Anfangs- u. Schlußkurse.
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Telephonischer Kursbericht.
4% Opsterr. GolAreate
H Oesterr. RiTberrente 100.20
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„P o st" schreibt, man'müsse sich mit der vollendeten Tat- 4% Gnech Monopoi.-Ani. sache abfinden, aber das liefere einen neuen Beweis dafür, \4l/t% äussere Argentiner
198.20
216.62
133.37
185.70
187.60
121.00
41.40
43.00
Privat-Diskont 3 V« Prozent.
Oest. Kredit.
Deutsche Bank . .
Darmstädter Bank . .
Bochumer Guß . . .
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Tendenz: Ruhig.
Mexikaner 4Ve / Chinesen Elertr'r. RoVucksrt . Nerdd Lloyd . . Kredituktien Diekonto-Kommandib. DamistBdter Bank Dresdener Bank . . Ber iner Hnndelsgee. Oesterr Staafebahn . Lombarden . . , GotthiT 'bahn . . . Laura' iltle . . . . Bochum . . Harp**ner
Tendenz: fest
Aufenthalt deS Rittmeisters Hupfeld im Dezember v. I. in Mangel an Zeit verhinderten Professors, LandeSgeoloaen Dr. Gustav Nizza genommen, wo sich auch zur Zeit — Frau v. Ompteda Klemm erteilt worden.
Märkte.
Limburg a. d. L., 9. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.62 Mk., weißer Weizen 00.00 Wik., Korn 10.50 Mk., ©erfte 8.62 Mk., Haler 6.75 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 ML
Uniflte Meldunaen.
Originaldrahtmeldttttgen des Gießener Anzeigers.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Freitag den 11. März, abends SV, Uhr: Bereinigung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Konfirmandenjaale
2580
. 83.30
. 98.00 . 103 70 . 199 00
182.50
. 183.50
. 145.00
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. 185.10
18 50
194 00 . 218.00 . 18660 . 188.00
Hauses lenkte Pirie die Aufmerksamkeit auf die Reden des Schahkanzlers Austen Chamberlain 31t Gunsten der Politik Chamberlains und beantragte eine Resolution, in der das HauS erklärte, daß eS von der fortgesetzten, durch die Reden gewisier Minister ermutigten Agitation zu Gunsten der Vorzugstarife Kenntnis nehme und für notwendig halte, eine solche Politik zu verurteilen. Austin Taylor, konservativer Anhänger der Liga für Steuerfreiheit der Nahrungsmittel, befürwortete diese Resolution, woran sich eine angeregte Diskussion knüpfte, während welcher das Haus auf allen Seiten stark besucht war. Asquith verlangte von der Regierung eine bestimmte Erklärung über die Haltung gegenüber der Chamberlain'schen Politik. Balfour wiederholte, daß die Politik durch seine in Shefifeld gehaltene Rede bestimmt sei. Er empfahl eine Politik, die die Regierung in die Lage setzen würde, feindliche Tarife zu bekämpfen. Er hoffe, daß die Regierung nach den nächsten allgemeinen Wahlen in der Lage ein werde, sich mit dieser Frage zu befassen, und daß eS zum ersten Male für die britischen Unterhändler möglich sein werde, angemessene Bedingungen für den Handel zu erhalten. Balfour schloß mit einem entschiedenen Appell an die konservative Partei, die Regierung zu unterstützen. Die Resolution wurde mit 289 gegen 243 Stimmen abgelehnt. (Lebhafter Beifall bei der Opposition und Zustimmung bei den Nationalisten.) Beinahe 20 unionistische Freihändler stimmten mit der Minderheit.
London, 10. März. Wie das Reutersche Bureau erfährt, ist eS unmöglich, irgend eine amtliche Mitteilung über das neue j a p a n i s ch e A n l e i h e p r 0 j e k t zu erhalten. Man hat indessen guten Grund zu der Annahme, daß, wenn in der Folge der Markt entlastet sein wird, Japan würde versuchen können, in London eine Anleihe zu emittieren. Gegenwärtig verfügt Japan über genügende Hilfsquellen für seine Bedürfnisse. Takahashi, der Vizepräsident der Bank von Japan, ist auf den wichtigen Posten des Kaiserlich javanischen Finanzagenten in London berufen worden. Dieser Posten ist neu, denn bisher gab es nur Finanzattaches bei dem japanischen Konsulate.
