rtftien namentlich wieder Elektrizitätswerte besonder- gefragt und
diese alle- Maß
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Speyerer Regierung eine Vorstellung gesandt worden.
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Brechdurchfall Keuchhusten Empyem Neubildungen Gehirnleiden Herzfehler Emvhysem Gefäßentartnng Magenkrankheit Lebercirrhose
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mächtniS eines in den 50er Jahren nach London auS- gewanderten Schuhmachers Geck, der eS in London zu großem Vermögen brachte und de,n Dorfe 500 000 Mk. vererbte. Bis vor einigen Jahren erhielt das Dorf hiervon die Zinsen. DaS Kapital beträgt jetzt noch ca. 390 000 Mk.
firchtes und m seiner Art herrliches Fell haben wir am vorigen Sonntag gefeiert, als unsere Gemeinde zu einem MissionSfeste einlud und unser schmuckes Kirchlein die Zahl der Feftgäsie kaum fasten konnte, welche der Predigt deS Pfarrers Henkelmann von Breidenbach lauschten. Tie Nachversammlung sand nach erfrischendem Regen bei günstigster Witterung am Waldrande des TünSbergeS statt, von wo daS Auge in weite Fernen schweifen konnte. Missionar Schultze wußte in fesselnder Weise von der Missionsarbeit unter den Negervölkern an der Goldküste zu berichten; Pfarrer Martin von Königsberg und V 5 m e l von Rodheim sprachen noch -von den Aufgaben und Verheißungen der Missionsgcmeinde. Der Gottesdienst und Nachversammlung wurden belebt und verschönt durch Dorttäge des gemischten EhorS von Fellingshausen und deS Rodheimer Posaunenchors.
tz Rockenberg, 9. Auq. DaS LandeSzuchthauS Marienschloß birgt augenblicklich etwa 260 Gefangene, darunter 220 männliche und 40 weibliche. Die Erbauung eines weiteren ZellenstügelS ist geplant; daS erforderliche Gelände, ca. 10 Morgen, ill bereits angekaust. Gegenwärtig werden acht Gebäude als Familienwohnungen für die Aufseher erbaut. Die recht schönen und geräumigen Häuser enthalten je zwei Familienwohnungen. Fünf Gebäude sind jetzt zum Beziehen fertig; drei stehen im Rohbau vollendet da.
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)- n außer Wirksamkeit zu setzen, bis das deS ReichSgefundheitSamts eingegangen sei. Auch bayersche Ministerium sei durch Vermittelung der
Lokomotivführer waren wegen deS strömenden RegenS und der Dunkelheit nicht im Stande, etwas zu sehen. Nachdem die Lokomotive die Brücke postiert hatte, überschlug sie sich und siel, den Rauch-, Speise- und Expreß-Wagen mit sich reißend, in den Fluß. Tie Strömung war derartig, daß fte | die schweren Wagen sortspielte. 125 Personen waren im Zuge und zumeist in den herabgestürzten Wagen. Zwei Schlafwagen blieben aus der Brücke stehen. Aber auch von ihren Insassen waren einige schwer verwundet. Dem HülsS- zug von Pueblo folgte ein zweiter mit Wagen voll Särgen. 25 Menschen wurden gerettet. 200 Männer suchen nach den Verunglückten. 50 Leichen sand man im Morast 1 */? Kilometer von der Unglücksstätte entfernt. Der eiserne Schrank deS Expreßwagens war erbrochen und geplündert. Viele Leichen sind wahrscheinlich aus immer unter dem Schwemmsand begraben. Freiwillige sind oufgeboten und patrouillieren zum Schutz deS Eigentums am Ufer. Der Zug war bekannt unter dem Namen .WeltanSstellnngS-Flieger".
