Sport.
Telephonischer Kursbericht,
F-
miktwrt a *>.. 8. September.
3Vfi% Reiohsanleihe
103.10
8% Mexikaner
30/n
do.
S
Tendene: ruhig.
2(1)
1 (1) 1 (1) 1 2(1) 1 KD 1(D Kl)
1
80.80
102.15
8SUS5
100.00
Es starben an:
Tuberkulose der Lungen
Tuberkulose des Darmes
209.70
21840
4^1/n Chinesen . . Electric. Sctbuckort . Nordd. Lloyd . .
Kreditaktion . . . Diskonfo-Komniandü. Darm 8t&d ter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Haudeissfea. Oesterr. Staatsbahn . Lembtirder. , , , Gotthard bahn . . ,
Kirchliche MchrWen.
Israelitische ReligionSgemeinde.
. 90.30 . UG.70 . 104 20 . 204.40 . TOI.00 . 143.00 . 155.00 . 101.10 . 187.20 . 18.00
Kottesdienll in der Synagoge (Südankage).
S a m s t a g den 10. und Sonntag den 11. September 1904:
-teujahvsfest.
1. Tag: Vorabend: 6.30 Uhr. Morgens 7.30 lkhr.
Predigt nm 9 Uhr.
Nachmittags: 4 Uhr.
2. Tag: Vorabend: 7.30 Uhr. Morgens 7.30 Uhr.
Predigt um 9 Uhr.
Nachmittags: 4 Uhr.
Festesausgang: 7.30 Uhr.
Kandel und Verkehr. Dolksunrischast.
Deutsche Anleihen. .Es muß wieder einmal auf die "Lfthwersällrgkeit in den Kursen der deutschen Staatspapiere hin- gewiesen wenden. Seit sieben Wochen steht der .Kurs der drei- ^ozentigen Anleihe auf 89.80, er hat noch nicht über 1/4 Prozent geschwankt, und wahrend die üb-rigen Staatspapiene mit wenigen Ausnahmen Wieden den Kursstand erreicht haben, den sie bei Ausbruch des russisch-japanischen Krieges erreicht hatten, haben die dveipro^entigen deutschen Anleihen und preußischen Konsols kaum um 1 Proz. erholt und 'sind noch über 2i/2 Prozent unter dem Stand vorn Januar. Diese Lethargie ist wirklich recht bedauerlich und kaum faßbar, umsomehr, da auch seitens der Regierung alles geschah, um einen Druck auf die Kurse zu vermeiden. ,Es kam keine neue Anleihe heraus und das Reick hat sich mit Schaßscheinen beholfen. Daß für den .Herbst und Winter eine Kurssteigerung- zu erwarten ist, kann als ausgeschlossen betrachtet werden, das liegt schon m der Natur der Verhältnisse um diese Zeit. Kurz, die dreiprozentigen deutschen und preußischen Staatspapiere genießen in Kapitalistenkreisen eine recht unerfreuliche Unbeliebtheit.
Die preußische Regierung als Aktionär. Eine Angelegenheit, die nach verschiedener Richtung von weittragender prinzipieller Bedeutung ist und bei der es sich auf alle Fälle um eine erkleckliche Anzahl von Millionen handelt, kann nicht so schnell von der Tagesordnung verschwinden, zumal wenn sie noch so ungelöst ist, wie die Hiberni a- Frage. Daß die preußische Regierung den von der Dresdener Bank zusammengekauften Aktienstock zu übernehmen gedenkt, ist fraglos. Und dabei handelt es fick durchaus nicht um einen Akt der Courtoisie gegenüber der Deutschen Bank. Es liegt in ihrem eigensten Interesse, fick diesen Aktienstock zu sichern. Nun, der preuß. Landtag wird zu entscheiden Hecken ob der Staat Großaktionär wird, mit all den Wechselfällen, denen ein Aktionär mit seinem Besitz ausgesetzt fein kann.
Vom Kohlenkontor. Das Kohlenkontor, das in der 1 kurzen Zeit seines Bestehens es merkwürdig verstanden hat, sich recht unpopulär zu machen, scheint auf diesem Gebiet eifrig fortfahren zu wollen. Einer Meldung der „K. V.-Z." zufolge hat es die Preise für kleine Nußkohlen erhöht.