Washington, 10. März. Das Departement des Aeußern erhielt ein Telegramm aus Tschifu, nach welchem japanische Truppen in Funghwangtsching und Takuschau angekvmmen sind, die sich auf diese Weise im Rücken der russischen Stellung in der Mandschurei befänden und die Bahnlinie bedrohten. Der Kommandant des amerikanischen Kanonenboots „Helena", welches gegenwärtig in I ngkau liegt, meldet, daß bei Funghwangtsching ein Gefecht stattgefunden habe.
. 99.00 . 100.70 . 58.00 . 57.40
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Auch heute war der Verkehr an der Börse ringer. Tie Haltung der meisten Werte war eine recht feste, doch ließ, wie auch an den vorhergehenden Tagen, das Geschäft viel zu wünschen übrig. Die Kurse waren nur geringen Schwankungen unterworfen und nur in ganz vereinzelten Werten zeigte sich etwas
Johanneskirche.
Israelitische Religionsgemeinde.
Holtesdienll itt der Synagoge (Südantage).
Samstag, den 12. März 1904.
Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens 9.00 Uhr.
Predigt.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 7.15 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Holtesdienff.
Sabbathfeier am 12. März 1904.
Freitagabend 6.00 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbathausgang 7.15 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 6.00 Uhr.
feit statt.
Görlitz, 9. März. Ter frühere Vorsteher der hiesigen Reichs bankneben stelle Franz B e n q u e, der im Vorjahre infolge Börsenspekulationen in Konkurs geriet und einen Selbstmordversuch verübte, wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen einfachen Bankerotts und Untreue in sechs Fällen zu einem Jahre und drei 'Monaten Gefängnis verurteilt. Benque ließ Wertpapiere und Gelder im Betrage von 52 000 Mark, die ihm von fünf Tomen anvertraut waren, bei einer hiesigen iBankfirma auf sein eigenes Konto Luchen.
Belgrad, 9. März. Ter frühere Kabinettschef des Königs Alexander, Petroujewitscki, der wegen 'Veruntreuung von 58 800 Fr cs. aus dem serbischen Staate von einem Wohltäter vermachten Nachlaß angeklagt war, wurde zu 2 Jahren Gefängnis und einjährigem Verlust der Bürgerrechte, sowie zu 4 6 000 Frs. Schadenersatz verurteilt. Unter der gleichen Sache war der frühere Sekretär bei der serbischen Gesandtschaft in Bukarest, Wojislaw Jwkowitsch wegen Unterschlagung von 42 000 Frcs. angeklagt, sein Aufenthalt ist aber unbekannt. In derselben Sacke gab der Kassationshof der Berufung des wegen Unterschlagung von 98000 Frcs. an- qeklagten früheren Ministers des Innern, Welimir Todoro- witscl, mit der Begründung statt, daß die Anklage unbe- grün^et sei.
Mverliläts Nachrichten.
