Ausgabe 
9.7.1904 Erstes Blatt
 
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erschien die Frau Major v. Bülow, welche beschuldigt ist, ihr 12 jährigeS Töchterchen grausam gequält und ei »gesperrt gehalten zu haben. Die Angeklagte bestreitet jede Schuld und behauptet, daß es sich um Dienstbotenklatsch handelt. Da über 30 Zeugen zu vernehmen sind, wurden die Verhandlungen heute noch nicht zu Ende geführt.

Braunschweig, 7. Juli. Am 3. März d. I. wurde die elfjährige Helene Bcvenroth auf dem Rittergute Ha­genhof bei Königslutter überfallen, der Versuch an ihr unter­nommen, ein nach § 176,3 des St.-G.-Bchs. strafbares Ver­brechen zu verüben und sie schließlich nach mißglücktem Ver­suche in scheußlicher Weise ermordet. Als Täter ist der Kuhknecht Wilhelm Triwe, 27 Jahre alt, seit zwei Jahren verheiratet und Vater zweier Kinder, ermittelt worden, der denn auch schließlich ein Geständnis abgelegt und dasselbe zu mehreren Malen wiederholt hat. Heute wurde nun unter unge­heurem Andrange des Publikums gegen Tuwe wegen Mords vor dem Schwurgericht verhandelt, und derselbe zum Tode und zu l1/? Jahren Zuchthaus verurteilt.

Wiesbaden, 8. Juli. Im Massenprozeß hiesiger Aerzte haben sowohl der vorn Schöffengericht zu 450 Mark Geldstrafe verurteilte Geh. Medizinal- und Regierungsrat Tr. August Pfeiffer als auch sämtliche gegen ihn klagenden Aerzte Berufung eingelegt. Man wird ,Mo eine vielleicht ver­stärkte Neuauflage der an sich wenig erquicklichen, in sozialer und rechtlicher Beziehung aber nichtsdestoweniger bedeutsamen Aus­einandersetzung erleben.

Berlin, 8. Juli. Tos Urteil in einem großen Butter- fälschungsprozesse wurde heute abend gesprochen. Von den 30 Angeklagten wurden nur fünf freigesprochen. Gegen die übrigen wurde auf Gefängnisstrafen von 2 Wochen bis 3 Monaten bezw. auf Geldstrafen von 50 bis 1000 Mk. erkannt.

Nürnberg, 8. Juli. Tie Strafkammer in Fürth 'ver­urteilte den Flaschner G e b s a t t e l, der in der Trunkenheit über den Prinzregenten, den König und den Kaiser geschimpft hatte, wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monaten Ge­fängnis.

Rom, 8. Juki. Ter Lehrer Minozzi, der den Ge­liebten seiner Frau, einen Sergeanten, niedergeschossen hatte, wurde heute unter großem Beifall des Publikums von den Geschworenen freigesprochen.

Sport.

(E. T) Fußball. Morgen, Sonntag nachmittag, finden auf dem Exerzierplatz zwei Wettspiele statt. Um 3 Uhr spielt die erste Mannschaft des Gießener Ballspielklubs gegen die zweite des Gießener Fußballklubs, später, etwa um 5 Uhr, die erste Mannschaft des Gießener Fußballklubs von 1900 gegen die gleiche des Frankfurter MeisterschostsklubsKickers". Beide Spiele ver­sprechen sehr interessant zu werden, und der Besuch ist jedem, der fick für gesund-".: Sport interpff-ert, dringend zu empfehlen! Kandel und Verkehr. Volkswittschasl.

