Ausgabe 
10.12.1904 Zweites Blatt
 
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51t. 391

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

Einnahmen

dienen, so über 3 Millionen im

Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'schen Umverstlatsdruckerei. tfL Lange. Greben.

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.V.

TeU Nr. 5L Telegr^Adr, * Anzeiger Gießen.

Erscheint tßglich mit Ausnahme deL Sonntags.

DieLietzener Kamilienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich boigelegt. Der ^hrjstiche Landwirt" ericheuu monatlich einmal.

Jer Entwurf dcs Ainanzgestzes und des Kaupt- vocanschkags für 1905

ist dieser Tage als Regierungsvorlage der II. Kammer zu- gegangen, nebst eingehender Begründung, welche sich sowohl aus den Hauptvoranschlag im Einzelnen, als auch über die derzeitige Finanzlage überhaupt erstreckt.

Darnach hat die bereits im vorigen Jahre bemerkbare Besserung der geschäftlichen und ivirtschaftlichen Lage des Staates zugenommen, so daß tatsächlich eine erfreulichere Ge- staltung den im Budget zum Ausdruck konnnenden finan­ziellen Verhältnisse sestgestellt werden kann.

Diese Besserung findet in erster Linie ihren Ausdruck in den Ziffern des Verwaltungsetats für 1905; wiederum war hier ein Steigen der Einnahmen zu verzeichnen, so bei der Eisenbahngemeinschaft um 1 200 000 Mk., bei der Einkommen- und Vermögenssteuer um 393 000 Mk. und die Einnahme aus den Hausdomänen um 137 200 Mk. Allerdings hat auch gleichzeitig eine weitere Steigerung der Ausgaben stattgefunden. Besonders kommt hinzu, daß nach den Bestimmungen des im laufenden Jahre verabschie­deten Gesetzes über die Bildung eines Aus gl eichs fand8 ein erheblicher Teil der zu crwarteüden Mehreinnahmen diesem Fonds zuzufließen hat.

Daher schließt, wie unsere Leser wissen, der neue Ver­waltungsvoranschlag noch mit einem Fehlbeträge ab, aber dieser ist geringer als der im laufenden Hauptvor­anschlag festgestellte von 1 070 421,26 Mk., er beträgt 757 908,37 Mk. Zieht man die Summen für den Aus- gleichungssondß mit heran, so ergiebt sich eine Besserung der Gesamtverhältnisse um 842 51 2,89 Mk.

Auch der Vermögens-Etat zeigt eine günstigere Gestaltung des VerinögensstandeS, hauptsächlich deshalb, weil die Verwaltungsrechnung 1903/04 statt mit einem Fehl­beträge von 2 360 061,42 Mk. nur mit einem solchen von

1 189 371,89 Mk. abschließt, so daß dem Vermögen also 1 170 689,53 Mk. weniger als veranschlagt zum Ausgleich jener Rechnung entnommen werden mußten.

Der gesauste Hauptvoranschlag balanziert schließlich mit 72 232 097,48 Mk., geht also hinter den laufenden Vor­anschlag um über 11 Millionen zurück.

Die Domänen des Großherzoglichen Hauses- weisen seinen Einnahmeüberschuß von 837 269,38 Mk. auf, also um 147 591.21 Mk. mehr wie im Vorjahre. Die Besserung kommt hauptsächlich aus dem Mehrerlös für Bau-, Rutz- und Brennholz. Bei den Staatsdomänen wird ein Einnahmeüberschuß um 1 152 339,60 Mk. mehr als im Vorjahre erwartet. Hier ist der wichtigste Einnahme­posten der Anteil Hessens an dein Betriebsüberschuß der in die Hessisch-Preußische Eisenbahngemeinschaft eingezogenen Bahnen.

Die Ueberschüfle bei dem Braunkohlenbergwerk Ludwigs Hoffnung" muß durch Verlangsamung der 'Absatzsteigerung der Preßsteine um 30 0000 Mk. geringer an­gesetzt werden.

Günstiger gestalten sich die Einnahmen aus Bad- Nauheim mit 87000 Mk. mehr als im laufenden Etats jähre. Bei Gegenüberstellung sämtlicher Emnahmen und Ausgaben ergiebt sich ein in die Hauptstaatskasse fließender, zur Bestreitung, allgemeiner Staatsbedürfnisse zu verwendender Betrag von 100 000 Mk.

Bei der Lotterie ergiebt sich durch Rückgang de8 Absatzes der Lose ein um 23 340 Mk. geringerer Gewinn gegen das laufende Jahr, doch ist dieser Rückgang durch die Bestimmungen über den Ausgleichungsfonds ohne Einfluß auf den Abschluß deS Verwaltungsetats.

