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10.2.1904 Zweites Blatt
 
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Nr. 34

Zweites Matt. 1S4. Jahrgang Mittwoch 1V. Februar 1904

«Ilch-i-t «gNch mit Ausnahme des Sonntag-. O-V^M llniu-efitätsdeuck-eei. R. Lange, Btebea.

Di-®it6«tet L-mlllenblM«- waten dem k W MM If B 8 / I S Lj |l1L Redaktion, Expedition n.Deuck-e°i: Schnlstr.1.

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General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Eießen.

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geleitet. Für die chinesische Provinz Petschili iPeking, Tient­sin, Tongku, Tschinwangtcnr^ werden die Sendungen nach wie vor über Sibirien befördert.

Hessische Beteiligung für Aolüsüunde.

Gießen, 10. Febr.

Der letzte Vortragsabend im Cafb Wel am Montag war «nieder aut besucht. Bestürzung erregte zwar zuerst die Mitteilung des Vorsitzenden, Prof. Dr. Strack, daß der ersll Redner des Abends, Pfarrer Schulte aus Beuerr^ durw starkes Unwohlsein am Kommen verhindert ser. Doch konnte der persönliche Dortrag des Redners durchDerlesen der freundlichst zur Verfügung gestellten Riederschftnst we­nigstens einigermaßen e^etzt werden. Der Verfasser führte mn die Höhen des Vogelsberges, nach dem Dorschen Engel- ^d, seinem früheren Pfarrsitz, und von da durch den ^eiliaenwald, dessen Name wohl auf altgermanischen Kult hinweist, hinauf zum Totentüppel bei Meiches. Dierm ganzen Vogelsberg als Wallfahrtsort bekannte äußerlich unscheinbareT o ten kirche" wurde anfangs des ^-Jahr­hunderts cm Stelle einer nur noch au genügen Steifen Lrkenllbaren spätgotischen Kapelle errichtet. ®ngel sollen fie einst von Rom oder aus dem heiligen Lande durch tue Lüste hierher getragen haben, inEngelrud" Hütten sw da- maU aus geruht. Noch jetzt findet am 2. Pfm^stserertage üor diesem allen Bauernhelligtum ein Gottesdienst statt, zu dem Hunderte aus der näheren und weiteren Um­gegend zuiauunenstromen. Aber nicht allem die Predigt llibrt sie her, sondern auch, das wunderkräfllge Wasser des allen geborstenen Taufsteins vor der Kirchentür, auf dem noch das Bild des Schutzheiligen der Kapelle St. Georg ru erkennen ist. Was in katholischer Zeit baS gewechte Taufwasser werkte, dos tut jetzt nach, dem Volks glauben das ' nie versiegende" Wasser aus dem Grunde des Beckens. Es ift gut für viele Krankheiten, beso^ers für Augen­läden und die Besucher Men ihre Kruge mrt der me verderbenden Flüssigkeit zum Gebrauche daheirm Manches G'ldstück fällt cm diesem Tage in den altertümlichen ^ock aber auch an anderen Tagen kommen twu weither d^üeute ch^Danb- oder Blltopser in Gell) oder Naturalien aui'den/sänucklosen Altäre niederzulegen. Mn das Kirche lein ruhen sippenweise die Toten des Dorfes, uno oie MeichÄer hallln fest an dieser alten Begrabnisordnung. Wll treu sie muh sonst an ihren alten Sillen hangen, zeigt

1560 bis auf diesen Tag reichen. Neben chnen geben die ,-Gebräuche Recht und rOdnung" von 1701 Aufschluß über die eigenartigen und uns heute ost komisch anmutcnden mitten bei der Verlosung und dem nachfolgenden Mahre, die noch heute in Geltung sind. Mit besonderer Freude wurde die Zusage des Vortragenden begrüßt, nicht nur die Geschichte jenes eigenen Rechtsgeblldes ausführlicher in denHessll schen Blättern für Volkskunde" darzustellen, sondern chm auch bei der Neugestaltung des Grundbuches dieselbe Liebe entgegenzubringen, die aus seinem fesselnden Berichte über dieses Denkmal alter deutscher Dorfverfajsung sprach An der Diskussion, in der mancherlei Parallelen zum allge­meineren Verständnis angeführt wurden, beteiligten sich Pfarrer i. P. Hofmann, Reutamtmann Schäfer und Eustos Dr. Ebel.

