Ausgabe 
12.10.1904 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

154. Jahrgang

Mittwoch 12. Oktober 1904

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Ve»ua»pret-r monatuchvb otertel* jährlich Mk. W; durch

jährl. auSfchl. Bestellg. Annahme van Anzeige« für Die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal 12Pf^

auSwärtS 20 Pfg.

Verantwortlich für den potit. und öligem. Letlr P. Witiko: für »Stadt und Land^ und . GerichtZi aal^: August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck»

Nr. 240

tflgU<S) außer Sonntags.

Dem Gießener Airzetger werden im Wechsel mit dem KeMfchen Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck n. Ver­lag der Brühlffchen Univerf.-Buch-u. Stein- btuderti. 8t Sangs.

Redaktion,

und Druckerei:

Gchulpeatzs 1.

flbrefir für Depeschen: Anzeiger Gieße».

KernsprkchanichlutzNr 61.

Abhole- u. Zweigstälen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk. 2.viertel-:

Oeufiße Kummer umfaßt 10 Seiten.

A" Lippesche Wegentschaftsstreit.

Ein Spe^talbericht derFranks. Zig." mi8 Detmold be- fn9tw daß dre Regentschafts frage augenblicklich in einen verhältnismäßig ruhigen Zustand geraten ist. Das Mini­sterium setzt sich mit seinen Räben ins Einvernehmen, und da die nächste Sitzung des Landtagsausschusses, die übrigens nicht öffentlich ist, erst morgen, Donnerstag, und die nächste Vollsitzung erst am nächsten Montag stattfindet, so braucht die Entscheidung nicht überstürzt zu werben. Die Stimm­ung im Lande ist mit dem Ministerium und nicht mit den Drahtziehern im Landtage, die mit ihrem Kompromißvor­schlag nur die Taktik der Verschleppung üben möchten. In der Bevölkerung hört man immer wieder die Ansicht äußern, daß der Staatsminister Gevekot zu nachgiebig gegenüber dem Landtag gewesen sei. Eine Landtags­auflösung hätte, so sagt man, die wahre Meinung des Landes sehr deutlich für die Regierung zu erkennen gegeben, auch unter dem Dreiklassenwahlsystem. Es sei sehr unwahr­scheinlich, daß die Regierung sich auf einen Kompromißvor­schlag einlassen werde, der das bestehende Regentschafts­gesetz und die daraus folgende gegenwärtige Ausübung der Regentschaft irgendwie ändern oder einschränken möchte, bevor etwa das endgiltige Rechtsurteil sich gegen die An­sprüche des Grafregenben entscheidet. Die Sympathien für die Biesterselder sind überall im Wachsen, und gerade infolge des kaiserlichen Tele­gramms, dessen Wirkung durch die authentische Jnter- )retation durch den Reichskanzler nicht aus der Welt ge- chafft wird. In Abrede wird in gut unterrichteten Kreisen erner gestellt die im Landtag von bückeburgischer Seite gefallene Andeutung, als habe das Telegramm, in dem der Grafregent dem Kaiser den Tod des Grafen Ernst an­gezeigt, durch seine Form irgendwie Veranlassung zu der Tonart gegeben, die der Kaiser in seinem Telegramm an­geschlagen habe; im Gegenteil sei die Anzeige des Grafregenten durchaus höfisch und höflich ge­wesen.

Neben der Schaumburgischen Linie und dem Grafen Erich zur Lippe-Weißenfels, deren Protestschreiben gegen die Regentschafts-Uebernahme durch den Grafen Leopold dem Bundesrat bereits vorliegt, hat jetzt auch der E h e s der Weißenfelder Linie, Graf Georg, seine An­sprüche angemeldet. In einer aus Baruth (König­reich Sachsen) vom 7. Oktober datierten Eingabe an den Bundesrat des Deutschen Reiches begründet er sie. Ohne zu dem schwebenden Thronfolgestreite Stellung nehmen zu wollen, bringt er doch die Rechte seiner Linie auf die Tl)ronfolge und die Regentschaft feierlichst in Erinnerung. Er betont: Sollte die Linie Lippe-Biester selb der Thron­folge in der Regentschaft verlustig erklärt werden, so würde nicht das Haus Schaumburg-Lippe, sondern seine eigene Linie zur Nachfolge berufen sein. Sie erfülle hinsichtlich der Ebenbürtigkeit alleErforder- nisse. Die Stellung eines Antrags behalte er sich je nach der weiteren Entwickelung des Tyronfolgestreites vor.

