K «Ulvis saak.
gehen.
Da? prachtvolle Kirchen-
bedeutend.
Prämienziehung ist Mittwoch früh 8 Uhr.
•• Zusammenkunft. Am Samstag waren altem Brauche gemäß die richterlichen Beamten unserer Nachbarstadl Marburg mit ihren Gießener Kollegen in geselligem Verein in Gießen beieinander. ES waren etwa 60 Juristen, die am Spätnachmittag daS LafS Skalitzky füllten.
- Der Vorstand des Gießener Konzert verein? bittet um Aufnahme des Nachstehenden: Wir weisen auf unsere heutige Anzeige besonders hin. Zur Richtigstellung von Mißverständnissen sei bemerkt, daß unser Verein nach wie vor der gleiche selbständige eingetragene Verein ist wie früher. Eine Verschmelzung hat weder mit dem akademischen, Gesangverein, noch mit dem Saalbauverein statt-! gefunden; es find lediglich Verttäge mit diesen Vereinen zum! Abschluß gelangt, um die Stetigkeit und Einhett unseres! Konzertwesens zu sichern. Die Satzungsänderungen betreffen! nur innere Angelegenhetten, haben aber insbesondere die alte, Bestimmung unberührt gelassen, welche besagt, daß der Austritt auS dem Verein schriftlich dem Vorstande anzuzeigen ist, daß aber die Beitragspflicht erst für daS dieser Anzeige folgende (am 1. September beginnende) Vereinsjahr erlischt (§ 9 alt, § 8 neu). Der reguläre Mitgliedsbeitrag ist dagegen von 10 aus 6 M. herabgesetzt worden und wird gegen Quittung, die zur MttgliedSlegitimation dienen soll, erhoben, abgeholt. Dieser Beitrag wird auf entnommene Abonnements voll angerechnet, so ost er bezahlt ist. Dies alles i|t durch eine ordnungsmäßig einberufene Generalversammlung festgelegt worden; Vorstand wie Mitglieder sind daran gebunden, und wir bitten dringend, uns bei unserer Aufgabe zu unterstützen.
*• Der Kaufmännische Verein feierte am Samstag abend im Neuen Soalbau sein 31jahrige§ Stiftungsfest. Der Vorstand hatte alles aufgeboten, um seinen Mitgliedern einen genußreichen Abend zu bereiten. Die hiesige Regimentskapelle unter der Leitung des Musikdirektors Krauße spielte hübsche I Weisen, und daß die brillante Wunder-Soiree des Herrn Rud. Meunier-Selar mit besonderem Interesse ausgenommen wurde, bewies der große Beifall, den das Publikum spendete. I Herr Meunier-Selar verstand eS, seine Darbietungen in humorvoller und interessanter Weise vorzubringen, und seine Technik erregte allgemeine Bewunderung. Den zweiten Teil des Festes bildete der Ball, zu dessen Polonaise über hundert Paare antraten. Die Führung lag in bewährten Händen, und es war ein Vergnügen, die lange Kette der vielen Paare nach den Klängen der Musik in zahlreichen Windungen promenieren zu sehen. Bei vielen Tänzen verliefen schnell die Stunden, und e§ war schon früh am Morgen, als das letzte Paar den Saal verließ. — Ein Ausflug nach dem Windhof am Sonntag beschloß die Feier. — Für diesen Winter hat der Kaufmännische Verein außer einigen Vergnügungen eine Reihe von lehrreichen und interessanten Vorträgen vorgesehen. Die Darbietungen des Vereins werden seit Jahren allgemein geschätzt, und es ist zu wünschen, daß jeder Kaufmann die Bestrebungen des Vereins durch seinen Beitritt als Mitglied unterstützt. Die nächste Veranstaltung ist am 17. Oktober, und zwar findet ein Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Gg. Wegener-Berlin über den Panamakanal statt.
Sport.
