Ausgabe 
10.5.1904 Zweites Blatt
 
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ca. 15 000 Mk. belaufen werden. Die Ortskrankenkasse hat fich bereit erklärt, pro Kopf der Verpflegten 85 Pfennig zu vergüten, und eS würden daher noch weitere 6000 Mk. jähr­licher Verpflegungskosten durch Privatwohltätigkeit aufzu- 6ringen sein. Oberbürgermeister Morneweg betonte, daß die Stadt nur dann einen Zuschuß gewähren könne, wenn außer den Mitgliedern der Ortskrankenkasse auch andere Bedürftige ausgenommen würden: er hält es auch für bedenklich, in bie Erholungsstätte Tuberkuloseverdächtige aufzunehmen, wogegen Dr. Feiß bemerkt, daß die Stätte wenig Wert haben würde, wenn man diese ganz ausschaltete. Geh. Rat Fuchs betonte unter dem Beifall der Anwesenden, die Aufbringung des jährlichen Zuschusses von 6000 Mk. werde nicht leicht werden bei den vielen anderen Anforderungen an den Wohltätigkeits­sinn der Bürgerschaft. Die Arbeiter wollten auch solche Wohltätigkeit nicht, sondern nur WohrfahrtSeinrichtungen, und diese zu schaffen sei jie Kaffe verpflichtet. Die Versammlung wählte nach der Statutengenehmigung einen aus 12 Mit- Mitgliedern, Damen und Herren, bestehenden Vorstand. Das Protektorat übernahm die Fürstin Marie zu Erbach- Schönberg, die auch der Versammlung bis zum Schluffe beiwohnte.

-nn. Kassel, 7. Mai. Der Regierungspräsident hat folgende Verordnung erlassen: Auf meine Aufforderung vom 8. Januar d. Js. haben sich mehr als zwei Drittel der ab­stimmenden Inhaber hiesiger offener Verkaufsstellen für die Einführung des Ach tu hrla d enschlu sses erklärt. Ich ordne daher auf Grund des § 139 f. Abs. 2 der R.-G.-O. an, daß vom 16. d. M. ab in der Stadt Staffel die offenen 'Verkaufsstellen aller Geschäftszweige mit Ausnahme derjenigen der Konditoren und derjenigen, in denen ausschließlich Zigarren und Tabak verkauft werden, an den Wochentagen mit Aus­nahme 1., des Sonnabends, 2., des Tages vor Fest- und Feiertagen, sowie 3. derjenigen Tage, an denen die Orts- polizeibehörde gemäß § 139 e. Abs. 2 Ziffer 2 der R.-G.-O. einen späteren Ladenschluß zuläßt, auch in der Feit zwischen 8 und 9 Uhr abends für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein muffen. Die gesetzlichen Vorschriften über die Gewährung der Mindestruhezeit für die Angestellten (§ 139 c d. der R.-G.-O.) werden durch vorstehende Anordnung nicht be­rührt. Im Anschluß hieran wird auf die Bestimmung in § 146 a. der R.-G.-O. hingewiesen, wonach mit Geldstrafe bis 600 Mk., im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft wird, wer vorstehender Anordnung zuwiderhandelt.

Kleine SOZitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am 15.Mai soll in Darmstadt, wie dieWorms. Ztg." meldet, eine Sitzung des Landes- ausschusses der nationaliberalen Partei Hessens stattsinden. Anf der Tagesordnung steht u. a. die Besprechung des hessischen Wahlgesetzes, insbesondere die Vermehrung der Abgeordnetensitze. In Offenbach wird der 48 Jahre alte Portefeuillefabrikant Theodor Ludwig Lack seit letzten Montag vermißt. Lack wurde an diesem Tage zur Herstellung seines Gesundheitszustandes nach Nassau verbracht, von wo er sich aber gleich wieder entfernt hat. Heber seinen jetzigen Aufenthalt ist nichts bekannt.

Aniversttät Kietzen.

Verzeichnis der neu immatrikulierten Studierenden.

Philosophische Fakultät.

