feiern wir doch in ihm den Helden seines Jahrhunderts, im Kampfe mit dem Schwerte wie im Kampfe mit dein Geiste. Zunr Gedenktage wollen wir daher im folgenden in kurzen Zügen das Lebensbild des großen Fürsten in die Erinnerung rufen.
Am 13. November 1504 wurde auf dem Schlosse zu Marburg zur großen Freude des Landes und
des hochbeglückten Vaters, dem Landgrafen Wilhelm II., „dem Mittleren", und seiner Gemahlin Anna von Mecklenburg, ein Thronerbe geboren, der bei der Taufe nach seinem Paten, dem Grafen von Waldeck, den Namen Philipp erhielt. Bei seiner Geburt war die Stellung der Gestirne so merkwürdig, daß ihm die Sterndeuter „bei kecken kriegerischen Thaten einen hohen, unbeugsamen Sinn, viel Mäßigkeit im Sieg, Sicherheit und Heimlichkeit der Maßregeln, Weisheit und hohe Vernunft in Gesehen urtb Urteilen und viele Liebe zn seinen Dienern prophezeiten". In zarter Kindheit, in noch nicht vollendetem 5. Lebens-
*) Hessische Reim-Chronik bei Kuchenbecker annnL Hass. VI.
lahre, sah sich der junge Prinz durch den frühzeitigen Tod des Landgrafen Wilhelm der Fmrsorge und des gesegneten Einflusses eines weisen urtb liebevollen Vaters beraubt.
Der Tod des Landgrafen rief bei der Minderjährigkeit des Thronerben einen 9jährigen Streit über die Regentschaft hervor. Die Landgräsin Anna beanspruchte nach einer angeblich lehtwilligen Bestimmung ihres Gemahls für sich allein die Regierung, während die hessischen Landstände, gestützt auf eine frühere Willenserklärung des Landgrafen, einen Landtag beriefen und einen Regentschaftsausschuß wählten, der Ludwig von Bohneburg als Landhofmeister und die durch Erbverbrüderung mit Hessen verbundenen sächsischen Fürsten als Obervormünder ernannte. Ter junge
Prinz wurde von seiner Mutter getrennt und dem Landhofmeister übergeben, der ihm nicht die allzu sorgfältigste Erziehung zuteil werden ließ. Erst auf Fürbitte beint Kaiser wurde d.er landgräflichen Mutter gestattet, etliche Male im Jahre ihren Sohn zu besuchen, „um Ergötzlichkeit mit ihm zu haben".
Beim Volke erfreute sich die neue Regentschaft nur ge^ ringer Beliebtheit; die Städte Homberg und Treysa verweigerten die Erbhuldigung in die Hände des Landhof- meisters. Wenn es auch diesem gelang, die Widerspenstigen durch einen Kriegszug —, den man spottweise die Hühnerfehde nannte, weil es die Landsknechte hauptsächlich auf die Hühner abgesehen hatten, — zum Gehorsam' zu bringen,! so dauerte die Unzufriedenheit im Lande doch fort, namentlich über die mangelnde Rechnungsablage der «Verwaltung Auf einem Landtage zu Kassel, auf dem auch Anna erschien,! sollten die Beschwerden näher geprüft werden. Die tumul- tuarischen Kundgebungen der Bürger zu Kussel, die sich für die Landgräfin erklärten, zwangen den Landhofmeister v. Boyneburg zur Niederlegung der Regentschaft. Philipp wurde seiner Mutter übergeben, und diese trat die Regentschaft an, nachdem sie sich dieselbe von dem Kaiser, zu dent sie nach Innsbruck und Augsburg gereist war, hatte bestätigen lassen. Auf Bestreben der Ritterschaft, die einen, größeren Einfluß auf die Regierung des Landes erstrebte, wurde der noch nicht 14 Jahre alte Prinz Philipp vom. Kaiser Maximilian am 16. März 1518 für mündig und regierungsfähig erklärt.
Unter schwierigen Verhältnissen ergriff der junge Fürst die Zügel der Regierung. Raubrittertum und Fehdewesen hatten während der Vormundschaft des jungen Prinzen auch in Hessen günstigen Boden gefunden. Adel und Ritterschaft erstrebten größere Selbständigkeit unter Schmälerung' des landesherrlichen Ansehens. Auch von außen drohte dem Laude schwere Gefahr. Ter hochstrebende und rauflustige F-ehderitter Franz von S i ck i n g e n, das Hauptz dec ritterschaftlicheu Vereine am Rhein, in Franken und Schwaben, sandte Philipp aus altem Groll gegen das landgräfliche Haus und wegen einer unbedeutenden Streitsache einen Fehdebrief. Sengend und brennend fiel Sickingew in die Grafschaft Katzenellenbogen ein, und bald stand er vor Darmstadt, in dem die Blüte des hessischen Mels lag/ Statt die vom Markgrafen von Brandenburg versprochen^ Hilfe abzuwarten, schloß man voreilig einen Vertrag mip Sickingen ab, in dessen Folge der Landgraf eine Kriegs-) entschüdigung von 35 000 fl. zahlen mußte, die auch ins! lauter Hellern nach Mainz abgeliefert wurde. Durch den) Sickingenschen Ueberfall war dem Lande ein Schaden von 300 000 Gold gülden erwachsen.