Gießen, 9. Oft. D i e Wanderer G. R.-G. hielten in der vergangenen Woche ihre Generalversammlung ab, bei welcher eine Neuwahl des Vorstandes vorgenommen wurde, welche folgendes Resultat zeitigte: H. Krieb 1. Vorsitzender, W. Burow 2. Dor- sitzender, Ehr. Kron Rechner, W. Kaltwasser l.Fahrwart, Fr.Vogt 2. Fahrwart, H. Dietz und H. Wißner Schriftführer, Ad. Zeeb Zcugwart und R. Boller Beisitzer.
Aus Stadt Md Fand.
Gießen, 10. Oktober 1904.
- Se. Kgl. Hoheit der Großherzog hat sich am SamStag abcnd mit bcm 8 Uhr-Zug zum Besuche dee hoben Verwandten nach Kiel begeben. Im Gefolge befindet sich Flügeladjutant Rittmeister Krnemer.
** Personalien. Mit Genehmigung Sr. Kgl. Hob. de« Großherzogs ist der Ministerialrat i. P. Geheimrat Ferdinand Emmerling bis auf weiteres mit derBerlehuna der Funktionen deS Präsidenten deS VerwaltungSgerichtShofS beauftragt worden. .
- Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende Gewinne gezogen: 5000 Mk. auf Nr. 29829 77081, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 50151 30002 41571 42359 53509 55212 89031. Ohne Gewähr. — Schluß- und
enster, daS der Kaiser der Stadtkirche zum Geschenk gemacht hat, ist verflossene Woche eingesetzt worden. ES stellt die Geschichte vom .Hauptmann zu Kapernaum^ dar und zeigt oben daS Bild,' darunter den Ritter St.-Georg unb1 unten die Wappen deS Kaisers, Preußens und Deutschlands. DaS Fenster befindet sich dem vom Großherzog gestifteten gegenüber.
R. B. Darmstadt, 10. Oft. (Eigener Draht- bericht.) Der Kassierer der hiesigen Metzgerinnungs- und Krankenkasse, Kaufmann N e u r o h r, ist nach Unterschlagung von über 1000 Mk. und Urkundenfälschung geflüchtet.
d. Wiesbaden, 10. Okt. (Eigener Drahtbericht.) In der vergangenen Nacht erschoß der Schneidergehilfe Mence mit einem Revolver seine Frau, seine drei Kinder im Alter von 2—5 Jahren und dann si ch selbst.
Kleine Mitteilungen ans .Hessen und den Nachbarstaaten. Der Magistrat von Fra nkfurt a. M. beantragt den Ankauf der Frankfurter Ansichten deS kürzlich verstorbenen MalerS Peter Becker, 37 Blatt, zum Preise von 10 000 Mk., als Wandschmuck für das neue RathauS. — In Frankfurt wurde im Hauptbahnhof der Gerber Julius Steinbacher auS Dubeningken (Ostpreußen) verhaftet. Er hatte in der Nacht vom SamStag auf Sonntag einem jungen Burschen im Zuge em Billet abgeschwindelt und unsittliche Angriffe auf ihn gemacht. — AuS der Untersuchungshaft entlassen wurde in Mainz Baron v. Lengerke I gegen Stellung einer Kaution von 25 000 Mark. Baron v/Lengerke hat bekanntlich kürzlich seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Ebert in ErbcS-Büdesheim, erschossen.
th. Gießen, 9. Okt. Tie Strafkammer verhandelte mn Freitag chic interessante Betrugt an klage, welche besonders die Landbevölkerung sich zur Warnung dienen lassen möge, gegen den Arbeiter E. B. aus Langenrode. Der Angeklagte mar front Schöffengericht zu einer Gefängnisstrafe fron 14 Tagen frenirteitt morden, weil er in OberlMen gestickte Haussegen zum Preise fron 6,50 Mk. vertrieben hatte und den Käufern entgegen der Waln'beit vorgespiegelt hatte, diese Haussegen würden von verkrüppelten Kindern h e r g e ft e l l t, wclck>e einen. Teil des Erlöses dafron bekämen. Käufer der Haussegen hatten fror dem Schöffengericht erklärt, sic hätten sich zu dem Ankauf nur bewogen acfüUl, weil sie glmtbten, dadurch ein gutes Werk zu tun, aus Mitleid für die armen, verkrüppelten Kinder. Ties
vermiicvtes.
