unroe-srontpie^ zur yerrtcyrung eines Zentral-Dcyul- gartens zu erwerben, wie er in einigen größeren Städten schon besteht. — Die Bürgermeisterei plant den Erlaß einer Polizeiverordnung zur Verhütung von Tier- guülereien beim Ausfahren von Baugruben.
Wetzlar, 10. Juni. Gestern nachmittag fand im Rathaussaale eine Vollversammlung der Handelskammer statt, an der von elf Mitgliedern neun teilnahmen. Es wurde u. a. einstimmig beschlossen, es abzulehnen, mit den Interessenten des Cleebachtalbahn-Projektes Hand in Hand zu gehen, und außerdem beschloß man, der Eingabe des Lahnka n a lvereins, betreffend Aufnahme der Lahnkanalisation in die wasserwirtschaftliche Vorlage, beizutreten.
Usingen, 10. Juni. Der hiesige evangelische Kirchenvorstand sucht das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, indem er als vorzügliche Aussichtsgelegenheit bei dem Gordon-Bennett-Rennen die Türmerwohnung aus der evangelischen Kirche pro Person zu 5 Mark zur Verfügung stellt.
vermischte».
* Köln, 10. Juni. In Parscheid entstand gelegentlich einer Tanzmusik eine große Schlägerei, bei der viele Unbeteiligte durch Revolverschüsse und Messerstiche schwer verletzt wurden. Ein Soldat gebrauchte sein Seitengewehr und brachte sechs Personen schwere Stichwunden bei. Fünf der Haupttäter wurden verhaftet. Das Gericht leitete ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruches ein.
* Meß, 10. Juni. In den Steinkohlenbergwerken der Saar- und Mosel-Bergwerksgesellschast in Karlingen bet Spittel entstand beute Nachmittag nach der Abgabe eines Sprengschusses eine Explosion schlagender Wetter. Ein Steiger war sofort t o t. Drei Arbeiter sind tätlich verunglückt. Man ist mit ihrer Bergung beschäftigt. Der Betrieb ist nicht gestört.
e Brüx, 10. Juni. Dieser Tage wurde in dem Hofraume eines Gasthauses eine Pinge von 2'/, Meter Durchmesser und zwei Meter Tiese bemerkt. Gefahr für die Umgebung, ist nicht vorhanden und die Bevölkerung ist nicht beunruhigt. Die Zuschüttung der Pinge rourbe verfügt.
* Rom. IO. Juni. Nach Telegrammen aus Bologna Florenz und Prato wurden dort gegen Mittag leichte Erdstöße verspürt.
Trient, 10. Juni. Ein Berg stürz fand im Pineid- tale statt. Eine Person wurde getötet, zwei wurden verletzt. Weitere Bergstürze drohen.
Kunst und Wissenschaft.
— Der Kaiser und die Kunst. Wie das „B. Tgbl" mitteilt, wurde dem Kaiser jüngst bei der Besichttgung einer Ausstellung ein bekannter Kunsthistoriker vorgesteltt, der den neueren Strömungen der Kunst mit starker Sympathie gegenübersteht. Man hoffte vielleicht, daß sich der Kaiser mit dem Gelehrten in ein Kunstgespräch einlassen würde, doch soll das „Gespräch" ungemein kurz gewesen sein. Als der Kaiser den Namen des vorgestellten Universitätslehrers gehört hatte, begnügte er sich mit den Worten: „Machen Sie mir, bitte, gehörig Front gegen die moderne Richtung !" Darauf wandte sich der Kaiser den anderen Herren seiner Umgebung zu.
Nniversstäts-Wachrichten.
Freiburg, 10. Juni. Der Glückliche, der von der Frau Fortuna zum 2000. Studenten auserkoren wurde, ist der Student der Medizin Kurt Polen z aus Nossen in Sachsen. Ihm geht es hier gut. Er hat die schönst? Wohnung inne, die sich ein Student denken kann: in Dattlers Weinkneipe auf dem Schloßberg: er wird von seinen Landsleuten (auch die ihn seither nicht kannten! aufgesucht, die ihn wie einen Heiligen anstaunen: er erhält hier und dort Ehrungen mancherlei Art, — kurzum: Kurt Polenz hot es gut in Freiburg. Und wenn erst das geplante Studentenfest die akademische Jugend beisammen sieht, dann werden ihm die Augen aufgehen! Also der 2000. Student steht im Mittelpunkt der Tagesgespräche. Und da hat der Wirt vom Wiener Cafs, Herr Borchers, seinem Herzen einen Ruck gegeben, und den gemütlichen Sachsen gebeten, er möchte von ihm eine Ehrung annehmen, die ihm von ganzem Herzen komme. Polenz nahm die Ehrung an, und nun trinkt er täglich nach Tisch im Wiener Cafß seinen Mokka, er trinkt dazu ein Glas Chortteuse und raucht die feinste Havanna dazu. Dieser Nachtisch ist ihm geschenkt bis zum Schluß des Sommersemefters. Kurt Polenz kann lachen!
