Nr. 33
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Dienstag 9. Februar 1904
154. Jahrgang
Erstes Blatt.
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger "
Krieg!
verstärkt. ,
Amerikaniscberseits werden Major Wood das spanische und wahrscheinlich Brigadegeneral Men das russische Heer als amerikanische Militärattachees begleiten.
Zwischen der japanischen Gesandtschaft in Wien irrt» der japanischen Regierung herrscht ein lebhafter Tepeschen- wechsel. So wurden z. D für eine Depesche nach Tokio 1800 Kronen Gebühren bezahlt.
wenn Japan allein ist. Ist Japan nicht allein, dann könnte es nur England sein, von dem es unterstützt würde.
Turch eine am 7. Februar abends in Peking ein- getroffene russische Truppenabteilung wurde ^r MMM« schaftsbestand der dortigen russischen Gesandtschaftswache
Man schreibt uns aus Berlin, 8. F^r
Je weniger es zweifelhaft sein kann, daß es sich bei dem Konflikt zwischen Japan und Rußland am Ende um bte Vorherrschaft in Ostasien handelt, umsomehr Interesse beansprucht die Haltung derientgen Mä^e, btc bte Frage der Vorherrschaft in besonderem M«He angeht. Deutschland gehört nM M ihnen, ®
Ostasien auf die Provinz Schantung beschräE blervt, und feine Macht darauf ausgeht, chm bie „offene Tütt dort zuzuschlagen. Die Mandschurei ist zwar von Kraut schon nicht allzuweit entfernt, aber es gibt nach den ^orttudes Grafen Bülow keinen Ort der Erde, an dem wm weniger zu suchen hätten, als in der Mandschurei. Dcch England die Vorherrschaft in Ostasien cmstvM, ch Ztlansem em Lehrsatz der Polltischen Wissenschaft Es Wgrt «MI«; als bestehe er nicht mehr unbedingt zu Recht, als wolle England mittelbar durch seinen Verbündeten Japan ferne politischen Geschäfte in Ostasien fordern, nn übrraen a^r sem Augenmerk auf Südasien konzentrieren, tote der Vorstoß nach Tibet und die Reise des Vizekomgs von Andren nach dem Persischen Golf erkennen lassen. Wohl tn Annahuw, der Kampf um Indien werde dermaleinst Nicht im Nord- often, for^rn int Südwesten Mens Msgefochten werd^ Den im Hinblick mif die Zukunft ^^^rugendsten Anteü mr der Frage der Vorherrschaft m OMien habtzn zweifelhaft die Vereinigten Staaten, und deren Verhalten rm Konflikt zwischen Japan urrd Rußland ist daher beftnd^er Aufmerksamkeit wert. Mit der Besitzer^rer^ng der Phr- lippinen hat die Union sozusagen euren Posten vor das Tor Astens gestellt, desjenigen Landes, das sur die Union dte allergrößte Bedeutung erlangt, wenn der PanEakanal rerliaaefieHt sein wird, an den man bekamrtltch vrele M>U. Dollars wendet. Die nordamerikanische Union tottb deshall» bebGcnt sein müssen, ihr Eisen in dem Kriegsseuer zu schmte- den eine Aufgabe, bei der die Männer in WaschMtonzetgeu könnNt^bob sie Meister in der Politik sind. Znerst tmtt- man wohl versuchen, sich der Regierung tn Peking,, anzugliederw, -N ia schon während der chinesischen Wirwn über eine entgegenkommende Behandlung seitens des W-lshmgtoner Kabinetts quittieren konnte. .
Ein anderer Der lin'er Mitarbeiter schreibt
Das bereits im heutigen Morgenblatt mitgeteilte Dele- gramm des Admirals Alexejew an den Zaren, das auf unserer Redaktion kugz nach 10 Uhr eintraf, ist die erste Nachricht von dem Beginne der Feindseligkeiten zwischen Japan urrd Rußland. Drei russische Kriegs schiffe auf der äußeren Reede von Port Arthur sind durch einen Minenangriff der Japaner beschädigt! Japan hat den Knoten zerhauen und den Krieg begonnen, noch ehe die letzte Antwortnote Rußlands ihm überrercht worden ist, wie es wenigstens behauptet.