• Siegburg, 8. Olt. Heute explodierte in einem Gebäude der Geschvßfabrik ein Kessel mit Explosivstoff.! Das Gebäude stand in kurzer Zeit in hellen Flammen. Tausende von Geschossen explodierten unter furchtbarem Knall, mächtige Rauchwolken emporsendend. An ein Löschen konnte I nicht gedacht werden wegen der Gefährlichkeit der Spreng- marerialien. Man nimmt an, daß die Explosion durch Kurzschluß in der elektrischen Leitung erfolgt ist. Die Detonationen dauerten bis 2 Uhr nachmittags. Wie verlautet, lagerten in dem Raum 60 000 Shrapnels, und 100 Arbeiter waren darin tätig. Von den in unmittelbarer Nähe sich aufhaltenden IArbeitern wurde einersofort getötet, drei wurden schwer, fünf leicht verletzt. Von den Vermißten sind heute nachmittag zwei mit zerschmetterten Gliedern tot aufgefunden worden.
* Kleine Tagescbroni.k. In Dürkheim a. b. Hardt wurde die 17jährige Büglerin Elise Köhler erschossen mrfgefunden. Sie ist dar> Opfer eines Liebesdramas; der mit ihr bekannte 19jährige Bäckerg-eselle Karl Borduno wird vermißt. — Nach dem Genüsse von HacksleischerkrankteninBroich und Speldorf bei Essen über 30 Personen mehr oder minder schwer. Ein Todesfall kam bis jetzt nicht vor. — Inoden letzten Tagen wurden mehrfach Anschläge auf Berliner Schnell-! züge, meist oberhalb Elberfeld nahe der Station ^onn- born, verübt. Während am letzten Montag SMsse^ abgegeben wurden, wurde am Abend be* 8. d. M. gegen den Speisewagen des Berliner T>Zuaes Nr. 32 ein schwerer Stein geschleudert, durch den der im Küchenraum beschäftigte Küchenchef schwer am ! Hinterkopf verletzt wurde, sodaß er, notdürftig verbunden, alsbald beim Einlaufen des Zuges auf dem Kölner Hauptbahnhos in ärztliche Hilft gegeben werden mußte. Tie Attentäter sind italienische Arbeiter, beiten die Polizei auf der npur ist. — bem Boden see ift ein mit sechs Fabrikmädchen und einem jungen Mann besetztes Boot im Sturm auf der Falwt von Radolfzell nach Iznang umgekippt, wobei sämtliche Insassen er tranken. — Adolf Hubec fron der Brauerei Gebr. Huber in Konstanz ist nach Wechselsälschungen im Betrage von 80 000 Mark flüchtig gegangen. — Auf den schweizer Bergen ist viel Schnee gefallen; die Höhe der Neuichueeschicht I an der Säntighöhe erreichte 25—30 Zentimeter. — Unbekannte I Täter verübten einen Einbruch in die Frachtenkasse des Haupt- ^bahnhoss zu Agram und raubten einen bedeutenden Varbetrag.