S. Adler, Geschichte, Gutwasser, in Frankfurt a. M.

A. Becker, Kl. Phil., Gießen, Ludwigstr. 22.

I. Berg, N. Phil., Fürfeld, Grünbergerstr. 4.

R. Bernhard, Pharm., Nieder-Weisel, Bismarckstr. 16.

M. Breuer, Philos., Frankfurt a. 2)1., in Frankfurt a. M.

O. Buchhold, Chem.. Gießen, Löberstr. 4.

F. Burk, N. Phil., Griesheim, Grünbergerstr. 24. Dr. F. Conrat, Naturw., Amsterdam, Stephanstr. 15. O. Diehl, Kl. Phil., Ruppertsburg, Bleichstr. 35.

K. Tintelmann, Forstw., Heubach, Bleichstr. 16.

I. Dohm, Pädag., Eppelsheim, Grünbergerstr. 16.

E. Drescher, Math. u. Naturw., Arnsheim, Löberstr. 17.

O. Eifert, Pharm., Gießen, Liebigstr. 29. ' I. Eliaschewitz, Philos., Kowno, in Bad-Nauheim. G. Faber, N. Phil., Leihgestern, Grünbergerstr. 40. L. Fechter, Chem., 2)iarienbad, Grünbergerstr. 24. 2)1. Flesch, Geschichte, Preßburg, in Frankfurt a. M. A. Freimann, Kl. Phil., Warschau, Seltersweg 16.

R. Frölich, Mach, und Naturw., Büches, Wohnung nicht angegeben.

W. Fuß, Kl. Phil., Gießen, Nordanl. 7.

H. Gärtner, Forstw., Offenbach a. M Stephanstr. 41.

L. Geduldig, Naturw., Groß-Gerau, Stephanstr. 15.

H. Gilbert, 2)tath., Heuchelheim, in Heuchelheim. K. Göbel, N. Phil., Groß-Gerau, Bismarckstr. 6. K. Groß, Forstw., Lich, Schottstr. 8.

I. Grünstein, Philoj., Odessa, in Bad-Nauheim.

K. Hallstein, N. Phil., Darmstadt, Stephanstr. 31.

L. Hartmann, Kl. Phil., Stockheim, Bahnhofstr. 63. E. Heinemann, Math., Darmstadt, Bleichstr.'28. K. Heinrichs, Kl. Phil., Rüsselsheiin, Asterweg 59. Th. Heuß, Kl. Phil., Armsheim, Wolsstr. 8.