Zu wessen Gunsten der Krieg auslaufen wird? Das mrt absoluter Bestimmtheit vorauszusagen, ist — wie für jeden Krieg, in dem nicht erdrückende Uebermacht auf der einen Seite keinen Zweifel über den endlichen Ausgang lätzt^ natürlich unmöglich Es kommen da verschiedene Einftüsse und Einwirkungen in Betracht (wie z. V. Geist der Trup^ pen, Tüchtigkeit der Führung und Kriegsglück), die sich rechenmäßig rricht festlegen lasten. Nicht immer entscheidet die Zahl, wenn auch ihre große Bedeutung — ganz besonders in einem j apanisch-rusfischen Kriege — nicht m Abrede gestellt werden soll. Der erste Gedanke ist der, daß ein Volk von 131000 000 Seelen (Rußland) entschieden einem solchen von noch nicht 50000 000 (Japan) überlegen sein und es einfach erdrücken müsse, zumal, wenn beide, tote hier der Fall, ihre Wehrkraft auf den Grundsatz der allgemeinen Dienstpflicht gründen. Aber Zeit, Raum, die mili» tärpolitrsche Gesamtlage und die Eigenart des Kriegsschauplatzes spielen in einem russisch-japanisckMr Kriege eme gewaltig ausgleichende Rolle. Rußlands Streitkräfte sind zu einem wesentlichen Teile an anderen Punkten des wert- gedehnten Reiches gebunden. Verstärkungen des mandschurischen Heeres gebrauchen zur Fahrt auf der aus verschie- dencn Gründen nicht sehr leistungsfähigen sibirischtzmand- schurischen Bahn etwa vier Wochen; auf eben dieser einzigen Bahn muß der ganze Kriegsbedarf einschließlich des größten Teiles der Verpftegung nachgefuhrt werden auf Tausende von Kilometern. Daher kam jeder Dag Zeitgewinn bis zum Losbruch den Russen zu gute, und daher fnirWen öle längst fertigen, durch Monate in öhrem Erwerbsleben gestörten Japaner mit den Zähnen über die so erfolgreich geübte russische Verschleppungstaktik. Im übrigen können ste chre ganzen Streitkräfte bis auf den Lanostnrm und eitrige Reserven gegen Rußland verwenden; sie haben alles hübsch in der Nähe, und das Meer trennt sie nicht von dem voraussichtlichen Kriegsschauplätze: es dient ihnen als bequeme Wasserstraße — vorausgesetzt, daß sie Herren zur See sind.
Die Nordd. fflj Ätg" die fast täglich mis ngenem, k B nachtotoat oder Instruktion des Auswärtigen Amtes, dt?^-bung?n zwischen Rußland imb Fcqmn tnr» gloslrert bM?Ecklich galten die Bemerkungen der Kriegs-
KW«®« ^M'Ägi^n'khL von aX bet ttrisis an
Warschau lich z genannt. I znftied
Aus Nagasaki wird gemeldet, daß der deutsche Konsul daselbst die Vertretung der russischen Interessen übernommen habe. Tie russsische Dampfbarkasse der chinesischen Mahn fuhrt die deutsch «Flagge. Japan hat noch 11 Handelsschiffe aus hoher See, die rm Falle einer Kriegserklärung von Rußland gekapert werden könnten.
In Petersburg ist die Stimmung der Presse und' des Publikums durchaus ruhig und gemäßigt. Tas Per- [ sonal der japanischen Gesandtschaft verläßt Petersburg heute, Dienstag, Baron Rosen Tokio am Freitag auf einem französischen Dampfer.