Köln, 7. Sevt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung des Bergwerksvereins ,F r'ie d r 1 ch W i l h e l m s h ü t t e in Mülheim Muhr) wurde der Abschluß für 1903/04 vorgelegt. Aus dem Mk. 593198 betragenden Nohgewinn werden Mk. 340 000 zu Abschreibungen verwendet. Ter am 24. November stattfindenden Generalversammlung soll vorgeschlagen werden, eine Dividende von 5 Prozent zu verteilen.
Hamburg 7. Sept. Mit Bezug darauf, daß der Tarifkampf zwischen der Cunard-Gesellschäft und den verbündeten festländischen und englischen Schiffahrtslinien von gewisser Seite zur Beunruhigung der 9lUionäre der Hamburg- Amerika-Li nie ausgebeutet werde, sind hiesige Blätter von der Direktion dieser Gesellschaft zu der Erklärung ermächtigt, daß ich der ans dem laufenden Geschäfte, also ganz abgesehen von den Schiffsverkäufen, erzielte Rettigensinn, ungeachtet der durch den Konkurrenzkampf erforderten. Opfer, für das gegenwärtige Jahr, soweit eine Schätzung möglich sei, bereits hoher stelle, als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Märkte.
Wocherrgottesdienst:
Montag morgens 5.00 Uhr; an den übrigen Tagen 5J5 Uhr, abends 6.00 Uhr.
Israelitische Rcligiousgesellschaft.
Gottesdienst.
Freitag: morgens 5.00.
amstag den 10. und Sonntag den 11. September 1904 : Neujahrsfest.
1. Tag: Vorabend: 6.30 Predigt.
SamStag vormittag 6.00 Predigt.
Nachmittags 4.00.
2. Tag: Vorabend 7.40.
Sonntag vormittag 6.00, nachmittags 4.00.
Festeüanögang 7.35.
Krebs des Magens Darmkatarrh Lebensschwäche Krämpfen Emphysem Gehirnerweichung Arterioselerose Selbstmord
. 101.80
100 60
. 104.30
. «‘MM
NniVerfitäts-Nachrichten.
. Marbu 7 Sept. Ter Privatdozent in der philo- lophsscheni Fakultät der hiesigen Universität Dr. Glagau ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden.
_ — 81t etatsmäßigen Professoren an der Technischen Hochschule zu Danzig sind ernannt worden: der ordentliche Professor für .Kunstgeschichte an der Kieler Universität, Dr. Phil. Adelbert Matthaei (früher Priv a tdo zen t in Gießen) für dassewe Fach, der D6crin<renreur der deutschen Kraftgasgesellschaft August Wagener in Berlin für die Leitung des maschinentechnischen Laboratoriums und der Ingenieur Schutze-Pi ll o t zu Berlin für Maschinenbau.
Neueste Meldungen.
Origirraldrahtmeldirregeu des Gießener Anzeigers.
Berlin, 8. Sept. Im Lessing-Theater hat Calderons Schauspiel „Der Richter von Zalamea", in Uebersetzung von RudolfPresber, starke und tiefgehende Wirkung bei einer vortrefflichen Darstellung ausgeübt.
Hamburg, 8. Sept. Anläßlich der gestrigen Festvor-- stellung im deutschen Schauspielhause überreichte der Kaiser eigenhändig dem Intendanten Baron v. Berger den Kronenorden 2. Klasse.
London, 8. Sept. „Daily Telegraph* meldet aus Tschifu: Die chinesische Regierung erklärte die 32 Kilometer von der Küste auf der Straße von Niutschwang nach Peking gelegene Stadt Kintschau zum offenen Hasen. Damit soll der jetzt den Japanern zugutekommende Ausfuhrhandel Riutschwangs direkt nach chinesischem Gebiet gelenkt werden.
Wien, 8. Sept. Dr. Stimmer, der Advokat des Grafen Mattachich, der gestern abend nach Paris abreiste, wird von der dort weilenden Prinzessin Luise von Koburg Aufträge betreffend Beilegung der Affäre entgegen nehmen. Die Prinzessin formulierte endgilttg ihre Forderungen dahin, daß sie die Aufhebung des Kuratels wegen Geistesschwäche und die Zuweisung einer Lebensrente erwarte, dagegen verzichtet sie ans die Scheidung»
»1/,0/g Konsole . . .