HessischeLandcs-Hypethekenbank. Das Halbjahr hat dem Institute eine sehr befriedigende Weiter­entwicklung gebracht. .Der Umlauf 3*'? Proz. Hypothek-Pfand­briefe hat sich um Mk. 7 100 000, derjenige Zr/r Proz. ^om* munal-vLcbnldv erschre ibungen hat sich um Mk. 2 330 000. erhöht, so daß sich per 30. Juni 1904 Mk. 14 700 000. 3V2 proz. Hypothek-Pfandbriefe und 4,300 000. Mk. 3V2 proz. Kommunal- Schuldverschreibungen in Zirkulation befinden. Die Aus­leihungen steigerten sich um 725 Hypothekdarlehen im Bettage von Mk. 8 275 000 imb 74 Kommunaldarlehen im Betrage von Mark 2200000.. Der Darlehensbestand stellt sich insgesantt auf: Mk. 17 500 000. Hypothek-Darlehen und Mb 5 100 000. Kom- munal-Darlehen. Die Erhöhung des Bettiebskapitals von Mark 4 600 000. auf Mk. 9 000 000. ist durchgefuhrt. Der Staat hat vom gesamten Kapital Mk. 8 311 000. im Besitz, auf Kom­munen und öffentliche Sparkaffen mit kommunaler Garantie entfallen Mk. 689 000.. Tvs Grundkapital von Mk. 9 000 000 ist voll eingezahlt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 10. Juli 1904: Meist heiter, bei etwas kühlerer Nacht tagsüber Temperatur nur wenig verändert, sehr warm, andauernd trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Eingesandt.

Mr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

c < .. r t . Staufenberg, 9. Juli.

dE 1- Juni d. I. der neuerrichiteten Posta^ntur Mainzlar zugeteilt. Zn dieser Agentur gehören außer Mamzlar Taubnngen, Heibertshäuser Hof und Staufenberg. Auf seinem ersten Gange besorgt der in Mainzlar stationierte Postbote die Geschäfte in Mainzlar, Taubringen und Heiberts­häuser Hof und ist um 8.46 Uhr an der Haltestelle Danbringen, er dem Lumdazug, der um diese Zeit von da nach Gießen geht, die Postsachen der genannten Orte übergibt. Um 9 Uhr Ut er in Staufenberg und kommt kurz nach Ahr wieder nach Mainzlar zurück Da aber der um 2 Uhr von hier nach Gießen abgehende Zug keine Post hat, bleiben sämtliche Staufenberger Postsachen auf der Postagentur Mainzlar bis nachmittags 3.18 Uhr liegen und gehen dann über Grimberg, von wo ai's sie mit dem Zug der Oberheffffchen Bahn um 4 Uhr 30 Min. nach Gießen gehen und dort 4.57 Uhr ankommen. Es ist auf diese Weise möglich, daß eine Korrespondenz nach Lollar, die abends nt Staufenberg eingeworfen wird, den anderen Wend S? des Adressaten gelangt, und die übrigen Orte des

Bestellbezirks Lollar erst am Vormittag des folgenden Tages erreicht. Daß bei einer solchen Einrichtung nicht allein die Korrespondenzen nach Lollar und Umgegend eine so große Ver- späb'ng erleiden, sondern auch die, welche andere Bestimmungs­orte haben, ist selbstverständlich Vor dem 1. Juni, wo wir zum Postbestellbezirk Lollar gehörten, waren wir viel besser dran Hoffentlich genügen diese Zeilen, daß die Sache einer näheren Prüfung unterzogen wird.

Ncueile Meldungen.

Originaldrahtmeldunaen des Gießener Anzeiger».

Berlin, 9. Juli. Wie dieNeue Pol. Korr? ver­nimmt, hat der Kaiser der Familie Bülow einen Sitz im preußischen Herrenhause verliehen.

Berlin, 9. Juli. Zu dem Morde an der Lucie Berlin werden jetzt neue Einzelheiten berichtet, die eine völlige Uebersührung deZ mutmaßlichen Mörders Berger ergeben dürften.

Breslau, 9. Juli. Während der Vorstellung im Theater zu Bad Reinerz ertönten aus der Dam en - Garderobe Feuerrufe. DaS Publikum stürmte sofort nach den AuSgängen, wobei eine Dame umgerisien und ge­treten wurde. In der Garderobe hatte eine Dame eine Lampe umgeworfen, wodurch das Kostüm einer Schauspielerin in Brand geriet. Die Schauspielerin erlitt erhebliche Brand­wunden. Auch einige andere Damen verbrannten sich bei den Löschversuchen die Hände. Das Theater mußte geschloffen werden.