Gin Brüsseler Blatt weist daraus hm als bezeichnend sür die Haltung Englands, daß die indische Armee sich seit einiger Zeit in voller Kriegsstärke befinde und das englische Mittelmeer-Geschwader nie so groß gewesen sei. Ties fei darauf zurückzufuhren, daß das Geschwader die Ausfahrt der rusfischen Flotte aus dem S ch wa r z e n M e er und das Passieren der Dardaruellen verhindern solle. (??)
Tie Truppen des Warschauer und des Kiewer Militär- Bezirks erhielt-en Befehl, sich $nm sofortigen Abmarsch, nach- Ostasien bereit zu halten.
Ter Pariser „Eclair" nennt d.e Haltung Japans einen kühnen „Blufft und sagt, Japan sei ein noch sunaes und kleines Land, welches bereit sei, das Beispiel des eisernen Kanzlers nachzuahmen. „Maria hofft auf eine Intervention, wodurch der Krieg vermieden wurde. „AutoritS" sagt, wir verstehen die Haltung Japans nicht,
so offensichtlich im Einverständnis Gehandelt, daß zweifellos unsere amtlichen Stellen von den Vorgängen eine so genaue Kenntnis besaßen, wie nur irgend wer im verbündeten Frankreich. Deutschlands BTr?bnngen gingen einfach dahin, nach Möglichkeit den Krieg im fernen Osten vermeiden zu helfen; die natürliche Folge war, daß unsere offiziösen Organe die Weisung erhielten, der Kriegshetze entgegenzutreten, wie sie von englischer Seite fortgesetzt betrieben wurde. Der Abbruch der diplomatischen Mzieh- ungen durch Japans Initiative hat alle Welt überrascht; niemand konnte auf diese schroffe Form gefaßt sem ..uch Ider Kaiser, der noch vor wenigen Tagen im neuen Reichstagspräsidialgebäude lebhafte Unterhaltung mit dem japanischen Gesandten in Serin Pflog, durfte nicht den Eindruck empfangen haben, daß die Verständigung DarlamenlanscheS ÜUS MkXU
aussichtslos sei. Noch am Sonntagmorgen war die Sprache \
der Nordd. Allq. Ztg." beruhigend. Heute vormittag hatte Eine neue Regierungsvorlage betrifft die Nachweisungen der „Kaiser eine Besprechung mit dem Reichs- über Ginnahmen und Ausgaben an Domanial- und StaatS- kanzler. Wie wir vernehmen, steht die offizielle vermögen psw. für die Finanzperiode 1897/iyou.
Ne utralitätserklärung Deutschlands für ben| Ter erste Ausschuß beantragt Zunahme des ganzen FaN des russisch-japanischen Krieges bevor. Dieser Krieg i Gntwurfs eines Gesetzes, die Bildung emes Aus gleichs- scheint nunmehr auch in unserem Auswärtigen Amt als f o n d s betreffend. Er äußert sich dazu u. a. folgendes unvermeidlich anaesehen zu werden. Verlautet doch sogar, maßen: Wie in anderen Bundesstaaten, so har auch tu daß^^dn Kaiser seine ^Mittelmeerfahrt anläßlich .Hessen die große wirtschaftliche Krisis der letzten der Wendung in Ostasien a u f g e g e b e n habe. Mindestens Jahre auf die Gestaltung der letzten Staatsvoranschla^e wird wohl eine Hinausschiebung der Reise ui Betracht einen ungünstigen Einfluß ausgeübt. Wir kommen Fehlbeträgen zu rechnen, die einmal mn durch eine