3°/n do ....
3Va°Zn Hassen . . .
3V,% Oberheseon . , 4% Oestorr. GoMrcnte .
4% % Oestorr. 8ilborronio
49£ linear. Goldreuto .
4°/> Italien. Rente . ,
4V4 % Portugieser , .
Portugiesen. . . .
1 % 0. Titrkon . . .
Tüfkenloso .....
4% Grieoh. Monopol.- Xnl.
äussere Argentiner
Kunst und Wissenschaft.
Prag, 7. Sept. Dem Professor Karl W. Zeuger von der hiesigen böhmischen Universität ist es gelungen, Körper zu photographieren, die weder das Fernrohr noch das Mikroskop auf die Platte zu bringen vermögen. Hofrat Zeuger verwendet Kollodiumplatten .die er einem besonderen Verfahren mittels' Uranpräparaten aussetzt, und. erzielt dadurch eine Empftndlichkeit der Platten, für das Unsichtbare, .die zu den verblüffendsten Resultaten fuhren soll.
Radrum. Es ist für weite Kreise von Interesse, einen allgememen Ueberblick über Radioaktivität usw. zu erhalten. Ausführliches hierüber, begleitet von Abbildungen, enthält die pchmlär-wiffenschaftliche Halbmonatschrift „Der Stein der Weifen" die auch sonst eine Fülle von technischen, naturwissenschaftlichen und gemeinnützigen Neuheiten enthält. Wir ertoämten: Die men'ftmssche Bilderschrift (nach den neuesten Forschungen, .reich rllustriertl) .Neber Sprechmaschiuen (Phonograph, Grammophon usw., 13 Bilder), Der Drthodiagraph i3 Bilder), .Seebilder (4 Abbildungen), Das Wiedererscheinen des Bishopschen Ringes (eines interessanten atmosphärischen Phänomens), schließlich allerlei Neuheiten aus der Astronomie, Medizin, Naturkunde, einen Beitrag zur Flugfrage, physikalische Forschungen, Beiträge zur Geologie usw. Alles in allem zeigt „Der Stott der Weisen" (A. Hartlebews Verlag, Wien) mit diesem reichillustrierten Hefte, dem 12.'des laufenden (17. Jahrgaugsb mrt welchem der 33. Semesterband ‘ abfckließt, seine bewährten Bvrzüge, die seine Beliebtheit und große Verbreitung rechtfertigt, to- neuerdings beswns empfohlen. Probehefte sind in jeder Buchhandlung erhältlich.
Bom Kriege.
London, 8. Sept. .Hiesige (unzuverkäffige) Blätter veröffentlichen Drahtungen aus MuDen, .wonach KurvpatkinS Ruckzug unter den beklagensweriesten U mständen vor sich ging. Ein Gußregen hatte die Straßen in Moraste verwandelt. Es fehlte an Ambulanzen. Die Berwundedeu mußten preis gegeben werden. Biele von ihnen starben an Hunger und Durst. Man bestirchtet den Ausbruch von Seuchen. Es verlautet, Kirropatftn gedenke entweder in Mnkden oder in Tielrng eine Schlacht anzubieten. — Aus Petersburg wird berichtet, es sei im russischen Generalstabe erklärt wmcken. haß keine Nachricht von Kuropatkm vorllege, wonach ein Teil der russischen Nachhut abgeschnitten sei.
। . Paris, 8. Sept. Aus Petersburg wird telegraphiert, dast s jetzt eine Waffenruhe zwischen den beiden Armeen vorzugsweise durch die mangelhafte LebtenZm-ittel-Zufnhv während der jüngsten Gewaltmärsche ein getreten sei. KurvpcMN) sckieint ohne eigentliche formelle Abmachmg doch sicher zu fern, in den nächsten 48 Stunden nicht angegriffen zu werden. Die. eben angeordnete Mobilisierung von 100 0Q0 Mann in Kiew^ Wilna und Kasan ist Rußlands Antwort auf lKer und-hort aui- tauchende Dermittelungsvorfchläge.
London, 8. Sept. Aus PeteiZburg wird telegraMertr Kuropaikin werde sein Hauptguartier in Chardin auffchlägen.,' In Mulden werde wahrscheinlich kein Widerstand geleistet werden. Die Rusfen haben in den letzten zwölf Ta^en 3200 Mann an Toten und Verwundeten verloren. Tie zweite Armee in. Wladiwostok unter Linjewitsck 'soll erst inr Mai ihre Operationen begürnen.
