Ausgabe 
10.9.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Erstes Blatt.

Samstag 10. September 1904

154. Jahrgang

Nr. 213

«Uf»«tet «rigttch au her Sonntag».

Zern Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt tzie Gießener Zamttleu» Blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'ichen Unioert^vuch-auSteiw- druckerei. 9L Sang», Redaktion, GxvedMoa und Druckerei:

Schnlstratze 1.

äldreffe für Depeschen: Anzeiger Gieße«.

Fernsprechanfchluß Nr. 51.

W V-»«gSpret»,

Gießener Anzeigers

w General-Anzeiger

Amis- und Anzeige»!«« für den Kreis Gichen WtzZ

__________ ___zeigenteil: Hans Beck.

Pie Heutige Wummer umfaßt 16 Seite«.

UMische Tagesschau.

Die Wiedereinberufimg de? Reichstags fH Wie derSozialpol. Rundschau" von unterrichtetes Seite ntffcgeteilt wird, bereits für Mitte Oktober in Aussicht genommen, da ihm infolge der Bearbeitung der H an d e l s - Verträge ein besonders reiches Arbeitspensum bevorstehtz und vor allem auch die Beratung Les Etats so be­trieben werden soll, daß diesmal seine Fertigstellung recht­zeitig erfolgt.

Dor ein paar Tagen meldete man uns, gmt& im Gegen­satz dazu, der Reichstag werde erst am 29. November zu- saminentreten. Die neuen Handelsverträge sollen doch dem Reichstage auf einmal zrrgehen, nicht dUa zuerst der russische, dann nach einiger Zeit der Vertrag mit Oesterreich- Ungarn, Rumänien usw. Nun sind aber die Verhandlungen mit mehreren Vertragsstaaten noch so im Rückstände, daß vielleicht erst im November oder Dezember der Abschluß zu erwarten ist. Der Reichshaushaltsetat kann auch nicht vor Ende Novemb er fertig gestellt werden. Bei dieser Sachlage sehen wir keinen Grund für die Berufung des Reichstags einen Monat vor dem festgesetzte n Ende seiner Vertagung. Von einem Beschluß nach dieser Richtung hin läßt sich keinenfaUs sprechen. Auf welche Einfluß besitzende Stelle soll denn aber der Plan zurück­zuführen sein? ............ I ,1 .............. ........

Ausland.

London, 9. Sept. Wie das Reutersche Bureau aus Lhassa vom 7. d. Mts. meldet, ist der englisch-tibe­tanische Vertrag unterzeichnet worden.

Belgrad, 9. Sept. Da König Peter zahlreiche anonyme Briefe erhalten hat, die auf ein Attentat am Krönungstage Hinweisen, hat die Polizei einen besonderen Sicherheitsdienst für diesen Tag eingerichtet.

Petersburg, 9. Sept. Die Gesetzsammlung veröffent­licht ein Gesetz, nach welchem hinfort nur Handelsschiffe russischer Untertanen sowie solcher Gesellschaften, deren Mitglieder oder Aktionäre russische Untertanen sind, die russische Nationalflagge sichren dürfen.

Deutsches Reich.

Berlin, 9. Sept. Man meldet aus Brunsbüttel- ko og: Der Kaiser ist um 4 Uhr nachmittags an Bord der Hohenzollern" hier eingetroffen. Die Schlachtflotte ist gegen abend hier eingetroffen und ging auf der Rhede vor Anker. Heute vormittag fand nördlich von Helgoland ein Gefecht statt, welches der Kaiser auf der ^Hohenzollerrtt leitete. Die Hohenzollerrtt machte in der Schleuse fest. Die Flotte ankert vor der Kanalmündung bis morgen nacht. Die Torpedo- Flottille geht durch den Kanal. DerMars", auf welchem morgen ein Diner stattfindet, liegt im Ouai.

DieErkrankung" des Oberhofmarschalls der Kaiserin, Freiherrn von Mirbach, soll, wie von unter­richteter Seite verlautet, so ernster Natur sein, daß man in Mirbach nahe stehenden Kreisen die dauernde Wieder­aufnahme seiner dienstlichen Funktionen als Oberhofmeister für höchst unwahrscheinlich hält.

In der Unterredung des Vertreters eines hiesigen Blattes mit dem Minister Freiherrn von Hammer st ein erklärte letzterer, er denke gar nicht daran, den Abschied zu nehmen, weil nicht der geringste Grund dazu vorliege.