Wir fügen hinzu, daß nach Mitteilung von gut unter- Grhöhung der Vermögenssteiler und weiterhttr nur durch rkchteter Srite schon vor Wochen der Gedanke einer Ver- weitgehende Inanspruchnahme der Vermogensreste gede« Mittelung von Rußland höflich, aber bestimmt zu- werden konnten. Aber die Zeit der wirtschaftlichen De- rückgewieseu wurde. Der japanische Gesandte Zession ist allem Anschein'.nach üier wund en; der hat sich heute zum Auswärttgen Amt begeben, nm bie Gründe Staatsvoranschlag für 1904 bietet hierfirr hiineicheTch B^ sür Entschließung der japanischen Regierung darzu- lege. Während es dem Finanzmmifter im Matsjahr legen. Ein höchst wichtiger Fattor in einem russisch-iapa- ftrotz aller Betätigung von Sparsamkeit nicht möglich war, nischen Kriege ist die Haltung Englands. Die eng- einen voranschlagsmäßigen Fehlbettag m der Hohe von lische Botschaft in Berlin wünscht vorläufig ein näheres 2 360061 Mk. zu vermeiden, weist der neue Boranschiaa Einehen crafbie Sache a^ulehneu. Die führenden Lon- eine Besserung um 1 055 7 50 Mk. auf, auf Gru^ doner Blätter find selbswerständlich der Meinung, England der neuerdings eingegangenen Nachttage zum Budget eme dürfe Japan nicht allem lassen Durch das Bündnis ist weitere beträchtliche Steigerung ^rfahrp aber England erft dann verpflichtet, Japan zur Hilfe M Die Erfahrungen. der letzterJahre haben zur Genüge kommen, falls Japan zwei Mächte als Kriegsgegner hat. g^eigt, daß ein Dell unserer Staatseinnahmen rm- Wie erinnerlich hatte der Zar seinerzeit der Königin bettächtlichen Schwankungen unterworfen ist. Mfreu- von Enalaud das Ver^preckeu gegeben, Eng- lickzerweise sind hierzu die Erttagniffe der diretten Sttuenr lands Gebundensein in Süd afrika nicht aus- nicht zu rechnen, die im Gegenteil trotz der llngunst der zunutzen. Dies loyal gehaltene Versprechen könnte der wirtschaftlichen Verhältnisse keine Gmbuße erlitten — eine englischen Regierung den Entschluß erleichtern, zu- Tatsache, die einen erfteulichen Rückschluß auf die Zunächst gänzlich neutral zu bleiben. Aus der anderen n a h m e d er W o h lh ab en heit d er Be v ö l kerun g ge- Sette wird auch Frautteich dem verbündeten Rußland keinen stattet. Bedeutenden Schwankungen waren dc^egen unter* militärischen Beistmid leisten. Die wohl unumgängliche morsen die Erttägnisie der preußisch-hessischen Eis e n- inanzielle Hilfeleistung steht auf einem anderen bahngemeinschaft. Während Hessen im Rechnungs-
Blatt Die „Deutsche Tagesztg." erfährt sogar schon von der jahr 1900/01 noch über einen Nettoüberschuß von 2253 060 Wegnahme dreier russischer Schiffe durch die Mark verfügte, verringerte sich derselbe m den beiden Japaner. (Diese Meldrmg ist zweifellos falsch und wohl folgenden Finanzperioden um mehr als eme Million Mark, nur eine voreilige Kunde von der Beschießung der drei oben- Tie entgegengesetzte Bewegung vollzieht sich tn raschem genannten russischen Schifte. D. Red. d. Gieß. Anz.) Einen Tempo zu Gimsten der Finanzen unseres Landes. Der cüwarzen Tag hat die l-euttge Berliner Börse zu ver- Bruttoanteil Hessens konnte im voriahrrigen BoransMaa zeichnen. Fast alle kettenden Werte erlitten namhafte nur auf 10100 000 Mark bemessen werden; auf Mund Einbußen in erster Reihe russische Renten. Ider bedeutenden Einnahmen der letzten Monate ist me
• ~ I Regierung in der Lage, für 1904 eine Einnahme von
Aus Port Arthur meldet die Ruft. Tel. Agen^ 12 Millionen Mark vor^sehem Das bedeute somit^binE vom 9. d M.: AuL der M and schur eib a h n ist die Jahresfrist bei den Einnahmen der