.Bald sollte der junge Landgraf Gelegenheit finden',' Sickingen für seinen Uebermut zu bestrafen. Ms Sickingen nämlich bald darauf in das Erzbistum Trier einfiel unb; hier ebenfalls alles verwüstete und brandschatzte, eilt»
Kleines Aeuilleton.
— Gießener Erinnerungen an Philipv den Groß m ü tigen. Bei den unruhigen Zeiten, die Kindheit und Regierung des Landgrdfen Philivp erfüllten, weilte er oft und gern in seiner festen Stadt Gießen, die ihm mehr Sichcr- 1gkL bot wie seine Residenzen Kassel und Darmstadt. Auch seine Witter, die Landgräfin Anna sand während des heftigen Streites mit den Ständen über die Vormundschaft des jungen Prinzen in Osteßen Schutz. Während der Sickingenschen Fehde, die der Grafschaft Katzenellenbogen mit Darmstadt viel Schaden und Bedrängnis brachte, wohnte der junge Landgraf mit seiner Mutter längere Zeit in Gieren. Tie bewegte Zeit der Kirchen- Reformation brackte Gießen fortwährend angesehene Gäste. Luthers Rückkehr vom Reichstage von Worms 1521 erfolgte mit des Landgrafen starker Begleitung über Gießen nach Alsfeld. Als Philipv 1529 von Kassel mit zahlreichem Gefolge, das auf den Aermeln die Buchstaben V. D. M. I. A. (verbum Bei man et in aeternum: Des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit) trug, zum Reichstag nach Speier zog, nahm er Aufenthalt in Gießen. Beim Besuche des Konvents zu Frankfurt im Jahre 1539 sah Landgraf Philipp die sächsischen Fürsten Moritz und Johann Friedrich von Sachsen bei sich zu Gaste in unserer Stadt. Eine besondere Fürsorge erfuhr Gießen, als es der Landgraf zu seinem weiteren Schutz in den Jahren 1530—1533 mit einem 40 Fuß hohen Wall und Graben, in den das Wasser der Lahn geleitet wurde, umgeben ließ. Auch erbaute Philipp hier ein Zeughaus, ein bedeutendes Arsenal für damalige Zeit, das an der Stelle der heutigen alten Kaserne stand. Ein „Jnventarium der .Festung Gießen" vom 23., 24., und 25. August 1568, also etwa ein ^ahr nach Philipps Tode aufgestellt, nennt 47 Geschütze, die hier stuft nähme sanden, darunter Kartaunen von 60 bis 70 Zentnern, ore 40 Pfund Eisen schossen. An Munition lagerten über -00 Ztr. Pulver, 100 Zentner Salpeter. Außer zahlreichen Formen zum Gießen gab cs über 100 Pulvermühlen. An Feuerwaffen nm reu weiter vorhanden 15 Feuerbüchseu und 492 „Handrohre . -Ehrend deS schmalkaldischen Krieges (1547) lagen in Gießen 4 Fähnlein Söldner, zu 400 Mann das Fähnlein dnrchschnittluh <w- rechuet, und 3600 Mann Miliz. Außerdem wurden noch .u>O „Schanzbaucrn" nach Gießen beordert. 1560 ließ der Landgraf die Befeßigungswcrke in Gießen, die 1547 infolge feiner Gestngennehmung hotten geschleift werden müssen, wieder Herstellen und den Bescstigungsring noch weiter vorschieben, ^as Erwerbsleben der Bürger der damaligen Stadt Gießen konzentrierte sich zum Teil um Festung und Zeughaus; fanden doch Gießener Meister, wie Schmiede, Schlosser, Zimmerleute, Wagner, „Bender", Seiler, Feldsattler in dem Zeughause beständige Beschäftigung. Auch sonst suchte der Landgraf Industrie pud Handwerk zu fördern. Unter seiner Regierung blühten in Gießen Wollindustrie und Tuchweberei. Landgraf Philipv ließ auch tm Jetzre 1530 deu Friedhof an der Licher Straße anlegen, weil mit der Erweiterung der Stadtbefestigung die Benutzung dec- Friedhofs am Seltersberg für die Festung Gießen störend war. Entziehen sich die weiteren Verdienste, die der Landgraf Philipv von Hessen sich um Gießen erworben, unserer Beurteil una, so wagen wir doch bestimmt auszusprecheu: Er hatte auch in Gießen den Manu aus dem Volke an sich hangen.