Bemerkt zu werden verdient noch eine Nachricht aus Bayern. In einer Volksversammlung in Passau tadelte der Abg. Dr. Pichler das Kaisertelegramm in der Lippeafsäre u.nd kündigte eine Interpellation im bayerischen Landtag an, wenn bis dahin der Bun­desrat die Angelegenheit nicht zufriedenstellend geregelt haben werde.

Der lippesche Staatsminister Gevekot ist nach Berlin ast)gereist.

Von einem Gießener Historiker geht uns folgende Zuschrift zu:

Bereits im Jahre 1787 ist, was noch nicht bekannt sein dürfte, die Reg ent schäft s frage im Hause Schaum­burg akut gewesen. Landgraf Wilhelm IX. von Hessen- Kassel versagte dem Grafen Philipp Ernst von Schaumburg, der seinen Landesteil als hessisches Lehen besaß, die nachgesuchte Belehnung, weil er ihn als Sprößling aus einer unebenbürtigen Ehe, nämlich, wie jetzt dieVoss. Ztg." verraten hat, aus der Verbindung seines Vaters mit der Hof­dame Fräulein von Friesenhausen als lehn Snn- h i g hielt. Ter Landgraf von Hessen-Kassel traf Vorbereitungen, uin beim Ableben des Grafen Philipp Ernst die Grafschaft Schaumburg als hesisches Lehen einzuziehen. Als der Graf 1787 starb mit Hinterlassung eines unmündigen Eoohnes, ließ Wilhelm IX. von Hef en-Kassel die Grafschaft besetzen und sich als rechtmäßigen Herrn huldigen. Ter hessische Landgraf hoffte auf die Unterstützung des großen Preußenkönigs Friedrichs II., mit dem er als Mitglied des Fürstenbundes gegen Oesterreich in näherer Beziehung stand. Andererseits glaubte Landgraf Wil­helm auf die Unterstützung bc* Wiener Hofes rechnen zu können, weil dieser sich Hessen-Kassel nicht ganz entfremden durfte. Aber weder Friedrich II. noch der deutsche Kaiser, der die Besetzung der Grafschaft Schaumburg als einen Landessriedensbruch ansah, zeigten sich geneigt, den Landgrafen von Hessen-Kassel in seinem Vorhaben zu unterstützen, und westfälische Kreistruppen schickten sich an. die Räumung der Grafschaft zu.er­zwing e n. Tie umwälzenden Ereignisse der folgenden Jahre, die die Napoleonische Herrschaft in DentsKland brachte, ließen die Verechtigungsfrage der Regentschaft in Lchamnburg-Lippe zu- rücktreten. Und als nun gar durch den Warscliauer Vertrag von 1807 der Schaumburger dem Rheinbunde beitrat, sah er sich erst recht in seinem Besitztum befestigt: er erhielt sogar den Titel einesPrince", eines Fürsten. Ter Wiener Kongreß änderte nichts an der geschaffenen Lage in Schaumburg-Lippe und be­stätigte den zeitigen Regenten in allen Rechten und Titeln.

Tie geschichtlichen Tatsachen zeigen, daß die Schaum­burger kein Recht haben, den Biesterfeldern aus Oftünden bet Ebenbürtigkeit die Regentschaft in Lippe- Detiaold zu bestreiten, andererseits aber auch, daß man nie im Deutschen Reiche in Regentschaftsfragen allzu rigoros verfahren ist-

Deutsches Reich.

.Berlin, 11. Okt. Der Kaiser verlieh dem bisherigen Kapitän zur See v. Grumme das Komturkreuz des HauS- ordenS von Hohenzollern.