wissen Lippert ein Strafverfahren eingeleitet worden, welches aber damit endete, daß die Strafkammer auf Freisprechung erkannte. In der Beweisaufnahme wurde feftgeftellt, daß die Firma Kornelius Voßkamp u. Co., Cbarlottcnburg-Berlm, das Haussegengeschäft in der Weise en gros betreibt, in dem sie sogenannte Oberreisende anftellt, denen die Aufgabe obliegt, beit Vertrieb der übrigens mit der Stickmaschine hergeftellten Haussegen mittels Jlnterrcifenben" im Lande zu organisieren. Tiefe Unterreisende gehen die Firma Voßkamp nichts an; sie erhalten für ihre Tätigkeit von jedem Haussegen, den sie verkaufen, 1 Mark, und erheben dil-sm Betrag vom Käufer als Anzahlung, worauf das Kauf- ftück von Berlin unter Postnachnahme an den Käufer geliefert wird. Um das M i t l e i d d e r M e n s ch e n z u e r w e ck e n und diese zum Kauf milde zu stimmen, wird diesen, ehe der Verkäufer seinen Besuch macht, ein gedruckter Prospekt ins Hat^ gesendet, auf welchem eine ganze Serie elend verkrüppelter Kinder ab- aebild't sind, welche angeblich durch das Haussegengeschäft von Voßkamp u. Co. bereits unterstützt worden sind und weiter noch unterstützt werden sollen. Tatsächlich hat denn auch, wie uachgewiesen ist, die Firma in Berlin verkrüppelte .Kinder, die in Privatpslege sich befinden, hie und da mit Geldbeiträgen unterstützt, wieviel und mit welchen Beträgen, unb ob diese Unterstützung int Verhältnis zu dem hohen Verdienst an den HauSsegen steht, entzieht sich jeder Kontrolle. Es wurde in der BewetS- aufnahme nachgewiesen, daß das Märchen, verkrüppelte Kinder fertigten die zum Verkauf angebotenen Haussegen an, nachweisbar nickt von der Firma Voßkamp den Reisenden erzählt worden tst, sondern daß dieser Köder, mit dem man die Käufer angelte, traditionell von einem Reisenden dem anderen mitgeteilt worden ist. Wer eigentlich der Erfinder dieses Geschäftskniffs gewesen ist, war nicht ftstzustellen. Tie Strafkammer erkannte an, daß der Angeklagte zwar objektiv den Käufern eine falsche Tatsache vorgespiegelt habe, nahm aber an, daß der Wngellagte im guten Glauben das Märchen über die Herstellung der Haussegen werter erzählt hat, und erkannte deshalb auf Freisprechung des Angeklagten. ________—
'* Neue Friedhof-Omnibusfahrten. Bei Eintritt der ungünstigeren Witterung macht uns der Vorstand der Omnibusgesellschaft auf die von ihm getroffenen Einrichtungen, betreffend den Verkehr zwischen dem neuen Friedhof und dem Marktplätze, aufmerksam, mit dem Ersuchen, unsere Leser nochmals hiervon zu unterrichten. Es bedarf nämlich ohne Verbindlichkeit seitens des Bestellers nur des Ausdrucks des Bedürfnisses, und der Vorstand ist bereit, Omnibusse nach der Beerdigung am Friedhose aufzustetlen. Der Fahrpreis bis zur Stadt (Marktplatz) beträgt 20 Pfg.
" Silberne Hochzeit feierten am Samstag der Konigl. Lokomotivführer Konrad Würmer und seine Ehefrau Emma geb. Roth im engsten Familienkreis.
C. Spitzbubensrechheit. Vor einiger Zeit wurde einem hiesigen Einwohner ein Fahrrad gestohlen. Heute erhielt der Bestohlene von Berlin eine Ansichtskarte, woraus sich der Dieb für das schöne Rad bedankt und versichert, daß ihm das Rad bis dahin gute Dienste getan habe.
** Der Kinematograph, der zurzeit auf Oswalds- flarten zu seinen Vorstellungen emlabet, ist eineä Besuches recht würdig. Er hatte, wcs besonders bemerkenswert ist, 12 verschiedene Programme aufzuweisen. Die Vorstellung gestern Sonntag abend, war reichhaltig und interessant. Baten' bi- Bilo 'r vom japanisch-russischen Krieg für Groß unb Klein von Aktuellem Interesse, jo gab es besonders
Kandel und SerKeyr. Zlokkswirlschaft.