Wilhelm Jordan. Wir lesen in derFrkf. Ztg-"- Zu seinem 85. Geburtstag nahm Wilhelm Jordan selbst die Gratulationen von 100 Personen entgegen. Zahllose Glück­wunschtelegramme und -Briefe sind eingelaufen, darunter eine Adresse der Stadt Insterburg, dem Geburtsort des Tichters. Die 1800 Mitglieder zählende Literarische Ge­sellschaft in Hamburg und ähnliche Vereine in Oberen Städten brachten ihre Glückwünsche dar. Ter Dichter ver­lebte den Tag mit Ausnahme der Mittagsstunde, m der er ermüdet schien, sehr rüstig. Er sicht frisch aus; er llagt aber tmrüber, id> er nicht mehr arbeiten könne, seit er den ersten Schlaganfall vor vier Jahren erlitten ijaJje.

Berlin, 9. Febr. Im weiteren Verlaust der Ver­handlungen des Verbandes deutscher Seeschisservereine machte Direllor Schausell-Hamburg nähtte Mitteilungen über im Jahre 1903 erfolgte ünterf uchnngen über das Sehvermögen. 16773 Personen hatten em ge­nügendes Sehvermögen. Es waren nicht farbenblind 480 Kapitäne, 1492 Steuerleute,. 13 927 sonstiges Personal. Ge­nügendes Sehvermögen besagen 15 Kapitäne, 30 Steuer­leute, 515 sonstiges Personal. Farbenblind waren acht Kapitäne, sieben Steuerleute, 393 sonstiges Personal.

eintreffen.

Im Wtnterpalcris zu Petersburg versammelten s ch am Dikmstagnallfmlltag die Würderllräger, Hofchargen und die gesamten Ofsizllrkoips der Garnisonen von P.tnsburg, Zarskoje-Sselo, Gatschina und Petershof zur Teilnahme an dem vom Kaiser befohlenen Bittgottesdienst In feierlichem Zuge begab sich der Kaiser, die Kaise­rin-Mutter führend, gefolgt von den sämtlichen Mll- gliedern des kaiserlichen Hauses, zur Kirche im Winter- Calais. Der Kaiser machte einen sehr ernsten Eindruck, der nk der Rückkehr aus der Kirche noch mehr hervortrat. Bevor der Kaiser nach den inneren Gemächern zuri ckkchrte, begrüßte er die Palastgrenadiere, ausgediente Mll.tärs aus der Zell Nikolaus I. in der Uniform jener Zell. Die Grena­diere brachen in begeisterte Hurrarufe aus, und alle An­wesenden stimmten enthusiastisch mit ein. Ohne eine An­sprache cm die Versammellen zu richten, verließ der Kinser odann die Säle. Vor dem Winterpalais halle sich emc große Menschenmenge angesammelt, die dem Kaiser be­geisterte Huldigungen darbrachte.

Von allen russischen Kompagnien werden 18 Mann em- gezogen zwecks rascher Bildung neuer für Oftasien bestimm- ter Regimenter. . a __

Der russische Marine-Attachö in Paris erklärte es für bedauerlich daß das aus 14 Schissen bestehende russ. Geschwader, das noch Ostosien unterwegs sei, infolge Havarie bei Diserta und Port Said ausge­halten worden sei Außerdem gehöre zu dem Geschwuder der 20 Jahre alte Kreuzer Dimitri Tonskoi, der nur 14 Knoten laufe und die anderen Schiffe zwinge, ihr Tempo zu mäßigen. Es werde nötig sein, das Schiff zurückzu-

ihr Brauch chre Kirchweih mll jenem Pfingstgollesdieust an jenem Helligen Orte, nicht in der neueren Dorfkllche, zu eröffnen. Von der Rnhesiätte ihrer Verstorbenen steigen ~ie dann unmlltelbar zum Kirweötanz ins Dors hernieder. Die Totenkirche und chre religiöse Bedeutung für den Vogelsberg ift ein anschaulic^s Beispiel dafür, wie auch im Glauben unseres evangelischen Lanovolkes noch mancher­lei Reste aus katholischer, ja aus altgermanischer Ber- gangenheü erhallen sind. In einer angeregten Diskussion machten u. a. Lchrer Krausmüller und Hebe Jean Böck noch äußerst fesselnde Mitteilungen über die Bezieh­ungen der Totenkrrche zu ihren früheren Hellnatsortcn, die ebenso wie der Vorllag mll reichem Beifall gelohnt wurden.