Gera, 9. Juli. DaS Kriegsgericht der 8. Division ver­urteilte den Musketier Max Gentey von der 6. Komp, des 153. Infanterieregiments in Altenburg zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust sowie Ausstoßung auS dem Heere und Stellung unter Polizeiauf­sicht. Der Angeklagte war trotz Leugnens überführt, mehrere Ladendiebstähle begangen zu haben.

London, 9. Juli. Der Prinz von WaleS präsidierte gestern im Marlboroughhouse der jährlichen Zusammenkunft der Krebsuntersuchungskommission. Sir William Church verlas den Jahresbericht und wies auf die Fort­schritte hin, die die Krebsforschung in der letzten Zeit machte. Er führte auS, folgende Tatsachen seien festgestellt. Der Krebs erstreckt sich sowohl über die zivilisierte, wie über die unzivilisierte Welt. Daher ist die Zivilisation nicht eine Ursache seines Entstehens. Er kommt bei Menschen und Tieren, sogar bei Seefischen vor und ergreift alle Wesen ver­hältnismäßig in denselben Altersgrenzen. Der Krebs ist nicht ansteckend und nicht übertragbar von einer Art auf eine andere Art. Die Krebszelle kann die Fähigkeit der Selbstsortpffanzung wieder erlangen. Die Krankheit wird nicht durch einen Parasiten hervorgerusen,

auch ist sie nicht tm Zunehm en begriffen. Man sand bisher nicht, daß das Radium einen heilsamen Ein­fluß ausübt.

Paris 9. Juli. Die hiesige japanische Gesandschasi gibt eine Rote über ein Gespräch, welches der Ministerpräsi­dent Katsura mit dem amerikanischen Missionar Jmbrie gehabt hat. Katsura erklärte, Japan vertrete im gegenwärtiqeq Krieg die Jutercffen der Menschlichkeit, des Handels und der Zivilisation. Wie sich Japan seiner Pflichten als zivilisierte Nation bewußt ist, gehe daraus hervor, daß es die nahe liegende Idee eines Bündnisses mit China entschieden zurück wies und zwar hauptsächlich, weil es den sonst un. vermeidlichen Ausbruch, des Fremdenhaffes in China ver- hindern wollte.

Paris, 9. Juli. Der Petersburger Korrespondent des Echo de Paris" übermitttelt seinem Blatte folgendes sensa­tionelle Telegramm: Am 6. Juni sind zwei Gefechtseinheiten, bestehend aus 3 bis 4 Schnelldampfern, welche Ruß­land von deutschen Reedereien erworben hat, von einem deutschen Hafen unter dem Befehl des Barons Melken nach Osten abgegangen. Dieses Geschwader ist beauftragt, in Chile sich durch weitere dort gekaufte Schiffe zu verstärken und vereint mit diesen die japanische Küste zu bom- bardieren, worauf es sich mit der Wladiwostokflotte vereinigen soll. Das Geschwader soll sonst nirgends an- laufen.

Brest, 9. Juli. Ernste Unruhen haben hier statt­gefunden. Die Streikenden durchzogen die Straßen der Stadt unter Absingung revolutionärer Lieder. Truppen mußten einschreiten, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Diese trieben die Demonstranten gewaltsam auseinander. AuS den Fenstern der Häuser wurden allerlei Geschosse auf die Truppen geworfen, wodurch zahlreiche Soldaten und Polizisten verletzt wurden. Die Behörden, welche sich an Ort und Stelle begaben, wurden ebenfalls tätlich an­gegriffen. Der Präfekt wurde durch einen Steinwurf am Kopfe verletzt. Zahlreiche Verhaftungen wurden vor­genommen. Die Häuser, aus welchen Gegenstände geworfen worden waren, wurden umzingelt. Truppen-Abteilungen be­setzten mehrere Stadtteile sowie die hauptsächlichsten Straßen- Kreuzungen. Die Aufregung in der Stadt ist sehr groß. Man befürchtet weitere ernste Ereigniffe.