N e w y o r k, 10. Juni. Die Universität von Wisconsin verlieh den deutschen Ausstellunqskommiflaren L e w a l d und Graf Limburg-Stirum den Dokterhut.
Kerichtssaal.
Mainz, 10. Juni. Vor dem Schwurgericht hatte sich heute der 44Jahre alte BürgermeiftereisekretärGg. Ant. Antweiler in Mombach wegen Unterschlagung, Betrugs und Urkundenfälschung zu verantworten. Der Angeklagte war früher Parttenvertteter am Ayttsgericht in Pfeddersheim. Dort hatte er 1895 mehrere tausend Mark seinem Klienten unterschlagen, wofür er zu 2i/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. 1898 kam er auf die Bürgermeisterei zu 'Mombach als Sekretär. Er unterschlug in dieser Stellung 185 Mk., die er für die Gemeindekassc vereinnahmt hatte, außerdem fälschte er Anweisungen auf Schwämme und Kreide für die Volksschule in sechs Fällen und ließ sich die Beträge, etwa 400 Mark, vom Gemeindeeinnehmer auszahlen. Da die Geschworenen mildernde Umstände verneinten, wurde der Angellagtc zu 3i/i Jahren Zuchthaus verurteilt. ..
Frankfurt a. M. 10. Ium. Vor dem htepgen Schöffengericht kam heute die Klage des Violin-Virtuosen Ku- belik gegen den Musik-Referenten der „Franks. Ztg.", Dr. G e h r m a n n, zur Verhandlung. Kubelik hatte wegen Beleidigung geklagt, welche er in einer Krittk Dr. Gehrmanns
Uder ein Yiesiges Konzert gefunden hatte. In seiner Rezension hatte Dr. G. u. a. folgerten Satz geschrieben: „Dort hatte Jan Kubelik ein elegantes Publikum um sich versammelt, das gern die höchsten Konzertpreise gezahlt hatte, um sich an dem Anblick der überzierlichen, ephebenhar'ten Erscheinung des blöde dreinschauenden Mannes zu weiden und ihm für sein Geigenspiel Ovationen zu bereiten, wie sie nur Spezialitäten beschieden zu sein pflegen." Nach kurzer Beratung des Gerichtshofes verkündet der Vorsitzende das Urteil: Der Angellagte wird freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Privatkläger zur Last. Der Kläger hat seine persönliche Erscheinung durch Reklame, Bilder nsw. in den Vordergrund gestellt und in der Art seines Auftretens eine Kritik seiner Person herausgefordert. Es ist jetzt allgemein üblich, daß Künstler, Sänger usw., die sich persönlich zur Schau stellen, dem Publikum in ihrer Persönlichkeit geschildert werden. Tie Leute, die nicht im Konzert waren, wollen das lesen, weil es sie interessiert. Kubelik hätte sich wahrscheinlich auch zufrieden gegeben, wenn die Besprechung seiner Person schmeichelhafter gewesen wäre. Es ist festgestellt, daß Kubelik einen eigentümlichen Blick hat, jedenfalls einen anderen, ungewöhnlicheren, als ihn seine Mitmenschen haben. Diesen Blick hat der Angeklagte blöde gefunden. Daß er Kubelik damit hat beleidigen wollen, ist in keiner Weise festgestellt. Wenn er eine schiefe Nase besäße unb der Kritiker das mit- geteilt hätte, so hätte er ihn damit auch nicht beleidigt.
Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft.
Neue Reichsschatzscheine. Off nbar rff z-ös wird mitgeteilt. daß über die Begebung von verzinslichen Schatzanweisungen noch keinerlei Beschluß gefaßt wurde: es dürfte vielmehr bis zur Ausgabe solcher Scheine noch einige Zeit vergehen. Andererseits wird das Reich voraussichtlich zur Deckung seines Geldbedarfs zum 1. Juli an die Reichsbank mit unverzinslichen Schatzanweisungen herantteten und die Bank dürste einen Teil der Anweffungeu an Berliner Banken und auch in der Provinz weiter- begeben.
Mannheim, 10. Juni. Die Firma Karl Leoni in Neckarau hat den Export von geripptem Tabak nach England ein stellen nrüssen, weil der englische Einfuhrzoll neuerdings auf 3 Pence für das Pfund festgesetzt wurde und die bärtigen Tabakfabriken den Tabak jetzt selbst rippen. Infolgedessen sind in Neckarau 1OO Tabakarbeiterinnen brotlos geworden.