lieber ,chie Baumkircher oder Blasius-Ge­sellschaft zu Laubach, ein Rechtsgebilde aus alter Zeit" berichtete sodann der zweite Vortragende, Landgerichtsrat Schmeckenbecher. Anläßlich der An­legung des neuen Grundbuchs hatte er sich auch mit den Rechtsverhältnissen dieser eigenartigen Genossen, chatt zu be­fassen. Aus einem der im 15. Jahrhundert durch den Äbt von Fulda zerstörten 5 Dörfer im Seental, dessen Lage noch heute dieBaumkircher Mühle" verrät, waren die Markgenossen nach Laubach übergesiedell und hüben bis auf diesen Tag innerhalb der Stadt gleichsam ein eigenes Gemeinwesen. Die alte Baumkllcher Gemeindeweide ift Gemeineigentum der Genossenschaft und wlld alljährlich am St. Blasiustag in 15 Losen abwechselnd unter dw 36 Genossen zur NuMing vertellt. Die Zugehörigkeit zur Ge­sellschaft und damit das Recht auf ein Los ift nicht persön­licher Natur, sondern getnüpst an den Besitz ein s Grund­stücks llr der früher Baumkircher Gemarkung. Die Gesell­schaft mußte jährlich 6 Gulden an den Junker von Merlau entrichten, die später auf Hessen nur Solms-Äauback),. zu­letzt auf dieses allein übergingen. Sie waren am Bla,ms- tag Schlag 12 Uhr fällig und mll der zuletzt ganz unver­ständlich gewordenen Formel^chreibenglisch" zu ent­richten: in dieser Form sind sie noch biy zum Jahre 184 / in den gräflichen Renreibüchrrn eingetragen Die Geschäfte der Genossen verwaltet derSchultheiß" und der Rat der Siebener". Eine 1727 angeserllgte Holzern Lade enthalt die Urkunden, besonders die Sitzungsprotokolle, die Von

ziehen.

Wie aus Tokio gemeldet wird, ist die Haltung der Bevölkerung den Fremden gegenüber bis jetzt im all­gemeinen befriedigend. In gut unterrichteten Kreisen verlautet jedoch, daß, falls Japan in einem Krieg mit Ruß­land unterliegen sollte, die Stellung der Fremden ohne Ausnahme sehrgesährlich werden würde, da die meijten derselben von den unteren Bevölkernngsk.assen mit größter Mißachtung behandelt werden. Einer Statistik zufolge be­finden sich in Japan gegenwärtig 4L0J Fremde, deren Eigen- tum und Kapllcllbelellchung in verschiedenen industriellen Unternehmungen sich auf 1400 Millionen $en beläuft.

Ein Genueser Blatt meldet ans Santiago de Chile, daß Japan die chilenischen Kriegsschiffe Capitan Prat, Maca- buco und Allnllante Condell erworben hat und daß die Fal)rzeuge mll Munllion und Lebensmllteln ausgerüstet in wenigen Tagen in See stechen werden

Reuter meldet ans Tientsin: In Schau Hai kW an wlld stündlich das Ellllresfeu eines französischen Transportschiffes erwartet, das ein Bataillon fran­zösischer Soldaten von Tonking dorthin bringe, nm dll Forts zu besetzen, welche die Russen räumten. Es heißt, daß die Trikolore über die Forts gehißt wurde, die nur von (toter einzigen Schildwache bewacht wurde. Der in Schanhaikwan stationierte britische Offizier erhob gegen die französische Olkupation Protest. Der General Dentrie, der die britischen Truppen in Nordchina befehligt, begab sich nach Schanhaikwan.

Die deutsche Post nach Japan wird bis aus weiteres nicht über Sibirien, sondern über Amerika, dll Post nach Schanghai, Kiautschou und Tschifu über Suez

Junkern ist dll Heimkehr gestattet worden. In Gensan kaufen dll Japaner Reis in großer Menge. Das Gerücht über dll nach einer Woche zu erwartende Ankunft japa­nischer Truppen und eines Geschwaders regt die B.vulkcr- ung auf.