+ Ober-Ohmen, 8. Auq. Gestern wurde in der hiesigen Kirche eine ordentliche Kirchenvisitation durch Oberkonsistorialrat Superintendenten Petersen auS Darmstadt abgehalten. Daran nahmen außer den hiesigen Schulen diejenigen von Ruppertenrod uyd Unter-Seibertenrod teil.
fc. Ginsheim, 9. Aug. Gestern nacht hatte das 19- sahrige Dienstmädchen Margarethe Strauch beim Schlafengehen die Lampe brennen lassen. Als daS Mädchen emqeschlasen war, fiel die Lampe um und setzte das Bett in Brand. DaS Mädchen erlitt fürchterliche Brandwunden, an denen eS kurz nach feiner Einlieferung in das Krankenhaus zu Groß-Gerau starb.
Mainz, 8. Aug. Für eine Kaiserparade inMainz üben bereits die hiesigen Regimenter sehr eifrig. Die Infanterie- Regimenter exerzieren zum Teil bereits mit aufgepflanztem Seitengewehr. Die Hierherkunst des Kaisers erwartet man in den Tagen vom 20. bis 25. August, doch ist bis jetzt hierüber noch keinerlei Versügunq getroffen worden. Der Kaiser roirb sich vielmehr erst nach seiner Rückkehr von der NordlandSreile darüber entlcheiden, ob und wann er eine Truppenparade bei Mainz obhalten wird. (M. Tgbl.)
Mannheim, 9. Aug. Der Stadtrat von Ludwigshafen will nach der ,Bad. LandeSztg." das badische Ministerium ersuchen, den Beschluß deS BezirkSratS Mannheim über Ableitung der Fabrikwässer der Anilinfabrik Treptow
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Jhmtrffume* machen, so werbe man bn$ Vaterland zu Grunde richecn welchen Beschlüssen die Beratung führen wird,
kann selbstverständlich nicht i»pt aux<gtfeben ptoexben. In unter, richteten Kreisen meint man, diese Bes^üsse dürsten tn streng konservativem Geiste tifhalten sein Tu Schaffung eine- selbständigen Poli;eiministerium^ gilt beinahe alS ft brr. Tie Person be6 Leiters dieses neuen Ressorts ist aber noch völlig unbekannt.
Anerkenn u ngssehreiben vorzüglicher Lieferungen aus allen Kreisen wurden an dieser Stelle von der Möbelfabrik und Lager Th. Brück, Giessen, Ecke Schlossgasse—Kanzleiberg zur Veröffentlichung gebracht. Diese sowohl wie eine weitere Serie noch nicht verbreiteter Beferenzen stehen Jedermann gratis und franko nebst einigen photographischen Aufnahmen der hestein gerichtet en Fabrik- und Verkaufsräume zur Disposition und dürfte es sich empfehlen, vor Ankauf von Möbeln, Betten, Teppichen, Vorhängen etc. sieh tu wenden an das 1858 gegründete Möbel fabrikations- und Ausstattungs-Geschäft Th. 'ßriieh, Giessen, Ecke Schlongasse— Kanzleiberg—Brandplatz. — 10 Schaufenster. — 100 Zimmereinrichtungen. — Lieferung franko ieder Bahnstation. — Telefon 873. — Höchsts Auszeichnung: Oberhessische Gewerbe-Ausstellung. D4/e
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Handel und Verkehr Valkswirlschast.
Berliner Börse vom 9. August 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für bandel und Industrie. Gießen.!
Tie banste auf dem Industriemarkt erfuhr auch heute wieder bedeutende Fortschritte, da sowohl Kohlenwerte, wie auch Eifenaktien von den bekannten Seilen anhaltend weiter gekailft rourben. Endlich kam die Svekulatiou heute darauf, daß diese enorme Auf. wärtsbewegunq der Industriewerte nicht ohne Einfluß auf die Gestaltung der Bankaktienkurse bleiben kann, und so wurden heute uim ersten Male die Aktien der hanptfächlichst beteiligten Banken von der Spekulation gekauft, wobei namentlich Dresdener Bank,
Schaaffhansen, Handelsanteile unb Tarmftäbter nicht unerhebliche
KurSaufbesterungen erfuhren. Oesterreichische Werte lagen ebenfalls etwas fester, ba bu starke AufwärUbewequng an unserem Platze auch bi-* Wiener Börse zu MeinungSkäufen ihrer heimischen Werte veranlaßte. Von sonstigen Werten finb noch Prince Henri Bahn Aktien aH recht feit zu bezeichnen, während in Renten, wie auch in Amerikanern nur ganz geringe Umsätze zii verzeichnen waren.
weiter anziehend.