n. D a r m st a d i, 7. März. Die Antrittsrede des derzeitigen Rektors der Technischen Hochschule, Prof. Dr. D i n q e l d e y über die Anwendung der Mathematik auf Astronomie, Physik und Technik, ist bei der Herbertschen Hofbuchdruckerei im Druck erschienen. , ,, „
— Ausländer an den deutschenUnrversrtaten. Unter den im lausenden Wintersemester an den 21 Universitäten des deutschen Reiches 37 881 immatrikulierten Studierenden find 3114 Ausländer. Die meisten sind in Berlin, und zwar 1184. Es solqen Leipzig mit 462 Ausländern, München mit 272, Heidelberg mit 176 Halle mit 167, Freiburg i. Br. mit 110, Göttingen mit 95, Bonn mit 92, Straßburg mit 91, Jena mit 72, Königsberg mit 71 Marburg mit 54, Würzburg mit 49, Gießen nut 48, Breslau mit 43,' Tübingen mit 36, Erlangen mit 34, Greifswald mit 27 Rostock mit 13, Münster mit 11 und Kiel mit 7. Der Staats- an'gehöriqkeit nach sind: 972 Russen (davon 440 in Berlin, 132 tn Leipzig und 63 in Königsberg), 591 Oesterreich-Ungarn «davon 195 in Berlin und 87 in Leipzig), je 321 Schweizer und Amerikaner (in Berlin 160 Amerikaner und 93 schweizer), 161 aus Großbritannien, 116 Assiaten, 82 Bulgaren 71 Rumänen, 66 Franzosen, 65 Griechen, 53 Serben, 49 Niederländer, 44 Italiener, 37 Türken, je 33 Luxemburger und Schweden, 18 Afrikaner, 14, Belgier, 12 Dänen, 11 Spanier, 4 Portugiesen, je 2 aus Australien und Montenegro und 1 aus dem Fürstentum Liechtenstein. Es studieren • 134 evangelische Theologie, 69 katholische Theologie, 381 Rechtswissenschaft, 699 Medizin, 642 Philosophie, Philologie und Geschichte, 520 Mathematik und Naturwissenschaften, 34 Arzneimittellehre und Zahnheilkunde und 278Kameralia und Forstwissen- schaiten, Geodäsie nnd Kulturtechnik. In den letzten Jahren hat die Zahl der Ausländer über 1000 zugenommen.
Berlin, 9. März. Zur Feier des 62. Stiftungsfestes hatten sich am Dienstag abend 90 alte Herren des Heidelberg er Korps Vandali a" in dem Hotel Kaiserhof zu einem Fest- mahle vereinigt. Dei Minister des Innern Freiherr v. Hammer- stein führte den Vorsitz. Weiter zählten zu den Teilnehmern der frühere Botschafter Exzellenz v Holleben der Vize-Prasident des Vrovinzial-Schulkollegiums Geh. Oder - Reg.-Rat v. Lucanns Oberst v Lüder, Kommandeur des Jnf.-Regiments Nr 19. Minister Fphr v. Hammerstein brachte das Hoch auf den Kaiser aus, Frhr. v der Heyden-Rynsch auf das Korps „Vandalia", Oberburger, meister- Hammer ließ die Ehrenmitglieder hochleben m deren Namen Exzellenz v. Solleben dankte. Mit dem aktiven Korps in Heidelberg wurden Begruyungstelegramme gewechselt .
- Der 0 Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie an der onwersität Wiir,burq Dr. Mar H°km-ier hat den Huf m gleicher Eig-nlch-st nach Halle als Nach,alqer »an ®. Summ, der nach Berlin übersiedelt, abgelehn. Schneiet war Sekundär- arzt nnd Privaldazent in Berlin, s-late 1887 einem Rn'e al» Ordinarius nach Kietzen an Stelle non Kaltenbach und 1888 nK Nachialaer Ceamani's nach Wurzbura. - Sem Alimenten am physikalischen Institut. Prinaidajenten sur Physik und Photagraplue an der Technischen Hochschule „zu 4. a r m ft ft b t, Dr- Ra Fritsch ist ein Lehrauftrag für Photographie anstelle des durch