Salzburg, 9. Juli. Auf der Station Seekirchen fand eine Zugentgleisung statt, wobei eine Person getötet und 7 verletzt wurden.

Telephonischer Kursbericht«

81V/o Reioheanlerhe . . 3% do. . . .

3Vt®/o Konsols . . . .

3% do......

3,/e% Hessen . , . .

3V,% Oberhessen . . .

4% Oesterr. Goldrenfe . . 4V6% Oesterr. Riiberrente 4% Ungar. Goldrente . .

40/n Italien. Rente , . .

41/a % Portugieser , . . 3°/ Portugiesen. . . . .

1 % C. Türken . . . .

Tiirkenlose ...... 4% Griech. Monopol.-Anl.

41/, % äussere Argentiner

Frankfnn a. 51

101.95 3°/o Mexikaner . .

90.70

102.10

90.40

100.35

99.20

101.10

41/e*Vr? Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nordd. Lloyd . .

Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank .

100.00

103.50

61.45

60.70

128*00

Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . , , Lanrahütte . . . . Bochum .....

9. Juli.

. . 27.45

. . 89.73

. . 1^5.80 . . 10190 - . 201.50 . . 1R7.3O

. 137.60

. . 149.70

. . 153.20 . . 136 40 . . 17.25 . . 187.50 . . 242.80 . . 187.00

48.20 Harpener......198JJ0

44,30 Tendenz: stüL

NESTLE* Kin

WdtWr WchmMKmiS Wei.

Garteustraße 2, Zimmer Nr. 14.

(Geschäftsstunden von 81 und von 36 Uhr.)

ES find zn vermieten:

30 Wohnungen von 28 Zimmern, 1 Zimmer, für Bureau- Zwecke geeignet,. 1 möbliertes Zimmer mit Kabinett.

Zu mieten gesucht:

54 Wohnungen von 211 Zimmern.

Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein­schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außer­dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen.

Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un­entgeltlich^___________________________________________________' 5951

Dergebung vonFlohöauaröeilen

Zur Erbauung der veterinär-medizinischen Institute in Gießen, hier: des Auditoriumsgebäudes und der Lehr­schmiede, werden die folgenden Rohbauarbeiten unter Zu­grundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben.

Los I: Erd- und Maurerarbeit, darunter 470 cbm

Bruchsteinmauerwerk, 750 cbm Backsteinmauerwerk.

Steinmetzarbeiten, Los II: 58 cbm roter Sandstein. Los 111: 26 cbm Lrrngstein (Basaltlava).

LoS I V: Zimmerarbeiten, darunter 80 cbm Tannenholz, 4300 lfd. Mtr. Holz abzubinden, 120 lfd. Mir. Holzgesims.

Los V: Dachdeckerarbeiten, darunter 750 qm Schieferdach. Los VI: Spenglerarbeiten, darunter 50 lfd. Mtr. Sand- tandeln, 90 lfd. Mtr. Simarinne.

Los VII: Grobschlosserarbeit, darunter 550 kg Anker, Klammern re., 380 kg Schrauben, Bolzen rc.

Los VIII: Blitzableiteranlage.

Los IX: Trägerlieferung, 23 000 kg und U-Eisen.

Angebotsunterlagen können auf unserem Zmeigbüreau, Frankfurterstraße Nr. 83, eingesehen, Angebotsformulare dort­her bezogen werden.

Offerten mit genau bezeichnender Auffchrift versehen sind auf genanntem Zmeigbüreau bis Mittwoch den 27. Juli d. I., vormittags 11 Uhr, dem Erüffnungstermin, ein* rureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Gießen, den 8. Juli 1904. 5928

Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten.

Becker.