Mit einer angeblichen Aeußerung des Kaisers über einen o berrh einischen Schiffa h rtskanal wird in den Reichslanden Stimmung gemacht gegen Deutschland. Das PariserJournal des Debats" behauptet, daß der Kaiser zu dem Bürgermeister Back von Straßburg in einer Unterredung sehr deutlich den Widerwillen zu erkennen gegeben habe, den ihm der einfältige Kanal (le Ztupiäe canal41) einflöße. Der Kaiser habe nicht zu einem Plan er­mutigen wollen, der in Baden Unzufriedenheit erregen würde.

Von einem Freunde, der sich neulich längere Zeit im Gothaischen aufgehalten hat, wird derKreuzztg." ge­schrieben, dort werde offen davon gesprochen, daß der gothaische Minister Hentig zum Nachfolger des über kurz oder lang in den Ruhestand tretenden preuß ischen Justizministers Schönstedt ausersehen sei.

Der nationalliberale Parteitag West- 'alen § sprach in ihrer Generalversammlung unter Zustimmung zu der Erklärung des Zentralausschusses vom 12. Juni ihr volles Vertrauen zu der nationalliberalen Fraktion aus in der Hoffnung, daß es ihr gelingen werde, auf Grundlage des Schulantrags die gesetzliche Regelung der Schulunierhaltung herbeizuführen. Zur glücklichen Ver­abschiedung eines entsprechenden Gesetzes sei die Einigkeit in der Partei eine der ersten Vorbedingungen.

lieber einen neuen deutsch-russischen Grenz- zwischensall wiffen schlesische Blätter zu berichten: Am 30. September desertierte ein Grenzkosak und erreichte preußischen Boden. Ihm folgte der Offizier des Postens. Der Deserteur sprang in ein Eisenbahnabteil 4. Kl., der Offizier stieg in denselben Zug in die 2. Klaffe. Auf der Station Gotzalkowitz ging er zu dem Kosaken in das Coups und forderte ihn auf, ihm zu folgen. Als es zu einer Aus­einandersetzung zwischen beiden kam, mischte sich em Uhr­macher ein, der gegen die Verhaftung auf preußischem Boden protestierte. Der Russen-Offizier zog denSäbel und drang auf den Uhrmacher ein. In diesem Augenblick hielt der Zug in der Station Dzieditz. Der Kosak intkam im Menschengedränge, und ein Hilfsbereiter gab ihm Kleidung und Unterstützung, so daß er bald nach Krakau abreiste.

Ausland.

Kopenhagen, 11. Okt. Der Justizminister brachte heute im Folkething einen Gesetzentwurf ein betreffend die Behandlung von verbrecherischen und verwahr­losten Kindern und jungen Leuten. Der Vorschlag geht darauf aus, daß solche Kinder und jungen Leute in Kinder­bewahr- und Erziehungs-Anstalten gebracht werden können, wenn dies bezüglich ihrer Besserung erforderlich erscheint. Die elterliche Gewalt geht in einem solchen Falle an den Ober­vormundsrat über, der unter dem Beistände von im Lande verteilten Vormundsräten die Aufsicht über die Kinder führt. Die Erziehungsanstalten sind teils von milderer, teils von strengerer Art, je nachdem die Verderbtheit der Kinder mehr oder minder vorgeschritten ist.

Madrid, 11. Okt. Vor der Saniiago-Kirche in Bilbao wurde eine Dynamitbombe und mehrere Patronen gefunden. Infolgedessen wurden zahlreiche Verhaftungen bekannter Anarchisten vorgenommen.

Barcelona, 11. Okt. In Villanueva y Geltru wur­den 3 Anarchisten verhaftet, welche gestanden, sich am 3. April zu einem Attentat gegen König Alfons ver­schworen zu haben.

Der Krieg zwischen Japan und Außland.