Privat-DiSkont 2*/. Prozent. , pe ,
Anfang«- il Schlußkurse.
Harpener Bergbau . . 228.00
Tendenz: Fest.
Zusammen: Erwachsene: im
1. Lebensjahr:
WöchrvIlite UtdeMt der Todesfälle m der-ladt Hieße«
29. Woche. Dom 10. bi« 16. Juli 1904.
(Einwohnerzahl. angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitszister: 35,93 nach Abzug von 7 CrtSfrembcn: 22,68 Vo©.
Kinder
b. Berlin, 9. Aug. Im Hoclffommer diese alles Maß überschreitende Hausse an der Börse! Die VerstaatlichunaS- offertc an die Hibcruia hat bas Wunber gewirkt. ,Jst.es die bibernia nicht dann wird vielleiclst ein anderes großes Kohlen- berMerk für die Verstaatlichung ins Auge gefaßt. So denkt bie Spekulation und kauft an Kohlcnwerten, was zu kaufen ist, um
Summe 19 (7s 11 (7) " 5 B
Anm.: Die m Klammem gesetzten Zistern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Kleine mitten,,., ne na ..« S> offen und b en 1hem adraÄ
Nachbarstaaten. f»tn glückliches Dorf kann man btc Gemeinde Ober-Mörlen nennen. Sie erhält ein 93er*
Gießen, den 10. Augull 1904.
— DaS Großb. Regierungsblatt Nr. 25 enthält: Gesetz, die Teilung belasteter Grundstücke betreffend. — 21 Verordnung, den Bau elektrischer Nebenbahnen von Mauiz nach Wiesbaden und von Mainz nach Schierstein betreffend. 3) Bekanntmachung, die Vertretung deS Großherzoglichen FiSkuS in bürgerlichen RechtSstreitigkeiten, Zwangsvollstreckungen und Konkursen betreffend.
•• DaS Gesetz über die Teilung belasteter Grundstücke, daS im Regien,ngSblatt bekannt gegeben wird, sagt in Art. 1, daß ein Grundstück, daS mit einer Tilgungsrente ober mit einer anderen ständigen Geld- ober Naturalgnmbrente belastet ist, ohne bie Zustimmung»beS Berechtigten nur geteilt werden kann, wenn der Eigentümer bie Rente ablöst 'ober ein Unschädlichkeitßzeugni? nach dem Art. 97 Nr. 1, 3 bes AuSfühnmgßgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch beibringt.
* DerV.Deutsche Handwerks- und Gewerbe- kämm er tag wird vom 7.-9. September l. I. in 5 u b e cf abgehalten. Ter Tagung gebt am Nachmittag deS 7. eine AuSschußsitzrmg voraus. Auch diesmal stehen eine Reihe von wichtigen, bie 'Jntereffen deS Handwerks berührenden Fragen auf der Tagesordnung. U. a. kommen zur Verhandlung: 1. Der Befähigungsnachweis für daS Baugewerbe und die Erweiterung der Rechte deS Meistertitels. 2. Schutz deS Gesellentitels. 3. Die Beteiligung von Beamten an Konsumvereinen. 4. Die Meisterkurse. 5. Die GenoffenschastSbildung tm Handwerk. 6. Ter Stand der Frage »Fabrik unb Hanb- rotd-. 7. Abänberung beS § 123 ber R.-D.-O. bahin, daß Tätlichkeiten der Arbeiter unter einander als EntlaffungS- grunb gelten sollen. 8. Einrichtung einer Zentrale deS deutschen Handwerks- und GewerbekammertageS. 9. Stellung der Beauftragten der Handwerkskammer als staatliche Aufsichtsbeamte für Handwerksbetriebe. 10. Llrbeitgeberschutz- oerbände fir Handwerker. Der Handwerks- imb Gewerbe- kammertag hat dadurch eme besondere Bedeutung erlangt, als nunmehr sämtliche 71 im Deutschen Reiche bestehenden Kammern der Organisation angeschloffen sind. Für den 10. September ist für die Teilnehmer an der Tagung noch eme größere Dampferfahrt in die See vorgesehen.
