Ausgabe 
8.7.1904 Zweites Blatt
 
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m Tcutfd>hxut» -u erwarttm ist, der mit dem Arid>Skan^ler K^oxkiT Bülow zusammen treffen nnrb, um mit rhm iber einige der jcbiwbenbeu (vnigcii des deutsch-russisclxe« vviuiiyuy ui kmcherrcrvn. ES steht pi erwarten, baß btq\v Zus auuil^kl lassen nicht erfolglos fcui wird, son- der» daß der Al^fchluß des Hauüclsverwcvges mit Ruß- Umti tn Kürze zu entarten ist.

wsJäuuxua^tti." dringt eine ähnliche Meldung und betrachte! du.» E unreifen des Herrn v. Aitte,dieser stärksten wirtschaftlick>an 'Äiitvrität Rußlands", als ein erfolg veryeif^ndeS Zeichen. DaS loird mit nidU ge- ni^xia Berrdmguug in dem Sinne gedeutet werden hHuirn, daß Rußland infolge des Kriege», gleidwiel, wie dessen Aus<uulg jri, bixppeLI Anlaß habe, seine handelspoli- rrschen Be^elmngen zu Deutschland dem Hauvr^mehmer für ferne Ausfudr, frei von Störungen zu macyai

Der neue Reichs Etat.

Unser Berliner pm*lauteutarijd)cr Mitarbeiter schreibt untcrui 7. Juli:

Ter Rotstift des RLÜchSscbatzsekretärö tritt m wenigen Wochen in Tätigkeit. Die von den einzelnen LerwaltungS- ressons zum nächsten ätat anzumeldenden Forderungen pflegen spätestens im August bei der Zentralrechnunge^ fttik, dem Schatzamt, einzugeyen. Den Beschlug madä dertömmlicherioeise der M a r i n e e t a t, dessen Ausstellung am umständlichsten ist. Tann legt der Schatzsetretär an Mefe 'Forderungen den Nchßstab der voraussichtlichen Reichs- einnatimai, und cd beginnt dasS t r e i ch k o nze r t". Ten» noch immer ist weit mehr verlangt worden, als bewilligt werden fami, und ivenn auch jeder Ressortchcs menn, seine Forderungen auf das knappste bemessen zu haben, der Schatzjekretär weiß es besser, wett er die Spamtwoiie her Reichs sinanzdecke kennt Wollte er aud) em Auge zudrücken, der BundeSrat, desien Kontrolle der Slatsporauschlag unterliegt, würde Remedur eintreten lassen, vom Reichstag ganz zu schweiaen, der mit ÄrguS- äugen im Etat Umschau halt Tem Berwebmen nach soll hie vom Reichstag wiederhol abgelehnte Forderung für Nm Neubau des Reichsmarineamts un nächsten Etat wieder erfdieüien, weil der Berwaltungsappaval immer umfang* reicher wird. Solange Herr v. TirpiH sich daraus kapri­ziert, den Neubau in der teuersten Straße Berlins an^u- lcgcn, ist aus eine Bewilligung durch den Reichstag nicht zu rechnen.

^irtyTünö Schule.

Die höHeren Schulen Deutschlands und Ihr Lehrer st and in ihrem Verhältnis zum Staat und zur gchsngcn Lultur Von Friedrich Paulsen, Pro­fessor an der Universität Berlin gr. 3. ach. Braunschweig, Verlag von Friodr. Vieweg & Sohn. Preis 50 Pfg Tie vorliegende Abhandlung cnthaU den erweiterten Bor* trag, den Professor Dr. Fr. Paulsen auf dem von Gießen ausa ngeregten ersten deutschen Lber lehret tag, dem Grün* dungsrage des Vereins der akademisch gebildeten Lehrer aller deutschen Smaven und aller Schulformen zu Darmstadt am 9. April d. Z. gehalten hat ES sind goldene Worte, welche der berühmte Universitätslehrer an

die Teilnehmer des Berl>andtages gerichtet hat, und sie wurden al8 der beredte Ausdruck der Ideen und Gesirrn ungen. in denen der deutsche Obe rl eh i erlag gegründet wor- ben ist, von allen Zuhörern der Versammlung mit enthu- siastrschem BeifaU ausgenommen, einen mächtigen unb tiefen ViubviMd bei i.Micn bimei Inficnb