Die Ruhe, die seit den Kämpfen bei Liaujang und dem Rückzug Kuropatkins auf Mukden in der Berichterstattung eingetreten ist, dürfte im Gegensatz stehen zu einer fieber­haft e n T ä t i g k e i t, dre in den beiden feindlichen Heerlagern in den letzten Wochen entwickelt worden sein dürfte, um die Armeen wieder schlagfertig zu machen und möglichst noch vor dem Eintritt des strengen Frostes für dieses Jahr eine vor­läufige Entscheidung herbeizuführen. Denn wenn auch von einem völligenWinterschlaf" der beiden Heere nie wird die Rede sein können, zumal gerade durch die Kälte die Wege gangbarer, die Flüsse an allen Stellen über die starke Eis­decke .hinweg überschreitbar werden, so macht der Frost doch die Anlage von Verteidigungswerken so gut wie unmöglich, hindert die Mannschaften infolge steifer Finger an dem vollen Gebrauch der Gewehre, so daß sich eine große Schlacht wohl von selbst verbietet.

Nur die hin und wieder unternommenen Vorstöße grö­ßerer oder kleinerer ErkundungLabteilungen, die speziell von russischer Seite unternommen wurden, um eventuell einen Ein­blick in die künftigen Pläne OyamaS zu gewinnen, unterbrachen die augenblickliche Ruhe. Man glaubte nicht mit Unrecht annehmen zu dürfen, daß die Japaner ihren rechten Flüge! unter Kuroki genau wie bei Liaujang wieder weit östlich nu5» holend mit Umgehung des linken russischen Flügels über Japan auf Tieling dirigirt hätten, um aus diese Weise Kuropatkin

zur Entscheidung bei Mukden, oder zu deffen vorzeitiger Auf-, gäbe und zum wetteren Rückzug nach Charbin zu zwingen^

Da meldete nun der Telegraph nicht nur einen Still­stand bei den Japanern, sondern sogar eine Rückwärts^ bewegung ihres Zentrums in die Stellungen bei den Jentai-Kohlengruben und auf das linke Ufer des Tattseho. Gleichzeitig proklamierte General Kuropatkin in Mukden den allgemeinen Vormarsch. Heute Dagegen kommt wieder eine entgegengesetzte Meldung, nämlich^die vom Vor­rücken der Japaner nach Norden.

Daß die Russen in den letzten Wochen etwa 25 000, Mann frische Verstärkungen erhalten haben, darf allerdings angenommen werden, während von den am Jalu, in Dalny und bei Inkan gelandeten japanischen Truppen wohl ein! großer Teil zur Komplettierung der durch die verlustreiches Sturmangriffe auf Port Arthur äußerst geschwächten Belages rungsarmee verwandt worden ist. Wenn man annimmt, daß

zu dem jüngst gemeldeten russischen Vorstoß nach Nord-< korea auch nur ein Teil der Armee Linewitschs ver­wandt worden, ein großer Teil aber ebenfalls zu Kuropatkin gestoßen ist, so dürfte die numerische Uebermacht in bet Mandschurei zur Zeit allerdings auf Seiten der Russen sein. Diese Uebermacht müßte nun allerdings genügen, um aus der Defensive zur Offensive überzugehen, dürfte aber bei weitem nicht genügen, die Japaner aus etwaigen befestigten Stellungen zu verdrängen, geschweige denn, ihnen eine ent­scheidende Niederlage beizubringen.

Nachrichten ans der Mandschurei.

Petersburg, 11. Okt. Die Rufs. Tel.-Ag. bestätigt aus zuständiger Quelle, daß der Statthalter Alexejew am 6. Okt. in M u k d e n eintraf und sofort mit dem General Kuropatkin konferierte, worauf sich dieser zu den Vor­truppen begab, sowie daß die Truppen zur Offensiv? üb er gingen.

Tokio, 11. Okt. (Reuter.) Es wird berichtet, daß die Russen den Hun-Fluß in geschlossener Streitmacht überschritten und einen kräftigen Angriff gegen die japanischen Stellungen begannen^ Die Japaner rücken mit starker Truppenmacht nach! Norden vor. Es heißt, ein all genrern er Kampf setz im Gange.