Fabrik feuer- unb f ä u r e f e ft e r Produkte in Vallendar. Tie Liquidatoren dieser Gesellschaft haben nach der „Duisb. Itg." gegen die Berliner Handelsgesellschaft die Klage aus Schadenersatz angestrengt, weil dieselbe bei Emission der fünften und sechsten Million Aktien dieser Gesellschaft als Zeichenstelle fungiert hat, obwohl ihr bekannt war, daß die Bilanzen biefer Gesellschaft nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gießen Am."s Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprels e. mjeuen Mk. 18.00—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata OPf. 18.50—19.50, KansaS Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.75—14.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Franken- felderMk 18 00—18,75, HaferMk. 14.50—15.50,MaitzMk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. 26.75-27.25, 2. Qualität Mk. 24.75
bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roagenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.00, Weizenkleie Mk. 9.75 bis Mk. 10.00, Roggeukleie Mk. 11.00—00.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Ä ™ ... .
fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Telegr. Orrg.-Bericht des ,Gieß. Anz."s. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 577 Ochsen, 232 auS bestreich, 55 Nullen, 10 aus Oestreich, 782 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 autz Oestreich, 329 Kälber, 465 Schafe und Hammel, 1744 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qual tät 71—73 Mk., 2. Qual. 65-67 Mk., 3. Qual. 51-58ML; Bullen 1-Qual Y1 brS 64 Mk., 2. Qual. 58-60 Mk.; Kühe 1. Qual. 67-69 Mk., Qual. 64-66 Mk., 3. Qual. 54-56 Mk, 4. Qual 48-51
00-00Mk. Kälber: 1. Qual. 81-85Pfa., Lebendgewicht 48-51 w, 2. Qual. 73—77 Pfg., Lebendgewicht Fft' ?* 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 57-61 Pß^Schafe. l^Qual. 68-70 2. Qual. 60-62 Pfg., 3. Qual. 00-00 Mg-.Ichweme. 1.^Qual. 60—00 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58- 59 Vfg.^, Lebendgew,cht 46-00 Pfg., 3. Qual. 52-55 Pfg., . Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh schleppend, bei Klemmeh gut Ueberstand
betragt™ Die allgemeine Stimmung ist für die Go- voller Freiheit für Kurvpatkin in der Durchführe Eta seine- KriegsplaneS Hiermit hängt das Geviicht von Jetner Ernennung zum OberbefehlShnber zusammen.
An? der Mandschurei.
DeterSbnrg, 9. Oft. Tic Lage bei Mukdcn ist nnver- ünt>crt. Man ist aber allgemein der Ansicht, daß ernste (hcig- E^Par?sOkt. Tns „Petit Jounral" berichtet, daß bei Mukden Mimmblicklnch ein bartnäckiaer Kampf stattftndet. Europatkin soll den Angriff begonnen haben.
Geldnot Huben und drüben x
London, 9. Oft. „Morning Post" meldet, ans W.iflnng- tmt, Japan versuche eine große An leibe in Amcrita mrtmiibrnwnt. Man glaubt, die Anleihe werde gunsttg, auf mmomnren. Auch R11 M a n b soll versuchen, Amerikas ^manz- teufe Ju gewinnen, um eine große Anleihe in Amerika unter* Kubringen.
Dom Hohenzollernprlnzen.
Tokio, 9. Oft. Ter Kaiser von Japan verlieh dem Prinzen Karl Anton von Hol^mzollern ben Ehrpfautbeinumorden.
auch für solche, die gern lachen, allerlei höchst komische und lustige Vorkonnnnisse zu gucken. Mau sah B., wie in einer Wirtschaft ein Gast bedient wurde, wie er mit uube- schreiblichen Austrengungeu daS Messer an das leberharte Fleisch ansetzte, indessen der Kellner im Nebeustübcheu, vor Lachen sich biegend, zusah. Wenn einem das so durch die lebendigen Bilder aitschaulich gemacht Wirb, wird matt unwillkürlich zur größten Heiterkeit mit fortgerissen. Dergleichen luftige Stücke gab es mehrere. Der Kinematograph vermag aber auch für die Ju genbunter Haltung in nicht unwesentlicher Weise etwas flii tun. Schlichte Vorgänge durch solche lebendige Bilder dem Kindesauge vor- rnfetzen ersetzt das Cmäblen von Anekdoten und bildet nicht, tu.., --------- . , ,, _
|8 “ Ä- W' te ÄS SFÄSfi r$ «AS sind Kinder- und F-annlie.uvorstellungen, wie fte öerr^;1itCs’hefa)fcn hatte. Wegen derselben Tat war auch gegen einen ge- matograph von heute an nachmittags um 4 Uhr veranstalten n---—1 1-*«— --—
will,' zu begrüßen. Der Unternehmer verfügt dazil über die geeigneten Bilder (auch Märchenvorgänge), und wenn er sieht, daß man gerade für solche Darbietungen ein Interesse hat, wird er jich vielleicht veranlaßt sehen, diesem angedeuteten Zweck des Kinematographen ein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Das Unternehmen bleibt noch bis einschließlich Wittmodi auf Oswaldsgorien.