Bückeburg, 9. Sept. Bei der heutigen Stichwahl wurde Amtsgerichtsrat Dr. Brun st ermann (kons. Kartell) mit 4516 Stimmen ge wählt. Klingenhagen (Soz.) erhielt 2656 Stimmen.

Karlsruhe, 9. Sept. Der Geburtstag des Groß- herzogs wurde heute gefeiert. Kanonendonner und Fest­geläute leiteten den Festtag ein. Nach dem Festgottesdienste fand ein Festessen statt. Minister von Dusch brachte in längerer Rede das Hoch auf den Landesherrn aus. Redner betonte darin unter anderem:

Innigste Segenswünsche steigen heute empor für die ehr­würdige Gestalt des Fürsten, der, des Alters abgeklärte Weisheit mit der Tatkraft des Mannes vereinend, in unermüdlicher Pflicht­treue seines erhabenen Amtes waltet. Unter seiner treuen Für­sorge ist der Wohlstand des Volkes stetig fortgeschritten und haben Kunst und Wissenschaft sich zu hoher Blüte erhoben. In wahrhaft freiheitlichem Sinne hat sich das staatliche Leben Badens, ent­wickelt. Als eine reife Frucht dieser Entwickelung ist die jüngst vollzogene Aenderung der Verfassung zu begrüßen, welche unter wesentlicher Erweiterung der Dolksrechte eine feste Grundlage für ein erfolgreiches Zusammenwirken aller für das Volk bedeutsamen Kräfte geschaffen hat. Nicht für Baden allein, für ganz Deutsch­land hat Grosiherzog Friedrich Großes getan. Unter seinen Zielen stand der nationale Gedanke stets an oberster Stelle. Was er für die Einigung des deutschen Volkes durch Rat und Tat wirkte, steht für immer in den ehernen Tafeln der Geschichte geschrieben.

- Redner schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch öuf den Großherzog. Am Abend fand in der Festhalle ein Bankett statt.

München, 8. Sept. Der 3. deutsche Notartag wurde heule hier eröffnet. Beschlossen wurde die Herausgabe eines bi-- wkundenversassung (Notariatsrecht) der deutschen Bl,ndesstaatcn darstellenden Sammelwerkes. Mitarbeiter sollen in jedem Bundesstaat ausgestellt werden. Das Werk wird

den Mitgliedern das Vereins unentgeltlich geliefert werden. Bezüglich des Wechselprotestes wurden folgende Anträge an­genommen: Beim Wechselprotest ist Hauptbedingnng, den Regreß beizubehalten mit Ausnahme des Falles, in dem der Wechselinhaber den Protest auf sich selbst erheben lassen müßte. Der Unterschied zwischen eigentlichem und uncigent* Domizilwechsel ist aufzuheben, der Protest zu fordern für alle Wechsel, in denen eine vom Bezogenen verschiedene Person als Zahlungsleister benannt ist. Die niederen Postbeamten sind als Protestbeamte nicht zuzulaffen.

Aer Krieg zwischen Japan und Ausland.

Die Kampfe Lei Liaujang nach englische» Berichte».