London, 11. Oft Reuters Bureau meldet aus Do-, kio von heute, die Russen hätten bei ihrer Offensiv-! bewegung den Hun-Ho überschritten, General Kuroki angegriffen und eine Position genvttt- men, die dann vonden Japanern, nachdem sie Ver­stärkungen erhalten hatten, wieder genommen wurde. Die Russen hätten bei ihrem iBormarsch einen Miß­erfolg gehabt, die V e r l u st e auf beiden S e i t e st seien sehr groß. Eine amtliche Bestätigung der Nach­richt liege nicht vor.

London, 11. Okt. Am Freitag griff die japanische Kavallerie zwei Kompagnien russ. Infanterie und zwei Regi­menter Kavallerie, welche Maximge.schüke mit sich führten, auf dem rechten Ufer des Hun-Flnffes südlich von Choran an und vertrieb sie nach Nordwesten zu. Tie Russen verloren 19 Mann. Tie Japaner hatten keine Verluste. Ami Samstag trieb die vorgeschobene japanische Infanterie 400 Mann russische Kavallerie btö Taiko zurück. Tie Russen verloren 20 bis 30 Mann. . J

Port Arthur.

Tschifu, 11. Okt. (Reuter.) Von Japanern, die gestern Dalny verlassen haben, wird gemeldet^ daß am 9. Ctt: die Japaner eine .weniger wichttge Stellung auf dest Jtschanhügeln angriffen, wobei sie in Ruder­booten über die durch Regenfälle mit Wasser angefülltenj Schanzgräben setzten. Die Russen leisteten nur geringen Widerstand. Später mußten die Japaner jedoch unter dem Feuer der russischen Arttllerie den Platz wieder rau­nt i n und sich über die Gräben und Verschanzungen hinweg! zurückziehen.

Die Stimmung in Petersburg.

London, 11. Okt. Ter Petersburger Berichterstatter deK ,,T'aily Expreß" drahtet untertn 10. Oktober: Zum erstenmal seit dem Ausbruch des Ktteges herrscht so was wie Jubel in Petersburg. Tie Demütigung von Liaujang ist vergessem^ K ur o p a t k i n sandte gestern einem hiesigen Freunde eine Privat- depesche, worin er sich des bedeutungsvollen Satzes bedieirt haben soll:Ich habe endlich begonnen, Krieg zu führens Lett dem Rückzüge vvrl Liaujang sind erhebliche Verstärkungen nach der Mandschurei abgegangen und die Truppen sind vollauf, auf den Winterfeldzug vorbereitet. Gegenwärttg wird daS achte Armeekorps mobilisiert. Genial Mprow wird es bc- fehligen. Tie Jnfanteriebrigaden Kisckmrew und Bender sowie em Terl der Tiraspoler Regimenter find nach dem Krieg§fchau- platze abgegangen, der Rest wird in wenigen Tagen folgen. Tas vierte und das siebente Armeekorps sollen in diesem Mona^ mobilisiert werden.

Ein japanischer Kiistenpanzer gesunken.

Tokio, 11. Okt. (Reuter.) Tas japanische Kanon-snbook Heijen" ist, wie jetzt bekannt wird, am 18. Sept, in döv Taubenbucht auf eine Mine gestoßen und gesunken. Vvrr, der Besatzung nmrden nur v i e r M a n n gerettet.

Tokio , 11. Okt. (Reuter.) Von dem ia.panischen Küsten- panzerHeijen" (nicht Kanonenboot), der am 18. Sept, in der Taubenbucht gesunken war, waren nur Mei llTttervfhaiCi Mw Athei Mann gerettet wor-den, beneu es gelang, eine Insel in Dec Nähe zu erreichen. Tie Besatzung des ,,£> e t i eji" z ä hlte 311 Mann. Tas Fahrzeug totir vorher für den Spezialdienst bestimmt. Tie Nachricht von dem UnglrdKckßttl wurde bisi-er unter­drückt und durfte erst heute veröffentlicht werden.

Der Hohenzollernpriuz.

Tokio, 11 ft. Prinz Karl Anton von Hohenzollenr gftm heute abend z u r F > n l ab. Heworr-Ende Japaner und Fremde hatten sich -ur Verabschiedung am Bahnhöfe einaefunden. (Tie Naclwicht von der Erkrankung ivar also unrichtig. D.