Ausgabe 
9.11.1904 Viertes Blatt
 
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moch, den 16. November, vormittags ein berufen werde. Alls die Tagesordnung

langjährigen Tätigkeit int Kollegium außerordentliche Ver­dienste erworben hat. Durch das Bündnis der vier Parteirn ist ein Erfolg des Zentrums von vornherein ausgeschlossen.

R. B. Darmstadt, 6. Nov. Der Präsident der zweiten Kantuter hat den Mitgliedern des heute hier zusammen­getretenen Finanzausschusses die Mitteilung gemacht, daß er die Kammer zu einer kurzen Tagung zum Mitt-

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bildet der Gesetzentwurf betreffs der Forderungen für Bad- 91 a n 1) c i m. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hatte heute noch eine längere Beratung, in welcher derAus- jchußbericht über die Reorganisation deL Geometerinstituts und über die Anträge betreffs Aushebung der Brückengelder definitiv fertiggcstcllt wurde. Wir haben über die Beschlüsse des Ausschusses bezüglich der beiden Fragen schon ausführlich berichtet. Bei Besprechung deS Geometcrwescns, bei welchem vor weiteren definitiven Entscheidungen noch die Erfahrungen des nächsten Jahres abgeivarlet werden sollen, machte Abg. Häusel u. a. die interessante 9)httcilnng, daß Hessen wohl den 91 estör der deutschen Geometer I. Klasse aufzu- weisen hat, der seine alten Tage in Gießen verl-bt und bereits in sein hundertstes Lebensjahr cingelretcn ist. Die Stadt Gießen hat dem greisen Beamten bereits einen Ehrensold bewilligt; auch der Ausschuß ist damit einverstanden, daß die zweite Kammer und die Re­gierung ihm aus diesem seltenen Anlaß eine besondere Auf- merksamkcit zu teil werden lassen. Der Ausschuß hat mit der heutigen Beratung seine spruchreifen Aufgaben erledigt und wird deshalb vor Beginn der Kammertagung nicht mehr zusammenkommen. Der vierte Ausschuß tagte heute unter dem Vorsitz des Abg. Weidner bis zur siebenten Abendstunde. Ten Beratungsgcgcnstand bildeten in Anwesen- heit des Ministerialrats Eisenhuth und mehrerer anderer Regierungsvertreter hauptsächlich die beiden Anträge auf Umwandlung der Realschulen m Alsfeld und Groß-Umstadt in Oberrealjchulen. Die Beratungen des Ausjchuffes werden morgen vormittag 9 Uhr fortgesetzt Der zweite (Gesetzgebungs-) Ausschuß soll gutem Ver­nehmen nach Anfangs nächster Woche gleichfalls zusammen- treteu, um mehrere noch nicht erledigte Gesetzcnttvürfe für die Beratung im Plenum fertig zu stellen.

Ter Vorsitzende, Justiztat Metz, begrüßte die Erschienenen und sprach die Hoffnung aus, daß das politische Leben im Verein sich künftig ebenso rege gestalten möge. Er gedachte weiter m anerkennenden Worten dcö dahin geschiedenen Stadt­verordneten Ed. Hanau, in welchem der Verein und Vor­stand ein treues Mitglied verloren habe. Der von dem Schriftführer erstattete Geschäftsbericht, und der Kaffenbericht des Kassiert gaben zu keinerlei Erörterungen Veranlassung. Auf fPunkt 2 der Tagesordnung stand der Vorschlag des Vorstandes, auch bei den demnächst stattfindenden Stadt- verordnetenwahlcn, gleichwie in früheren Jahren, mit der Nationalliberalen Partei gemeinsam der Bürgerschaft eine Kandidatenliste vorzuschlagen. Die Generalversammlung ge­nehmigte einstimmig diesen Vorschlag, und stimmte ebenso einstimmig dem ferneren Antrag des VorstaiideS zu, die aus scheidenden 10 Mitglieder der Stadtverordnetenver­sammlung der Wählerschaft in erster Linie zur Wieder­wahl zu empfehlen. Die Abstimmung über drei von dem Verein weiter vorzuschsagendc neue Kandidaten erbrachte für die gleichfalls von dem Vorstand cnipsohlenen Herren Hermann Eichenauer, Max Friedberger, Friedrich Habe nicht (Westanlage) die erhebliche Stimmenmehrheit. Justizrat Dr. Gutflcisch richtete noch an die Versanimlung in warmen Worten den Appell, nun auch für diese Vorschlagsliste der vereinigten bürgerlichen Parteien allseitig elnzutreten, und zahlreich an der Wahlurne zu erscheinen.

