müsse abgeandert werden. Als Vertreter eines Eifelkreises müsse er bestätigen, waS über die Einquartierung in der Eifel heute und früher gesagt wurde. Dr. Bachem legt dar, der ganze Eifelfonds wurde durch die Einquartierungsjahre absorbiert. Schließlich wurde der Antrag miA Abänderungen, deren wesentlichste darin besteht, daß die besondere Hervorhebung der Landwirtschaft wegfällt, angenommen. Damit sind die Sitzungen der Budgetkommisiion vorläusig beendet.
— Der Nachtragsetat für Deutsch-Südwest- afrika gelangt anfangs nächster Woche an den Reichstag.
— Die Wahlprüfungskommission des Abgeordnetenhauses erklärte die Wahlen der Abgeordneten Wolff-Gorki und Peltasohn-Wahlkreis 5 Bromberg für ungültig.
Politische Tagesschau.
Aus dem Reichstage.
Unser Berliner pari. Mitarbeiter schreibt unterm 10. Juni:
Die zum Frauenkongr eß anwesenden Damen, soweit sie heute den Reichstag besuchten ,haben einen Schmerz und eine Freude erfahren. Einen Schmerz dadurch, daß die Reichstagsmehrheit auf die unbeugsame Forderung der Regierung hin das passive Wahlrecht für die Kaufmannsgerichte den Frauen verweigerte. Genugtuung aber konnte gewähren die schneidige An, wie der greife und doch unverändert jugendfrische Albert Träger (Frs. Vp.) für das Recht der Frauen eintrat und von einem „Faustschlag in das Gesicht des Frauenkongresses" sprach, falls der Reichstag bei der Ablehnung verharre. Auch die Abgg. Dr. Müller-Meiningen und L i p i n s k y (Soz.) nahmen sich, wennschon minder temperamentvoll und wirksam, des Rechts der Frauen an. Der Zentrumsredner Abg. Trimborn machte dazu die sarkastische Bemerkung, nun würden ja wohl diese „Hellen Köpfe" auf dem Frauenkongreß recht gefeiert werden. .Aber die spätere Zeit möchte denen um Trimborn Recht geben, die den Sperling nahmen, statt der Taube auf dem Dache nachzujagen. Nach dieser praktischen Weisheit handelte der Reichstag: Tas Gesetz über die Kaufmannsgerichte wurde in zweiter Lesung genehmigt. Sein Zustandekommen ist also gesichert. Und das wird doch viele mit Befriedigung erfüllen.
Spanien und der Dreibund.
Spanien ist nicht nur das Land der Weine und Gesänge, sondern auch der politischen Renommisterei. Das zeigt sich jetzt wieder in der soeben im spanischen Parlament erwähnten, „ungeheures Aufsehen" erregenden „Enthüllung" eines Granden Itolzen Namens, des Grafen Romanones, Spa nie n habe insgeheim fünf Jahre hindurch dem Dreibund angehört. Man stellt sich entrüstet darüber, daß eine so bedeutungsvolle Tatsache dem Volke verborgen gehalten wurde, freut sich aber gewaltig des Ansehens, das Spanien demzufolge genießt. Die Madrider Blätter fordern Beweise für biefe sensationelle Behauptung. Nun, der bewußte Grande wird sie wohl schuldig bleiben, und die Antwort der Regierung, die der Ministerpräsident Maura bereits erteilt hat, mußte verneinend lauten. Graf Romanones erklärte darauf, er habe die Nachricht von dem siüheren Minister Groisard erhalten. Der letztere wies diese Behauptung sofort zurück. Trotzdem dürsten die Illusionen in Spanien vorhalten. Es ist selbstverständlich, daß Großmächte nicht einen Staat