London, 9. Sept. Dem Reuterscheu Bureau wird aus dem Hauptquartier des Generals Kuroki gemeldet: Der furchtbare, Artilleriekampf, welcher am 30. Aug. vor Liaujang vor Tagesanbruch begann und bis zum Beginn der Nacht dauerte, war eines der überwältigendsten Schauspiele der moderner? Kriegsgeschichte. Tie kombinierten japanischen Ar­meen, mit Ausnahme des Kontingents Kurokis, konzentrierten daS Feuer ihrer Batterien gegen die Streitkräfte Kuropatkins. Während zwölf Stunden spieen hunderte von Ge­schützen, wenigstens 300 auf ? eder Seite, einen Regen von Geschossen aus. Die Nacht und selbst "ein furclstbares Gewitter machten dem Kampfe kein Ende; die russi­schen Granaten platzten fortgesetzt aus den von den Japanern besetzten Hügeln. Mehrere Stunden hindurch wurden in der Minute durchschnittlich 60 Granaten, selten weniger als zwanzig, ab^eschossen. Tie Mehrzahl der russischen Batte­rie« war in Husersenform um die Ebene südlich und westlich von Liaujang mifgeftcUt Andere Batterien befanden sich fünf Meilen Lvon der Stadt entfernt, wieder andere westlich längs einer Gruppe von Hügeln, auf die sich der äußerste rechte Flügel der Russen stützte. Eine weitere Linie von hinter der Stadt dem rechten Ufer des Flusses gegenüber gelegenen, Hügeln waren mit Batterien versehen, die die Eisenbahn und die Nachhut der Ar­mee zu schützen bestimmt waren. Tie japanische Artillerie hatte in einem unregelmäßigen Bogen in einer Ausdehnung von etwa 20 englischen Mellen Aufstellung genommen. Tie Terrarnbildung gestattete keinen zuverlässigen Ueberblick über die Stellung der Truppen. An einigen Stellen Irenen die russischen Geschütze stufenweise ausgestellt und ausgezeichnet verborgen. Man sah nur das Aufblitzen der Schütze. Neber den japanischen Stellungen schabten beständig weiße Wolken, die durch das Platzen der russi­schen Granaten verursacht waren. Der Schlachtlärm war betäubend. Zeitweise feuerten zwei bis drei Batterien gleichzeitig. Während des ganzen TageS erfuhr die Lage der Gegner keine wesentliche Veränderung. Stündlich sah man Züge den Bahnhof von Liau- jang in nördlicher Richtung verlassen.

London, 9. Sept. TerTimes" geht von ihrem Korrespon­denten beim Hauptquartier der linken japanischen Armee folgender Bericht über die Kämpfe bei Liaujang zu: Am 30 .August setzte derjapauischeJnfanterie-Angrif ein, er scheiterte aber. Ern neuer Angriff begann darau am 31. August um 2 Uhr morgens. Tie dritte japanische Divi­sion wurde dabei von dem rechten russischen Flügel zurückgetrieben. Tie fünfte Divssion bahnte sich mit Aexten den Weg durch die Drahthindernisse, erlitt aber furchtbare Verluste: ihr Angriff scheiterte an dem linken Flügel der Russen. Bei Tagesanbimch mußten die Japaner die Stellungen, welche sie genommen hatten, vor dem Granatfeuer der Russen räumen. Man nimmt an, daß die japanische Artillerie versehentlich auf die eigenen Truppen geschossen Hal Am 31. August ging die 5. japanische Division wieder sprungweise vor. Die Japaner verwendeten dabei in der Schützenlinie Handhaubitzen in Gruppen von je 12 Mann. Auch dieser Angriff scheiterte an der zweiten Linie der russischen Verteidigungswerke. Schließ­lich wurde auch ein dritter verzweifelter Angriff Okus um 7 Uhr abends niedergeworfen, obgleich ein Bataillon bis in die russischen Schützengräben gelangte. Ein weiterer Angriff war für die Nacht befohlen, aber unnötig ge­worden, da Kuropatkin um Mitternacht die Räumung der zweiten russffchen Stellung befahl

Diese Angriffe hatten die Japaner mehr als 10 000 Mann gekostet, ungerechnet die Verluste der 10. Division und der Armee Kurokis. Die Japaner machten nur 7 Gefangene. Die Verluste der §o|xmer in den weiteren Kämpfen nm Liaujang waren noch größer. In einer der geräumten Schanzen lagen russische und "ja­panische Leichen in ho h en H au f en u eben e in a n der. Der 1. September war ein Erholuugstag. Er wurde dazu benutzt. Reserven heranzuziehen. Am 2. .September morgens war Okus Armee wieder im Kampfs Oku unb Nodzu hatten eine starke russische Stellung von 19 Kilometer Länge vor sich. Tie russischen Schanzen zogen sich westlich der Eisenbahn nach Südosten durch die Vororte und Bauerngehöste hin. Tie 3. japanische Division versuchte eine Umgehung, während die ganze Artillerie der dritten Tivision einschließlich der schweren 15 Zentimeter-Geschütze vom Zentrum aus feuerte. Tie 4. japanische Division rückte westlich der Eisenbahn vor. Zwei andere Divisionen sollten einen Angriff auf die Front übernehmen. Tie japanische Infanterie, die übermüdet war, geriet in ein furchtbares! Artillerie­feuer. (Genera! St a ckelberg versuchte einen G egen-An­grif f auf die fünfte Division, der aber mißlang. Die Japaner sahen beständig die Eiseubahnzüge ab­fahren. Nach Einbruch der Dunkelheit eröffneten die Ja­paner ein starkes Artilleriefeuer. Auf den 3. d. M. war ein allgemeiner Angriff angesagt. Ter Angriff in den ersten Morgenstunden versagte. Von 9 bis 10 Uhr vormittags ent­spann sich ein heftiger Artilleriekampf. Ein neuer Infante­rie-Angriff um 10 Uhr scheiterte infolge des Feuers der russischen Artlllerie. Ter fünften Division gelang es zwar, bis in die Schanze?! vorzudringen, aber nur um entsetzliche Verluste zu erleiden. Tie Japaner richteten darauf mit ihren zusammengesetzten Batterie?? ein so heftiges Artilleriefeuer gegen die russisckpen Linien, daß auf dem linken russische?? Flügel das Feuer teilweise versiummte. Aber auch noch in der Nackt hielten die Russen die Schanzen besetzt. Nm 3 Uhr morgens am 4. September rückten die Japaner wieder zum An­griff vor und Tonnten sick nunmehr der Eisenbahnbrücke bemächtigen, uackchem K^uropatkin um l?/fl ITfyr nachts mit den letzten skbirisckjien Schützen ab gerückt war.