<1. Mainz, 8. Nov. Der Kotitpromiß der liberalen Parteien (Nationalliberale, Deutsch-freisinnige, Demokraten und Sozialdemokraten) ist für die am 1. Dezember stattfin­denden Ergänzungswahlen zum Stadtrat perfekt geworden; heute abend wurde in den Versammlungen der vier Parteien das Bündnis gutgeheißen. Von den 9kati on al- liberalen scheiden 5 Herren aus und zivar: Anton Bern­hart, Schreinermeister, Justizrat Friedrich Görz, Chemiker Dr. Nautert, Rentner Frz. Jos. Ustnger und Kaufmann Gg. Reinhardt. Sie erhalten 4 Sitze, also einen weniger. Von den Deutsch-freisinnigen scheiden ebenfalls 5 Herren aus und zwar Dr. BaaS, Arzt, Rentner Thomas Falk, Eisenhändler Joh. Hirsch, Justizrat Karl Wolf und gestorben ist Bankier Leopold Oppenheim. Sie erhalten 3 Sitze, mithin 2 weniger. Von den Demokraten scheiden aus 3 Herren und zwar: Kaufmann Frz. Xaver Heerdt, Wilhelm U sing er, Rentner und gestorben ist Spediteur Kommerzienrat Gg. Hirsch. Sie erhalten die 3 Sitze wirder. Von den Sozialdemokraten scheiden 2 Herren aus und zwar: Geschäftsführer Val. Liebmann, und gestorben ist Redakteur Philipp Haas. Sie erhallen 6 Sitze, demnach 4 Sitze mehr. Ihre Fraktion wird dann die Zahl 10 im Stadtverordneten-Kollegmm zählen. Der keiner Fraktion an- gehörende und ausscheidende Rentner Ring wird von den liberalen Parteien ausgestellt. Damit sind die 17 erledigten Eitze vergeben. Vom Zentrum scheidet 1 Herr aus und zwar: Sanitätsrat Dr. Müller, der sich während seiner

* Kleine Tageschronik. InWolfftein (Pfalz) wur­den die Verbrecher Karres und Hellriegcl, die von der Staats­anwaltschaft in Trier wegen des Ak o r d c s an dem Ackerer Trincs steckbrieflich verfolgt werden, verhaftet. Tie Mörder hatten während längerer Zeit die Pfalz, Hessen und das Saar- gediet mit ihren Schandtaten hcimgesucht. Tic beiden werden auch von anderen Behörden verfolgt. Tas 21jährige Dienst-

Sitzung sind die inzwischen von den Ausschüssen stellten Vorlagen, sowie eine Anzahl Neueingänge läufigen Beratung" gesetzt werden. Den ersten Beratungsgegenstand der wieder .beginnenden Kammertagung