Die Kannibalen i in Kongostaa t DaS Mvn- gatngetnet, in benn die unbezähmbaren, berild)tigten Budja hausen, iwir schon wieder einmal der Scl)auplatz einer fclxußlichen Szeate. Das soeben aus dem Kongo in Ant­werpen eingetroffene Postschiff bringt die Nacl-richt mit, daß ein geborener Sctuveizer, namens Raus, Beamter einer ^Intwerpener Oie.fellschasl, in seiner Faktorei von den Budjas belagert unb nach ihrer Einnahme massakriert und gefressen wurde. Die lieberreftc des Unglücklichen wur­den aufgesunden und bei Dobo beigesetzt. Die Bndjas töteten bei derselben Gelegenheit mehrere einge­borene Arbeiter und bereiteten diesen dasselbe Schicksal. ist nunnicljr schon der dreißigste Weiße, brr in jener Region gemordet und gegessen wurde. Die Kautsck>uk-Ernte, die im Mongalagebiet vor anderthalb Jal)ren noch 55 bis 60 Tonnen monatlich betrug, ist feit* dem auf knappe 20 gesunken und wird sicher ganz anfhoren. Ter Staat hat sofort eine Strafexpedition ausgerüstet. Sie wird von vier Weißen befehligt unb umfaßt 270 Hiann.

AUS £iuiH und Land.

Gießen, den 8. Juli 1904.

' Die nächste Sitzung der medizinischen Gc- sellschäft in Gießen findet statt Dienstag, den 12. Juli, abends 7 l/s Uhr pünktlich, tm Hürsal der psychiatrischen Klinik. Tagesordnung: 1. Herr Strahl, Uterus post partum, 2. Herr Sticker, lieber Arteriosklerose, 3. Herr Hcnneberg, Die seitliche Anlage der Schilddrüse. Aerzte sind als Gäste willkoimnen.

* In der Gemälde-Aus ste llun g am Brand wird feu gestern, uod) vor den alljährlich im Kunstverein üblichen Serien, ein xSkd>fcl der Gemälde vorgeno nmen. Die AussleUung, weld^es diesmal sehr reichhaltig i|i, kann voraussichtlich noch bis Sonntag fertiggcftcllt fein.

** Bei dem Konzert- und Liederabend, der nächsten Sonntag hier mi Neuen Saalbau veranstaltet wird, wird Frl. Marianne Stütz, Pianiftm aus Berlm, Herr G. Christen vom Hoftheater zu Weimar, und Kapellmeister Karl Köhler auS Berlin Mitwirken. Irrtümlich wurde die Teilnahine eines Zithervirtuosen angesagt.

Bienenzüchterverein Gieß e n und Um­gegend. Der Verein hält Sonntag den 10. Zuli, nachm. 3 Uhr, in Gießen bei Bauer, Bahiihofstraße, eine Bersamm- lung ab. Deren Tagesordnung durch DieBiene" be- kannnt ist.

* Das Interesse an der GewerbeauSstellung in Fulda hat die König!. Cisenbahndirektion zu Frankfurt schon wiederhoU m dankenswerter Weise durch die Tat be­

wiesen. Nun hat die Eisenbahnverwaltung auf Ersuchen deS VerkehrLauSschusseS genehniigt, daß am Sonntag, den 10. Juli, der um 7 Uhr 52 Minuten nachmittags von Fulda ab* gehende und 9 Uhr 53 Minuten in Mücke eintreffende Nach* zug vom Personenzug 530 bis Gießen durchgesührt wird. Zjj Grünberger Sängersest. Die Eisenbahn* Verwaltung hat zur Entlastung der fahrplanmäßigen Personen­züge für Sonntag, den 10. d. MtS. zivei Sonderzüge ange- ordnet. Vormittags 8 Uhr 5 Minuten ab Gießen nach Grünberg, sowie abends 10.00 Uhr ab Grünberg nach Gießen.

Schreib- und Handelslehrkurse. Schreibers Institut für Schönschnellfchreiben unb Handelswissenschaft er­öffnet am Dienstag und Freitag den 12. und 15. Juli in den oberen Räumen deL Restaurants zum ^Schipkapaß", Bahnhofstraße hier, Tag- unb Abenbkurse für Herren und Tarnen in Buchführung, Schönschnellschreiben, kaufmännischem Rechnen, Korresponbenz und den übrigen praktischen Ziontor­wissenschaften. Um auch ben ärmeren Klassen unserer Be­völkerung Gelegenheit zur Pflege ihres Geistes zu bieten, ge­währt Herr Schreiber wirklich strebsamen unb unbemittelten Personen, Handwerkern, Arbeitern rc., eine bedeutende Preis­ermäßigung. Anmeldungen zu den Tag- unb Abendkursen nimmt Herr Schreiber tm Restaurant zumSchipkapaß" ent­gegen.

= Bleichenbach, 7. Juli. Auf Anregung des Land- wirtschaftLlehrerS Lintz in Bübingen hat die hiesige Gemeinde­verwaltung zwei Teiche auf der sogen.Schönau" anlegen lasien, welche zmii größten Teil mit Wasier auS der ,Bleiche" gespeist iverden. DaS Gelände, meist Moorwiesen, hat seither fast gar keine Erträge geliefert. Vom Staate erhält Die Ge­meinde einen angemessenen Beitrag.

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