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9.5.1904 Erstes Blatt
 
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Montag 9, Mai 1904

134. Jahrgang

Erstes Blatt.

36 Oberv

Schwaß

beglaubigen.

Der Krieg zwischen Japan uvd Außlaud.

Die Besetzung von F3ughwaugtsch8vg durch die Japaner.

worden. ,

U^ber die Mer des Geburtstages des Kron­prinzen am Freitag wird berichtet: Früh um i/,8 Uhr begaben sich die Sänger der 2. Kompagnie des 1. Garde- RÄrwnts nach dem Hofe des Kabinettshauses zu Pots­dam, wo der Kronprinz zurzeit Wohnung genommen hat. Unter Leitung des Stav'Hhoboisten Händel brachten sie ein Ständchen dar. Der Kronprinz ging auf den Hof hinunter, wo er die vier Liedervorträge anhörte. Im Laufe des Vormittags erschienen fast sämtliche höheren Offiziere der Potsdamer Garnison, um ihm ihre Glückwünsche zu über­mitteln. Kurz vor i/23 Uhr begab der Kronprinz sich nach

Zimmerer, Maurer, Gelbgießer, Schreiner, Spengler und Installateure, Buchbinder, Metzger, Steinhauer.

** Ein großes Arbeiterfest begingen am SamStag die Eisenwerke in Lollar. 10 Arbeitern, die alle 40 Jahre lang ununterbrochen dem Werk angehört haben, ist damit bewiesen worden, daß man so langer Jahre treuer Arbeit bewundernd und anerkennend gedenkt. Die Hände aller Mitarbeiter in dem riesigen Betrieb deS Werkes ruhten, als um 4 Uhr nachmittags der große Raum der neuen Gieß­halle seine Pforte öffnete, um zahlreiche Gäste aus Lollar und von auswärts, die Beamten des Werkes und seine ge­samte Arbeiterschaft zu Ehren der Arbeiterjubilare aufzunehmen. Die Regimentskapelle auS Gießen unter Musikdirektor Krause eröffnete daS Fest mit einem Musikvortrag, worauf Direttor Stein ecke von den Eisenwerken die Erschienenen, unter ihnen besonders Provinzialdirektor Dr. Brei dert und den Präsidenten der Großh. Handelskammer Gießen, Kommerzien- rat Koch, begüßte. Mit Musikstücken und hübschen Gesangs- votträgen eines Arbeiterchors wechselten zahlreiche Ansprachen, die alle mit Hochachtnng der Verdienste der 10 treuen Arbeiter gedachten. Provinzialdirektor Dr. B r e i d e rt als RegierungS- vertreter richtete herzliche Worte an diese und eröffnete ihnen, daß Se. Königl. Hoh. der Großherzog ihnen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Arbeit« verliehen habe. Es sei das die größte Ehre eines Arbeiters, wenn er sagen könne, ich habe 40 Jahre treu gedient. Er beglückwünsche die Jubilare und wünsche ihnen noch lange Jahre rüstiger Arbeit. Darauf überreichte Provinzialdirektor Dr. Breidert die Auszeichnungen an die folgenden Arbeiter: Magazin­aufseher Georg Knörr aus Lollar, Obermeister Ehr. Schmitt aus Ruttershausen, Heizer Joh. Schwalb aus Daubringen, die Maschinisten Heinr. Kaiser, Ehr. Ullmann und Heinr. Frank aus Lollar. Former Friede. Schermuly

Gießen, 9. Mai 1904.

Pferdemu sterung. Pferdebesitzer werden darauf aufmerksam gemacht, daß morgen, Dienstag, vormittags 81/, Uhr, der Rest der Pferde aus der Stadt Gießen zur Musterung vorzuführen ist. Es kommen besonders in Betracht die Pferde van den Besitzern, deren Zunamen mit ß3 be­ginnen. Wer es unterläßt, seine Pferde vorzuführen, hat Geldstrafe bis zu 150 Mk. zu erwarten.