mädcheu Michalina Urbanik in Königsberg, welches gemein­sam mit ihrem Bräutigam Adrcschewsli die Tochter ihres Tienst- herrn, des Tistriktskommissars in Kreuz bei Schneidemühl, er­nt o r d e t e und beraubte und die Leiche in einen Sack steckte und ins Wasser warf, wurde in £) amburg verhaftet. Groß- feuer brach in Wippershain bei Hersfeld aus. Vier Ge­höfte wurden fast vollständig eingcäschert. Tie ganze Ernte, Rindvieh, Schweine und viel Federvieh sind verbrannt, auch viel Mobiliar ist vernichtet worden. Ter Schaden ist durch Ver­sicherung gedeckt. In Duisburg stürzte die Giebelwand eines Neubaues ein und fiel auf ein neben dem Neubau stehendes Wohn­haus, das stark beschädigt wurde. Bei dem Einstürze wurden drei Kinder verschüttet. Nach Verübung großer L o t t e r i e s chwin - delcicn sind die bisherigen Leiter des LotterievereinsGer­mania", der Tischler Heinrich Sonnenrein und der Kaufmann Friedrich Mecklenburg von Berlin geflüchtet, jedoch auf Ver­anlassung der Berliner Kriminalpolizei in Haag verhaftet worden. Auslieferungsverhandlungen sind im Gange. In Amsterdam geriet die katholische Herz-Jes ukirche beim Vondelpark dadurch in Brand, daß der Schmelztiegel eines auf dem Tache arbeitenden Bleiarbeiters umgestoßen wurde. Tas Feuer breitete sich rasch aus. und ergriff das ganze Gebäude. Ter Turm stürzte ein; nur ein Teil der Mauern ist stehen ge­blieben. Personen sind nicht verunglückt; der ganze Kirchenschatz ist gerettet.

ymtytsjaal.

Berlin, 8. Nov. In dem Privatbeleidigungsprozesse des Grafen P ü ct l er-Klcintschirne gegen den Redakteur Kurt Bürger und den Schriftsteller Emil Brand beschloß das Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin I auf Antrag der Ver­teidigung, die Verhandlung auszusetzen da der Gerichtshof die Ucbcrzeugung gewonnen habe, daß nach dem vorliegenden Material und den gerichtsnotorischen Reden des P r i v a t k l ü g e r s derselbe geistig nicht normal sei. Ter Gerichtshof beschloß daher, das gegen den Grafen Pückler feilens der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin I eingeleitete Strafverfahren abzuwarten, da anzunehmcn sei, daß in diesem die erforderlichen Schritte betr. die geistige Zurechnungsfähigkeit des Grafen Pückler unternommen werden.

Kiel, 8. Nov. Das Oberlandesgericht erkannte heute in dem von der Stadt Kiel gegen den Fiskus angestrengten Prozeß das Eigentumsrecht am K i e l e r Hafen d e in Fiskus z u. Tie Klage der Stadt wurde kosteniällig abgemiesen. Das Gericht erachtete den Beweis nicht für erbracht, daß der Stadt Kiel das Eigentumsrecht am Hasen in Kiel zugestanden worden sei.

Leipzig, 8. Nov. Tas Reichsgericyt erkannte die For­derung der Magdeburger Privatbank gegen die Terlinden- Ko n t u r s m a s s e in Höhe von 1403 695 Mk. als berechtigt an und wies die von der Konkursmasse gegen das Urteil des Ober- kandcsgerichts. Hamm eingelegte Revision zurück. Letzteres hatte entgegen dem Urteile des Landgerichts Tuisburg die Forderung ül.' gstiig u'lmtiit.

Wer flickt gern Wäsche? Jede Haus- ________________-M ------------------ trau oder Mädchen wünscht sie möglichst lange zu erhalten nnd trotzdem achten die Meisten nicht darauf, welche Waschmittel sie zum Wa­schen und Kochen ihrer Kleidungsstücke und Geräte verwenden, sondern lassen sich irgend ein Waschpulver u. s. w., welches vielleicht stark schädliche Stosse enthält, blos weil es einen Psennig billiger ist, als die bewährte Gioth's gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin, auidrängen Gioth's gemahlene Kernseife, für deren Unschädlichkeit der Fabrikant garantiert, und welche hohe Waschkrast besitzt, kostet per Paket 15 Psennig. Fabrikant: I. Giolh, Hanau a. M. hv19/.

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