Philipp de r G r O ß m ü t i g e a l s I ä g e r Hessens Fürsten lagen von jeher gern dem edlen Waidwerk ob. Schon die
Vorgänger Philipps des Großmütigen, dessen besondere Freude an der Jagd bekannt ist, Ludwig I. und Ludwig II., waren rührige Jäger, die oft mit einem großen Trosse von Reitern, Sängern und Spielleuten zum fröhlichen Jagen auszogen. In den sumpfigen Niederungen, die damals ein Tritteil Hessens ausmachten, konnte sich das Bild außerordentlich vermehren, so daß die Besitzer des Landes zum Schutze ihrer Gebiete zur Ausübung der Jagd gezwungen waren. Philipp der Großmütige konnte sich rühmen, schon in der Jugend einen Bären e r l e g t zu haben. Ter Landgraf besaß treffliche Jagdhunde, meist Geschenke befreundeter Fürsten. Tie Hunde, die für Philipp ein Gegenstand besonderer Sorgfalt waren, vergaß er auch während seiner harten Gefangenschaft nicht. Taß Philipp ein tüchtiger Jäger war, zeigt die Tatsache, daß er innerhalb weniger Tage bei einer Hetze im Jahre 1559 über 1100 Stück Schwarzwild erlegte und bei einem Treibjagen 150 Hirsche fing. An einem Tage, im November 1562, wurden in Oberhessen bei Romrod allein 116 Wildschweine erlegt, wie denn die Beute des ganzen Jahres an Wildschweinen die stattliche Zahl 1221 äufweist. Landgraf Philipp hielt das Abhalten der Jagden in den verschiedenen Revieren seines Landes für notwendig, weil er dadurch Gelegenheit fände, die Stimmung der Bevölkerung über Regierung und Verwaltung kennen zu lernen, andererseits waren die fürstlichen Jagden den Landeskindern selbst erwünscht, weil sie hierbei ihren Fürsten ihre Bitten und Wünsche vortragen konnten. Tiesen Vorteil, auf diese Weife sich den Landeskindern zu nähern, empfiehlt er auch seinem Nachfolger in seinem Testamente, worin es heißt: „So ist's auch , gut, daß die Herren zu Zeiten sich verlustieren, die sonsten mit schweren Geschäften beladen sein. Die Herren vernehmen auch . viel, wan sie uff der Jagt und Jagtheusern fein, als wan sie stets am Hoflager weren, können auch dadurch ihre Grenzen selbst wissen, was ire ist, kann auch sonst mancher arme Mann vorkouimen, der nicht sonsten zugelassen wirdt. Darneben sollen sie den Leuten vergönnen, daß sie ohne Schaden des Wildprets ihre Früchte be- zeunen, auch zu etlichen Zeiten mit Hunden abhetzen und sonderlichen die wilden Seu, die den meisten Schaden thun. Wo auch das Wildpret der Armut so großen Schaden tut, sollen sie dagegen Erstattung thun, oder einen etwas an Rathen, Zehenden und Zinsen nachlassen." —6—
— Z u r Landgraf Philipp-Literatur. Zur 400- jährigen Wiederkehr des Geburtstages Philipps des Großmütigen erscheint eine reiche Literatur. Die historischen Vereine für da.s Großherzogtum Hessen foiuie für Hessen-Kassel haben uns mit größeren Festgaben beschenkt. Wir müssen uns beschränken, aus den 24 Abschnitten der F e st s ch r i f t des historischen Vereins für das Gr o ß he r z o g t u mHessen: PhilipvderGroß- m ü t i g e, Bilder undGeschichten aus seinem Leben und seiner Zeit neben den schätzenswerten Arbeiten hauptsächlich Darmstädter Gelehrten einige verdienstvolle Beiträge hiesiger Mitarbeiter zu erwähnen, wie: Haupt, sozialistische und religiöse Volksbewegungen in Hess. Städten, 1525—1526; Köhler, Hessen und die Schweiz nach Zwinglis Tode pp., 1540 bis 1560: Vogt, Die Eroberung Darmstadts am 22. Dez. 1546: Ebel, das Obcrsürsteutum int Beginne des schmalkaldischen Krieges, 1546—1547; Schädel, Philipp der Großmütige im Weinbrenuerscheu Handel, 1547. Die Lokalgeschichte interessiert: Jost, das neue Schloß zu Gießen. Von den 14 Aufsätzen in der „F estschrift rum Gedächtnis Philipps des