Brenner bekam die Faust des Unteroffiziers etwa 50mal zu kosten und wurde „Mistbauer'^ gerufen, einem vierten Soldaten versetzte Ruby 20 Schläge unter das Kinn und in das Gesicht rc. Zu der Verhwcklung, die (in erfreulichem Gegensatz zu der Ge- heunniskrämerei mancher anderen Kriegsgerichte) bei voller Oefsentlickkeit stattfand, waren 24 Zeugen geladen. Dep Angeklagte will sich der einzelnen Mißhandlungen nicht mehr erinnern, sollten sie aber dennoch vorgekommen sein, so habe er w Behandlung Untergebener von alleren Untervffi>zieren gelernt, er beairtrage daher Vertagung der Verhandlung, um die betreffenden Kameraden zu vernehmen: der Antrag wurde natürlich abgelehnt. Der Vertreter der Anklage beantragte ein Jahr vier Morrate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf ein Jahr Gefängnis, Degradation und Versetzung in die zweite Klasse des Svldateustandes.
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
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th. Gießen , 8. Sept. Ter gestrige G an g v i e h m a r kt hatte einen Vorrat von 80 Stück meist guten Mittelachsen. Käufer waren nur aus der Nähe am Marll, doch machte sich der Handel trotzdem einigernraßen, wenn auck hohe Presse fettens der Ver- vänfer nicht zu erzielen waren. Schwere Tiere, nack denen auch keine Nachssrage war, waren nicht aufgefcchren. Tas Paar Ochsen 2. Qualität wurde zwsscken 700 und 800 Mark verkauft. — Auf dem Schwcinemarkt waren 550 Tiere aufgetrieben: es fehlte aber an Krmdschaft und bei den erschieuenen Landleuten । an Kauflust, um -den Marll aufzunehmen. Da Heuer die Kar-! toffelu sehr hoch im Preise stehen und der Preis für fette Schweine ■ sehr mäßig ist, halten sich besonders die kleinen Landwirte von! der 9Nast zurück. Achweine waren gestern verchältnismäßig billig zu haben, imd trotzdem blieb der Markt zur Hälfte überständig. Bezahlt wurden pro Paar Ferkel, 3—4 Wochen all, 25—30 Mark, bis 10 Wochen alt, 40—50 'Mark, leichte Läufer 60—75 Mark, ' cbwerere Tiere 80—110 Mart. Nächste Markttage am 27. und 28. d. M.
eigneteres Lokal während^ des Neubaues der Schuir nicht aufKutreiben ist. Die Tür> des eigenartigen Unterrichts- rcnrmes muß ständig anfbleiben, um Licht hineinzulassen, da die Fenster mit Stroh verstopft sind. Lehrer und Kinder frieren bei unfreundlichem^ Wetter, und oft erscheint jener im Ueberziehep, Halsttich, Hut im5r warmen Schuhen zum Unterricht, da er es sonst in dem Raume nicht aushalten könnte. Einige Hausväter, die ihre Kinder nicht ernster Gefahr aussetzen wollen, sollen sich geweigert haben, diese zur Schule z.u schicken. In den nächsten Tagen soll eine Besichtigung des Lokals' durch den Kreisarzt erfolgen.