in wie hohem Grave die Regierung das Zentrum für die Durchführung der Reichspoutik als unentbehrlich erachte. Tie „93 e r L Reuest. R a chr." sagen, nach den Ereignissen und Kundgebungen des vorigen Jahres werde ein großer Teil der evangelischen Bevölkerung Deutschlands den Schritt des Bundesrats als einen Schlag ins Gesicht empfinden. Das schlimmste sei die wachsende Liebedienerei der Regierung gegenüber dem Zentrum. Die „Staatsbürger-Zeitung" führt aus: Ganz abgesehen von der Frage, ob der Bundesrat daran recht getan hat, dem Reichstagsbeschluß Folge zu geben, und damit neue Keime der Zwietracht zwischen den Konfessionen zu geben, müsse das Vorgehen des Bundesrats selbst befremden. Die „Tägliche Rundschau" bezeichnet den Bundesratsbeschluß als ein nationales Unglück, wodurch der konfessionelle Streit verschärft werde. In politischer Hinsicht werde ein Schaden angerichtet, der kaum mehr gut zu machen ist. Es gelte nun, den Abwehrkampf gegen den Ultramoutanismus in immer weitere Kreise zu tragen. Die „R a t i o n a l - Z t g." bezeichnet zwar das Verfahren des Bundesrats als korrekt, weil damit das dem Zentrum gegebene Wort eingelöst worden sei, indessen sei die große Frage, ob es tatsächlich gelingen werde, den konfessft-nellen Hader abzuschwächen und das Zentrum zu einer sachlichen Politik zu bewegen. Leider müssen die Aussichten hierfür als schlechter wie nur je bezeichnet werden. Die „Vossische Ztg." schreibt: Man hat seit Jahren genugsam empfunden, welcher Gunst sich Zentrum, Kurie und Klerus an den maßgebenden Stellen erfreuen. Es mag der „regierenden Partei" nützlich erscheinen, bald Dienste auf Vorschuß zu leisten, bald einen sanften Druck auszuüben. Sie weiß längst, daß es in jedem Falle für die Regierung, die Gesetzgebung und die Verwaltung heißt: Katholisch ist Trumpf! Das „Berliner Tageblatt" bemerkt, Graf Bülow wollte dem Zentrum nicht bloß für die bisher gewährte Unterstützung danken, sondern er wollte es auch für neue Gegengeschenke willfährig machen, denn die Reichsregierung braucht das Zentrum' besonders für größere Marinebewilligungen. Aber in weiten Kreisen der protestantischen Bevölkerung wird man mit sehr gemachten Gefühlen diese Politik aufnehmen, bei welcher der Protestantismus die Zeche zu zahlen hat. Der „Germania" gereicht es zur großen Befriedigung, daß endlich wenigstens der häßlichste Auswuchs dieses Ausnahmegesetzes, der die einzelnen Mitglieder des Jesuitenordens für vogelfrei erllärte, aufgehoben worden ist. Im kulturkämpferischen Laaer werde sich jetzt wohl ein großes Wehllagen erheben, das aber niemand ernst nehmen werde. Dagegen werde in weitesten Kreisen des deutschen Volkes ein Gefühl der Erleichterung und Befriedigung eintreten. Der Bundesrat habe nicht an letzter Stelle sich selbst einen guten Dienst erwiesen. Ter „Vorwärts" sagt, so dräuend auch die Gefahr des Bundes zwischen Regierung und Klerikalismus sei, begrüße doch die Sozialdemokratie die Abtragung eines Stückes des Jesuitengesetzes, für die sie stets gekämpft habe. Die Aufhebung ei das Zeichen nicht einer vernünftigen Abneigung gegen Ausnahmegesetze, sondern der Neigung der Regierung, mit dem Zentrum Friede imb Freundschaft zu halten.
London, 10. März. In der Abendsitzung des Unter
mehr Lebhaftigkeit, so besonders in den Aktien unserer Schiffahrt- gesellschaften, welche infolge der Dividendentaxation für Norddeutsche Lloyd Aktien Nachfrage fanden. Montänwerte wie auch Bankaktien waren vollständig leblos und nur in fremden Renten, die von den westlichen Börsenplätzen abhängig sind, fanden noch einigermaßen nennenswerte Umsätze statt, Wie bereits gestern erwähnt, herrscht besonders für argentinische Werte lebhafteres Interesse, ober auch spanische Rente und Türken wurden zu besseren Preisen lebhaft gefragt. Der Kassaindustriemarkt bewahrt auch heule günstige Disposition.