zweiten Ranges, der überdies militärisch zurückgeblieben ist, in ihren Bund aufnehmen. Schon wenn man die Zeitfrage stellt, ergibt sich das Unhaltbare der Behauptung. Vor dem Kriege mit Amerika kann Spanien nicht dem Dreibund angehört haben, sonst wäre während des Krieges ober nach dem- selben eine Einwirkung des Dreibundes oder einer der in ihm vereinigten Mächte im Interesse Spaniens zu spüren gewesen. Das war aber nicht der Fall, nur die Zweibundmacht Frankreich nahm sich des unterlegenen Spanien an, wie denn auch die Friedensverhandlungen in Paris geführt wurden. Doch auch nach dem Kriege mit Amerika kann von einer Zugehörigkeit Spaniens zum Dreibund nicht die Rede sein, denn sie soll ja fünf Jahre gewährt haben. Immerhin sei daran erinnert, daß der frühere Ministerpräsident Silvela gelegentlich, allerdings nach Rücktritt vom Amt, von Verhandlungen der spanischen Regierung mit den Treibundrnächten, besonders auch mit Deutschland, sprach. Er ließ indessen durchblicken, daß es sich um Marokko gehandelt habe, und es erscheint bei den bedeutenden handelspolitisck)en Interessen Deutschlands in jenem Sultanat wohl glaubhaft, daß Spanien versuchte, an Deutschland einen Rückhalt zu gewinnen und dadurch ein Gegengewicht zu schaffen gegen die Koalition England-Frankreich, die sich beflissen zeigte, Spanien über's Ohr zu hauen, was mittlerweile durch Abschluß des englisch-sianzösi- fdjen Marokkovertrags prompt geschehen ist. Nun i|t ja richtig, daß neuerdings König Alfons durch Kaiser Wilhelm wiederholt ausgezeichnet wurde. Da ist die Begegnung in den Gewässern von Vigo, die Ernennung zum Admttal der deutschen Flotte und die Einladung zu den Kaisermanövem. Doch das sind lediglich Beweise persönlicher Sympathie Kaiser Wilhelms für den jungen König der Spanier.
Ortskrankenkasse Kießen.
Gießen, 10. Sunt
Nach dem Geschäftsbericht für das ■ abgelaufene Geschäftsjahr sind die Erwartungen, welche man in finanzieller Bezieh u n g hegte, nicht ganz erfüllt worden, doch ist das Resultat iminerhin nicht so, daß man nach Lage der Verhältnisse damit unzufrieden sein könnte. Es ist hierbei besonders zu berücksichtigen, daß nach den 1902 erfolgten Statutenänderungen die Zahlung van Sterbegeld für Ehefrauen und Kinder von Mitgliedern der
Kasse in Wirksamkeit trat, wodurch eine Mehrausgabe von 1128,15 Mark entstand. Wetter erfolgte aber nach den Satzungen als neue Erleichterung die Nichtberechnung van Beittägen, falls ein Mitglied in der ersten Halste der Wache aus der Kasse ausscheidet oder in der letzten Hälfte der Wache eintritt, wodurch eine Mindereinnahme von 1200 Mk. zu verzeichnen war. Das Geschäftsjahr 1903 hat der Kasse eine Vermehrung von Arbeit gebracht, indem die Geschäfte der Jnvalidenversicherungsanstatt solchen Personen, die keiner Krankenkasse angehören ober Mitglieder einer Hilsskasse sind, übertragen wurden, ferner fiel ihr die Konttolle der sogenannten unzuständigen Arbeiter zu. Hierzu kamen noch die Vorarbeiten für neue Verträge mit Apothekern und Aerzten und die Vorarbeiten für Aenderungen des Statuts gemäß der Novelle vom 23. Mai 1903.