W. Heyl, Kl. Phil., Pfungstadt, Bismarckstr. 36.

F. Hildebrand, Pharm., Brieg, Bleichstr. 16 a.

E. Hoffmann, K. Phil., Büdingen, Grünbergerstr. 41.

W. Hotles, Math., Friedberg, Löberstr. 13.

H. Jmmel, Kl. Phil., Osthofen, Bismarckstr. 6.

H. Jockel, Kl. Phil., Darnistadt, Bismarckstr. 36.

H. Jung, Chem., Kirchhain, Laiidmannstr. 3.

D. Kahan, Philos., Charkow, Bleichstr. 16 a.

S. Karin, Kl. Phil., Gießen, Liebigstr. 37.

R. Keller, 2)talh., Wölfersheim, Ludioigstr. 83. CH. Kissel, Philos., Krofdorf, ui Krofdorf.

O. Kneipp, Math., Langsdorf, in Langsdorf.

H. Koch, Kl. Phil., Billingen, Ludwigstr. 8.

H. Köhler, N. Phil., Langsdorf, in Langsdorf.

W. Kölsch, Kl. Phil., Büdingen, Löberstr. 7.

I. König, Naturw., Mainz, Bleichstr. 33.

A. Kraus, 91 Phil., Mainz, Ludwigstr. 36.

P. Lahm, 91. Phil., Mainz, Roonstr. 44.

G. Laufersweiler, N. Phil., Elsheim, Rodhermerstr. 56. PH. Laun, N. Phil., Grnsheim, Bahlihofstr. 39.

H. Lepper, Math., Gießen, Seltersweg 67.

H. Lichtenberg, Forstw., Darmstadt, Ludwigstr. 10.

W. Lotz, Kl. Phil., Vilbel, Grünbergerstr. 5. F. Ludwig, Pharm., Beeslau, Ludivigslr. 24. G. Lung, Naturw., Wohnbach, Asterweg 44. B. Magfaam, 91 Phil., Wimpfen, Ebelstr. 2. E. 2)tetzger, Forstw., Gießen, Seltersweg 70. W. Meyer, 9L Phil., Friedberg, Bleichstr. 15. A. Michel, Math., Babenhausen, Goethestr. 2. R. Muckenheim, Kl. Phil., Bochum, Ludwigstr. 12. E. Müller, Kl. Phil., Frankfurt a. M., Frankfurterstr. 76. H. 2)lüller, N. Phil., Eberstadt, Neustadt 78.

K. Neidhart, Pharm.. Darrnstadt, Bleichstr. 36.

H. Nierenkolher, Math. u. Naturw., Lohne, Bleichstr. 14.

K. Oechsle, 91. Phil., Gießen, Bleichstr. 36.

G. Olbert, Forstw., Darmstadt, Bleichstr. 16. tz. Pfeil, SL Phil, Sprendlingen, Ludwigstr. di.

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L. Seibert, Kl. Phil., Seligenstadt, Bleichstr. 21.

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K. Süffert, Forstw., Friedberg,^Grünbergerstr. 3.

G. Ueberle, 9ialuriv., 2)iauij, Sonnenstr. 8.

F. Weber, Kl. Phll., Bretzenheim, Grünbergerstr. 14.

H. Wehrheim, Atalh. u. 9taturro., Gießen, Asterweg 53.

I. Wenz, 9t. Phil., Darmstadt, Ludwigsplatz 14.

G. Werte, Kl. Phil., Darmstadt, Diezstr. 13.

G. Wiml, 91. Phil., Gießen, Frankfurterstr. 52.

W. Wolf, Kl. Phil., Darmstadt, Ludwigstr. 26.

Vermietest

* Kiel, 9. Mai. Der etwa 32jährige Gelegenheits­arbeiter W. Hansen machte heute morgen auf seine Frau einen Mordversuch, indem er mit einem dolchartigen Messer ihr vier Stiche in Kopf, Hals und die rechte Hand beibrachte. Darauf schnitt er sich selbst in die Kehle. Beide Verletzte wurden auf der Polizeiwache verbunden und nach dem Krankenhaufe überführt. Die Verletzungen beider sind sehr schwer.

* Paris, 9. Mai. Gestern nachmittag wurden in Astieres Versuche mit einem neuen lenkbaren Luft­schiff gemacht, die ausgezeichnet gelangen. Der Er­finder heißt Delagarde.

* Wien, 9. Mai. Die Kriminalpolizei hat gestern hier eine Bande von Notenfälschern verhaftet. Siebzehn Per­sonen, darunter drei Brüder Liebel, die in guten Verhältnissen leben, wurden festgenommen. Auch mehrere Personen von Stand und 9lamen sind kompromittiert. Die Geheimpolizisten begaben sich nach Agram, wo die Fälscher eine wohl­eingerichtete Werkstatt zur Herstellung falscher Noten besaßen. Die Affäre wird sich äußerst sensationell gestalten.

* Eine reizende Episode, die uns Goethe als den Erfinder der deutschen Sprache zeigt, wird der Straßb. Post" von einem Studenten folgendermaßen ge­schildert:Als ich mir heute früh das Goethe-Denkmal be­trachtete, fragte mich ein altes Frauchen, das mit seinem großen Marktkorb am Arme staunend vor dem Kunstwerk stand, was das für ein neues Denkmal fei. Da die Frau mich auf meine Antwort, es sei Goethe, fragens ansah, erklärte ich ihr, das seider Mann, der so viele Gedichte gemacht" habe, worauf prompt die Antwort folgte:Ah, gelle Sie, des isch feiler, wo die ditsch Sprach erfunde hett?" Und nach einer Weile setzte sie noch hinzu:Der isch awer scheener als der naefigte Kaib am Theater".