BuderuS'sche Eisenwerke Wetzlar. Der Geschäftsbericht ist soeben erschienen. Er kündet die Verteilung von 5 p C t. Diolde n d e an. Der Bergbau weist wegen höherer Förderung und gebesserter Preise eine Gewinnsteigerung auf. Dageyen habe sich, so sagt der Bericht, der Ueberschuß des Hüttenbetnebes ansehnlich ermäßigt. UebrigenS trat wegen der Erhöhung der Erzpreise eine kleine Steigerung der Selbstkosten ein. Die Zementfabnk und die Schlackenverwertung lieferten ungefähr das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr, und zum erstenmal wurde auch ein Ueberschuß der Röhrengießerei erzielt. Wie sich der insgesamt mit Mk. 1,936,836 (im Vorjahr Mk. 2,199,217) ausgewiesene Ueberschuß auf die einzelnen Betriebe verteilt, wird nicht hinzugefügt. Zu Abschreibungen werden wieder Mk. 750,000 (wie 1902) bestimmt gleich 6,37 pCt. (0,00 pCt.) auf den Buchwert der Anlagen; dagegen wird die Zuweisung zu den Erneuerungsrücklage von Mk. 500,000 auf fDlf.'250,000 ermäßigt; dadurch wird erreicht, daß der Reinge- w i n n mit Mk. 520,498 dievorjahrigeHöhe 'Mk. 513,933) noch etwas übersteigt. In der Bilanz figurieren die Gruben mit Mk. 4,83 Mill. (1902 Mk. 5,29 Mill.), Lochösen mit Mk. 2,63 Mill. (Alk. 2,74 Mill.), Zementwerk mit Mk. 0,75 Mill. (Mk. 0,80 Mill.), Röhrengießelei mit Mk. 1,48 Mill. (Mk. 1,43 Mill,), Grundstücke und Wohnhäuser mit Mk. 1,05 Mill. (Mk. 1,08 Mill.). Geräte mit Mk. 200,000 (Mk. 160,000) und Ausgaben für nicht abgerechnete Bauten mit Mk. 0,71 Mill. Tie Reserve enthält Mk. 387,854, der Emeuerunqsfonds, dem Mk. 200,362 für Ersatzbauten und Vorrichtungsarbeiten entnommen wurden, wächst durch die Zuweisung von Mk. 250,000 auf Mk. 609,613 bei Mk. 7*/, Mill. Aktienkapital. In Bezug auf das laufende Geschäftsjahr erwähnt der Bericht zunächst das Zustandekommen zweier für die Gesellschaft wichtiger Syndikate, des Roheisen-Syndikates und der süddeutschen Zementverkaufsstelle. Es feien berechtigte Bedenken vorhanden, ob es möglich sei, die Ausfuhr an Eisenprodukten so hoch zu halten, daß Absatzstockungen sich vermeiden lassen, zumal der Krieg zwischen Rllßland und Japan das Ausfuhrgeschäft noch schwieriger gestalte. Angesichts dessen sei das Zustandekommen des Stahlwerkverbandes von besonders großer Bedeutung. Auf ®ntnb der bis jetzt getätigten Verkäufe und der erzielten Preise könne die Verwaltung die Hoffnung ausdrücken, daß auch das laufende Jahr ein b es r, e d r g e nd es Erträgn i 5 liefern werde.
87, pro 8. Schuldverschreibungen der Stadt Worms. Zum Handel und zum Verkehr an der Berliner Börse wurden Mk. 1665 500 auf 3'/, Proz. abgestempelte Schuldver- chreibungen der Stadt Worms Lit. Y und Z von 1892 und LU. A und B. von 1894 zugelassen.
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POn 24000 Mk. in btn • 10n Lechhausen über. - ! aus dm Hause Soling i gemeldet wird, am l- -Zum Fall Schadt । hei der Gerichtsweg miintn im W* elbimq gelangt f* . imblWetot unb rM b« wg dci unbeootjugten «w»..
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R. B. Darmstadt, 10. März. Die 2. Kämmer erledigte in ihrer heutigen Sitzung zunächst die Besprechungen über die Interpellation des Abg. Schmalbach betr. der Schweinefleischpreise. Tie Abgg. Brauer, Schmalbach und Korell waren mit dem Regierungsbescheid nicht , zufrieden, während die Abgg. Tr. David und Molthan einen genossenschaftlichen Zusammenschluß der Züchter erstrebten. Später erledigte die Kammer noch mehrere andere Interpellationen und Vorstellungen. Schluß der Sitzung 12 Uhr.