M u kden . 9. Sept. Zu bm Kümpfen bei Liaujang ivtrbcn rwch folgeicke Einzelheiten gemeldet: Am 1. September mittaaS

wurde auf dem Bahnhofe in Liaujang eine barmherzige Schwester getötet. Daß die ümere Stadt von den Javanern^ bombardiert ttnirbe, geschah offenbar nur versehentlich mtb er­klärt sich durch die grx>fe Schußweite. Zwei Häuser wurden durch Lyddit-Granaten zerstört. Ter Geruch des Lyddit erregte U e b e l k e i t. Km 2. ds. stürmte das Regiment Wyborg das Torf Shkwatun. T-er Regimentskommandeur ver­sa m m e 11 e vor dem Anmarsck zum Gefecht das Regiment vor dem deutschen Militärattachee Major von Rimokel und brachte ein H v ch a u s K a i s e r W i l h e l m aus. Beim Sturm wurde der Kommandeur am Oberarm verwundet, er behielt jedoch das Kommmrdo der. Tie Verluste des Regiments betrugen: 2 Offiziere und 50 Mann tat, 2 Offiziere und 150 Mann ver­wundet. Das Regiment Wyborg räumte am 3. ds. nachmittags auf höhere Anvrdn?mg seine Stellrmg. Die Rämnuug von Mu8>en ist im Gange. ^Tie Japaner haben den Huuho, der südlich von der Stadt vorbeifließt, ?wch rächt überschritten.

Weitere Meldungen aus der Mandschurei.

Petersburg, 9. 'Sept. .A?rs Mukdeu wird gemeldet,' die Anzahl der Verwundeten aus den letzten Kämpfen ist enorm. Ihre Forssch^rffung auf zweirädrigen Karren ist äußerst qualvoll. v Vom 30. August bis 4. September hat das Rote Kreuz allein 12 300 Mann verbünde??. Der Gesamtverlust ist noch! nickt sestgesteltt, indessen si??d bereits 50 000 Mwun an Toten, Verwundeten und Vermißten angenommen. >

Mukden, 9. Sept. (Agence Havas.) Tie Vorhut der japanischen Ostarmee ift-'ungefähr 50 Werst von der Stadt entfernt

Petersburg, 9. Sept. Tie Nackricht, daß Gerreral Ku­ropatkin verwundet sei, entbehrt jeder Begründ- u n g. Ein Telegramm des Ge?revals Ssacharvw an den General- stab vom 9. September besagt: Am 8. September fanden ttu Bereich der Armee keine Kämpfe statt.

Port Arlhnr.

Tschisn, 9. Sept. (Reuter.)Novp Krak" berichtet vom 3. ds., daß 700 Japaner auf dem Marsche in einem Tale bei Port Arthur von einer elektrischen Landmine in die Luft gesprengt wurden uitb nur wenige entkommen sind. Ehine- sische Flüchtlinge erllären, am 26. und 27. August stießen den Japanern ähnliche Nnglücks-fälle in der Nähe bei Fe'ldsckanze 2 zu. .Einzelheiten fehlen.