0. Lollar, 9. Aug. Gestern abend fand im großen Saale der Wirtschaft zur ,(3ermania- ein RezitationS- abend statt, veranstaltet von dem Rezitator Hempe auS Wiesbaden. Er schllderte daS Leben deS Reformators Luther unter teilweiser Benutzung deS bekannten, schönen Herrigschen LutheriestspieleS. Der Vortrag wurde veranschaulicht durch ungefähr 30 Lichtbilder, meist nach LucaS Cranach. Sie roaren recht gelungen mit Ausnahme ber Schlußbilder, die infolge Ausgehens des GaseS leider nicht vorgeftihrt werden formten. Der große Saal war von Zuhörem gut besetzt, besonders von der Jugend des OrteS.
▼. Fellingshausen, 9. Ang. Ein zahlreich be-
AericItssaal.
Köln, 9. Ang. Die Strafkammer verurteilte den 31jährigen, .in Wien gebürtigen Freiherrn Hugo von Wa n - gen heim wegen B e t r n g S und Unterschlagung in Idealkonkurrenz mit 8 u Ijält et ei zu sechs Monaten Gesängms unter Anrechnung von drei Monaten für Untersuchungshaft. Wangen- beim hatte einer Kölner Dirne die Ehe versprochen und, nachdem er ihr 700 Mk. abgenammen hatte, das Weite gesucht. Der Staatsanwalt beantragte 18 Monate Gefängnis, da dieser Herr aus erlauchtem Geschlecktt, der seinen edlen Namen mit Schmutz bedeckte, schärfer zu verurteilen sei als wie ein Zuhälter aus gewöhnlichen Kreisen. In Anbetracht des körperlichen Zustandes des Sreilrrrn ließ das Gericht Milde walttn, lehnte aber den von der Verteidiaunq gestellten Antrag für Aufhebung des Haftbefehls ab. (Frks Ztg.)
Höchste Temperatur am 9. August = + 22,2 6 C.
Niedrigste , , 9. , =4- 10,8 *
• Diesenbach in Sorrent. Wenn man heute durch die Sttaßen und Flunvege Sorrents manbert, so kann etz oft geschehen, daß man einem Manne begegnet, der durch sein berabroanenbfS, »on feinedei Ropfbebecfitnq bctowedeej>aupt. i b°b°n.'s»b°ld bad' fftoftc Er.
bflnr, durch ferne flraue, faft bis jti den Futzen reichende ■”1^» <6arpcncr' unb @etfenrit<f>enet fliegen heute um Tunika, durch seine leichte Umhängetasche und seine Sandalen I Cfl Prozent! Bei diesem Börsenfieber gedeihen natürlich bie sofort die Aufmerksamkeit an^iehen mich. E« ist der Maler kühnsten Behauptunyen und Kombinationen. -)^en Dugenbllck ff W D iefeudaed Auch seine LebenSv'iilosopdie, feine wirb eme ..absolut sichere" Neuigkeit verbreitet, im nächsten Mo- die Fleischkost verwerfenden ErnShrungSgrundsShe und feine .bafi auch daS
übrigen BedüriniSlosigkeiten sind dieselben geblieben. WaS Privatpublikum, das sich anfangs abseits bielt, vom SpekulationS- aber die Schaffenskraft deS MalerS betrifft, so ist sie vielleicht fjcber ergriffen ist. Sehr zahlreiche Aufträge lagen heute auS
noch gestiegen. Kaum hat er eine größere Ausstellung eigener Privatkreifen vor.
Gemälde in seiner V.lla Camarelle aus Capri «rösfuet fo g ^"bmark^ Bei dem Markte am
faßte er bereits den Plan, tn oorrent, io sein .lufentbnlt I unt) g waren aufnetrieben 931 Stück Rindvieh und
in Capri durch die Handlttngsweise eines deutschen NachbarS 407 Schweine. — Der nächste Diehmarkt findet am 16. unb
be9 Friedens beraubt worden war, eine zweite Ausstellung 17. August b. I. statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt, einrurichten, und in wenigen Monaten war eine große Anzahl [l fti r difca i n .