* Wie fich Europa im Kopfe besChineseümalt! Der hochgestellte chinesische Beamte Huan Hsiang-fu hat seine Ein­drücke von Europa, die er auf einer längeren 'Reise empfing, in einem Werke niedergelegt, das soeben in englischer Hebersetzung unter dem TitelJene fremden Teufel" erschienen ist. Indessen ist der Titel etwas zu schroff gewählt, denn int Grunde ist der Chinese sogar begeistert für manche Errungenschaften unserer mo­dernen Kultur. Unter den seltsamen Gebräuchen, die dem Chi­nesen in Europa ausgefallen sind, steht an erster Stelle das Küssen. Bei der Beiprechung von Ehrfurchtsbezeigungen der Kinder gegen ihre Eltern bemerkt er:Die ehrerbietigste Form dieser Höflichkeit besteht darin, daß man die Lippen auf den unteren Teil des Kinnes setzt und einen schmatzenden Laut von sich gibt. Selbst Frauen tun dieses, was außerordentlich be­fremdend wirkt." Tie Behandlung der europäischen Frauen über­haupt erregt Verwunderung bei ihm.Mann und Frau gehen Arm in Arm auf der Straße, und keiner lächelt darüber; ein Mann tut die niedrig st en Dien st e für sein Frau, und keiner spottet über ihn. . Bei Tisch werden auch die Frauen zuerst bedient, wie der Chinese kopfschüttelnd bemerkt.Wenn mau Suppe ißt, so muß man kein Geräusch dabei machen", ist ein Wink inbezug auf Etikette, die er von ferner Erfahrung an englischen Tischen ableitet,und bei der Kon­versation darf man nichts Unpassendes erzählen... Wenn zwei Menschen sich treffen, so betrachtet man es als höflich, wenn sie ihre Hüte abnehmen; manche heben nur ihre Hände bis zum Ohrläppchen auf und schwenken sie, ohne den Hut ab= zunehmenst. Besonders imponieren dem Chinesen die Lifts, lieber die Frauen bemerkt er weiter:Sie müssen jeden Tags in den Straßen spazieren gehen; wenn ein Mann sie im i Hause halten würde, so würde er zur Warnung in das Gefängnis gebracht werden. Ein Mann darf nur eine Frau haben; selbst der Herrscher darf nur eine Königin haben." Heber unsere Schönheitsbegriffe heißt es:Frauen betrachten eine breite Brust und schmale Taille als erstrebenswert. Viele tragen eine Art Flechtwerk unter der Kleidung auf beiden Seiten der Brust, und das betrachten sie als einen Schmuck. Frauen halten auch eine nackte Haut für ein Zeichen der Ehrerbietung, wenn sie zu Hofe gehen." Unsere Gefängnisse erregen die höchste Bewunderung des chinesischen Beamten. Sie sind außerordent­lich geräumig und sauber. Es scheint die einzige Sorge zu fein, daß jeder einzelne Gefangene sich nur nicht unbehaglich fühlt oder krank wird. Er meint, diese Art Gefängnis würde für China nicht möglich sein, denn diegesamte Schurkenschaft des Mittleren Reiches' würde sofort m Aufregung geraten, um in das Gefängnis zu kommen." Huan bewundert autzerordeirtlich unser Tischgerät und unsere Speisen. Freilich ist er der Ansicht, daßPortwein aus Schafsblut gemacht wird."Die Zeit, die zum Kochen erforderlich ist, wird durch die Uhr bestimmt. So dars man z. B. em Ei drei Minuten lang kochen, ein Huhn eine Stunde lang braten; alles wird durch die Uhr bestimmt." Huan ist aber über eins entsetzt über die europäische Art, den Selbstmord zu begehen. In China wird Selbstmord als eine tugendhafte und selbstlose Tat betrachtet, und wenn sie aus Kummer geschieht, in der Trauer um den Tod des Gemahls, so wird oft der mutigen Selbstmörderin ein Denkmal errichtet. Aber Opium oder Ertränken sind die üblichen Methoden des Selbstmordes in China; Selbstverstümmelung ist ausgeschlossen. Ihre Art des Selbstmordes" sagt Huan von den Europäern ist höchst abschreckend. Oft ersteigen sie eine Plattform, die mehrere tausend Fuß hoch ist oder sie legen sich auf die Bahn­schienen, so daß ihr Leiv zermalmt und die Knochen zersplittert werden." Auf einen ehrfurchtsvollen Bericht ohne weiteren Kom­mentar beschränkt sich Huan beim Beschreiben einer europäischen Tanzgesellschaft.Es gibt Einladungen zum Springen und Eimrehmen bestimmter Posen, wobei der Gaitgeber bestimmt, welcher Mann der Parmer cmer bestimmten Frau fein soll, und umgekehrt. Dann umschlingen sie sich mit beiden Armen, ver­lassen tljre Sitze zu zweien, Hüpfen, springen und nehmen eine bestimmte Haltung ein und stolzieren zu ihrem gegenteiligen Ver­gnügen einher. Sie nennen dieses Hüpfe«t an s h e u" . . .