Annahme und Bestellung der Frachten e i n g e st e l l t. Schwankung im Umfange von bald.2 Millionen Tie russisch-chinesische Dank ist angewiesen, ihren Kredtt Recht ungünstig.gestaltete sich ttn Laufe der letzttu an Private ein^ustellen. Die Schifte des Geschwaders gehen Jahre das f^anzielleVerhältnisderGinzel- ^t tt^ See Maß^aeln zur Uebe^rwachung des Horizonts staaten zum Reich, und es ist bis noch nicht ge- uud Bewachung d« Vorräte, besonders Kohlen, sind ge- Lungen, eine Besserung herbeMfuhr^. Wahrend dte troffen Wegen mangechafter Zufthr steigen die Markt- zelstaateii noch im Jahre 1M9 Kostgänger des Reiches mil'^ Bereits gestern waren die meisten der Japanern waren, und Hessen vom Reich einen Betrag von rund gehörend Läden geschlossen. Ihre Inhaber ver- 250 000 Mark erhieft, hatte es schon im Jahre 1902M ließen Port Arthur Aus Soeul wird das Eintreffen umgedeckte Mattiftllarbeittäge m der Höhe vwn ru^ü» avcmftcher Pioniere gemeldet. Unter den Bewohnern ha-1500 000 Mark an das Reich zu Mlen, was eme i^rsMch- sellst herrscht in Erwartung des Eintreffens japanischer ternng de? Staatsbudgets nm T50 000 Ma^
Druppm Unruhe. Nachricksten liegen über die Landung einer wesentlicheBesserun g des smanzieNen^rh°ltniftes Mw japanischer Truppenabteilung in Masampho vor. Reich steht nach Lage der Dinge -m cchsehbarer Zett lecher
^^Tas Verl. Tagebl" meldet aus Petersburg: Als Ober- nicht in Aussicht, was vom Standpunkt einer geregel- kommandierender der Landttuppen wird General Push- ten Finanzwirtschaft der Einzelstaaten außerordent- rewski, der Gehilfe des GeneralgouvemeurZ in Warschau lich zu beklagen ist; man wrrd wohl vorerst damtt 'zuftieoen sein, wenn die Zuschüsse der Einzelstaaten an das Reiche sich nicht noch steigern. Auch die Erttägnisse der Lotterie werden in der Zukunft mehr oder weniger Schwankungen unterliegen. Um nun einen Schutz gegen so bedeutsame Schwankungen in diesen wichtigen Posten der laufenden Verwaltung herbeizuführen und eine leichtere Balanzierung des Staatsvoranschlags in günstigeren Jahren zu ermöglichen, schlägt die Regierung die Bildung eines Ausgle ichsfonds vor. Die Verwirklichung dieses schon längst gehegten Planes erscheint als ein dringendes Gebot einer vorsorglichen Finanzgebahrung und erst recht opportun in einer Zeit, wo eine wesentliche Besserung der Finanzverhältnisse eingetreten unb damit die Möglichkeit zu Rücklagen gegeben ist. Wiederholt ist in den Verhandlungen der zweiten Kammer der Wunsch nach einer stärkeren Schuldentilgung zutage getreten. Stellt man aber die Frage, ob eine außerordentliche Schuldentilgung der Bildung von Rücklagen an den projeftierten Ausgleichsfonds vorznziehen ist, so muß diese Frage nach Lage der Tinge verneint werden. Zunächst ist daran zu erinnern, daß in ungünstigen Zeiten mangels ausreichender Mittel eine Schuldentilgung in größerem Umfange sich von selbst verbietet und schließlich auf die Gestaltung des Staatsvoranschlags einen wesentlichen Gin- flnß nicht ausübt. Tie Schuldentilgung bewirkt lediglich eme verhältnismäßig geringe Ersparnis an Zinsen, wäh- i rend es die wichtigste Aufgabe des Finanzministers fein | muß, die vorhandenen Einnahmen zunächst zrim Ausgleich des Voranschlags zu verwenden. Während einer auher- ! ordenttichen Schuldentilgung somit zunächst die Besettig-