** Der evangelische Arbeiterverein hatte zu gestern nachmittag eine Besichtigung der Sannnlungen des I zoologischen Instüu-ts der hiesigen Universität veranstaltet. Es hatten sich zahlreiche Teilnehmer eingeftlnden, welchen sich Präparator Stadelmann und Jnstitutsdiener Müller als F-übrer und Erklärer zur Verfügung stellten. Alt und Jung war über diesen interessanten Rnndgang mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten sehr erfreut.
c. Oppenrod, 9. Okt. Seit zwei Monaten ist hier eine rege Agitation im Gange, die den Bau einer eigenen Wasserleitung erstrebt. Da indessen die Wasserverhält- nisse des OrteS allen Anforderungen genügen und der Ban einer Leitung die Gemeinde, die durch den Schulhaus-Neubau,! die bevorstehende Feldbereinigung rc. schon viel Kosten gehabt, noch mehr als seither belasten würde, ist der OrtSvorstand bi§ auf eine Stimme nicht dafür zu haben. Die Ortsbürger find in ihrer Mehrheit ganz der gleichen Meinung wie der Gemeinderat. Merkwürdigerweise sind e8 gerade die weniger begüterten OrtSemwohner, die die Kosten für eine neue Wasser- (citnng nicht scheuen wollen. Am SamStag fand eine etwa 20 Personen starke Versammlung statt, die drei Männer wählte, welche für die Durchführung deS Projektes an höherer Stelle eintreten sollen. Wahrscheinlich wird aber diese bei ihrer Entschließung die Mehrheit deS OrteS nicht ganz über*
Wicfteiter landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche rvitterung in Hessen für Dienstag den 11 Oktober 1904 1 Zunächst noch trocken und zettwelfe heiter, bann Trübung und Regen, stärkerer im Süden, geringerer im Norden, bei etwas milderer Nacht tagsüber etwaß kühler, windrg.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
lleneste Meldungen.
Oriainaldrahtmeldnnaen des Gießener Anzeigers.
Stuttgart, 10. Okt. Im württembergischen Algäu ist gestern über Berg und Tal der erste Schnee gefallen. Den ganzen Tag über fielen Flocken.
München, 10. Okt. Die bayerischen Mitglieder der ZentrumS-Partei haben beschlossen, an den Vorstand der Zentrumdpartei die Einbringung einer Interpellation im Reichstage wegen des Kaiser-Telgrammes in der ,Lippeschen Angelegenheit zu beantragen. Die Interpellanten sollen darüber Auskunft begehren, ob Gras Bülow als Vorsitzender de§ Bundesrats die Nichtanerkennung des Lippeschen Landesgesetzes betreffend die Thronfolge als mit der Reichs-Verfassung inEinktang zu bringen erachte.
Paris, 10. Okt. Die neuerliche Verhaftung der vier in die Spionageaffäre d'Autriche verwickelten Offiziere hat große Ueberraschnng hervorgerufen. Der Untersuchungsrichter, Hauptmann Cassel, hat die Einstellung des Verfahrens beantragt, weil die Offiziere trotz der starken Verdachtsgründe, daß sie daS Verbrechen der Veruntreuung und der Fälschung begangen haben, durch das unter dem verstorbenen Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau erlassene Amnestiegesetz gedeckt seien. Wie oedautet, richteten jedoch I die Offiziere an den Militärgouverneur von Paris, General