Dll Abreise deS japanischen Gesandten ans Petersburg soll heute (Mittwoch) abend nach Berlin erfolgen. Berlin dürfte der Gefcmdte am Donnerstag

Man schreibt un's aus Berlin:

In der Stunde, da Mars regiert, treten alle andere» Interessen zurück. Höchstens die finanziellen m< sich alsbald geltend, da ein Krieg Geld und immer wieder Geld kostet. Tie wirtschaftspolllischen Fragen aber smd mit einem Schlage inaktuell geworden, und auf diesem Gebiet gehört Deutschland zu den Leib tr agenben insofern, als an die Wiederaufnahme der Han­delsvertragsverhandlungen mit Rußland einstweilen schwerlich zu denken ist. W zeigt *id:i jetzt, daß dll Regierung gut daran tat, die Handels- Oertrage nickst zu kündigen. Auf der anderen Selle kann die Sache für Teillschland insofern e-me günstige Wend­ung nehmen, als England durch t>en, Krieg wtrt- schaftlich geschwächt, später also größere ^neigthell zeigen wird, die deutschen Bedinguntzen zu accepllereu.

Mit der ganzen Wuckst der Ueberraschung h^ hier allenthalben der Beginn der Feindseligkeiten durch den fapanischen Angriff gewirkt. Im Reichstag gingen die K-irablätter von Hand zu Hand. Mit Besorgnis wurde übrigens auch in den Wandelgcmgen der fortgesetzte Rückgang der russischen Werte an der Börse besprochen, und die Frage aufgeworfen, ob nicht ange­sichts der Kopslosigkell des Publitums, dll saft alle Atartte in Mitleidenschaft zieht, zur Besonnenheit mahnende Aeußerungen der Regierung angezeigt seien? Wurde doch an der heutigen Berliner Börse die dreiprozentrge Reichsanleihe um ein volles Prozent herab­gedrückt. Was soll daraus werden, wenn die Entwick­lung so weiter geht? Jetzt treten noch die leitenden Banken mll Jnterventionskäufen auf, aber zuviel Risiko können sie natürlich auch nicht übernehmen. Wir sind der Mein­ung, daß gerade in diesen ersten besonders krllischen Tagen ein beruhigendes Wort von autoritativer Stelle zweckmäßigen Einfluß üben würde. Dazu Liegt insofern eine gewiffe moralische Verpflichtung vor, als doch wesent­lich auf die immer wieder hoffnungsvoll lautenden offi­ziösen Stimmnn gs b e richll hin, spezllll derjenigen der Rordd. Allg. Ztg.", in den letzten Wochen das Publikum sich der Sicherhell hingegcben hatte, llmso heftiger mußte die Bestürzung werden. Merkwürdig schweigsam ist nun­mehr mit einemmale dllNordd. Alig. Ztg.". Den Russen^ spendet heull abend das offiziöse Organ ob des ersten Erfolgs der Japaner folgenden nicht sehr überzeugende» Trost:Dll strategische Tragwelle dllses Vorgangs ist nicht zu überschätzen; seine Bedeutung liegt aber darin, daß nunmehr dll Feindseligtellen eröffnet sind." Das ist eben eine höfliche Lufjajsung des ^Vorgangs". Tat- jachlich^ betrachtet man in militärischen Kreisen diesen Be­ginn zu Gunsten Japans als ein bedenkliches Vor­zeichen für Rußland. Esscheine, daß die russische Flotte dem größerenMan" der Japaner nicht gewachsen sei. Wenn dll russifchen Kriegsschiffe als ,cheschädiA"^ bezeichnet seien, so könne das minder schonend auSgedrückt nur heißen, daß dll Schisse ge­fechtsuntüchtig sind. Als er» wenig günstiges Zeichen betrachtet dllSdat.-Ztg.", daß bereits jetzt in Port Arthur infolge mangelhafter Zufuhr dll Marktpreis efteigen. Demselben Lllllt wird, von einem mllllärifchen ÜJlitarbeüer geschrieben, es sei damll zu rechnen, daß dll gesamte lapanische Armee in spätestens zwei Monaten auf koreanischem Boden stehen könne.

Dll ^6oj). Ztg." erörtert dll interessante Frage, ob Der ohne Kriegserklärung begonnene Krieg eine Verletzung des Völkerrechts enthalte. Pros.