Sport.

Führer zumGordon Bennet-Rennen 1904. Unter diesem Titel bringt Ludwig Ravenstein's Verlag, Frankfurt a. M., einen von dem Ingenieur für Automobilwesen, Max R. Zechlin und Hans Ravenstein, bearbeiteten Führer mit kartographischer Ausstattung heraus. In dem ArtikelEinführung in das Gorden Bennett-Renen" von M. R. Zechlin ist alles Wissenswerte über das Rennen zusammengedrängt. Er informiert auch den Laien über die Entstehung und bisherige Geschichte. Tann folgen von Hans Ravenstein Schilderung der Rennstrecke mit Angabe von gefährlichen Stellen usw. Weitere Kapitel sind der Auskunft über die Absperrungs- und Sicherheitsmaßregeln gewidmet. Ganz besonders wertvoll für alle Besucher des Rennens auch bie nicht Motorsahrenden ist die Beschreibung guter Beobachtungs­plätze für bie Zuschauer unb Wege borthin. Die Notizen mit vergleichenden Angaben zwischen Motor- unb anbern Fahrzeugen sind lehrreich. Ms Kartenbeilage für bie Nr. 99 der offi­ziellen Karte bes Deutschen Automobll-Verbanbes mit blau ein­gedruckter Rennstrecke zuerst erwähnt. Die Karte behandelt das ganze Gebiet zwischen Kreuznach, Oppenheim, Darmstadt, Aschaffenburg, Hanau, Gießen unb Koblenz. Eine weitere graphische Skizze ist bas Profil ber Rennstrecke mit Ausbehnung der Ortschaften, Höhenzahlen, Steigungen in Prozenten unb Ent­fernungen in Kilometern. Auf der Rückseite ber ersten Karte finden wir eine Hauptroutenkarte von 9Nütel - Europa; auf ber Rückseite bes Profils Pläne von Frankfurt a. M., Homburg, Saal­burg unb Königstein. Dieses reichhaltige Kartenmaterial sichert dem Führer noch für Jahre nach dem Rennen einen bleibenden Wert für Rad und Motorfahrer wie Touristen. Ter Preis für das Büchlein beträgt 1 Mark. Es ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen.