Die deutsche Industrie undder russische Krieg. Meldungen aus den westlichen Jndustriebezirken Deutschlands geben Kunde von einem Nachlassen des Exports nach den krieg- stihrenden Staaten, insbesondere nach Rußland. Die Maschinen- industric und verwandte Branchen spüren die Krisis bereits jetzt ziemlich stark. Einzelne Firmen liefern nach Rußland nur noch gegen Bar oder absolute Sicherhest. Einzig das Geschäst in Waffen und Texttlware prosperiere. Letzteres zufolge umfangreicher Bestellungen für Winterstoffe. Die Wirtschaftsverhältnisse Rußlands sind gegenwärtig recht traurig, und der kaufmännische Kredit ist ttef gesunken. Die Bezüge des Zarenreiches fußen auf Borg und wieder Borg, Barzahlung kennt der Russe nicht. Das Kreditrisiko mag aber, wie aus Obigem hervorgeht, die ausländische Geschästswelt tragen, daher Stockungen, Proteste, Insolvenzen und ähnliches.
Petroleum-Zölle. Es wird gemeldet, daß die Taxe für russische Mineralöle von 10 auf 2 Mk. herabgesetzt werden soll. Ob dies stimmt, darüber läßt sich vorläustg nichts Zuverlässiges sagen. Bei einer Krittk dieser geplanten Ermäßigung der Zollhöhe für rumänisches und galizisches Rohpettoleum müßte man aber doch immer im Auge behalten, daß dies einen enormen Vorteil nicht nur für die erwähnten Pettoleumsorten, sondern auch für den deutschen Konsum bedeutet, ohne in allzu fühlbarer Weise die einheimische Petroleumindustrie zu schiüngen.
Märkte.
Gießen, 11. Juni. Marktbericht. Aus heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 0.80—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Psg. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 7—0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Taubenpr. Paar0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 77,1—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psund 00—80 Psg., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Psg. Kirschen per Pfd. 35—40 Pfg. Marktzeir 7—1 Uhr.
Temperatur der Lahn und der Luft
am 11. Juni 1904.
Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr.
Wasser 17°, Luft 21°.
Albert Rübsamen.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 12. Juni 1904: Zeitweise heiter, nur im Westen vereinzelt geringe Regenschauer, sonst im allgemeinen trocken, bei kühler Nacht tagsüber wärmer.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 11. Juni. Baronin Bertha v. Suttner sprach in einer vom Frauenweltbunde einberufenen Versammlung über die Aufgabe der Frauen auf dem Gebiete der Friedensbestrebungen. Ihre Ausführungen fanden begeisterten Beifall.
Oppenheim, 11. Juni. Die „Wormser Ztg." meldet: Gestern abend vertrieben in der Gemeinde Selzen die Einwohner 3 Wagen Zigeuner, zu denen sich später noch
4 andere gesellten, nach dem benachbarten Orte Wendende im zu. Die Wcndenheimer wollten die Zigeuner nicht in den Ort hereinlassen. Es kam zu einem Kampfe, bei dem die Zigeuner auf die Menschen schossen. Ein Mann erhielt vier Schüsse in den Kopf und war sofort tot, vier weitere erhielten schwere Verletzungen.
Apolda, 11. Juni. Der angesehene Kaufmann Schmidt vergiftete sich mit seinem Dienstmädchen mit Cyankali. Tie Ehefrau, die von einer Reise zurückkehrte, fand beide tot in der Wohnung.
London, 11. Juni. Nach Privatmeldungen aus Petersburg sollen im gegenwärtigen Sommer-Aufenthaltsorte des Zaren, in Zarskoje Selo, zwei in Tabakkisten verborgene Höllenmaschinen gefunden worden sein. Die eine wurde im Speisezimmer, die andere im Audienzsaale entdeckt. Der Mechanismus der Höllenmaschinen hat funktio- niert. lieber die Affäre wird strengstes Stillschweigen bewahrt. (Offenbar eine englische „Chinesen-Nachricht!")
Paris, 11. Juni. Zur Vorgeschichte des gestrigen Zwischenfalles in der Deputiertenkammer wird folgendes berichtet: Im Laufe einer privaten Unterredung im Ministerium des Innern hatte eines Tages Lagrave, der zurzeit Kommissar der französischen Ausstellung in St. Louis ist, dem Sohn Edgar des Ministerpräsidenten angedeutet, daß jemand bereit wäre, zwei Millionen Fra ne s zu zahlen, wenn die Regierung einen für die Karthäuser günstigen Gesetzentwurf ein» bringen würde. Edgar C o m b e s hatte diese Worte, obwohl er ihnen eine Bedeutung nicht beilegte, am Mend seinem Vater berichtet und sie dann aus dem Sinn verloren. Als dann die Zeitung meldete, Edgar Combes habe von den Karthäusern eine Million erbeten und versprochen, dafür die staatliche Genehmigung des Ordens herbeizuführen, toufbe eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Edgar Combes, der- sich nun der Worte Lagraves wieder erinnerte, machte von ihnen in seiner Aussage die Mitteilung, in der es hieß: „Tie Person, die zwei Millionen geboten habe, gehöre nicht den politischen, sondern den industriellen Kreisen an."