Großmütigen pp., herausgegeöen vom Verein für Hess. G e s ch. und Landeskunde" (Kommissionsverlag dort G. Tufahel-Kassel, Preis 6 Mk.) sind neben der Einführung zum Titelbilde vdn v. Drach als Arbeiten, die speziell den Kasseler Bezirk berühren, zu nennen: W. Dersch. das Vorspiel der ReformatiO't in Hersfeld: A. Hupskens, Philipp der Großmütige und die Deutschordensballei Hessen; Fr. Küch, Landgraf Philipp und die Einführung der Reformation in Hessen; Derselbe —, die Stellung des Landgrafen Philipp zum Kirchenbann int Jahre 1532; O. Merx, der Bauernkrieg in den Stiften Fulda und Hersseld und Landgraf Philipp der Großmütige; A. Hupskens, die ersten Marburger Prädikanten. — Von kleineren Festschriften zur Jubelfeier liegen uns öor: Fr. Wiegand, Philipp derGroßmÜtige alsevangelischerChrist. (Elwert'sche Buchhandlung, Marburg.) Festrede, gehalten im Rittersaale des Schlosses zu Marburg am 26. Juli "1904 gelegentlich der 70 jähr. Jahresversammlung für Hess. Gesch. und Landeskunde, eine Schilderung, die sich „über das innere Wesen Philipps ebenso offen als überzeugend ausspricht", ferner: E. R. Grebe, Philipp der Großmütige, Landgraf von Hessen, (Kassel, Verlag v. Vietor), ein Beitrag, der in allgemein verständlicher. Weise ein Lebensbild des hessischen Land- grafeit entwirft. — Tie im Dienste der Heimatgeschichte stehende Zeitschrift „H e s s e n l a n d", (Verlag von Fr. Scheel-Kassel), läßt zum Jubeltage ein Festheft, ausgegeben am 4. Nov. 1904, erscheinen. Von poetischen Festgaben der Jubelnummer sind anzuführen: G. A. Müller, Philipp dem Großmütigen, Schwie- ning, G., Ode an Philipp den Großmütigen, B., Philipps-Lied- Bertelmann, H., Landgraf Philipps Heimkehr, Brant, Marie,- Epilog. Ans dem Inhalt der Festschrift sind weiter zu erwähnen: Armbrust, £., Landgraf Philipp von Hessen, ein Umriß seines Wesens; Schwarzkopf, die Schlacht bei Lauffen am 13. Mai 1534; Seelig, Fr., Versuch einer kritischen Uebcrsicht der gesamten Literatur über Philivpum Magnanimum pp.; Eisemamt, O., lieber einige Bildnisse Philipps und die Beziehungen seiner Eltern zu Lukas Cranach; Weinmeister, P., Die Münzprätr- ungen Philipps des Großmütigen; Seelig, Landgraf Plnlipv in Kunst und Poesie: Treller, Fr., Landgraf Philipps erster Wafsengang. Hist. Skizze. Schreckenbach', „Anna von Hossm", ein tragisches Schauspiel in fünf Aufzügen von Birü An Abbildungen bringt die Festschrift: Landgraf Philipp nach dem Holzschnitt von Brosamer (1536), Landgraf Philipp nach dem Gemälde von Müller (157O\ Landgräsin Christine nach dem Staudbilde in der Martinskircbe in Kassel, Margarete von der Saal nach dem Originalgemälde im Königl. Museum zu Kassel, Landgraf Philipp in der Schlacht bei Lmlssen, Modell für ein Denkmal Philipps des Großmütigen von H. Brandt, Denkmal Philipps des Großmütigen zu Merxhausen v. H. Brandt. — • Schließlich sei noch hingewiesen auf das jüngst vielseits empfohlene Hessische Reformations-Büchlein für Sclmle und Haus von Fr. Herrmann (Verlag der^.Elwertscheu Buchhdl., Marburg), ein Volksbüchlein int wahren Sinne des Wortes, das neben populärer Darstellung eine reiche Ausstattung von Bildnissen de'- Träger der Reformation und Ansichten von althessi- scheu Städten bietet. — Allen Freunden der hessischen Heimat-' geschichte, die die Bedeutung Philipps des Großmütigen und seiner großen Reit zu würdigen wissen, können wir die vor- erlvähnten Schriften wärmstens empfehlen.