* Jrn Wasser erschossen. Aus OfteÄurg (Altmark) wird beschrieben: Ein Vorkommnis, welches^weite Kreise in Spannung hält, hat sich dieser Tage in der Elbe bei Neukirchen ereignet. Dort wurde die in der Elbe badende Lehrerin Fräulein Kapjatz aus Gelsenkirchen mit einer Schußwunde tot im Wasser' aufgeftmden. .Niemand, weder die Behörde noch die Angehörigen der Lehrerin, wußten zu sagen, ob hier ein Verbrechen, ein Unglücksfall, ein Selbstmord oder eine fahrlcsssige Tötung vorlag. Nunmehr erfolgt^ von bestunterrichteter Seite eine Mitteilung über den mysteriösen Vorgang, der den Sachverhalt vollständig aufzullären scheint. .Die Lehrerin badete xn der Elbe, während ihre Schwester mit einer ^Frau Holländer in der Nähe angelte. Beide Damen gingen spater nach Hause, fanden die Lehrerin dort aber nickt vor und kehrten um. Nun sahen sie dieselbe tot, mit gegen die Brust gepreßten Händen im Wasser liegen; sie hatte eine Schußwunde im Kopf. Die Dame war erschossen worden. Mer von wem? Es sst bekannt, .daß in der Elbeinlage stark gewildert wird, sodaß die Bewohner der umliegenden Orte ihren Kindern das Baden dort streng verboten haben. Erst vor etwa 14 Tagen bemerkte ein dort badender Primaner, später ein dort angelnder Postbote, daß Kugeln um sie herum einschlugen, in einem anderen Falle wurde eine ftischgeschossene Ente auf- geftrnden. ,9hm wurde Wetter festgestellt, daß um die Zeit des Vorfcckles ein Floß und ein Kahn stromabwärts gefahren sind. Tie junge Dame wollte im Wcssser nicht ^eseheir merken, hat wahrscheinlich eine liegende Stellirng eingenommen, sodaß nur der Kopf aus dem Wasser hervorsah, dieser ist von einem der Vorüberfahrenden, zumal er von entern Weidenbusch beschattet wurde, für einen Wasser Vogel gehalten und darauf geschossen worden. Auch die Richtung des Schusses spricht für diese Ver- mututrg.
* N n t e r ru s sr s ch e n S o l d a t e n. Wassilissch: „Unser allergnädigster Zar hat die Priigel abgeschafft. — Bog- danoff: „Gut, aber besser für uns wär's, wenn der Mikado sie avschaffen würde." (Münchener Jugend.)
Kinder
Zusammen: Erwachsene: im vom
Kerichtssaal.
th. Gi.e ß e n, 7. Sept. Das Standgericht verurteilte unter dem Vorsitz desMasors v. Sckstemmer am Samstag den Musketter ./tt.21 Tagen, den Musketier L. zu 18 Tagen strengen Arrest, wetl ist einem Unteroffizier der Reserve gegenüber sich mohr- facher Achtungsverletzmrgeu vor versammelter Mannschaft schuldig gemacht hatten. . Tie Vergehen der Angeklagten wurden darin gefunden, daß H. beim Einsteigen des Vorgesetzten zur Rückfahrt von Mainz nach Gießen, wohin die 118 er zur Kaiser Parade sich, begeben hatten, diesent tauif seinen Befehl, den Platz an der ~UT des Wagens frei zu machen, erklärt hatte, er habe zuerst, da gefefien Nach der Transportordnung für das Militär muß Der Kupeealteste, und dies war in dem Fall der Unterofftzier, zu- letzt einste-gen und seinen Platz an der Tür einnehmeu. Der An- geklagte ^ welcher seine Kopfbedeckung nach Reservistenart ftlnef ans Dem Ohr sitzen hatte, gab dem Unteroffizier auf dessen Be- feIch die Mutze gerade zu setzen, die Antwort: „Die Mibtze sitzt gerade ; er ftlhrte aber doch dann den Befehl aus. Als der. Zug unterwegs auf einer Station hielt, fing L. an zu singen, ihm. den Truppen verboten ist. Der Unterofftzier ermahirte, wert nom andere Soldaten in den Gesang einstirnmten, die Leute, 1 Reise zu benehmen, da sie sonst noch sehr
Arrest bestraft werden föimten. Nun, fingen die beiden Angeklagten an, Reden zu führen, mit denen Vorgesetzten enttväer reizen, oder ihn mindestens vor-- crftdterL° ten' hhJrau^ ^eser Veranlassung nahm, Anzeige zu gefährlichster Art hatte Offiziers Heinrich RuSv von der 8. Koinpagwe des 23. Infanterieregiments in Saar- Kriegsgericht Landau in der Pfalz zu ver- Ettvcir^n. Der Angellogte ließ Anfang Juni dieses Jalues Ittfwttterrsten Tabak kauen, andere Jn-