Direkte Steuern, Regalien :c. schließen mit einem Einnahmeüberschuß von 388 571,50 Mk. Diese günstige Ent­wickelung ist fast ausschließlich den direkten Steuern zu ver­danken.

Das Ministerium des Innern benötigt einen Mehrzuschilß von 116 872 Mk. Dabei entfällt allein auf die Landesuniversität ein Mehr von 14 250 Mk., im wesentlichen veranlaßt durch höhere Forderungen bei den Kliniken und sonstigen Instituten. (Siehe den Artikel .Oberhessen" im neuen Staatsooranschlag.)

durch einen Anbau an die Rückseite des Auditoriengebäudes geplant. Dieser Plan bietet zugleich ben weiteren Vorteil, daß die dermalige Aula ohne nennenswerte Kosten zu einem Audi- . torium maximum eingerichtet werden könnte, während die 1 neue Aula alsdann ausreichenden Raum bieten würde, um auch für eine Reihe vornehmerer Veranstaltungen der Maemeinheit 1 dienstbar gemacht zu werden, wie für Vnckcmmüunaeu gelehrter od r gemeinnüßiger Gesellschaften, allgemein bildende Vorträge, ernste musikalische Veranstaltungen u. a. m. Die hieraus ersalleude Miete würde wohl ausreichend fein, um die Kosten der Unterhaltung des Raumes sowohl nach der baulichen , Seite, wie auch nach derjenigen der inneren Einrichtung zu . decken.

Der Etat für Saline, Badeanstalt und Tiesbauamt zu Bad-Nauheim schließt mit einer Gesamteinnahme von ' 997 000 Mk. ab, gegen das Vorjahr um 87 000 Mk. günstiger. Die hier geplanten großen Umbauten und Ver­änderungen sind bereits früher ausführlich dargelegt worden. Der besondere Etat für die Eisfabrik weist eine Gesamtaus­gabe von 11 676 Mk. und als Einnahme aus der Abgabe von Eis 15 000 Mk. auf.

Aus dem Etat für die Badeanstalt Salzhausen ergibt sich, daß diese zu den Domänen des Großh. Hauses gehörende Besitzung auch für das neue Jahr keine Wendung zum Bessern erhoffen läßt. Die Einnahme ist auf 17 869 Mk. angesetzt, gegen 15 589 im Vorjahr, die Ausgabe ist mit 49 400 Mk. dieselbe geblieben. Der Staatszuschnß belief sieh im vorigen Jahre auf 33 930 Mk., für 1905 ist er auf 31 530 Mk. be­rechnet.

Nicht besonders erfreuliche ist auch der Etat für das Braunt'ohlenbergwerkLudwigshoffnug. Man hatte im vorigen Jahr als Braunkohlenerträgnis den Betrag von 243 700 Mk. angesetzt, was aber viel zu hoch gegriffen war. Für 1905 sind dafür 191,560 Mk. eingestellt; die Gesamt- Einnahme soll 195 170 Mk. betragen. Da man aus eine Gesamtäusgabe von 163 907 Mk. rechnet, wird sich der Ueberschuß auf 31 263 Mk. belaufen. Im Vorjahr war der­selbe mit 60 400 Mk. in den Etat eingestellt.

Die Obstbau- und Landwirtschaftliche Winterschule zu Friedberg hat an persönlichen Ausgaben 18 450 Mk., an sachlichen Ausgaben 8050 Mk. aufzubringen. Da die Ein­nahmen im Ganzen 7130 Mk. betragen, sind 19 370 Mk. Zuschuß zu leisten, 730 Mk. mehr als im Vorjahr.

Für das Schullehrerseminar in Friedberg be­tragen die persönlichen Kosten 50 122 Mk., die sachlichen Ausgaben 48 782 Mk. Da sich die Einnahmen aus 42 119 Mk. belaufen, davon 40 000 Mk. Verpsiegungs- vergütung der Seniinaristen, so stellt sich der Zuschußbedarf auf 56 785 Mk., 700 Mk. mehr als im Vorjahr. Der Etat für das Landeszuchthaus Mari.enschloß erfordert an persön­lichen Kosten 59 884 Mk., an sachlichen Kosten 73 100 Mk., für die Arbeitsanstalt 51 600 Mk. Summa der Ausgaben 184 734 Mk., der Einnahmen 95 350 Mk., Zuschußbedarf 89 384 Mk., niehr gegen das Vorjahr 3416 Mk.