H. Pieroth, 91. Phil., Burg-Bayen, Stephanstr. 82.

F. Ploch, Chem. u. Naturw., Gießen, Schillerstr. 9.

G. Ploch, N. Phil., Alsleld, Brandplatz 15.'

K. Rabenau, Math., Alsfeld, Rtegelpsao 18.

W. Rudelius, Naturw., Bad-Nauheim, Diezstr. 6.

W. Runkel, Forstw., Partenheim, Ludwigstr. 20.

A. Nuppel, Math. u. Natiirw., Butzbach, Stephanstr. 4L

A. Schlörb, 91. Phil., Schotten, Grünbergerstr. 16.

E. Schmidt, Forstw., Darmstadt, Stephanstr. 32.

K. Schmidt, Math. u. Naturw., Darmstadt, Ludwigstr. 46.

L. Schmidt, N. Phil., Gießen, Asterweg 41.

M. Schmidt, N. Phil., Bonnland, Stephanstr. 32.

O. Schmitz, 91. Phil., Offenbach, Ludwigsplatz 15.

F. Schmoll, Pädag., Sinn, in Sinn.

I. Schurff, Kl. Phil., Fellerhof, Wohnung noch nicht

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Die Petroleum-J nteressen der e u t > a, en Banken. Heber die noch nicht ganz perfekte, aber wohl dem Abschluß nahe Verständigung zwischen der Diskontogesellschast und der Deutschen Bank wird aus Bukarest berichtet, daß man auch dort der Absicht ist, bie Grunblagen für ein Zusammengehen der Beteiligten seien vollständ-g geschaffen. Dazu dürste auch bie Entwicklung ber Dinge in Oesterreich beigetragen haben, wo neuer» dings bie Standard Oil Company durch den Bau zweier Raffi­nerien auf indirektem Wege das Kartell zu sprengen versucht, während ihre deutsche Vertreterin, nachdem frühere Hnterhand- lungen mit den östreichischen Raffineuren nicht zum Ziele geführt haben, nunmehr erklärt haben soll, daß sie sich für den Export des galizischen Oels überhaupt nicht mehr interessiere, da sie dieses Cel nicht mehr nötig habe. Der vollständige Abschluß eines Hebereinkommens zwischen ber Deutschen Bank unb ber Diskonto­gesellschaft wird erst bann zustande gekommen sein, wenn man in betreff des Exportes bes galizischen Petroleums ganz einig ist. Es ist sehr wahrscheinlich, daß noch manche Hnterhandlung ftattfinben muß. Geheimrat Schöller, erster Geschäftsinhaber der Dislontogesellschaft, befindet sich gegenwärtig in Bukarest; dadurch wird wohl die Sache wesentlich gefördert werden.

Handelsvertragsverhandlungen. Es wird ge­meldet, daß die Verhandlungen Deutschlands mit Spanien einet, sehr schleppenden Verlauf nehmen. Dies fei die Folge des rück­ständigen Verfahrens der spanischen Regierung. Dieselbe hat noch nicht einmal die Prüfung des Zolltarifs beendet, geschweige denn irgendwelche Forderung formuliert. Ein an den spanischen Finanzminister gerichteter Appell, die Arbeiten zu beschleunigen, ist erfolglos geblieben.

Gesellschaft für elektrische Hoch- und Hnter- grunbbahnen-Berlin. In der Generalversammlung wurde festgestellt, daß die Gesellschaft zum erstenmal ihre Dividende selbst herausgewirtschaftet hat, und damit den Nachweis ber Ren­tabilität erbrachte. Wegen weiteren Ausbaues ber Bahn werben bie Unterhaltungen ununterbrochen fortgeführt. Für bas laufenbe Jahr wirb bestimmt eine Divibende von 4 Prozent erwartet.

Die Aktien bes Eisenwerkes Lollar finb zur Notiz an ber Frankfurter Börse zugelassen. Die Zeichnung auf' einen Teilbetrag von 1150000 Mark soll lautFrkf. Ztg." lonv menben Samstag zu 125 Prozent ftattfinben.

Märkte.

Gießen, 10.Mai. Marktbericht. Aus heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.001.10 Mk., Hühnereier 1 St. 56 Vfa 2 Stck. 0000 Psg., Gänseeier 0000 Psg., Enteneier 70 Psg., Kale pr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Psä, Linsen pr. Liter 32 Psg., Taudenpr. Paar 0,801,00 Alk., Hühner pr.(3. 1,301,40 Alk., Hähne pr. Stuck 0,801,70 Mk., Enten pr. Stück 77,12,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 0070 Psg., Ochsenfleisch pr. Psuisd 0080 Psg., Kuh- unb Rinbfleisch pr. Psunb 6268 Psg., Schweine­fleisch pr. Pfunb 6072 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psuch 76 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6274 Psg., Hammelfleisch pr. PfmH 5074 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,007,00 Mk., Weißkraut pr Stück 912 Psg., per Zentner 0.000.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentnr 7,0010,00 Mk., Milch per Liter 18 Psg., Aepfel per Zentner 2> bis 25 Alk., in Körben 0000 Psg. Nüsse 100 St. 00-00 Psg Marktzeit 71 Uhr.

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