Worben. . ,

In Tschemnlpo wurden einige tausend japanische Gruppen ausgeschisst, obgllich zwei mssische Kriegsschiffe aiiwchend wa«m ^l.-Agentur" meldet aus Wladiwostok vom 9. Febr.: Das Küstengebiet, das Kwantunggebiet, Wladiwostok, Port Arthur und das längs der Lune der Osichinesischen Bahn ereignete Land ist. m Lnegs-Zu- stand erllärt worden. .....

Die Nachricht von der Kaperung rnssischer Lauffarteischifse durch die Japan er wiri» meh- icrnt englifthe» Blütern beftätigt .Euter Tepeschk tes Duily Telegraph" aus Nuga- zufolge geschah Weg­nahme vor Masauchho. Unter den gekappten ^tffro besaud sich ein Schiss, das Weis und Lohleu nach Pott Arthur unterwegs war, ferner zwei Schiffe, d-w von der russischen Zllgllrung zu Transportzweckeni gechartert-waren und im Begriff standen, eine für P"ri Arthur bestimmte Laduna von Kohlen und föonäten an Dori) zu nehmen. Dll Scknsfe leisteten feinen Widerstand und wurden von den ^.avanerrl unter ihre Deckung gebracht. Zwei wertere Fahr­zeuge wurden angeblich nmy Sasch^ ges^epp^ Lari" erfährt aus Tschifu, es handle sich b«. der Wegnahm um sogencumll Waisrichfänger hie zwischen ^Korea und ^ovan ^Spionagedienste taten und außerdem Sluftuig hatten,

Kubel zu zerstören. Dasselbe Blatt meldet ferner aus Tschistü 60 Transportschiffe mit japanischen Toppen seien behufs Landung an verschiedenen ^ikt«r Koreas in gegangen. In Port Arthur ist das Grs zwei ^^er'ltotooie Wr-mj-" wird aus Pott Atthur tclegra.

Jujolgr der beu MLcht-u uoiisizierten und von dirl°» «Eigreu strengcu Neutralität Koreas m d-m ruslrsch-taMuisaieu Kousütte wird augwlummcu, daß onuan das die Qteutralität ohne Anlaß verletzt hat, (eine S Geschütze und seine Infanterie-Komp-guten aus Soul werde zurüaziehen müssen. Aus Ts chuntschu (Korea) wird gemeloet, die BevöUemng sei beunruhig durch dll Ankunft japanischer Soldaten, d»e Kasernen b^ull » sollen. Den in Japan wellenden koreanisck^n

Aer Krieg -wischen Japan und Avßtand.

Unser heutiges Frühblatt enthüll eine Anzahl von De- ^efcfyen, dll besagen, oaß die erste Seeschlacht im russ isch-japanischen Düege geliefert worden ist. Ohne offi­zielle Lciegserklärung hat Japan den Kriegsbrand gestiftet. Lrer Heber fall der Japaner auf die russische Flotte ist un- korrett und eine Verletzung des Völkerrechts. russische See stärke ist durch dll Wegnahme, Ans- stranosetzung und Beschädigung mehrerer Fahr­zeuge, tote es scheint, handelt es sich bisher um min* oestenS zwei toeggenommeue, drei auf Strand gesetzte und vier beschädigte, im ganzen also um neun Schis s e , zweifellos schwächer getvorden, unddas ntffW Oberkommando war sehr unvorsichtig, sich; überraschen zu lassen. w .

DllAgence HavaS" meldet ans Petersburg: Hier verlautet, daß dll javaniscke Flotte, welche in der letzten Ruckt die russischen Schiffe vor Port Arthur angriff, aus 17 Sckiffen bestand. Tw Panzerschiffe ^etwisaw undZäsarewitsch" sollen er n ftlich b eschLdigt und der KreuzerPall ad a" angeblich gesunken sein.

Gin dem Renllrschen Bureau aus Tschifu zugegangenes relegramm bemerkt nacy einer Beschreibung des An- griffs auf Port Arthur: Ter Lamps dauert aui eine Schußweill von drei Rllilen noch sort. <SS wurde auf keiner Sette wetterer Schaden atlgerichtet.

Reuter meldet aus Shanghai vom 9. ds., dort verlaute, der Sonntag von Shanghai abgegangene russi s che Post- dampferM o u go l i a" sei auf der Höhe der Küste von Schantung von den Japanern genommen