Die Ausführung von rd. 2800 cbm Erdarbeit, 420 lfd. m Ent­wässerung, 380 cbm Bruchstein­mauerwerk, 72 ebm Ziegelstem- mauerwerk und 260 cbm Beton zur Herstellung einer Viehwagen- reiniqungsanstalt auf Bahnhof Gießen soll öffentlich vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen lie­gen bei der unterzeichneten Be­triebsinspektion zur Einsicht aus; auch können dieselben gegen post- und beftellgeldfreie Einsendung von 3 Mark von dort bezogen werden.

Angebote sind bis zum Eröff­nungstermin am 23. Juli 1904, vormittags 11 Uhr, postsrei ein­zusenden.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 7. Juli 1904.

Großh. Eisenbahn-Betriebs- 5930________Inspektion 1.______

Versteigerung.

Montag, de« 11. d. M., uachm. 3 Uhr

sollen dahier Marktplatz 20 im Adler:

21/, Mille Zigarre«, eine Partie Schuhwaren, eine Laden­einrichtung, mehrere Räh- mafchiue«, ein Kanarienvogel mit Käfig, 2 Pierde, Haus- und Küchengeräte aller Art, ein EiSschrank u. v. A. gegen bar versteigert werden.

Die Versteigerung findet teil­weise bestimmt statt. 5943 Gießen, den 9. Juli 1904.

Seipel, Gerichtsvollzieher.

Ein grosses Glück verleiht ein zarteS, reines Gesicht, jugendsrisches, rosiges AnSsehe«, weiße, saunnetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt: Madebeuler [2401

Lilicnmilch-Seife Man achte auf die Schutzmarke Steckenpferd, echt & St. 50 H bei

Adolf Bieler

Viktoria-Drogerie. Marktstraße 5.

Gegründet 1883.

Jean Dern & Co., Giessen

Telephon Nr. 21 Inh.: Oscar Gutmann Bureau: Wastanlage 31

AudL^ernf Glasbausteine ,Falconnier Vielfach preisgekrönt.

Angewandt: wenn es sieh darum handelt, Oeffhungen zum Einlassen des Lichtes In Mauere anzubringen, selbst wenn die letzteren nicht in der gesetzlich vorg-eschriebenen Entfernung von dem Nebenbesitzer liegen. Ferner bei Verandas, Wintergärten. Kiosken. Vordächern. Bädern, Spitälern, Eisfabriken, Schlächtereien, Fabriken und überall da, wo grosse Licht­mengen und die Erhaltung einer gleichmässigen Temperatur notwendig sind, in industriellen Etablissements, wo ätzende Dünste erzeugende Stoffe fabriziert werden, als isolierende Scheidewand gegen die Elektrizität. Die Verwendung ist äusserst vorteilhaft in der Gärtnerei. Wenn die Spaliere teilweise aus Glasbausteinen ausgeführt werden, kommt das Obst früh zur Reife. Die Glasbausteine werden wie gewöhnliche Backsteine durch Mörtel zusammengefügt. Kostenanschläge gratis. 5953

HttWsttdtMlkI m Gießen.

Am Mittwoch den 7. September 1904, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe deS Marites Ist ausreichend Sorge gettagen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Huhn dahier wenden.

Mtt dem Pferdemartt ist eine

Prämiierung

verbunden, für welche 1620 Mark zur Verfügung flehen. Der PramiierungSplan ist von Herrn Weinhändler Angnst Schwa« zu Gießen jtu beziehen. Die PreiSvertoilung erfolgt tm Attzchluß an die Prämiierung um 121/, Uhr. Omnibu«Verbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz tmb zurück. Von 10 Uhr ab: Konzert auf dem Marktplatz.

2lm 8. September, nachmtttagS 2 Uhr, findet in der Turn halle der Stadtknabenschule eine

Verlosung

statt von Pferden, Wagen, lmchwirlschastlichen Maschinen und Ge­rätschaften, Hanshaltungs- und Gebr^mchSgegenständen.

Der Generalvertrieb der Lose d, 1 Mk. ist dem Herrn »tichard Bnchacker dahier übertragen.

Gießen, den 25. ^uiü 1904. 5924

Dle städtische Pserdemarkt-Kommisfion.

Jean Kirch.

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