Für die Zellenstrasanstalt Butzbach betragen die persönlichen Ausgaben 98 772 Mk., die sachlichen 128 220 Mark, die Kosten für die Arbeitsanstalt 175049 Mk., Ge­samtausgabe 402 241 Mk., Einnahme 255 791 Mk., Zuschuß- bedars 146 500 Mk., mehr gegen das Vorjahr 2380 Mk.

Im Iustizetat finden wir unter Kapitel Zentral­bauwesen noch für Errichtung eines Dienstwohngebäudes für den dienstaufsichtführenden Richter beim Amtsgericht Büdingen für den Bauplatz 5000 Mk., für den Rohbau 18000 Mk. angefordert. Weiter werden hier für zwei neue Wohngebäude für 4 Aufseher beim Landeszuchthaus Ma­rtenschloß als 2. Rate 18000 Mk., für die Errichtung eines Zellenbaues als 2. Rate 214 000 Mk. angefordert.

Beim Bauwesen des Finanzministeriums wer­den für ein Dienst- und Wohngebäude für den Steuerkom­missär und Bezirks kassier zu Butzbach als 2. Rate 18000 Mark, für den Steuerkommissär zu Hungen 36 000 Mk. und für den Be;irMassier zu Lich 23500 Mk. verlangt.

Höeryeffen im neuen Staatsyausyaltsetat.

Die Provinz Oberhefsen nimmt im Voranschlag des neuen Haushaltsetats den breitesten Raum von allen drei Provinzen ein, und zwar aus dem Grunde, weil es die Landeßuniversität und eine garne Reihe großer Betriebe, wie Bad und Saline Nauheim, die Badeanstalt Salzhausen, das Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung, ferner Schullehrerseminar, Land­wirtschaftliche Winterschule re. und endlich auch die beiden Hauptstrafanstaltefi, das Landeszuchthaus Marienschloß und die Zellenstvafanstalt Butzbach enthält.

Beschäftigen wir uns heute zunächst mit dem Etat der Landesuniversität. Ihre Gesamteinnahmen sind auf 368 720 Mk., ihre Gesamtausgaben aus 1 219 420 Mk. berech­net, sodaß ein Staatszuschuß von 850 700 Mk. erforderlich wird. Im Etat für 1904 war der letztere auf 836 450 Mk berechnet. Die Einnahmen setzen sich zusammen aus 22 875 Mark an Kapitalzinsen aus den verschiedenen Stiftungen, an Jmmatrikulations- und Prüfungsgebühren 3800 Mk., Promotionsgebühren 2000 Mk., Studiengelder 13 000 Mk. (gegen das Vorjahr mehr 3000 Mk.), an Pflegegeldern aus der medizinischen Klinik 39 500 Mk., aus der Frauen­klinik 38 500 Mk. (mehr gegen das Vorjahr 8500 Mk.), aus der chirurgischen Klinik 84 000 Mk., aus der Augenklinik 27 300 Mk.' und aus der psrchiatrischen Klinik 58 900 Mk.,

aufmeifcn. daß eine Erweiterung der

^wSrtiaen Aula dem bestehenden Bedürfnis nur n lng'nügendcr Weile abftclfen könnte und "" V ne6crareifcn in anstobcnde Audltorienrnnmer den aiauJunanoel im Audiwriengebaude

"°^?^?^eien^Erwägungen ist die Erstellung einer dem tat- iächlicben Bedürfnis nacü Möglichkeit Rechnung tragenden Aula

Ter EtatTechnische Hochschule" weist eine Minderung des Zuschusses um 14 081 Mk. infolge Er­höhung der Studiengelder auf. Bei dem Kapitel ,Wymnasieü, Realschulen" re. ist ebenfalls eine Steigerung der Zuschüsse zu verzeichnen, nicht minder bei Volksschulen" undDenkmalspflege". Ter auf­fallend günstige Abschluß des KapitelsBo den Melio­ration und Wasserverso raungswesen" mit einem Minderzuschuß von 75460 Mk. ist darin begründet, daß in 1905 aus früheren Jahren ein ungewöhnlich hoher Ersatz von Feldbereiniaungskosten erwartet wird: 170 000 gegen 70 000 Mk. in 1904.

Für dasMinisterium der Justiz" ist der Zu­schuß auch um 71292 Mk. gestiegen, bei demMinistss- rtunt der Finantzen" um 49626 Mk. Ter Einnahme­ruckgang trifft in der Hauptsache das Brückengeld und ist vornehmlich veranlaßt durch Eröffnung der Kaiser-Wilhelm- brücke über den Rhein bei Mainz, die eine Abnahme des Verkehrs über die alte Straßenbrücke gebracht hat.