Die feierliche Ueberreichung der Gesellen­briefe an diejenigen Lehrlinge, welche innerhalb des Be­zirks Gießen in diesem Jahre die Gesellenprüfung bestanden haben, fand gestern vormittag, verbunden mit einer großen, vielseitigen Ausstellung von Gesellenstücken statt. Der Vor­sitzende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber, er­öffnete die Feier mit einer Begrüßung der Gäste und Ver­treter des Handwerks, insbesondere dankte er den Herren Regierungsrat Dr. Wagner, Kommerzienrat Koch und Handwerkskammersekretär Engelbach für ihre Anwesenheit. Hierauf wies derselbe auf die Bedeutung der Gesellenprüfung hin und betonte, daß diejenigen, die diese Prüfung nicht ab­gelegt hätten, später weder Lehrlinge anlernen, noch die Meisterprüfung ablegen könnten. Die Prüflinge ermahnte er eindringlich, nicht zu erlahmen, sondern immerfort an ihrer Vervollkommnung zu arbeiten, und sprach sie alsdann zu ge­setzlich geprüften Gesellen in ihrem Handwerk aus. Alsdann brachte Handwerkskammersekretär Engelbach die besten Wünsche der Handwerkskammer d.n Prüflingen entgegen und dankte der Vorsitzenden und Beisitzern des Prüfungsausschuffes für ihre umfangreiche Arbeit mit der Bemerkung, daß Gießen, was die Anzahl der Prüflinge anlange, in Heffen an zweiter Stelle stehe. Regierungsrat Dr. W a g n e r und Kommerzienrat Koch beglückwünschten'in warmen Worten die Prüflinge zu ihrem Erfolge und wünschten weiter dem aufblühenden Hand­werk guten Fortschritt. Nunmehr wurden die Gesellenbriefe durch Architekt Schramm unter Handschlag an Schlosser- meister Dörr und Schreinermeister W. Müller an die Prüflinge verteilt. Anschließend ermahnte noch Schlaffer- meister Dörr die Junggesellen, fortzufahren in ihrer hand­werklichen Ausbildung um künftig als gute Kollegen sich zeigen zu können. Zum Schluß sprach der Junggeselle Ju g- hardt namens seiner Mit-Junggesellen den Lehrmeistern und dem PrüfungSausschuffe Dank aus für die gehabten Mühen. Zur diesjährigen Prüfung hatten sich 83 Lehrlinge aus 19 verschiedenen Gewerben gemeldet; von diesen haben zwei die NoteSehr gut bestanden«, 48 die NoteGut bestanden«, und 31 die NoteBestanden« erhalten. Die vertretenen Handwerke waren folgende: Schlaffer, Eisendreher, Maschinen- schloffer, Bandagist, Elektromechaniker, Schmiede, Wagner, Lackierer, Maler, Weißbinder, Feinmechaniker, Sattler,

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Ausland.

Paris, 7. Mai. Tas sozialistische BlattActton" be­richtet, daß auf Ansuchen der russischen Botschaft zwer Revolu­tionäre namens Burtsew und Worakow von der franzosvmen Regierung ausgewiesen wurden, well sie Anstifter zu einem A n -

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&* Meldet wird _ statt.

Nr. 108

Erscheint tSgltch

außer Sonntag«.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem ffeMsche» Landwirt die Gießener Familien, liätler viermal in der

Woche beigelegt StotationSdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen llnivers^Buch-u. Stein­druckerei. ÖL Lange. Redaktion, CxvtbUtoa und Druckerei:

«chulsttkaß« V.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«.

xsrrnsprechanschluß Nr. bl.

selbe.

London, 7. Mai.Daily Ehronicle" berichtet aus Anttmg: Die Verluste der Japaner beim Ueber- schrerten des Jalu und bei Antung betragen etwas über 100 0. In Antung haben die Japaner eine Garnison zurückgelassen.

Die Verluste der Ruffeu und Japaner.