Der Geschäftsbericht übt Kritik an der Novelle zum Krankenkassengesetz und bemertt, daß die Aerzte durch sie fdjroer enttäuscht worden sind, weil chre stets, gehegte Hoffnung, daß ihre Honorierung bei einem neuen Gesetzentwurf gesetzlich festgelegt werden würde, sich nicht verwirklicht hat. Es wird bann darauf hiugewiesen, baß bie Aerzte, um ihr Interesse zu wahren, einen über ganz Deutschland verbreiteten Verband gründeten. Der Bericht fährt dann wörtlich fort: Es wirb ihnen (ben Aerzten) niemand abfprechen können, daß sie lein Recht dazu haben, und daß keine Veranlassung zu diesem Zusammenschluß vorgelegen hätte. Denn es gibt, zu unserer Schande gesagt, Kassen, die glauben, sie dürfen ihren Aerzten alles anbieten, ohne zu berücksichtigen, daß der Arzt doch ein sehr wichtiger Faktor bei der Ausführung der Sozialgesetze ist. Allein auf der anderen Sette wird von feitert des Aerzteverbandes mit einer solchen Rigorosität vorgegangen, die hier und da ausgebrochenen Differenzen werden mit Mitteln zu gunsten der Aerzte zu erledigen versucht, die anzuwenden ein Arbetter, trotz seines geringen Bildungsgrades, sich sckjämen würde. Auf die Berhältiiisse der Aerzte in Gießen zu unserer Ortskrankenkasse übergefjent), erfahren wir aus dem Geschäftsbericht das Folgende:
„Auch in Gießen wurden zu Ende des Berichtsjahres von feiten der Kaffenärzte erhöhte Forderungen ab 1. Januar 1904 gestellt, obwohl unsere Verträge bis 31. Dezember 1904 liefen. Die Kaffe zahlte seither 3 Mark für lebige und 6 Mark für verheiratete Mitglieder pro Jahr. Die Aerzteforberung ging ab 1. Januar 1904 auf 4 bezw. 9 Mark., Eine zeitlang schien es, als ob auch in Gießen bas seither bestandene harmonische Verhältnis zwischen Kasse und Aerzten der Vergangenheit angehören füllte, denn die Verhandlungen zwischen ben Kontrahenten waren soweit gediehen, datz ein Abbruch derselben in naher Aussicht staub.
Schließlich kam doch noch eine Einigung zum Satze von 3,50 bezw. 7,50 Mark auf 3 Jahre zustande."
Die Kasse zählte in 1903 burchfchnittlich Mttsi^der: männliche 3856, weibliche 984, im ganzen also 4840 mehr als jm Jahr vorher). Die Erkrankungsfälle belaufen fi > auf 2276 mit Mammen 45 562 Krankheitstagen und 3U St. vocfällen; es bedeutet dies ein Mehr von 153 Krankheitsfällen mit einem Mehr von 7275 Krankhettstagen gegen 1902.
Die Rechnung schließt in Einnahme mit 151192,94 Mk., in Ausgabe mit 140879,32 Mk. und mit einem Kassenbestand von 10 313,62 Mk. ab. Von den Einnahmen der Kasse interessttren: Zinsen und Erttägnisse 4862,12 Mk. (pro Kopf 1 Mk.), Beiträge der Mitglieder 109 693,23 Mk. (pro Kopf 22,66), Ersatzleistungen für gewährte Krankenunterstützung § 3a) Abff. 4 rc. d. Kr.-V.-G. 3768,66 Mk. (pro Kopf 0,78), Ersatzleistungen von Berussgenossenschnften, Unternehmern, Versicherungsanstalten für Krankenfürforge 1266,63 Mk. (pro Kopf 0,26), aufgenommene Darlehen 8000 Mk., an verkauften Wertpapieren 14 705 Mk., sonstige Einnahmen 2783,27 Mk. (pro Kopf 0,58). Ausgegeben wurden für ärztliche Behandlung 20 903,10 Mk., Arznei und Heilmittel 13 719,07 Mk., Krankengeld an Mitglieder 57 299,34 Mark, Unterstützung an Wöchnerinnen 1281,30 Mk., Sterbegeld an Mitglieder 1735,50 Mk., an Angehörige 1228,15 Mk., Kur- und Verpflegung im Krankenhause 5346,39 Mk, Ersatzleistung für gewährte Krankenunterstützung nach § 57 Alls. 2, § 57 a Abs. 1 d. Kr.-V.-G. 1380,88 Mk, Kapitalanlage 22 364 Mk, Verwaltungskosten a) persönliche 12 657 32 Mk. (pro Kopf der Mitglieder 1,67), b) sachliche 1576,77 Mk (pro Kops der Mitglieder 0,33 Mk). Tas Vermögen der Kasse beträgt 144 296,71 Mk und besteht aus einem Kassenbestand von 10 313,62 Mk, Hypotheken, Wertpapiere rc. 82 552,85 Mk, Grundftticke 52 400 Mk, Ausstände 6751,71 Mk. und Inventar 1500 Mk, dem ein aufgenommenes Tarlehen mit 8000 Mk und unbezahlte Rechnung in Höhe von 1221,47 Mk. als Passiven gegenüberfteben. Das Vermögen hat sich gegen das Vorjahr um 9244,83 Mk vermehrt. Die reinen Ausgaben der Kasse betragen in den drei Jahren 1900—1902 im Durchschnitt pro Jahr 114 019,50 Mk, bis zu welcher Höhe der gesetzlich zu bildende Reservefonds gebracht werden muß. Der Reservefonds beträgt aber nur 82 552,85 Mk, sodaß noch 31 466,65 Mark am Reservefonds fehlen.