Petersburg, 11. Juni Die Frage nach dem Schicksal Port Arthurs nimmt hier da§ ganze Interesse in Anspruch. An eine U n ein nehm b a rke it der Festung wird nicht mehr geglaubt. Kuropatkin berichtet, daß er von seiner Infanterie keinen Mann nach Port Arthur entsenden könne, da er seine Hauptmacht nicht zersplittern könne. Sein Augenmerk sei darauf gerichtet, die Armee Kurokis zu. vernichten, dann erst komme Port Arthur für ihn in Fragee General Stößel verfügt in der Hauptsache nur über Artilleri und Kavallerie.
Petersburg, 11. Juni. An der russisch-österreichischen Grenze wurde der russische Schriftsteller Dimitri Schukowski aus politischen Gründen verhafte t. S ch u k o w s k i ist Dr. phil. der Universität Heidelberg. Die Gründe der Verhafttmg sind nicht bekannt. — Frau A. B o r m a n, die in Petersburg wegen des Versuchs, verbotene Schriften aus dem Auslande nach Rußland ein zu schmuggeln, zu 2Vs Jähren Gefängnis verurteilt worden war, ist ins Ausland geflohen.
Sofia, 11. Juni. Die Pforte beharrt dabei, daß die Dynamit-Explosion in dem Eisenbahnzuge durch eine H öll enmasch ine herbeigeführt worden ist, die in einer Bücherkiste von hier äbgeschickt worden sei. Ein deswegen Verhafteter mußte wieder freigelassen werden, da es sich zeigte, daß er tatsächlich Schulbücher nach Saloniki geschickt hatte.
T o k i o, 11. Juni. Nach hier eingegangenen Meldungen mußten die Japaner, als sie Dalny besetzte n,'vor allem Anderen eine verheerende Feuersbrunst löschen, durch die fast ein Fünftel der Stadt eingeäschert wurde. Eine Anzahl städtischer und anderer öffentlicher Gebäude sowie die Schule und die Eisenbahn-Station wurden von den Flammen zerstört. Das Post- und Telegraphen amt blieb unbeschädigt. Die japanischen Ingenieure machten viele in den Straßen gelegte Minen unschädlich.
L. Newy ork, 11. Juni. Der Zar schenkte bet Newyorker Fondsbörse eine reich mit Silber dekorierte Vase in Anerkennung der prompten Unterbringung der russischen Anleihe. Aus gleichem Grunde hat der Zar dem Vorsitzenden der Fondsbörse einen Orden verliehen.
Telephonischer Kursbericht»
fr'ranktnrt a. H., 11. Juni.
37,0/0 Reicheanleihe . . 101.90 So/, do. ... 90.25 3V,°/o Konsole .... 101.80 30/, do.....90.10
a1/,0/, Heesen .... 100.00 Vli% Oberheesen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . 101.10 4’/s% Oesterr. Silberrente 99.95 4% Ungar. Goldrento . . 99.60 40/3 Italien. Rente , . . 103.20 4ilt% Portugieser , . . 61.00 30/. Portugiesen.....60.00
1% C. Türken .... —.— Türkenlose......128.00
4% Griech. Monopol.-Anl. 46.80
4*/2 % äussere Argentiner
3°/0 Mexikaner .... 26.35 41/9V0 Chinesen . . . 87.75 Electric. Schuckort . . . 103.50 Nordd. Lloyd . . . . 100 40
Kreditektien . . . , . 201.30 Diskonto-Kommandit. . . 186.50 Darmstädter Bank . 137.90 Dresdener Bank . . 150.50
Berliner Handelsges. . . 152.25 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.30 Lombarden.....16.80
Gotthardbahn.....192.00
Laurahütte......241.80
Bochum.......189.25
Harpcner .... 199.00 Tendenz: fest.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Großvater und Onkel
Philipp Weller
gestern abend sanft entschlafen ist.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Susanna Weller.
Gießen (Dammstraße 19), den 11. Juni 1904. 03345
Die Beerdigung findet Sonntag den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes au§ statt.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigst geliebten Gatten, unseren guten Vater und Großvater
Hm« Jobs. Leüdnes*
Bahnwärter i. P.
im Alter von 67 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen.
Jur Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Leidner.
Gießen (Grünbergerstraße 38), den 11. Juni 1904. 5136
Die Beerdigung findet Montag den 13. Juni, nachmittags 4% Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.