Petersburg, 8. Mai. Ein Telegramm des Gene-! rals Kuropatkin von gestern besagt: Wie General Sassulitsch unter dem 7. Mai meldet, besetzten die Ka- vallerie und die Vorhut des Gegners am 6. Mai Föngwangtschöng. Zwei Schwadronen und zwer Kom­pagnien Japaner rückten nach Daliandrapuse -Sor. Die russischen Kavallerieabteilungen zogen sich auf Seliudjan zurück. Stteifwachen von Föngwangtschöng melden, daß zwei japanische Divisionen am 6. Mai sich aus dem großen Wege von Piamyn Föng­wangtschöng näherten. Eine dritte Division, welche durch' das Tal des Aiho vorgerückt war, nahm bei Ky an- d i a p u s a Stellung und fuhr eine Batterie zur Beschießung von Föngwangtschöng auf, in der Erwartung, dort russische Truppen zu finden. Die Japaner rückten langsam und üußeust vorsichttg nach Föngwangtschöng vor.

T o k i o, 8 Mai. Wie General Kuroki meldet, kommen fortwährend russische Flüchtlinge aus den Wüldern und Dörfern bei Föngwangtschöng und er g eben ftcg. Die Eingeborenen berichten, daß 80 0 russische Verwun­dete auf Tragbahren Wf^tetL

Ges am tverlust der Russen dürfte 3000 Mann übers ch reiten.

Die Ruffeu ziehen ab und die Japaner landen.

China.

Dem russischen Gesandten in Peking gelang es, mitderchinesischenRegierung einen Sondervertrag abzuschließen, in welchem RußlandChinabesonder e V o r- teile zusichert, wenn eS bis zum Ende des Krieges seitens Chinas strikte Neutralität eingehalten wird.

In Petersburg traf ein Telegramm auS Mukden an das Rote Kren; ein, worin mitgeteilt wird, daß chinesisch e R a u - ber die russische Ambulanz angrtffen imb sämtliche Pfleger und begleitenden Soldaten und Verwundeten nieder­machten. Die Meldung ist noch nicht beftättgt. Wenn sie sich bewahrheiten sollte, dürfte ein scharfer Notenwechsel, eventuell diplomatischer Bruch mit China unvermeidlich lein.

Japanischer Jubel und russische Rüstungen.

Tokio, 8. Mai. (Reuter.) Abends wurden zu Ehren der japanischen Siege hier große Kundgebungen veranstaltet, wie sie niemals zuvor in Japan gesehen wurden: Männer, ö-rauen und Kinder nahmen daran teil. Auch englische und amerikanische Fahnen wurden umhergetragen.

L o n d o n , 8. Mai. Fünf englischeDampser wurden von der japanischen Regierung a n g e k a u f t. .

Petersburg, 8. Mai. Infolge der Unzulänglichkeit der russischen Truppen sind nunmehr umfangreiche Verstärk- ungen des mandschurischen Heeres ins Auge gefaßt ! worden. Es sollen vor allem die bereits begonnene M o b i l- machung einer Orenb urger Kosakendivision sowie einer Ural-Kosaken-Division beschleunigt werden und am 15. Mai die Mobilmachung des 10. Armeekorps. (Charkow) und des 17. A r m e e k o r p s (Moskau) beginnen. Auch sollen sämtliche ostsibirischen Truppenteile Ersatzformattonen er­halten.

Großen Unwillen rief bei der russischen Regierung ein Leit- arttkel des BlattesRuß" hervor, indem vor Deutschland gewarnt und ausgeführt wird, daß Deuttchland für seine Deckung des russischen Rückens während des Krieges mit großen Forderungen in Ostasien nach dem Kriege fiertior» treten wird. Der Artikel widerspricht durchaus der Ansicht der Petersburger Regierung. .