.r rt^tt ^ttßtor, den Tabak dann wieder weiter kauen, bis schließlich Ruby einem Soldaten den Befehl gab den Tabak- saft einem se in er Kameraden in das Gesicht zu speien. Nnn batte such Rubv wegen fwtgesetzter Mißbandlnng von 18 Rekruten feiner Korporalschaft zu verantworten. Er reggl'^'tte die Lente beim Exerzieren nstd auf der Stube mit
leigen und Fa nstswlägen auf die Brust, in das Ge- sicht und unter das Kinn, schlug sie mit her Klopfpeitsche, 'n eß he mit dem E ewehrkolben und versetzte ihnen Fnß- tritt? in tue Weichteile. Außerdem belegte er sie mit den ge meinß -n Schimpfnamen. Unter anderen erhielt her Infanterist Pahle einen Fußtritt, IG Ohrfeigen und etwa 15 Stöße unter urbe in gleicher Weise etwa
7 0 m a l v on sei n e m P e i n ig er m i ß ha n d e l t .der Soldat
Hundess>por.t. Ueber die erste allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen zu Nü m^er-g am 14. Ang. d. I. lesen wir jetzt im „Himdesport und Jagd" im Rickterbericht des Herrn Dr. Meyer über Leonberger: Es war ein ganz vortrefflicher Leonberger da: „Hektor von Gießen",. Besitzer Fritzy-,u™n ™ ... y.,r^nr ‘Thießen. Knochen vorBslich, GaRg^rk «lleriekamft. Ti-' Stuffen toarfen tini*
rewhllch, ohne allzu üppig zu fern. Lie Farbe, Teilungen zu rü ck. Auch ein jar^nistbes Torpedoboot Nahm"
MM ^Preis in Offener W ZSSM
D Wl5 ™ ^üerttaue. nackste große Angriff der Iraner auf Pr»rt Arthur von
suLssn —»g^1-----J— «l-i -i "j.»—---1----»---! I den Russen nicht mehr abgeschlagen we^en könne --
Metzen er landwirtschaftlicher Wetterdienst. Die cktznesische Bevölkerung bellagt sich befttg darüber, diß die BoranSstchtliche Wittsvung in Hoffen für Freitag, den Japaner d»as Hvlz, welches sie für &n Brü ckemb'an 9. Sevtember: Boirvi egend heiter, doch stellemveise Morgennedel, lihnen abkanften, noch nicht bezahlt bei kälterer Nacht tagsüber roarmer. | hndon. e ^toawuweise verlautet, eine japanische Granate habe
Näheres durch die Gießener Wetterkarte. I ^^^E-g e in Port Arthur brfmdliche Mühle in Brand ge-
' setzt. .Sie war cknnestsches Eigenttnn.
Pete-vschurg 8. .Sept. Ti- getraue ZM her taffififiät' Sfriufre wB>n-nr> her ledtcn KLmpfc bri ’hfhnr funntc no* nicht sestgesteNt tnrrkn. Die mffifdvn «\rriitflr fSIcn 000 Tvte und Verwund-ete übersteigrn. —> Ter Offizier, welck^r die Zensur misübtz ^artc. ttn General-1 stabe wolle man nvck kein Telem'-rmm erhalttrn haben darüber,^ ob der Rückzug bei MnL>en fortgesetzt n-ird oder nickt.
Ti ckifu, 8. Sept. Gestern winde hier Kanonendonner aus der Gegend von Port Arthur vernommen. Dagegen wollen Dampfer, welch? unweit Port Arthur vorbLkpaffierten, von einer Beschießung nichts gehört haben. — Nowi 'Krai bringt Einzel- Leiten über die Kämpfe am 29. und 30. Mgnst ttn QKen von Port Archur. Die Japaner eröffneten am 29. abends 'ein haftigeL Feuer gegen das Fort B. Ttm -9 Illft abends gstzkn die Rnssnr die von den Japanern errichteten Besestiglmgen an und zwangen die Japaner, nack chrer zwstten VerteidigungsüNie Mr-ß ck- zu gehen. Am Morgen des 30. August begann ein neuer Ar-
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MöchkuMt WkrW dn TodksWe in der Stadt Gikßk«.
35. Woche. Vom 21. bis 27. Auaust 1904.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (uifL 1600 Diann Militar> Sterblichkeitsziffer: 22,68
nach Abzug von 7 Ortsftemden: 9,45
KD KD 1
Summe 12 (7) 7 (5)" 4?!) ’ F(Ij
Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
— UoGhnm
W Harnone