Vermischte».
* Abenteuer des Prinzadmirals. Daß ein Prinz eine Grobheit honoriert, dürfte selten genug Vorkommen. Admttal Prinz Heinrich fuhr jüngst, wie uns geschrieben wird, in seinem Automobil mit einem L -gletter die Eckernföder Ehaussee entlang und näherte sich der übet den Kaiser Wilhelm-Kanal führenden Hochbrücke Levensau. Ihm vorauf bewegte sich langsamen Tempos ein Lastfuhrwerk, dessen Führer durch das Nahen eines Töss-Töffs sich nicht in seiner Ruhe stören ließ. Er wandte den Kopf nicht zurück, und das prinzliche Automobil sauste an seinem Gefährt vorüber. Bekannttich besteht unter den Fuhrleuten eine feindliche Stimmung gegen die schnellen Töff-Töffs und deren Besitzer, und manche Grobhett müssen diese von Fuhr- knechten einstecken. Unser Kutscher rief mit unwirscher Stimme dem Führer des Automobtts zu: „D u D ö s k o p p, Du horst ok woll en beten wider utbögen (weiter ausbiegen) funt!" Der Prinz und sein Begletter stutzten über diese unerhörte Grobhett und hielten ein kurzes Zwiegespräch. Das Automobll machte
Halt. Der Begleiter verließ die Maschine, kehrte zu dem gleichmütig seines Weges fahrenden Kutsck)er zurück und fragte ihn, ob er mit „Döskopp" Seine Königliche Hohett gemeint habe. Dem Fuhrknecht ging der Schreck sichtlich durch die Glieder, und fassungslos stieß er hervor: „Königliche Hoheit? 23i Gott, bat Hess ick nicht wüßt!" „Nun", sagte der prinzllche Begleiter, „davon ist Seine Hohett überzeugt. Nehmen Sie dies," — damit reichte er dem Fassungslosen ein Zwanzi gmarkstück-— ,chas schenkt Ihnen der Prinz, denn Sie sind der erste Mensch, der ihn „Döskopp" tituliert hat." Bevor sich der Kutscher von seinem Srflaunen erholt hatte, war das prinzliche Automobll hinter der Hochbrücke verschwunden.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Juni 1904.
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
<33
-H «•
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A
Windstärke 1
Wetter
10.
2,s
7434
18,5
10,9
69
SSW.
4
Sonnenschein
10.
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744,4
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12,1
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NW.
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9.-10. „
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Auszug sus den Stsu-rsavltsrrgjster« der Stadt Vießev.
Aufgebote.
Juni. 6. Justus Heinrich Günther, Schlosser dahier, mtt Anna Sophie Louise Mattern hierselbst. 6. Louis Karl Schmitt, Wirt dahier, mit Lina Valentin in Wieseck. 7. Johannes Dietrich Funk, Diusiker dahier, mit Anna Hofmann in Gleiberg. 7. Ludwig Johann Mootz, Installateur und Spenglermeister dahier, mit Anna Wilhelmine Karoline Hohage in Iserlohn. 10. Heinrich Werner Taglöhner dahier, mtt Anna Elisabeth Siebert hierselbst.
Eheschließungen.
Juni. 4. Emil Louis Schweitzer, Weißbinder und Lackierer dahier, mtt Katharine Schneider hierselbst.
Geborene.
Mai. 29. Dem Schneider Karl Hofmann eine Tochter, Anna. Juni. 1. Dem Bahnarbetter Philipp Deibel H. ein Sohn. 3. Dem Feldwebel Christoph Banse em Sohn, Paul Bernhard Georg Adolf. 4. Dem Metzger Heinrich Blum eine Tochter, Katharine Bertha. 4. Dem Taglöhner August Elm ein Sohn, Angelin. 5. Dem Schriftsetzer Paul Scheibe eine Tochter, Hedwig Linse Käthchen Karola. 6. Dem Kaufmann Otto Wagner ein Sohn. 6. Dem Heilgehilfen Ludwig Kratz ein Sohn, Wilhelm Ludwig. 8. Dem Taglöhner Philipp Appel, genannt Oest, zwei Töchter. 8. Dem Privatdozenten Dr. Walther Köhler eine Tochter, Marie Luise. 8. Dem Fabrikarbeiter Peter Kuhn ein Sohn, Friedrich.