Darmstadt, 10. März. In der heutigen Verhandlung des Verwaltungsgerichtshofs gegen Geheimrat Lepsius wurde die Oesfentlichkeit ausgeschlossen und nur fünf Zeitungsvertreter zugelassen. Nach Verlesung deS Eröffnungsbeschlusses erklärte sich der Angeklagte in allen Teilen für nicht schuldig. Die Verhandlung wurde vollständig mit Verlesung der Anklage und der Aktenstücke auS- aefüNt. Um V-2 Uhr wurde die Sitzung unterbrochen. Die Fortsetzung folgt heute nachmttag 7,8 Uhr.
Berlin, 10. März. Fast sämtliche Morgenblätter beschäftigen sich in längeren Artikeln mit der Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes. Die
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aufhielt. Die Ehescheidungsklage hat übrigens nicht Herr v. Ompteda, sondern seine Gattin bereits im September eingereicht. — Die ganze peinliche Affäre wird, wie schon ge-I meldet, demnächst nochmals die Gerichte beschäftigen.
Gerichtssaal.
)( Gießen, 10. März. Heute vormittag verhandelte bas Schwurgericht unter großem Andrang von Eisenbahnbeamten gegen den 30 Jahre alten Stationsassistenten Fischer von hier. Er hat, am Fahrkartenschälter beschäftigt, nachi und nach 1400 Mark unterschlagen. Mr kommen cntf die Verhandlung morgen zurück. Ter Angeklagte wurde wegen Verbrechens im Amte unter Zubilligung mildernder Umstände zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt, auf welche 1 Monat der verbüßten Untersuchungs- baft in Anrechnung gebracht wird. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte sah das Gericht ab.
R. B. Darmstadt, 9. März. Das Schwurgericht verhandelte gestern ein Verbrechen wegen Notzucht, dessen der kaum 24 jährige Ktzllner Peter Lautenschläger aus Kirch-Beersurt angeklagt war. Er hatte die Tat im Walde an einer 53 jährigen Witwe aus Langen-Brombach auf dem Wege von Steinbach nach Kirchbrambach verübt und war geständig. Nachdem die Geschworenen dre Frage nach mildernden Umständen verneint hatten, beantragte der Staatsanwalt 4 Jahre Zuchthaus. Tas Urteil lautete auf 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. — In der heutigen Sitzung wurde gegen den Landwirt Johann Daniel Bernhardt von Klein-Gerau, 23 Jahre alt, wegen Sittlichkeitsverbrechens ebenfalls unter Ausschluß der Oeffentlich-keit verhandelt. Tie Geschworenen erkannten ihn aber des angeschuldigten Verbrechens nach § 170 Str.^N.-B. für nichtschuldig und sprachen ihn nur schuldig der tätlichen Beleidigung. Tas Urteil lautete darauf dem Antrag des Staatsanwalts gemäß auf 10 Monate Gefängnis, von denen 2 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet werden.
Tüsseldcrf, 9. März. In der heutigen Schwur- aerichtsverhandlung wurde ein bereits vorbestrafter italienischer Artist wegen Ausgabe von 160 falschen Lire schein en zu vier Jahren Gefängnis und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.
Tüsseldorf, 8. März. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte heute den Reserveleutnant Clemens Haas vom Feld-Artillerie-Regiment Nr. 48 wegen Herausforderung zum Duell mit tödlichen Waffen zu 2 Wochen Festung, den Reserveleutnant Karl Lingenbrink vom gleichen Regiment wegen Kartelltragens zu 1 Tag Festuna. Tie Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffcntlich-
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S p e c i a , 9. Marz. Achthundert Arbeiter der Kriegsmarine sowie deS Arsenals Specia, die die Ueberstunden-Tarife der Arbeitsordnung nicht leisten wollten, wurde auf ministerielle Verfügung entlassen. Alle anderen Arbeiter deS Arsenals erklärten sich solidarisch unb sandten eine Abordnung an den Marineminister um Beilegung des Konfliktes.
Handel und Verkehr. Dolkswirtschast.
Berliner Börse vom 9. März 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)