°°n Gemälden, jumeift LandschaftSbilde^ ffeschaffen denen sich L A ÄÄ*
noch viele andere Nachfolgen werden. Doch sollen vtS zur n r bcr ^utP 5^ geräumt. Die Preise stellten sich im Eröffnung der neuen Ausstellung, für die Diefenbach bereits allgemeinen red)t doch. — Auf dem Schweinern a r k t, der die Oberräume deS Palazzo Municipale gemietet hat, allwo mit ctnxi 900 Ferkeln und Läufern befahren war, herrschte dahm-
1™ W**•*» ÄWÄÄÄ
Wie Diefenbach tm ttalientfchen Volke zunachll Befremden oltc 3augirrfct 16—18 Mk., 2—3 Monate alte 30—40
unb Abneigung, bann aber durch seine Wohltätigkeit imd Mark unb ältere Läufer je nach Größe unb Qualität 80—100 seine Tierschutzbestrebungen bei vielen, besonders der ärmeren Mark per Paar . unb 6trob.
Klaffen, Achtung unb Liebe gesunden hat, welche Kämpfe er ! Q r ® 0«” foffete heute Mk.' 3.00 - 3.25, Stroh Mk. 2.00 bis endlich mit der Geistlichkeit zu führen hat, dieS würde reichen | TJf 0.10. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Heu fest, Stroh flau. Stoff zu einem süditalienischen Zeitbilde liefern. _ " - - ------------ ■ —
* Ein furchtbare s Vitrioldrama bei dem °x (ßcfrhrtft^khpn
fünf Personen verletzt wurden, spielte sich om <yrcitag auf VI III Ik
dem Boulevard de B^'lleville in Paris ab. Der 28 jährige Prämiiert wurden neuerdings Honbcn'S Aachener Bade- JMfdkr Armand Largilliöre hatte feit langer Zeit j ««d <^a4het-Sfen bei ber Fachausstellung in Berlln. seiner ehemaligen Geliebten Andräe Sandel, die ihn ------- ------------------------
verlassen hatte, gedroht, ec werde sich an ihr rächen. QjletcoroloflifBeobachtungen
Am Freitag abend versteckte er sich nahe dem Tore der Station «icßen.
Werfstätte, in der das junge Mädchen arbeitet, und stürzte --------------—
auf sie zu, alS sie auf die'Straße hinauStrat. Nach einem kurzen Wortwechsel zog er eine große Flasche aus der Tasche und schleuderte einen Teil des Vitriols, das diese enthielt. Andree inS Gesicht DaS arme Mädchen klammerte sich in seinem Schrecken und in wildem Schmerze an den Arm eines vorübergehenden ü^reises, der gleichfalls einige Tropfen ^iTu-l auf den Arm und das Gesicht erhielt, da der feige Attentäter die Flasche noch immer weiter sästvenkte. Noch drei andere Personen wurden von der ätzenden Flüssigkeit stark verletzt. Es entstand eine allgemeine Panik unter den Passanten, bis einige | beherzte Männer dem Elenden die Flasche entrangen und ihn fefthielten. Die Menge war dermaßen über das Attentat erregt, daß sie Largllliöre furchtbar zu- richtete. Wenn nicht reckn-eilig einige Schutzleute herbeigeeilt wären, um ihn auf die Dache zu führen, wäre er sicher getötet worden. Sein Zustand tfl auch so schon ein sehr bedenllicher. Das Gesicht der armen Andrse Sandel bildet nur noch eine ungeheure Wunde mit zwei blutigen Löchern, den Augenhi-hlen. Auch die anderen Sterletten sind gräßlich zugerichtet.
'Zu dem Eisenbahn-Unglück aus der Mlfs0uri- Pacific-Bahn wird noch berichtet, daß ein furchtbarer Wolkenbruch bie Stützen ber Brücke unterwaschen hatte. Die
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