Gestorbene.
Juni. 4. Elifabeche Volz, 1 Jahr alt, Tochter des TaglöhnerS Friedrich Volz dahier. 6. Emma Weyland, geb. Lang, 73 Jahre alt, Privatin dahier. 6. Minna Marie Rethwisch, 11 Monate alt, Tochter des BahnarbeilerS Heinrich Karl Rethwisch dahier. 9. Karl Lyncker, 63 Jahre alt, Domänenpächter, Schiffenberg. 9. Meta Tränkner, 64 Jahre alt, ohne Berus dahier.
Auszug aus Sen Kirchenbücher« der Stadt Girßeii.
Getraute.
Matthaus-gemeinbe. 28. Mai: Erno Johannes Oertel, Brauer zu Gießen unb Emilie Henriette Friederike Margarete Appel, Tochter bes Feldschützen Georg Appel zu Gießen. — Markusgemeinbe. 28. Mai: Karl Daubertshäufer, Schuhmacher zu Gießen unb Katharine Haussmann, Tochter des Taglöhners Johannes Haussmann zu Gießen. 29. Mai: Wilhelm genannt Friedrich Ernst, Fuhrmann zu Gießen und Emma Kreh- bast. Tollster bes Fuhrmanns Job. Georg Krehbast zu Gießen. — Militär g emeinde. 21. Mai: Wilhelm Best, Sergeant, Zahlmeister-Aspirant unb Luise Klotz, Tochter des verstorb. Ge- müsehänblers Heinrich Klotz zu Gießen.
Getaufte.
Matthansgemeinbe. 30. Matt dem Glasermeister Wilhelm Schmidt ein Sohn, Ernst Willy, geb. ben 5. Mai. — Markusgemeinbe. 29. Mai: Dem Schutzmann Richard Reinhard eine Tochter, Elisabeth Katharine Toni. Dem Schuhmachermeister Subtoig Bernhardt eine Tochter, Elisabeth, geb. den 15. März. —Lukasgemeinde. 29. Mai: Dem Schreiner Heinrich Horn ein Sohn, Otto Heinrich, geb. ben 14. Mai. Ein unehelicher Sohn, Gustav August Paul, geb. ben 29. Febr. Dem Lokomotttheizer August Haas eine Tochter, Marie Luise, geb. den 8. Mai. — Johanuesgemeinde. 29. Mai: Dem Buchbinder Ludwig Schlaudrass ein Sohn, Wilhelm Heinrich, geb. den 20. April. Dem Diener bei Bezttkssparkasfe Karl Zinßer eine Tochter, Luise, geb. ben 24. April. 1. Juni: Ein unehelicher Sohn, Hermann Martin, geb. ben 11. Mai.
Beerdigte.
Markusgemeinbe. 1. Juni: Christian Nickel, Geschäftsführer, Sohn des Pflastemreitlers Johannes Nickel, 27 Jahre all, starb ben 30. Mai. 3. Juni: Theodor Becker, stud. phll., Sohn des Schuhmachermeisters Phllipp Becker, IS Jahre all, starb den 1. Juni. — Lukasgemeinde. 21. Mai: Karoline Ehmke, geb. Bundt, Witwe des Rittergutsbesitzers Johannes Ehmke, 79 I. alt, starb den 18. Mai. 23. Mai: Elisabethe Wcllther, geb. Petri, Witwe des Schmieds Philipp Walther, 81 Jahre all, starb den 21. Mai. — Johannesgemeinde. 31. Mai: Karoline Fischer, geb. Ramspeck, Ehefrau des Schneiders Georg Fischer, 67 Jahre all, starb den 29. Mai. 1. Juni: Johannes Schmidt, Maurer, 76 Jahre all, starb den 30. Mai. Heinrich Zinßer, Schlosser, 81 Jahre all, starb den 30. Mai.
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