In der Abteilung Ausleihungen und Staats­schuld ist der Stand der Staatsschuld mit insgesamt 366 004 051.05 Mk. angeführt: es erfordert die Staatsschuld daher einen Zuschuß von 284 953.31 Mk. mehr als im Vorjahre. Verschiedene Umstände haben hierfür mitgewirkt, so auch die starke Inanspruchnahme der Landeshypo­theken ba'nk, bei welcher eine Erhöhung des Aktien­kapitals erforderlich «würde, sodaß der Staat jetzt mit 8 311000 Mk. beteiligt ist. T ie seitherige Entwickelung dieses Instituts läßt für 1905 die Verteilung einer Dividende von 3.5 P r o z. (gegen 2.5 Proz. früher) erwarten. Damit werden aus den Aktien-Anteil des Staates 290 885 Mk, Gewinn fallen.

Tie Abteilung Pensionen schließt mit 48 274 Mk. ungünstiger ab als das laufende Etatsjahr, es wird auch in diesem Steigen zunächst noch kein Stillstand zu erwarten sein.

Ter Etat derAbteilnng Verhältnis zum Reich schließt mit wesentlich geringeren Ziffern ab als der laufende. Ter nötig erscheinende Zuschußbedarf erhöht sich zunächst um 327 689 Mk., doch gestaltet sich die Rechnung bei ein­gehender Vergleichung wesentlich günstiger, als es zunächst den Anschein erweckt. Auf jeden Fäll ist die etwas uw- günstige Verschiebung gegen die Veranschlagung des laufen­den Jahres durch die Bestimmungen über den Ausgleichs- fonds auf den Abschluß des Verwaltungsbudgets ohne Ein­fluß. Tie Vergütungen aus der Reichskasse für die Kostew der Verwaltung der Zölle und Reichssteuern zeigen erfreu­licherweise eine Zunahme von 30 000 Mk.

iowie verschiedene kleinere Posten. ;

Die Ausgaben belaufen sich auf insgesamt 30000 - Mark höher gegen das Vorjahr. An persönlichen Ausgaben t für Professoren und Lehrer werden berechnet für die evan- gelisch-theoloaische Fakultät 28 450 Mk., für die juristische . Fakultät 27 800 Mk. und für die medizinische und die philo­sophische Fakultät mit allen ihren Nebenlehrfächern zu­sammen 303 215 Mk. Für Beamte und Bedienstete werden : 75 680 Mk. gefordert; bei der Ausdehnung der Bureau­geschäfte mußte ein weiterer Bureaugehilfe eingestellt wer­den. Die Zahl der Kranken in den Kliniken stieg von 1998 im Etatsjahr 1890/91 auf 3739 im Jahre 1903/04, die Vflegegelder von 43 042 Mk. auf 111382 Mk. Ter im Vor­jahre aus 9300 Mk. festgesetzte Dispositionsfonds zur Er­möglichung höherer Gehaltssätze re. ist auf 13 000 Mk. erhöht worden, zur Nemunerierung von Professoren, Dozenten und Assistenten wurden im Vorjahre 5000 Mk. ausgeworsen, zu Stipendien für Privatdozenten und jüngere Kräfte 2400 Mark. Als Beitrag zu den Kosten des 3 0 0 j ä h r i g e n I u - biläums der Landesuniversität int Jahre 1907 werden auch im neuen Voranschlag wieder 3000 Mk. in Anschlag gebracht. Die sachlichen Ausgaben sind insgesamt mit 763 875 Mk. (mehr gegen dass Vorjahr 26 912 Mk ) und die persönlichen Ausgaben mit 455 545 Mk. (mehr 3058 Mk.) berechnet, in Summa also 1219 420 Mk.