Wien, 8. Mai. Von diplomatischer Seite wird berichtet, daß ttotz aller Dementis Rußland zur Verwendung der S chw ar- z e n M e e r f l o t t e jn Ostasien entschlossen sei und dieselbe bereits in Kriegszustand setzen lasse. Bezüglich der Durchfahrt durch die Dardanellen sei eine Verständigung mit der Türkei erfolg^rsburg, 8. Mai. Gerüchtweise verlautet, daß in I den letzten Tagen ein Attentat gegen das Pulverdepot verübt wurde. Eine kürzlich erlassene Verfügung, wonach nur militärische Personen das Depo? betreten dürfen, scheint die I Gerückte zu bestätigen.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Mai. Man meldet aus Donaueschin­gen: Der Kaiser und die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise sind auf dem hiesigen Bahnhofe eingetroffen unt> von dem Fürsten und der Fürsttn zu Fürstenberg, dem Erbprinzen und der PrinMin Leonttne empfangen

nehmer verleitet oder zu verleiten unternimmt, widerrechtlich den Dienst nicht anzutteten oder zu verlassen. Im Falle der Ziffer. 1 tritt die Strafverfolgung nur auf Antrag des früheren Arbeit- gebers ein. Die Zurücknahme des Antrags ist^zulässig. § 2. 3Jht Geldstrafe von 2 bis 600 Mark oder mit Haft wird bestraft, wer, nachdem er auf Grund des § 1 Ziffott 2 oder 3 rechtskräftig verurteilt ist, innerhalb der nächsten drei Jahre abermals eine nach solchen Vorschriften strafbare Handlung begeht. Eim nicht beizutteibende Geldstrafe ist in Haft umzuwandeln § 3. Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft wird bestraft, wer die ihm obliegende Verpflichtung zur Ausfüllung eines schriftlichen Zeugnisses bet Beendigung des Dienstverhältnisses eines Dienst­boten oder landwirtschaftlichen Arbeiters in rechtswidriger Absicht nicht erfüllt § 4 Die Ortspolizeibehörde hat das einem land­wirtschaftlichen Arbeiter gemäß § 630 des Bürgerlichen Geietz- buches ausgestellte Zeugnis auf Antrag kosten- und stempelsrei zu

schlage gegen das Leben des Kaisers ^lolauß waren. Vor einigen Wochen waren sie wegen Veröffentlichung zahlreicher Schriften, die gegen den Zaren gerichtet waren, aus der Schweiz ausgewiesen worden. . ,

Bern, 7. Mai. Wegen Abhaltung einer internatio­nalen Arbeiterschubkonferenz in Bern hat das iMer- nationale Arbeiterschubbureau in Basel, das Millerand und Ber­lepsch u. a. zu seinen Mitgliedern zählt, die ausländischen Staaten im Einverständnis mit dem Bundesrat sondiert. Im Bundesrats­haus hat man nur Kenntnis von den Antworten Frankreichs und Deutschlands, die z u ft i m m e n d lauten. Eine zustimmende Antwort erwartet man auch von Italien. Die Konferenz soll sich auf zwei Fragen, die Nachtarbeit der Frauen und die Fabnkatton von Phosphorzündhölzchen beschränken.

Petersburg, 8. Mai. Nach einem Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser betrugen die Gesamtverluste am Jalu am 30. April und 1. Mai an Toten 6 Stabsoffiziere, 20 Oberoffiftiere und 574 Mann; an Verwundeten 2 Stabs Offiziere, Seeoffiziere, ein Geistlicher, ein Kapellmeister und 1081 Mann. Aus dem Schlachtselde sind geblieben, unbekannt ob tot oder verwundet, 1 Stabsoffizier, 5 Oberoffiziere, 1 Arzt und 679 Mann. Der Ge­samtverlust betrug demnach 70 Stabsoffiziere und Oberoffiziere und 2324 Mann. Die ArttNerie verlor 221 Pferde. Bei den großen Verlusten an Menschen und Pserden war es der ArttNerie nicht mögliche die Geschütze und das Maschinengewehr fortzuschaffen. Den größten Verlust hatten das 11., 12. und 22. Schützenregiment. Einige Kompagnien verloren mehr als die Hälfte ihres Bestandes. Am 30. April wurde Generalmaj or Kas ch- talinski durch einen Stein am Kopfe verletzt. Ge­fallen ist m. a. Oberst Lein in g, die Oberstleutnants Maller, Pachomow, Domatt, Jablonsttn, Urjadow, W rawski. Oberstleutnant Rajewski blieb auf dem Schlacht-