< . London, 9. Sept Wie Äus Dschffu gemeldet mirb, sind bei der Explosion der Flattermine bei Port Ar-' thur von den 700 Mann der japauHchen Kolonne die Hälfte! getötet worden; Mich die Geretteten sind fast ssämtliH verwundet.

Das balttsche Geschwader.

Petersburg, 9. Sept. baltische Geschwader in Starke von 40 Schiffen unter dem Kommando des Bizeadmtrvls^ Roschdestwenski läuft morgen nach Ostasren aus.

Ei» neuer japanischer Panzer.

Druffel, 9. Sept. Der belgische Dampfer J£o* lvnies , der vor einigen Monaten von einer Antwerpener Firma an Japan verkauft wurde, ist tt? Nagasaki eingetroffen und wird dort in ein Panzerschiff verwandelt Er hat 2500 Tonnen Gehalt

Aus Stadt und Kn?d.

Gießen, den 10. September 1904.

** Vom Manöver wird uns geschrieben: Da§ Feld- artillerie-Negiment Nr. 61 hatte gestern vormittag IM Munzenberg sein ScharfMeßen. Die BatteriLn hatten am Galgenbepg bei Griedel Aufstettung genommen und schossen auf rmnTierte Artillerie und Infanterie am Buch- oder Tellerberg südlich von Münzenberg mit der Schußttchjtrmg nach Osten. Von der Burg Münzenberg aus konnte pmn daA Ernschlagen und die Wirkung der Geschosse sehr gut beob­achten. Viel Publikum hatte sich eingefunden und dieMauern und Tirrrne der Burg besetzt Das Brigadeerer'z.Leren der 25. Arttllerie-Brigade fand am Mittwoch durch ein Än^ griffsgefecht seinen Abschluß, dem auch der Brigadekom- mandeur beiwohnte. Das interessante Schauspiel femfc äiwischen Gmnbach itnb Hof-Gill statt. Das Pferd eines Leutnants der 25er kam zu Fall, der Offizier brach, den Arnt Die 21. Feldartillerie-Vrigade (27er und '63er) hat ihre Exerzier- und Schießübungen bei Schlitz imb Salz^ Mirs ebenfalls beendet Das RegimentDranicn" batte anr 8. d. M. sein Scharffchießen ün Gelände an der Fulda Mischen den Orten Schlitz, Willofs, Grebenau, Wegstirth, Rimbach und Queck. Die 63erFrankfurtt hatten vor e?mgen Tagen Schießen. Die ganze Brigade liegt in Schlitz, Salzschlirf irnd Umgegend int Quartier und begibt sich am 10. d. M. ins eigentliche Manöver nach Großenlüder wtd Fulda. Heute werden sich die beiden letzten Fufirnterie- Brigaden (50. und 42.) per Bahn ins Manövergelandc bt* geben. Die 50. Brigade (117er und 118er) fährt von Mainz b?s Mücke und bezieht in den Orten um Mücke, Homberg und Mrrg-Gemünden Quartier. Die 42. Jufanterie-Bri- gade f80er und Sier) begibt sich vom Uebu?7gsplatz bet DarNsstadt-Grieshcin? über Gelnhausen nach Schlüchtern mtfr Fulda. Biwack beziehe?? am 12. Sept, der größte Teil der 49. und 50. Jnfantette-Brigaben, ant 16. Sept, die Unter* affizierschule Biebrich bei Eftwß-Felda. Vorn 12. bis 15. Sept, finden die Brigademanöver statt; die 25. Hess. Divssiow übt zwischen Ronn-od, Butzbach, Lich mtb Lau buch, die 21. Division in der Gegend von Fulda. Schlüchtemr und Lairwr- bach. D?e Brigade?? leider Divisionen vereinigen sich am 15. Sept, die 21. Division konzentriert sich Mischet? Fulda und Lauterbach die 25. hessische Division in bei Liegend Alsfeld, Homberg, Romrod. D'r Stab der 25. Division' kormnt nach Gwß-Felda, der Stab der 25. Feldartilllu^« Brigade nach Homberg. Die TivisionSrrvanöver beginnen am 16. September bef Möftld und ziehen sich narb bem Dvise Gießen, in dessen südwestlichen Teil daS Korps- Manöver gegen bett mai iirrh'ü 'Hb vom 22. bis 24 Ser? lattsi?kdei.

** Die Besichtigung her 49. Infanterie- Brigade (115er, ll(>r mtb 168ex) bmi> hcE dorvtttt^