Von weiterem Interesse dürften auch die außerordent- wichen Ausgnben fein, die int Vermögensteil beim Kapitel Zentralbauwesen für die Landesuniversität gefordert wer­den. Für den Neubau einer chirurgischen und einer ophthalmologischen Klinik waren bekanntlich um. der Nebenanlagen im ganzen 1 573 000 Mk. berechnet wor­den, welche Summe sich durch den Erlös aus dem alten Krankenhause (250 000 Mk.) und 40 800 Mk. an Baukosten­absatz auf 1282 200 Mk. ermäßigte. Für 1902/03 waren davon 125 000 Mk. für 1903/04 535000 Mk. bewilligt wo» den sodaß jetzt als letzte Rate noch 622 200 Mk. anzu- sordern sind. Weiter werden noch zur Beschaffung eines nottoenbigen Wasserreinigungsapparates 5700 Mk., für die innere Einrichtung der v e t erin ärm ed i z in t s ch e n Klinik 4988 Mk., für Ergänzungen in der Zentralwasch­anstalt 6170 Mk., für Verbesserung der Zentralheizungs­anlage in der medizinischen und gynärologischen Klmtk 15 800 Mk. u nd in der psychiatrischen Klinik 6500 Mk., für Beschaffung der inneren Einrichtung für das botamsche landwirtschaftliche und geographische Jnstrtut 15 000 Mk und endlich für Vergrößerung der Aula 7 2 0 0 0 Mark verlangt. Die Baukosten dafür sollen ohne Mob» liarausstatiung 93 000 Mk. betragen, wovon als erste Rate 72 000 Mk. in Anspruch genommen werden. Zur Erläuter­ung dieser Forderung werd im Etat bemerkt:

^Bere is stit einer längeren Reih- von Jahren ist ine 2tnl a b-z Auditoriengebäudes für die Zwecke denen ne m erster Lime bienen soll b h für die Feier des Stiftungsfestes am 1. Juli nnh für fDnfiinc akademische Fest- und Gedenkfeiern, uirzu- l^ä n a N ch gewo-chen Bei folchen 2ln,äffen werden letzt allein für den akademische" Lehrkörper und für die Vertretung der Stuben« teni»aft mindestens 150 Plätze erfordert: dazu kommen die für die Käste der Ilniversität, sowie die für den bet den größeren akademischen Festakten mitwirkenden akademischen GesangoereiN erforderlichen Mähe von dem mit Rücksicht am den mangelnden bereits eit längerer Zeit nur ein Teil zur Mitwirkung

firfl her stets fühlbarer werdende Mich 1tano, vag sp^-h besitzt LgLrnngta °Aul-k £ e» ermöglich?n würde, auef) nur etwa die Hälfte der Studierenden aufzunchmen, nicht wohl gedacht werden kann, w will es ^?.??^^6sNde Pro^cl weniaswns einem Teil der SMdierenden moglrch machen, an aka­demischen Festakten teilzunehmen. - ... .

iie Deliiitzunsl der Aula erschöpft fict) alxr ana? uw in solchen Festakten. Wiederholt wurde in lefetm Mten (Sheßm ntm Sitz größerer wissenschaftlicher

L n n c it gewählt (1901: Kongreß der deutschen ^.^"lo^en, 1904° internationaler Kongreß für Pstzchologre), und für solche V'ranstaltunaen, die für jede Universität eine besondere Aus- reickmuna bedeuten, ist die Aula der einziq vorhandene, aber auch ^nrckiails^ unzureichende Raum. Auch, ist die sogenannte^UmverN- täts-Ausdehnung an unsrer Landes-Universitat nicht spurlos vor^überaeaanqen, es darf in dieser Beziehung nur an die regel- mäßia ^abqehaltenen F o r t b i l du n a S kur s e rVols- schullehrer erinnert werden, bie bereits bis ou -00 Hörern

Zweites Blatt. 154. Jahrgang Samstag l v. Dezember 1904

Gießener Anzeiger

wird.

Tie neue Anleihe mit 8 7 4 48Ü 7 M k soll jur Teckung einer Reihe üoit zusammen sich auf denselben Be­traa belaufenden Forderungen hauptsächlich baulicher Natur 1 ' 4 Millionen für Eisenbaynzmecke, über

Geschäftsbereiche des Ministeriums des Innern, fast 500000 Ml. tut Bereiche des Ministeriums bei;

Ter zweite Teil des Hauptvoranschlags, bie' und Ausgaben des Vermögens enthaltend, verbreitet sich hierüber im einzelnen ge­nauer; es ist eine erhebliche Besserung des Ver­mögensstandes eingetreten; hauptsächlich daraus zu- rückzttführen, daß such einige. Einnahmequellen weit günstiger gestaltet haben, als zu ertvarten gewesen^ war. Man darf sich indessen der Hoffnung hingeben, daß der vorhandene Vermügensrest ausreichen wird, um die für ine nächsten Jahre leider noch zu erwarteudcn Fehlbeträge der Verwaltung zu deckelt. Tie Erwartung ist um so beredj- tigter, als der mehrfach erwähnte Ausgleichungsfonds bi§ Ende 1905 schon einen Bestand von 1970000 Mk. haben