Schanhaikwan, 8. Mai. Die Russen räumen den westlichen Teil der Halbinsel Liautung und ziehen sich nach Haitscheng zurück. Mm Donnerst^ und am Samstag landeten die Japaner in KiNtschau 10 000 Mann, in Futschau 10 00 0 M"nd in Pitzewo 7000 Mann. Sre besetzten Wasangtien und Port Adams und zerstörten die Eisenbahn meilenweit. Bei Kvitschau w° «« Äung IÄÄ um dieH'i s e rl n -tzuh-r-n. Dies« machte hatte, wurde heftiges Feuer Wort. Die Avscy tzung > Spazierfahrt durch Potsdam. Gegen Vs4 Uhr

äs ...

SäSsJ.® WÄIÖÄä'ÄS"' Einwohner tteffen DorberettungM F cy ' _ Ein Gesitzentwurf über die Erschwerung des

Niutschwang, 8. SOtaL ^er, sbruchS landwirtschaftlicher Arbei-

nw Mort einrüta, RLuber ter und bes G«stnd-z ist dem Muß. Mgeorimeten. bei Ju kau über lL"NuS s-tz- Zchdi- ^angen.^Er landet

lverden. Die Fremdan srnd Mw E>e^tan^ der . r mer Dienstboten, Gesinde- ober landwirtschaftliche

britische Konsul erbat die ^ntsendimg eines Arbeiter, von denen er weiß, ober bei Anwenbung ber erforbet-

Die Russen werden wahrscheinlich die wer Eisen v a y n Sorgfalt wissen muß, baß sie entern anderen Arbeitgeber brücken zwischen Niutschwang und Port Arthur »er- landwirtschaftlichen Arbeit ober zum Gesinbebienst noch ver­stören Nach chinesischen Meldungen soll Statchalter Ale- p^et finb/ in Dienst lummt; 2) wer in gewmnsüchttger reiern in Bort Arthur verwundet und für bie unter 1 bezeichneten Arbeitnehmer em neues

mühevoll aus der Stadt entkommen sein. Die Dienstverhältnis vermittelt obwohl er weiß ober bei Anwendung

SÄTSSS >»-«»-- » ». C f) ?ut\ch^w*1. 'Mai. (Reuter-Meldung.) Allem!

Anschein nach beabsichtigen die Russen, Niutschwang zu räumen. Die Forts sind ^schleift. Drek Truppen sind bereits ab marschiert. Der rusiische Generalstab verließ Liaujang, um sich n^rch M u k d e n zu begeben. Die russische Zivilbevölkerung v er l ä ß t N i u t s ch w a n g. Die dort ansässigen Hemden sind in S chr ecken versetzt.

Mukden 7. Mai. (Reuter-Meldung.) Die Stimmung ber russischen Truppen litt nicht unter der Schlacht am Jalu und der Nachricht von der Schließung Port Arthurs Die Soldaten erwarten ungeduldig die Gelegenheit, den Angreifern entgegenzuttetem Verwunde vom Jalu tarnen hier mit der Eisenbahn durch auf der Fahrt nach^Charbm. Der letzte Zug, der vor der Abschneidung der Lmw von Bort Arthur abging, kam heute hier an. Die Hohteile der Wagen waren von Kugeln der Japaner durchlöchert.

London, 8. Mai. Aus Shanghai wird telegraphiert, es verlautet dort, daß die Javaner am 6. d. M. Ta- lienwan erobert haben. (?)

ve»«g»pret-, monatlich 76 Pf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2. viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal 12Pf^

«uSwärtS 20 Pfg.

Deranlwortlich für den polit und augem. Tell: P. Wtttko: für Stadt und ficmb4 und .Gerichtöfaatt: August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Gietzener Anzeiger

M General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen